Arrêté grand ducal du 27 avril 1910, approuvant diverses modifications et ajoutes à l'annexe C du règlement d'exploitation des chemins de fer Guillaume-Luxembourg.
Table des dispositions (20)
Texte législatif (20 Articles)
DU
Grand-Duché de Luxembourg.
Memorial
Samedi, 30 avril 1910
N° 24
Samstag, 30. April 1910.
Arrêté grand ducal du 27 avril 1910, approuvant
diverses modifications et ajoutes à l'annexe C
du règlement d'exploitation des chemins de fer
Guillaume-Luxembourg.
Au Nom de Son Altesse Royale GUILLAUME,
par la grâce de Dieu, Grand-Duc de Luxembourg,
Duc de Nassau, etc., etc., etc. ;
Nous MARIE-ANNE, Grande-Duchesse, Ré-
gente du Grand-Duché de Luxembourg;
Vu l'art. 7 du traité du 11 novembre 1902,
approuvé par la loi du 3 avril 1903, concernant
l'exploitation des chemins de fer Guillaume-
Luxembourg ;
Revu Notre arrêté du 27 mars 1909, portant
approbation du nouveau règlement d'exploita-
tion pour les dits chemins de fer du 17/23 dé-
cembre 1908, ainsi que Notre arrêté du 18 avril
suivant approuvant la partie Ib de l'annexe C
de ce règlement ;
Notre Conseil d'État entendu ;
Sur le rapport de Notre Directeur général
des travaux publics et après délibération du
Gouvernement en conseil ;
Avons arrêté et arrêtons
Sont approuvées, sous le mérite des
réserves insérées dans l'arrêté grand-ducal sus-
dit du 27 mars 1909, les dispositions complé-
mentaires et modificatives ci-après relatées à
introduire à l'annexe C du règlement d'exploi-
tation précité du 17/23 décembre 1908
Großh Beschluß vom 27. April 1910, wodurch
verschiedene Abänderungen und Ergänzungen
der Anlage C zum Betriebsreglement (Ver-
kehrsordnung) der Wilhelm Luxemburg-Eisen-
bahnen genehmigt werden.
Im Namen S. K H. Wilhelm, von Gottes
Gnaden Großherzog von Luxemburg, Herzog zu
Nassau u., u., u.;
Wir
Maria-Anna,
Großherzogin,
Regentin
des Großherzogtums Luxemburg;
Nach Einsicht des Art. 7 des Vertrages vom
11. November 1902, genehmigt durch das Gesetz
vom 3. April 1903, den Betrieb der Wilhelm-
Luxemburg Eisenbahnen betreffend;
Nach Wiedereinsicht Unseres Beschlusses vom
27. März 1909, sowie desjenigen vom folgenden
18. April, wodurch das neue Betriebsreglement
(Verkehrsordnung) vom 17. / 23. Dezember 1908,
bezw. der Teil I b der Anlage C zu diesem Regle-
ment genehmigt werden;
Nach Anhörung Unseres Staatsrates;
Auf den Bericht Unseres General-Direktors
der öffentlichen Arbeiten und nach Beratung der
Regierung im Conseil;
Haben beschlossen und beschließen
Nachstehende Abänderungen und Er-
gänzungen der Anlage C zu obenerwähntem Be-
triebsreglement Verkehrsordnung vom 17./23. De-
zember 1908 sind unter Beachtung der in Unserem
vorbezogenen Beschlusse vom 27. März 1909 ent-
haltenen Vorbehalte genehmigt
des
Großherzogtums Luxemburg.
Nr. I a. — Sprengstoffe.
