Grand-Duché de Luxembourg.
Table des dispositions (35)
Texte législatif (35 Articles)
Mémorial
du
Grand-Duché de Luxembourg.
Memorial
de
Großherzogtums Luxemburg.
Mardi, 3 octobre 1939
№ 73
Dienstag, 3. Oktober 1939
Großh. Beschluß vom 30. September 1939, betref-
fend die Einrichtung von Schiedsgerichten über
Mietsstreitigkeiten.
Wir Charlotte, von Gottes Gnaden Großherzogin
von Luxemburg, Herzogin zu Nassau, u., u., u. ;
Gesehen die Gesetze vom 28. September 1938
und 29. August 1939 betreffend die Ausdehnung der
Exekutivgewalt ;
Gesehen Art. 27 des Gesetzes vom 16. Januar 1866
über die Einrichtung des Staatsrates, und in Anbe-
tracht der Dringlichkeit ;
Auf Bericht und nach Beratung der Regierung im
Konseil ;
Haben beschlossen und beschließen
Vom 1. Oktober 1939 an sind die Beziehungen
zwischen Vermietern, Mietern und Untermietern in
Mietsachen ausnahmsweise und zeitweilig folgenden
Bestimmungen unterworfen
Unabhängig von den Bestimmungen
Unsers Beschlusses vom 31. Oktober 1936 betreffend
den Schutz des Geschäftsfonds, kann der kommer-
zielle Mietvertrag, der aus irgendeiner Ursache ab-
läuft, auf Antrag des Mieters für eine Zeitdauer bis
zu sechs Monaten verlängert werden, es sei denn,
daß der Vermieter nachweist, daß er die vermieteten
Räume zum eigenen Gebrauch benötigt. Hat der
Vermieter in letzterem Falle die vermieteten Räume
binnen Monatsfrist nach dem Auszug des Mieters
nicht bezogen, so hat letzterer Recht auf Schadenersatz.
Die Verlängerung kann erneuert werden.
Il est interdit de circuler ou de séjourner
dans le triangle formé par les localités de Remich
et de Mondorf et les frontières sud-est du Grand-
Duché, à toutes personnes ne résidant pas habi-
tuellement dans cette région, à moins de service
public, de motifs graves ou d'affaires urgentes.
La circulation reste toutefois libre à l'intérieur
des localités de Remich et de Mondorf. Il en est
de même pour la route reliant directement Remich
à Mondorf en passant près des stations de Scheuer-
berg et d'Ellange ; cependant sur la partie reliant
la station de Scheuerberg à la localité de Remich
tout stationnement non motivé de personnes ou
de véhicules est prohibé.
Der Verkehr und der Aufenthalt in dem
von den Ortschaften Remich und Mondorf sowie der
Südostgrenze des Großherzogtums gebildeten Dreieck
ist jedem verboten, der nicht gewöhnlich in diesem
Landesteil ansässig ist, es sei denn aus Rücksichten des
öffentlichen Dienstes, wegen schwerwiegender Be-
weggründe oder zur Erledigung dringender Geschäfte.
Der Verkehr bleibt jedoch frei im Innern der Ort-
schaften Remich und Mondorf, sowie für die Straße,
die Remich mit Mondorf direkt verbindet und an den
Bahnhöfen Scheuerberg und Ellingen vorbeiführt ;
auf dem Straßenteil jedoch, der den Bahnhof Scheuer-
berg mit der Ortschaft Remich verbindet, ist jedes
unbegründete Stehenbleiben bezw. Halten von Per-
sonen oder Fahrzeugen verboten.
L'art. 1er du susdit arrêté du 7 sep-
tembre 1939 est remplacé par la disposition
suivante
Jusqu'à disposition ultérieure contraire l'abatage
de porcs d'un poids vif inférieur à 100 kg. est
défendu tant dans les abattoirs publics que dans
les tueries privées.
Cette disposition ne s'applique pas à l'abatage
de porcs pour des besoins privés.
En cas de nécessité, des autorisations spéciales
d'abatage pourront être accordées par le Ministre
de l'Agriculture.
Art. 1 des obenerwähnten Beschlusses
vom 7. September 1939 wird durch folgende Be-
stimmungen ersetzt
Bis auf weiteres ist das Abschlachten von Schweinen
mit einem Lebendgewicht von weniger als 100 Kg.
in den öffentlichen und privaten Schlachthäusern ver-
boten.
