Loi du 15 mai 1902, accordant la naturalisation à M. Jean-Adam Jungbluth, cabaretier et couvreur en ardoises à Remich.
Table des dispositions (25)
Texte législatif (25 Articles)
DU
Grand-Duché de Luxembourg.
des
Großherzogthums Luxemburg.
Samedi, 12 juillet 1902.
N° 48.
Samstag, 12. Juli 1902.
Loi du 15 mai 1902, accordant la naturalisation
à M. Jean-Adam Jungbluth, cabaretier et
couvreur en ardoises à Remich.
Nous ADOLPHE, par la grâce de Dieu,
Grand-Duc de Luxembourg, Duc de Nassau,
etc., etc., etc. ;
Vu l'art. 10 de la Constitution et les lois des
12 novembre 1848 et 27 janvier 1878, sur les
naturalisations ;
Notre Conseil d'Etat entendu ;
De l'assentiment de la Chambre des députés;
Tu la décision de la Chambre des députés du
25 avril 1902 et celle du Conseil d'Etat du
2 mai ct., portant qu'il n'y a pas lieu à second
vote ;
Avons ordonné et ordonnons
La Société mutualiste d'assurance
contre la mortalité du bétail de Weiler-la-
Tour est légalement reconnue et ses statuts
sont approuvés.
Beschluß vom 9. Juli 1902, die gesetzliche An-
erkennung und die Genehmigung der Statuten
des Viehversicherungs-Vereins von Weiler
zum Thurm betreffend.
Der
Staatsminister, Präsident
der Regierung;
Nach Einsicht des Gesuches des Viehversiche-
rungs-Vereins von Weiler zum Thurm wegen
gesetzlicher Anerkennung, sowie Genehmigung des
Statuts dieses Vereins;
Nach Einsicht des Gutachtens der Gemeindever-
waltung von Weiler zum Thurm, vom 11. März
1902;
Nach Einsicht des Gutachtens
der höheren
Kommission zur Förderung der auf Gegenseitig-
keit beruhenden Vereine, vom 15. Juni 1902;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 11. Juli 1891
und des Großh. Beschlusses vom 22. dess.
Mts.;
In
Anbetracht, daß das Statut genannten
Vereins mit den Bestimmungen der Gesetze und
Reglemente in Einklang steht;
In Anbetracht, daß die gesicherten Einkünfte
der Gesellschaft zur Bestreitung der ordnungs-
mäßigen Ausgaben derselben hinreichend erscheinen;
Beschließt
Der Viehversicherungs - Verein von
Weiler zum Thurm wird hiermit gesetzlich anerkannt
und ist dessen Statut genehmigt.
N° 4332. — Navire aerien.
N° 4334. — Dispositif de contrôle pour mé-
canismes d'addition et d'indication.
N° 4338. — Ceinture d'attache pour blouses.
N° 4339. — Cravate.
N° 4340. — Innovation aux tuyaux à ourlets
doubles.
N° 4342. — Barreau de grille.
Rectification. — C'est par erreur que le brevet
n° 1943 — nouveau balai pour machines élec-
triques — figure dans la liste des brevets éteints
publiée à la page 197 du Mémorial de 1902. Ce
brevet n'est pas éteint.
Luxembourg, le 10 juillet 1902.
te Conseiller Secrétaire général,
P. RUPPERT.
Nr. 4332. — Luftschiff.
Nr. 4334. — Kontrolvorrichtung für
Addir-
und Anzeigewerke.
Nr. 4338. -
Blousenhalter.
Nr. 4339. — Cravatte.
Nr. 4340. —
Neuerungen an Röhren mit
Doppelbordel am Rohrende.
Nr. 4342. — Roststab.
Berichtigung
— Das Patent Nr. 4943 —
neuer Besen für elektrische Maschienen — ist irr-
thümlich im „Memorial" 1902, Seite 197, unter
den erloschenen Patenten aufgeführt. Das Patent
ist nicht erloschen.
Luxemburg, den 10. Juli 1902.
Der Regierungsrath u. Generalsekretär,
P.
Ruppert.
La commission qui a procédé à
Bekanntmachung. — Justiz.
Durch Großh. Beschluß vom 6. Juli c. ist
Hrn. Alb.
Layen,
Substitut beim Bezirksgericht
zu Diekirch, der Rang eines Richters verliehen
wurden.
Durch denselben Beschluß ist Hr. Ed.
ErpeI-
ding,
Friedensrichter zu Diekirch, zum Richter
am dortigen Bezirksgericht ernannt worden.
Luxemburg, den 12. Juli 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Beschluß vom 16 Juli 1902, betreffend die Ver-
theilung der Prämien zur Veredlung der
Pferdezucht während 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung;
Nach Einsicht des Reglementes vom 14. Dezember
1861 über die Veredlung der Hausthiere;
Nach Einsicht der Beschlüsse vom 23. Dezember
1902 und 24 Januar 1903, betreffend die Unter-
suchung der Hengste und die Veröffentlichung der
Liste der Eigentümer der für 1902 zur Beschä-
lung angekörten Reproductoren;
Beschließt
Die Kommission, welche die während
Bekanntmachung. — Justiz.
Durch Großh. Beschluß vom 6. Juli c. ist
Hr. Ed.
Erpelding,
Richter
beim Bezirks-
gericht zu Diekirch, zum Richtercommissar bei
den Collocationsverfahren für den Gerichtsbezirk
Diekirch, in Ersetzung des Hrn.
Leidenbach,
ernannt worden.
Hr.
Erpelding
wird die Dienstzeit seines
Vorgängers vollenden, welche am 5. Februar 1903
abläuft.
Luxemburg, den 12. Juli 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
l'examen des étalons destinés à la monte pen-
dant l'annee 1902, se réunira à Luxembourg le
lundi, 27 juiIIet ct., à neuf heures précises du
matin, pour les étalons, et le lendemain, 28 du
même mois, à la même heure, pour les juments;
elle se reunira à Diekirch le mercredi, 23
juillet ct., à neuf heures précises du matin,
pour les étalons, et le samedi, 26 du même
mois, à la même heure, pour les juments, pour
décerner les primes ci-après, par arrondisse-
ment judiciaire, savoir
1° une prime générale de 750 frs. au proprié-
taire du meilleur étalon de trait présenté au
concours ;
2° une prime de 500 frs., une prime de 400 frs.,
une prime de 300 frs., une prime de 200 frs.,
une prime de 150 frs. et une prime de 100 frs.
au propriétaire du meilleur étalon âgé de quatre
ans ou servant la première année à la monte
dans le Grand-Duché ;
3° une prime de 500 frs., une prime de 400
frs., une prime de 300 frs. et une prime de
200 frs. aux propriétaires des meilleurs étalons
ayant déjà servi antérieurement à la monte
dans lé Grand-Duché ;
4° une prime de 100 frs. au propriétaire du
meilleur étalon élevé dans le Grand-Duché et
s'y livrant à la monte ;
5° une prime de 300 frs., une prime de
250 frs., une prime de 200 frs., une prime de
150 frs., deux primes de 125 frs., quatre prîmes
de 100 frs., quatre primes de 75 frs. et six primes
de 50 frs. aux propriétaires des meilleurs
juments poulinières de trait.
Le présent arrêté, avec les statuts y
annexés, sera publié au Mémorial.
Luxembourg, le 9 juillet 1902.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement.
EYSCHEN.
Dieser Beschluß nebst dem dazu gehö-
rigen Statut soll im „Memorial" veröffentlicht
werden.
Luxemburg, den 9. Juli 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Statuten des Viehversicherungs-Vereins von Weiler zum Thurm.
KAPITEL
I. — Allgemeine Bestimmungen,
— Name, Sitz
und Zweck des Vereins.
§ 1. — Unter dem Namen « Viehversicherungs-Verein
von Weiler zum Thurm» wird ein Verein gegründet, welcher
bezweckt, seinen Mitgliedern unter den Bestimmungen
der gegenwärtigen Statuten Entschädigungen nach dem
Grundsatze der Gegenseitigkeit für Verluste an ihrem
Viehbestande zu gewähren.
§ 2. — Der Sitz des Vereins ist in Hassel und erstreckt
sieb auf die Ortschaften Hassel, Syren und Weiler zum
Thurm.
§ 3. — Die Gesellschaft versichert : a) Kühe, Rinder,
Ochsen und Stiere ; 6) Kälbinnen, junge Ochsen und Stiere
m Alter von wenigstens einem Jahre.
KAPITEL II. — Mitgliedschaft, Ein- und Austratt aus dem
Verein. — Einschreibung der Thiere.