A. Sprengmittel. — 1. Gruppe A : a) Vor dem mit «Donarit» beginnenden Absatz wird
eingeschaltet
Dominit XI (Gemenge von Ammoniaksalpeter, Dinitrotoluol, Glyzerin und höchstens 4 Pro-
zent mit Kollodiumwolle gelatiniertem Nitroglyzerin).
b) Der mit «Glückauf» beginnende Absatz wird gefaßt
Glückauf (Gemenge von Ammoniaksalpeter mit Pflanzenmehlen, auch mit Zucker, Stärke,
Harzen, fetten Ölen, auch mit Zusatz von Kalisalpeter — höchstens 15 Prozent —, Natronsal-
peter, Dinitrobenzol, ferner Ammoniumoxalat, Kupferoxalat — höchstens 4 Prozent — und
Kochsalz oder diesem ähnlichen, neutralen, beständigen, die Gefahr nicht erhöhenden Salzen).
c) Vor dem mit «Luxit I» beginnenden Absatz wird eingeschaltet
Lignosit I (Gemenge von Ammoniaksalpeter, aromatischen Nitrokörpern wie Nitronaphtalin,
Nitrotoluol oder Nitroxylol (wovon höchstens 15 Prozent Trinitrokorper) und Holzmehl, auch
mit Zusatz von höchstens 6 Prozent Kalisalpeter, von höchstens 1 Prozent Kollodiumwolle oder
Holzkohle, von Alkalichloriden, Alkalioxalaten, Alkalikarbonaten und Bauxit).
d) Hinter dem mit «Wetter-Roburite» beginnenden Absatz wird eingeschaltet
Wetter-Romperite und Gesteins-Romperite, auch mit den angehängten Buchstaben A, B, C usw.
(Gemenge von mindestens 54 pCt Ammoniaksalpeter, höchstens 10 pCt. Kalisalpeter, höchstens
15 pCt. Trinitrotoluol und höchstens 4 pCt. gelatiniertem Nitroglyzerin, ferner voll Pflanzen-
mehl, Harz, Kochsalz, Magnesit und Salmiak).
2. Gruppe B: a) hinter dem mit «Wetter-Permonit» beginnenden Absatz wird eingeschaltet
Persalit (Gemenge von hochstens 77 pCt Perchloraten der Alkalien oder alkalischen Erden,
von Kohlenstoffträgern wie Kohlenwasserstoffen, Harzen, Oelen, Pflanzenmehlen und nitrierten
aromatischem Kohlenwasserstoffen — mit der Beschränkung, daß bei einem Perchloratgehalt über
70 pCt. höchstens 10 pCt. Trinitrotoluol vorhanden sein dürfen —, und von mindestens 4 pCt.
Ammoniaksalpeter; ein Zusatz von Natronsalpeter und von solchen anorganischen Salzen, die
die Gefahr nicht erhöhen, ist zulässig).
b) der mit «Silesia» beginnende Absatz wird gefaßt
Silesia (Gemenge von höchstens 80 pCt. Kaliumchlorat und von Harz, von dem höchstens
4 pCt. nitriert sein dürfen. Auch Gemenge von höchstens 75 Prozent Kaliumchlorat, mindestens
8 pCt. Harz und mindestens 10 pCt. Kochsalz; letzteres muß durch Paraffinöl [¼ pCt. seines
Gewichtes] denaturiert sein; das Harz muß einen Schmelzpunkt von etwa 70° haben).
Abschnitt A. Verpackung.
a) 1. Gruppe der Sprengmittel. Ziffer 3 wird gefaßt
3. Nitrozellulose (Schießbaumwolle, Kollodiumwolle). c) Nitrozellulose in Flockenform und
ungepreßt mit mindestens 25 pCt Wasser- oder Alkoholgehalt (a) und gepreßte Nitrozellulose
mit mindestens 15 pCt Wassergehalt (b) müssen wasser- beziehungsweise alkoholdicht in starte,
dichte, sicher verschlossene Holzbehälter fest verpackt sein. Statt der Holzbehälter können auch
sogenannte amerikanische Pappefässer verwendet werden. Die Behälter müssen die deutliche Auf-
schrift «Nasse Nitrozellulose, 1. Gruppe» tragen.
b) 3. Gruppe der Sprengmittel. Ziffer 2 Abs. (3) wird gefaßt
(3) Die Behälter müssen die deutliche Aufschrift «Nitrozellulose. 3. Gruppe» tragen.
