Großherzogthums Luxemburg.
Table des dispositions (43)
Texte législatif (43 Articles)
des
Großherzogthums Luxemburg.
DU
GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG.
Erster Theil.
Acte der Gesetzgebung
und der allgemeinen Verwaltung.
PREMIÈRE PARTIE
ACTES LEGISLATIFS
ET D'ADMINISTRATION GÉNÉRALE.
Dinstag, 2. Dezember 1856.
MARDI, 2 décembre 1856.
König-Großherzogl. Verordnung über die Ver-
kündigung des Bundes-Beschlusses gegen
die Mißbräuche der Presse.
Wir
Wilhelm
III, von Gottes
Gnaden,
König der Niederlande, Prinz von Oranien-Nassau,
Großherzog von Luxemburg, u., u., u.
Haben;
Nach Einsicht des Beschlusses der hohen Deut-
schen Bundes-Versammlung vom 6. Juli 1854,
durch welchen allgemeine Verfügungen zur Ver-
hinderung des Mißbrauches der Presse festgestellt
sind;
Nach Einsicht des Art. 1 der Verfassung;
Auf den Bericht Unsers General-Administra-
tors der auswärtigen Angelegenheiten, Präsiden-
ten des Conseils;
Verordnet und verordnen
Der Beschluß der hohen Deutschen Bundes-
Versammlung vom 6. Juli 1854, durch welchen
allgemeine Bestimmungen zur Verhinderung des
Mißbrauchs der Preßfreiheit festgesetzt sind, soll als
Auszug aus den Sitzungs-Protokollen der Bun-
des-Versammlung, von Unserm General-Admi-
Ordonnance royale grand-ducale portant promul-
gation de la résolution fédérale contre les
abus de la presse.
Nous GUILLAUME
III, par la grâce de Dieu,
Roi des Pays-Bas, Prince d'Orange Nassau, Grand-
Duc de Luxembourg, etc., etc., etc.
Vu la résolution de la haute Diète germanique du
6 juillet 1854, portant des dispositions générales
pour obvier à l'abus de la liberté de la presse;
Vu l'article 1er de la Constitution;
Sur le rapport de Notre Administrateur-général
des affaires étrangères, Président du Conseil,
Avons ordonné et ordonnons
La résolution de la haute Diète germanique du
6 juillet 1854, portant des dispositions générales
pour obvier à l'abus de la liberté de la presse, sera
publiée par la voie du Mémorial, sur extrait du
protocole des séances de la Diète, certifié conforme
Memorial
N°. 30.
I.
nistrator der auswärtigen Angelegenheiten be-
glaubigt, durch das Memorial bekannt gemacht
weiden, um in Unserm Großherzogthum verbind-
liche Kraft zu erhalten um von Allen, welche
es angeht, befolgt und vollzogen zu werden.
Die in den §§ 2 und 3 des
Bundes-Be-
schlusses erwähnten persönlichen Concessionen
(obrigkeitlichen Bewilligungen) werden ertheilt
und zurückgezogen durch Unseren General-Admi-
nistrator der Justiz, nachdem das Conseil der
General-Administratoren darüber berathen hat.
Derselbe General-Administrator erläßt die im
zweiten Absah des § 2 des
Bundesbeschlusses
vorgesehenen Verwarnungen.
Les autorisations et concessions mentionnées aux
§§ 2 et 3 de la résolution fédérale susvisée seront ac-
cordées et révoquées par Notre Administrateur-gé-
néral de la justice, après que le Conseil des Admi-
nistrateurs-généraux en aura délibéré.
Le même fonctionnaire donnera les avertissements
prévus au deuxième alinéa du § 2 de la résolution
fédérale.
Der Beschluß der hohen Deutschen Bundes-
Versammlung vom 13. Juli 1854 über das
Vereinswesen soll als Auszug aus den Sitzungs-
Protokollen
der
Bundes-Versammlung,
von
Unserm vorgenannten General-Administrator und
Präsidenten beglaubigt, durch das Memorial be-
kannt gemacht werden, um in Unserm Großher-
zonthum verbindliche Kraft zu erhalten und von
Allen, die es angeht, befolgt und vollzogen zu
werden.
La résolution de la haute Diète germanique, du
18 juillet 1854, sur les associations, sera publiée
par la voie du Mémorial, sur extrait du protocole
des séances de la Diète, certifié conforme par Notre
susdit Administrateur-général, Président, pour avoir
force obligatoire dans Notre Grand-Duché et pour
être observée et exécutée par tous ceux que la chose
concerne.
Jeder Verein von mehr als zwanzig Personen,
der zum Zwecke hat, sich alle Tage oder an
gewissen Tagen zu versammeln, muß binnen
einem Monate semer Entstehung, Unserem Ge-
neral-Administrator der Justiz davon schriftlich
Anzeige machen, unter Bezeichnung des Vorstan-
des und unter Vorlage der Statuten und des
Verzeichnisses seiner Mitglieder.
Die bereits bestehenden Gesellschaften oder
Vereine sind verpflichet. Unserem General-Admi-
nistrator der Justiz dieselben Nachweisungen bin-
nen einem Monat nach der Veröffentlichung des
gegenwärtigen Beschlusses zu geben.
Toute association de plus de vingt personnes,
dont le but sera de se réunir tous les jours ou à
certains jours, devra, dans le mois de sa formation,
en donner, par écrit, avis à Notre Administrateur-
général de la justice, avec indication de ses admi-
nistrateurs, et en y joignant ses statuts ainsi que la
liste nominative de ses membres.
Les sociétés ou associations actuellement existan-
tes sont tenues de transmettre les mêmes renseigne-
ments à Notre Administrateur-général de la justice,
dans le mois de la publication du présent arrêté.
Unsere General-Administratoren sind, Jeder
so weit es ihn betrifft, mit der Vollziedung die-
ser Verordnung beauftragt, welche nebst dem vor-
erwähnten Beschluß der hoden Deutschen Bun-
des-Versammlung in das Memorial eingerückt
werden soll, um vom Augenblicke dieser Ein-
rückung an zur Vollziehung zu kommen.
Gegeben zu Walferdingen, den 1. Dezem-
ber 1856.
Für den König-Großkerzog
Dessen Statthalter im Großherzogthum,
Heinrich,
Der Gen.-Adm. der
Prinz der Niederlande,
ausw. Angelegenh.,
Durch den Prinzen,
Präsid. des Conseils,
Der Sekretär,
Simons.
G. d'Olimart
par Notre Administrateur-général des affaires étran-
gères, pour avoir force obligatoire dans Notre
Grand-Duché, et pour être observée et exécutée par
tous ceux que la chose concerne.
Nos Administrateurs-généraux sont chargés, cha-
cun en ce qui le concerne, de l'exécution de la pré-
sente ordonnance, qui sera insérée au Mémorial
avec la résolution prémentionnée de la haute Diète
germanique, pour être exécutoire à dater de son
insertion.
Donné à Walferdange, le 1er décembre 1856.
Pour le Roi Grand-Duc
Son Lieutenant-Représentant dans le
Grand-Duché,
HENRI,
PRINCE DES PAYS-BAS.
L'Administ.-général des
Par le Prince
affaires
étrangères
,
Le Secrétaire,
Président du Conseil,
G. D'OLIMART.
SIMONS.
