Arrêté du 8 juin 1929, portant approbation des statuts de l'association de cautionnement mutuel des receveurs communaux.
Table des dispositions (11)
Texte législatif (11 Articles)
Mémorial
du
Grand-Duché de Luxembourg.
des
Großherzogtums Luxemburg.
Samedi, 15 juin 1929.
N° 29.
Samstag, 15. Juni 1929.
Arrêté du 8 juin 1929, portant approbation des
statuts de l'association de cautionnement mutuel
des receveurs communaux.
Le Directeur général de la justice
et de l'intérieur,
et
Le Directeur général des finances,
Vu la loi du 3 mai 1911, conférant la personni-
fication civile à l'Association du cautionnement
mutuel des fonctionnaires et agents-comptables,
spécialement l'art. 2 de la dite loi ;
Vu les statuts élaborés par l'association de cau-
tionnement mutuel des receveurs communaux créée
en exécution de la loi du 16 février 1929 concernant
les cautionnements des receveurs communaux et
des receveurs des syndicats de communes, des
hospices et des bureaux de bienfaisance ;
Attendu que ces statuts, établis conformément
aux dispositions légales, sont en concordance avec
les lois et règlements;
Arrêtent
Les statuts de l'association de caution-
nement mutuel des receveurs communaux sont
approuvés.
M. J.-B. Mandy, conseiller de Gouvernement, à Luxembourg, est nommé commissaire du Gouver-
nement et président de la commission d'examen de fin d'études à l'école agricole d'Ettelbruck, pour l'année
scolaire 1928-29.
Der Hektar-Quotient fur die mit Bret-
getreide debaute Flache ist fur das Jahr 1928 auf
104 Fr. festgesetzt.
Le présent arrêté avec les statuts y
annexés sera publié au Mémorial.
Luxembourg, le 8 juin 1929.
Le Directeur général de la justice
et de l'intérieur,
Norb. Dumont.
Le Directeur général des finances,
P. Dupong.
Beschluß vom 8. Juni 1929, wodurch die Statuten
der
Genossenschaft
für
gegenseitige
Bürg-
schaftsleistung der Gemeindeeinnehmer geneh-
migt werden.
Der
General-Direktor
der
Justiz
und des Innern
und
der
General-Direktor
der
Finanzen,
Nach Einsicht des Gesetzes vom 3. Mai 1911, laut
dem der Genossenschaft fur gegenseitige Bürgschafts-
leistung der
Rechnungsbeamten
die Zivilpersön-
lichkeit verliehen wird, insbesondere des Art. 2 dieses
Gesetzes;
Nach Einsicht der Statuten, die seitens der in
Ausfuhrung des Geseßes vom 16. Februar 1929 über
die Bürgschaftsleistungen der Einnehmer der Ge-
meinden, Gemeindesyndikate, Hospizien und Armen-
bureaus gegründeten Genossenschaft für gegenseitige
Bürgschaftsleistung
der
Gemeindeeinnehmer
aus-
gearbeitet worden sind;
In Erwägung, daß diese Statuten, die den gesetz-
lichen Bestimmungen gemäß aufgestellt sind, mit
den Gesetzen und Reglementen in Einklang stehen;
Beschließen
Art.
1. Die
Statuten der Genossenschaft
für
gegenseitige Bürgschaftsleistung der Gemeindeein-
nehmer sind andurch genehmigt.
Dieser Beschluß nebst den dazu gehörigen
Statuten soll im "Memorial" veröffentlicht werden.
Luxemburg, den 8. Juni 1929.
Der General-Direktor der Justiz
und des Innern,
Norb. Dumont.
Der General-Direktor der Finanzen,
P. Düpong.
Memorial
STATUTEN
der Genossenschaft für gegenseitige Burghchaftsleistung der Gemeinde-Einnehmer des Großherzogtums
Luxemburg.
Benennung — Sitz — Dauer — Gegenstand.
1. Unter der Bezeichnung : « Genossenschaft
für gegenseitige Bürgschaftsleistung der Gemeinde-
einnehmer des Großherzogtums Luxemburg», ist eine Genossenschaft gebildet worden, welche die Stellung
einer gemeinschaftlichen Garantie der von den Gemeindeeinnehmern personlich gestellten Kautionssummen,
zum Zweck hat.