Diese Verfügung betrifft nicht das Abschlachten
von Schweinen für Privatbedürfnisse.
Falls die Notwendigkeit vorliegt, können besondere
Schlachtermächtigungen durch den Minister
des
Ackerbaus erteilt werden.
Jeder unglückliche und ehrliche Mieter oder
Untermieter,
dessen Einkommen eine wesentliche
Verminderung durch den Krieg erfahren hat, kann
die Herabsetzung des Mietspreises, die Abänderung
der Zahlungsmodalitäten und aller andern Lasten
des Mietvertrages sowie dessen Auflösung bean-
tragen, wenn seine Lage ihn in die Unmöglichkeit
versetzt, seinen vertraglichen Verpflichtungen nach-
zukommen.
Das zuständige Gericht urteilt in diesen Streitsachen
unter besonderer Berücksichtigung der Klauseln des
Vertrages, der allgemeinen wirtschaftlichen Lage,
der auf den Besitzungen ruhenden Lasten, des Ge-
schäftsganges des Mieters.
Es kann zu diesem Zwecke alle für notwendig be-
fundenen Untersuchungsmaßregeln anordnen.
Das Gericht kann die Auflösung des Mietvertrages
auf Antrag des Mieters anordnen, falls bewiesen
ist, daß trotz der verordneten Abänderungen die Aus-
führung des Vertrages dessen Ruin herbeizuführen
droht.
Dieselbe Maßnahme kann getroffen werden auf
Antrag des Eigentümers, falls festgestellt ist, daß
dessen Vermögenslage und die Umstände den-
selben zwingen, aus den vermieteten Räumen eine
Miete zu ziehen, die wesentlich höher ist als die vom
Gericht festgesetzte.
Der Eigentümer kann ebenfalls die Auflösung er-
wirken, falls der Mieter den vom Richter, gemäß
Art. 7 letzter Abschnitt, festgesetzten provisorischen
Maßnahmen nicht nachkommt.
Sont interdits dans tous les cas
a) Les attroupements de personnes dans la zone
prévue à l'art. 1er ;
b) l'accès à la localité et au ban de Schengen,
depuis la tombée de la nuit jusqu'au lever du jour.
Exception est cependant faite pour les cas de
service public et médical.
In allen Fällen sind untersagt
a) die Zusammenrottungen von Personen in der
im Art. 1 erwähnten Zone ;
b) der Zugang zu der Ortschaft und dem Bann von
Schengen vom Einbruch der Nacht an bis zum Tages-
anbruch, ausgenommen in Fällen öffentlichen oder
medizinischen Dienstes.
Le présent arrêté entrera en vigueur le
jour de sa publication au Mémorial.
Luxembourg, le 28 septembre 1939.
Les Membres du Gouvernement,
P. Dupong.
Jos. Bech.
Nic. Margue.
P. Krier.
R. Blum.
Beschluß vom 28. September 1939, betreffs Abän-
derung desjenigen vom 7. dess. Mts. über das
Abschlachten des Schweine.
Die Regierung im Konseil,
Nach Einsicht der Gesetze vom 28. September 1938
und 29. September 1939 betreffend die Ausdehnung
der Kompetenz der Exekutivgewalt und besonders
des Art. 1, letzter Abschnitt des obenerwähnten Ge-
setzes vom 28. September 1938 ;
Nach Wiedereinsicht des Beschlusses vom 7. Septem-
ber 1939, betreffend das Abschlachten der Schweine,
und in Erwägung, daß es im Interesse der Fleisch-
versorgung ist, nur Schweine zur Schlachtung zuzu-
lassen, deren Lebendgewicht einen genügenden wirt-
schaftlichen Ertrag gewährleistet ;
Beschließt
Dieser Beschluß tritt am Tage seiner Ver-
öffentlichung im „Memorial" in Kraft.
Luxemburg, den 28. September 1939.
Die Mitglieder der Regierung
P. Dupong.
Jos.
Bech.
N. Margue.
P. Krier.
R. Blum.
Avis. — Administration communale. — Par arrêté en date du 27 septembre 1939, M. Joseph
Conzemius,
cultivateur, à Fouhren, a été nommé aux fonctions d'échevin de la commune de Fouhren. — 29 sep-
tembre 1939.
Avis. — Assurance vieillesse et invalidité.