Abschnitt C. Bescheinigungen. Frachtbriefe.
In Absatz (1) vorletzter Satz werden die Worte «unter amtlicher Beglaubigung der Unter-
schrift» gestrichen.
Nr. I b. — Munition.
1. Eingangsbestimmungen.
a) Ziffer 2 wird gefaßt: 2. Zündschnüre ohne Zünder.
a) Schwarzpulverzündschnüre (gesponnene Schnüre oder Zündschnüre aus dichtem Schlauche
mit Schwarzpulverseele von geringem Querschnitt), (wegen Sicherheitszünder vergleiche I c,
Ziffer 1 c)
b) Schnellzündschnüre (Zündschnüre aus dickem Schlauche mit Schwarzpulverseele von großem
Querschnitt oder mit Seele aus nitrierten Baumwollfäden).
c) Momentzündschnüre (dünnwandige Metallröhren von geringem Querschnitt mit einer Seele
aus Sprengstoffen von nicht größerer Gefährlichkeit als reine Pikrinsäure oder gesponnene
Schnüre von geringem Querschnitt mit einer Seele aus abgestumpftem Knallsatz von nicht größerer
Gefährlichkeit als Schwarzpulver).
b) Ziffer 3 wird gefaßt
3. Nichtsprengkräftige Zündungen (Zündungen, die weder durch Sprengkapseln noch infolge
sonstiger Einrichtungen eine brisante Wirkung äußern).
a) Zündhütchen (mit bedeckter oder unbedeckter Zündsatzoberfläche) für Schußwaffen, Zünd-
spiegel.
b) Leere Patronenhülsen mit Zündvorrichtungen für Schußwaffen.
c) Brandeln, Schlagröhren, Zündschrauben, elektrische Zünder ohne sprengkräftige Zündung,
Sicherheitszündschnuranzünder (Hebelzünder), Schlagzündschrauben oder ähnliche Zündungen mit
kleiner Schwarzpulverladung (zum Beispiel Alzünder), die durch Reibung oder Elektrizität zur
Wirkung gebracht werden.
d) Geschoßzünder ohne Sprengkapseln oder Einrichtungen, die eine brisante Wirkung hervor-
rufen. Zündmittel zu Geschoßzündern und dergleichen.
e) Platz- (Manöver-) Patronen für Handfeuerwaffen. c) In Ziffer 5 b werden am Ende die
Worte «in Blechkapseln» gestrichen.
d) In Ziffer 6 wird Buchstabe a gestrichen, die Buchstaben b bis h erhalten die Bezeichnung
a bis g.
2. Beförderungsvorschriften — A. Verpackung.
a) Der Abschnitt «Zu 3» wird gefaßt
(1) Nichtsprengkräftige Zündungen sind in starke, dichte, sicher verschlossene Holzbehälter
(Kisten) zu verpacken; ferner sind zulässig
Holzfässer bei den Zündungen unter a; Säcke.... bei den leeren
Patronenhülsen unter b;
hölzerne Tonnen oder sogenannte amerikanische Pappefässer . . . .
bei elektrischen Zündern ohne sprengkräftige Zündung unter c.
(2) Vor Einlegung in die Behälter sind Zündhütchen mit unbedeckter Zündsatzoberfläche sowie
Zündspiegel (a) in Mengen bis 1000 Stück, Zündhütchen mit bedeckter Zündsatzoberfläche (a) bis
5000 Stück in Blechbehälter, Holzkisten oder steife Pappschachteln fest zu verpacken.
Manöver-
patronen unter e in Schachteln, die höchstens 100 Stück enthalten.
(3) Die Zündungen unter c und d sind in die Behälter so zu verpacken, daß sie sich nicht
verschieben können.