Der Sitz der Genossenschaft ist zu Luxemburg.
Die Dauer der Genossenschaft ist auf dreißig Jahre festgesetzt, die am heutigen Tage zu laufen beginnen.
Dieselbe kann durch Beschluß der Generalversammlung verlängert werden.
Das Geschäftsjahr endet am 31. Dezember jeden Jahres.
2. Die Gemeindeeinnehmer, welche in die Genossenschaft aufgenommen zu werden wunschen, mussen
dem Vorstand ein schriftliches und unterzeichnetes Gesuch, das, eine formelle Annahme der Statuten ent-
halt, unterbreiten. Dieses Gesuch muß die Namen und Vornamen des Gesuchstellers, seinen Wohnsitz,
seine Tatigkeit, den Betrag der reglementarischen Bürgschaftssumme und den Betrag der zu versichernden
Kautionssumme, erwähnen.
Die Einnehmer konnen für das Ganze oder einen Teil ihrer persönlichen Bürgschaft, beitreten. Es können
wirkliche und Titular-Mitglieder sein.
Der Vorstand kann die Aufnahme, ohne Bekanntgabe der Gründe verwerfen. Eine, vom Präsidenten und
Sekretär der Genossenschaft unterschriebene Bescheinigung, welche die Aufnahme feststellt und den Tag
bestimmt, ab welchem die Genossenschaft das Risiko, sowie den versicherten Betrag der Bürgschaftssumme
auf sich nimmt, wird durch eingeschriebenen Brief der Abteilung des Innern und dem Rechnungsbeamten
zugehen.
3. Jedes Mitglied hat das Recht, sich von der Genossenschaft zurückzuziehen, oder den fur das folgende
Jahr versicherten Betrag der Bürgschaftssumme zu vermindern, indem es durch eingeschriebenen Brief
den Vorstand vor dem 1. Juli des laufenden Jahres davon in Kenntnis setzt.
Die gefällte Ausschließung gemäß Artikel 8, die Versetzung in den Ruhestand, die Abdankung, die
Ersetzung, die Absetzung und der Todesfall ziehen den obligatorischen Austritt aus der Genossenschaft
nach sich.
Der Vorstand benachrichtigt ohne Verzug die Generaldirektion des Innern von jedem freiwilligen Aus-
tritt, von jeder Reduktion und von jedem Beschluß betreffend Ausschließung eines Mitgliedes, damit der
Einnehmer gezwungen ist eine persönliche Bürgschaft zu liefern. Die Mitteilung über die Ausschließung
wird innergalb 5 Tagen nach dem Beschluß dem Innern durch eingeschriebenen Brief notifiziert.
4. Die Mitglieder der Genossenschaft übernehmen den Gemeinden gegenüber eine solidarische Garantie,
und zwar bis zu dem Betrag ihrer eignen Bürgschaftssumme, zur Deckung der Passivschuld, zu welcher die
Amtsführung der Mit-Gesellschafter führen kann.
Die austretenden Mitglieder, mit Ausnahme der ausgeschlossenen Mitglieder, respektiv ihre Berechtigten,
sind an die gesellschaftlichen Bestimmungen, des vorstehenden Absatzes bis zum 1. Januar folgenden
Jahres, gehalten.
5. Der Gesellschafter, für welchen die Genossenschaft ihre Verpflichtungen der Gemeinde gegenüber
erfüllt hat, ist zur Rückzahlung des Kapitals, zuzüglich der Unkosten und Zinsen zu sechs pro Cent jährlich,
gehalten. Er ist verpflichtet monatlich eine von dem Vorstand festzusetzende Summe einzuzahlen, welche
nicht weniger als 10 pro Cent seines Gehaltes und anderer Nebeneinkünften sein darf, unter Vorbehalt aller
anderen Maßregeln.
Die Genossenschaft ist von Rechtswegen in die Rechte der Gemeinde dem Mitgliede gegenüber eingesetzt,
für welchen sie eine Zahlung leisten mußte.
6. Jedes Gründungsmitglied bezahlt ein Eintrittsrecht von zwanzig Franken. Später eintretende
Mitglieder haben ein Eintrittsrecht von 75 Franken zu entrichten. Außerdem haben alle einen jahrlichen
Beitrag von 6 pro Tausend, des Betrages ihrer Burgschaftssumme zu zahlen. Der Beitrag ist unteilbar und
für das ganze Jahr geschuldet. Die Beiträge sind vom 1. bis 20. Dezember jeden Jahres, voraus zahlbar.
