Arrêté du 8 février 1896, portant reconnaissance légale et approbation des statuts de la Caisse de décès des fonctionnaires et employés des chemins de fer Guillaume-Luxembourg.
Table des dispositions (44)
Texte législatif (44 Articles)
DU
Grand-Duché de Luxembourg.
Memorial
des
Samedi, 15 février 1896.
N° 9.
Samstag, 15. Februar 1896.
Arrêté du 8 février 1896, portant reconnaissance
légale et approbation des statuts de la Caisse
de décès des fonctionnaires et employés des
chemins de fer Guillaume-Luxembourg.
LE MINISTRE D'ÉTAT, PRÉSIDENT
DU GOUVERNEMENT;
Vu la demande en reconnaissance légale pré-
sentée par la société de secours mutuels dite
«Caisse de décès des fonctionnaires et employés
des chemins de fer Guillaume-Luxembourg dans
le Grand-Duché de Luxembourg», ensemble
les statuts de cette société ;
Vu l'avis émis le 28 décembre 1893 par l'ad-
ministration communale de Hollerich, siège de
ladite société ;
Vu l'avis de la Commission supérieure d'en-
couragement des sociétés de secours mutuels
en date du 17 janvier 1896 ;
Vu la loi du 11 juillet 1891 et l'arrêté grand-
ducal du 22 du même mois ;
Attendu que les statuts de ladite société sont
en concordance avec les dispositions des lois et
règlements ;
Attendu que les recettes assurées de la même
société paraissent suffisantes pour faire face à
ses dépenses obligatoires ;
Arrête
La société de secours mutuels dite
«Caisse de décès des fonctionnaires et employés
des chemins de fer Guillaume-Luxembourg dans
Beschluß vom 8. Februar 1896, die gesetzliche
Anerkennung und die Genehmigung der Sta-
tuten des Sterbekaffen-Vereins der Beamten
und Bediensteten der
Wilhelm-Luxemburg-
Eisenbahnen betreffend.
Der
Staatsminister,
Präsident
der
Regierung;
Nach Einsicht des Gesuches des Unterstützungs-
vereins gen. „Sterbekassen-Verein der Beamten
und Bediensteten der Wilhelm Luxemburg Eisen-
bahnen im Großherzogthum Luxemburg", wegen
gesetzlicher Anerkennung, sowie Genehmigung des
Statuts dieses Vereines;
Nach Ansicht des Schreibens der Gemeinde-
Verwaltung von Hollerich, Sitz
des Vereins,
vom 28. Dezember 1893;
Nach Einsicht des Gutachtens der höheren Com-
mission zur Förderung der auf
Gegenseitigkeit
beruhenden Hilfskassen, vom 17. Januar 1996;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 11. Juli 1891
und des Großh. Beschlusses vom 22. dess. Mts.;
In Anbetracht, daß das Statut genannten
Vereins mit den Bestimmungen der Gesetze und
Reglemente in Einklang steht;
In Anbetracht, daß die gesicherten Einkünfte
der Gesellschaft Zur Bestreitung der ordnungs-
mäßigen Ausgaben hinreichend erscheinen;
Beschließt
Der Unterstützungsverein gen. "Sterbe-
kassen--Verein der Beamten und Bediensteten der
Wilhelm-Luxemburg-Eisenbahnen im Großherzog-
Großherzogthums Luxemburg.
le Grand-Duché de Luxembourg» est légale-
ment reconnue et ses statuts sont approuvés.
Vom 1. April 1878 ab ist auf Bahnhof Luxem-
burg unter der Benennung «Sterbekassenverein
der
Beamten und Bediensteten der Wilhelm-Luxemburg-
Eisenbahnen im Grossherzogthum Luxemburg» eine auf
Gegenseitigkeit beruhende Hilfskasse errichtet, deren
Bezirk die innerhalb des Grossherzogthums belegenen
Strecken der Wilhelm-Luxemburg Bahnen umfasst,
Les animaux des espèces bovine,
ovine, caprine et porcine, venant de la Prusse,
ne peuvent être introduits dans le Grand-Duché
que par les ponts sur la Moselle de Rermich,
Wormeldange, Grevenmacher, Wasserbillig,
par les ponts sur la Sûre d'Echternach et de
Wallendorf et par le pont sur l'Our de Vianden.