Auszug aus dem Protokoll der Bundesversammlung, zwanzigste Sitzung,
§ 213, vom 6. Juli 1854.
Beschluß.
Unter Vorbehalt der Befugniß der höchsten und hohen Bundesregierungen, nach Bedürfniß
eingreifendere Anordnungen zu treffen, werden nachstehende allgemeine B e s t i m m u n g e n zur
Verhinderung
des M i ß b r a u c h s der Presse festgesetzt
§ 1.
Alles was durch gegenwärtigen Bundesbeschluß
in Bezug auf Druckschriften angeordnet
wird, findet nicht blos auf Erzeugnisse der Buchdruckerpresse, sondern auch auf alle anderen
durch mechanische Mittel vorgenommenen Vervielfältigungen von Schuften und bildlichen Dar-
stellungen seine Anwendung.
§ 2.
Zur Ausübung des Gewerbes eines Buch- oder Steindruckers, Buch- oder Kunsthändlers,
Antiquare, Inhabers einer Leihbibliothek oder eines Lesecabinets und Verkäufers von Zeitungen,
Flugschriften und bildlichen Darstellungen soll in allen Bundesstaaten die Erlangung einer be-
sonderen persönlichen Concession (obrigkeitlichen Bewilligung) ersorderlich und nur denjenigen
Gewerbetreibenden, welche eine solche Concession (obrigkeitliche Bewilligung) erlangt haben,
die Erzeugung von Druckschriften und der gewerbsmäßige Verkehr mit denselben, nach Maß-
gabe der Concession (obrigkeitlichen Bewilligung), gestattet sein.
Die Einziehung der Concession (obrigkeitlichen Bewilligung) im Falle des Mißbrauchs des
Gewerbebetriebes kann nicht nur in Folge gerichtlicher Verurtheilung, sondern auch auf admi-
nistrativem Wege erfolgen; auf letzterem jedoch nur dann, wenn nach vorausgegangener wieder-
holter schriftlicher Verwarnung oder, nach erfolgter gerichtlicher Bestrafung die vorerwähnten
Gewerbetreibenden ihre Beschäftigung beharrlich zur Verbreitung von strafbaren, insonderheit
staatsgesährlichen Druck chriften mißbrauchen.
Concessionen, welche in widerruflicher Weise ertheilt sind, können auch ohne derartige vor-
hergegangene Einschreitungen auf administrativem Wege eingezogen werden.
§ 3.
Nur mit obrigkeitlicher Erlaubniß und innerhalb der Grenzen derselben darf mit Druckschriften
hausirt und dürfen dieselben an öffentlichen Orten ausgestreut, angeboten, verthellt oder auge-
schlagen werden.
Diese Erlanbniß kann jederzeit zurückgenommen werden.
§ 4.
Auf jeder im Bundesgebiete erscheinenden Druckschrift muß der Name und Wohnort des
Druckers, und, wenn dieselbe für den Buchhandel oder zur öffentlichen Verbreitung auf an-
derem Wege bestimmt ist, auch der Name und Wobnort desjenigen, bei dem die Druckschrift
als Verlags- oder Commissionsartikel erscheint, oder beim Selbstvertriebe der Name und Wohnort
des Versassers oder Herausgebers genannt sein.
§ 5.
Von jeder die Presse verlassenden Druckschrist soll vor deren Ausgabe, oder mindestens sobald
die Austheilung oder Versendung beginnt, ein Exemplar der von der Landesregierung dazu
bestimmten Behörde überreicht werden.
Es ist den einzelnen Bundesregierungen überlassen, Druckschriften, welche zwanzig Druckbogen
und darüber stark sind, von dieser Bestimmung auszunehmen und die Zeitfristen der Ueber-
reichung dem Zwecke entsprechend festzusitzen.
§ 6.
Von der Erfüllung der in den §§ 4 und 5 enthaltenen Vorschriften sind blos die den Bedürf-
nissen des Verkehrs oder des geselligen Lebens dienenden Drucksachen, als Formulare, Etiquetten,
Visitenkarten und ähnliche diesen gleich zu achtende kleinere Preßerzeugnisse auszunehmen.
§ 7.
Für jede im Bundesgebiete erscheinende periodische Druckschrift (Zeitung, Zeitschrift) muß
ein für deren ganzen Inhalt verantirostlicher Redacteur bestellt und dessen Name auf jedem
Blatte oder Hefte (Nummer) genannt sein. Eine Ausnahme von diesem Grundsatze ist nur
bezuglich jeuer Zeitschriften zulässig, welche alle politischen und socialen Fragen von der Be-
sprechung ausschließen.
Der verantwortliche Redacteur einer periodischen Druckschrift muß unbedingt dispositionsfähig.
sein, im Genusse der staats bürgerlichen Recht sich befinden und bei Zeitschriften, welche nicht
blos wissenschaftlichen, artistischen oder techaschen Inhalts sind, in dem Staatsgebiete, in
welchem die Druckschrift erscheint, seinen regelmäßigen Wohnsitz haben.
Die Redaction von Zeitschriften wissenschaftlichen, technischen oder artistischen Inhalts kann
indessen ausnahmsweise von den Landesregierungen auch Personen gestattet werden, welche die
vorbezeichneten Eigenschaften, namentlich die Disposinonsfähigkeit nicht besitzen.
Personen, welche sich in Straf- oder Untersuchungshaft befinden, kann während der Dauer
der Halt die Führung der verantwortlichen Redaction untersagt werden.
§ 9.
Für jede im Bundesgebiete erscheinende periodische Druckschrift muß eine Cantion bestellt
werden. Von dieser Verpflichtung können nach dem Ermessen der einzelnen Bundesregierungen
nur amtliche und solche Blätter befreit werden, welche alle politischen und socialen Fragen von
der Besprechung ausschließen.
§ 10.
Die Cantion, für eine periodisch erscheirende Druckschrift soll in der Regel 5000 Thaler
Preußisch Courant, beziehungsweise
Gulden rhemich betragen. Es bleibt jedoch den
einzelnen Bundesregierungen anbeimargeben, die Caut onssumme, unter Berücksichtigung der
Bevölkerungs- und Vermögensverbältnisse der Verlagsorte und ihrer nächsten Umgebung, so
wie der Zeitabschnitte des Erscheinens der Druckschriften, auf geringere Beträge festzustellen.
Bei Zeitschriften, welche wöchentlich öfter als dreimal erscheinen, kann aber dabei nicht unter
1000 Thaler Preußisch Courant, beziehungsweise 1600 Gulden rheinisch, bei solchen, die drei-
mal, oder weniger als dreimal wöchentlich erscheinen, nicht unter 500 Thaler Preußisch Cou-
rant, beziehungsweise 800 Gulden rheinisch herabgegangen werden.
§ 11.
Die Caution hat für alle aus Anlaß der Druckschrift, für welche sie bestellt worden ist,
zuerkannten Strafen, dann für die Kosten der Untersuchung und der Strafvollstreckung, ohne
Rücksicht auf die Person des Verurtheilten, zu
haften.
Jede Caution ist im Falle eingetretener Verminderung derselben spätestens in vier Wochen
wieder auf den vollen Betrag zu ergänzen.
§ 12.
Die Herausgabe einer cautionspflichtigen Druckschrift darf erst dann erfolgen, wenn die
Bedingungen, an welche das Recht hierzu geknüpft ist, vollständig erfüllt sind.
