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LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF

150 Articles / Dispositions · Luxembourg
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Table des dispositions (150)

Texte législatif (150 Articles)

LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF

Nummer 54.

(

477 )

Jahr 1841

LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF

DU GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG.

Königl.-Großherzogl. Verordnung

vom 12. October 1841, Nr. 16,

über die Organisation des Medicinalwesens.

(N° 10376. —

RP.)

Wir Wilhelm II, von Gottes Gnaden. König

der Niederlande, Prinz von Oranien-Nas-

sau, Großherzog von Luxemburg, u., u., u.,

Haben gut gefunden, Folgendes zu verordnen

Erster Abschnitt.

Von den Medizinal-Behörden.

LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF

Die obere Leitung der gesammten Medizinal-

Verwaltung ist der Landesregierung übertragen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Es ist erlaubt, die verschiedenen Zweige der

Heilkunde, zu welchen man berechtigt ist, ver-

eint auszuüben.

Die Geburtshelfer müssen Chirurgen sein.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

In den Orten, wo keine Apotheke ist, müssen

die Aerzte, Chirurgen und Thierärzte die von

der Landesregierung für ihre respectiven Heil-

zweige vorgeschriebenen Arzneimittel halten, bei

Vermeidung einer Geldbuße von 2 Gulden für

jedes fehlende Stück.

Für jedes verdorbene oder verfälschte Stück

verfallen sie in eine Geldbuße von 3 Gulden,

außer der Confiskation der Waare.

Sie haben sich bei dem Verkauf ihrer Arznei-

mittel an die gesetzliche Taxe zu halten, bei

III. RÉGLEMENT

sur les devoirs spéciaux des personnes

autorisées à exercer l'art de guérir.

A R T . 1 e r .

Dans les localités où il n'existe pas de pharmacie,

les médecins, chirurgiens et vétérinaires doivent

tenir les médicamens prescrits pour leurs branches

respectives par la Régence du pays, sous peine d'une

amende de 2 florins pour chaque objet manquant.

Pour chaque substance altérée ou sophistiquée ils

encourront une amende de 3 florins, et en outre sa

confiscation.

Ils devront, lors de la vente de leurs médicamens,

suivre la taxe légale, sous peine d'une amende de

(

498 )

( 499 )

Vermeidung einer Geldbuße von 2 Gulden für

jede Ueberschreitung, die in Wiederholungs-

fällen bis auf 10 Gulden erhöht werden kann.

Sie sind für die Haltung der Gifte an die

im Art. 26 des Reglements, N° IV, für die

Apotheker vorgeschrieben Vorsichtsmaßregeln bei

Vermeidung einer Geldbuße von 10 Gulden

gebunden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Apotheker haben sich der preußischen

Pharmakopöa nachzuachten.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Alle Väter und Mütter, Vormünder und

Vormünderinnen, Familien-Chefs, Aufseher oder

Directoren von Hospizien, Wohlthätigkeits-

und Armen-Anstalten, sind verbunden die ihnen

anvertrauten Kinder impfen zu lassen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Sobald sich eine bösartige Krankheit epide-

mischer oder ansteckender Art in einer Gemeinde

zeigt, hat der Kunstverständige, welcher zuerst

Gelegenheit hat die Erscheinung zu bemerken,

davon auf der Stelle dem Bürgermeister der

Gemeinde und dem Kantonalarzt Anzeige zu

machen.

Zu derselben Anzeige an den Kantonalarzt ist

der Bürgermeister verpflichtet, wenn er zuerst

von der Krankheit Kenntniß erhält.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Gemeinden sind verpflichtet für die Pflege

ihrer armen Kranken zu sorgen.

Sie können zu diesem Zwecke sich mit einem

Arzte verständigen, welchem sie entweder eine

fixe Summe oder eine für jeden einzelnen Be-

such zu bestimmende Vergütung bewilligen. Die

desfallsigen Uebereinkommen sind der Genehmi-

gung der Landesregierung unterworfen.

LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF

Die unmittelbare Leitung sieht dem Oberme-

dizinal-Rathe zu.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Den Kantonalärzten stehen für den Umfang

ihres Kantons dieselben Attributionen zu, wie

die im vorigen Artikel dem Medizinal-Collegium

für den Umfang des Großherzogthums einge-

räumten.

Sie korrespondiren mit dem Medizinal-Colle-

gium, an welches sie ihre Anzeigen und etwaige

Vorschlage richten.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Prüfung der Aerzte erstreckt sich schrift-

lich und mündlich über folgende Gegenstände

Anatomie,

Physiologie,

Physik, Chemie, Geognosie und vorzüglich

Oryktognosie,

Botanik,

Zoologie,

Heilmittellehre und Recepturkunst,

Innere Pathologie,

Therapeutik,

Gerichtliche Medizin und öffentliche. Gesund-

heitspflege.

Sie haben außerdem in einem praktischen Exa-

men die Diagnostik der ihnen angewiesenen

Krankheiten und deren Prognostik anzuzeigen

und über die Behandlung dieser Krankheiten sich

zu verbreiten, so wie auch ihre anatomischen

Kenntnisse zu bewahren.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Chirurgen, Geburtshelfer, Hebammen

und Thierärzte müssen beständig im Besitz der

Instrumente sein, deren Haltung für einen jeden

dieser Heilzweige in einer durch die Landesre-

gierung festzustellenden und alle fünf Jahre zu

revidirenden Liste vorgeschrieben ist.

Sie verfallen in eine Geldbuße von 5 Gulden

für jedes fehlende oder in schlechtem Zustand

befindliche Instrument.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Für den Dienst der Armen, die Wohlthätig-

keitsanstalten und Hospizien soll durch die Lan-

desregierung eine alle fünf Jahre zu revidirende

Armenpharmakopöa aufgestellt werden.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Kinder, welche nicht die Beweise der mit

ihnen geschehenen Impfung aufweisen können,

sind von den öffentlichen Schulen ausgeschlossen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Der Bürgermeister der Gemeinde hat weiter

auf der Stelle dem Bistrikts-Commissär und

der Landesregierung Anzeige zu machen.

(

)

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Ernennung der Aerzte, Wundärzte und

anderer Beamten der Heilanstalten steht den

Gemeinderäthen zu.

Zu diesem Behufe haben die verschiedenen

Anstalten für jede Stelle zwei Kandidaten zu

präsentiren.

LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF

Die specielle Aufsicht und Leitung des Ge-

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE

du 12 octobre 1841, N° 16,

portant organisation du service médical

(N° 10376.—R. P.)

Nous GUILLAUME II, PAR LA GRACE DE DIEU,

Roi DES PAYS-BAS, PRINCE D'ORANGE-NASSAU,

GRAND-DUC DE LUXEMBOURG , etc., etc., etc. ,

Avons trouvé bon d'ordonner ce qui suit

SECTION PREMIÈRE.

Des fonctionnaires

médicaux.

ART. 1er.

La Régence du pays est chargée de la direction

supérieure de toute l'administration médicale.

ART. 2.

La direction immédiate appartient au Conseiller

médical supérieur.

ART. 3.

La surveillance et la direction spéciale du service

Verordnungs-und Verwaltungsblatt

des Großherzogthums Luxemburg.

Akte der Gesetzgebung.

Actes Législatifs.

sundheits-Dienstes ist dem Medizinal-Kollegium

übertragen.

Dasselbe besteht aus dem Ober-Medizinalrath,

als Präsidenten., aus vier Aerzten und zwei

Apothekern.

Von den Aerzten müssen wenigstens zwei

gleichzeitig Doktoren der Chirurgie und der

Entbindungskunde sein.

Einer von ihnen muß in dem Distrikt Die-

kirch, ein zweiter in dem von Grevenmacher,

und die beiden andern, so wie die zwei Apo-

theker in Luxemburg ihren Wohnsitz haben.

Die Mitglieder des Medizinalkollegiums wer-

den von Uns ernannt und genießen keinen Ge-

halt.

Bei Erledigung einer Stelle schlägt das Kol-

legium zwei Kandidaten im Fach des zu erse-

tzenden Mitgliedes vor.

Die Landesregierung kann diesen zwei neue

Kandidaten hinzufügen, und die Gesammtliste

wird Uns zur Ernennung vorgelegt.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Das Medizinal-Collegium richtet alljährlich an

die Landesregierung einen allgemeinen Bericht

über seine Verrichtungen und Beobachtungen

im verflossenen Jahre, über die wichtigsten me-

dizinalpolizeilichen Ereignisse, so wie über die

Verwendung der ihm vom Staate bewilligten

Gelder.

Diesem Berichte werden die allgemeinen Be-

richte der Kanonalärzte beigegefügt.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die schriftliche und mündliche Prüfung der

Wundärzte erstreckt sich über folgende Gegen-

stände

Anatomie,

Physiologie,

Arzneimittellehre, so weit sie in die Chirurgie

einschlägt,

Pathologie,

Aeußere Therapeutik,

Gerichtliche Medizin.

Der Kandidat hat außerdem in einem prak-

tischen Examen die Diagnostik, die Prognostik

lors des assemblées trimestrielles du collége mé-

dical.

ART. 2.

L'examen par écrit et oral des médecins s'éten-

dra sur les objets suivans

L'anatomie,

La physiologie,

La physique, la chimie, la géognosie et par-

ticulièrement l'oryctognosie,

La botanique,

La zoologie,

La matière médicale et l'art de formuler,

La pathologie interne,

La thérapeutique,

La médecine légale et l'hygiène publique.

Ils auront en outre à établir, dans un examen

pratique, le diagnostic et le pronostic des maladies

qui leur seront soumises, et à s'expliquer sur le trai-

tement de ces maladies, comme aussi de donner la

preuve de leurs connaissances anatomiques.

ART. 3.

L'examen écrit et oral des chirurgiens s'étendra

sur les objets suivans

L'anatomie,

La physiologie,

La matière médicale pour autant qu'elle re-

garde la chirurgie,

La pathologie,

La thérapeutique chirurgicale,

La médecine légale.

Le candidat aura en outre à établir Ie diagnostic,

( 495 )

und die Behandlung der ihm angewiesenen Ue-

bel zu zeigen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Aerzte sollen leserlich mit Tinte ihre Re-

zepte in lateinischen, deutscher oder französischer

Sprache schreiben, und dabei ohne Abkürzungen

die Arzneien und ihre Quantitäten angeben,

unter Hinzufügung des Tages, Monates und

Jahres der Ueberlieferung, des Namens des

Kranken, oder (im Falle die Verheimlichung ge-

wünscht wird), eines unterscheidenden Kennzei-

chens, sodann der Art, wie das Mittel ange-

wendet werden soll, und endlich ihres eigenen

Namens oder ihrer Paraphe.

Wenn sie Magistralpräparate vorschreiben,

welche nicht in der angenommenen Pharmakopöa

aufgeführt sind, so sollen sie das Dispensar

oder die Pharmakopöa angeben, welche diese

Mittel begreifen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Apotheker müssen mit allen in den Phar-

makopöa verzeichneten Heilmitteln versehen sein,

und dieselben in gutem Stande halten, bei

Strafe von 2 Gulden Geldbuße für jedes feh-

lende oder verdorbene Stück, außer der Con-

fiscation der verdorbenen Waare.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Diese Kinder und ihre Eltern und Vormünder

sind ausgeschlossen von allen Vottheilen der

Wohlthätigkeits- und Armen-Anstalten.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Der Kantonsarzt und der Distriktscommissär

werden sich alsbald an Ort und Stelle begeben,

um in Gemeinschaft mit der Ortsbehörde und

bis zur Ankunft der Instructionen der Landes-

regierung oder des durch sie abgeordneten Com-

missärs die nötigsten Sicherheitsmaßregeln zu

treffen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Absetzung dieser Beamten steht auf den

motivirten Antrag der Gemeinderäthe der Lan-

desregierung zu.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Es ist dem Medizinal-Kollegium eine jährliche

Summe von 300 Gulden für Büreaukosten und

eine weitere Summe von 600 Gulden zur Be-

streitung seiner weitern Ausgaben, als Anschaf-

fung der für die Prüfungen nöthigen Gegen-

stände, Reisekosten für die Untersuchung der

Apotheken, u. s. w., und Reise-und Aufent-

haltskosten für die außerhalb Luxemburg woh-

nenden Mitglieder bewilligt.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die im Art. 38 des Gesetzes vorgeschriebenen

Visitationen der Apotheken, Arznei-und Ma-

terialien-Vorräthe und Instrumente, sollen in

allen Fällen durch ein' von dem Medizinal-Col-

legium bezeichnetes Mitglied desselben, welches

ein Arzt sein muß, vorgenommen werden. Die

Visitation kann nicht zweimal hintereinander

durch dasselbe Mitglied vorgenommen werden.

Das visitirende Mitglied muß immer von einem

Beamten der gerichtlichen Polizei begleitet sein.

Er soll außerdem bei der Visitation der Apo-

theken, der Arzneivorrâthe der zur Haltung des-

selben berechtigten Personen und Anstalten, so

wie der Laden der Droguisten, von einem Apo-

theker, welcher Mitglied des Collegiums ist,

Dances relatives à la police médicale.

Il est chargé en général des intérêts du service sa-

nitaire, et propose à la Régence du pays toutes les

mesures et améliorations qu'il croira nécessaires.

ART.

2.

Les médecins de canton ont dans l'étendue de

leur canton les mêmes attributions qui sont données

dans l'article précédent au collége médical pour tout

le Grand-Duché.

Ils correspondent avec le collége médical auquel

ils transmettront tous leurs avis et les propositions

qu'ils jugeront convenables.

ART. 3.

Le collége médical transmettra annuellement à la

Régence du pays un rapport général sur ses travaux

et observations dans l'année écoulée, sur les événe-

mens principaux concernant la police médicale, ainsi

que sur l'emploi des fonds qui lui sont alloués par

l'État.