(4) Höchstes Rohgewicht eines Behälters mit Zündungen
unter
a
unter
c
und
d
200 Kg.
150 kg.
(5) Die Behälter müssen die deutliche Ausschrift «Nichtsprengkräftige Zündungen I b.» tragen.
b) Im Abschnitt «Zu 4» b Minenzündungen wird der Eingang des Absatzes (2) gefaßt
(2) Elektrische Zündungen an langen Guttaperchadrähten oder -bändern, an Wachsdrähten
oder -bändern oder an einem Schafte aus... usw. wie bisher.
c) Der Abschnitt «Zu 5» wird, wie folgt geändert
a) Im Absatz (1) wird statt «26 mm starken, gespundeten Brettern» gesetzt: «22 mm
starken usw.»
b) Im Absatz (2) wird statt «daß die Blechkapseln sich weder» gesetzt: «daß sie weder sich».
d) Abschnitt «Zu 6» wird gefaßt
(1) Leere Patronenhülsen (a, sind in starke, dichte, sicher verschlossene Holzkisten zu verpacken,
die die deutliche Aufschrift «Leere Patronenhülsen. Ib.» tragen müssen.
(2) Die Patronen für Handfeuerwaffen b bis h sind in Behälter aus Blech, Holz oder steifer
Pappe so fest zu verpacken, daß sie sich nicht verschieben können. Die Behälter sind dicht neben-
und übereinander in starke, dichte, sicher verschlossene Überkisten zu verpacken. Zwischenräume
sind mit Pappe, Papier, Werg, Holzwolle oder Hobelspänen — alles völlig trocken — so fest
auszufüllen, daß jedes Schlottern verhindert ist.
Das Rohgewicht einer Kiste darf 200 kg nicht übersteigen.
Die Kisten müssen die deutliche Aufschrift «Patronen für Handfeuerwaffen. Ib.» tragen.
C. Bescheinigungen. Frachtbriefe.
Die Absätze (3) und (6) erhalten folgende Fassung
(3) Bei den nichtsprengkräftigen Zündungen der Ziffer 3 hat der Absender im Frachtbrief eine
von ihm unterzeichnete Erklärung abzugeben, die zu lauten hat
«Der Unterzeichnete erklärt, daß die zu diesem Frachtbrief gehörige Sendung in Beschaffenheit
und Verpackung den in Anlage C zur Eisenbahn-Verkehrsordnung unter I b für nichtspreng-
krästige Zündungen getroffenen Vorschriften, entspricht.»
(6) Bei den Patronen für Handfeuerwaffen der Ziffer 6 (b bis h) hat der Absender im
Frachtbrief eine Erklärung zu unterzeichnen, die zu lauten hat
«Der Unterzeichnete erklärt, daß die zu diesem Frachtbrief gehörige Sendung in Beschaffenheit
und. Verpackung den in Anlage C zur Eisenbahn-Verkehrsordnung unter I b für Patronen für
Handfeuerwaffen getroffenen Vorschriften entspricht.»
Nr. Id. — Berdichtete und verflüssigte Gase.
I. B. Beschaffenheit des Materials und Herstellung der Gefäße. — Als Absatz (3) wird
nachgetragen
(3) Wagen, die für die Beförderung flüssiger Kohlensäure (Ziffer 5) besonders eingerichtet
sind (Kesselwagen), dürfen Flaschen von mehr als 2 m Länge enthalten. Im übrigen müssen
die Gefäße den Vorschriften des Abs. (2) entsprechen und in die Wagen fest und sicher eingebaut
sein; sie dürfen nicht aus den Wagen herausgenommen werden.
2. C. Amtliche Prüfung der Gefäße.
Im Abs. (1) wird der vorletzte Satz gefaßt
Die Wasserdruckproben müssen an jedem Gefäße, die anderen Prüfungen mindestens an einem
von je 200 Gefäßen und bei den mehr als 5 m langen Flaschen (B Abs. (3)) mindestens an
einem von je 100 Gefäßen vorgenommen werden.