§ 13.
Jede periodische Druckschrift, welche Anzeigen aufnimmt, soll von den öffentlichen Behörden
zur Kundmachung amtlicher Erlasse gegen Vergütung der üblichen Einrückungsgebühren, in so
weit nickt nach den Landesgesetzen die unentgeltliche Aufnahme gefordert werden kann, in An-
spruch genommen werden können.
§ 14.
Gerichtliche Entscheidungen und amtliche Verwarnungen, welche aus Anlaß einer periodischen
Druckschrift erlassen worden sind, müssen von dem Herausgeber derselben ans Anordnung der
zuständigen inländischen Behörde unentgeltlich und ohne Zusätze und Bemerkungen eingerückt
werden.
Sind derartige Entscheidungen durch Ehrenverletzungen veranlaßt, so sind die Betheiligten
befugt, deren Veröffentlichung zu beantragen, und es hat das Gericht über Zulässigkeit des
Antrags zu entscheiden und dessen Vollzug festzusetzen.
Für amtliche oder amtlich beglaubigte Berichtigungen oder Widerlegungen in einer periodischen
Druckschrift vorgebrachter Thatsachen soll der betheiligten Behörde oder Privatperson mindestens
der Raum des Artikels, der zu der Entgegnung Anlaß bot, kostenfrei und in einer der beiden
nächsten nach erfolgter Aufforderung erscheinenden Nummeru zur Verfügung gestellt werden.
§ 15.
Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen der vorhergehenden Paragraphen, namentlich
wissentlich falsche Angaben in Erfüllung der in den §§ 4 und 7 enthaltenen Vorschriften, sind
mit angemessener Strafe
zu
bedrohen.
§ 16.
In allen Bundesstaaten muß der Mißbrauch der Presse durch Aufforderung, Anreizung oder
Verleitung zu Handlungen, welche durch die allgemeinen Strafgesetze verboten sind, mit ent-
sprechender Strafe bedroht sein.
Insbesondere muß durch die Strafgesetzgebung Vorsorge getroffen werden für die Fälle der
Aufforderung, Anreizung oder Verleitung
zum Hoch- und Landesverrathe und zum Aufruhr, sowie der Militärpersonen oder Beamten
zum Treubruche oder Ungehorsam;
zur Widersetzung oder zum gewaltsamen Widerstande gegen die Obrigkeit, zu
Gewaltthätig-
feiten, zu ungesetzlichen Versammlungen oder Zusammenrottungen, zu ungesetzlicher Bewaffnung;
zum Ungehorsam gegen die Gesetze und gegen Anordnungen der Obrigkeit, zur Verweigerung
der Zahlung von Steuern, zu verbotenen Geldsammlungen;
zu Angriffen auf das Eigenthum oder auf die persönliche Sicherheit.
Die Strafbarkeit solcher durch die Presse begangenen Handlungen soll auch dann eintreten,
wenn die Aufforderung ohne Zusammenhang mit einer anderen verbrecherischen Handlung steht
und ohne Erfolg geblieben ist.
§ 17.
Die Strafgesetzgebung jedes Bundesstaates hat gegen nachfolgende Angriffe durch die Presse
ausreichenden Schutz zu gewähren und solche mit angemessenen Strafen zu bedrohen
Angriffe auf die Religion oder auf die Lehren, Gebräuche und Gegenstände der Verehrung
einer anerkannten Religionsgesellschaft;
Angriffe auf die Grundlagen des Staates und der Staatseinrichtungen, auf die letzteren
selbst, auf die Anordnungen der Obrigkeit, auf die zur Handhabung derselben berufenen Per-
sonen, die Beleidigungen der letzteren, der Regierungen und des Oberhauptes eines fremden
Staates.
Als strafbarer Angriff ist jeder anzusehen, welcher durch Kundgabe erdichteter, oder entstellter
Thaxsachen, oder durch die Form der Darstellung den Gegenstand des Angriffs dem Hasse oder
der Mißachtung auszusetzen geeignet ist.
§ 18.
Alle in den §§ 16 und 17 bezeichneten Handlungen sollen entweder von Amtswegen oder auf
Antrag verfolgt und bestraft werden, sie mögen gegen die Staatseinrichtungen, Maßregeln,
Behörden oder Personen des Staates, in welchem die Druckschrift erschienen, oder eines ande-
ren Bundesstaates gerichtet sein.
Beleidigungen des Oberhauptes eines auswärtigen Staates sollen verfolgt und bestraft werden,
in so weit der auswärtige Staat den Grundsatz der Gegenseitigkeit angenommen hat.
§ 19.
Die Strafen wegen Uebertretung preßpolizeilicher Vorschriften oder der von den competenten
Behörden erlassenen besonderen Verbote sind, abgesehen von den durch den Inhalt der Druck-
schrift etwa sonst verwirkten Strafen, zu erkennen.
§ 20.
Für die durch den Inhalt einer Druckschrift begangenen strafbaren Handlungen ist Jeder
verantwortlich zu erachten, welcher nach allgemein strafrechtlichen Grundsätzen als Urheber oder
Theilnehmer strafbar erscheint.
Der Drucker, Verleger oder Commissionär (im engeren Sinne, d. h. derjenige, welcher ohne
Namhaftmachung eines Verlegers auf der Schrift als die Person benannt ist, durch welche der
Vertrieb besorgt wird), in so fern sie nicht als Urheber oder Theilnehmer ohnedieß zur Strafe
gezogen werden, sind mit angemessenen Geld- oder Gefängnißstrafen auch für die Fälle zu
bedrohen,
wo der Verfasser nicht genannt,
oder nicht im Bereiche der Gerichtsbarkeit eines deutschen Bundesstaates ist,
oder wo eine Uebertretung preßpolizeilicher Bestimmungen verübt wurde.
Dieselben können von der deßfallsigen Haftung nach dem Ermessen der einzelnen Bundes-
regierungen nur dann befreit werden, wenn sie bei der ersten verantwortlichen Vernehmung
den Autor benennen und dieser sich im Bundesgebiete befindet.
Der verantwortliche Redacteur einer periodischen Druckschrift ist wegen des strafbaren In-
haltes derselben in jenen Ausnahmsfällen, wo er nicht als Urheber oder Theilnedmer zur
Strafe gezogen werden kann, mit einer besonderen Geld- oder Gefängnißstrafe zu bedrohen.
Wenn Druckschriften den Thatbestand einer strafbaren Handlung enthalten, so ist auf ihre
Unterdrückung oder Vernichtung zu erkennen, auch wenn die Verurtheilung einer strafbaren Per-
son nicht damit verbunden werden kann, oder überhaupt eine Person, gegen welche eine An-
klage gerichtet werden könnte, nicht gegeben ist.
Ueber die Zuständigkeit der Gerichte zur Aburtheilung der durch den Inhalt von Druckschrif-
ten begangenen Verbrechen oder Vergeben, sowie über die Zuständigkeit derselben oder der Ad-
ministrativbehörden zu dem Erkenntnisse über Unterdrückung von
Druckschriften entscheiden
die Landesgesetze. Eine vorzugsweise Verweisung der durch die Dresse begangenen strafbaren
Handlungen vor das Geschwornengericht oder zur öffentlichen Verhandlung soll jedoch nicht
stattfinden.
§ 23.