Im Falle von Nicht-Zahlung am 20. Dezember, wird die Einziehung der Beiträge durch Beitreibung und
zwar auf Kosten der Rückständigen, stattfinden. Für das Eintrittsjahr ist der Beitrag nur von Ablauf des
ersten Monats der Aufnahme an geschuldet.
7. Die Mitglieder, deren Kautionssumme im Laufe des Jahres erhöht wird, haben in Anbetracht dieser
Erhöhung und zwar vor Beginn des neuen Geschäftsjahres, einen Ergänzungsbeitrag zu zahlen, welcher
vom ersten desjenigen Monats an, wo die Nachzahlung der Kautionssumme zu leisten gewesen wäre,
geschuldet ist.
8. Die Nichtzahlung der Beiträge resp. der Ergänzungsbeiträge am Verfalltage, kann den Ausschluß aus
der Genossenschaft nach sich ziehen. Jedoch kann diese Ausschließung vom Vorstand erst vierzehn Tage
nach einer durch eingeschriebenen Brief vom Vorstand an den Einnehmer gesandten Zahlungsaufforderung,
welche unberücksichtigt blieb, erfolgen. Der Vorstand kann ebenfalls dasjenige Mitglied ausschließen,
welches von einer Disziplinarmaßregel inbetreff der Amtsführung betroffen wurde, oder gegen welches Ein-
sprüche über seine Nebeneinkünfte bestehen. Dasjenige, gegen welches schwere Nachlässigkeiten in Aus-
übung seiner Funtkionen verzeichnet wurden, selbst ohne ein Defizit herbeizuführen, sowie dasjenige,
welches durch irgend eine Tat — berufsmäßig oder nicht — das Vertrauen der Genossenschaft zu schmälern
gesucht haben würde. Ebenfalls kann aus der Genossenschaft dasjenige Mitglied ausgeschlossen werden, für
dessen Konto eine Zahlung erfolgte und deren Betrag nicht zurückbezahlt wurde.
Jedes Mitglied verpflichtet sich, unter Strafe der Ausschließung, zu einer detaillierten Prüfung all seiner
Rechnungsoperationen durch die Delegierten des Vorstandes schreiten zu lassen, wenn dieser es beschließen
wird. Ferner verpflichtet es sich unter Strafe der Ausschließung, den Vorstand zu benachrichtigen, ob
seine Nebeneinkünfte den Gegenstand einer Beschlagnahmung, irgend einer Ueberweisung oder Zurück-
forderung bilden, indem es den Betrag und den Gegenstand des Guthabens, welches ihm reklamiert wird,
angibt.
Sicherheit.
9. Die Verantwortlichkeit der Genossenschaft den Gemeinden gegenüber, bezüglich der Amtsführung
eines jeden Mitgliedes, besteht vom Tage der Aufnahme des Beamten an respektiv von dem Datum ab, wo
die Genossenschaft das Risiko bis zur Höhe, der von ihr versicherten Bürgschaftssumme, übernimmt.
Inbetreff der Mitglieder, welche vor ihrem Eintritt in die Genossenschaft bereits Rechnungsbeamte
waren, dehnt sich die Verpflichtung der Genossenschaft auf die durch den Interessenten vor seiner Auf-
nahme verursachten Fehlbeträge aus. Nach dem freiwilligen Austritt oder dem durch Ausschluß erfolgten
obligatorischen Austritt bleibt die Verantwortlichkeit der Genossenschaft für die nach Aufhören der Mit-
gliedschaft entdeckten Fehlbeträge bestehen, wenn diese letzteren in die Periode zurückreichen, während
welcher der Beamte Mitglied war.
Der Höchstbetrag der versicherten Bürgschaftssumme ist auf 30.000 Franken festgesetzt.