Hornvieh, Wollvieh, Ziegen und
Schweine, preußischer Herkunft, dürfen nur über
die Woselbrücken bei Remich, Wormeldingen, Gre-
venmacher und Wasserbillig. die Sauetbrücken
bei Echternach und Wallendorf unk die Durbrücke
bei Wanden eingeführt werden.
Le présent arrêté, avec les statuts y
annexés, sert publié au Mémorial
Luxembourg, le 8 février 1896.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
thum Luxemburg" wird hiermit gesetzlich anerkannt
und ist dessen Statut genehmigt.
Dieser Beschluß nebst dem dazu gehörigen
Statut soll im „Memorial" veröffentlicht werden.
Luxemburg, den 8. Februar 1896.
Der Staatminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Statut des Sterbekassen-Vereins der Beamten und Bediensteten der Wilhelm-Luxemburg-
Eisenbahnen im Grossherzogthum Luxemburg.
KAP. I. — Bildung und Zweck der Gesellschaft.
Sie. hat zum Zweck, beim Ableben eines ihrer
Mitglieder, den Hinterbliebenen desselben eine Unter-
stützung zu gewähren. Jede andere Verwendung des
"Vereins-Vermögens ist ausgeschlossen.
KAP. II. — Theilnahme am Verein.
Les animaux mentionnes à l'article
précédent doivent, à leur entrée dans le Grand-
Duché, être visités par un vétérinaire désigné à
cet effet, et être trouvés exempts de toute mala-
die contagieuse.
Die in vorstehendem Artikel bezeich-
neten Thiere sind beim Eingang über die Lan-
desgrenze von einem eigens dazu bestellten Thier-
arzte zu untersuchen, und ist die Einfuhr erst
dann gestattet, wenn die Thiere frei von jeder
ansteckenden Krankheit befunden worden sind
Der Verein besteht nur ans wirklichen Mit-
gliedern. An demselben können die Beamten und Be-
diensteten der Wilhelm-Luxemburg-Eisenbahnen im
Grossherzogthum Luxemburg sich beiheiligen.
KAP. III. — Aufnahme und Ausschluss-Bedingungen.
Sont désignés pour procéder à la vi-
site des animaux des espèces bovine, ovine, ca-
prine et porcine, arrivant dans le Grand-Duché
1° pour le pont sur la Moselle de Remich
M. A. Neyen, vétérinaire du Gouvernement à
Remich ;
2° pour les ponts sur la Moselle de Wormel-
dange, Grevenmacher et Wasserbillig: M. Mackel,
vétérinaire du Gouvernement à Grevenmacher ;
3° pour le pont sur la Sûre d'Echternach : M.
Knepper, vétérinaire du Gouvernement à Ech-
ternach ;
4° pour le pont sur la Sûre de Wallendorf: M.
Wolff, vétérinaire du Gouvernement à Diekirch;
5° pour le pont sur l'Our de Vianden : M.
Mackel, fils, vétérinaire à Vianden.
Les vétérinaires feront connaître les jours
fixés pour la visite par voie d'affiches.
Beschluß vom 15. Februar 1896, die Gesund-
heitspolizei des Viehes betreffend.
Die
Regierung
im
Conseil;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 6. Oktober
1870 über die Viehseuchen, sowie des Reglements
vom 8. August 1863, den Dienst der Staats-
thierärzte und die Gesundheitspolizei des Viehes
betreffend;
Nach Einsicht des Antrages der Ackerbaucom-
mission;
Beschließt
Zur thierärztlichen Untersuchung des
ins Großherzogthum einzuführenden Horn-, Woll-
und Borstenviehes sowie der Ziegen sind bestellt
1° für die Moselbrücke bei Remich: Hr. Neyen,
Staatsthierarzt zu Remich;
2° für die Moselbrücken bei Wormeldingen,
Grevenmacher und Wasserbillig: Hr. Mackel,
Staatsthierarzt zu Grevenmacher;
3° für die Sauerbrücke bei Echternach: Hr.
