Großherzogthums Luxemburg.
Table des dispositions (13)
Texte législatif (13 Articles)
Memorial
des
Großherzogthums Luxemburg.
DU
GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG.
Samstag, 6. September 1879.
Gesetz vom 3. September 1879, die Abtretung
oder Veräußerung von Eisenbahnen be-
treffend.
Wir Wilhelm III, von Gottes Gnaden König
der Niederlande, Prinz von Oranien-Nassau, Groß-
herzog von Luxemburg, u., u., u. ;
Nach Anhörung Unseres Staatsrates ;
Mit Zustimmung der Kammer der Abgeordneten;
Nach Einsicht der Entscheidung der Abgeordne-
tenkammer vom 28. August 1879, und derjenigen
des Staatsrathes vom 29. dess. Mts., gemäß
welchen eine zweite Abstimmung nicht erfolgen
wird ;
Haben verordnet und verordnen
Die Eisenbahngesellschaften können
die ihnen in Concession verliehenen Bahnen nur
mit Genehmigung der Regierung abtreten.
Als Abtretungen sind zu betrachten nicht nur
die auf Veräußerung der Concession lautenden
Verträge, sondern alle Akte, welche durch Ver-
miethung, Verschmelzung, Ankauf von Actien
oder anderswie die Uebertragung des gänzlichen
oder theilweisen Betriebes einer Bahn bewirken.
Les sociétés de chemin de fer ne
peuvent céder les lignes dont elles sont conces-
sionnaires qu'avec l'approbation du Gouvernement.
Sont considérées comme cessions non seulement
les conventions portant aliénation de la conces-
sion, mais tous actes transférant par bail, achat
d'actions, fusion ou autrement, l'exploitation
totale ou partielle d'une ligne.
Nachstehende Abänderungen an dem
in Nr. 21 1. Th. des „Memorials" von 1874
Veröffentlichten Betriebs-Reglement der Wilhelm-
Luxemburg-Eisenbahnen, sowie die bezüglichen
Ausführungsvorschriften zu demselben sind, unter
Beachtung des im angezogenen Beschlusse vom
24. Juli 1874 enthaltenen Vorbehaltes, geneh-
migt, und sollen durch's „Memorial" zur öffent-
lichen Kenntniß gebracht werden.
Sont approuvées, sous le mérite de
la réserve insérée dans l'arrêté susvisé du 14 juil-
let 1874, les modifications et instructions ci-après
relatées à introduire au règlement d'exploitation
des chemins de fer Guillaume-Luxembourg, pu-
blié au N° 2 1 , Ire partie du Mémorial de 1874;
elles seront portées à la connaissance du public
par la même voie.
Im Falle der Zuwiderhandlung gegen
den vorhergehenden Artikel kann die Regierung,
abgesehen von dem ihr durch die bestehenden Ge-
setze zuerkannten
Rechte,
verordnen, daß die
Bahn, welche Gegenstand des Vertrages ist, durch
das Eisenbahn-Departement für Rechnung der
Gesellschaft verwaltet werde.
Loi du 3 septembre 1879, relative aux cessions
ou aliénations de chemins de fer.
Nous GUILLAUME III, par la grâce de Dieu,
Roi des Pays-Bas, Prince d'Orange-Nassau, Grand-
Duc de Luxembourg, etc., etc., etc. ;
Notre Conseil d'État entendu ;
De l'assentiment de la Chambre des députés;
Vu la décision de la Chambre des députés du
28 août 1879 , et celle du Conseil d'État du 29
du même mois, portant qu'il n'y a pas lieu à
second vote;
Avons ordonné et ordonnons
En cas d'infraction à l'article précé-
dent, le Gouvernement pourra, indépendamment
des droits qui lui sont attribués par la législation
existante, ordonner que la ligne sur laquelle la
convention a porté sera administrée par le dé-
partement des chemins de fer pour compte de la
société.
Nr. 60.
SAMEDI, 6 septembre 1879.
Unser Staatsminister, Präsident der
Regierung, ist mit, der Ausführung dieses Be-
schlusses beauftragt.
I m Loo den 25. August 1879.
Wilhelm.
Der Staatsminister,
Präsident der Regierung,
F. de Blochausen.
concernant l'exploitation des chemins de fer Guil-
laume-Luxembourg, et Notre arrêté du 14 juillet
1874, portant publication du nouveau règlement
d'exploitation des dits chemins de fer;
Notre Conseil d'État entendu ;
Sur le rapport de Notre Ministre d'État, prési-
dent du Gouvernement, et après délibération du
Gouvernement réuni en conseil;
Avons arrêté et arrêtons
Notre Ministre d'État, président du
Gouvernement, est chargé de l'exécution du pré-
sent arrêté.