A ce rapport seront joints les rapports généraux

des médecins de cantons.

ART. 4.

La visite des pharmacies, des dépôts de médi-

camens et de drogues et des instrumens, prescrite

par l'art. 38 de la loi, doit toujours être faite par

un membre du collége médical, délégué à cet effet ;

ce membre devra être médecin. La visite ne pourra

être faite deux fois de suite par le même membre. Le

membre visitant devra toujours être accompagné

par un officier de la police judiciaire.

Il sera en outre accompagné, lors de la visite des

pharmacies, des approvisionnemens de medicamens

des personnes ou des établissemens autorisés à les tenir,

ainsi que des boutiques de droguiste , par un phar-

macien ; membre du collége. Ce pharmacien pourra

( 492 )

( 493 )

begleitet sein. Dieser Apotheker kann in drin-

genden Fällen durch einen andern adjungirten

Apotheker ersetzt werden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Das schriftliche und mündliche Examen der

Geburtshelfer erstreckt sich über folgende Ge-

genstände

Pathologie der schwangern Frauen, der Wöch-

nerinnen und der Neugebornen,

Lehre von den Entbindungs-Operationen, ge-

richtliche Medizin in Beziehung auf Zeit der

Schwangerschaft und auf Entbindung.

Der Kandidat hat außerdem eine praktische

Prüfung zu bestehen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Geburtshelfer

und Hebammen können

weibliche Lehrlinge annehmen, nachdem solche

vorher bei dem Kantonalarzte eine Prüfung im

Lesen und Schreiben und über ihre körperliche

Qualifikation bestanden haben.

2 florins pour chaque contravention ; en cas de ré-

cidive l'amende pourra être élevée jusqu'à 10 florins.

Ils sont tenus pour la conservation des poisons

aux précautions déterminées par l'art. 26 du régle-

ment n° IV pour les pharmaciens, sous peine d'une

amende de 10 florins.

ART. 2.

Les chirurgiens, accoucheurs, sages-femmes et vété-

rinaires doivent toujours être munis des instrumens

désignés pour chacune de ces branches de l'art de

guérir dans une liste à établir par la Régence du

pays ; cette liste sera révisée tous les cinq ans.

Ils encourrront une amende de 5 florins pour cha-

que instrument manquant ou en mauvais état.

ART. 3.

Les médecins écriront lisiblement et à l'encre leurs

recettes, soit en latin, soit en allemand ou en fran-

çais ; ils indiqueront sans abréviations les medica-

mens et leurs quantités, et ajouteront la date du jour,

mois et an de la remise, le nom du malade (ou en

cas qu'on désire le secret, un signe caractéristique),

puis la manière dont le médicament devra être em-

ployé, enfin leur nom ou paraphe.

S'ils prescrivent des préparations magistrales qui

ne sont pas indiquées dans la pharmacopée légale,

ils devront indiquer le dispensaire ou la pharmaco-

pée qui contiennent ce médicament.

ART. 4.

Les accoucheurs et sages-femmes peuvent ad-

mettre des élèves, aprés qu'ils auront subi devant

le médecin du canton un examen sur la lecture et

l'écriture, ainsi que sur leurs qualifications corpo-

relles.

Diese Lehrlinge werden bei dem Medizinal-

Collegium eingeschrieben.

Sie können dieselben unter ihren Augen Ge-

burten vornehmen lassen, wenn sie finden, daß

sie hinlängliche Kenntniße besitzen. Sie können

sich jedoch nie durch dieselben vertreten lassen.

(Gehört zum Königl. Beschluß vom 12.

Oktober 1841, N° 17.)

Der Geheimerath für die Luxemburger

Angelegenheiten,

Stifft.

IV.

Reglement

über die besonderu Verpflichtungen der Apo-

theker und Droguisten.

I. Zubereitung der Arzneimittel. Rezeptur.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Apotheker haben sich genau an die gesetz-

liche Taxe zu halten.

Es ist ihnen verboten mehr oder weniger zu

nehmen, bei Vermeidung einer Geldbuße von

Ces élèves seront inscrits par le collége médical

Ils pourront leur permettre d'opérer sous leurs

yeux des accouchemens, s'ils trouvent qu'ils possè-

dent des connaissances suffisantes. Dans aucun cas

cependant ils ne pourront se faire remplacer par

eux.

(Annexe à l'arrêté royal du 12

octobre 1841, n° 17.)

Le Conseiller intime pour les affaires

Luxembourgeoises,

STIFFT.

IV. RÈGLEMENT

sur les devoirs spéciaux des pharmaciens

et droguistes.

I . Préparations des mèdicamens et des recettes.

ART.

1er.

Les pharmaciens suivront la pharmacopée prus-

sienne.

ART. 2.

Pour le service des pauvres, des établissemens

de bienfaisance et des hospices , la Régence du pays

publiera une pharmacopée des pauvres, qui sera ré-

visée tous les cinq ans.

ART. 3.

Les pharmaciens devront être pourvus de tous les

médicamens désignés dans ,la pharmacopée, elles

conserveront en bon état, sous peine d'une amende

de 2 florins pour chaque objet manquant et altéré,

outre la confiscation des substances altérées.

ART. 4.

Les pharmaciens se tiendront exactement à la taxe

légale.

-Il leur est défendu de prendre plas ou moins, sous

peine d'une amende de 2 florins, qui pourra être

(

)

( 501 )

zwei Gulden, die in Wiederholungsfällen bis

auf 10 Gulden erhöht werden kann, außer der

Wiedererstattung des zu viel bezogenen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Milizpflichtigen, welche nicht beweisen, daß

sie geimpft sind, sollen vor der Ziehung auf die

Liste der Einzustellenden eingeschrieben werden.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Landesregierung wird alsbald nach er-

haltener Anzeige die geeigneten Maaßregeln

verordnen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Unsere Landesregierung wird dafür Sorge

tragen, daß eine den Bedürfnissen der Gemeinden

entsprechende Anzahl von Hebammen im Groß-

herzogthum vertheilt sei.

VII.

RÉGLEMENT

sur le service sanitaire des pauvres.

A R T . 1er.

Les communes sont obligées de prendre soin de

leurs malades indigens.

Elles pourront s'entendre à cet effet avec un mé-

decin auquel elles accorderont une somme fixe ou

une indemnité à fixer pour chaque visite. Les con-

ventions de cette espèce seront soumises à l'appro-

bation de la Régence du pays.

A R T . 2.

La nomination des médecins, chirurgiens et au-

tres employés des établissement de santé appartient

aux conseils communaux. ,

Les différens établissemens proposeront à cet effet

une liste de deux candidats.

A R T . 3.

La révocation de ces employés appartient à la

Régence du pays, sur la demande motivée des con-

seils communaux.

ART. 4.

La Régence du pays aura soin qu'un nombre de

sages-femmes approprié aux besoin des communes

soit répandu dans le Grand-Duché.

(

)

cher Aerzte, Reise- und Aufenthaltskosten der

Beamten, Entschädigung für die Eigenthümer

der auf Anordnung der Behörden getödteten

Thiere, Arzneimittel und dergleichen, beauftragt.

(Gehört zum König!. Beschlusse vom 12. October

1841, Nr. 17.)

Der Geheimerath für die Luxemburger

Angelegenheiten,

Stifft.

honoraires des vétérinaires, les frais de route et de

séjour des fonctionnaires, indemnités pour les pro-

priétaires des animaux abattus par ordre des auto-

rités, médicamens et autres dépenses semblables.

(Annexé à l'arrêté royal du 12

octobre 1841, n° 17.)

Le Conseiller intime pour les affaires

Luxembourgeoises,

STIFFT.

( 513

)

Sie hat diejenigen Hebammen zu bezeichnen,

welche besonders mit der Pflege der Armen

beauftragt sind. Die Gemeinden haben, je nach

dem Verhältniß ihrer Bedürfnisse, zur Bezah-

lung dieser Hebammen beizutragen. Diese Be-

zahlung geschieht, unter Genehmigung der Lan-

desregierung , entweder vermittelst eines fixen

Gehaltes oder einer für jede einzelne Behand-

lung zu bewilligenden Gebühr.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die spezielle Aufsicht und Leitung des Ge-

sundheitsdienstes in einem jeden Kanton kann

einem Kantonsarzt übertragen werden.

Die Kantonalärzte werden von Unserer Lan-

desregierung aus einer von dem Medizinal-

Kollegium aufgestellten Liste von drei Kandidaten

für jede vakante Stelle ausgewählt. Sie müs-

( 478 )

sanitaire est confiée au collège médical.

Ce collège est composé du Conseiller médical

supérieur, comme président, de quatre médecins et

de deux pharmaciens.

Parmi les médecins, deux au moins doivent être

docteurs en chirurgie et accouchemens.

L'un d'eux doit être domicilié dans le district de

Diekirch, un autre dans celui de Grevenmacher, et

les deux derniers, ainsi que les deux pharmaciens

à Luxembourg.

Les membres du collége médical sont nommés

par Nous. Ils ne jouissent d'aucun traitement.

Pour pourvoir aux places devenues vacantes, le

collége proposera deux candidats exerçant la même

spécialité que le membre à remplacer.

La Régence du pays peut ajouter à cette liste

deux autres candidats, et Nous la présentera à l'effet

de faire un choix.

ART. 4.

Il est alloué au collège médical une somme an-

nuelle de 300 fls. pour frais de bureau et une autre

somme de 600 fls., pour faire face à ses autres dé-

penses, telles que l'acquisition des objets nécessaires

pour les examens, frais de déplacement pour la

visite des pharmacies, etc., frais de voyage et de

séjour pour les membres non domiciliés à Luxem-

bourg,

ART. 5.

La surveillance et la direction du service sanitaire

peuvent être confiées, dans chaque canton, à un

médecin de canton.

Les médecins de canton sont choisis par la Régence

du pays, sur là proposition du Collége médical qui

présentera à cet effet une liste de trois canditats pour

( 479 )

sen Doktoren der Medizin, der Chirurgie und

der Entbindungskunde sein.

Sie beziehen keinen Gehalt aus der Staats-

kasse.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Das Medizinal-Collegium versammelt sich re-

gelmäßig viermal im Jahr. Diese Versammlun-

gen sollen einen Monat vorher zur Kenntniß des

Publikums gebracht werden.

Der Präsident kann das Kollegium auch au-

ßerordentlich zusammenrufen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Prüfung der Apotheker oder Provisoren

erstreckt sich mündlich und schriftlich über fol-

gende Gegenstände

Botanik,

Mineralogie,

Naturgeschichte der Thiere,

Physik,

Chemie,

Erkennung und Aufbewahrung der Droguen

und Gifte,

Pharmazeutische Kunst im engeren Sinne,

Anwendung der pharmazeutischen Kenntnisse

in der gerichtlichen Medizin und der allgemei-

nen Gesundheitspflege.

Der Kandidat hat ferner zur praktischen Prü-

fung verschiedene, ihm bezeichnete pharmazeu-

tische Zubereitungen und eine chemische Analyse

zu machen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Apotheker sollen genau die Verordnungen

der anerkannten Kunstverständigen befolgen und

dürfen daran niemals etwas ändern, namentlich

nicht einen Stoff dem andern substituiren, selbst

wenn dieses unschädlich sein sollte, bei Vermei-

dung einer Geldbuße von 10 Gulden für jeden

Betretungsfall.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Impfungen geschehen überall wo es ver-

amende de 30 fls., qui pourra s'élever jusqu'à 100

florins en cas de récidive.

ART. 29.

Chaque aide ou élève pharmacien qui délivrera

clandestinement du poison, sera condamné, outre la

pénalité comminée par l'article 45 de la loi, à une

exclusion de la pharmacie pendant 6 mois à 2 ans.

(Annexé à l'arrété royal du

12 octobre 1841, n° 17.)

Le Conseiller intime pour les affaires du

Luxembourg,

STIFFT.

V. RÈGLEMENT

SUR LA VACCINE.

ART. 1er.

Tous pères et mères, tuteurs et tutrices, chefs de

famille, surveillans ou directeurs d'hospices, d'éta-

blissemens de bienfaisance ou de pauvres, sont obli-

gés de faire vacciner les enfans qui leur sont confiés.

ART. 2.

Les enfans qui ne pourront fournir la preuve

d'avoir été vaccinés seront exclus des écoles publi-

ques.

ART. 3.

Ces enfans, ainsi que leurs parens et tuteurs, se-

ront privés de tous les avantages des établissemens

de bienfaisance et de pauvres.

ART. 4.

Les miliciens qui ne pourront prouver qu'ils sont

vaccinés, seront inscrits, avant le tirage, en tête de

la liste des miliciens désignés pour le service.

ART. 5.

Les vaccinations ont lieu sans frais pour les vac-

( 508 )

langt wird, ohne Kosten für die zu Impfenden.

Diese unentgeltlichen Impfungen geschehen

durch die Kantonal-Aerzte, oder die von denselben

unter ihrer Verantwortlichkeit delegirten Wund-

ärzte.

Wo kein Kantonal-Arzt besteht, ernennt die

Landesregierung den Wundarzt, welchem dieser

Dienstzweig übertragen wird.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Ist die herrschende Krankheit der Art, daß

sie die Grenzen des Großherzogthums überschrei-

ten kann, so soll die Landesregierung den Be-

hörden der benachbarten Länder davon Nach-

richten geben.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Armenhebammen stehen unter dem be-

sondern Schütze der Regierung, und erhalten

Unterstützung und Belohnung für treue Dienste.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Zum Zweck der besondern Aufsicht auf den

Gesundheitsdienst der Thiere sollen im Groß-

herzogthum vier aus der Staatskasse zu besol-

dende Bezirksthierärzte bestehen.

Die Ernennung und Entlassung derselben geht

von der Landesregierung aus.

Sie müssen aus den Thierärzten erster Klasse

gewählt werden.