Die Verwaltungs- und Gerichtsbehörden sind befugt, zum Behufe der Einleitung des hierauf
alsbald anzuregenden Strafverfahrens, Druckschriften und die zu ihrer Vervielfältigung bestimm-
ten Platten und Formen mit Beschlag zu belegen.
Druckschriften, welche wegen strafbaren Inhaltes oder wegen Uebertretung der §§ 4 und 7
mit Beschlag belegt wurden, dürfen, so lange die Beschlagnahme nicht wieder aufgehoben ist,
weder verbreitet, noch durch anderweiten Abdruck vervielfältigt werden.
§ 24.
Veröffentlichung von Gerichtsakten, Gerichtsverhandlungen und Abstimmungen, von Verhand-
lungen anderer Behörden oder politischen Körperschaften, dann über Truppenbewegungen und
Vertheidigungsmittel des Landes oder des Deutschen Bundes in Zelten von Kriegsgefahr oder
inneren Unruhen können von der zuständigen Behörde aus Rücksichten für den öffentlichen Dienst
oder die Staatsinteressen, unter Androhung angemessener Strafen, verboten oder beschränkt
werden.
Die Namen der Geschwornen dürfen in Zeitungen nur bei der Mittheilung über die Bildung
des Schwurgerichts genannt werden.
Ebenso darf die Anklageschrift oder ein anderes Schrift-
stück eines Criminalprozesses nicht eher veröffentlicht werden, als bis die mündliche Verhand-
lung stattgefunden oder der Prozeß auf anderem Wege sein Ende erreicht hat.
§ 25.
Sammtliche Bundesregierungen werden dafür Sorge tragen, daß die vorstehenden allgemei-
nen Grundsätze in Wirksamkeit treten, und daß ihre Preß- und Strafgesetze mit denselben in
Uebereinstimmung gebracht werden; sie werden davon, wie dieses geschehen, der Bundesversamm-
lung in möglichst kurzer Frist Anzeige erstatten lassen.
§ 26.
Der politische Ausschuß wird beauftragt, nach Umfluß von zwei Jahren, unter Berücksichti-
gung der bis dahin gemachten Erfahrungen in nähere Erwägung zu zichen, ob die in gegen-
wärtigem Beschlusse enthaltenen Bestimmungen sich zur Verhütung des Mißbrauchs der Preß-
freiheit als genügend erwiesen haben, und hierüber der Bundesversammlung, unter Begutach-
tung der etwa für nöthig erachteten weiteren Anträge, Bericht zu erstatten.
Für gleichlautenden Auszug.
Der General-Administrator der auswärtigen Angelegenheiten, Präsident
des Conseils,
Simons.
König-Grosßherzoglicher Beschluß, betreffend die
Vollziehung des Bundes-Beschlusses vom
6. Juli 1854 gegen den Mißbrauch der
Presse.
Wir
Wilhelm
III,
von Gottes Gnaden,
König der Niederlande, Prinz von Oranien-Nas-
sau, Großherzog von Luxemburg, u., u, u.
Haben;
Nach Einsicht Unserer heutigen Verordnung,
so wie des derselben angeschlossenen Bundes-
Beschlusses vom 6. Juli 1854 gegen den Miß-
brauch der Presse;
In der Absicht, die Vollziehung des gedachten
Bundesbeschlusses zu bestimmen und zu sichern;
Nach Einsicht des Art. 36 der Verfassung und
des Gesetzes vom 6. März 1818;
Arrêté Royal Grand-Ducal concernant l'exécution
de la résolution fédérale du 6 juillet 1854,
contre les abus de la presse.
Nous GUILLAUME III, par la grâce de Dieu,
Roi des Pays-Bas, Prince d'Orange-Nassau , Grand-
Duc de Luxembourg, etc., etc., etc.,
Vu Notre Ordonnance de ce jour, ainsi que
la résolution Fédérale y jointe, du 6 juillet 1854,
contre les abus de la presse;
Voulant régler et assurer l'exécution de ladite ré-
solution fédérale;
Vu l'art. 36 de la Constitution et la loi du 6 mars
1818
Auf den Bericht Unseres General-Administra-
tors der Justiz;
Beschlossen und beschließen
Diejenigen Personen, welche gegenwärtig eine
der in den §§ 2 und 3 des Bundesbeschlusses
erwähnten Gewerbe oder Geschäfte betreiben,
müssen die Concession oder obrigkeitliche Bewil-
ligung binnen zehn Tagen der Veröffentlichung
des gegenwärtigen Beschlusses nachsuchen.
In den darauffolgenden vierzehn Tagen wird
Unser General-Administrator der Justiz
ihnen
seine Entscheidung, welche entweder eine defini-
tive oder widerrufliche Bewilligung (Concession)
oder die Verweigerung der Erlaubniß (Conces-
sion) enthält, zustellen lassen.
Les personnes exerçant actuellement l'une des
professions ou industries mentionnées aux §§ 2 et 3
de la résolution fédérale, devront se pourvoir en
autorisation ou concession dans les dix jours de la
publication du présent arrêté.
Dans la quinzaine qui suivra, Notre Administra-
teur-général de la justice leur fera notifier la déci-
sion portant autorisation (concession) définitive ou
révocable, ou refus d'autorisation (de concession).
Unsere General-Administratoren sind, Jeder
soweit es ihn betrifft, mit der Vollziehung dieser
Verordnung beauftragt, welche nebst dem vor-
erwähnten Beschluße der hohen Deutschen Bundes-
versammlung in das Memorial eingerückt werden
soll, um vom Augenblicke dieser Einrückung an
zur Vollziehung zu kommen.
Walferdingen, den 1. Dezember 1856.
Für den König-Großherzog
Ordonnance royale grand-ducale portant pro-
mulgation de la résolution fédérale sur les asso-
ciations.
GUILLAUME
III, par la grâce de Dieu, Roi
des Pays-Bas, Prince d'Orange Nassau, Grand-
Duc de Luxembourg, etc., etc., etc.;
Vu la résolution de la haute Diète germanique
du 18 juillet 1854, sur les associations;
Vu l'art. 1er de la Constitution;
Sur le rapport de Notre Administrateur-général
des affaires étrangères, Président du Conseil;
Avons ordonné et ordonnons
Nos Administrateurs-généraux sont chargés, cha-
cun en ce qui le concerne, de l'exécution de la pré-
sente ordonnance, qui sera insérée au Mémorial avec
la résolution prémentionnée de la haute Diète ger-
manique, pour être exécutoire à dater de son in-
sertion.
Walferdange, le 1er décembre 1856.
Pour le Roi Grand-Duc,
Dessen Statthalter im Großherzogthum,
Heinrich,
Prinz der Niederlande.
Der Gen -Adm. der
Durch den Prinzen,
auswärt. Angel.,
Der Sekretär,
Präsid. des Conseils,
G. d'Ollmart.
Simons.
Auszug aus dem
Protokoll
der Bundesversammlung; 21te Sitzung,
v o m 13. Juli
1854, § 219.
B e s c h l u ß
Da es im Interesse der gemeinsamen Sicherheit und Ordnung geboten erscheint, allgemeine
Grundsätze für das Vereinswesen in den sämmtlichen deutschen Bundesstaaten aufzustellen, so
haben sich die höchsten und hohen Bundesregierungen über nachstehende Bestimmungen vereinigt.