K n e p p e r , Staatsthierarzt zu Echternach;
4° für die Sauerbrücke bei Wallendorf: Hr.
Wolff, Staatsthierarzt zu Diekirch;
5° für die Durbrücke bei Wanden: Hr.
Mackel, Sohn, Thierarzt zu Vianden,
Die Thierärzte werden die für die Untersuchung
festgesetzten Tage durch Anschlag bekannt machen.
Mitglied des Vereins können diejenigen Be-
amten und Bediensteten der Wilhelm-Luxemburg Bahnen
werden, welche das 40. Lebensjahr noch nicht über-
schritten haben und körperlich, gesund sind.
lieber das Aufnahmegesuch entscheidet der Vorstand.
Die Kosten der Untersuchung trägt
derjenige, der das Vieh einführt: dieselben sind
festgestellt wie folgt
Der Austritt aus dem Verein kann zu allen
Zeiten durch einsache Anmeldung erfolgen.
Jedes Mitglied, welches während fünf Monaten keine
Beiträge mehr entrichtet bat, wird schriftlich zur Zahlung
derselben aufgefordert. Erfolgt auch im sechsten Monat
keine Zahlung, so wird es aus der Mitgliederliste ge-
strichen.
Mitglieder, die wegen entehrender Vergehen aus ihrer
dienstlichen Stellung entlassen worden sind, werden aus-
geschlossen.
Chaque animal doit être accompagné
d'un certificat d'origine et de santé, valable pour
trois jours, délivré par l'autorité communale du
lieu d'origine. Ce certificat et le certificat sur
l'état sanitaire à délivrer par le vétérinaire lu-
xembourgeois qui aura procédé à la visite,
seront, dans les vingt-quatre heures, remis à
l'autorité communale du lieu de destination.
Jedes Stück Vieh muß von einem
Ursprungs- und Gesundheits-Zeugniß begleitet
sein,
welches eine Gültigkeilsdauer von drei
Tagen hat und von der Gemeindebehörde des
Herkunftsortes auszustellen ist. Dieses Zeugniß
sowie das von dem luxemburgischen Thierarzte aus-
zufertigende Gesundheitsattest müssen innerhalb
vierundzwanzig Stunden an die Gemeindebehörde
des Bestimmungsortes abgeliefert werden.
Versetzung ausserhath des Grossherzogthums,
Uebertritt in den Pensionsstand, oder in andere Dienstes,
hebt die Mitgliedeigenschaft nicht auf.
Art.
7. Aus dem Verein ausgetretene Mitglieder
können nur dann wieder aufgenommen werden, wenn sie
die seit ihrem Austritt von den andern Mitgliedern ge-
leisteten Beiträge nachzahlen.
Im Uebrigen unterliegen sie den im Art. 4 vorge-
sehenen Bedingungen.
Les infractions aux dispositions du
présent arrêté seront punies des peines prévues
par la loi du 5 octobre 1870, sur les épizooties.
Zuwiderhandlungen gegen die Bestim-
mungen des gegenwärtigen Beschlusses werden
mit den durch Gesetz vom 5. Oktober 1870 über
Viehseuchen vorgesehenen Strafen belegt.
Le présent arrêté sera inséré au Mé-
morial; il sera obligatoire dès le lendemain de
sa publication.
Luxembourg, le 15 février 1896.
Les membres du Gouvernement
EYSCHEN,
KIRPACH,
MONGENAST.
Gegenwärtiger Beschluß soll im „Me-
morial" veröffentlicht werden, und tritt am Tage
nach dessen Veröffentlichung in Kraft.
Luxemburg, den 15. Februar 1896.