3. D. Ausstattung der Gesäße.
a) Als neuer Abs. (2) wird eingeschaltet
(2) Die Kohlenfäuregefäße unter Abschnitt B. Abs. (3) dürfen nicht je für sich ein Ventil zum
Füllen und Entleeren haben, sondern es müssen die Gefäße jeder wagerechten Schicht an ein
Sammelrohr angeschlossen sein, das an seinen Enden Absperrventile trägt, die innerhalb des
verschließbaren Wagenkastens liegen.
b) Der bisherige Abs. (2) wird Abs. (3).
4. F Sonstige Vorschriften.
Im Abs. (2) wird am Ende hinzugefügt
Die Ventile der Kohlensäuregefäße unter Abschnitt B Abs. (3) bedürfen keiner Schutzkappen,
die Gefäße auch keiner das Rollen verhindernden Vorrichtungen.
Nr I e — Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündliche oder die Verbrennung
unterstützende Gase entwickeln
Ziffer 3 der Eingangsbestimmungen wird gefaßt
3. Natriumsuperoxyd, auch in Mischungen, die nicht gefährlicher sind als Natriumsuperoxyd.
Nr. v. Ätzende Stoffe.
In Ziffer 3 der Eingangsbestimmungen wird hinter «Potaschenlauge» eingefügt: und dergleichen
La Direction des douanes fixera,
pour chacune des fabriques d'objets d'allumage
existant dans le Grand-Duché, les parts de con-
tingent à raison desquelles, pendant les cinq
premières années suivant l'entrée en vigueur
de la loi du 27 septembre 1909 concernant l'in-
troduction d'un impôt sur les objets d'allumage,
la production de ces fabriques sera sujette à
l'impôt normal, à l'exclusion de l'impôt addi-
tionnel de 20 pCt. prévu par la loi du 2 avril 1910.
Die Zolldirektion stellt für jede der im
Großherzogtum vorhandenen Zündwarenfabriken
das Kontingent fest, nach Maßgabe dessen in den-
selben hergestellte Zündwaren in den ersten fünf
Jahren nach dem Inkrafttreten des Zündwaren-
steuergesetzes vom 27. September 1909 unter Be-
freiung von der im Gesetze vom 2 April 1910
vorgeschriebenen Steuererhöhung von zwanzig Pro-
zent zur Versteuerung gebracht werden dürfen.
Notre Directeur général des travaux
publics est chargé de l'exécution du présent
arrêté.
Château de Hohenbourg, le 27 avril 1910.
MARIE ANNE.
Le Directeur général
des travaux publics,
Ch. DE WAHA.
Unser General-Direktor der öffentliche
Arbeiten ist mit der Ausführung dieses Beschlusses
beauftragt.
Schloß-Hohenburg, den 27. April 1910.
Maria Anna.
Der General-Direktor
der öffentlichen Arbeiten,
K. de Waha.
Bekanntmachung. — Eisenbahnwesen.
In Gemäßheit des Schlußabsatzes der Vereinbarung vom 30. Juni 1893 («Memorial» S. 323),
erleichternde Vorschriften für den Eisenbahnfrachtverkehr zwischen Luxemburg und Deutschland
betreffend, kommen die in der Anlage C zum vorstehenden Betriebsreglement (Verkehrsordnung)
vorgesehenen Bestimmungen über bedingungsweise zur Beförderung zugelassene Gegenstände auch
im luxemburgisch deutschen Wechselverkehr zur Anwendung.
Luxemburg, den 28. April 1910.
Der General-Direktor der öffentlichen Arbeiten,
K de Waha.
Arrêté grand-ducal du 28 avril 1910, concernant
le mode de répartition du contingent entre les
fabriques d'objets d'allumage.