§ 4. — Mitglied des Vereins kann jeder Eigenthümer
oder Pächter derjenigen Ortschaften werden, über welche
sich der Verein erstreckt. — Minderjährige im Alter von
15 bis 18 Jahren, sowie die verheiratheten Weibspersonen
werden jedoch nur unter den durch Art. 3 des Gesetzes
vom 11. Juli 1891 festgesetzten Bedingungen als Mitglieder
des Vereins zugelassen.
Vont Eintritt in den Verein sind jedoch ausgeschlossen
a) Viehhändler und Eigenthümer oder Halter von soge-
nanntem Leihvieh : b) Viehbesitzer, welche nicht ihren
ganzen Viehbestand, sondern nur einzelne Stücke ver-
nichern wollen.
§ 5. — Von dem Vereine können durch Beschluss der
General-Versammlung und mit absoluter Stimmenmehrheit
der anwesenden Mitglieder, auf den Vorschlag des Vor-
standes ausgeschlossen werden
a) Diejenigen, welche den Interessen des Vereins ent-
gegentreten oder sich eines groben Betrugs oder des Ver-
suches eines solchen dem Vereine gegenüber schuldig ge-
macht haben;
b) Notorische Thierquäler oder solche. die ibr Vieh un-
gebührlich schlecht pflegen-;
c) Diejenigen; welche den Bestimmungen der gegen-
wärtigen Statuten und speziellen Reglementen des Ver-
nicht nachkommen ;
d) Diejenigen, welche mit der Zahlung ihrer ordent-
lichen Beitrage während einem Monat oder für die ausser-
ordentlichen Beiträge während vierzehn Tagen im Rück-
stande sind, ohne von dem Vereinsvorstande dazu Ausstand
erhalten zu haben.
§ 6. — Die Mitglieder, für welche der Ausschluss aus
dem Vereine vorgeschlagen, werden zunächst von dem
Vereinsvorstande zu einer bestimmten Stunde vorgeladen,
um dieselben über die Ursachen des Ausschlusses zu
hören.
Sofern dieselben nicht erscheinen, oder die Gründe dem
Vorstand nicht genügend erscheinen, wird der Ausschluss
der Entscheidung der Generalversammlung unterworfen
§ 7. — Der freiwillige Austritt aus dem Vereine kann
nur zum Schlusse des Versicherungsjahres erfolgen und
muss der Antrag wenigstens drei Monate vor diesem Zeit-
punkte schriftlich bei dem Vorstande eingereicht werden.
Diese Bestimmung ist jedoch auf diejenigen Mitglieder,
welche ihren Wohnsitz ausserhalb der in dem Vereine
einbegriffenen Ortschaften verlegen oder welche ihren
Betrieb aufgeben, nicht anwendbar. Für diese hört die
Versicherung mit Ende des Halbjahres, in welchem die
Verlegung des Wohnsitzes oder die Aufgabe des Betriebes
erfolgt, auf. Dasselbe st der Fall, wenn ein Mitglied die
Zahl der versicherten Thiere vermindert.
Mit dem Augenblicke des Austrittes hört die Versicher-
ung für den Austretenden, ebenso die Ersatzverbindlich-
keiten für den Verein auf.
§ 8. — Im Falle des Austrittes oder des Ausschlusses
stehen dem Austretenden keinerlei Ansprüche auf den
Verein zu. Jedoch haftet derselbe noch für die ordent-
lichen und ausserordentlichen Beiträge des Jahres, in
welchem der Austritt bezw. Ausschluss erfolgt,
Tür den Fall, dass ein Mitglied einen andern Wohnsitz
nimmt und sich sogleich bei einer daselbst auf Gegen-
seitigkeit beruhenden gesetzlich anerkannten Viehver-
sicherung als Mitglied aufnehmen lässt, kann zu seinen
Gunsten ein Theil der bezahlten Beiträge dem andern
Versicherungsverein durch Beschluss des Vorstandes zu-
gewiesen werden.
§ 9. — Ein jeder Einwohner, welcher dem Vereine bei-
treten will, zeigt dieses einem der Vorstandsmitglieder an
welcher dem sich Meldenden die Statuten, die derselbe zu
unterzeichnen bat, bekannt macht. Es wird alsdann von
zwei Mitgliedern der Gesundheitszustand des Viehes unter-
sucht. In zweifelhaften Fällen kann von dem Vorstande
das Gutachten eines Thierarztes aut Kosten des Ver-
sicherten eingeholt werden.
Ergibt sich nichts zu erinnern, so wird der Werth des
zu versichernden Thieres bestimmt ; die Taxe und das
versicherte Vieh nach Alter, Farbe, Race und Abzeichen
in das Taxationsverzeichniss eingetragen. Der Vorstand
entscheidet in seiner ersten Sitzung über die Annahme,
die sofort dem Versicherten bekannt zu geben ist.
§ 10. — Diejenigen Mitglieder, welche ihren Viehbe-
stand vergrössern, sind verpflichtet, bezüglich der neu
eingestellten Thiere innerhalb acht Tagen dem Vereins-
vorstande Anzeige zu erstatten und wird sodann hinsicht-
lich der Aufnahme nach den Bestimmungen des vorher-
gehenden § 9 verfahren.
Der Eintritt junger Thiere in das zur Aufnahmt geeig-
nete Alter gilt als Vergrösserung eines versicherten Vieh
bestandes.
Wer während des Jahres ein versichertes Stück Vieh
verkauft, kann ein anderes zur Versicherung zugelassnes
Stück an dessen Stelle setzen, für welches er den Mehr-
betrag zu zahlen hat, jedoch wird der Minderwerth nicht
vergütet.
KAPITEL III. — Beginn und Aufhören der Versicherung.
§ 11. — Die Versicherung beginnt mit dem Tage der Zu-
stellung des Beschlusses des Vorstandes, wonach der Ver-
sicherte als Mitglied aufgenommen oder für wirkliche
Mitglieder mit dem Tage, wo die neu eingestellten Thiere
in die Versicherung angenommen
§ 12. — Die Versicherung hört auf
1) Im Falle des Ausschlusses eines Mitgliedes mit dem
folgenden Tage, an welchem demselben der Ausschluss
bekannt gegeben ;
2) Im Falle der Versicherte seinen Wohnsitz ausserhalb
des Viehversicherungsbezirkes verlegt, mit dem Tage. an
welchem die Thiere anderwärts eingestellt ;
3) Im Falle die ordentlichen und ausserordentlichen
Beiträge in dem bestimmten Zeitpunkte nicht richtig ein-
gezahlt, acht Tage nach erfolgter schriftlicher Mahnung
durch den Vorstand ;
4) Im Falle das versicherte Thier in Folge Verkauf,
Tausch oder Vererbung auf einen anderen Besitzer uber-
geht, mit dem Tage des Uebergangs an den nenen Be-
sitzer.
Die Versicherung dauert jedoch fort
a) Wenn der Verkauf oder Tausch unter Mitgliedern des
Vereins stattfindet ;
b) Wenn der neue Besitzer sich sofort als Mitglied des
Vereins aufnehmen lässt ;
c) Im Falle der Vererbung, wenn die Erben als Mitglie-
der aufgenommen weiden können und ihre Verpflicht-
ungen gegenüber dem Vereine zu erfüllen in der Lage
sind.
In den drei Fallen ist dem Vorstande von der erfolgten
Veränderung Kenntniss zu geben;
d) Wenn der Besitzer in Folge einer gesetzlichen Be-
stimmung gehalten ist, ein verkauftes Thier zurückzuneh-
men oder den Preis dafür zu erstatten.
KAPITEL IV. — Wegfall der Entschädigung. — Entschä-
digungsbetrag. — Beiträge. — Eintrittsgeld.
§ 13. — Keine Entschädigung wird gewährt bei Ver-
lusten, welche herbeigeführt sind
a) Durch Fenersbrunst oder Blitzschlag. Entschadigt
werden jedoch die Verluste durch Blitzschlag auf freiem
Felde ;
b) Durch Ueberschwemmungen ;
c) Durch Seuchen oderansteckende Krankheitelt, soweit
fur dieselben auf Grund des Gesetzes eine Entschädigung
des Besitzers stattfindet oder wenn auf Grund jener Ge-
setze wegen Nichtbeachtung der polizeilichen Bestimm-
ungen eine Entschädigung nicht eintreten kann.
Eine Entschädigung wird ferner nicht gewährt, wenn
ein versichertes Thier in Folge eines redhtbitorischen
Fehleis wahrend der Zeit verendet, in welcher der Be-
sitzer Anspruch gegen den Verkaufer erbeben oder sofern
er den gesetzlichen Zeitpunkt, welcher für den betreffen-
den Fehler bestimmt ist, vorübergehen lässt, sofern nach-
gewiesen ist, dass ihm das Vorhandensein des Fehlers
bekannt war.