Die Mitglieder der Regierung
Eyschen, Kirpach, Mongenast.
Caisse d'épargne. — Opérations effectuées du 15 au 31 janvier 1896.
Versements par 1438 déposants, dont 341
nouveaux...
. fr.
Versements antérieurs sans les intérêts
capitalisés....
Total des
v e r s e m e n t s . . . f r .
Remboursements à 1461 déposants, dont 151 pour s o l d e . . . f r .
Remboursements depuis le 1er janvier, année
ct...
155,176 03
96,698 19
Total des
r e m b o u r s e m e n t s . . . f r .
Solde au 31 janvier 1896
fr.
213,182 64
9,061,362 70
9,280,545 34
251,874 22
9,028,671 12
Luxbg Imp d I C. V Bück, L. Bück, Succ.
à fr.
à fr.
à fr.
à fr.
à fr.
à fr.
1 80
0 90
0 90
0 10
0 10
0 10
par tête de gros bétail ;
pour la visite d'un veau ;
pour la visite d'un porc ;
pour la visite d'un porcelet ;
pour la visite d'une chèvre, et
pour la visite d'un mouton.
A r t . 4. Les frais de la visite sont à la charge
des importateurs ; ils sont fixés comme suit
Fr.
Fr.
Fr.
Fr.
Fr.
Fr.
1,80
0,90
0,90
0,10
0,10
0,10
für ein Stück Hornvieh;
für ein Kalb;
für ein Schwein;
für ein Milchschwein;
für eine Ziege;
für ein Schaf.
Bei Austritt, Streichung von der Mitglider
liste oder Ausschluss, haben die betreffenden Mitglieder
keinerlei Anspruch auf irgend welche Rückerstattung der
geleisteten Beiträge.
KAP. IV. — Verwaltung.
Der Verein wird verwaltet durch einen Ans-
schuss, welcher aus einem Präsidenten, einem Kassirer-
Sekretär und vier weiteren Mitgliedern besteht.
Die Mitglieder des Ausschusses werden durch
die General-Versammlung in geheimer Abstimmung, mit
absoluter Stimmenmehrheit ernannt.
Dieselben müssen ihren Wohnsitz im Grossherzogthum
haben.
Art.
11. Die Ausschuss-Mitglieder wählen aus ihrer
Mitte den Präsidenten und Kassirer-Sekretär auf drei
Jahre.
Von dem Ausschuss scheiden alle drei Jahre
zwei Mitglieder in einem durch das Loos zu bestimmen-
den Turnus aus. Die ausscheidenden Mitglieder sind
wieder wählbar.
Der Ausschuss versammelt sich alljährlich
im Monat März zur Prüfung der Rechnungsablage des
verflossenen Jahres, und sonst nach Bedürfniss auf Ein-
berufung des Präsidenten.
Der Präsident überwacht und sichert die
Ausführung des Statutes. Er handhabt die Polizei in den
Versammlungen, er unterzeichnet alle Urkunden, Be-
schlösse und Berathungen und vertritt die Gesellschaft in
ihrem Verkehr mit den öffentlichen Behörden. Er erlässt
die nothigen Anordnungen für die Zusammenkünfte des
Ausschusses und die Einberufung der General-Versamm-
lungen.
Der Kassirer-Sekretär ist betraut mit der
Abfassung der Sitzungsberichte, mit der Correspondenz,
den Einberufungen zu den Sitzungen und der Aufbe-
wahrung des Archivs.
Er führt das Mitgliederregister und legt dem Ausschuss
die Aufnahmegesuche vor, er besorgt die Einnahmen und
die Auszahlungen und haftet für die Gelder, die sich in
der Kasse befinden.
Er bewerkstelligt die Anlage und Erhebung des Geldes
bei der Sparkasse, den Ankauf von Rententiteln und Hin-
terlegung von solchen bei der Generaleinnahme, auf eine
vom Präsidenten und einem Ausschussmitgliede unter-
zeichnete Anweisung.