Sie beziehen einen jährlichen Gehalt von 200

bis 300 Gulden.

chaque place vacante. Ils doivent être docteurs en

médecine, chirurgie et accouchemens.

Ils ne reçoivent aucun traitement du trésor public.

ART. 6.

La surveillance particulière du service sanitaire

du bétail sera exercée par quatre vétérinaires de

district soldés par l'Etat.

Leur nomination et révocation appartiennent à

la Régence du pays.

Ils seront choisis parmi les vétérinaires de pre-

mière classe.

Ils jouiront d'un traitement annuel de 200 à 300

florins.

Zweiter Abschnitt.

Von der Ausübung der Heilkunde.

Erstes Kapitel.

Berechtigung zur Ausübung.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die allgemeinen Versammlungen dienen haupt-

sächlich zur Vornahme der Prüfungen und zur

Berathung der Gegenstände von allgemeinerem

Interesse.

Außer denselben werden die Attributionen des

Medizinal-Kollegiums durch die in Luxemburg

anwesenden Mitglieder desselben versehen, welche

sich nach den Erfordernissen des Dienstes regel-

mäßig oder auf Convokation des Präsidenten

vereinigen.

Dieselben haben in der nächsten allgemeinen

Versammlung Bericht zu erstatten über ihre

Thätigkeit und über alle in der Zwischenzeit

vorgefallenen Ereignisse und Arbeiten von eini-

ger Erheblichkeit.

(Gehört zum Königl. Beschlüsse vom 12. October

1841, Nr. 17.)

Der Geheimerath für die Luxemburger

Angelegenheiten,

Stifft.

n cas d'urgence, être remplacé par un autre phar-

macien.

ART. 5.

Le collége médical se réunira régulièrement quatre

fois par an ; les réunions seront portées à la connais-

sance du public un mois d'avance. Le président

pourra aussi convoquer le collége extraordinaire-

ment.

ART. 6.

Les assemblées générales serviront principalement

aux examens et aux délibérations sur des objets

d'un intérêt général.

Dans les intervalles les attributions du collége

médical s'exerceront par les membres résidant à

Luxembourg, qui s'assembleront régulièrement, ou

sur convocation du président, d'après les exigeances

du service.

Ils auront à faire rapport, dans la première as-

semblée générale, sur leurs opérations et sur tous

les événemens et travaux un peu importans surve-

nus dans l'intervalle.

(Annexé à l'arrêté royal du

12 octobre 1841 n° 17.)

Le Conseiller intime pour les affaires

du Luxembourg ,

STIFFT.

II. Reglement

über die Prüfungen.

Art.

1.

Die Prüfungen in allen Zweigen der Heil-

kunde und der auf die Heilkunde bezüglichen

II. RÉGLEMENT

SUR

LES

EXAMENS.

ART. 1er.

Les examens dans toutes les branches de l'art de

guérir et des professions qui s'y rapportent, ont lieu

2te Beilage zur Nr. 54.

(494 )

Professionen finden statt zur Zeit der viertel-

jährigen Versammlungen des Medizinal-Colle-

giums.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Prüfung der Droguisten geschieht schrift-

lich und mündlich und erstreckt sich über die ersten

Elemente der Naturgeschichte und die Kenntniß

der Droguen.

le pronostic et le traitement des infirmités qui lui

seront présentées.

ART. 4.

L'examen par écrit et oral des accoucheurs s'é-

tendra sur les objets suivans

La pathologie des femmes enceintes, des accou-

chées et des enfans nouveau-nés,

La doctrine des opérations obstétricales , la mé-

decine légale par rapport au tems de la grossesse et

à l'accouchement.

Le candidat subira également un examen pra-

tique.

ART. 5.

L'examen des pharmaciens ou proviseurs s'éten-

dra par écrit et de vive voix sur les objets suivans

La botanique,

La minéralogie,

La zoologie,

La physique,

La chimie,

La connaissance et la conservation des drogues

et poisons,

L'art pharmaceutique proprement dit,

L'application des connaissances pharmaceutiques

à la médecine légale et à l'hygiène publique.

Le candidat, pour son examen pratique, aura à

faire plusieurs préparations pharmaceutiques et une

analyse chimique.

ART. 6.

Les droguistes subiront un examen par écrit et

oral, qui s'étendra sur les élémens d'histoire natu-

relle et la connaissance des drogues.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Wenn sie jedoch einen Irrthum in der Ver-

ordnung des Kunstverständigen entdecken oder

vermuthen, so sollen sie sich persönlich zu dem-

selben begeben, um seine Meinung zu erfahren.

Wenn sie nicht alsbald denjenigen Kunstverstän-

digen, welcher die Verordnung gegeben hat,

auffinden, so können sie die Verabfolgung der

Arznei bis zur weitern Aufklärung aufschieben,

in eiligen Fällen aber einen anderen Kunstver-

ständigen zu Nathe ziehen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Vaccinatoren erhalten für jedes unent-

geltlich vaccinirte Kind ein Honorar von fünfzig

Cents, welches ihnen am Ende des Rechnungs-

jahrs aus den Gemeindefonds ausgezahlt wird,

nachdem die Etats von der Laudesregierung ge-

nehmigt sind.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Wenn in einer Gemeinde sich Spuren einer

ansteckenden oder epizootischen Krankheit unter

dem Vieh zeigen, so ist hiervon sofort dem

Bürgermeister Anzeige zu machen, welcher sei-

nerseits alsbald den Distriktscommissär und die

Landesregierung in Kenntniß setzte.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Sie werden aus diesem besondern Dienstver-

verhältniß durch die Landesregierung entlassen

wegen üblen Betragens oder Mangels an Eifer.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Personen, welche befugt sind, die ver-

schiedenen Zweige der Heilkunde in Unserem

Großherzogthume auszuüben, sind

a) Die Aerzte,

b) Die Chirurgen und Geburtshelfer,

c) Die Hebammen,

d) Die Thierärzte.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Prüfung der Hebammen ist mündlich und

praktisch.

Die mündliche Prüfung erstreckt sich

1° Auf alle Kenntnisse, welche zur Behand-

lung einer Schwangeren erforderlich sind ;

2° Das Studium des Beckens und der Ge-

burtstheile;

3° Die Lage des Kindes ;

4° Die Theorie und die Einteilung der Ge-

burten ;

5° Die Geburtswehen und das dabei zu be-

obachtende Verhalten der Hebamme ;

6° Die Operationen der Entbindung;

7° Die Pflege der Wöchnerinnen und Neu-

gebornen ;

8° Das Verhalten und die Operationen bei

dringenden Fällen,

9° Den Umfang und die Grenzen der Pflichten

einer Hebamme.

In der praktischen Prüfung hat die Candida-

tin am Phantom mehrere natürliche und schwie-

lige Entbindungen, auch die Operation des

Katheterism und der Anwendung von Schröpf-

köpfen vorzunehmen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Apotheker sollen nur Verordnungen von

Kunstverständigen, welche die Regierung aner-

kannt hat, ausführen. Verordnungen fremder

Aerzte dürfen sie nur befolgen, wenn sie mit

leserlicher Namensunterschrift versehen sind und

kein gefährliches Medikament enthalten. I m ent-

gegengesetzten Falle müssen sie die Verordnungen

durch einen anerkannten Arzt visiren lassen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Vaccinatoren der Landgemeinden haben

sich zweimal jährlich in jede Gemeinde zu be-

geben, um ihre Operationen daselbst vorzunehmen,

und sind in einem eingerichteten Hause, z. B.

der Schule, auf Veranstaltung des Bürger-

meisters und durch Vermittlung der Ortspolizei-

Beamten, alle während des Semesters gebo-

renen und nicht im vergangenen Semester ge-

impften Kinder zu versammeln.

In der Stadt Luxemburg werden die Impfun-

gen, welche unentgeldlich geschehen, an einem

bestimmten Tage jeden Monats im Stadthause

vorgenommen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Der Distrikts - Thierarzt und eintretenden

Falls der Diftrikts-Commissär werden sich sofort

an Ort und Stelle begeben, um gemeinschaft-

lich mit der Ortsbehörde die nöthigsten Maaß-

regeln zur Unterdrückung der Krankheit zu er-

greifen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Distrikts-Thierärzte sind verbunden, auf

ein Zeugniß der Ortsbehörde den dürftigen

Ei-

genthümern unentgeltlich zu Hülfe zu kommen,

wenn sie krankes Vieh haben.

Sie haben nur Recht auf die Entschädigung

für Reisekosten und Aufenhalt.

Diese Entschädigung, so wie die Kosten für

die verordneten Heilmittel fallen für ein Drittel

zu Lasten der Betheiligten, und für die beiden

andern Drittel zu Lasten des Ackerbaufonds,

welcher dieselben auf das Visa des Bürger-

meisters der Gemeinde zahlt.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Nur diejenigen Personen sind zur Ausübung

eines Zweiges der Heilkunde berechtigt, welche

nach vorher überstandener Prüfung, hiezu die

vorschriftsmäßige Ermächtigung erhalten haben,

und eben so dürfen die Berechtigten nur die

Zweige der Heilkunde ausüben, zu welchen sie

speziell ermächtigt sind.

DEUXIÈME SECTION.

De l'exercice de l'art de guérir.

CHAPITRE

Ier.

Autorisation d'exercer.

ART. 7.

Les personnes autorisées à exercer les différentes

branches de l'art de guérir, dans Notre Grand-

Duché, sont

a) Les médecins,

b) Les chirurgiens et accoucheurs,

c) Les sages-femmes,

d) Les vétérinaires.

ART. 8.

Nul ne pourra exercer une branche quelconque

de l'art de guérir, s'il n'a reçu, après un examen

préalable, l'autorisation prescrite, et de même on,

ne pourra exercer que les branches de l'art de gué-

rir pour lesquelles on aura reçu une autorisation

spéciale.

( 480 )

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Prüfung der Thierärzte erstreckt sich

schriftlich und mündlich über folgende Gegen-

stände

1° Anatonne der verschiedenen Hausthiere ;

2° Physiologie;

3° Innere und äußere Pathologie ;

4° Therapeutik ;

5° Physik und Chemie;

6° Die Grundsätze eines guten Ackerbaues;

7° Naturgeschichte, besonders Botanik ;

ART. 7.

L'examen des sages-femmes est oral et pratique.

L'examen oral s'étendra ,

1° Sur toutes les connaissances nécessaires au

traitement d'une femme enceinte ;

2° Sur l'étude du bassin et des parties génitales ;

3° Sur les positions de l'enfant ;

4° Sur la théorie et les divisions des acoouche-

mens ;

5° Sur les maux et la conduite à suivre par la

sage-femme;

6° Les opérations de l'accouchement ;

7° Le traitement des femmes en couches et du

nouveau-né ;

8° La conduite à tenir et les opérations dans des

cas urgens ;

9° L'étendue et les limites des devoirs d'une sage-

femme.

Dans l'examen pratique elle opérera, sur le phan-

tôme, plusieurs accouchemens naturels et difficiles;

elle fera l'opération du cathétérisme et l'application

de ventouses,

ART. 8.

L'examen écrit et oral des vétérinaires s'étendra

sur les objets suivans

1° L'anatomie des différens animaux domesti-

ques ;

2° La physiologie ;

3° La pathologie interne et externe ;

4° La thérapeutique ;

5° La physique et la chimie;

6° Les élémens d'une bonne agriculture ;

7° L'histoire naturelle, particulièrement la bota-

nique ;

( 496 )

8° Allgemeine Gesundheitspflege;

9° Gerichtliche Thierheilkunde.

Zum Zwecke der praktischen Prüfung haben

die Kandidaten an einem Pferde verschiedene

chirurgische und hufschmiedliche Operationen

vorzunehmen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Apotheker sollen leserlich auf die Etikette

der Arzneimittel, welche sie bereitet haben, den

Namen dessen, für welchen sie bestimmt sind,

oder das auf der Verordnung stehende Zeichen,

ferner das Datum, den Preis und die Gebrauchs-

anweisung schreiben, und selbst die Etikette un-

terzeichnen, oder durch einen Gehülfen unter-

zeichnen lassen, bei Vermeidung einer Geldbuße

von 2 Gulden für jeden Betretungsfall.

élevée jusqu'à 10 florins, en cas de récidive ; ils res-

titueront en outre ce qu'ils auront perçu en trop.

ART. 5.

Les pharmaciens exécuteront exactement les pres-

criptions des gens de l'art, et ne pourront jamais

rien y changer, par exemple, substituer une subs-

tance à une autre, même lorsque cela ne serait pas

nuisible, sous peine d'une amende de 10 fl. pour

chaque contravention.

ART. 6.

Si cependant ils découvraient ou supposaient une

erreur dans la prescription de l'homme de l'art, ils

se rendront en personne chez lui pour avoir son avis.

S'ils ne parvenaient pas à trouver de suite l'homme

de l'art qui a fait la prescription, ils pourront diffé-

rer la remise de la médecine jusqu'à ce qu'ils aient

obtenu les explications nécessaires ; dans des cas

d'urgence ils pourront cependant demander l'avis

d'un autre homme de l'art.

ART. 7.

Les pharmaciens ne devront exécuter que les

prescriptions d'hommes de l'art reconnus par le gou-

vernement. Ils ne pourront exécuter les ordonnan-

ces de médecins étrangers que lorsqu'elles seront si-

gnées lisiblement et ne contiendront aucun médica-

ment dangereux. Dans le cas contraire ils devront

faire viser les recettes par un médecin légalement

admis.

ART. 8.

Les pharmaciens écriront lisiblement sur l'éti-

quette du médicament qu'ils auront préparé, le nom

de celui auquel il est destiné, ou le signe qui se

trouve sur la recette, en outre la date, le prix et la

manière de l'employer, et signeront eux-mêmes l'é-

tiquette, ou la feront signer par un aide, sous peine

d'une amende de 2 fl. pour chaque contravention.

