Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
9G_2/2024 KI-generiert

Beneficiary Seeks Rectification of FSC Decision Regarding Cantonal Proceeding Costs and Compensation

Geschäftsnummer 9G_2/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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A person had their disability pension revoked by the Zurich Social Insurance Office as of August 2014. They appealed the decision, but their complaint was rejected by the Zurich Social Insurance Court in June 2023. Following this, the Swiss Federal Tribunal partially allowed an appeal against the court's decision in June 2024, granting the individual a quarter pension from September 2014. The individual then filed a request in July 2024 to amend the Federal Tribunal's decision to include instructions for the redistribution of costs and compensation from the previous proceedings, which was not addressed in the original judgment.

Legislator-Regeste

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Art. 129 BGG, Art. 66 al. 1 LTF; Beneficiary Seeks Rectification of FSC Decision Regarding Cantonal Proceeding Costs and Compensation: They appealed the decision, but their complaint was rejected by the Zurich Social Insurance Court in June 2023. Following this, the Swiss Federal Tribunal partially allowed an appeal against the court's decision in June 2024, granting the individual a quarter pension from September 2014. The individual then filed a request in July 2024 to amend the Federal Tribunal's decision to include instructions for the redistribution of costs and compensation from the previous proceedings, which was not addressed in the original judgment.

Schlagwörter

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Bezüger einer Invalidenrente Sozialversicherungsverfahren Berichtigung des Entscheids Viertelsrente Versicherungsentschädigung Invalidenversicherung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 129 BGG

The appeal for correction was accepted based on this article because the dispositive of the previous decision was incomplete.

Art. 66 al. 1 LTF

This article is relevant in the context of the costs not being awarded in the correction procedure (implied by point 2, although the full Art. 66 is about court fees).

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

9G_2/2024

Urteil vom 23. Juli 2024

III. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Parrino, Präsident,

Bundesrichterin Moser-Szeless, Bundesrichter Beusch,

Gerichtsschreiber Seiler.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

vertreten durch Dr. Roger Bollag,

Gesuchsteller,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,

Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,

Gesuchsgegnerin.

Gegenstand

Invalidenversicherung,

Berichtigungsgesuch für das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 11. Juni 2024 (9C_590/2023).

Sachverhalt:

A. Mit Verfügung vom 12. Juli 2022 hob die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Invalidenrente von A.________ per August 2014 auf. Mit Urteil vom 30. Juni 2023 wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich eine Beschwerde von A.________ hiergegen ab. Mit Urteil 9C_590/2023 vom 11. Juni 2024 hiess das Bundesgericht eine Beschwerde von A.________ gegen das Urteil des Sozialversicherungsgerichts teilweise gut und änderte das Urteil insoweit ab, als es A.________ ab dem 1. September 2014 eine Viertelsrente zusprach.

B. Mit Berichtigungsgesuch vom 10. Juli 2024 beantragt A.________, das Dispositiv des Urteils des Bundesgerichts vom 11. Juni 2024 sei wie folgt zu ergänzen: "Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten und der Parteientschädigung des vorangegangenen Verfahrens an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich zurückgewiesen." Eventualiter seien die Kosten und die Parteientschädigung des vorangegangenen Verfahrens vom Bundesgericht festzusetzen.

Erwägungen:

1. Gemäss Art. 129 BGG nimmt das Bundesgericht, sofern das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Entscheids unklar, unvollständig oder zweideutig ist, seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung im Widerspruch stehen oder es Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält, auf schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen die Erläuterung oder Berichtigung vor (Abs. 1). Die Erläuterung eines Rückweisungsentscheids ist nur zulässig, solange die Vorinstanz nicht den neuen Entscheid getroffen hat (Abs. 2).

2. Wenn das Dispositiv eines Urteils des Bundesgerichts sich nicht zu den Kosten- und Entschädigungsfolgen des kantonalen Verfahrens äussert, obschon das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid aufgehoben und reformatorisch entschieden hat, gilt dies praxisgemäss als Versehen, das im Berichtigungsverfahren zu korrigieren ist (vgl. Urteile 1G_1/2023 vom 23. Februar 2023 E. 2; 2G_1/2021 vom 9. April 2021 E. 3.2; 1G_3/2020 vom 24. November 2020 E. 2; 1G_2/2018 vom 14. März 2018 E. 2).

3. Das Bundesgericht hat im Urteil 9C_590/2023 vom 11. Juni 2024 reformatorisch entschieden, ohne sich über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des kantonalen Verfahrens auszusprechen. Dieses Versehen ist zu korrigieren und das Urteil 9C_590/2023 um eine Dispositivziffer zu ergänzen, wonach die Sache zur Verlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.

4. Das vorliegende Urteil ergeht ohne Kosten und Entschädigung und ohne Schriftenwechsel (vgl. Urteile 1G_1/2023 vom 23. Februar 2023; 1G_3/2020 vom 24. November 2020 E. 3; 9G_1/2018 vom 25. Januar 2018 E. 4.1).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Das Berichtigungsgesuch des Gesuchstellers wird gutgeheissen. Das Dispositiv des Urteils des Bundesgerichts vom 11. Juni 2024 in der Sache 9C_590/2023 wird um eine Ziffer 3bis ergänzt, die wie folgt lautet:

"Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten und der Parteientschädigung des vorangegangenen Verfahrens an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich zurückgewiesen."

2. Es werden für das Berichtigungsverfahren keine Gerichtskosten erhoben und keine Parteientschädigungen gesprochen.

3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 23. Juli 2024

Im Namen der III. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Parrino

Der Gerichtsschreiber: Seiler