10. Falls die Rückstände während der Mitgliedszeit entdeckt werden, und die Bürgschaftssumme nur
teilweise durch die Genossenschaft versichert ist, werden die Rückstände in erster Linie durch Vorwegnahme
an der persönlichen Bürgschaft gedeckt. Im Falle, wo die geleisteten Sicherheiten dem Rechnungsbeamten
nicht angehören, werden die Rückstände zum Voraus verhältnißmäßig auf der gegenseitigen Bürgschaft,
sowie auf der persönlichen Bürgschaftsumme, erhoben.
11. Die Genossenschaft haftet ebenfalls für die nach Erlöschen der Mitgliedschaft entdeckten Fehl-
beträge unter den in vorstehendem Artikel 9 vorgesehenen Bedingungen. Wenn der Beamte nach seinem
Austritt aus der Genossenschaft eine persönliche Bürgschaft stellt, oder wenn die Genossenschaft nur einen
Teil der Bürgschaftssumme garantiert, werden die Fehlbeträge vor allem durch die persönliche Kaution
gedeckt, ohne Rücksicht auf den wirklichen Eigentümer derselben.
12. Die realisierten Gewinne dienen vorerst zur Beschaffung eines Reservefonds, welcher wenigstens zwei
und ein halb Prozent der versicherten Burgschaftssumme betragen muß. Nach Grundung dieses Reserve-
fonds hat jedes Mitglied Recht auf einen verhaltnismaßigen, nach dem Betrag seiner Beitrage zu berech-
nenden Gewinnanteil.
Der Reservefonds wird aus Wertpapieren, welche vom Staate oder den Gemeinden garantiert sind, zu-
sammengesetzt. Dieselben werden bei der Staatskasse hinterlegt und ihre Veräußerung kann nur mit der
Erlaubnis des General-Direktors des Innern bewerkstelligt werden.
Im Falle, wo die Genossenschaft keine, vom Staat, oder den Gemeinden garantierten Wertpapiere auf-
treiben kann, darf dieselbe, unter Einwilligung des Generaldirektors des Innern, andere Wertpapiere
erwerben. Die verfugbaren Gelder werden auf Kontokorrent bei der Sparkasse hinterlegt.
Versicherung.
13. Die Genossenschaft versichert ihr Risiko wieder fur zwei Drittel bei einer oder mehreren Versiche-
rungsgesellschaften, welche ermächtigt sind, im Lande zu wirken.
Verwaltung.
14. Die Genossenschaft wird durch einen von der Generalversammlung gewählten Vorstand verwaltet.
15. Der Vorstand wird auf sechs Jahre gewahlt und wird alle drei Jahre zur Hälfte erneuert. Das Los
bestimmt diejenigen Mitglieder, deren Funktionen bei Ablauf des dritten Jahres erloschen. Die neuge-
wahlten Mitglieder treten am ersten Januar in ihr Amt ein, es sei denn, daß die Wahl der neuen Mitglieder
nicht zur rechten Zeit stattgefunden habe. Die austretenden Mitglieder sind wieder wahlbar. Bei Ablauf
des Mandats, wegen Aufhören der Mitgliedschaft, vervollständigt der Vorstand sich durch Erganzungswahl,
unter Vorbehalt der Genehmigung durch die nächste Generalversammlung.
16. Der Vorstand besorgt die zivilrechtlichen Handlungen, welche in den Zweck der Statuten der
Genossenschaft eingreifen, unter Vorbehalt derjenigen, welche ausdrücklich der Generalversammlung reser-
viert sind.
Die Funktionen der Mitglieder sind unentgeltlich mit Ausnahme derjenigen des Rendanten, welcher
entschädigt werden kann.
Der Vorstand wahlt einen Kontrolleur und einen Rendanten.
17. Der Vorstand tritt wenigstens ein Mal pro Semester zusammen. Er kann nur gültig beraten, wenn
wenigstens drei Mitglieder anwesend sind. Seine Beschlusse werden bei absoluter Stimmenmehrheit gefaßt.
Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des
Prasidenten.
Generalversammlungen.
18. Die regelrecht tagende Generalversammlung vertritt die Gesamtheit der Gesellschafter.
Jedes
Jahr, am ersten Sonntag des Monats Mai findet die Generalversammlung zu der, auf der Einladung des
Präsidenten verzeichneten Zeit und Ortsangabe, statt.
Im Falle von Weigerung oder Nachlässigkeit des Präsidenten oder Vize-Präsidenten, werden die Einla-
dungen durch den Vertreter der Regierung erledigt, welcher in diesem Falle die Generalversammlung
präsidiert.