Au Nom de Son Altesse Royale GUILLAUME,
par la grâce de Dieu, Grand-Duc de Luxembourg,
Duc de Nassau, etc., etc., etc. ;
Nous MARIE-ANNE, Grande-Duchesse, Ré-
gente du Grand-Duché de Luxembourg ;
Großh Veschluß vom 28. April 1910, betreffend
die Kontingentierung der Zündwarenfa-
briken.
Im Namen S. K. H. Wilhelm, von Gottes
Gnaden, Großherzog von Luxemburg, Herzog zu
Nassau, u., u., u.;
Wir Maria-Anna, Großherzogin, Regentin
des Großherzogtums Luxemburg;
Vu la loi du 2 avril 1910, concernant l'impôt
sur les objets d'allumage ;
Notre Conseil d'État entendu ;
Sur le rapport de Notre Directeur général des
finances et après délibération du Gouvernement
en conseil ;
Avons arrêté et arrêtons
La répartition des parts de contingent
parmi les fabriques existantes se fera dans les
limites du contingent global et en proportion
des dépenses notoirement affectées à l'installa-
tion des fabriques, et ce séparément pour les
allumettes en bois etc et pour les allumettes-
bougies. Les nombres de pièces seront arrondis
par en bas à 100,000.
A l'expiration de chaque année et au plus tard
au mois de février, il sera procédé à une révi-
sion des parts de contingent, qui seront, à cette
occasion, majorées ou réduites en cas de be-
soin.
Les fabriques qui viendront à être érigées
après la première répartition du contingent, ne
seront admises à participer au contingent global
qu'à partir du 1er janvier de l'année qui suivra
celle de l'achèvement de leur installation.
Innerhalb der Grenzen des Gesamt-
kontingents erfolgt die Zuteilung der Einzelkon-
tingente an die vorhandenen Zündwarenfabriken
nach dem Verhältnisse der von denselben nach-
weislich auf die Einrichtung der Betriebe verwen-
deten Beträge, und zwar für Zündhölzer usw. und
für Zündkerzchen getrennt. Die Stückzahlen sind
hierbei nach unten auf hunderttausend Stück ab-
zurunden
Nach Ablauf jedes Jahres, spätestens im Mo-
nate Februar, unterliegen die Einzelkontingente
einer Nachprüfung. Dieselben sind hierbei erfor-
derlichenfalls zu erhöhen oder herabzusetzen.
Fabriken, die nach der erstmaligen Festsetzung
der Kontingente neu entstehen nehmen am Ge-
samtkontingent erst vom 1. Januar desjenigen
Jahres ab Teil, welches auf das Jahr folgt, in
welchem sie betriebsfähig hergerichtet worden sind.
Art. 3
Vor Abschluß der Kontingentsveran-
lagung, teilt die Zollverwaltung in der durch
Art. 39 des Zollstrafgesetzes vom 5. März 1842
für die Zustellung von Vorladungen vorgeschrie-
benen Form jedem Beteiligten das Kontingent
mit, welches dieselbe ihm auf Grund ihrer Be-
rechnung zuzuerkennen beabsichtigt.
Einwendungen gegen das ihnen zugedachte
pour formuler leurs observations à l'encontre
du contingent qui leur est destiné. Passé ce
délai les lettres d'avis sont adressées, avec les
observations verbales ou écrites des intéressés,
à la Direction des douanes.
Celle ci arrêtera définitivement la liste de ré-
partition, en y faisant les changements que les
observations présentées lui ont paru rendre
nécessaires.
La part du contingent ainsi arrêtée sera noti-
fiée par voie administrative, dans la forme pres-
crite ci-dessus, à l'intéressé, lequel pourra for-
muler contre cette fixation un recours au Conseil
d'Etat, comité du contentieux, dans les formes
et les délais indiqués par l'arrêté grand ducal
du 9 août 1896, réglant la procédure des re-
cours au Conseil d'Etat en matière d'impôt sur
les eaux-de-vie.
Avant d'arrêter la liste de répartition
du contingent, l'administration des douanes fera
connaître à chaque intéressé, dans la forme
prescrite pour la remise des assignations par
l'art. 39 de la loi pénale douanière du 5 mars
1842, la part du contingent qu'elle se propose
de lui attribuer sur la base de ses calculs.