Liste des délégués-patrons et des délégués-assurés appelés à siéger comme assesseurs aux tribunaux
arbitraux pour la période du 1er janvier 1940 au 31 décembre 1943.
a) Délégués-patrons.
A. — Membres effectifs.
I. — Tribunal arbitral de Luxembourg.
1° Conrath Joseph, fondé de pouvoir, Wecker ;
2° Schrader Jacques, entrepreneur, Luxembourg ;
3° Faber Jean, ingénieur, Dommeldange ;
4° Flammang Nicolas, maître-plafonneur, Luxembourg ;
5° Ronckard Edouard, maître-menuisier, Luxembourg.
II. — Tribunal arbitral d'Esch-s.-Alz.
1° Brouch Joseph, fondé de pouvoir, Differdange ;
2° Grüneisen Guillaume, entrepreneur, Differdange ;
3° Kayser Henri, directeur de l'usine à gaz, Esch-s.-Alz. ;
4° Schneider Guillaume, peintre-décorateur, Esch-s.-Alz. ;
5° Kill Paul, maître-électricien, Esch-s.-Alz.
III. — Tribunal arbitral de Diekirch.
1° Lambert Georges, industriel, Wiltz ;
2° Pesch Nicolas, administrateur de la Société Aug. Richard & Cie., Diekirch ;
3° Wagner Jean, carrossier, Diekirch ;
4° Walch Nicolas, entrepreneur, Gilsdorf ;
5° Wanderscheid E., entrepreneur, Ettelbruck.
B. — Membres suppléants
I. — Tribunal arbitral de Luxembourg.
1° Morché Ernest, entrepreneur, Limpertsberg ;
2° Schmit Jos., maître-zingueur, Luxembourg ;
3° Durbach Mathias, maître-peintre, Luxembourg.
II. — Tribunal arbitral d'Esch-s.-Alz.
1° Chomé Pierre, ingénieur, chef de service de l'Arbed, Esch-s.-Alz. ;
2° Logelin Victor, directeur des minières Angleur-Athus, Esch-s.-Alz. ;
3° Zigrand Joseph, garagiste, Esch-s.-Alz.
III. — Tribunal arbitral de Diekirch.
1° Faber Léon, fondé de pouvoir, tannerie Idéal, Wiltz ;
2° Heintz Joseph, fabricant de meubles, Diekirch ;
3° Schaffner Robert, maître-serrurier, Echternach.
b) Délégués-assurés,
A. — Membres effectifs.
I. — Tribunal arbitral de Luxembourg.
1° Bœs Nicolas, tourneur, Hespérange ;
2° Brendel J.-P., dessinateur, Bonnevoie ;
3° Jander Charles, ouvrier, Luxembourg ;
4° Kirsch Mich., ouvrier, Pfaffenthal ;
5° Schoos Nic., typographe, Luxembourg.
II. — Tribunal arbitral d'Esch-s.-Alz.
1° Ackermann Victor, ouvrier, Esch-s.-Alz. ;
2° Fellens Jean, serrurier, Esch-s.-Alz. ;
3° Gœrres Albert, ouvrier, Differdange ;
4° Kremer J.-B., mineur, Obercorn ;
5° Leches J.-P., ouvrier d'usine, Rodange.
III. — Tribunal arbitral de Diekirch.
1° Deltgen Fr., ouvrier-brasseur, Wiltz ;
2° Fink Math., typographe, Diekirch ;
3° Haagen Jos., ouvrier-tanneur, Niederwiltz ;
4° Mertens Tony, ouvrier-tanneur, Niederwiltz ;
5° Simon P., ouvrier de carrières, Gilsdorf.
B. — Membres suppléants.
I. — Tribunal arbitral de Luxembourg.
1° Krier Jean, ouvrier-tisserand, Luxembourg ;
2° Reiter Aloyse, ouvrier, Bonnevoie ;
3° Schwab Jean, ouvrier, Bonnevoie ;
4° Wagner Léon, peintre, Luxembourg ;
5° Weber Nic., ouvrier-mineur, Grevenmacher.
II. — Tribunal arbitral d'Esch-s.-Alz.
1° Baum Dom., ouvrier d'usine, Schifflange ;
2° Bohler Nic., ouvrier-mineur, Rumelange ;
3° Fellens J.-P., typographe, Esch-s.-Alz. ;
4° Gales Léon, zingueur, Esch-s.-Alz. ;
5° Stemper Aug., mineur, Esch-s.-Alz.