Au Loo, le 25 août 1879.
GUILLAUME.
Le Ministre
d'Etat,
Président du Gouvernement,
F. DE BLOCHAUSEN.
Abänderungen am Betriebsreglement für die Eisenbahnen Wilhelm-Luxemburg.
Zu § 44.
An Stelle der jetzigen Bestimmung in Absatz 3 tritt mit dem 1. Oktober d. I . die nachstehende
in Kraft
Tritt Ersatzflicht ein, so bilden, sowohl in Verlust- wie in Beschädigungsfällen, der vom
„Aufgeber deklarirte Werth, falls aber eine solche Werthangabe nicht erfolgt ist, die folgenden
„Beträge die Maximalentschädigungssätze
600 M. für ein Pferd;
ein Füllen bis zu einem Jahr;
300 „
„
einen Mastochsen;
ein Haupt Rindvieh;
ein Kalb bis zu einem Jahr;
90 „
„
ein Mastschwein;
Zu § 48.
In der Zusatzbestimmung unter II. A zu Nr. 7 ist an Stelle der Worte
dürfen nicht mehr als 75 Kilogramm wiegen,
gesetzt
dürfen nicht mehr als 90 Kilogramm wiegen.
Hinter II. A 20 ist eingeschaltet
21. Schwefelnatrium in rohem, unkrystallisirtem und in rafftnirtem, krystallisirtem Zustande."
22 Die unter der Bezeichnung „Pasta" in den Handel kommenden Feueranzünder."
In dem darauf folgenden Absatz ist statt
,,Alle unter 1 bis 20 genannten Gegenstände" gesetzt
,,Alle unter 1 bis 22 genannten Gegenstände."
Am Schluß der Abtheilung II, A hinter „zu Nr. 20 ist eingeschaltet
„Zu Nr. 21. Rohes, unkrystallisirtes Schwefelnatrium wird nur in dichten Blechbehältern,
raffinirtes, krystallisirtes Schwefelnatrium nur in wasserdichten Fässern oder anderen wasserdichten
Behältern verpackt zur Beförderung übernommen.
Zu Nr. 22. Die unter der Bezeichnung „Pasta" in den Handel kommenden Feueranzünder
werden nur in Behältern von Blech oder in dichten Holzgefäßen verpackt zur Beförderung über-
nommen.
Ausführungsvorschriften zu § 50 Nr. 7 des Betriebs-Reglements
1. Sofern sich der auf dem Frachtbriefformulare für die Beschreibung der Güter vorgesehene
Raum wegen der Anzahl der zu derselben Sendung gehörigen und einzeln zu verzeichnenden
Güter als unzureichend erweist, hat die Specifikation auf dem für die Firma des Ausstellers
vorbehaltenen Theile der Rückseite des Frachtbriefes zu erfolgen.
Dies geschieht nach Maßgabe der betreffenden Kolonnen des Frachtbriefes, jedoch ohne Vordruck
derselben.
2. Reicht hierzu im einzelnen Falle auch der bezeichnete Raum der Rückseite des Frachtbriefes
nicht aus ; so sind dem letzteren besondere, die Spezifikation enthaltende und von dem Absender
zu unterzeichnende Blätter im Formate des Frachtbriefes fest anzuheften, und ist auf diese Spe-
zifikation im Frachtbriefe besonders hinzuweisen.
3. In beiden Fällen sind in den vorgedruckten Kolonnen des Frachtbriefes wenigstens die
summarischen Gewichte der Sendung unter Angabe der für die Tarifirung maßgebenden Be-
zeichnung der Transportgegenstände, somit eventuell unter Scheidung derselben nach den ein-
zelnen Tarifklassen anzugeben.
4. Den unter Nr. 2 erwähnten Blättern ist, ebenso wie dem Frachtbriefs selbst, der Expedi-
tionsstempel der Abgangsstation aufzudrücken.
Luxemburg. — Hofbuchdruckerei von V. Bück.
35 M. für ein mageres Schwein;
ein Ferkel bis zu 3 Monaten;
ein Schaf oder eine Ziege;
einen Hund;
100 Kilogramm sonstiger Thiere.
Diese Maßregel wird durch Königl.-
Großh. Beschluß verordnet werden.