§ 14. — Die Entschadigung kann durch den Vorstand
versagt oder gekurzt werden ;
a) Wenn der Viehbesitzer die Krankheit oder den Unfall
nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist zur Anzeige
bringt .
b) Wenn er den ihm in Bezug auf die nebandlung des
erkrankten oder verletzten Thieres vom Vereinsvorstande
ertheilten Weisungen nicht Folge letztet ;
c) Wenn der Verlust Folge der Fahrlässigkeit oder
grober Misshandlung seitens des Besitzers oder der Person
ist, dem die Thiere zur Pflege anvertraut ;
d) Wenn ein Mitglied des Vereins sich irgend einer Art.
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betrügerischer Angaben oder Handlungen gegen den Verein
Schuldig gemacht hat;
e) Wenn das versicherte Thier in Folge einer Operation ver-
endet, die nicht durch einen Thierarzt ausgeführt worden
ausgenommen sind dabei solche Operationen, die durch
schnelle Hilfeleistung vorgenommen werden müssen, z. B.
bei Blähungen durch den Trokarstich u. s. w. ;
f) Wenn eine dritte Person für den Unfall verantwort-
lich ist.
§ 15. — Ueber die Gewahrung oder Versagung der Ent-
schadigung beschliesst der Vorstand in gemeinsamer Be-
rathung mit Stimmenmehrheit und ist der Entscheid dem
Beschädigten gleich zu eröffnen, Gegen diesen Beschluss
des Vorstandes ist die Berufung an das Schiedsgericht
zulässig.
§ 16. — Entschädigungsbetrag. — Die Entschädigung
eines verunglückten Stück Viehes wird auf zwei Drittel der
Taxe festgesetzt. Die Haut lallt dem Eigenthümer zu mit
Ausnahme der in § 27 vorgesehenen Fälle.
§ 17. — Beiträge. — Jedes Mitglied ist verpflichtet, ein
Prozent des Werthes des versicherten Viehes in halbjahri-
gen Raten als Beitrag zu zahlen.
§ 18. —. Eintrittsgeld. — Mitglieder des Vereins, welche
sich bei der Bildung aufnehmen lassen, zahlen kein Ein-
trittsgeld.
§ 19. — Spater eintretende Mitglieder haben, ausser
der jährlichen Prämie, als Eintrittsgeld zu entrichten;
für eine Kuh Fr. 1.25 Ct., fur die folgende Fr. 0.62½ Ct.,
und für jedes weitere Stück Fr. 0.25 Ct.
§ 20. — Diejenigen, welche aus dem Vereine geschie-
den sind und wieder eintreten wollen. werden nach § 19
behändelt. Etwaige Rückstande früherer Beiträge sind
jedoch vorher zu entrichten.
§ 21. — Sobald die Vereinsmittel den Betrag von fünf-
hundert Franken übersteigen, muss der Ueberschuss bei
der Sparkasse deponirt werden.
§ 22. — Die Vereinskasse muss fur einen Reservefonds
sorgen, welcher mindestens ein Franken von 1000 Franken
des Werthes der versicherten Thiere betrügt. Dieser Satz
wird auf ein Viertel ermassigt von dem Tage an, Wo der
Verein dem zwischen den verschiedenen zu Recht beste-
henden Ortsvereinen des Landes etwa spater zu gründen-
den Centralverbande beigetreten sein wird. Derselbe muss
jedoch wiederum auf seine vorige Höhe gebracht werden,
im Falle der Verein späterhin aus dem Centralverbande
freiwillig austreten oder aus demselben ausgeschlossen
werden sollte.
Der Generalversammlung bleibt es vorbehalten, eintre-
tenden Fal(…) die Zahlung eines aussergewohnlichen Bei-
trages im Betrage von nicht über Fr. 0.25 Ct. von hundert
Franken des Werthes des versicherten Viehes so lange an-
zuordnen, bis der Reservefonds die statutorisch festge-
setzte Höhe wieder erreicht haben wird.
§ 23. — Die Vereinsgelder dürfen zu keinem andern,
als dem in dem Statut angewiesenen Zwecke verwandt
werden. Auch hat die Vereinskasse für sämmtliche, zur
Führung der Geschäfte des Vereins benöthigten Auslagen
aufzukommen. Zu diesen Verwaltungsaustagen zählen auch
die infolge Beitritt an dem hereits in dem vorhergehenden
§ 22 erwahnten Central verband an diesen letztern zu ent-
richtenden gewöhnlichen oder auch aussergewöhnlichen
Prämien.
KAPITEL V. — Verfahren bei Erkrankung des Viehes. —
Nothschlachtung.
§ 24. — Wenn ein versichertes Stück Vieh erkrankt
oder einen Unfall erleidet, dann ist der Eigenthümer ver-
pflichtet, alle ihm zu Gebote stehenden Mittel zu dessen
Herstellung anzuwenden. Auch muss derselbe dem Vor-
stande innerhalb zwölf Stunden hiervon Anzeige machen,
damit steh von der Zweckmässigkeit der getroffenen An-
ordnungen überzeugt werden kann.
§ 25. — Beschliesst der Vorstand die ärztliche Behand-
lung des Thieres, so werden die Kurkosten, mit Ausnahme
jedoch der Arzuerkosten , welche in allen Fällen dem
Eigenthümer zu Lasten bleiben, von der Vereinskasse
bestritten.
§ 26. — Unter allen Umstanden ist das Mitglied ver-
pflichtet, jeden Todesfall eines versicherten Stück Viehes
sofort dem Vorstande des Vereines anzuzeigen. Trifft den
Eigenthümer kern Verschulden und ist die Identität des
gefallenen Viehes durch zwei Taxatoren festgestellt, so
erfolgt die Auszahlung der Entschädigungssumme aus der
Vereinskasse.
§ 27. — Erweisen sich Thiere einer unheilbaren Krank-
heit verdächtig, so kann durch den Vereinsausschuss die
alsbaldige Schlachtung des Thieres angeordnet werden.
In diesem Falle kann die Entschädigungssumme auf drei
Viertel des Werthes festgesetzt werden, dem Eigenthümer
bleibt hierbei die Wahl, ob er das Fleisch nach einer von
zwei Mitgliedern des Vorstandes zu bestimmenden Taxe
behalten oder solches dem Vereine belassen will.
In letzterem Falle wird das Fleisch, soweit es polizeilich
zulässig ist, von zwei Mitgliedern des Vorstandes in einem
tage verkauft. Der Erlos fliesst in die Vereinskasse und
fällt in diesem Falle, die Haut dem Vereine zu.
Der Besitzer des Thieres darf eine Nothschlachtung nur
mit Genehmigung des Vereinsausschusses vornehmen,
dringende Fälle ausgenommen, bei welchen der Vereins
ausschuss die Nothwendigkeit der Nothschlachtung nach-
träglich anerkennen muss.
KAPITEL VI. — Beginn des Versicherungsjahres.
§ 28. — Das Versicherungsjahr beginnt mit dem 1. Ja-
nuar und endigt mit dem 31. Dezember eines jeden Jahres.
Die Taxation findet jahrlich zweimal statt und zwar durch
zwei Mitglieder des Vorstandes.
Zu diesem Behufe behändigt der Vorsteher den Taxa-
toren ein alphabetisches Verzeichniss der Mitglieder, deren
Vieh versichert ist. Die hierbei ermittelte Abschatzungs-
summe gilt als diejenige, auf welche die Beiträge und
Umlagen des Vereins vertheilt werden.
§ 29 — Im Erkrankungs- und Todesfalle eines Thieres
gilt die halbjahrige Abschätzungssumme als diejenige,
nach welcher die Vergütung im falle eines Verlustes
erfolgt.
§ 30. — Der Rechnungsführer berichtigt auf Grund des
von den Taxatoren eingereichten Taxationsverzeichnisses
die Versicherungsrolle und fertigt die von dem Vorstande
festzusetzende Heberolle für die Zahlung der einzelnen
Mitglieder an.
KAPITEL VII. — Organe des Vereins.
§ 31. — Die Organe des Vereins sind
a) Die General-Versammlung ;
b) Der Vereinsvorstand.
§ 32. — Generalversammlung. — Wenigstens einmal
im Jahre findet in dem auf den Schluss des Rechnungs-
jahres folgenden Monate eine Generalversammlung statt.