3te Beilage zur Nr. 54.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Vaccinatoren haben ihre Operationen in

Gegenwart des Bürgermeisters oder eines Ab-

geordneten desselben an den Kindern, welche

auf Kosten der Gemeinde geimpft werden, vor-

zunehmen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Unsere Landesregierung ist mit der Erlassung

einer allgemeinen Verordnung über die Gesund-

heitspolizei der Thiere und mit der Einrichtung

eines besondern Fonds zur Bestreitung aller im

Interesse der thierarzneilichen Polizei

verur-

sachten Kosten und namentlich der Honorare

A R T . 3.

Le médecin de canton et le Commissaire de dis-

trict se rendront aussitôt sur les lieux, pour pren-

dre, conjointement avec l'autorité locale, les me-

sures de précaution nécessaires, en attendant l'ar-

rivée des instructions de la Régence du pays ou du

commissaire délégué par elle.

ART. 4.

La Régence du pays prescrira les mesures appro-

priées , aussitôt qu'elle aura reçu l'avis prérappelé.

A R T . 5.

Lorsque la maladie régnante est de nature à

pouvoir franchir les limites du Grand-Duché , la

Régence en donnera avis aux autorités des pays

circonvoisins.

ART. 6,

Lorsque dans une commune se montrent des

traces d'une épizootie ou maladie contagieuse dans

le bétail, il en sera donné de suite avis au bourg-

mestre , qui en donnera aussitôt connaissance au

Commissaire de district et à la Régence du pays.

ART. 7.

Le vétérinaire de district et, le cas échéant, le

Commissaire de district, se rendront aussitôt sur les

lieux, pour prendre avec l'autorité locale les me-

sures nécessaires pour arrêter la marche de la ma-

ladie.

A R T . 8.

Notre Régence du pays est chargée de la publi-

cation d'une ordonnance générale sur la police sa-

nitaire du bétail et de la création d'un fonds spécial

destiné à couvrir toutes les dépenses occasionnées

par la police sanitaire du bétail, entr'autres, les

VII. Reglement

über die Gesundheitspflege der Armen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Sämmtliche Personen des Fachs,welche einen

Armen zu behandeln haben, können nur zwei

Drittel der Reise und Aufenhaltskosten und des

Honorars , welche der Tarif bewilligt, in An-

spruch nehmen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Wir behalten Uns vor, fremden Aerzten, Chi-

rurgen und Thierärzten, welche sich durch ihre

Verdienste hierauf besondere Ansprüche erworben

haben, die Ermächtigung ohne vorgängige Prü-

fung zu ertheilen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Nous Nous réservons d'accorder l'autorisation

sans examen préalable, à des médecins, chirurgiens

ou vétérinaires étrangers, qui, par leur mérite, se

seront acquis des droits particuliers à cette faveur.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

In den Zulassungsdekreten ist der Grad, in

welchem der Kandidat die Prüfung bestanden

hat, anzugeben.

Bei Thierärzten wird der Grad durch die

Worte «Erster Gasse, Zweiter Classe " be-

zeichnet.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Les permis d'exercer indiqueront le degré d'après

lequel le candidat a soutenu l'examen.

Pour les vétérinaires ce grade est désigné par les

mots de première, de seconde classe.

Art.

10.

Les frais d'examen sont

a) Pour un médecin , 60 florins.

b) Pour un chirurgien, 60 fl.

c) Pour un pharmacien, 100 fl.

d) Pour un proviseur, 45 fl.

e) Pour un droguiste, 30 fl.

f) Pour un vétérinaire, 50 fl.

g) Pour une sage-femme, 15 fl.

Celui qui passera en même tems l'examen de mé-

decin, chirurgien et accoucheur, s'il est docteur

dans ces trois branches, paiera en tout 60 fis.

Le chirurgien qui passera en même tems l'exa-

men comme accoucheur ne paiera que la simple

taxe.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Sie sollen die Rezepte im Original zurückbe-

halten und wahrend 5 Jahren aufbewahren,

bei Vermeidung einer Geldstrafe von 1 Gulden

für jedes fehlende Rezept. Sie haben davon,

auf Verlangen demjenigen, welcher sie verordnet

hat, oder für welchen sie verordnet sind, Ab-

schriften zu geben. Sie müssen die Originale auf

Requisition den Verwaltungs- und Gerichtsbe-

hörden aufweisen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Der Bürgermeister oder sein Abgeordneter

hat alle Kinder namentlich aufzurufen. Fehlt

eines oder mehrere, so hat er sich mit dem Impf-

arzte in die Wohnung der Eltern oder Vor-

münder zu begeben, um die Ursache der Abwesen-

heit zu erfahren, und im Falle diese Ursache nicht

cinés, partout où on le demandera.

Ces vaccinations gratuites seront opérées par les

médecins de canton, ou sous leur responsabilité, par

les chirurgiens qu'ils auront délégués à cet effet.

Partout où il n'y aura pas de médecin de canton,

la Régence du pays nommera le chirurgien auquel

celte branche du service sera confiée.

ART. 6.

Les vaccinateurs recevront pour chaque enfant

vacciné sans frais, une rétribution de 50 cents, qui

leur sera payée à la fin de l'année financière, sur

les fonds communaux, après que les états auront été

approuvés par la Régence du pays.

ART. 7.

Les vaccinateurs des communes rurales se ren-

dront deux fois par an dans toutes les communes,

pour y pratiquer leurs opérations ; tous les enfans

nés pendant le semestre, et ceux qui n'auraient pas

été vaccinés pendant le semestre précédent, seront

réunis sur les ordres du bourgmestre et par les soins

des agens de la police locale , dans une maison ap-

propriée, p. ex., la maison d'école.

Dans la ville de Luxembourg les vaccinations

gratuites auront lieu à jour fixe, tous les mois,

dans l'Hôtel-de-ville.

ART. 8.

Les vaccinateurs feront leurs opérations sur les

enfans vaccinés au compte de la commune, en pré-

sence du bourgmestre ou de son délégué.

ART. 9.

Le bourgmestre ou son délégué fera l'appel no-

minal de tous les enfans. En cas d'absence de l'un

ou de plusieurs d'entr'eux, il se rendra avec le vac-

cinateur dans la demeure des papens ou tuteurs,

afin d'apprendre la raison de leur absence, et dans

(

)

begründet ist, sie mit allen zulässigen Mitteln zu

überreden, daß sie die Wohlthat der Impfung

annehmen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Alle Arzneimittel, welche für Arme verordnet

werden, sind nach der Armenpharmakopöa zu-

zubereiten. Bei der Berechnung dieser Arznei-

Elle désignera les sages-femmes spécialement char-

gées du traitement des pauvres. Les communes con-

tribueront en proportion de leurs besoins, au traite-

ment de ces sages femmes. Le paiement aura lieu

ou au moyen d'un traitement fixe ou par une in-

demnité à accorder pour chaque accouchement ; le

tout sous l'approbation de la Régence du pays.

ART. 5.

Les sages-femmes des pauvres seront sous la pro- -

tection spéciale du gouvernement, qui leur accor-

dera subside et récompense pour loyaux services.

ART. 6.

Elles seront démissionnées de ce service spécial

par la Régence du pays pour mauvaise conduite ou

manque de zéle.

ART. 7.

Les vétérinaires de districts, sur un certificat de

l'autorité communale, sont tenus de venir gratuite-

ment au secours des pauvres, lorsqu'ils ont du bé-

tail malade.

Ils n'ont droit qu'à une indemnité pour frais de

route et de séjour.

Cette indemnité, ainsi que les frais pour médica-

mens prescrits, tombent pour un tiers à la charge

de la partie intéressée, pour les deux autres tiers sur

le fonds d'agriculture, qui le paiera sur visa du

bourgmestre.

ART. 8.

Tous les gens de l'art qui auront à traiter un pau-

vre , n'ont droit qu'aux deux tiers des frais de roule,

de séjour et d'honoraires que le tarif leur accorde.

ART. 9.

Tous les médicamens prescrits pour des pauvres,

seront préparés d'après la pharmacopée des pauvres.

Dans la taxation de ces medicamens il ne sera rien

Mittel ist nichts für die Arbeit, als Dekoktionen,

Infusionen, Lieferung von Gefäßen, Kästchen,

Paketen, u., anzusetzen, und außerdem 20

Prozent Rabatt von der Taxe zu bewilligen.

(Gehört zum Königl. Beschluß vom 12.

Oktober 1841, N° 17.)

Der Geheimerath für die Luxemburger

Angelegenheiten,

Stifft.

Eingerückt in das Verordnungs- u. Verwaltungs-

blatt am 17. November 1841.

Der Secretär der Königl.-Großherzl.

Landesregierung,

Koch.

Luxemburg. — Gedruckt bei J. Lamort.

( 514 )

compté pour le travail, tel que décoction, infusion,

fourniture de vase, boîtes , paquets, et en outre un

rabais de 20 pour cent sur la taxe sera établi.

(Annexé à l'arrêté royal du 12

octobre 1841, n°17.)

Le Conseiller intime pour les affaires

du Luxembourg,

STIFFT.

Inséré au Mémorial législatif et administratif

le 17 novembre 1841.

Le Secrétaire de la Régence du pays,

royale grand-ducale,

KOCH.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Il est permis d'exercer simultanément les diffé-

rentes branches de l'art de guérir pour lesquelles

on est autorisé.

Les accoucheurs doivent être chirurgiens.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Prüfungsgebühren betragen

a)

Für einen Arzt fl 60.

d) Für einen Chirurgen fl. 60.

c) Für einen Apotheker fl. 100.

6) Für einen Provisor fl. 45.

e) Für einen Droguisten fl. 30.

f) Für einen Thierarzt fl. 50.

g) Für eine Hebamme fl. 15.

Wer gleichzeitig die Prüfung als Arzt, Chi-

rurg und Geburtshelfer besteht, wenn er Dok-

tor in diesen drei Zweigen der Heilkunde ist,

bezahlt in Allem 60 Gulden.

Der Chirurg, welcher gleichzeitig die Prüfung

als Geburtshelfer besteht, bezahlt nur die ein-

fache Taxe.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Sie dürfen nicht ohne Einwilligung dessen,

durch welchen oder für welchen das Rezept aus-

gestellt ist, dasselbe einem dritten mittheilen,

ausgenommen den im vorigen Artikel genannten

Behörden, bei Vermeidung einer Geldbuße von

10 Gulden für jeden Betretungsfall.

II. Haltung der Apotheken.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Bleiben diese Ueberzeugungsmittel fruchtlos,

so hat er dem Distrikts-Commissär die Namen

der Widerspenstigen anzuzeigen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Der Verlust der Eigenschaft eines Luxembur-

gers und die gerichtliche Interdiction hat die

Entziehung der Berechtigung zur Ausübung

der Heilkunde zur Folge.

Diese Entziehung wird durch das Bezirksge-

richt auf den Antrag des öffentlichen Ministe-

riums ausgesprochen.

Zweites Kapitel.

Von den Bedingungen der Zulassung zur Prüfung.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

La perte de la qualité de Luxembourgeois, ainsi

que l'interdiction judiciaire entraînent la révocation

de l'autorisation d'exercer l'art de guérir.

Cette révocation est prononcée par le tribunal

d'arrondissement, sur la réquisition du ministère

public.

CHAPITRE

II.

Des conditions d'admission à l'examen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Diejenigen, welche bereits zur Ausübung ei-

nes Zweiges der Heilkunde ermächtigt sind und

die Ermächtigung für einen andern Zweig be-

gehren, bezahlen eine Ergänzungsgebühr nach

folgendem Tarif

2) Der Arzt, welcher Chirurg werden will,

b) Der Arzt oder Chirurg, welcher die Prü-

fung des Geburtshelfers bestehen will, fl. 25.

8° L'hygiène générale ;

9° La médecine légale vétérinaire.

Pour l'examen pratique les candidats feront sur

un cheval plusieurs opérations chirurgicales et de

maréchallerie.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Ceux qui étant déjà autorisés à exercer une bran-

che de l'art de guérir demanderont l'autorisation

pour une autre branche, paieront un supplément de

taxe d'après le tarif suivant

c) Le médecin qui voudra devenir chirurgien,

25 fls.

b) Le médecin ou chirurgien qui voudra subir

l'examen d'accoucheur, 25 fls.

( 497 )

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Apotheker müssen zu jeder Zeit zum Dienst

des Publikums bereit sein, und sie haben des-

halb an ihrer Apotheke eine Vorkehrung zu de-

ren schneller Oeffnung bei Nachtszeit zu treffen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Innerhalb zehn Tagen haben die Vaccinatoren

einen zweiten Besuch in den Gemeinden zu machen,

um sich von dem Erfolg ihrer Operationen zu

versichern.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Niemand wird zur Prüfung für einen Zweig

der Heilkunde zugelassen, wenn er nicht beweist,

daß er

1° Im Großherzogthum geboren oder darin

naturalisirt ist,

2° Das Alter der Großjährigkeit erreicht,

3° Immer ein vorwurfsfreies Betragen ge-

zeigt hat, und

4° An keinem Gebrechen leidet, welches sich

mit dem Berufe, den er sich vorgesetzt, hat,

nicht verträgt.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Nul n'est admis à l'examen pour une branche de

l'art de guérir, s'il ne prouve,

1° Qu'il est né ou naturalisé dans le Grand-Duché,

2° Qu'il a atteint l'âge de majorité,

3° Qu'il a toujours eu une conduite irréprochable

et

4° Qu'il n'a aucune infirmité incompatible avec

l'état qu'il se propose d'exercer.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Prüfungsgebühren sind vor der Prüfung

bei dem Sekretär des Medezinal-Kollegiums

niederzulegen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Apotheker sollen ein eigenes Exemplar der

gesetzlichen Pharmakopöa, die in derselben be-

zeichneten Maaße und Gewichte und sämmtliche

pharmazeutische Utensilien besitzen, und alles

stets in gutem Zustande halten.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Vaccinatoren sind gehalten, nach dem

zweiten Besuche, wenn die Vaccine ihre regel-

mäßige Wirkung vollendet hat, darüber ein

schriftliches Zeugniß der betheiligten Person aus-

zufertigen, nach dem vorgeschriebenen Model,

welches ihnen unentgeldlich überliefert werden

wird.