III. — Tribunal arbitral de Diekirch.
1° Bildgen Nic., ouvrier-brasseur, Diekirch ;
2° Evrard Nic., ouvrier d'ardoisières, Perlé ;
3° Haas Mich., ouvrier-tanneur, Wiltz ;
4° Weber Ch., ouvrier, Diekirch ;
5° Thill Pierre, ouvrier d'ardoisières, Asselborn. — 30 septembre 1939.
Imprimerie de la Cour Victor Buck, S. a r. l., Luxembourg.
Alle Klauseln eines Mietvertrages, welche
die gänzliche oder teilweise Aufhebung der einen oder
andern Bestimmungen dieses Beschlusses bezwecken,
sind nichtig.
Dans la zone prévue à l'art. 1er, y compris
le tronçon de route Scheuerberg-Remich et sur les
limites de cette zone, l'usage et le port d'appareils
optiques de grossissement ou d'appareils photo-
graphiques sont prohibés.
Dans ces mêmes zones l'occultation des appareils
Großh. Beschluß vom 2. Oktober 1939, betreffend
Reglementierung des Verkehrs und des Auf-
enthaltes in gewissen Grenzgegenden.
Wir Charlotte, von Gottes Gnaden Großgerzogin
von Luxemburg, Herzogin zu Nassau, u., u., u. ;
Nach Einsicht der Gesetze vom 28. September
1938 und 29. August 1939, betreffend Ausdehnung
der Exekutivgewalt der Regierung ;
Nach Einsicht des Art. 27 des Gesetzes vom 16. Ja-
nuar 1866 über die Einrichtung des Staatsrates,
und in Anbetracht der Dringlichkeit ;
Auf den Bericht Unserer Minister des Innern und
der Justiz und nach Beratung der Regierung im
Konseil ;
Haben beschlossen und beschließen
In der im Art. 1 erwähnten Zone,
der Straßenteil Scheuerberg-Remich miteinbegriffen,
und an den Grenzen dieser Zone sind der Gebrauch
und das Tragen von Vergrößerung- und Photo-
graphieapparaten verboten.
In denselben Jonen ist im Freien das Abdunkeln
d'éclairage des véhicules ainsi que des lampes
électriques à main est obligatoire, en plein air,
depuis la tombée de la nuit jusqu'au lever du jour.
In jedem Kanton wird ein Schiedsgericht
für Mietsstreitigkeiten eingesetzt.
Der Kanton Esch erhält zwei Schiedsgerichte, ent-
sprechend den Bezirken der beiden Friedensrichter.
Das Schiedsgericht ist zusammengesetzt aus dem
Friedensrichter oder dem Ergänzungsrichter, als Prä-
sidenten, und zwei Beisitzern, von denen der eine
unter den Eigentümern, der andere unter den Mie-
tern des Kantons bezeichnet wird.
Der Gerichts-
schreiber des Friedensgerichtes versieht das Amt
des Sekretärs.
Der Friedensrichter wählt die Beisitzer auf Grund
einer von der Regierung im Konseil aufgestellten
Liste von Eigentümern und Mietern.
Vor ihrem Amtsantritt leisten die Beisitzer unter
die Hände des Präsidenten folgenden Eid : „Ich
schwöre meine Funktionen auf Ehre und Gewissen
zu erfüllen und das Geheimnis der Beratungen zu
Mahren, so wahr mir Gott helfe !"
Die Entschädigungen der Beisitzer und des Ge-
richtsschreibers werden durch Ministerialbeschluß fest-
gesetzt.
Die Mitglieder des Schiedsgerichtes können aus
den in Art. 378 der Zivilgesetzordnung vorgesehenen
Gründen abgelehnt werden ; das Schiedsgericht ent-
scheidet darüber, ohne daß irgend ein Rekurs zulässig
wäre.
Das Schiedsgericht tritt zusammen im Kanton
Esch in Esch, Differdingen und Düdelingen, in den
anderen Kantonen im Kantonalhauptort, jeweils im
Sitzungssaal des Friedensgerichtes und an den vom
Präsidenten bezeichneten Tagen und Stunden.
Nonobstant les dispositions des art. 1 et 2
le chef de la gendarmerie ou son délégué peuvent
accorder des autorisations personnelles et tempo-
raires de circulation ou de séjour pour des endroits
déterminés.