Der Präsident kann ausserdem die Generalversammlung
eigenmächtig, er muss dieselbe auf Verlangen von drei Vor-
standsmitgliedern, oder auf ein von zehn wirklichen Mit-
gliedern unterzeichnetes und die Gegenstände der Tages-
ordnung enthaltendes Ersuchen einberufen.
Die Generalversammlungen sind wenigstens acht Tage
vor dem für dieselben anberaumten Tage durch Anschlag
ortsüblich bekannt zu machen. — Die Beschlüsse der Ge-
neralversammlung werden nach einfacher Stimmenmehr-
heit der Anwesenden gefasst, ausgenommen wenn über
Anträge auf Abänderung der Statuten oder Auflosung des
Verbandes abgestimmt werden soll.
§ 33. — Befugnisse. — Die ordentlichen Generalver-
sammlungen beschliessen über alle Gegenstände, welche
denselben zu diesem Behufe von dem Vorstande vorgelegt
oder von den Mitgliedern angeregt werden, in letzterem
Falle jedoch nur, wenn mindestens 14 Tage vorher dem
Vorstande von den zu stellenden Anträgen Mittheilung
gemacht worden und solche nicht den Statuten zuwider-
laufen. Der Vorsitzende hat in der Generalversammlung
über seine Verwaltung wahrend des verflossenen Vereins-
jahres einen Rechenschaftsbericht zu erstatten.
Ausserordentliche Versammlungen können nur uber
solche Angelegenheiten beschliessen, die her der Einla-
dung als Gegenstand der Berathung bezeichnet worden
sind.
Die Protokolle der Generalversammlung müssen zu
ihrer Gültigkeit von dem Vorsitzenden, dem Schriftführer
und zwei zu solchem Zwecke von der General-Versamm-
lung besonders gewahlten Vereinsmitgliedern unte rschrie
ben werden.
§ 34. — Vorstand. — Zur Verwaltung der Geschäfte des
Vereins Wahlen die Mitglieder in der jahrlichen General-
versammlung, welche im Monat Januar
abgehalten
wird, in geheimer Abstimmung und, mit absoluter Stim-
menmehrheit, einen Vorstand, bestehend aus
einem Vorsteher ;
einem Stellvertreter des Vorstehers ;
einem Rechnungsführer, und
drei Mitgliedern.
Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vor-
stehers.
Die sammtlichen Mitglieder des Vorstandes werden
jedesmal auf die Dauer von drei Jahren ernannt. Dieselben
verrichten ihre Funktionen unentgeltlich. Ihr Amt ist ein
Ehrenamt. Die Remuneration des Rechnungsführers da-
gegen wird durch die Generalversammlung festgesetzt.
Der Präsident und der Rechnungsführer müssen nicht
Viehbesitzer sein.
§ 35. — Der Vorsteher besorgt die Gesammt-Geschafts-
fuhrung und vertritt die Gesellschaft in allen Fällen, kann
sich aber auch durch den Stellvertreter vertreten lassen.
§ 36. — Der Rechnungsführer besorgt die Erhebung
aller Einnahmen und die Auszahlung der auf die Vereins-
kasse angewiesenen Ausgaben auf Grund der Anweisung
des Vorstehers.
Am Ende des Geschäftsjahres legt der Rechnungsfuhrer
vollständige Rechnung ab über die Einnahmen und Aus-
gaben, welche in der im Monat Januar Stattfindenden
General-Versammlung vorgelegt wird. Der Vorsteher be-
aufsichtigt das Kassenwegen.
§ 37. — Der Vorstand wird zur Wahrnehmung aller ihm
durch das Statut ertheilten Rechte und Pflichten durch die
blosse Wahl berechtigt.
§ 38. — Schiedsgericht. — Alle im Schosse der Gesell-
schaft entstehenden Streitigkeiten werden nach Art. 5 des
Gesetzes vom 11. Juni 1891 stets durch zwei von den be-
theiligten Parteien zu ernennenden Schiedsrichter ge-
schlichtet.
Unterlasst eine der Parteien diese Ernennung, so kann
der Vorsteher des Vereins dieselbe vornehmen. Sind die
beiden Schiedsrichter getheilter Ansicht, so ziehen sie
einen dritten zu, welcher zu entscheiden hat und dessen
Entscheidung entgüItig ist.
§ 39. — Die Abänderung gegenwärtiger Statuten kann
nur durch eine Generalversammlung geschehen, deren
Zusammenberutung und Verhandlungen in der statuten-
gemass vorgeschriebenen Form stattzufinden haben.
Zur Gültigkeit der Beschlüsse dieser Versammlung ist
erfordert, dass wenigstens die Halfte der Mitglieder dabei
anwesend sind und wenigstens drei Viertel der anwesenden
Stimmen sich dafür aussprechen, und dass dieselben durch
die Regierung nach Vorschrift des Reglementes für die auf
Gegenseitigkeit beruhenden Hilfskassen vom 22. Juli 1891
gutgeheissen werden.
Die Auflösung kann nur in einer speziell zu diesem
Zwecke wenigstens zwei Monate im Voraus durch Einzel-
briefe mit ausdrücklicher Angabe der Tagesordnung ein-
berufenen Versammlung beschlossen werden, in welcher
wenigstens drei Viertel der Vereinsmitglieder vertreten sein
müssen. — Dieser Beschluss muss mit drei Viertel der an-
wesenden Stimmen gefasst sein. — Die Auflösung ist nur
mit Gutheissung der Regierung gültig. — Im Falle der
Auflösung hat die Liquidirung gemäss den Bestimmungen
des Art. 9 des Grossh. Beschlusses vom 22. Juli 1891
stattzufinden.
§ 40. — Durch Beschluss des Vorstandes können gegen-
wärtige Statuten gedruckt und zum Kostenpreise an die
Mitglieder überlassen werden. In derselben Weise können
Quittungs- und Notationsregister beschafft werden.
§ 41. — Die Unterschrift unter die gegenwärtigen Sta-
tuten gilt als Anerkenntniss derselben und als verbindliche
Erklärung, der Gesellschaft beitreten zu wollen
Berathen und [angenommen zu Hassel, am 3. März
1902.
(Folgen die Unterschriften.)
Avis. — Postes et télégraphes.
Par arrêté grand-ducal du 6 juillet ct. M.
Arthur Knaff, inspecteur des télégraphes à Lu-
xembourg, a été promu au grade d'inspecteur
de première classe.
Luxembourg, le 7 juillet 1902.
Le Directeur général des finances,
M . MONGENAST.
Avis. — Administration de l'enregistrement
et des domaines.
Par arrêté grand-ducal du 6 juillet courant le
titre de vérificateur honoraire de l'administra-
tion de l'enregistrement et des domaines a été
conféré à M. Jean Hemmer, ancien receveur à
Esch s. l'Alz.
Luxembourg, le 7 juillet 1902.
Le Directeur général des finances,
M . MONGENAST.
Bekanntmachung. — Post- und Telegraphen-
wesen.
Durch Großh. Beschluß vom 6 Juli ct. ist
Hr. Arthur
Knaff,
Telegraphen-Inspector zu
Luxemburg, zum Inspector erster Klasse befördert
worden.
Luxemburg, den 7. Juli 1902.
Der General-Director der Finanzen,
M.
Mongenast.
Bekanntmachung. — Einregistrements- und
Domänen-Verwaltung.
Durch Großh. Beschluß vom 6. Juli ct. ist
dem ehemaligen Einnehmer zu Esch a. d. Alzette,
Hrn. Johann H e m m e r , der Titel eines Ehren-
Verifikators der Enregistrements- und Domänen-
Verwaltung verliehen worden,
Luxemburg, den 7. Juli 1902.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Caisse d'épargne. — Par decision ministérielle en date du 2 juillet 1902, les livrets Nos 70635 et 85969 ont été
annulés et remplacés par des nouveaux.
Avis. — Justice.
Par arrêté grand-ducal en date du 6 juillet
ct., le rang de juge a été conféré à M. Alb.
Layen, substitut près le tribunal d'arrondisse-
ment de Diekirch.
Par le même arrêté, M. Edm. Erpelding, juge
de paix du canton de Diekirch, a été nommé
juge près le tribunal d'arrondissement de
Diekirch.
Luxembourg, le 12 juillet 1902.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Avis. — Justice.
Par arrêté grand-ducal en date du 6 juillet
ct., M. Edm. Erpelding, juge près le tribunal
d'arrondissement de Diekirch, a été nommé
juge-commissaire aux ordres près le même tri-
bunal, en remplacement de M. Leidenbach.
Il achèvera le temps de service de son pré-
décesseur, qui expirera le 5 février 1903.