Die Regierung kann allein dieselbe aufheben,
indem sie der Gesellschaft den Betrieb wieder
übergibt.
Wenn die Gesellschaft die Zuwiderhandlung
bestreitet, so kann sie sich bezüglich ihrer Privat
Interessen an die Gerichte wenden. Sie wird mit
ihrer Klage abgewiesen, wenn die Zuwiderhand-
lung festgestellt ist ; andernfalls werden ihr die
Gerichte als Entschädigung eine Summe zuer-
kennen, welche dem Schaden gleichkommt, den sie
durch die Unmöglichkeit, den Betrieb selbst zu
leiten, erleidet. Die Entschädigung wird, je nach
dem Verlangen der Gesellschaft, entweder auf
eine Jahressumme, welche für die ganze Zeit-
dauer des Betriebes durch den Staat geschuldet
ist oder, unter Vorbehalt der Rechte für die Zu-
kunft, für die verflossene Zeit festgestellt. Die Ge-
richte können verordnen, daß Anfangs jedes Mo-
nates die Summe, zu der sie den Gewinn schätzen,
welche die Gesellschaft im Falle des Selbstbetriebes
in diesem Monate gemacht hätte, in die Kasse
der Gesellschaft eingezahlt werde.
Cette mesure sera décrétée par arrêté
royal grand-ducal.
Le Gouvernement pourra seul la faire cesser,
en remettant l'exploitation à la société.
Si la société conteste le fait de la contravention,
elle peut recourir aux tribunaux quant à ses in-
térêts privés. Elle sera déboutée si le fait de la
contravention est établi; dans le cas contraire,
les tribunaux lui alloueront, à titre d'indemnité,
une somme égale au préjudice qu'elle subirait
par suite de l'impossibilité où elle est de diriger
l'exploitation; l'indemnité sera fixée, d'après la
demande de la société, soit par une somme an-
nuelle due pendant tout le temps de l'exploitation
de l'État, soit pour le temps écoulé, sous réserve
des droits pour l'avenir. Les tribunaux pourront
ordonner qu'au commencement de chaque mois,
la somme à laquelle ils évalueront le bénéfice
qu'eût réalisé, pendant ce mois, la société ex-
ploitant elle-même, soit versée dans ses caisses.
Das gegenwärtige Gesetz tritt am Tage
nach seiner Veröffentlichung in Kraft.
Befehlen und verordnen, daß dieses Gesetz ins
„Memorial" eingerückt werde, um von allen, die
es betrifft, ausgeführt und befolgt zu werden.
I m Loo den 3. September 1879.
Wilhelm.
Der Staatsminister,
Präsident der Regierung,
F. de Blochausen.
Königl.-Großh. Beschluß vom 25. August
1879, wodurch verschiedene Abänderungen
des Betriebs-Reglements der Wilhelm-
Luxemburg Eisenbahnen und Instruc-
tionen zu demselben veröffentlicht werden.
Wir Wilhelm III, von Gottes Gnaden König
der Niederlande, Prinz von Oranien-Nassau, Groß-
herzog von Luxemburg, u., u., u. ;
Nach Einsicht des Art. 7 des Vertrages vom
La présente loi sera obligatoire le len-
demain de sa publication.
Mandons et ordonnons que la présente loi soit
insérée au Mémorial, pour être exécutée et obser-
vée par tous ceux que la chose concerne.
Au Loo, le 3 septembre 1879.
Guillaume.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
F . DE
Blochausen.
Arrêté royal grand-ducal du 25 août 1879, por-
tant publication de différentes modifications et
instructions à introduire au règlement d'ex-
ploitation
des chemins de fer Guillaume-
Luxembourg.
Nous GUILLAUME III, par la grâce de Dieu,
Roi des Pays-Bas, Prince d'Orange-Nassau, Grand-
Duc de Luxembourg, etc., etc., etc. ;
Vu l'art. 7 de la convention du 11 juin 1872,
11. Juni 1872, den Betrieb der Wilhelm-Luxem-
burg - Eisenbahnen betreffend, und Unseres Be-
schlusses vom 14. Juli 1874, wodurch das Be-
triebs - Reglement benannter Eisenbahnen veröf-
fentlicht wird ;
Nach Anhörung Unseres Staatsrathes ;
Auf den Bericht Unseres Staatsministers, Prä-
sidenten der Regierung, und nach Berathung der
Regierung im Conseil ;
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