Les intéressés auront un délai de huit jours
Nach Einsicht des Gesetzes vom 2. April 1910,
die Zündwarensteuer betreffend;
Nach Anhörung Unseres Staatsrates;
Auf den Bericht Unseres General-Direktors der
Finanzen und nach Beratung der Regierung im
Conseil;
Haben beschlossen und beschließen
Seront imputés sur le contingent tous
les objets d'allumage, produits par la fabrique
afférente et déclarés à l'impôt endéans la période
pour laquelle le contingent est fixé.
Dès que, d'après les écritures tenues à l'ad-
ministration de la douane, le contingent attribué
à une fabrique aura été atteint, l'administration
en donnera connaissance au propriétaire de la
fabrique.
Auf das festgesetzte Kontingent kommen
alle in der betreffenden Fabrik hergestellten und
innerhalb der Kontingentsperiode zur Versteuerung
angemeldeten Zündwaren zur Anrechnung.
Sobald nach den Anschreibungen der Zollstelle
das Kontingent der Fabrik erreicht ist, hat die
Zollstelle dem Besitzer der Fabrik davon Mitteilung
zu machen.
Les objets d'allumage qui après l'épui-
sement du contingent seront déclarés à l'impôt,
seront passibles de l'impôt additionnel de 20
pCt aux taux prévus à l'art. 1er § 2 de l'arrêté
grand-ducal du 27 septembre 1909.
Seront à, inscrire dans les acquits-à-caution
de même que dans les livres de magasin, comme
étant frappés du même impôt additionnel, les
objets d'allumage qui sortiront non imposés des
fabriques participant au contingent ou des en-
trepôts y annexés pour être exportés ou trans-
portés dans d'autres entrepôts.
Zündwaren, die nach Erreichung des
Kontingents zur Versteuerung gestellt werden, un-
terliegen einem Zuschlage von zwanzig vom Hun-
dert zu den in Art. 1 § 2 des Großherzoglichen
Beschlusses vom 27. September 1909 vorgeschrie-
benen Steuersätzen.
Als mit dem gleichen Zuschlage belastet sind
in den Begleitpapieren und Lagerbüchern Zünd-
waren anzuschreiben, die aus den am Kontingente
beteiligten Fabriken oder den mit diesen verbun-
denen Zündwarensteuerlagern unversteuert ausge-
führt oder auf andere Zündwarensteuerlager ge-
bracht werden.
Le contingent ne pourra être porté en
compte qu'à la fabrique à laquelle il est attribué.
Le contingent attribué à une fabrique s'éteint,
lorsque celle-ci cesse définitivement la fabri-
cation.
Kontingent sind seitens der Beteiligten innerhalb
acht Tagen vorzubringen. Nach Ablauf dieser
Frist werden die Meldebriefe mit den mündlichen
oder schriftlichen Bemerkungen der Beteiligten der
Zolldirektion übermittelt.
Letztere schließt die Veranlagungsliste endgültig
ab, nachdem sie die Abänderungen, welche die
vorgebrachten Bemerkungen als notwendig er-
scheinen lassen, vorgenommen hat.
Das auf diese Weise festgesetzte Kontingent wird
auf dem Verwaltungswege in der oben vorge-
schriebenen Form dem Beteiligten zur Kenntnis
gebracht, welchem gegen diese Bemessung ein Rekurs
an den Staatsrat, Ausschuß für Streitsachen, in
der durch Großherzoglichen Beschluß vom 9. August
1896, betreffend das Verfahren in den beim
Staatsrat anhängigen Streitsachen bezüglich der
Besteuerung des Branntweins, angegebenen Form
und Frist zusteht.
Das Kontingent kann nur der Zünd-
warenfabrik angerechnet werden, für die es fest-
gesetzt ist. Wird der Betrieb einer Zündwaren-
fabrik dauernd eingestellt, so erlischt das für sie
festgesetzte Kontingent.