Luxembourg, le 12 juillet 1902.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Arrêté du 12 juillet 1902, concernant la distribu-
tion des primes pour l'amélioration de la race
des chevaux en 1902.
LE MINISTRE D'ÉTAT, PRESIDENT
DU GOUVERNEMENT ;
Vu le règlement du 14 décembre 1861, pour
l'amélioration des races d'animaux domestiques;
Vu les arrêtés des 23 décembre 1902 et 24
janvier 1903, concernant l'examen des étalons
et la publication de la liste des propriétaires des
reproducteurs admis pour la saillie pendant
l'année courante ;
Arrête
Un subside de 250 frs. est alloué aux
propriétaires des étalons admis, specialement
désignés par la commission d'admission, les-
quels se sont obligés à ne laisser saillir ces re-
producteurs que dans le ressort de la commune
de leur domicile.
Ce subside sera soldé contre la remise d'un
certificat du collège des bourgmestre et échevins
portant que depuis le 1er février 1902 jusqu'au
30 juin inclusivement, l'étalon pour lequel il
a été accordé, a été constamment tenu dans le
1902 zur Beschälung bestimmten Hengste unter-
sucht hat, wird zu Luxemburg am Montag, den
27 Juli ct., um neun Uhr präzis Vormittags
für die Hengste, und am folgenden Tage, um die-
selbe Zeit, fur die Stuten zusammentreten; sie
wird zu Diekirch, am Mittwoch, den 23. Juli ct.,
um neun Uhr präzis Vormittags, für die Hengste,
und am Samstag, den 26. Juli c., um dieselbe
Zeit, für die Stuten zusammentreten, um für
jeden Gerichtszbezirk nachbenannte Prämien zuzu-
erkennen
1° eine Hauptprämie von 750 Fr. zu Gunsten
des Eigenthümers des besten zum Concurs vor-
geführten Zughengstes;
2° eine Prämie von 500 Fr., eine von 400 Fr,
eine von 300 Fr., eine von 200 Fr., eine von
150 Fr. und eine von 100 Fr. zu Gunsten des
Eigenthümers des besten vierjährigen Hengstes,
oder eines solchen, welcher das erste Jahr zur
Beschälung im Großherzogthum dient;
3° eine Prämie von 500 Fr., eine von 400
Fr., eine von 300 Fr. und eine von 200 Fr. zu
Gunsten der Eigenthümer der besten Hengste,
welche schon vorher zur Beschälung im Lande
gedient haben;
4° eine Pramie von 100 Fr. zu Gunsten des
Eigenthümers des besten im Lande gezogenen
Hengstes, welcher daselbst zur Beschälung dient;
5° eine Prämie von 300 Fr., eine von 250
Fr., eine von 200 Fr., eine von 150 Fr., zwei
Prämien von je 125 Fr., vier Prämien von je
100 Fr., vier von je 75 Fr, und sechs von je
50 Fr. zu Gunsten der Eigenthümer der besten
Zugstuten.
Ein Subsid von 250 Fr. wird den
Eigenthümern der angekörten und speziell von
der Körungs-Commission bezeichneten Hengste be-
willigt, welche sich verpflichtet haben, diese Thiere
nur innerhalb der Gemeinde ihres Wohnsitzes
springen zu lassen.
Dieses Subsid wird aus eine Bescheinigung des
Schöffenkollegiums ausbezahlt, welche
darthut,
daß seit dem 1. Februar bis zum 30. Juni
einschließlich der Hengst, für den das
Subsid bewilligt worden, beständig innerhalb der
ressort de la commune du domicile du proprié-
taire à la disposition des habitants, et d'un cer-
tificat du vétérinaire du canton attestant égale-
ment la présence de l'étalon pendant la même
période en la dite commune à la disposition
des habitants et indiquant, en outre, le nombre
des juments saillies inscrites sur le registre
tenu en conformité de l'art. 15 du règlement
prévise.
La naturalisation est accor-
dée à M. Nicolas Max, cultivateur, demeurant
à Bertrange, né à Harsch, arrondissement de
Thionville, le 31 décembre 1 8 6 6 .
Mandons et ordonnons que la présente loi
soit insérée au Mémorial, pour être exécutée et
observée par tous ceux que la chose concerne,
Château de Berg, le 15 mai 1902.
Pour le Grand-Duc
Son Lieutenant-Représentant,
GUILLAUME,
Grand-Duc Héréditaire.
Le Ministre d'Etat, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Gesetz vom 15. Mai 1902, wodurch dem Hrn.
Nikolas M a x , Ackerer zu Bartringen, die
Naturalisation verliehen wird.
Wir
Adolph,
von Gottes Gnaden, Groß-
herzog von Luxemburg, Herzog von Nassau,
u., u., u.;
Nach Einsicht des Art. 10 der Verfassung, sowie
der Gesetze vom 12. November 1848 und 27.
Januar 1878, über die Naturalisationen;
Nach Anhörung Unseres Staatsrathes;
Mit Zustimmung der Kammer der Abgeordneten;
Nach Einsicht der Entscheidung der Abgeordne-
tenkammer vom 25. April 1902 und derjenigen
des Staatsrathes vom 2. Mai c, wonach eine
zweite Abstimmung nicht erfolgen wird;
Haben verordnet und verordnen
Einziger Artikel. Dem Hrn. Nikolas
Max,
Ackerer, wohnhaft zu Bartringen, geboren zu
Harsch, Bezirk Diedenhofen, am 31. Dezember
1866, wird hiermit die Naturalisation verliehen.
Befehlen und verordnen, daß dieses Gesetz in's
„Memorial" eingerückt werde, um von Allen, die
es betrifft, ausgeführt und befolgt zu werden.
Schloß Berg, den 15. Mai 1902.
Für den Großherzog
Dessen Statthalter,
Wilhelm,
Erbgroßherzog.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Datum der Annahme.
(Art. 8 des Gesetzes vom 12. November 1848.)
Die durch vorstehendes Gesetz dem Hrn. Johann
Adam
Jungbluth
verliehene Naturalisation
ist von diesem am 29. Mai 1902 angenommen
worden, wie dies aus einem am selben Tage
vom Hrn. Bürgermeister der Stadt Remich auf-
genommenen Protokolle, von welchem ein Auszug
bei der Justizabtheilung hinterlegt ist, hervorgeht.
Luxemburg, den 5. Juli 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Date de Pacte d'acceptation.
(Art. 8 de la loi du 12 novembre 1848.)
La naturalisation accordée par la loi publiée
ci-dessus a été acceptée le 26 juin 1902 par
M. Nicolas Max, ainsi qu'il résulte d'un procès-
verbal dressé le même jour par M. le bourg-
mestre de la commune de Bertrange et dont un
extrait a été déposé à la division de la justice.
Luxembourg, le 11 juillet 1902.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Datum der Annahme.
(Art, 8 des Gesetzes vom 12. November 1848.)
Die durch vorstehendes Gesetz dem Hrn. Nikolas
Max
verliehene Naturalisation ist von diesem
am 26. Juni 1902 angenommen worden, wie dies
aus einem am selben Tage vom Hrn. Bürger-
meister der Gemeinde Bartringen aufgenommenen
Protokolle, von welchem ein Auszug bei der
Justizabtheilung hinterlegt ist, hervorgeht.
Luxemburg, den 11. Juli 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Avis. — Brevets d'invention.
Les brevets d'invention ci-aprês ont été déli-
vrés pendant le mois de juin écoulé, en vertu
de la loi du 30 juin 1880, savoir
N° 4807. — 2 juin. — Nouveau système de
support de jalousies. — P.-A. Steil-Legras à
Bonnevoie.
N° 4808. — 5 juin. — Procédé de durcisse-
ment du fer. — J.-H. Knigge & J.-P. van Holt
à Ruhrort.
N° 4809. — 5 juin. — Machine à pulvériser
la glace. — L. Murat à Toulouse.
N° 4810. — 7 juin. — Dispositif pour fixer
les cintres de charpente. — A Loose à Hohen-
limbourg.
N° 4811. — 9 juin. — Pont de chauffe fumi-
vore. — R. Fricke et E. Herrmann à Berlin.
N° 4812. — 9 juin. — Brûleur à gaz pour
éclairage par incandescence et chauffage — P.
Lamure et P.-Ev. Mège à Bois Colombes (Seine).
N° 4813. — 9 juin. — Dispositif destiné à
augmenter le rendement des moteurs à gaz
pauvre fonctionnant par l'aspiration du piston
moteur. — M. Taylor à Paris.
N° 4814. — 11 juin.— Dispositif pour retenir
les manchettes dans les manches du vêtement.