§ 1.
In allen deutschen Bundesstaaten dürfen nur solche Vereine geduldet werden, die sich darüber
genügend auszuweisen vermögen, daß ihre Zwecke mit der Bundes- und Landesgesetzgebung im
Einklange stehen, und die öffentliche Ordnung und Sicherheit nicht gefährden.
§ 2.
Die einzelnen Bundesregierungen werden demnach die nöthigen Anordnungen treffen, um
von der Einrichtung und den Zwecken eines jeden Vereines, sowohl im Beginne als im Laufe
seiner Existenz und Wirksamkeit, Kenntniß nehmen zu können.
§ 3.
In Beziehung auf politische Vereine insbesondere muß, sofern derartige Vereine nicht nach
Maßgabe der Landesgesetzgebung überhaupt untersagt sind, oder doch einer für jeden Fall be-
sonders zu ertheilenden obrigkeitlichen Genehmigung bedürfen, die betreffende Staatsregierung
sich in der Lage befinden, nach Maßgabe der Umstände, besondere vorübergehende Beschränkun-
gen und Verbote erlassen zu können.
§ 4.
Allgemein sind für politische Vereine noch folgende Beschränkungen zur Geltung zu bringen
1. Minderjährige, Lehrlinge und Schüler dürfen sich an solchen Vereinen nicht betheiligen;
2. Jede Verbindung mit andern Vereinen ist unstatthaft.
§ 5.
In allen Bundesstaaten muß der Landesregierung nicht nur das Recht zustehen, die Versamm-
lungen solcher Vereine, welche, ohne im Besitze einer besonderen staatlichen Anerkennung, be-
ziehungsweise Genehmigung zu sein, sich mit öffentlichen Angelegenheiten beschäftigen, obrigkeit-
Son Lieutenant-Représentant dans le
Grand-Duché,
HENRI,
PRINCE DES PAYS-BAS.
L'Adm.-gén.des aff.étr.,
Par le Prince,
Prés, du Conseil,
Le Secrétaire,
SIMONS.
G. D'OLIMART.
lich überwachen zu lassen, sondern es muß den betreffenden obrigkeitlichen Abgeordneten auch
überall die Befugniß eingeräumt werden, jede Versammlung eines solchen Vereins aufzulösen,
sosern entweder die ihren Zusammentritt bedingenden Förmlichkeiten nicht beobachtet worden sind,
oder aber der Inhalt der Verhandlungen eine in der Nothwendigkeit der Aufrechtaltung der
Gesetze, sowie der öffentlichen Sicherheit und Ordnung begründete Veranlassung darbietet.
§ 6.
Die bewaffnete Macht darf sich nicht anders, als auf Befehl versammeln und weder in
noch außer dem Dienste berathschlagen; Versammlungen und Vereine jedes Theils der stehenden
Heere und der Landwehr zur Berathung oder Beschlußfassung über militärische Befehle und
Anordnungen sind auch dann, wenn dieselben nicht zusammenberufen sind, untersagt.
§ 7 .
Zuwiderhandlungen gegen die aus Anlaß vorstehender Bestimmungen in den einzelnen Bun-
desstaaten getroffenen Anordnungen sind mit entsprechenden Strafen zu belegen.
§ 8.
Im Interesse der gemeinsamen Sicherheit verpflichten sich sämmtliche Bundesregierungen fer-
ner, die in ihren Gebieten etwa noch bestehenden Arbeitervereine und Verbrüderungen, welche
politische, socialistische oder communistische Zwecke verfolgen, binnen zwei Monaten aufzuheben,
und die Neubildung solcher Verbindungen bei Strafe zu verbieten.
Für gleichlautenden Auszug.
Der General-Administrator der auswärtigen Angelegenheiten, Präsident
des Conseils,
Simons.
König-Großherzoglicher Beschluß betreffend die
Vollziehung des Bundes-Beschlusses vom 13.
Juli 1854 über das Vereinswesen.
Wir
Wilhelm
III,
von Gottes Gnaden
König der Niederlande, Prinz von Oranien-
Nassau, Großherzog von Luxemburg, u. u., u.
Haben;
Nach Einsicht Unserer Verordnung von heute
über die Verkündigung des Bundes-Beschlusses
vom 13. Juli 1854, das Vereinswesen betreffend;
In der Absicht die Vollziehung des gedachten
Bundes-Beschlusses zu bestimmen und zu sichern;
Nach Einsicht des Art. 36 der Verfassung u.
des Gesetzes vom 6. März 1818;
Arrêté royal grand-ducal concernant l'exécution
de la résolution fédérale, du 13 juillet 1854,
sur les associations.
Nous GUILLAUME III, par la grâce de Dieu,
Roi des Pays-Bas, Prince d'Orange-Nassau, Grand-
Duc de Luxembourg, etc., etc., etc.,
Vu Notre ordonnance de ce jour, concernant la
publication de la résolution fédérale, du 13 juillet
1854, sur les associations;
Voulant régler et assurer l'exécution de ladite
résolution fédérale;
Vu l'art. 36 de la Constitution et la loi du 6 mars
1818;
I.
50 6.
Beschlossen und beschließen
Eine gleiche Mittheilung muß, zu jeder Zeit,
auf Verlangen, dem Staats-Anwalte, dem Di-
strikts-Commissär und dem Bürgermeister oder
dem Polizei-Commissär gemacht werden, und diese
Beamten haben das Recht, über Einrichtungen
und Zwecke des Vereins Ausschluß zu fordern
und sich alle bestehenden Dokumente vorzeigen
zu lassen.
Pareille communication devra être faite, en tout,
temps, sur leur demande, au procureur d'Etat, au
commissaire de district et au bourgmestre ou au
commissaire de police, lesquels ont aussi le droit
d'exiger des explications et l'exhibition de tous do-
cuments existants sur l'organisation et le but d'une
association.
In Vollziehung des § 5 des Bundesbeschlusses
und des Art. 15 des Beschlusses vom 23. Sep-
tember 1814 soll von jeder die Presse verlassen-
den Druckschrift ein Exemplar Unserem General-
Administrator der Justiz, ein zweites Exemplar
dem General-Staats-Anwalte und ein drittes
Exemplar dem Staats-Anwalte des Ortes der
Heraüsgabe, und da wo keiner ist, der durch
den General-Administrator der Justiz zu bestim-
wenden Behörde, überreicht werden.
Die Ueberreichung dieser drei Exemplare kann
für die Vindication des Verlagsrechts dienen,
Sur le rapport de Notre Administrateur-général
de la justice;
Avons arrêté et arrêtons
En exécution du § 5 de la résolution fédérale et
de l'art. 15 de l'arrêté du 23 septembre 1814 , un
exemplaire de tout imprimé quittant la presse sera
transmis à Notre Administrateur-général de la jus-
tice, un deuxième exemplaire au Procureur-général
d'État et un troisième exemplaire au procureur
d'État du lieu de la publication, et s'il n'y en a pas,
au fonctionnaire à désigner par l'Administrateur-
général de la justice.
La remise de ces trois exemplaires pourra servir
pour la revendication du droit de copie, au moyen
I.
30a
und zwar mittels der Erfüllung aller sonstigen
in dem Artikel 6 des Gesetzes vom 25. Januar
1817 vorgeschriebenen Bedingungen.