Die Zeugnisse sind von dem Bürgermeister

der Gemeinde zu visiren.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Les vaccinateurs sont tenus, après la 2me visite,

si la vaccine a parcouru régulièrement ses pério-

des, de délivrer à la personne intéressée, un certi-

ficat par écrit, d'après le modèle prescrit, qui leur

sera délivré gratuitement.

Ces certificats seront visés par le Bourgmestre de

la commune.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Um zur Prüfung als Arzt zu gelangen, hat

der Kandidat nachzuweisen, daß er die medizi-

nische Doktorwürde erlangt hat.

Vorbehalt-

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Pour être admis à l'examen de médecin, le can-

didat doit prouver qu'il a acquis le grade de doc-

teur en médecine. Sauf les dispositions on défenses

( 481 )

lich

der besondern Anordnungen oder Verbote,

die

Wir in Zukunft zu treffen für gut finden

könnten, soll es den Medizinstudirenden Luxem-

burgern frei stehen, die akademischen Grade auf

einer Universität nach ihrer Wahl zu erwerben.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Von diesen Gebühren sind zunächst die für die

Prüfung aufgelaufenen Kosten abzuziehen.

Das Uebrige wird unter die Mitglieder des

Kollegiums dergestalt vertheilt, daß der Präsi-

dent und der Sekretär drei auf zwei Theile er-

halten.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Es ist ihnen verboten, im Innern der Apo-

theke andere Einrichtungen als die der Apotheke

zu haben, oder in dieser eigentlichen Apotheke

etwas anders als Arzneien zu verkaufen.

Alle Droguen (worunter hier auch die Farben

begriffen sind), welche nicht lediglich in der

Apotheke angewendet werden, haben sie von

den Arzneimitteln getrennt zu halten.

Sie dürfen chirurgische Instrumente, Banda-

ART. 9.

Ils garderont les recettes originales et les conser-

veront pendant cinq ans, sous peine d'une amende

de 1 fl. pour chaque recette manquante. Ils en don-

neront copie sur leur demande, tant à celui qui l'a

prescrite, qu'à celui pour lequel elle est ordonnée.

Ils exhiberont les originaux aux autorités adminis-

tratives et judiciaires sur leur réquisition.

ART. 10.

Il leur est défendu de communiquer à on tiers la

recette, sans l'autorisation de celui qui l'a prescrite

ou auquel elle est prescrite, excepté aux autorités

désignées dans l'article précédent, sons peine d'une

amende de 10 fl. pour chaque contravention.

II. Tenue des pharmacies.

ART. 1 1.

Les pharmaciens devront être prêts en tout tems

pour le service du public , et auront à prendre les

mesures nécessaires pour l'ouverture prompte de

leurs officines pendant la nuit.

ART. 12.

Les pharmaciens seront pourvus d'un exemplaire

de la pharmacopée légale, des poids et mesures y

désignés, ainsi que de tous les ustensiles pharmaceu-

tiques, et tenir le tout en bon état.

ART.

13.

Il leur est défendu d'avoir dans l'intérieur de la

pharmacie d'autres arrangemens que ceux de la

pharmacie, ou de vendre dans cette pharmacie pro-

prement dite, autre chose que des médicamens.

Toutes les drogues ( parmi lesquelles se rangent

aussi les couleurs) qui ne sont pas employées uni-

quement dans la pharmacie, devront être séparées

des médicamens.

Ils peuvent vendre des instrument de chirurgie,

(

)

gen, Sonden und alle Gegenstände verkaufen,

welche dazu dienen, bei Gebrechen und Krank-

heiten Erleichterung zu geben.

Aber diese Gegenstände müssen in besonderen

Schränken aufbewahrt und dürfen niemals ficht-

bar aufgestellt werden.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Vaccinatoren haben über alle durch sie

bewirkten Impfungen ein Register zu führen,

welches ihnen unentgeldlich von der Landesre-

gierung wird zugefertigt werden.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Les vaccinateurs inscriront toutes les vaccinations

opérées par eux, dans un registre qui leur sera dé-

livré gratuitement par la Régence du pays.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Um zur Prüfung als Chirurg und Geburts-

helfer zugelassen zu werden, muß der Kandidat

beweisen, daß er während drei Jahren auf ei-

ner chirurgischen und geburtshülflichen Anstalt

ftudirt

hat.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Pour être admis à l'examen, de chirurgien et

d'accoucheur, le candidat doit prouver qu'il a étu-

dié pendant trois ans dans une école de chirurgie et

d'accouchemens.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Im Falle der Kandidat die Prüfung nicht be-

steht, werden ihm zwei Drittheile der Gebühren

nach Abzug der Kosten, zurückerstattet, und das

Uebrigbleibende wie im vorstehenden Artikel be-

stimmt ist, vertheilt.

(Gehört zum Königl. Beschlusse vom 12. October

1841, Nr. 17.)

Der Geheimerath für die Luxemburger

Angelegenheiten,

Stifft.

ART. 12.

Les droits d'examen seront déposés avant l'exa-

men entre les mains du secrétaire du collége mé-

dical.

ART.

13.

Sur ces fonds seront prélevés d'abord les frais oc-

casionnés par l'examen.

Le reste sera partagé entre les membres du col-

lège , de manière à ce que le président et le secré-

taire reçoivent trois sur deux.

ART.

14.

En cas que le candidat ne soutienne pas l'exa-

men, les deux tiers des droits d'examen , après en

avoir défalqué les frais, lui seront restitués et le res-

tant sera partagé ainsi qu'il est déterminé dans l'ar-

ticle précédent.

(Annexé à l'arrêté royal du 12

octobre 1841, n° 17.)

Le Conseiller intime pour les affaires

Luxembourgeoises,

STIFFT.

III. Reglement

über die besondern Pflichten der zur Aus-

übung der Heilkunde berechtigten Personen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Alle Contraventionen gegen die in den beiden

vorstehenden Artikeln enthaltenen Vorschriften

sollen mit einer Geldbuße von 2 Gulden bestraft

werden, die in Wiederholungsfällen bis zu 10

Gulden gesteigert werden kann.

III. Von den Lehrlingen und Gehülfen der Apo-

theker und Droguisten.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Der Distriktscommissär wird dieses Register

olle drei Monate nachsehen und abschließen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Le Commissaire de district vérifiera et clôturera

ce registre tous les trois mois.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Um zur Prüfung als Hebamme zu gelangen,

hat die Kandidatin nachzuweisen

1° Daß sie wenigstens sechs Monate auf ei-

ner

Hebammenschule oder bei einem Geburts-

helfer oder einer Hebamme in der Lehre gewe-

sen ist;

2° Daß sie wenigstens zwölf, durch einen

Eingeweihten vorgenommenen Entbindungen bei-

gewohnt hat.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

La personne désirant être admise à l'examen de

sage-femme devra prouver

1° Qu'elle a suivi pendant au moins six mois des

leçons d'accouchemens, soit dans une école, soit

chez un accoucheur ou une sage-femme,

2° Qu'elle a assisté au moins à douze accouche-

mens opérés par une personne autorisée.

ART. 16.

Pour être admis à l'examen de vétérinaire, le

candidat devra prouver qu'il a étudié pendant trois

ans dans une école vétérinaire spéciale.

TROISIÈME SECTION.

De l'exercice des professions qui se rattachent

à l'art de guérir.

CHAPITRE I e r .

De la vente des médicamens, drogues et substances

médicinales.

ART. 17.

Les drogues et substances médicinales ne peuvent

être vendues que par les pharmaciens et les dro-

guistes.

Cependant, dans des circonstances particulières,

la Régence du pays peut autoriser la vente publique

( 482 )

welche das Recht hat ihre Einwilligung an die

Erfüllung besonderer Bedingungen zu knüpfen.

Art. ,9.

Arzneimittel können nur in den Apotheken

bereitet und verkauft werden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Apotheker und Apothekerprovisoren können

Lehrlinge aufnehmen, nachdem solche zuvor bei

dem Kantonalarzt eine unentgeldliche Prüfung

im Lesen und Schreiben, im Lateinischen und

in der Arithmetik bestanden haben.

Sie können Gehülfen annehmen, nachdem

solche vorher vor dem Präsidenten des Medi-

zinal-Kollegiums, welcher sich ein Mitglied des

Kollegiums, welches Apotheker ist, adjungiren

kann, eine unentgeldliche Prüfung über die ver-

schiedenen Zweige der Apothekerprüfung bestan-

den haben.

Um zur Prüfung als Gehülfe zugelassen zu

werden, muß der Kandidat nachweisen, daß er

wenigstens 3 Jahre in einer oder höchstens zwei

Apotheken Lehrling gewesen ist, und Atteste über

seine Führung und Geschicklichkeit aufzeigen.

Die Zeit, welche man als Lehrling in einer an-

dern Apotheke zugebracht hat, wird nicht gezählt.

Die Apotheker-Lehrlinge und Gehülfen müssen

bei dem Medizinal-Kollegium eingeschrieben

werden.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Distriktscommissäre haben am Ende je-

des Trimesters an die Landesregierung einen

Bericht über den Stand der Impfungen, mit

den Tabellen der ausgeführten Operationen

einzusenden.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Les Commissaires de district transmettront à la

Régence du pays, à la fin de chaque trimestre, un

rapport sur l'état des vaccinations ; ils y joindront

les tableaux des opérations pratiqués.

ART. 16.

Les modèles seront déterminés par la Régence

du pays et communiqués à ces fonctionnaires.

4te Beilage zur Nr. 54.

VI. RÈGLEMENT

sur les mesures à prendre lors de mala-

dies épidémiques et d'épizooties.

ART. 1er.

Aussitôt qu'une maladie maligne de nature épi-

démique ou contagieuse paraîtra dans une com-

mune, l'homme de l'art qui, le premier, aura l'oc-

casion d'en observer les symptômes, en donnera de

suite connaissance au bourgmestre de la commune

et au médecin de canton.

Le bourgmestre, s'il a le premier connaissance

de la maladie, est tenu de faire la. même notification

au médecin de canton.

ART.

2.

Le bourgmestre de la commune en donnera en

outre avis, immédiatement, au Commissaire de dis-

trict et à la Régence du pays.

( 510 )

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Um zur Prüfung als Thierarzt zugelassen zu

werden,

hat der Kandidat nachzuweisen, daß

er

drei Jahre lang in einer besondern Thier-

arzneischule studirt hat.

Dritter Abschnitt.

Wom der Ausübung der Auf die Heilkunde

bezüglichen Professionnen.

Erstes Kapitel.

Won dem Verkauf der Medikamente, Droguen

und Materialien.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Wenn ein Lehrling oder ein Gehülfe eine Apo-

theke verläßt, so muß ihm sein Prinzipal ein

ART. 14.

Toutes les contraventions aux deux articles précé-

dens seront punies d'une amende de 2 florins, qui,

en cas de récidive, pourra être élevée jusqu'à 10 fl.

III. Des élevés et des aides des pharmaciens

et droguistes.

ART. 15.

Les pharmaciens et proviseurs pourront admettre

des élèves qui auront subi près du médecin de can-

ton un examen sur la lecture, l'écriture, le latin et

l'arithmétique ; cet examen est gratuit.

Ils peuvent admettre des aides qui auront préala-

blement subi devant le président du collége médical,

lequel pourra s'adjoindre un pharmacien , membre

de ce collége, un examen sans frais sur les différentes

branches de l'examen des pharmaciens.

Four être admis à l'examen d'aide, le candidat

devra prouver qu'il est resté comme élève pendant

trois années au moins dans une ou au plus deux phar-

macies et produire des certificats de sa conduite et

de son habileté. Le tems passé comme élève dans

une autre pharmacie ne sera pas compté.

Les élèves et aides-pharmaciens seront inscrits par

le collége médical.

ART. 16.

Lorsqu'un élève ou aide quittera une pharmacie,

( 503 )

des bandages, des sondes et tous les objets qui ser-

vent à alléger des infirmités ou des maladies, mais

ces objets devront être renfermés dans des armoires

spéciales, et ne pourront jamais être exposés en vue.

( 504 )

le chef devra lui donner un certificat constatent son

application et sa conduite.

En cas de refus de ce certificat, ou lorsque la

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son

contenu, il pourra en appeler au collége médical,

qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces-

saire.

ART. 17.

Les pharmaciens et proviseurs seront responsables

de tous les actes de leurs aides et élèves. Ils peuvent

charger un aide inscrit de la confection des recettes

mais ne la permettront jamais à un élève hors de

leur présence.

Lorsqu'aucun aide inscrit ne se trouve dans une

pharmacie, le pharmacien ou proviseur ne pourra

jamais s'absenter au-delà de 24 heures, sans se faire

remplacer par un collégue et en avoir donné avis au

préalable au médecin du canton.

ART. 18.

Les droguistes peuvent admettre des élèves qui

auront subi devant le médecin du canton un exa-

men gratuit sur la lecture, l'écriture et l'arithmé-

tique.

Les élèves devront être inscrits par le collége mé-

dical.

Les droguistes resterent responsables de toutes

les actions de leurs élèves.

IV. Vente de médicament, substances médicinales

et drogues.

ART. 19.

Les pharmaciens peuvent librement vendre tous

les médicamens de leur pharmacie, à l'exception de

ceux désignés dans la liste à arrêter par la Régence

du Pays. Cette liste sera révisée tous les cinq ans.