— P. Jakobi à Bad Nauheim.
Bekanntmachung. — Erfindungspatente.
Nachstehende Erfindungspatente sind im Laufe
des verflossenen Monats Juni in Gemäßheit des
Gesetzes vom 30. Juni 1880, ertheilt worden.
Nr. 4807. — 2. Juni. — Neuartiges Lager
für Coulissenladen. — P. A. Steil-Legras in
Bonneweg.
Nr. 4808. — 5. Juni. — Verfahren zur här-
tenden Behandlung von Eisen. — J. H. Knigge
und J. P van Holt in Ruhrort.
Nr. 4809. — 5. Juni. — Maschine zum Pul-
verisiren von Eis. — L Murat in Toulouse.
Nr. 4810. — 7. Juni. — Bogenhalter zur
Befestigung von Lehrbögen. — A. Loose in
Hohenlimburg.
Nr. 4811. — 9. Juni. — Feuerbrücke mit
Rauchverbrennung. — R. Fricke und E. Herr-
mann in Berlin.
Nr. 4812. — 9. Juni. — Gasbrenner für
Glühlicht-Beleuchtung- und Heizung. — P. Lamure
und P. Ev. Mege in Bois Colombe (Seine).
Nr. 4813. — 9. Juni. — Vorrichtung zur Ver-
mehrung der Kraftleistung der Gasmotors durch
das Ansaugen des Treibkolbens. — M. Taylor
in Paris.
Nr. 4814. — 11. Juni. — Vorrichtung zum
Festhalten der Manschetten in den Aermeln der
Kleider. — P Jakobi in Bad Nauheim.
N° 4815. — 16 juin. — Machine rotative pou-
vant fonctionner avec ou sans organes de distri-
bution. (Certificat d'addition au n° 3446 du 27
décembre 1898.) -L.-J.-J.-B. Le Rond à Paris.
N° 4816 — 16 juin. — Etuve à vapeur pour
fourrage. — P. Hulscamp à Hollerich.
N° 4817. — 17 juin. — Vanne à air chaud
pour rechauffeurs
en pierres permettant le
remplacement, pendant la marche, d'une plaque
obturatrice endommagée. — Ant. Hebelka à
Coblence.
N° 4818. — 18 juin. — Machine motrice à
peigneurs pour laminoirs. — Hermann Ortmann
à Völklingen s./S.
N°4819. — 20 juin. — Rouleau isolateur.—
Gottlieb Holbein à Ulm s./D.
N° 4820. — 21 juin. — Fabrication d'alumi-
nium. — Walter Rubel et Nathan Bernstein à
Berlin.
N° 4821. — 21 juin. — Enveloppe protec-
trice pour bourrelets. — H. Kempchen à Ober-
hausen. (Prov. Rhén.)
N° 4822. — 23 juin. — Waggon-tampon. —
Ch Nœver à Berlin.
N° 4823. — 23 juin. — Procédé de fabrica-
tion d'un extrait de levure d'un bon goût sem-
blable à l'extrait de viande. — Obron Suppen-
extrakt-Gesellschaft à Munich.
N° 4824. — 23 juin. — Nouveau mode de
réunion du noyau isolant et du culot dans les
bougies d'allumage. — Alb. de Diou et G.
Bouton à Puteaux (Seine).
N° 4825. — 23 juin. — Distributeur compteur
de matières solides. — Compagnie Parisienne
d'Eclairage et de Chauffage par le gaz- à Paris.
N° 4826. — 23 juin. — Dispositif extensible
pour porter les paquets à la main ou pour les
attacher à la bicyclette, dénommé « Strapless ».
— Stanislas de Pless-Pol à Læken-Bruxelles.
N° 4827. — 25 juin. — Procédé de fabrica-
tion de briquettes réfractaires et de pierres ar-
tificielles etc. de sables, de graviers, de résidus
Nr. 4815. — 16. Juni. — Rotirende Ma-
schine mit oder ohne Distributionsorgane. (Zu-
satzpatent zu Nr. 3446 vom 27. Dezember 1898.)
L. J. J. B. Le Rond in Paris.
Nr. 4816. — 16. Juni. — Viehfutterdäm-
pfer. — P. H ü l s c a m p in Hollerich.
Nr. 4817. — 17. Juni. — Schütze mit er-
hitzter Gebläseluft für Aufwärmer aus Stein,
welche während des Ganges den Ersatz einer
beschädigten Ventilplatte erlaubt. — Ant. He-
belka in Coblenz.
Nr. 4818. — 18. Juni. — Kammwalzenge-
triebe für Walzwerke. — Hermann
Ortmann
in Völklingen a. d. S.
Nr. 4819. — 20. Juni. — Isolirende Rolle.
— Gottlieb
Holbein
in Ulm a. d. D.
Nr. 4820. — 21. Juni. — Herstellung von
Aluminium. —Walter
Rübel
und Nathan
Bernstein in Berlin.
Nr. 4821. — 21. Juni. — Wärmeschutzvor-
richtung für Flanschen. — H. Kempchen in
Oberhausen (RhId.).
Nr. 4822. — 23. Juni. — Schuhwagen für
Eisenbahazüge. — K. Noever in Berlin.
Nr. 4823. — 23. Juni. — Verfahren zur
Gewinnung eines dem Fleischextrakt an Wohlge-
schmack ähnlichen Extraktes aus Hefe ohne Selbst-
gährung. — O b r o n
Suppenextrakt-Ge-
sellschaft m. b. H. in München.
Nr. 4824. — 23. Juni. — Neuartige Ver-
bindung der Isolirhülse mit der Unterplatte in
den Zündkerzen für Explosionsmotore. — Alb.
de Diou und G. Bouton in Puteaux (Seine).
Nr. 4825. — 23. Juni. — Zähl- und Ver-
theilungsapparat für feste Stoffe. — Compagnie
Parisienne d'Eclairage et de chauffage par le
gaz in Paris.
Nr. 4826. — 23. Juni. — Dehnbarer Rie-
men zum Tragen von Handgepäck oder zur Be-
festigung desselben an Fahrräder gen. «Strapless».
— St. de Pless - Pol in Laeken-Brüssel.
Nr. 4827. — 25. Juni. — Verfahren zur
Herstellung wetterfester und verhütungsfähiger
Briketts aus Sand- oder mullartigen Erzen, Erz-
de minerais et de poussières de gueulard et
d'autres matières analogues. — J. Kœniger à
Cologne.
N° 4828. — 27 juin. — Procédé pour rendre
magnétiques et enrichir des minerais de fer de
moindre valeur. — Raymond Renard et Albert
Becker à Lipetsk (Russie).
N° 4829. — 27 juin. — Chaudière à retour de
flamme interne pour la cuisson de l'asphalte
coulé, du bitume en poudre, de l'asphalte, des
brais et autres matières similaires. — A. Bau-
mann à Paris.
N° 4830. — 30 juin. — Doublure changeable
pour pantalons. — Em. Stahl à Mulhouse (Als.).
N° 4831. — 30 juin. —Appareil compteur et
distributeur des tickets pour tramways. — M.
Thum, L. Weber et Ant. Goldberg à Genève.
N° 4832. —30 juin. — Sous-bras changeable.
— Ch. Rehn à Mulhouse (Als ).
N° 4833. — 30 juin. — Pelotte herniaire sans
ceinture ni courroie. — Alb. Schumacher à
Strasbourg.
N° 4834. — 30 juin. — Dispositif pour fendre
les pierres. — Aktieselskabet Bornholm Granit-
wœrk à Copenhague.
Ont été transférés
Le 6 juin 4902, le brevet n° 3814 du 11 no-
vembre 1899 — perfectionnements dans le trai-
tement des minerais de plomb et pour l'obten-
tion du plomb métallique — à la Société d'études
électro-chimiques, agissant au nom et pour le
compte du «Syndical de la métallurgie du
plomb » à Genève.
Le 26 juin 1902, le brevet n° 4629 du 13 dé-
cembre 1901 — machine à écrire — à « The
Modem Typewriter Company» à New-York
(E. U.).
Les brevets ci-après sont éteints pour défaut
de paiement de la taxe annuelle
N° 1985. — Procédé d'ozonisation par dé-
chargements directs entre déchargeurs conduc-
teurs.
rückständen, Hochofengichtstaub und andern dergl.
Materialien, sowie Kunststeine, u. —
J.
Koeni-
ger in Köln.
Nr. 4828. — 27. Juni. — Verfahren zum
Magnetisiren und Anreichern
minderwerthiger
Eisenerze. — Raymund R e n a r d u. Alb. Becker
in Lipetsk (Rußland).