In der Ausschusssitzung im Märe jeden Jahres legt er
Rechnung ab über die Geschäftsführung des verflossene
Jahres.
Der Vorstand und die Mitglieder des Aus-
schusses beziehen keine Vergütung, hingegen wird dem
Kassirer-Sekretär eine jährliche Entschädigung von zwölf
Mark für Beschaffung von Büreau-Bedürfnissen zuerkannt.
Der Verein tritt regelmässig im Monat April
jeden Jahres, und sonst nach Bedürfniss zusammen. In
der regelmässigen General-Versammlung erhält er Mit-
theilung über die Vermögenslage und den Mitgliederbe-
stand, und nimmt die Ersatzwahlen für die austretenden
Ausschuss-Mitglieder vor.
KAP. V. — Verpflichtungen der Mitglieder gegen den Verein.
Neu eintretende Mitglieder zahlen eine Auf-
nahmegebühr von vier Mark. Die Quittung hierüber ist
zugleich Aufnahme-Urkunde.
Sämmtliche Mitglieder des Vereins zahlen einen monat-
lichen Beitrag von O.SO Mark.
KAP. VI. — Verpflichtungen der Gesellschaft gegen ihre
Mitglieder.
Die bei dem Tode eines Mitgliedes an die
Hinterbliebenen desselben zu zahlende Unterstützung
beträgt 500 Mark.
Die Auszahlung der Unterstützung erfolgt an
die Bezugsberechtigten.
Als Bezugsberechtigte werden angesehen : die Wittwe,
Kinder, Enkel, Geschwister, Eltern und Grosseltern des
Verstorbenen oder eine von diesem testamentarisch
be-
zeichnete Person, sofern solche unmittelbar nach dem
Tode bekannt ist.
Sind keine solchen Bezugsberechtigten vor-
handen, so dient der Unterstützungsbetrag in erster Linie
zur Bestreitung der Kosten eines anständigen Begräb-
nisses, Der Ueberschuss kann unter Umständen zur
Deckung der Kosten für Arzt, Medikamente, Warte und
Pflege, sowie Hausmiethe, verwendet werden, oder er
fällt an den Verein zurück, worüber der Vorstand zu ent-
scheiden hat. Der Unterstützungs-Betrag kann unter
keinen Umständen und von keiner Seite mit Beschlag
belegt werden.
KAP. VII. — Vereinsvermögen.
Das Vereinsvermögen wird bis auf ein zur
Deckung der laufenden Ausgaben und einer Unterstützung
bestimmtes Saldo bei der Staats-Sparkasse angelegt.
Dieses Saldo darf den Betrag von 500 Mark nicht über-
steigen.
Unter den im Grossh. Beschluss vorn 22. Juli 1891 vor-
gesehenen Bedingungen kann auch du Theil des Ver-
mögens in Staats- oder Gemeindepapieren
angelegt
werden.
Aus den Vermögensbeständen. des Vereins
wird ein Betrag von 3000 Mark ausgeschieden und als
Reservefond behandelt. Diese Reserve darf nur im
äussersten Nothfalle angegriffen werden und wird dann.
sofort wieder vervollständigt. Zu diesem Zwecke wird der
im Art. 18 vorgesehene monatliche Beitrag auf 0,80 Mark
erhöht, bis der Reservefond in der vorgesehenen Höhe
wieder hergestellt ist.
KAP. VIII. — Abänderung des Statuts. — Auflösung und
Liquidirung des Vereins. — Schlichten etwaiger Streit-
sachen.
Anträge auf Abänderung des Statutes werden
direkt vom Ausschuss, oder auf schriftlichem Wege durch
die absolute Mehrheit der Mitglieder gestellt.
Eine Statutabänderung ist nur durch eine
General-Versammlung zulässig, welche wenigstens einen
Monat im Voraus eigens zu diesem Zweck, durch be-
sondere Schreiben mit ausdrücklicher Angabe der Tages-
ordnung, einberufen sein muss.