Ungeachtet der Bestimmungen der Art. 1
und 2 kann der Chef der Gendarmerie oder sein Ver-
treter persönliche und zeitlich beschränkte Verkehrs-
und Aufenthaltsermächtigungen für bestimmte Orte
bewilligen.
Diese Schiedsgerichte sind allein zuständig,
unter Ausschluß jeder anderen Gerichtsbarkeit, wel-
ches auch die Höhe der Klage oder die Kühe der Mie-
ten sei, selbst wenn der Rechtstitel bestritten ist, um
in allen Streitigkeiten zwischen Vermietern und Mie-
tern zu urteilen, die sich auf die Existenz, die Aus-
führung der Mietverträge und der Bestimmungen
des gegenwärtigen Beschlusses beziehen.
Die Zuständigkeit des Gerichtes wird durch die
Lage des Gebäudes, auf das sich der strittige Miet-
vertrag bezieht, bedingt.
Les limites de la zone d'interdiction
prévue au présent arrêté peuvent être modifiées
par arrêté du Ministre de l'Intérieur.
Durch Beschluß des Ministers des Innern
können die Grenzen der in diesem Beschluß vorge-
sehenen Absperrgrenze abgeändert werden.
Die Klage hat durch einfaches, auf stempel-
freiem
Papier
niedergeschriebenes
und bei der
Schiedsgerichtskanzlei
einzureichendes
Gesuch
zu
erfolgen.
Der Zeitpunkt des Eingangs des Gesuches wird
unverzüglich durch den Gerichtsschreiber in ein aus
stempelfreiem Papier bestehendes Register einge-
tragen, das in der Gerichtskanzlei geführt wird.
Dieses Register wird durch den Präsidenten des
Schiedsgerichtes numeriert und paraphiert.
Der
Gerichtsschreiber trägt ebenfalls die Daten der Ein-
schreibebriefe ein, die durch diesen Beschluß vorge-
sehen sind.
Les infractions aux dispositions du
présent arrêté seront punies d'un emprisonnement
de 1 à 7 jours et d'une amende de 20 à 50 francs
ou d'une de ces peines seulement.
Pourront être confisqués les véhicules ou les
engins mentionnés à l'art. 3 qui auront servi aux
infractions à ces dispositions.
Die Zuwiderhandlungen gegen die Be-
stimmungen dieses Beschlusses werden mit einer
Gefängnisstrafe von 1 bis 7 Tagen und einer Geld-
strafe von 20 bis 50 Fr. oder mit nur einer dieser
Strafen geahndet.
Die Fahrzeuge und die in Art. 3 erwähnten Appa-
rate, die zur Zuwiderhandlung gedient haben, kön-
nen beschlagnahmt werden.
Nach der Eingabe des Gesuches findet vor
dem Präsidenten des Schiedsgerichtes ein Einigungs-
versuch statt. Zu diesem Zwecke werden die Parteien
durch Einschreibebrief des Gerichtsschreibers vorge-
laden. Dieser Brief enthält die Angaben über Namen,
Stand und Wohnort des Klägers, den Gegenstand
des Antrages und den Tag und die Stunde des Er-
scheinens, die durch den Präsidenten festgesetzt werden.
Die Vorladungsfrist beträgt mindestens zwei volle
Tage.
Die Parteien müssen persönlich erscheinen.
I m
Falle einer durch den Präsidenten als zulässig erach-
teten Entschuldigung können die Parteien sich durch
Bevollmächtigte vertreten lassen.
In allen Fällen kann der Präsident durch Ordon-
nanz alle für die Parteien verbindliche proviso-
rischen Maßnahmen treffen, besonders den provi-
sorischen Mietzins bis zur definitiven. Erledigung des
Streitfalles, festsetzen. Diese Ordonnanzen sind nicht
anfechtbar.
Sie sind vollstreckbar auf Grund der
Urschrift und vor dem Einregistrieren. Die Summen,
die auf Grund der provisorischen Maßnahmen be-
zahlt worden sind, werden auf den Betrag der ent-
gültigen Entscheidung angerechnet.
Nos Ministres de l'Intérieur et de la
Justice sont chargés, chacun en ce qui le concerne,
de l'exécution du présent arrêté, lequel entrera en
vigueur le jour même de sa publication au Mémorial.