Ils encourront une amende de 3 florins pour chaque

médicament de l'espèce qu'ils vendront sans pres-

cription médicale.

Zeugniß über seine Lehre und seine Aufführung

geben.

Verweigert derselbe dieses Zeugniß, oder

glaubt der Betheiligte gegen dessen Inhalt re-

clamiren zu können, so kann er den Recurs an

das Medizinal-Kollegium ergreifen, welches be-

treffenden Falles das erforderliche Zeugniß aus-

stellt.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Modele werden von der Landesregierung

aufgestellt und jenen Beamten mitgetheilt.

le cas où cette cause ne serait pas fondée, les con-

vaincre , par tous les moyens possibles, d'accepter

les bienfaits de la vaccine.

ART. 10.

Si ces moyens de persuasion restaient sans résul-

tat, il transmettra les noms des récalcitrans au Com-

missaire de district.

ART. 11.

Dans l'intervalle de dix jours, les vaccinateurs

feront une seconde visite dans les communes, afin

de s'assurer du résultat de leurs opérations.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Droguen und Materialien dürfen nur von

Alpothekern und Droguisten verkauft werden.

Gleichwohl kann unter besondern Umständen

ein

öffentlicher Verkauf von diesen Gegenständen'

durch die Landesregierung gestattet werden,

particulières que Nous pourrions trouver bon de

faire par la suite, il sera libre aux Luxembourgeois

étudiant en médecine, de prendre les grades acadé-

méques dans une université à leur choix.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Apotheker und Provisoren bleiben ver-

antwortlich für alle Handlungen ihrer Gehülsen

und Lehrlinge. Sie können die Rezeptur durch

einen eingeschriebenen Gehülfen besorgen lassen,

einem Lehrling aber niemals anders, als unter

ihren Augen gestatten.

Wenn in einer Apotheke kein eingeschriebener

Gehülfe ist, darf der Apotheker oder Provisor

sich nicht über 24 Stunden entfernen, ohne sich

durch einen Kollegen vertreten zu lassen, und

vorgängig den Kantonalarzt zu benachrichtigen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

In

Luxemburg soll im Geschäftslokale des

Medizinal-Kollegiums ein Vorrath von Vaccine

eingerichtet werden, damit davon zu allen Zei-

ten den Vaccinatoren, wenn sie solcher bedür-

fen, mitgerheilt werden könne.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Droguisten dürfen Lehrlinge annehmen,

nachdem solche vor dem Kantonalarzt eine un-

entgeldliche Prüfung im Lesen, Schreiben und

der Arithmetik bestanden haben.

Die Lehrlinge müssen bei dem Medizinalkol-

legium eingeschrieben werden.

Die Droguisten bleiben verantwortlich für

olle Handlungen ihrer Lehrlinge.

IV. Verkauf von Arzneimitteln, Materialien und

Droguen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Landes-Regierung wird Uns diejenigen

Vaccinatoren, welche sich durch Eifer und Er-

gebenheit auszeichnen, nahmhaft machen und

Belohnungen für sie vorschlagen.

(Gehört zum Königl. Beschlusse vom 12. October

1841, Nr. 17.)

Der Geheimerath für die Luxemburger

Angelegenheiten,

Stifft.

ART.

17.

Il sera établi à Luxembourg, dans les bureaux

du collége médical, un dépôt de vaccine, afin d'en

pouvoir communiquer en tous tems aux vaccina-

teurs qui en auraient besoin.

ART.

18.

La Régence du pays Nous fera connaître les vac-

cinateurs qui se seront distingués par leur zèle et

leur dévouement, et proposera pour eux des récom-

penses.

(Annexe' à l'arrêté royal du

la octobre 1841, n°

17)

Le Conseiller intime pour les affaires

du Luxembourg,

STIFFT.

VI.

Reglement

über die im Falle von epidemischen Krank-

heiten und Seuchen zu ergreifenden Maaß-

regeln.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Jedoch können im Innern der Hospitien und

öffentlichen Anstalten Arzneivorräthe gehalten

werden, die aber nur für die Kranken dieser

Anstalten, so wie für die der öffentlichen Mild-

thätigkeit anheimfallenden Kranken verwendet

werden dürfen. Dieselben müssen bei einem im

Großherzogthum seßhaften Apotheker oder Dro-

guisten angekauft werden.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Apotheker dürfen alle Medikamente ihrer

Apotheke frei verkaufen, mit Ausnahme derer,

welche in der durch die Landesregierung festzu-

stellenden und alle, fünf Jahre zu revidirenden

Lifte verzeichnet sind. Sie verfallen in eine Geld-

strafe von 3 Gulden für jedes Medikament die-

ser Art, welches sie ohne ärztliche Verordnung

verkaufen.

( 505 )

Sie dürfen auch Materialien verkaufen, vor-

behaltlich der besonderen Bestimmungen für den

Verkauf von Giften.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Ferner sind die Aerzte, Chirurgen und Thier-

ärzte, welche an Orten wohnen, wo kein Apo-

theker ist, berechtigt und verpflichtet, einen

Borrath der nöthigsten ihren Heilzweig betref-

fenden Arzneimittel zu halten.

Sie können diese Arzneimittel nur den Kranken

dispensiren, welche von ihnen behandelt werden.

Sie sind verbunden dieselben bei einem im

Großherzogthum seßhaften Apotheker oder Dro-

guisten anzukaufen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Es ist ihnen verboten, Geheimmittel zu ver-

kaufen, ohne vorher von der Landesregierung

hierzu ermächtigt zu sein, bei Vermeidung einer

Geldstrafe von 20 Gulden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

An allen Orten, wo eine oder mehrere Apo-

theken bestehen, ist es den Aerzten, Chirurgen

und Thierärzten untersagt, Apotheke zu halten.

Die nach dem vorstehenden Artikel zur Hal-

tung von Arzneivorräthen verpflichteten Per-

sonen müssen diese besondere Apotheke aufheben,

wenn in dem Orte ihres Wohnsitzes eine Apo-

theke errichtet wird. Der Apotheker ist verpflichtet

ihre Vorräthe gegen eine, durch Experten con-

tradiktorisch festzustellende Entschädigung

zu

übernehmen.

Ein gleiches findet bei den jetzt bestehenden

und eingehenden Apotheken statt.

de ces objets, et elle a le droit d'imposer pour cette

autorisation des conditions particulières.

ART. 18.

Les médicamens ne peuvent être préparés et ven-

dus que dans les pharmacies.

ART. 19.

Cependant des dépôts de médicamens pourront

être établis dans l'intérieur des hospices et établis-

semens publics, mais ils ne devront servir que pour

les malades de ces établissemens et pour les person-

nes secourues par la bienfaisance publique. Leurs

approvisionnerions doivent se faire chez un phar-

macien ou droguiste établi dans le Grand-Duché.

ART. 20.

En outre les médecins, chirurgiens et droguistes

qui habitent des localités où il n'y a pas de phar-

macie, sont autorisés et tenus d'avoir un approvi-

sionnement des médicamens les plus nécessaires

concernant la branche de l'art de guérir qu'ils

exercent.

Ils ne peuvent dispenser ces médicamens qu'aux

malades qui sont traités par eux. Ils sont tenus de

les acheter chez un pharmacien ou droguiste établi

dans le Grand-Duché.

ART.

21.

Dans toutes les localités où il existe une ou plu-

sieurs pharmacies, il est défendu aux médecins, chi-

rurgiens et vétérinaires de tenir pharmacie.

Les personnes obligées par l'article précédent de

tenir un dépôt de médicamens, devront fermer ces

officines particulières aussitôt qu'une pharmacie sera

érigée dans le lieu de leur domicile. Le pharmacien

est obligé d'acquérir leurs approvisionnemens contre

une indemnité à fixer contradictoirement par ex-

perts.

On agira d'une manière analogue lorsqu'une des

pharmacies existant actuellement sera supprimée.

( 483 )

Zweites Kapitel.

Von den Apotheken.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Droguisten dürfen nur die Droguen und

Materialien, welche auf der besondern, durch

die Landesregierung aufzustellenden und alle 5

Jahre zu revidirenden Liste verzeichnet sind,

und sie dürfen dieselben nur in den durch die

Liste angegebenen Quantitäten verkaufen.

Sie verfallen in eine Geldstrafe von drei

Gulden für jede Drogue oder Medikament,

welches sie verkaufen, ohne dazu ermächtigt zu

sein. Sie verfallen in dieselbe Strafe, wenn sie

die Droguen und Materialien, zu deren Debit

sie ermächtigt sind, anders als in den vorge-

schriebenen Quantitäten verkaufen.

V. Insbesondere Verkauf von Giften.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Keine Apotheke kann im Großherzogthum

errichtet werden ohne Genehmigung der Landes-

gierung, welche vorher das Gutachten des Me-

dizinal-Kollegiums und der Ortsbehörde ein-

holen wird.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Landesregierung soll eine alle fünf Jahre

zu revidirende Liste von den als Gift geltenden

Substanzen aufstellen, welche zugleich angibt,

in welcher Quantität die Droguisten dieselben

verkaufen dürfen.

Die Droguisten, welche unter der in der Liste

angegebenen Quantität verkaufen, verfallen in

eine Geldbuße von 10 Gulden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Landesregierung hat das Recht, die Zahl

der Apotheken überhaupt oder an einzelnen

Orten einzuschränken. Dies kann jedoch nur in

Folge des Aussterbens der Eigenthümer statt

finden, d. h. wenn die Apotheke nicht mehr

von dem Eigenthümer, oder dessen männlichen

Descendenten oder für dessen Wittwe oder un-

mündige Kinder von einem Provisor geführt

wird.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Der Verkauf von Giften zum Bedürfniß des

Gewerbfleißes darf nur an bekannte und in

gutem Ruf stehende Personen, und nur auf

schriftliches Verlangen statt finden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

In Zukunft, wenn die Zahl der Apotheken für

jeden Ort festgestellt ist, gehört im Falle des

Aussterbens das Recht, die Apotheke zu halten,

den Erben, welche es abtreten oder verkaufen

können.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Der Detailverkauf von Gift zur Tödtung

Ils peuvent aussi vendre des drogues médicinales,

sauf les dispositions particulières pour la vente des

poisons.

ART. 20.

Il leur est défendu de vendre des médicamens

secrets, sans en avoir obtenu au préalable l'autori-

sation de la Régence du pays, sous peine d'une

amende de 20 florins.

ART. 21.

Les droguistes ne peuvent vendre que les drogues

et substances médicinales contenues dans la liste à

dresser par la Régence du pays, et ne pourront en

vendre que les quantités désignées dans cette liste,

laquelle sera révisée tous les cinq ans.

Ils encourront une amende de 3 fls. pour chaque

drogue ou médicament qu'ils vendent sans y être

autorisés. Ils encourent la même amende pour cha-

que drogue ou substance médicinale qu'ils sont au-

torisés à débiter, lorsqu'ils la vendent en quantité

différente de celle qui est prescrite.

V. De la vente des poisons en particulier.

ART. 22.

La Régence du pays arrêtera une liste des sub-

stances à considérer comme poisons ; cette liste sera

révisée tous les cinq ans, et indiquera en même tems

les quantités que les droguistes sont autorisés à ven-

dre.

Les droguistes qui vendront au-dessous de la quan-

tité indiquée dans la liste , encourront une amende

de 10 fls.

ART. 23.

La vente de poisons pour les besoins de l'indus-

trie , ne pourra se faire qu'à des personnes connues

et bien famées, et seulement sur une demande par

écrit.

ART. 24.

La vente en détail de poisons pour la destruction

( 506 )

schädlicher Thiere kann nur durch die Apotheker

geschehen. Sie dürfen solche Gifte nur

auf

Verordnung eines admittirten praktischen Arztes

oder an solche Personen, die mit einem Zeugniß

des Polizeibeamten versehen sind, verabfolgen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Nur die Apotheken, welche Wittwen oder

Mündeln angehören, können durch Provisoren

geführt werden.

Drittes Kapitel.

Von den Apothekern und Droguisten.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die Apotheker und Droguisten haben über

den Verkauf der im Art. 22 erwähnten Sub-

stanzen ein spezielles Register zu führen, in

welches sie unter fortlaufender Nummer die

Namen der Käufer, die Quantität der verkauften

Substanzen, das Datum des Verkaufs und die

angegebene Ursache des Kaufes eintragen. Die

in dem Art. 23 und 24 erwähnten schriftlichen

Forderungen, die ärztliche Verordnung und die

Scheine der Polizeibeamten müßen diesem Re-

gister angeheftet bleiben.

Bei unregelmäßiger Führung dieses Registers

oder bei Nachläßigkeit in der Aufbewahrung der

vorerwähnten Ausweisen, verfallen die Apo-

theker und Droguisten in eine Geldstrafe von

10 Gulden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Niemand darf den Beruf einen Apothekers

oder Droguisten ausüben, wenn er nicht nach

vorgängiger Prüfung hierzu die vorschrifts-

mäßige Ermächtigung erhalten hat.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Die als Gift bezeichneten Substanzen müßen

an einem besondern und verschlossenen Orte auf-

bewahrt und zu deren Verkauf besondere Wagen,

Gewichte, Maaße und Geschirre, die mit einem

besondern Zeichen zu versehen sind, gehalten

werden.

Jedes Paket oder Gefäß, welches giftige

Substanzen enthält, muß mit einem besondern

Zeichen versehen sein.

Alles bei Strafe einer Geldbuße von 10 G.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Der Verlust der Eigenschaft eines Luxem-

burgers und die gerichtliche Interdiction hat die

Entziehung der Berechtigung zur Folge.

CHAPITRE

II.

Des pharmacies.

ART. 22.

Aucune pharmacie ne peut être établie dans le

Grand-Duché sans l'autorisation de la Régence da

pays, qui prendra au préalable l'avis du collège

médical et de l'autorité locale.