Die Beschlüsse dieser Versammlung müssen, um gültig
zu sein, mit drei Viertel Stimmen der anwesenden Mit-
glieder gefasst, und von der Regierung in der Form
genehmigt werden, welche durch Art. 2 des Grossh. Be-
schlusses vom 22. Juli 1891 vorgeschrieben ist.
Die Gesellschaft kann sich eigenmächtig nur-
bei erwiesener Unzulänglichkeit ihrer Mittel auflösen.
Die Auflösung wird in einer speciell zu diesem Zweck,
wenigstens zwei Monate im Voraus, durch Einzelbriefe,
einberufenen General-Versammlung, auf die Tagesord-
nung gesetzt. Nachdem diese General-Versammlung über
die eventl. Beschaffung neuer Hülfsmittel berathschlagt
hat, kann mit drei Viertel Stimmen der anwesenden Mit-
glieder beschlossen werden, dass eine General-Abstimm-
ung über die Auflösung der Gesellschaft staulinde.
Die General-Abstimmung erfolgt in der Weise, dass
jedem Vereinsmitglied ein Zettel mit der Frage, ob der
Verein aufzulösen sei, zugestellt und nach Beantwortung
dieser Frage dem Ausschuss eingesandt wird.
An der General-Abstimmung müssen wenigstens drei
Viertel der Vereins-Mitglieder theilnehmen. Der Beschluss
der Auflösung muss mit drei Viertel der abgegebenen
Stimmen gefasst sein. Die Auflösung ist nur mit Gut-
eissung der Regierung gültig.
Im Falle der Auflösung wird die Liquidirung zufolge
den Bestimmungen des Art. 9 des Grossh. Beschlusses
vom 22. Juli 1891 bewerkstelligt.
Al|e Schwierigkeiten oder Zwistigkeiten,
welche im Schosse der Gesellschaft entweder zwischen
Mitgliedern oder zwischen Mitgliedern einer- und dem
Ausschuss anderseits, entstehen, werden durch zwei von
Avis. — Service de la monte.
L'arrêté du 23 décembre écoulé, concernant
l'examen des étalons destinés a la monte pen-
dant l'année 1896, dit en son art. 7 que «les
reproducteurs introduits par le Gouvernement,
étant admis de droit à la monte, seront portés
sur la liste des étalons, sur la déclaration de
leurs propriétaires ».
Cette disposition, qui ne précise pas la durée
du temps pour lequel ces reproducteurs sont
admis à la saillie des animaux d'autrui, sans
examen préalable, est à compléter et à inter-
préter par l'art. 7, alinéa 2 du cahier des
charges générales du 21 juillet 1891, qui dit
que la faveur en question n'est applicable que
pendant l'année en cours, c'est-à-dire, l'année
qui suit la déclaration faite lors de la réunion
de la commission d'examen.
den betheiligten Parteien zu ernennenden Schiedsrichter
geschlichtet. Unterlässt eine der Parteien diese Ernen-
nung, so kann der Präsident der Gesellschaft dieselbe
vornehmen.
Sind die beiden Schiedsrichter getheilter Ansicht, so
ziehen sie, oder in ihrer Ermangelung, der Präsident,
einen dritten zu, welcher zu entscheiden hat und dessen-
Entscheidung endgültig ist.
Ist die Gesellschaft als solche hei der Streitfrage inte-
ressirt, so hat statt des Präsidenten der Gesellschaft,
der Präsident der höheren Commission zur Förderung
der auf Gegenseitigkeit beruhenden Hilfskassen die in
den beiden vorstehenden Abschnitten vorgesehenen
Schiedsrichter zu ernennen.
Jedes Mitglied erhält ein gedrucktes Exem-
plar dieses Statuts, ausserdem die Liste der Vereinsmit-
glieder, und jedes Jahr die Anzeige der in letzterer ein-
getretenen Veranderungen.
Also festgestellt in der General-Versammlung vom
21. April 1895.
Der Ausschlag,
(Folgen die Unterschriften.)