Von den nicht periodisch erscheinenden Druck-
schriften muß die Ueberreichung der drei Exem-
plare wenigstens
dreimal vier
und
zwanzig
Stunden vor der Ausgabe stattfinden.
Für die periodischen Druckschriften muß die
Ueberreichung wenigstens eine Stunde vor der
Austheilung oder Versendung geschehen.
Die in jedem andern Orte als in Luxemburg
erscheinenden Druckschriften müssen dem General-
Administrator
der Justiz
und dem General-
Staats-Anwalte am Obergerichtshof spätestens
durch die erste Post zugesandt werken, welche
nach der Ueberretchung an den Staats-Anwalt
oder an die durch den General-Administrator der
Justiz bezeichnete Behörde abgeht.
Von der Bestimmung des gegenwärtigen Ar-
tikels sind ausgenommen die Druckschriften, welche
zwanzig Druckbogen und darüber stark sind.
Von jeder Veränderung des Vorstandes und
der Statuten muß, innerhalb eines Monats,
dem General-Administrator der Justiz Kenntniß
gegeben, und demselben muß ebenfalls, im Laufe
des Monats Januar eines jeden Jahres, ein
Namens-Verzeichniß der, während des vorher-
gehenden Jahres
unter den Mitgliedern
der
Gesellschaft vorgekommenen Veränderungen über-
reicht werden.
Tout changement d'administrateurs ou de statuts
devra être porté, dans le mois, à la connaissance de
l'Administrateur-général de la justice, auquel il
sera également transmis, dans le courant du mois
de janvier de chaque année, un état nominatif des
changements survenus parmi les membres de la so-
ciété pendant l'année précédente.
Unser General-Administrator der Justiz hat
auf die Gesuche zu verfügen, welche dahin zie-
len, fur gewisse periodische Zeitschriften gemäß
dem § 7 des Bundesbeschlusses, von der Ver-
pflichtung einen verantwortlichen Redacteur zu
bestellen, befreit zu werden.
Er hat ebenfalls über die Gesuche zu ver-
fügen, welche auf Grund des zweiten Absatzes
des § 8 des Bundesbeschlusses eingereicht wer-
den.
In den beiden Fällen kann die Erlaubniß
jederzeit zurückgenommen werden.
Die im letzten Absatze des § 8 des Bundes-
beschlusses vorgesehenen Untersagungen werden
durch denselben General-Administrator
ausge-
sprochen.
de l'accomplissement de toutes les autres conditions
prescrites en l'art. 6 de la loi du 25 janvier 1817.
A l'égard des imprimés non périodiques, la re-
mise en devra être effectuée au moins trois fois
vingt-quatre heures avant la distribution.
A l'égard des imprimés périodiques, la remise en
sera effectuée au moins une heure avant la distribu-
tion ou l'expédition.
Les imprimés paraissant ailleurs qu'à Luxembourg
seront expédiés à l'Administration générale de la
justice et au parquet de la Cour, au plus tard par le
premier courrier partant après la remise au Procu-
reur d'Etat ou au fonctionnaire désigné par l'Admi-
nistrateur-général de la justice.
Sont exceptés de la disposition du présent article
les imprimés ayant vingt feuilles d'impression ou
plus.
Notre Administrateur-général de la justice sta-
tuera sur les demandes tendant à faire affranchir des
publications périodiques, en vertu du § 7 de la ré-
solution fédérale, de l'obligation de constituer un
rédacteur responsable.
Il statuera également sur les demandes basées sur
le deuxième alinéa du § 8 de la résolution fédérale.
Dans ces deux cas l'autorisation sera toujours ré-
vocable.
Les interdictions prévues au dernier alinéa du
§ 8 de la résolution fédérale, seront prononcées par
le même Administrateur-général.
Unser General-Administrator der Justiz kann
das Halten einer gesellschaftlichen Versammlung
Avons arrêté et arrêtons
Notre Administrateur-général de la justice peut
interdire la réunion en assemblée et prononcer la
untersagen und einen Verein auflösen, wenn die
Zwecke der Vereinigung mit den Bundes- oder
Landesgesetzen nicht in Einklang stehen, oder die
öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden.
Unser General-Administrator der Justiz hat auf
die Gesuche zu verfügen, welche dahin zielen,
für gewisse periodische Schriften gemäß dem § 9
des Bundesbeschlusses von der Verpflichtung be-
freit zu werden eine Caution zu bestellen.
Die Dispensation ist immer widerruflich.
In
Betreff
der dieser Verpflichtung unterwor-
fenen Druckschriften ist die Caution 500 Thaler
Pr. ct. oder 1875 Franken für die Zeitschriften,
die dreimal oder weniger als dreimal wöchent-
lich erscheinen, und 1000 Thaler Pr. ct., be-
ziehungsweise 3750 Franken, für die Zeitungen,
welche wöchentlich öfter als dreimal erscheinen.
Unser General-Administrator der Finanzen hat
darüber zu bestimmen auf welche Art die Cau-
tion geleister werden soll.
Den gegenwärtig bestehenden Zeitungen ist
eine Frist von einem Monate gestattet, um die
Caution zu bestellen.
Les journaux actuellement établis auront un délai
de dix jours, à dater de la publication du présent
arrêté, pour constituer un rédacteur responsable,
conformément aux §§ 7 et 8 de la résolution fédé-
rale.
Notre Administrateur-Général de la justice sta-
tuera sur les demandes tendantes à faire affranchir
des publications périodiques, en vertu du § 9 de la
résolution fédérale, de l'obligation de fournir un
cautionnement.
La dispense sera toujours révocable.
Quant aux publications soumises à cette obliga-
tion , le cautionnement sera de cinq cents thalers
(1878 francs) pour les journaux paraissant trois fois
ou moins de trois fois par semaine, et de mille
thalers (3750 francs) pour les journaux paraissant
plus de trois fois par semaine.
Notre Administrateur-général des finances statuera
sur le mode de fournir le cautionnement.
Les journaux actuellement établis auront un dé-
lai d'un mois pour fournir le cautionnement.
laubniß des General-Administrators oder der
durch ihn zu bestimmenden Behörden zu unter-
breiten ist.
Außerdem kann jedes Gericht die Veröffent-
lichung der Debatten in den vor demselben ver-
handelten Sachen untersagen.
Den Arbeitervereinen und Verbrüderungen ist
es verboten, politische, socialistische oder commu-
nistische Zwecke zu verfolgen.
Il est défendu à toute association ouvrière ou
confrérie, de poursuivre un but politique, socialiste
ou communiste.
Die im § 23 des Bundesbeschlusses vorge-
sehenen Beschlagnehmungen können durch den
General-Administrator
der Justiz, und durch
alle Beamten der gerichtlichen Polizei angeord-
net werden.
Les saisies prévues au § 23 de la résolution fédé-
rale pourront être ordonnées par l'Administrateur-
général de la justice et par tous les officiers de la
police judiciaire.
Mit den in dem 1. Art. des Gesetzes vom 6.