Nr. 4829. — 27. Juni. — Kessel mit innerer
Rückflammung zum Kochen des Asphaltes, in
Pulver und gegossen, des Erdharzes, des Peches
und anderer ähnlichen Stoffen. — Ad.
Bau-
m a n n in Paris.
Nr. 4830. — 30. Juni. — Auswechselbares
Hosenfutter. — Em.
Stahl
in Mülhausen.
Nr. 4831. — 30. Juni. — Kontrollapparat
zur Ausgabe von Straßenbabnkarten. —
M .
T h u m , L. Weber und Ant. Goldberg in Genf.
Nr. 4832. — 30. Juni. — Auswechselbares
Schweißblatt. — K.
Rehn
in Mülhausen.
Nr. 4833. —
30. Juni. —
Bruch-Pelotte
ohne Guitel und ohne Riemen. — Alb. Schu-
macher in Straßburg.
Nr. 4834. —
30. Juni. — Anlage zum
Steinspalten. — Aktieselskabet
B o r n h o l m
Granitwaerk
in
Kopenhagen.
Es sind übertragen worden
Am 6. Juni 1902, das Patent Nr. 3814 vom
11. November 1899 — Verbesserungen in der
Behandlung von Bleierzen und der Gewinnung
des metallischen Bleies — an die Société d'études
électro-chimiques, handelnd im Namen und für
Rechnung des «Syndicat de Ia metallurgie du
plomb» in Genf.
Am 26. Juni 1902, das Patent Nr. 4629 vom
13. Dezember 1901 — Schreibmaschine — an
«The Modern Typewriter Company » in New-
York (V. St.).
Folgende
Erfindungspatente
sind
erloschen
mangels Entrichtung der jährlichen Gebühr
Nr. 1985. — Verfahren zur Ozonbildung durch
direkte, dunkle Entladungen zwischen leitenden Ent-
ladern.
N° 2262.— Perfectionnements dans les jantes
en bois ou autre matière analogue avec ban-
dages pneumatiques pour roues de cycles et de
véhicules en général.
N° 2774. — Transmission de mouvement dif-
férentielle.
N° 3131. — Verre de lampe avec enveloppe
de sûreté.
N° 3139. — Procédé et appareil pour réduire
les combustibles liquides.
N° 3142. — Procédé de construction de mu-
seaux de tuyère, etc.
N° 3146 et 3147. — Procédé de production
de la lumière électrique incandescente.
N° 3514. — Revêtement réfractaire pour
cheminées.
N° 3534. — Fauteuil pliant.
N° 3540. — Produit industriel nouveau tiré
de la moëlle végétale pouvant servir de garni-
ture de véhicule pour liquides etc.
N° 3926. — Marchepied fixé aux roues de
devant pour monter sur le siège des voitures.
N° 3935. — Joint de rail.
N° 4306. — Appareil pour arrêter les trains
de chemins de fer.
N° 4308. — Innovation aux appareils à air
chaud.
N° 4311. — Tourne-notes.
N° 4312. — Innovation aux commutateurs
pour traction électrique à conduite aérienne.
N° 4313. — Roue élastique à jante rigide.
N° 4318. — Outil pour enlever les mauvaises
herbes avec les racines.
N° 4319. — Dispositif permettant d'augmen-
ter momentanément la production de force à
l'aide d'une source d'électricité relativement
faible.
N° 4320. — Turbine.
N° 4323. — Appareil pour humecter le gaz.
N° 4330. — Appareil pour compter les pièces
d'argent, disques, jetons, etc.
Nr. 2262. — Verbesserungen an den Felgen
aus Holz oder andern ähnlichen Stoffen mit
pneumatischen Bändern fur Räder jeglicher Ve-
hikel.
Nr. 2774. — Differenzial-Bewegungsübertrag-
ung.
Nr. 3131. — Lampenchlinder mit SchutzhüIse.
Nr. 3139. — Verfahren und Apparat zum
Zerstäuben von flüssigem Brennstoff.
Nr. 3142. — Verfahren zur Herstellung von
Rüsseln fur Windformen und dgl.
Nr. 3146 und 3147. — Verfahren zur Erzeugung
von elektrischem Glühlicht.
Nr. 3514. — Feuerschutzfutter in Kaminen.
Nr. 3534. — Klappsessel für Theater.
Nr. 3540. — Herstellung eines aus Pflanzen-
mark gewonnenen Produktes als Dichtungsmittel
zur Uebertragung von Flüssigkeiten und dgl.
Nr. 3926 — Festliegender Auftritt am Vor-
deirade für den Kutschersitz.
Nr. 3935. — Schienenstoß-Verbindung.
Nr. 4306. — Vorrichtung zum Anhalten von
Eisenbahnzügen.
Nr. 4308. — Neuerung an Winderhitzern.
Nr. 4311. — Notenblattwender.
Nr. 4312. — Neuerung an Stromabnehmern
für elektrische Bahnen mit oberirdischer Strom-
zuführung.
Nr. 4313. — Elastisches Rad mit steifen Felgen.
Nr. 4318. — Geräth zum Ausheben von Un-
kraut mit der Wurzel.
Nr. 4319. — Einrichtung zur Erzeugung einer
erhöhten aber nur kurze Zeit dauernden Arbeits-
leistung mit Hülfe einer verhältnißmäßig schwachen
Elektricitätsquelle.
Nr. 4320. — Stromkraftmaschine.
Nr. 4323. — Vorrichtung zum Anfeuchten
von Gas.
Nr. 4330. — Apparat zum Zählen von Geld-
stücken, Zahlmarken u. dergl.
Arrêté du 9 juillet 1902, portant reconnaissance
légale et approbation des statuts de la Société
mutualiste d'assurance contre la mortalité du
bétail de Weiler-la-Tour.
LE MINISTRE D'ÉTAT, PRESIDENT
DU GOUVERNEMENT ;
Vu la demande en reconnaissance légale pré-
sentée par Ja Société mutualiste d'assurance
contre la mortalité du bétail de Weiler-la-
Tour, ensemble les statuts de cette société ;
Vu l'avis émis le 11 mars 1902 par l'adminis-
tration communale de Weiler-la-Tour ;
Vu l'avis de la Commission supérieure d'en-
couragement des sociétés de secours mutuels
en date du 15 juin 1902 ;
Vu la loi du 11 juillet 1891 et l'arrêté grand-
ducal du 22 du même mois ;
Attendu que les statuts de ladite societé sont
en concordance avec les dispositions des lois
et règlements ;
Attendu que les recettes assurées de ta même
société paraissent suffisantes pour faire face à
ses dépenses obligatoires ;
Arrête
Sont admis à concourir pour les
primes mentionnées sous les nos 1 à 4 inclus de
l'art 1er ci-dessus tous les étalons indistincte-
ment ayant servi à la monte pendant l'année
courante.
Ils doivent toutefois être présentés au chef-
lieu de l'arrondissement du domicile de leur
propriétaire, à moins que celui-ci n'ait déplacé
son entier pour la desserte des juments dans
une autre circonscription.
Zum Concurse um die unter Nr. 1
bis 4 der im Art. 1 erwähnten Prämien werden
alle Hengste ohne Unterschied zugelassen, welche
zur Beschälung während des Jahres gedient
haben.
Dieselben müssen jedoch im Hauptort des Be-
zirks, in welchem sich das Domizil ihres Eigen-
thumers befindet, vorgeführt werden, es sei denn,
daß letzterer seinen Hengst zur Bedeckung der
Stuten in einen andern Bezirk verlegt habe
Les propriétaires des étalons amenés
au concours pour les primes doivent produire
un certificat délivré par le collège des bourg-
mestre et échevins de la commune de leur do-
micile, constatant que ces reproducteurs ont
servi à la monte publique et indiquant le nom-
bre des juments saillies depuis leur dernière
admission.
Die Eigenthümer der zum Prämien-
Concurs vorgeführten Beschäler mussen eine vom
Schöffencollegium ihres Wohnsitzes ausgestellte
Bescheinigung vorzeigen, aus welcher hervorgeht,
daß diese Hengste zur öffentlichen Beschälung
gedient, und wieviele Stuten sie seit ihrer letzten
Ankörung bedeckt haben.
Les étalons et les juments primés
seront marqués sous la crinière gauche d'un A
couronné.
Den prämirten Hengsten und Stuten
wird unter der linken Mähne ein gekröntes A
eingebrannt
Sont admises au concours pour les
primes mentionnées sous le n° 5 de l'art 1er
ci-dessus, toutes les juments du pays âgées de
quatre ans au moins et suivies de leur poulain
de l'année ou né en 1901.