Der Beschluß vom verflossenen 23. Dezember,
die Untersuchung der während des Jahres 1896
zur Beschälung bestimmten Hengste betreffend,
besagt unter Art. 7, daß die von der Regierung
eingeführten Hengste, welche von Rechtswegen
zur Beschälung zugelassen sind, auf Angabe ihrer
Eigenthümer in die Liste der Beschäler einge-
tragen werden.
Diese Bestimmung, welche die Zeitdauer nicht
näher angibt, für welche diese Reproductoren,
ohne vorherige Untersuchung, zur Beschälung
fremder Stuten angekört sind, ist durch Art. 7 Al. 2
des allgemeinen Bedingungsheftes vom 21. Juli
1891 zu ergänzen und auszulegen wonach diese
Vergünstigung auf das laufende Jahr beschränkt
ist, d. h. nur für das Jahr gilt, das auf die bei
der Zusammenkunft der Untersuchungscommission
abgegebene Erklärung folgt.
Bekanntmachung. — Beschälungsdienst.
Il résulte de la combinaison des textes cités
ci-dessus que sont seuls admis à la saillie pen-
dant l'année 1896, en vertu de l'art. 7 de
l'arrêté du 23 décembre 1893, les étalons ven-
dus par le Gouvernement pendant le cours de
tannée 1895, et à condition d'ailleurs qu'ils
aient été portés sur la liste des étalons à la
réquisition de leurs propriétaires.
Les propriétaires d'étalons acquis à
des
ventes antérieures tenues par le Gouvernement
et qui les emploieraient à la desserte
des
juments d'autrui sans les avoir présentés à la
commission, commettent une contravention et
sont passibles des pénalités comminées à l'art. 60
du règlement du 14 décembre 1861.
Luxembourg, le 5 février 1896.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Aus der Gegenüberstellung obiger Texte erhellt,
daß, kraft Art. 7 des Beschlusses vom 23. De-
zember 1895, nur die durch Vermittelung der
Regierung im Laufe des Jahres 1895 ver-
kauften Hengste während des Jahres 1396 zur
Beschälung zugelassen sind, unter der Bedingung,
daß sie auf Ansuchen ihrer Eigenthümer auf die
Liste der Hengste eingetragen worden sind.
Diejenigen Eigenthümer, welche Hengste, die sie
bei früheren auf Anstehen der Regierung veran-
stalteten Versteigerungen angekauft haben, zur
Beschälung fremder Stuten, ohne vorherige Vor-
führung bei der Schaucommission, verwenden
sollten, machen sich einer Zuwiderhandlung schuldig
und verfallen den durch Art. 60 des Reglementes
vom 14. Dezember 1861 verhängten Strafen.
Luxemburg, den 5. Februar 1896.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Bekanntmachung. — Staatsanleihe von 1882.
Die Verlosung der am 1. April resp. 1. Oktober
1896 heimzuzahlenden Obligationen des Groh. An-
lehens von 1882 hat folgendes Ergebniß geliefert
Le remboursement aura lieu au pair entre les
mains du porteur et sans frais : à Luxembourg,
par la Banque Internationale, et à Berlin, par
la maison de banque S. Bleichrœder.
Les intérêts cesseront de courir du jour où
le remboursement sera échu.
Die Heimzahlung geschieht pari zu Händen des
Inhabers und ohne Kosten: zu Luxemburg, durch
die Internationale Bank, und zu Berlin, durch
das Bankhaus S. Bleichröder.
Die Zinsen hören auf vom Tage der Fällig-
keit ab.
Avis, — Emprunt grand-ducal de 1882.
Le tirage au sort des obligations de l'emprunt
grand-ducal de 1882, remboursables les 1er avril
et 1er octobre 1896, a donné le résultat suivant
I. Échéance du 1er avril 1896. — I . Fälligkeit vom 1. April 1896.
Litt. G. — Nos 42, 724.
Litt. H. — Nos 299, 544, 383, 639, 783, 1540, 1693.
Litt. J. — Nos 11, 90, 135, 415, 655, 1024, 1821, 2141,
2922,
3619.