Château de Fischbach, le 2 octobre 1939.
Charlotte.
Les Membres du Gouvernement,
P. Dupong.
Jos. Bech.
Nic. Margue.
P. Krier.
R. Blum.
der Fahrzeug-Beleuchtungsapparate sowie der elek-
trischen Handlampen vom Einbruch der Nacht bis
zum Tagesanbruch obligatorisch.
Unsere Minister des Innern und der Justiz
sind, jeder insoweit es ihn betrifft, mit der Ausfüh-
rung dieses Beschlusses betraut, der am Tage seiner
Veröffentlichung im „Memorial" in Kraft tritt.
Schloß Fischbach, den 2. Oktober 1939.
Charlotte.
Die Mitglieder der Regierung
P. Dupong.
Jos. Bech.
N. Margue.
P. Krier.
R. Blum.
Avis. — Jury d'examen. — Le jury d'examen pour la délivrance du certificat d'aptitude et de capacité
aux fonctions de professeur à l'école normale et d'inspecteur de l'enseignement primaire se réunira le
lundi, 9 octobre 1939, dans une salle de la Commission d'Instruction à Luxembourg, à l'effet de procéder
à l'examen de M. Paul Ulveling de Luxembourg, récipiendaire pour l'ordre des lettres.
L'examen écrit aura lieu les 9, 10 et 11 octobre, chaque fois de 9 h. du matin à midi et de 3 à 6 h. de
relevée.
L'épreuve orale est fixée au vendredi, 13 octobre à ,3 h. de relevée.
Les dates des épreuves pratiques sont fixées au jeudi, 12 octobre, de 8 h. du matin à midi, pour la correc-
tion des devoirs écrits, et aux mardi, 17 et vendredi, 20 octobre, pour les leçons pratiques. — 2 octobre 1939.
Arrêté du 28 septembre 1939, partant modification
de celui du 7 du même mois, concernant l'aba-
tage des porcs.
Le Conseil du Gouvernement,
Vu les lois des 28 septembre 1938 et 29 août
1939, portant extension du pouvoir exécutif et
plus spécialement l'art. 1er, alinéa dernier de la
susdite loi du 28 septembre 1938 ;
Revu l'arrêté du 7 septembre 1939, concernant
l'abatage des porcs et considérant qu'il importe
dans l'intérêt du ravitaillement de n'admettre à
l'abatage que des porcs d'un poids garantissant
un certain rendement économique ;
Arrête
Kommt eine Einigung nicht zustande oder
erscheint der Beklagte nicht, so wird dies im Sitzungs-
register vermerkt und die Parteien werden durch den
Gerichtssekretär, vermittels Einschreibebrief mit Em-
pfangsbestätigung, für das vom Präsidenten ge-
legentlich des Einigungsversuches festgesetzte Datum,
unter Wahrung einer Vorladefrist von wenigstens
einem vollen Tage, einberufen, es sei denn die Par-
teien einigten sich freiwillig über den Sitzungstermin.
In letzterem Falle unterzeichnen sie eine ent-
sprechende Erklärung, die zu den Akten gelegt wird
und die Vorladung ersetzt.
Erscheint eine der Parteien weder in Per-
son noch durch einen Bevollmächtigten, erläßt das
Gericht ein Versäumnisurteil. Die nicht erschienene
Partei kann Einspruch erheben. In diesem Falle
geschieht die Vorladung gemäß den Bestimmungen
des Art. 8.
Das Schiedsgericht erkennt in erster
und letzter Instanz in allen Streitigkeiten deren
Gegenstand die Grenzen, die durch Art. 2 Titel I,
des
Gesetzes
vom
20. April
betreffend
Abänderung gewisser Bestimmungen des Gesetzes
vom 18. Februar 1885 über die Organisation des
Justizwesens, des Gesetzes vom 27. November 1926
über die Kompetenz der Gerichte sowie des Art. 1006
der Zivilprozeßordnung festgesetzt sind, nicht über-
steigen, und in erster Instanz in allen anderen Strei-
tigkeiten.
Die Berufung wird vor dem Bezirksge-
richt eingelegt.