Die Generalversammlung kann außerdem außerordentlich zusammen berufen werden, entweder durch
den Vorstand, oder im Dringlichkeitsfalle durch die Kommissare. Der Vorstand ist verpflichtel die General-
versammlung binnen Monatsfrist einzuberufen, sobald eine schriftliche Forderung vorhanden ist, welche die
Tagesordnung angibt und von einem Drittel der Genossenschaftsmitglieder unterzeichnet ist.
19. Die Einladung geschieht durch Brief, der mindestens vierzehn Tage vor dem anberaumten Tage der
Versammlung abgesandt wird und welcher die Bezeichnung der vom Vorstand festgesetzten Tagesordnung
angibt.
20. Die Generalversammlung beratet und beschließt bei Stimmenmehrheit der anwesenden oder ver-
tretenen Mitglieder.
21. Jedes Mitglied kann sich in der Generalversammlung durch ein Mitglied vertreten lassen, nachdem
es den Vorstand hiervon spätestens am Vorabend des festgesetzten Tages zur Versammlung in Kenntnis
gesetzt hat.
Niemand kann an der Abstimmung für eine Stimmenzahl, welche den fünften Teil der Genossenschafts-
mitglieder übersteigt, teilnehmen.
Die Generalversammlung stimmt über das Reglement ihrer Sitzungsperioden ab. Dieselbe wählt in
geheimer Abstimmung den leitenden Vorstand, der aus fünf Mitgliedern besteht, unter welchen sie alsdann
einen Präsident und einen Vize-Präsident bestimmt unter Vorbehalt der Genehmigung des General-Direktors
des Innern. Ferner ändert sie, falls nötig, die Statuten, votiert das Budget und billigt den Rechnungsbericht.
22. Die Versammlung ernennt ebenfalls drei Kommissare, welche gehalten sind, über den der General-
versammlung unterbreiteten Rechnungsbericht, ein Gutachten vorzulegen. Die Funktionen dieser Kom-
missare sind unentgeltlich. Dieselben werden jedes Jahr zum dritten Teil erneuert, und sind nicht wieder
wählbar, es sei denn nach einem Abstand von einem Jahre.
23. Der Präsident und der Vize-Präsident vertreten die Genossenschaft gegenüber dem General-Direktor
des Innern und Drittpersonen. Die Ausgaben, die Zurücknahme von Anlagekapital und Wertpapieren,
müssen mit der Unterschrift des Präsidenten und Rendanten versehen sein.
24. Jeder Vorschlag zwecks Auflösung muß der Regierung übermittelt werden. Derselbe wird dem
Referendum unterworfen werden und muß zwei Drittel Stimmen der Mitglieder auf sich vereinigen.
Im Falle der Auflösung der Genossenschaft, wird das Gesellschaftsvermögen im selben Maßstabe wie die
Gewinne unter die Mitglieder oder deren Rechtsinhaber verteilt.
Die Schenkungen und Vermächtnisse werden vor der Verteilung erhoben und öffentlichen Wohltätig-
keits-Einrichtungen zugeteilt.
25. Die Einnehmer der Gemeindesyndikate und der öffentlichen Einrichtungen, welche der Gemeinde-
Autorität unterworfen sind, können sich in die Genossenschaft für gegenseitige Bürgschaftsleistung, zu den
in diesem Statut vorgesehenen Bedingungen, aufnehmen lassen.
Doppelt errichtet zu Luxemburg am 14. April 1929.
Arrêté du 13 juin 1929, concernant l'examen de fin d'études à l'école agricole d'Ettelbruck.
Le Ministre d'État, Président du Gouvernement,
Vu l'art. 61 de l'arrêté royal grand-ducal du 29 août 1883, portant règlement sur l'organisation de l'école
agricole d'Ettelbruck.
Arrête
Sont nommés membres de la même commission MM. Eug. Hoffmann, agronome, membre de la
commission d'inspection de l'école agricole, à Vichten, A. Hermann, directeur de l'école agricole, à Ettel-
bruck, H. Stoffel et E. Gutenkauf, professeurs, au même établissement.
Le présent arrêté sera publié au Mémorial.
Luxembourg, le 7 juin 1929.