IL Échéance du 1er octobre 1896. — I I . Fälligkeit vom 1. Oktober 1896.
Litt. G. - Nos 243, 825.
Litt. H. — Nos 674, 707, 721, 975, 1325, 1653, 1807, 1913.
Litt. J. — Nos 667, 913, 1378, 1823, 2466, 2762, 3648, 3794.
L'obligation Litt. H. N° 409, remboursable à
partir du 1er avril 1893 n'a pas encore été pré-
sentée au remboursement.
Luxembourg,
le 10 février 1896.
Le Directeur général des finances,
M .
MONGENAST.
Avis. — Caisse d'épargne.
D est porté à la connaissance du public qu'en
vertu d'une autorisation du conseil d'adminis-
tration de la Caisse d'épargne du 2 février
1896, le livret n° 32152 du bureau central qui
a été perdu est annulé et a été remplacé par
un duplicata,
Luxembourg, le 6 février 1896.
Le Directeur général des finances,
M .
MONGENAST.
Avis. — Ecole d'accouchement.
L'examen pour l'admission des élèves à l'école
d'accouchement aura lieu lundi, le 2 mars pro-
chain, à 10 heures du matin, dans les locaux
de l'établissement au Pfaffenthal.
Les personnes qui voudront prendre part à
cette épreuve, devront adresser, sans retard,
à l'administrateur-directeur de la maternité,
une demande d'admission accompagnée
1° d'un certificat de bonne conduite;
2° d'un certificat du médecin de canton ;
3° d'un extrait de leur acte de naissance et
4° d'une quittance constatant qu'elles ont
versé entre les mains du receveur du bureau
des contributions de Luxembourg le minerval
fixé à 378 fr,
Les cours commenceront mardi, le 3 mars
prochain.
Luxembourg, le 13 février 1896.
Le Directeur général de l'intérieur,
H. KIRPACH.
Bekanntmachung. — Sparkasse.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge-
bracht, daß gemäß einer Ermächtigung des Ver-
waltungsrathes der Sparkasse vom 2. Februar
1896, das verloren gegangene Livret Nr. 32152
des Central-Büreaus für nichtig erklärt und durch
ein Duplikat ersetzt worden ist.
Luxemburg, den 6. Februar 1896.
Der General-Director der Finanzen,
M. M o n g e n a s t .
Bekanntmachung. — Hebammenlehranstalt.
Die Prüfung zur Aufnahme in die Hebammen-
lehranstalt findet am Montag, den 3. März
künftig, um 10 Uhr Morgens, in der Anstalt im
Pfaffenthal statt.
Diejenigen welche an dieser Prüfung theilzu-
nehmen wünschen, sind gebeten, ohne Verzug dem
Verwaltungsdirektor der Hebammenanstalt ein
Aufnahmegesuch mit folgenden Belegstücken zu-
kommen zu lassen
1° einem Führungsattest;
2° einem Zeugniß des Kantonalarztes;
3° einem Auszug ihres Geburtaktes und
4° einer Bescheinigung, daß sie bei dem Steuer-
einnehmer von Luxemburg das Minerval von
375 Fr. hinterlegt haben.
Die Lehrkurse beginnen am Dienstag, den
3. März künftig.
Luxemburg, den 13. Februar 1896.
Der General-Director des Innern,
H. Kirpach.
Die Obligation Litt. H. 403, zahlbar seit
dem 1. April 1895, ist noch nicht zur Heimzah-
lung präsentirt worden.
Luxemburg, den 10. Februar 1896.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Arrêté du 15 février 1896, concernant la police
sanitaire du bétail.
LE GOUVERNEMENT EN CONSEIL ;
Vu la loi du 5 octobre 1870, sur les ëpizooties,
et le règlement concernant le service des vété-
rinaires et la police sanitaire du bétail, ap-
prouvé par arrêté grand-ducal du 8 août 1863;
Vu l'avis conforme de la Commission d'agri-
culture ;
Arrête