ART. 23.

La Régence du pays a le droit de limiter le nom-

bre des pharmacies en général ou dans des localités

particulières. Cependant cela ne pourra avoir lieu que

lors du décès du propriétaire, c'est-à-dire si la phar-

macie n'est plus tenue par le propriétaire, ni par ses

descendans mâles, ni par un proviseur pour le

compte de sa veuve ou de ses enfans mineurs.

ART. 24.

Par la suite lorsque le nombre des pharmacies

sera fixé pour toutes les localités, le droit de tenir

la pharmacie appartiendra aux héritiers, qui pour-

ront le céder ou le vendre.

ART. 25.

Les pharmacies appartenant à des veuves ou des

mineurs, peuvent seules être desservies par des pro-

viseurs.

CHAPITRE

III.

Des pharmaciens et droguistes.

ART. 26.

Nul ne peut exercer la profession de pharmacien

on de droguiste, s'il n'en a obtenu l'autorisation

après un examen préalable.

ART. 27.

La perte de la qualité de Luxembourgeois, ainsi

que l'interdiction judiciaire entraîne la révocation

de cette autorisation.

( 484 )

Diese Entziehung wird durch das Bezirks-

gericht auf den Antrag des öffentlichen Mini-

steriums ausgesprochen.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Der Verkauf von Giften oder die Zubereitung

von Arzneimitteln in welchen Gift enthalten ist,

darf nie durch einen Lehrling geschehen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Um zur Prüfung als Apotheker, Apotheker-

Provisor oder Droguist zugelassen zu werden,

muß der Kandidat nachweisen, daß er die im

Art. 12 vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen

der Art. 23, 24 und 27 werden mit einer Geld-

d'animaux nuisibles, ne pourra avoir lieu que par

les pharmaciens. Ils ne pourront délivrer ces poisons

que sur la prescription d'un médecin admis, ou à

des personnes qui leur présenteront un certificat

d'un officier de la police.

ART. 25.

Les pharmaciens et droguistes tiendront, pour la

vente des substances désignées dans l'article 22, un

registre spécial, dans lequel ils inscriront, par nu-

méro d'ordre, les noms des acheteurs, la quantité

des substances vendues, la date de la vente et la

cause indiquée pour l'achat. Les demandes écrites,

mentionnées dans les art. 23 et 24, et les certificats

des officiers de la police, devront être annexés à ce

registre.

Lors d'une tenue irrégulière de ce registre, ou

de négligence dans la conservation des pièces à

l'appui susmentionnées, les pharmaciens et droguis-

tes encourront une amende de 10 fls.

ART. 26.

Les substances désignées comme poison devront

être conservées dans un endroit séparé et sous clef ;

et pour leur vente il y aura des balances, des poids,

mesures et vases particuliers, munis d'un signe dis-

tinctif.

Chaque paquet ou vase, contenant des poisons,

devra être muni d'un signe particulier.

Le tout sous peine d'une amende de 10 fls.

ART. 27.

La vente de poisons ou la préparation de médi-

camens qui contiennent du poison, ne pourront ja-

mais être faites par un élève.

ART. 28.

Les contraventions aux dispositions contenues

dans les articles 23, 24 et 27, seront punies d'une

( 507 )

buße von 30 Gulden bestraft, die in Wieder-

holungsfällen bis auf 100 Gulden erhöht werden

kann.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Um zur Prüfung als Apotheker oder Apo-

thekerprovisor zugelassen zu werden, muß der

Kandidat nachweisen

1. Daß er wenigstens drei Jahre als Lehr-

ling in einer oder höchstens zwei Apotheken

gearbeitet hat, und daß er

2. Hierauf wenigstens ein Jahr einen phar-

mazeutischen Kursus auf einer Universität oder

pharmazeutischen Schule mitgemacht hat.

partie intéressée croira pouvoir réclamer contre son contenu, il pourra en appeler au collége médical, qui, le cas échéant, délivrera le certificat néces- saire.

Jeder Gehülfe oder Apothekerlehrling, welcher

heimlich Gift verabfolgt, wird außer der im

Art. 45 des Gesetzes angedrohten Strafe, zu

sechsmonatlichem bis zweijährigen Verlassen der

Apotheke verurtheilt.

(Gehört zum Königl. Beschluße vom 12.

Oktober 1841, N° 17.)

Der Geheimerath für die Luxemburger

Angelegenheiten,

Stifft.

V . Reglement

über das Impfwesen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Um zur Prüfung als Droguist zugelassen zu

werden, muß der Kandidat nachweisen, daß er

während drei Jahren als Lehrling bei einem,

oder höchstens zwei gesetzlich aufgenommenen

Droguisten gearbeitet hat.

Cette révocation sera prononcée par le tribunal

d'arrondissement, sur la réquisition du ministère

public.

ART. 28.

Pour être admis à l'examen de pharmacien, pro-

viseur de pharmacie ou droguiste , le candidat de-

vra prouver qu'il a rempli les conditions prescrites

par l'art. 12.

ART. 29.

Pour être admis à l'examen de pharmacien ou de

proviseur, le candidat devra prouver

1° Qu'il a travaillé pendant trois ans ans au moins

comme élève dans une ou au plus dans deux phar-

macies, et

2° Qu'ensuite il a suivi pendant au moins un an,

un cours de pharmacie à une université ou une école

de pharmacie.

ART. 30

Pour être admis à l'examen de droguiste, le can-

didat devra prouver qu'il a travaillé comme élève

pendant trois ans chez un ou au plus deux droguistes

légalement admis.

Vierter Abschnitt.

Allgemeine Vorschriften über die Prüfungen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Landesregierung hat über die Zulassung

der Kandidaten für die verschiedenen Zweige

der Heilkunde und für die auf die Heilkunde

bezüglichen Professionen, zur Prüfung zu ent-

scheiden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Prüfung erfolgt vor dem Medizinal-

Kollegium, welchem bei Prüfungen in der Thier-

heilkunde durch die Landesregierung ein oder

zwei Distriktsthierärzte adjungirt werden.

QUATRIÈME SECTION.

Prescriptions générales sur les examens.

ART. 3 1 .

La Régence du pays prononce sur l'admission à

l'examen des candidats pour les différentes bran-

ches de l'art de guérir et pour les professions qui s'y

rattachent.

ART. 32.

L'examen a lieu devant le collége médical, au-

quel la Régence du pays adjoint un ou deux vétéri-

naires de district pour les examens des vétérinaires.

ART. 36.

Les tarifs d'honoraires pour visites, rapports,

opérations, frais de route et de séjour des personnes

autorisées à exercer l'art de guérir ou l'art vétéri-

naire, ainsi que la taxe des médicamens, seront ar-

rêtés cl publiés dans le Mémorial législatif et admi-

nistratif par notre Régence du pays, qui devra de-

mander sur cet objet l'avis du collége médical.

Les tarifs d'honoraires des médecins et vétérinai-

( 485 )

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Das Kollegium entscheidet ohne Berufung

über das Resultat der Prüfung.

Die Kandidaten, welche die Prüfung nicht

bestehen, haben immer das Recht, sich nach 6

Monaten zu einer neuen Prüfung zu melden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Das Medizinal-Kollegium hat alsbald von

d e m Resultat der Prüfung der Landesregierung

Anzeige zu machen. Die Zulassungsdekrete wer-

d e n durch die Landesregierung ertheilt; die

Ausfertigung derselben wird im Verordnungs-

und

Verwaltungsblatt bekannt gemacht.

Die Ermächtigung zur Ausübung beginnt mit

dieser Bekanntmachung.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Im Anfange eines jeden Jahres soll eine all-

gemeine Liste aller zur Ausübung eines Zweiges

d e r Heilkunde oder einer auf die Heilkunde be-

züglichen Profession ermächtigten Personen im

Verordnungs-

und Verwaltungsblatt durch Un-

sere Landesregierung bekannt gemacht werden.

Fünfter Abschnitt.

Won

den

Tarifen

der

ärztlichen

und

thieräztlichen

Honorare,

so

wie

der

Heilmittel.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Tarife der Honorare für Besuche, Gut-

achten, Operationen, Reise-und Aufenthalts-

kosten der zur Ausübung der Heilkunde bei

Menschen

und Thieren berechtigten Personen, so

wie

die Tarife der Arzneimittel werden durch

Unsere Landesregierung nach eingeholtem Gut-

achten des Medizinal-Kollegiums festgestellt und

im

Verordnungs-

und Verwaltungsblatt be-

kannt gemacht.

Die Tarife der ärztlichen und thierärztlichen

Honorare sollen alle fünf Jahre einer Revision

CINQUIÈME SECTION.

Des tarifs d'honoraires des médecins et vétéri-

naires, ainsi que de la taxe des médicamens.

ART. 33.

Le collége décide, sans appel , sur le résultat de

l'examen.

Les candidats qui n'ont pas soutenu l'examen au-

ront toujours le droit de se représenter après six

mois.

ART. 34.

Le collége médical transmettra de suite le ré-

sultat de l'examen à la Régence du pays.

Les

permissions d'exercer seront délivrées par la Ré-

gence du pays et publiées par la voie du Mémorial

législatif et administratif.

L'autorisation d'exercer commence avec cette

publication.

ART. 35.

Au commencement de chaque année la Régence

du pays publiera dans le Mémorial législatif et ad-

ministratif une liste générale de toutes les person-

nes autorisées à exercer une branche quelconque de

l'art de guérir ou une profession qui s'y rattache.

1ste Beilage zur Nr. 54.

( 486 )

unterworfen und die Abänderungen auf dieselbe

Art festgestellt und bekannt gemacht werden.

Die Abänderungen in der Taxe der Heil-

mittel sollen jedes Jahr bekannt gemacht werden.

res seront revus tous les cinq ans, et les modifica-

tions arrêtées et publiées de la même manière.

Les modifications de la taxe des médicamens se-

ront publiées chaque année.

Sechster Abschnitt.

Von dem Verfahren zur

Feststellung

medizinisch-polizeilicher Übertretun-

gen und von den Strafen.

Erstes Kapitel.

Von dem Verfahren.

SIXIÈME SECTION.

De la manière de constater les délits de police

médicale et des pénalités.

CHAPITRE I e r .

DE LA PROCÉDURE.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Beamten und Agenten der gerichtlichen

Polizei sind in Gemaßheit der gesetzlichen Be-

stimmungen mit der Konstatirung der Uebertre-

tungen der auf das Medizinal-Wesen bezügli-

chen Vorschriften beauftragt.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die Officinen, Magazine und Laboratorien

der Apotheker, die Lager und Laden der Dro-

guisten, die Arzneivorräthe der zur Haltung

derselben berechtigten oder verpflichteten Per-

sonen und Anstalten, die Instrumente, zu deren

Haltung die Chirurgen, Geburtshelfer, He-

bammen und Thierärzte reglementsmäßig ver-

pflichtet sind, sollen wenigstens einmal im Jahre

einer Visitation unterworfen werden.

Das Medizinalkollegium hat zu diesem Zwecke

eines oder mehrere seiner Mitglieder zu delegi-

ren.

Diese Delegirten müssen durch einen Beamten

der gerichtlichen Polizei begleitet sein, welcher

nöthigen Falls die Uebertretungen zu konstati-

ren hat.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Sämmtliche Uebertretungen sollen nach Maß-

gabe der bestehenden Gesetze vor den Zuchtpo-

lizeigerichten verfolgt werden.

Von den in dieser Hinsicht ergehenden Ur-

ART.

37.

Les officiers et agens de la police judiciaire sont

chargés, en conformité des dispositions légales, de

constater les délits relatifs au service médical.

ART.

38.

Lés officines, magasins et laboratoires des phar-

maciens, les dépôts et boutiques des droguistes, les

approvisionnemens de médicamens des personnes

et des établissemens autorisés ou obligés à les tenir,

les instrumens que les réglemens prescrivent pour

les chirurgiens, accoucheurs, sages-femmes et vété-

rinaires, seront visités au moins une fois par an.

Le collége médical déléguera à cet effet un ou

plusieurs de ses membres.

Ces délégués devront être accompagnés par un

agent de la police judiciaire, chargé de constater,

le cas échéant, les délits.

ART.

39.

Tous les délits seront poursuivis en police correc-

tionnelle, d'après les lois existantes.

Les jugemens de ce chef seront immédiatement

theilen ist alsbald der Landesregierung Anzeige

zu machen.

Zweites Kapitel.

Strafen.

I. Bei Ausübung der Heilkunde.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

We rohne dazu ermächtigt zu sein, einen Zweig

der Heilkunde bei Menschen ausübt, verfällt zum

ersten Male in eine Geldstrafe von 15 bis 60

Gulden.

I m Wiederholungsfalle beträgt die Geldbuße

wenigstens das Doppelte der für das erste Mal

ausgesprochenen, und höchstens 120 Gulden.

I m dritten Falle tritt außer einer Geldbuße

vom doppelten Betrage der für das zweite Mal

ausgesprochenen, eine Gefängnißstrafe von 14

Tagen bis zu vier Monaten, für jeden weitern

Fall aber dieselbe Geldbuße und eine Gefäng-

nißstrafe von 6 Monaten ein.

Wird die Kontravention von einem Apothe-

ker begangen, so soll im dritten Falle, statt der

Gefängnißstrafe, eine Entziehung der Ermäch-

tigung zur Führung der Apotheke für einen

Zeitraum von 6 Wochen bis zu einem Jahre

eintreten. Bei weiteren Betretungsfällen kann

gänzliche Entziehung des Rechtes die Apotheke

zu halten, ausgesprochen werden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Wer ohne dazu ermächtigt zu sein, die Thier-

heilkunde als Gewerb ausübt, verfällt in eine

Geldbuße von 10 Gulden, welche sich für jeden

Wiederholungsfall verdoppelt.