Le Ministre d'Etat,
Président du Gouvernement,
Jos. Bech.
Beschluß vom 7. Juni 1929, betreffend den für
die Berechnung der Getreideprämien anwend-
baren Quotient.
Der
Staatsminister,
Prasident
d e r
Regierung,
Nach Einsicht des Art. 10 des Großh. Beschlusses
vom 7. Juni 1926 uber die Ausfuhrung des Gesetzes
vom 13. Mai 1926, wodurch die Verwendung der
in Art. 13 des belgisch-luxemburgischen Wirtschafts-
vertrags vorgesehenen Ruckvergutung fur
Brot-
getreide geregelt wird;
Beschließt
Dieser Beschluß soll im "Memorial"
veroffentlicht werden.
Luxemburg, den 7. Juni 1929.
Der Staatsminister,
Prasident der Regierung,
Jos. Bech.
Avis. — Administration des travaux publics. — Le jury d'examen pour le grade de conducteur des travaux
publics, institué par arrêté grand-ducal en date du 19 juillet 1928, procédera le lundi 14 octobre prochain
et jours suivants, à partir de 8 heures du matin, à l'examen de conducteur prévu par le règlement du 14 dé-
cembre 1898.
Ce jury est composé de MM.
Kœner Ad., ingénieur en chef des travaux publics à Luxembourg ;
Dondelinger Vic, ingénieur des mines hon. à Luxembourg ;
Soisson Guill., professeur à Luxembourg ;
Koppes Jean, professeur à Luxembourg, comme membres et
Simon Fr., ingénieur d'arrondissement à Luxembourg, comme membre-secrétaire ;
Gehlen Nic, ingénieur, sous-directeur des chemins de fer Prince-Henri, à Luxembourg, et
Wengler Mich., professeur hon. à Luxembourg, comme membres suppléants.
Les demandes d'admission, accompagnées des pièces justificatives exigées par le règlement susvisé,
devront parvenir au soussigné avant le 1er septembre prochain. — 10 juin 1929.
Caisse d'épargne. — Déclaration de pertes de livrets. — Aux dates des 31 mai et 10 juin 1929, les livrets nos
270042, 260016 et 267732 ont été déclarés perdus.
Les porteurs des dits livrets sont invités à les présenter dans la quinzaine à partir de ce jour, soit au
bureau central, soit à un bureau auxiliaire quelconque de la Caisse d'Epargne et à faire valoir leurs droits.
Faute par les porteurs de ce faire dans le dit délai, les livrets en question seront déclarés annulés et rem-
placés par des nouveaux. — 10 juin 1929.
— Annulation de livrets perdus. — Par décision de M. le Directeur général des finances en date
du 10 juin 1929, les livrets nos 277052, 90219, 22510, 4368, 307715, 304372 ont été annulés et rem-
placés par des nouveaux. — 13 juin 1929.
Avis. — Employés Privés. — Tribunal arbitral. — Par arrêté ministériel du 13 juin 1929, M. Georges Lambert,
tanneur à Wiltz, a été nommé assesseur-patron suppléant près le tribunal arbitral du canton de Wiltz, en
remplacement de M. Jos. Schwinnen, industriel à Wiltz, démissionnaire. M. Lambert achèvera le mandat de
son prédécesseur qui prendra fin le 1er mai 1932. — 14 juin 1929.
Avis. — Employés Privés. — Délégations. — Par arrêté ministériel du 13 juin 1929, ont été nommés
d'office membres de la délégation des employés de l'établissement Emile Knepper-Thiry, fers et métaux,
à Esch-s.-Alz. Membres effectifs: MM. Besch Jean, chef magasinier, à Esch-s.-Alz., Origer Nicolas, comptable
à Esch-s.-Alz., Thill Sébastien, ingénieur, à Luxembourg. Membres suppléants : Mademoiselle Herber Marie,
fondée de pouvoirs, à Luxembourg, Cerf Julien, commis-voyageur, à Esch-s.-Alz. — 14 juin 1929.
Avis. — Assurances. — En exécution de l'art. 14 de la loi du 16 mai 1891, concernant la surveillance des
opérations d'assurance, la Compagnie d'assurances « Oberrheinische Versicherungs-Gesellschaft», à
Mannheim a demandé la restitution de son cautionnement pour le motif qu'elle a cédé son portefeuille luxem-
bourgeois à la « Nationale Luxembourgeoise» à Luxembourg.