März 1818 bestimmten Strafen werden belegt
1. Die Vorsteher, Direktoren oder Verwalter
eines Vereins, welche unterlassen haben, die durch
die Art. 1 und 3 vorgeschriebenen Anzeigen zu
machen, oder welche nicht innerhalb eines Mo-
nats nach einer ersten oder weiseren Verurthei-
lung dieselbe Mittheilung gemacht, oder welche
verweigert haben, die ihnen zufolge Art. 2 des
gegenwärtigen Beschlusses verlangte Nachweisung
zu geben;
2. Diejenigen, welche wissentlich einer unter-
sagten Versammlung beiwohnen oder fortfahren,
sich an einem nach Art. 4 dieses Beschlusses auf-
gelösten Vereine betheiligen;
3. Diejenigen, welche dem § 4 des Bundes-
Beschlusses vom 13. Juli 1854 zuwider handeln;
4. Die Vorsteher, Direktoren oder Verwalter
eines politischen Vereins, in welchen ein Min-
derjähriger, ein Lehrling oder Schüler aufge-
nommen worden ist;
5. Die Mitglieder eines Arbeitervereins oder
einer Verbrüderung, die dem Verbote im Art. 5
dieses Beschlusses zuwider handeln.
Sont passibles des peines déterminées à l'art. 1er
de la loi du 6 mars 1818
1° Les chefs, directeurs ou administrateurs d'une
association, qui auront négligé de fournir les ren-
seignements prescrits par les art. 1 et 3 ci-dessus,
ou qui, un mois après une première ou ultérieure
condamnation, n'auront pas transmis les mêmes
renseignements à l'Administrateur-général de la
justice ou qui auront refusé les communications qui
leur auront été demandées conformément à l'art. 2
du présent arrêté;
2° Ceux qui sciemment assisteront à une réunion
interdite ou continueront à faire partie d'une asso-
ciation dissoute en exécution de l'art. 4 du présent
arrêté;
3° Ceux qui contreviendront au § 4 de la résolu-
tion fédérale du 18 juillet 1854;
4° Les chefs, directeurs ou administrateurs d'une
association politique, dans laquelle aura été admis
un mineur, un apprenti-ouvrier ou un écolier;
5° Les membres faisant partie d'une association
ouvrière ou confrérie, qui enfreindront la défense
portée par l'art. 5 du présent arrêté.
Unsere General-Administratoren bezeichnen, ein
jeder in seinem Wirkungsreise, die Acten, Verhand-
lungen und Thatsachen, deren Veröffentlichung, zu-
folge § 24 des Bundesbeschlusses, zu verbieten,
zu beschränken oder einer vorhergegangenen Er-
Nos Administrateurs-généraux désigneront, cha-
cun pour son ressort, les actes et faits dont, en
vertu du § 24 de la résolution fédérale, la publica-
tion est à interdire, à restreindre ou à soumettre à
Die gegenwärtig bestehenden Zeitungen müs-
sen in einer Frist von zehn Tagen nach der
Veröffentlichung dieses Beschlusses einen verant-
wortlichen
Redakteur, gemäß den §§ 7 und 8
des Bundesbeschlusses, bestellen,
Gegenwärtiger Beschluß soll in das Memorial
eingerückt werden, um vom Augenblick der Ein-
dissolution de toute association, dont les tendances
seraient dangereuses pour la sûreté et l'ordre pu-
blics ou en désaccord avec la législation fédérale ou
grand-ducale.
Le présent arrêté sera inséré au Mémorial, pour
rückung an, von Allen denen, die es betrifft,
vollzogen und befolgt zu werden.
Walferdingen, den 1. Dezember 1856.
Für den König-Großherzog
Dessen Statthalter im Großherzogthum,
Heinrich,
Prinz der Niederlande,
Der General.Adm.
Durch den Prinzen,
der Justiz,
Der Sekretär,
Eyschen.
G. d'Olimart.
Druck, von V. Bück, in Luxemburg.
être exécuté et observé par tous ceux que la chose
concerne, à dater de son insertion.
Walferdange, le 1er décembre 1856.
Pour le Roi Grand-Duc
Son Lieutenant-Représentant dans le
Grand-Duché,
HENRI,
PRINCE DES PAYS-BAS.
L'Adm.-général de
Par le Prince
la justice,
Le Secrétaire,
EYSCHEN.
G. D'OLIMART.
Mit dem im 1. Artikel des Gesetzes vom 6.
März bestimmten Strafen werden belegt
1. Diejenigen, welche ohne die Bewilligung
(Concession) des General-Administrators der Ju-
stiz, oder ungeachtet einer auf gerichtlichem oder
administrativem Wege ausgesprochenen Einzie-
hung, eine der in den §§ 2 und 3 des Bundes-
beschlusses erwähnten Gewerbe oder Geschäfte
ausüben;
2. Diejenigen, welche die Ausübung dieser
Gewerbe oder Geschäfte fortsetzen, ohne die im
zweiten Artikel des gegenwärtigen Beschlusses
vorgesehene Bewilligung (Concession) nachzusu-
chen, oder nach einer in Gemäßheit desselben
Artikels ausgesprochenen Verweigerung der Er-
laubniß (Concession);
3. Diejenigen, welche dem § 4 des Bundes-
beschlusses zuwiderhandeln, in so fern die Über-
tretung nicht schon unter die Vorschrift des Art.
283 und folgenden des Strafgesetzbuches fällt;
4. Diejenigen, welche, auch nur theil weise,
eine Druckschrift ausgeben oder versenden, vor
der in dem dritten Artikel des gegenwärtigen
Beschlusses vorgesehenen Ueberreichung, oder vor
dem Ablauf der Zeufristen, welche, nach Vor-
schrift desselben Artikels, zwischen der Ueberrei-
chung und der Ausgabe verstreichen müssen; Die-
jenigen ebenfalls, welche Exemplare davon der
zufolge Art. 6 dieses Beschlusses vorgenommenen
Beschlagnahme entziehen;
5. Diejenigen, die periodische Schriften aus-
geben, für welche die Verpflichtung einen ver-
l'autorisation préalable, soit de l'Administrateur-gé-
néral, soit de l'autorité à désigner par lui.
En outre chaque tribunal pourra interdire la pu-
blication des débats dans les affaires traitées devant
lui.
Seront passibles des peines déterminées en l'art.
1 de la loi du 6 mars 1818
1° Ceux qui sans l'autorisation (concession) de
l'Administrateur-général de la justice, ou contrai-
rement à une révocation prononcée par voie judi-
ciaire ou administrative, exerceront l'une des pro-
fessions ou industries mentionnées aux § 2 et 3 de
la résolution fédérale;
2" Ceux qui continueront l'exercice de ces pro-
fessions ou industries, sans demander l'autorisation
(concession) prévue en l'art. 2 du présent arrêté, ou
après un refus d'autorisation (concession) prononcé
en conformité du même article;
3° Ceux qui contreviendront au § 4 de la résolu-
tion fédérale, en tant que la contravention ne tombe
pas déjà sous les dispositions des art. 283 et sui-
vants du Code pénal;
4° Ceux qui livreront un imprimé à la publicité
même partielle, ou qui l'expédieront avant d'avoir
fait la remise prévue en l'art. 3 du présent arrêté,
ou avant l'expiration des délais, qui, aux termes
du même article, doivent s'écouler entre la remise
et la distribution ou expédition, et ceux qui en
soustrairont des exemplaires à la saisie pratiquée en
exécution de l'art. 6 du présent arrêté;
5° Ceux qui publieront des écrits périodiques sou-
mis à l'obligation de constituer un rédacteur res-
antwortlichen Redakteur zu bestellen besteht, ohne
Angabe eines solchen Redakteurs, und diejenigen,
welche Personen angeben, die nach Maßgabe
des § 8 des Bundesbeschlusses und des Art. 4
des gegenwärtigen Beschlusses unfähig oder un-
tersagt sind; so wie auch diejenigen, welche ent-
weder einen erdichteten Namen oder den Namen
von Personen angeben, die nicht wirklich die
Verantwortlichkeit der Redaktion übernommen
haben.