Lorsque plusieurs fabriques indigènes
se trouvent en possession d'un seul proprié-
taire, elles peuvent se céder mutuellement les
parts de contingent leur attribuées, sur la de-
mande afférente introduite auprès de la Direction
des douanes.
Befinden sich mehrere inländische Fa-
briken in der Hand eines Besitzers, so find die
für die einzelnen Fabriken festgesetzten Kontingente
untereinander übertragbar. Die Uebertragung ist
bei der Zolldirektion zu beantragen
Notre Directeur général des finances
est chargé de l'exécution du présent arrêté, qui
sera inséré au Mémorial.
Il est autorisé à prendre au besoin toutes les
mesures complémentaires nécessaires pour
l'exécution de la loi du 2 avril 1910 ainsi que
du présent règlement.
Château de Hohenbourg, le 28 Avril 1910.
MARIE ANNE.
Le Directeur général
des finances,
M . MONGENASt.
Avis. — Association syndicale.
Conformément à l'art. 10 de la loi du 28 dé-
cembre 1883, il sera ouvert du 12 au 26 mai
1910 dans la commune de Munshausen une en-
quête sur le projet et les statuts d'une associa-
tion à créer pour construction d'un chemin d'ex-
ploitation au lieu dit « Lang Heck » à Muns-
hausen.
Le plan de situation, le devis détaillé des tra-
vaux, un relevé alphabétique des propriétaires
intéressés, ainsi que le projet des statuts de
l'association sont déposés au secrétariat commu-
nal de Munshausen à partir du 12 mai prochain.
M. Michel Glesener, membre de la Commis-
sion d'agriculture à Bœgen (Clervaux), est
nommé commissaire à l'enquête. Il donnera les
explications nécessaires aux intéressés, sur le
terrain, le 26 mai prochain, de 9 à 11 heures
du matin, et recevra les réclamations le même
jour, de 2 à 4 heures de relevée, à l'école de
Munshausen.
Luxembourg, le 28 avril 1910.
Le Ministre d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
Unser General-direktor der Finanzen
ist mit der Ausführung gegenwärtigen Beschlusses,
welcher ins «Memorial» eingeruckt werden soll, be-
auftragt.
Er ist ermächtigt notigenfalls alle zur Ausfüh-
rung des Gesetzes vom 2. April 1910 sowie des
gegenwärtigen Reglementes notigen Ergänzungs-
maßregeln zu treffen.
Schloß Hohenburg, den 28 April 1910.
Maria-Anna.
Der General-Direktor
der Finanzen,
M. M o n g e n a s t .
Bekanntmachung. — Syndicatsgenossenschaft
Gemäß Art. 10 des Gesetzes vom 20. Dezember.
1883 wird vom 12. auf den 26. Mai in der
Gemeinde Munshausen eine Untersuchung abge-
halten uber das Projekt und die Statuten einer
zu bildenden Genossenschaft für Anlage eines Feld-
weges, Ort genannt «Lang Heck» zu Muns-
hausen.
Der Situationsplan, der Kostenanschlag, ein
alphabetisches Verzeichnis der beteiligten Eigen-
tümer sowie das Projekt des Genossenschaftsaktes
sind auf dem Gemeindesekretariat von Munshausen
vom 12. Mai ab, hinterlegt
Hr. Michel
Glesener,
Mitglied der Acker-
bau-Commision zu Bögen (Clerf), ist zum Unter-
suchungskommissar ernannt Die nötigen Erklä-
rungen wird er den Interessenten am 26. Mai
von 9—11 Uhr Morgens, an Ort und Stelle
geben und am selben Tage, von 2—4 Uhr Nach-
mittags, etwaige Einsprüche im Schulsaale zu
Munshausen entgegennehmen.
Luxemburg, den 28. April 1910.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Imprimerie de la Cour, V. BÜCK.