La compagnie «Oberrheinische» renonce à l'autorisation de faire des opérations dans le Grand-Duché.
Des oppositions éventuelles à la libération du cautionnement de la compagnie « Oberrheinische» devront
être présentées au Gouvernement (division des finances) dans le délai de six mois au plus tard.
— En exécution de l'art. 14 de la loi du 16 mai 1891, concernant la surveillance des opérations d'assurance,
la compagnie d'assurances « Vereinigte Berlinische und Preußische Lebensversicherungs-Aktien-Gesell-
schaft» à Berlin a demandé la restitution de son cautionnement pour le motif qu'elle n'a plus d'obligations
envers les assurés luxembourgeois.
La Compagnie « Vereinigte Berlinische und Preußische
Lebensversicherungs-Aktien-Gesellschaft»
renonce à l'autorisation de faire des opérations dans le Grand-Duché.
Des oppositions éventuelles à la libération du cautionnement de la dite Compagnie devront être présentées
au Gouvernement (division des finances) dans le délai de six mois au plus tard. — 7 juin 1929.
Avis. — Service sanitaire. — Par arrêté de M. le Directeur général de l'intérieur et du service sani-
taire en date du 12 juin 1929, M. Emile Faber, pharmacien, né à Mellier, le 14 mars 1899, est auto-
risé à reprendre et à exploiter, à partir du 15 juin 1929, la pharmacie à Dudelange, desservie jusqu'ici
par M. Ernest Demuth. — 14 juin 1929.
Avis. — Comice agricole. — Conformément à l'art. 2 de la loi du 27 mars 1900, la société locale agricole
de Reisdorf a déposé au secrétariat communal de Reisdorf un exemplaire de son statut enregistré, ainsi
que la liste des sociétaires et des membres du conseil d'administration. — 12 juin 1929.
Avis. — Association syndicale. — Par arrêté du 8 juin 1929, l'association syndicale pour la construction
d'un chemin d'exploitation au lieu dit: «in Konwelt», à Lenningen, dans la commune de Lenningen, a
été autorisée.
Cet arrêté ainsi qu'un double de l'acte d'association sont déposés au Gouvernement et au secrétariat
communal de Lenningen. — 12 juin 1929.
Avis. — Service sanitaire.
Tableau des maladies contagieuses observées dans les différents cantons du 1er au 31 mai 1929.
N° d'ordre.
Cantons.
Luxembourg-Ville.
Capellen.
Esch-s.-Alzette.
Mersch.
Diekirch.
Redange-s.-A.
Wiltz.
Echternach.
Totaux
Fièvre
typhoïde.
Diphtérie.
Coqueluche.
Scarlatine.
Variole.
Affections
puerpérales.
Méningite
infectieuse.
Dysenterie.
Encéphalite
léthargique.
Tuberculose
Décès.
Fièvre
paratyphoïde.
Luxembourg. — Imprimerie de la Cour Victor Buck.
Sont nommés membres suppléants de la dite commission MM. J.-B. Weicher, agronome, président
de la commission d'inspection de l'école agricole, à Sandweiler, et J. Grosbusch, professeur à l'école agricole,
à Ettelbruck.
Art. 4 L'épreuve écrite aura lieu les 19 et 20, et l'examen oral, le 22 juillet 1929.
Le présent arrêté sera inséré au Mémorial, et un exemplaire en sera transmis à chacun des membres
de la dite commission pour servir d'information et de titre.
Le Ministre d'État, Président du Gouvernement.
Jos. Bech.
Arrêté du 7 juin 1929, portant fixation du quo-
tient applicable pour le calcul des primes d'em-
blavement.
Le Ministre
d'Etat,
Président du Gouvernement,
Vu l'art. 10 de l'arrêté grand-ducal du 7 juin 1926,
pris en exécution de la loi du 13 mai 1926, réglant
l'emploi de la ristourne sur les céréales panifiables
prévue par l'art. 13 de la convention d'union écono-
mique belgo-luxembourgeoise ;
Arrête
Art. 1er Le quotient par hectare de superficie
emblavée en céréales panifiables est fixé pour l'année
1928, à 104 fr.