6. Diejenigen, die cautionspstichtige Schrif-
ten ausgeben, ehe die Caution bestellt ist, und
die, welche nach Verlauf des in dem § 11 des
Bundesbeschlusses erwähnten Termins von vier
Wochen, fortfahren die Schrift auszugeben, ehe
die Caution wieder auf den vollen Betrag er-
gänzt ist.
7. Diejenigen, welche weigeren oder unter-
lassen, die, Kraft der §§ 13 und 14 des Bun-
desbeschlusses, angeordneten Kundmachungen zu
bewirken; und die, welche, dem ersten Absatz
des § 14 zuwider, die darin erwähnten Erlasse
mit Zusätzen oder Bemerkungen einrücken;
8. Diejenigen, welche, in Uebertretung des
letzten Absatzes des § 23 des Bundesbeschlusses
Druckschriften, die mit Beschlag belegt wurden,
verbreiten oder durch anderweitigen Abdruck ver-
vielfältigen, so lange die Beschlagnahme nicht
wieder aufgehoben ist;
9. Diejenigen, welche Akten, Verhandlungen
oder Thätsachen veröffentlichen, deren Veröffent-
lichung durch den § 24 des Bundesbeschlusses
oder in Gemaßheit des Art. 7 des gegenwärti-
gen Beschlusses verboten ist.
Die durch gegenwärtigen Artikel angedrohten
Strafen finden Anwendung auf jeden, der die
Übertretung begangen hat, oder wissentlich bei
derselben betheiligt war; der Drucker und Ver-
leger oder Commissionnär (§ 20 des Bundes-
ponsable, sans indication d'un pareil rédacteur, et
ceux qui indiqueront des personnes incapables ou
interdites, aux termes du § 8 de la résolution fédé-
rale et de l'art. 4 du présent arrêté, ou qui indi-
queront soit un nom imaginaire, soit le nom de per-
sonnes qui n'ont pas réellement assumé la respon-
sabilité de la rédaction;
6° Ceux qui publieront des écrits soumis à cau-
tionnement, avant d'avoir fourni ce cautionnement;
et ceux qui, à l'expiration du délai de quatre se-
maines, mentionné an § 11 de la résolution fédé-
rale, continueront une pareille publication, avant
d'avoir parfait le cautionnement;
7° Ceux qui refuseront ou seront en retard de
faire les publications ordonnées en vertu des §§ 13
et 14 de la résolution fédérale; et ceux qui, contrai-
rement au premier alinéa du § 14, accompagneront
les publications y mentionnées d'ajoutés ou obser-
vations;
8° Ceux qui, en contravention du dernier alinéa
du § 23 de la résolulion fédérale, reproduiront des
imprimés ou le contenu d'imprimés saisis, aussi
longtemps que la saisie n'aura pas été levée;
9° Ceux qui publieront des actes on faits dont la
publication est interdite par le § 24 de la résolulion
fédérale, ou en conformité de l'art. 7 du présent
arrêté.
Les pénalités comminées par le présent article se-
ront appliquées à toute personne qui aura commis
la contravention ou qui y aura sciemment contribué.
L'imprimeur et l'éditeur ou commissionnaire (§ 20
de la résolution fédérale), seront toujours consi-
dérés et punis comme auteurs de la contravention.
beschlusses) sind immer als Urheber der Uber-
tretung anzusehen und zu bestrafen, es sei denn,
daß sie den Beweis beibringen, daß die Über-
tretung, durch einem Auderen, und unabhängig
von ihrem Willen, begangen worden ist, und
daß sie die zur Verhütung von Übertretungen
erforderlichen Vorsichtsmaßregeln zu treffen habe.
Alles, was durch gegenwärtigen Beschluß in
Bezug auf Druckschriften angeordnet ist, findet
nicht blos auf Erzeugnisse der Buchdruckerpresse,
sondern auch auf alle andern durch mechanische
Mittel vorgenommenen Vervielfältigungen von
Schriften und bildlichen Darstellungen seine An-
wendung.
Desgleichen wird die Erzeugung einer Druck-
schrift, nachdem sie einer oder der andern der
im Art. 3 des gegenwärtigen Beschlusses ange-
gebenen Behörden überreicht, oder nachdem sie,
wenn auch nur theilweise, ausgetheilt worden
ist, gänzlich der vollzogenen
Veröffentlichung
oder Ausgabe, für die Anwendung der Vor-
schriften dieses Beschlusses und des Bundes-Be-
schlusses, gleichgestellt.
Les dispositions du présent arrêté relatives aux
imprimés seront appliquées non seulement aux pro-
duits de la presse, mais aussi à toute autre repro-
duction multipliée d'écrits ou d'images, opérée par
des moyens mécaniques.
Pareillement l'impression suivie de la remise à
l'une ou à l'autre des autorités désignées en l'art. 3
du présent arrêté, ou suivie d'une distribution même
partielle seulement, sera entièrement assimilée,
quant à l'application des dispositions du présent ar-
rêté et de la résolution fédérale, à la publication
consommée.
Gegenwärtiger Beschluß soll in das Memo-
rial eingerückt werden, um vom Augenblick der
Einrückung an von allen denen, die es betrifft,
vollzogen und befolgt zu werden.
Walferdingen, den 1. Dezember 1856.
Für den König-Großherzog
Dessen Statthalter im Großherzogthum,
Heinrich,
Prinz der Niederlande.
Der Gen.-Adm. der
Durch den Prinzen,
der Justiz,
Der Sekretär,
Eyschen.
G. d'Olimart.
à moins qu'ils ne fournissent la preuve qu'elle a été
commise par d'autres et indépendamment de leur
volonté, et qu'ils ont pris les précautions suffisantes
pour prévenir les contraventions.
Le présent arrêté sera inséré au Mémorial pour
être exécuté et observé par tous ceux que la chose
concerne, à dater de son insertion.
Walferdange, le 1er décembre 1856.
Pour le Roi Grand-Duc,
Son Lieutenant-Représentant dans le
Grand-Duché,
HENRI,
PRINCE DE PAYS-BAS.
L'Adm.-général de la
Par le Prince
justice,
Le Secrétaire,
EYSCHEN.
G. D'OLIMART.
König-Großherzogliche Verordnung, über die
Verkündigung des Bundes-Beschlußes, das
Vereinswesen betreffend.
Wir
Wilhelm
lll,
von Gottes Gnaden,
König der Niederlande, Prinz von Oranien-Nas-
sau, Großherzog von Luxemburg, u., u, u.
Haben;
Nach Einsicht des Beschlußes der hohen deut-
schen Bundes-Versammlung vom 13. Juli 1854
über das Vereinswesen;
Nach Einsicht des Art. 1 der Verfassung;
Auf den Bericht Unseres
General-Administra-
tors der auswärtigen Angelegenheiten, Präsiden-
ten des Con-seils;
Verordnet und verordnen