Sie muß bei Strafe der Nichtigkeit
binnen 40 vollen Tagen vom Datum des Urteils an
erfolgen, wenn das Urteil kontradiktorisch ist. In
diesem Falle bedarf es keiner Zustellung. Bei einem
Versäumungsurteil muß die Berufung binnen vollen
40 Tagen von dem Tage an, wo der Einspruch nicht
mehr statthaft ist, erfolgen. Für die
Berufungser-
klärung sowie für die Untersuchung und das Urteil
wird das gewöhnliche Verfahren in Handelssachen
befolgt.
Gegen die in letzter Instanz ergangenen
Entscheidungen ist das Kassationsverfahren unzu-
lässig, es sei denn daß eine Gesetzesübertretung oder
eine Verletzung der wesentlichen oder unter Strafe
der Nichtigkeit vorgeschriebenen Formen vorliegt.
Die Revision muß bei Strafe des Verfalls innerhalb
40 vollen Tagen vom Tage der Notifikation des
Urteils des Schiedsgerichtes beziehungsweise der
Zustellung des Urteils des Bezirksgerichtes ab ein-
gereicht weiden. Für die Versäumungsurteile be-
ginnt die Frist an dem Tage des Ablaufs der Ein-
spruchfrist. Das Revisionsgesuch wird gemäß den
für das Verfahren beim Kassationshofe in Zivil- und
Handelssachen vorgeschriebenen Formen eingeleitet,
untersucht und entschieden.
Die entgültigen Entscheidungen sowie die
Vereinbarungen zwischen den Parteien während des
Prozesses über den Preis und die Lasten des Miet-
vertrages binden die Parteien für eine Dauer von
wenigstens sechs Monaten vom Tage der Entschei-
dung bezw. der Vereinbarung an ; nach dieser Frist
kann ihre Überprüfung beantragt werden, falls eine
Änderung der Lage dieselbe rechtfertigt. Diese Be-
stimmung betrifft nicht die Auflösungsklagen, die auf
Grund der Abschnitte 4 und 5 des Art. 2 erhoben
werden.
Eine Abänderung der Mietverträge, die nach dem
Inkrafttreten dieses Beschlusses eingegangen werden,
kann während sechs Monaten nach dem Genußantritt
des Mieters nicht beantragt werden.
Die Streitsachen, die beim Inkrafttreten
dieses Beschlusses anhängig sind, werden bei den
befaßten Gerichtsbarkeiten belassen, die für die Pe-
riode nach dem 30. September 1939 gemäß den Prin-
zipien dieses Beschlusses erkennen.
Für das Verfahren vor dem Schiedsge-
richt sind die Regeln maßgebend, die für die Schieds-
gerichte in Sozialversicherungsangelegenheiten ge-
mäß Unserem Beschluß vom 23. Dezember 1927
vorgesehen sind, soweit sie nicht mit der gegenwär-
tigen Materie unvereinbar sind und soweit sie durch
die Bestimmungen dieses Beschlusses nicht abgeän-
dert sind.
In den Streitsachen, die der Zuständigkeit des
Schiedsgerichtes unterliegen, sind die den Gerichten
zustehenden Befugnisse in betreff der ehelichen Er-
mächtigung dem Präsidenten des Schiedsgerichtes
zugeteilt.
Unser Minister der Justiz ist mit der Aus-
führung dieses Beschlusses betraut, der am Tage
seiner Veröffentlichung im „Memorial" in Kraft
tritt. Der Beschluß bleibt in Kraft bis zu dem Da-
tum, das durch einen in der Form eines öffentlichen
Verwaltungsreglementes erlassenen Großh. Beschluß
festgesetzt wird.
Schloß Fischbach, den 30. September 1939,
Charlotte.
Die Mitglieder der Regierung
P. Dupong.
Jos. Bech.
N. Margue.
P. Krier.
R. Blum.
Arrêté grand-ducal du 2 octobre 1939 portant
réglementation de la circulation et de séjour
dans certaines régions-frontières.
Nous CHARLOTTE, par la grâce de Dieu
Grande-Duchesse de Luxembourg, Duchesse de
Nassau, etc., etc., etc. ;
Vu les lois des 28 septembre 1938 et 29 août
1939, portant extension de la compétence du
pouvoir exécutif ;
Vu l'art, 27 de la loi du 16 janvier 1866 sur
l'organisation du Conseil d'Etat, et considérant
qu'il y a urgence ;
Sur le rapport de Nos Ministres de l'Intérieur
et de la Justice et après délibération du Gouver-
nement en Conseil ;
Avons arrêté et arrêtons