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200 2023 331 • VG BE 200 2023 331 KI-generiert

Bern Cantonal Administrative Court: Correction of Clerical Error in Social Insurance Case Costs

Geschäftsnummer 200 2023 331
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Kanton Bern (CH-BE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Bern Cantonal Administrative Court issued a correction (Berichtigung) to its initial decision of January 17, 2024, because the original judgment contained a clerical error (Redaktionsfehler) concerning the prepaid court costs. The situation involved multiple social insurance law cases where the plaintiff had paid a total cost advance (Kostenvorschuss) of CHF 2,900, but the initial judgment erroneously stated this amount as CHF 2,100, which led to an incorrect calculated refund amount. Applying Article 100 § 1 of the Canton's Administrative Justice Act (VRPG), which allows for the correction of incomplete, unclear, or contradictory decisions containing clerical or calculation errors, the court officially corrected the ruling *ex officio*. The court maintained the initial procedural cost assessment of CHF 1,000 against the plaintiff, but corrected the total advance paid to CHF 2,900, resulting in a correct refund to the plaintiff of CHF 1,900 upon the decision becoming final. The correction itself was free of charge, with no party compensation awarded.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 4 VRPG, Art. 100 VRPG, Art. 100 Abs. 1 VRPG; Bern Cantonal Administrative Court: Correction of Clerical Error in Social Insurance Case Costs: The situation involved multiple social insurance law cases where the plaintiff had paid a total cost advance (Kostenvorschuss) of CHF 2,900, but the initial judgment erroneously stated this amount as CHF 2,100, which led to an incorrect calculated refund amount. Applying Article 100 § 1 of the Canton's Administrative Justice Act (VRPG), which allows for the correction of incomplete, unclear, or contradictory decisions containing clerical or calculation errors, the court officially corrected the ruling *ex officio*. The court maintained the initial procedural cost assessment of CHF 1,000 against the plaintiff, but corrected the total advance paid to CHF 2,900, resulting in a correct refund to the plaintiff of CHF 1,900 upon the decision becoming final. The correction itself was free of charge, with no party compensation awarded.

Schlagwörter

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Rechnungsfehler Verwaltungskosten Kostenvorschuss Berechnung der Schadenersatzforderung Sozialversicherungsverfahren Entschädigung für Justizirrtümer Einspracheentscheide vom 11. April 2023 und 2. Juni 2023

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 100 Abs. 1 VRPG

Cited as the legal basis for the administrative authority (the Tribunal) to undertake the necessary clarification or correction of the judgment on its own motion.

Art. 100 Abs. 4 VRPG

Cited in the considerations to support the consequence that the corrected decision replaces the original one, and that a new appeal period starts for the corrected part.

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Volltext

200 23 331 KV und

200 23 513 KV und

200 23 679 KV und

200 23 856 KV und

200 23 857 KV (5) WIS/SCC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 16. April 2024 Berichtigung des Urteils vom 17. Januar 2024

Verwaltungsrichterin Wiedmer Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________ Beschwerdeführer

gegen

Sanitas Forderungsmanagement, Postfach, 3000 Bern 14 Beschwerdegegnerin

Berichtigung des Urteils vom 17. Januar 2024 Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2024, KV/23/331, Seite 2

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

 Den Parteien wurde am 22. Januar 2024 ein Urteil der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Januar 2024 eröffnet (KV/2023/331, KV/2023/513, KV/2023/679, KV/2023/856, KV/2023/857). Ziff. 7 des Urteils vom

17. Januar 2024 lautete wie folgt: Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.-- werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'100.-- entnommen. Vom vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss werden ihm nach Rechtskraft des Urteils Fr. 1'100.-- zurückerstattet. Es steht jedoch fest, dass der Beschwerdeführer Kostenvorschüsse von Fr. 2'900.-- bezahlte.

 Ist ein Entscheid unvollständig oder unklar oder stehen seine Bestimmungen untereinander oder mit den Entscheidgründen im Widerspruch oder enthält er Redaktionsoder Rechnungsfehler, so nimmt die Verwaltungsjustizbehörde von Amtes wegen oder auf schriftliches Gesuch hin die nötige Erläuterung oder Berichtigung vor (Art. 100 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). Der erläuterte oder berichtigte Entscheid ersetzt den ursprünglichen (Art. 100 Abs. 4 VRPG).

Der Geltungsbereich von Art. 100 VRPG erstreckt sich auch auf kantonale sozialversicherungsrechtliche Justizentscheide (MARKUS MÜLLER, in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl., Bern 2020, Art. 100 N. 3). Von Amtes wegen kann die Verwaltungsjustizbehörde ihre Entscheide jederzeit berichtigen (MÜLLER, a.a.O., Art. 100 N. 15).

 Es ist offensichtlich, dass Ziff. 7 des Urteils vom 17. Januar 2024 einen Redaktionsfehler enthält. Richtigerweise hat der Beschwerdeführer Kostenvorschüsse von Fr. 2'900.-- bezahlt und ihm sind davon Fr. 1'900.-- zurückzuerstatten. Ziff. 7 des Urteilsdispositivs ist entsprechend zu berichtigen.

 Für diesen kostenlosen Entscheid ist dieselbe Spruchbehörde zuständig wie für den ursprünglichen Entscheid (Art. 100 Abs. 1 VRPG; MÜL- Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2024, KV/23/331, Seite 3

LER, a.a.O., Art. 100 N. 4). Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen.

 Mit der Eröffnung des korrigierten Entscheids beginnt für jenen Teil des Dispositivs, der eine Berichtigung erfahren hat, eine neue Rechtsmittelfrist zu laufen (Art. 100 Abs. 4 VRPG; MÜLLER, a.a.O., Art. 100 N. 18).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Ziff. 7 des Dispositivs des am 22. Januar 2024 eröffneten Urteils vom

17. Januar 2024 in Sachen A.________ (KV/2023/331, KV/2023/513, KV/2023/679, KV/2023/856, KV/2023/857) wird wie folgt berichtigt:

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'900.-- entnommen. Vom vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss werden ihm nach Rechtskraft des Urteils Fr. 1'900.-- zurückerstattet.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteientschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):

- A.________

- Sanitas

- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2024, KV/23/331, Seite 4

Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.