Deportation Renders Appeal Against Removal Detention Moot
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Bern Cantonal Administrative Court confirmed an administrative decision ordering a person's removal detention until September 12, 2020, following an appeal against the Cantonal Compulsory Measures Court's confirmation of the detention. Despite the procedural question of whether the appellant's largely incoherent submission met the minimum requirements for an appeal, the court determined that the case had become moot because the appellant was deported to Germany on August 20, 2020, resulting in the cessation of the protection interest related to the appeal against the removal detention. Since there was no remaining fundamental legal question or alleged violation of ECHR guarantees of general interest that warranted a decision, the court dismissed the proceedings as having become without object and decided not to levy court costs.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 74 Abs. 1 i.V.m, Art. 32 Abs. 2 VRPG, Art. 39 Abs. 1 VRPG, Art. 108 Abs. 1 VRPG, Art. 108 Abs. 3 i.V.m, Art. 104 VRPG; Deportation Renders Appeal Against Removal Detention Moot: Despite the procedural question of whether the appellant's largely incoherent submission met the minimum requirements for an appeal, the court determined that the case had become moot because the appellant was deported to Germany on August 20, 2020, resulting in the cessation of the protection interest related to the appeal against the removal detention. Since there was no remaining fundamental legal question or alleged violation of ECHR guarantees of general interest that warranted a decision, the court dismissed the proceedings as having become without object and decided not to levy court costs.
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KI-generiertThis provision was used to justify striking the case from the register because it had become moot.
This provision was cited in the dispositive to rule that no procedural costs were to be levied.
This combination was cited in the dispositive to rule that no recoverable party costs were awarded.
This article mandates the publication of the dispositive in the official gazette.
Volltext
100.2020.326A BUC/IMA/SRE
Verwaltungsgericht des Kantons Bern Verwaltungsrechtliche Abteilung
Abschreibungsverfügung des Einzelrichters vom 26. August 2020
Verwaltungsrichter Bürki Gerichtsschreiberin Imfeld
A.________ zzt. in Deutschland, vormals Regionalgefängnis Moutier, Rue du Château 30b, 2740 Moutier Beschwerdeführerin
gegen
Einwohnergemeinde Bern Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, Postfach, 3001 Bern
und
Kantonales Zwangsmassnahmengericht Hodlerstrasse 7, 3011 Bern
betreffend Anordnung der Ausschaffungshaft (Entscheid des kantonalen Zwangsmassnahmengerichts vom 14. August 2020; KZM 20 943) Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26.08.2020, Nr. 100.2020.326A,
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
– Mit Entscheid vom 14. August 2020 bestätigte das kantonale Zwangsmassnahmengericht (ZMG) nach mündlicher Verhandlung die von der Einwohnergemeinde (EG) Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), am 13. August 2020 gegenüber A.________ angeordnete Ausschaffungshaft bis zum 12. September 2020.
– A.________ hat am 18. August 2020 beim Obergericht des Kantons Bern ein Schreiben eingereicht (Eingang beim Obergericht:
19.8.2020). Das Obergericht hat dieses Schreiben am 21. August 2020 an das Verwaltungsgericht weitergeleitet.
– Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG;
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 31 Abs. 2 des Einführungsgesetzes vom 9. Dezember 2019 zum Ausländerund Integrationsgesetz sowie zum Asylgesetz [EG AIG und AsylG; BSG 122.20]).
– Die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 18. August 2020 beinhaltet über weite Strecken schwer verständliche Schilderungen, aber kaum sachbezogene Vorbringen. Es ist daher fraglich, ob sie den bei Laieneingaben praxisgemäss herabgesetzten Anforderungen an eine formgültige Beschwerde (Art. 32 Abs. 2 VRPG) zu genügen vermag (BVR 2006 S. 470 E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 15; vgl. bereits die die Beschwerdeführerin betreffenden Abschreibungsverfügungen VGE 2017/286 vom 25.10.2017, 2017/277 vom 17.10.2017, 2017/39 vom 2.2.2017, 2017/8 vom 10.1.2017, 2014/321 vom 27.11.2014). Die Frage kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen jedoch offenbleiben.
– Die Beschwerdeführerin wurde am 20. August 2020 nach Deutschland ausgeschafft (vgl. Aktennotiz des Obergerichts vom 20.8.2020 [act. 1A]).
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26.08.2020, Nr. 100.2020.326A,
– Mit der Ausschaffung und der damit verbundenen Haftentlassung ist das aktuelle Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin an der Behandlung ihrer Beschwerde dahingefallen.
– Es ist keine Frage von grundsätzlicher Bedeutung zu beantworten, die sich jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen und die wegen der Dauer des Verfahrens kaum je rechtzeitig einer endgültigen Beurteilung zugeführt werden kann (vgl. statt vieler BGE 142 I 135 E. 1.3.1; BVR 2018 S. 310 E. 7.3).
– Die Beschwerdeführerin macht namentlich keine Verletzung von Garantien der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK;
SR 0.101) geltend (vgl. hierzu BGE 142 I 135 E. 1.3.2; BVR 2016
S. 529 E. 1.2.1).
– Das Verfahren 100.2020.326 ist somit gemäss Art. 39 Abs. 1 VRPG als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben.
– Der Verfahrensstand rechtfertigt es, für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht keine Kosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Es sind keine ersatzfähigen Parteikosten angefallen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m.
Art. 104 VRPG).
– Die einzelrichterliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 39 Abs. 1 VRPG und Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1; vgl. auch Art. 57 Abs. 2 Bst. e GSOG).
– Das Dispositiv dieser Verfügung ist im Amtsblatt zu publizieren (Art. 44 Abs. 5 Bst. a VRPG). Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26.08.2020, Nr. 100.2020.326A,
Demnach entscheidet der Einzelrichter:
1. Das Verfahren 100.2020.326 wird als gegenstandslos geworden vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.
2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten gesprochen.
3. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin (durch Publikation des Dispositivs im Amtsblatt des Kantons Bern)
- Einwohnergemeinde Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei
- kantonales Zwangsmassnahmengericht
- Staatssekretariat für Migration
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Rechtsmittelbelehrung Gegen diese Abschreibungsverfügung kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.