Les propriétaires des juments présentées au
concours doivent être porteurs d'un certificat
delivré par le collège des bourgmestre et éche-
vins de la commune de leur domicile, conte-
nant le signalement de la jument et attestant
qu'elle est la propriété de celui qui en demande
la réception.
Les poulains doivent être issus d'un étalon
admis pour la monte dans le Grand-Duché.
Gemeinde des Wohnsitzes des Eigenthümers zur
Verfügung der Einwohner gestanden hat ; außer-
dem ist ein Attest des Kantonal-Thierarztes
darüber beizubringen, daß der Hengst während
der nämlichen Zeit in derselben Gemeinde an-
wesend und zur Verfugung der Einwohner war; die
Zahl der bedeckten, in das gemäß Art. 15 oben-
erwähnten Reglementes geführte Register einge-
tragenen Stuten ist in diesem Atteste anzugeben.
Zum Concurse für die unter Nr. 5 des
Art. 1 erwähnten Prämien werden alle wenigstens
vier Jahre alten Stuten des Landes zugelassen,
welche von ihrem Füllen des Jahres oder dem
während 1901 geworfenen Füllen begleitet sind.
Die Eigenthümer der zum Concurse vorgeführten
Stuten müssen Inhaber einer vom Schoffencolle-
gium der Gemeinde ihres Wohnsitzes ausgestellten
Bescheinigung sein, welche das Signalement der
Stute angibt und erklärt, daß sie Eigenthum des-
jenigen ist, welcher ihre Zulassung nachsucht.
Die Füllen müssen ebenfalls von einem zur
Beschälung im Großherzogthum angekörten Hengste
herstammen.
Cette dernière condition n'est toutefois pas
applicable aux juments pleines introduites de
l'étranger après le temps de la monte, lorsque
leur origine est attestée par des certificats de
l'autorité de la commune d'où elles proviennent
et de celle du Grand-Duché dans laquelle elles
sont introduites, et qu'elles n'ont pas été ven-
dues par les soins du Gouvernement.
La naissance du poulain est justifiée par un
certificat du collège des bourgmestre et éche-
vins de la commune du domicile au proprié-
taire. Ce certificat doit contenir le signalement
du poulain.
Il est également produit un certificat du pro-
priétaire de l'étalon pour attester que la jument
présentée au concours a été réellement saillie
par un étalon admis pour la monte dans le
Grand-Duché.
Les primes décernées aux proprié-
taires des plus beaux étalons et des plus belles
juments sont payées immédiatement après le
concours, sur le vu du procès-verbal de la
commission chargée de les décerner et contre
une quittance à fournir par la partie prenante.
Die den Besitzern der schönsten Hengste
sowie der schönsten Stuten zuerkannten Prämien
werden sogleich nach dem Concurse auf Sicht des
Protokolles der mit der Zuerkennung beauftragten
Commission und gegen eine vom Bezieher aus-
gestellte Quittung ausgezahlt.
Il sera mis aux tins ci-dessus entre
les mains de M. J.-P.-J. Koltz, secrétaire de la
Commission d'agriculture à Luxembourg, une
somme de 23,350 fr., à charge par lui de rendre
compte de l'emploi de ces fonds avant la fin de
l'année courante. Cette somme sera ordonnan-
cée immédiatement au profit de M. Koltz et impu-
tée sur l'art. 156 du budget de l'exercice 1902.
Zu vorerwähntem Zwecke wird Hrn.
J P. J Koltz, Sekretär der Ackerbau-Commission
zu Luxemburg, eine Summe von 23,350 Franken,
worüber derselbe vor Ablauf des Jahres 1902
Rechnung ablegen wird, zur Verfügung gestellt.
Diese Summe soll sofort an gen. Hrn. Koltz
zur Zahlung angewiesen und auf Art. 156 des
Ausgabenbüdgets von 1902 verrechnet werden.
Le présent arrêté sera inséré au Mé-
morial, il sera en outre publié et affiché dans
toutes les communes du Grand-Duché, et les
autorités communales sont invitées à en infor-
mer spécialement les propriétaires ou déten-
teurs des étalons admis.
Luxembourg, le 12 juillet 1902.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Jedoch ist letztere Bedingung nicht anwendbar
auf trächtige, nach der Beschälzeit aus dem Aus-
lande eingeführte Stuten, falls deren Herkunft
durch Bescheinigung der Ortsbebörde der Ge-
meinde dieser Herkunft und derjenigen des Groß-
herzogthums, in welche sie eingeführt worden,
nachgewiesen wird, und falls dieselben nicht auf
Anstehen der Regierung verkauft worden.
Die Geburt des Füllens wird durch eine Be-
scheinigung des Schoffencollegiums der Gemeinde
des Wohnsitzes des Eigenthümers nachgewiesen.
Diese Bescheinigung muß das Signalement des
Füllens enthalten.
Auch muß eine Bescheinigung des Eigenthümers
des Hengstes beigebracht werden, als Nachweis,
daß die Zum Concurs vorgeführte Stufe wirklich
durch einen zur Beschälung im Großherzogthum
angekörten Hengst bedeckt worden ist.
Gegenwärtiger Beschluß soll in's „Me-
morial" eingerückt und überdies in allen Ge-
meinden des Grosßherzogthums angeschlagen werden.
Die Gemeindebehörden werden zugleich ersucht,
die Eigenthümer und Inhaber von angekörten
Hengsten davon in Kenntniß zu setzen.
Luxemburg, den 12. Juli 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Luxembourg Imprimerie de la Cour. V BUCK.
La naturalisation est accor-
dée à M. Jean-Adam Jungbluth, cabaretier et
couvreur en ardoises, demeurant à Remich, né
dans la même localité le 6 avril 1852.
Mandons et ordonnons que la présente loi
soit insérée au Mémorial, pour être exécutée et
observée par tous ceux que la chose concerne.
Château de Berg, le 15 mai 1902.
Pour le Grand-Duc
Son Lieutenant-Représentant,
GUILLAUME,
Grand-Duc Héréditaire.
Le Ministre d'État, President
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Gesetz vom 15. Mai 1902, wodurch dem Hrn.
Johann
Adam
Jungbluth,
Gaftwirth
und Schieferbeder in Remich, die Naturali-
sation verliehen wird.
Wir Adolph, von Gottes Gnaden, Groß-
herzog von Luxemburg, Herzog von Nassau,
u., u., u. ;
Nach Einsicht des Art. 10 der Verfassung, sowie
der Gesetze vom 12. November 1848 und 27. Januar
1878, über die Naturalisationen ;
Nach Anhörung Unseres Staatsrathes;
Mit Zustimmung der Kammer der Abgeordneten ;
Nach Einsicht der Entscheidung der Abgeordne-
tenkammer vom 25 April 1902, und derjenigen
des Staatsrathes vom 2. Mai ct., wonach eine
zweite Abstimmung nicht erfolgen wird ;
Haben verordnet und verordnen
Einziger Artikel. Dem Hrn. Johann Adam
Jungbluth,
Gastwirth
und
Schieferbecker,
wohnhaft zu Remich und daselbst geboren am
6. April 1852, wird die Naturalisation verliehen.
BefehIen und verordnen, daß dieses Gesetz in's
„Memorial" eingerückt werde, um von Allen, die
es betrifft, ausgeführt und befolgt zu werden.
Schloß Berg, den 15. Mai 1902.
Fur den Großherzog;
Dessen Statthalter,
Wilhelm,
Erbgroßherzog.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
EYSCHEN.
Memorial
Date de l'acte d'acceptation.
(Art. 8 de la loi du 12 novembre 1848.)
La naturalisation accordée par la loi publiée
ci-dessus a été acceptée le 29 mai 1902 par
M. Jean-Adam Jungbluth, ainsi qu'il résulte d'un
procès-verbal dressé le même jour par M. le
bourgmestre de la ville de Remich et dont un
extrait a été déposé à la division de la justice.
Luxembourg, le 5 juillet 1902
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Loi du 15 mai 1902, accordant la naturalisation
à M. Nicolas Max, cultivateur à Bertrange.
Nous ADOLPHE, par la grâce de Dieu,
Grand-Duc de Luxembourg. Duc de Nassau,
etc., etc., etc ;
Vu l'art. 10 de la Constitution et les lois des
12 novembre 1848 et 27 janvier 1878, sur les
naturalisations ;
Notre Conseil d'Etat entendu ;
De l'assentiment de la Chambre des députés ;
Vu la décision de la Chambre des deputés
du 25 avril 1902 et celle du Conseil d'Etat du
2 mai ct., portant qu'il n'y a pas lieu à second
vote;
Avons ordonné et ordonnons