Diese Bestimmung ist auf die Thierbeschneider

nicht anwendbar.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Jeder Kunstverständige, welcher einen Zweig

der Heilkunde ausübt, für welchen er nicht er-

mächtigt ist, verfällt zum ersten Mal in eine

CHAPITRE II.

PÉNALITÉS.

I . Pour exercice de l'art de guérir.

ART. 40.

Quiconque exercera, sans y être autorisé, une

branche quelconque de l'art de guérir, est passible,

pour la première fois, d'une amende de 15 à 60

florins.

En cas de récidive l'amende sera au moins dou-

blée, mais n'excédera pas 120 fls.

Pour la troisième fois le délinquant sera passible,

outre une amende double de celle prononcée pour

la seconde fois, d'un emprisonnement de 14 jours

à 4 mois ; pour toute contravention ultérieure, de la

même amende et d'un emprisonnement de 6 mois.

Si la contravention est commise par un pharma-

cien, l'emprisonnement sera remplacé, la troisiè-

me fois , par une suspension de l'autorisation de

desservir son officine pendant 6 semaines à un an.

Pour contraventions ultérieures on pourra pronon-

cer une révocation complète du droit de tenir phar-

macie.

ART. 41.

Quiconque exercera l'art vétérinaire pour en tirer

profit, sans y être autorisé, sera passible d'une

amende de 10 fls.; celte amende sera doublée pour

chaque récidive.

Cette disposition n'est pas applicable aux châ-

treurs.

ART. 42.

Toute personne de l'art qui exercera une bran-

che de l'art de guérir pour laquelle elle n'est pas

autorisée, sera passible, la première fois, d'une

( 487 )

transmis à la Régence du pays.

amende de 15 fls.; en cas de récidive, de 30 fls. La

troisième fois, outre l'amende de 30 fls., elle sera

passible d'une suspension de six semaines à un an,

de l'autorisation qui lui est accordée.

En cas de contravention ultérieure, cette autori-

sation pourra être définitivement révoquée.

II. Pour exercice des professions de pharmacien

et droguiste.

ART. 43.

Quiconque vendra, sans y être autorisé, des mé-

dicamens ou drogues médicinales, sera passible,

outre la confiscation des objets exposés en vente,

d'une amende de 25 florins, qui sera doublée pour

chaque récidive.

ART. 44.

Quiconque annonce ou exécute une vente pu-

blique de drogues ou de préparations chimiques

qui servent uniquement en médecine, sans avoir

obtenu l'autorisation prévue par l'art. 17, ou sans

remplir les .conditions prescrites en vertu du même

article, est passible d'une amende de 50 fls., qui

sera doublée pour chaque récidive.

ART. 45.

Toute personne non autorisée, qui vendra des

substances connues comme poisons, encourt, outre

la confiscation des substances, une amende de 50

florins, qui sera doublée en cas de récidive.

Pour contraventions ultérieures elle sera passible,

outre l'amende de 100 fls., d'un emprisonnement

de 14 jours à 6 mois.

III. Dispositions particulières concernant les

médecins et les pharmaciens.

ART. 46.

Toute personne de l'art, convaincue d'avoir fait

( 488 )

Geldbuße von 15 Gulden, und das zweite Mal

von 30 Gulden. Im dritten Falle erleidet er

außer der Geldbuße von 30 Gulden eine Sus-

pension von der ihm ertheilten Befugniß für

einen Zeitraum von 6 Wochen bis zu einem

Jahre.

Bei weitern Betretungsfällen kann ihm diese

Befugniß gänzlich entzogen werden.

II. Bei Ausübung der Apotheker- oder Droguisten-

Profession.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Wer ohne dazu ermächtigt zu sein, Arznei-

mittel oder Droguen verkauft, welche zu Arz-

neimitteln dienen, verfallt außer der Konfiska-

tion der Waare, in eine, in jedem Wiederho-

lungsfalle zu verdoppelnde Geldbuße von 25

Gulden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Wer ohne die durch den Art. 17 vorgeschrie-

bene Ermächtigung oder ohne die in demselben

Artikel erwähnten Bedingungen zu erfüllen, den

öffentlichen Berkauf von Droguen oder chemischen

Zubereitungen, die nur zu Arzneien gebraucht

werden, ankündigt oder vollzieht, verfallt in

eine Geldbuße von 50 Gulden, die sich in jedem

Wiederholungsfalle verdoppelt.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Jede nicht ermächtigte Person, welche als

Gift bekannte Substanzen verkauft, erleidet,

außer der Konfiskation der Substanzen, zum

ersten Male eine Geldbuße von 50 Gulden, die

sich im Wiederholungsfalle verdoppelt.

Bei weitem Betretungsfällen kann, außer

der Geldbuße von 100 Gulden eine Gefängniß-

strafe von 14 Tagen bis 6 Monaten eintreten.

III. Besondere Bestimmungen für Ärzte und

Apotheker.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Jeder Kunstverständige, welcher überwiesen

( 489 )

ist, mit einem Apotheker eine Verabredung ge-

troffen zu haben, um sich irgend einen Nutzen

oder Gewinn von den Arzneimitteln, welche er

Kranken vorgeschrieben hat, zu verschaffen, ver-

fällt in eine Geldstrafe von 100 Gulden.

I n

Wiederholungsfällen wird, diese Geldstrafe ver-

doppelt und dem Betheiligten kann seine Be-

rechtigung für einen Zeitraum von 6 Monaten

bis zu 2 Jahren entzogen werden.

Dieselbe Strafe erleidet der Apotheker, welcher

einen solche Verabredung trifft.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen

der Art. 19 und 20 sollen mit einer Geldbuße

von 20 Gulden, und für jeden Wiederholungs-

fall von 42 Gulden bestraft werden.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Jede zur Ausübung eines Zweiges der Heil-

kunde bei Menschen oder Thieren berechtigte Per-

son, jeder Apotheker oder Droguist, welcher sich

weigert, seine Arzneivorräthe, Instrumente,

Offizinen, Lager, Laden und Bücher, der im

Art. 38 vorgeschriebenen Visitation zu unter-

werfen, verfallt in eine, in jedem Wiederholungs-

fall zu verdoppelnde Geldstrafe von 25 Gulden.

IV.

Disciplinar-Strafen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Wenn eine zur Ausübung eines Zweiges der

Heilkunde, oder einer auf die Heilkunde bezüglichen

Profession ermächtigte Person schwerer Pflicht-

widrigkeiten oder unmoralischer Handlungen sich

schuldig macht, so kann das Medizinal-Kolle-

gium als Disciplinar-Kammer dieselbe vor sich

laden und sie ermahnen oder verweisen.

In

schwereren Fällen kann durch die Gerichte eine

zeitliche Suspension oder nach den Umständen

auch gänzliche Entziehung der Berechtigung aus-

gesprochen werden.

Vorübergehende Bestimmungen.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Die in Gemäßheit der jetzt bestehenden Ge-

une convention avec un pharmacien, afin de retirer

gain ou profit des médicamens qu'elle prescrit à des

malades, encourt une amende de 100 fls. En cas

de récidive cette amende sera doublée et l'exercice

de son art pourra être interdit au délinquant pour

un espace de tems de 6 mois à 2 ans.

Les mêmes peines seront appliquées au pharma-

cien coupable d'une pareille convention.

ART. 47.

Les contraventions aux dispositions des art. 19 et

20. seront punies d'une amende de 20 florins, et

pour chaque récidive de 40 florins.

ART. 48.

Toute personne autorisée à exercer l'art de guérir

ou la médecine vétérinaire, tout pharmacien au

droguiste qui s'opposera à la visite de ses médica-

mens, instrumens, officines, magasins, boutiques et

livres, prescrite par l'art. 38, encourt une amende

de 25 florins, qui sera doublée pour chaque réci-

dive.

IV. Peines disciplinaires.

ART. 49.

Lorsqu'une personne autorisée à exercer une.

branche quelconque de l'art de guérir, ou une des

professions qui s'y rattachent, se rendra coupable

de fautes graves ou d'actions immorales, le collége

médical réuni en chambre de discipline, a le droit

de la citer devant lui pour l'admonester ou la répri-

mander. Dans des cas graves les tribunaux pourront

prononcer une suspension provisoire, ou même se-

lon les circonstances une révocation définitive.

Dispositions transitoires.

ART. 50.

Les personnes autorisées en conformité des lois

Königl. Großherzl. Beschluß,

vom 12. October 1841, N° 17,

in Betreff der näheren Regulirung des Me-

dizinalwesens.

(Nr. 10376. — 1841. — R.P.)

W i r Wilhelm II. von Gottes Gnaden. König-

der Niederlande, Prinz von Oranien-Nas-

sau, Großherzog von Luxemburg, u.,u,.u.,

Nach Einsicht Unserer Verordnung vom heu-

tigen Tage, N° 16,

Und in Erwägung, daß es nöthig erscheint,

die Thätigkeit der Medizinalbehörden im einzelnen

zu reguliren, so wie auch für die verschiedenen

Zweige der Medezinal-Polizei bestimmte Vor-

schriften zu erlassen,

Haben gutgefunden, die gegenwärtiger Wer-

ordnung anliegenden Reglements

1° Ueber die besonderen Attributionen des

Medizinal-Collegiums und der Kantonal-Aerzte;

existantes, à exercer l'art de guérir ou une des pro-

fessions qui s'y rattachent, pourront continuer d'ex-

ercer à l'avenir avec les prérogatives qui leur sont

accordées par les lois et réglemens existant actuel-

lement.

ART. 51 .

La présente ordonnance entrera en vigueur au

1er janvier 1841. Notre Régence du pays est char-

gée de son exécution. Elle sera insérée dans le Mé-

morial législatif et administratif.

La Haye, le 12 octobre 1841.

Signé, GUILLAUME.

Pour expédition conforme

Le Conseiller intime pour lés affaires

du Luxembourg,

STIFFT.

ARRÊTÉ ROYAL

GRAND-DUCAL,

Du

12 OCTOBRE 1841 ,

N°

17,

portant Réglement du service médical.

(N° 10376. — R.P.)

Nous GUILLAUME II, par la grâce de Dieu,

Roi DES PAYS-BAS, PRINCE D'ORANGE-NASSAU,

GRAND-DUC DE LUXEMBOURG , etc., etc.,

etc.,

Vu Notre ordonnance en date de ce jour, n° 16 ;

Considérant qu'il est nécessaire de régler plus spécia-

lement l'action des différens fonctionnaires médicaux,

comme aussi d'établir des dispositions spéciales pour

les différentes branches de la police médicale ;

Avons trouvé bon d'arrêter les réglemens annexés

à la présente, et concernant

1° Les attributions spéciales du collége médical et

des médecins de canton ;

( 490 )

setze zur Ausübung der Heilkunde oder einer

auf die Heilkunde bezüglichen Profession er-

mächtigten Personen können auch in Zukunft

die ihnen nach den jetzt bestehenden Gesetzen und

Verordnungen zustehenden Berechtigungen aus-

üben.

ORDONNANCE ROYALE GRAND-DUCALE du 12 octobre 1841, N° 16, portant organisation du service médical (N° 10376.—R. P.)

Gegenwärtige Verordnung tritt mit dem 1sten

Januar 1842 in Wirksamkeit. Unsere Landesre-

gierung ist mit deren Vollziehung beauftragt,

und es soll dieselbe in das Verordnungs-und

Verwaltungsblatt eingerückt werden.

Haag, den 12. October 1841.

(Unterz.)

Wilhelm.

Für gleichlautende Ausfertigung.

Der Geheimerath für die Luxemburger

Angelegenheiten,

Stifft.

I.

Reglement

über die besondern Attributionen des Medi-

zinal-Kollegiums und der Kantonalärzte.

Art.

1.

Das Medizinal-Collegium hat außer den ihm

durch das Gesetz und die Reglements übertra-

genen besondern Attributionen, die Aufsicht über

die regelmäßige und würdige Ausübung der

verschiedenen Zweige der Heilkunde und der auf

dieselbe bezüglichen Professionen.

Es überwacht die genaue Erfüllung der auf die

2° Les examens;

3° Les devoirs spéciaux des personnes autorisées

à exercer l'art de guérir ;

4° Les obligations spéciales des pharmaciens et

droguistes ;

5° La vaccine;

6° La conduite à tenir lors de maladies épidemi-

ques, contagieuses et d'épizooties;

7° Le service sanitaire des pauvres ;

Et d'ordonner qu'ils soient exécutés en même

tems que notre ordonnance de ce jour, n°16.

Notre Régence du pays est chargée de l'exécution

du présent arrêté, ainsi que des réglemens y an-

nexés , qui seront insérés dans le Mémorial législatif

et administratif.

La Haye, le 12 octobre 1841.

(Signé) GUILLAUME.

Pour expédition conforme

Le Conseiller intime pour les affaires du

Luxembourg,

STIFFT.

1. RÈGLEMENT

sur les attributions spéciales du collége

médical et des médecins de canton.

ART. 1er.

Le collége a1 outre les attributions spéciales qui

lui sont conférées par la loi et les réglemens, la

surveillance sur l'exercice régulier et convenable des

différentes branches de l'art de guérir et des profes-

sions qui s'y rattachent.

Il surveille l'exécution exacte des lois et ordon-

( 491 )

2° Ueber die Prüfungen ;

3° Ueber die besondern Pflichten der zur Aus-

übung der Heilkunde berechtigten Personen ;

4° Ueber die besonderen Verpflichtungen der

Apotheker und Droguisten ;

5° Ueber das Impfwesen;

6° Ueber die im Falle von epidemischen und

ansteckenden Krankheiten und bei Seuchen zu er-

greifenden Maaßregeln ;

7° Ueber die Gesundheitspflege der Armen ;

Festzustellen und zu verordnen, daß dieselben

gleichzeitig mit Unserer Verordnung vom heu-

tigen Tage,

N°16,

in Vollziehung gesetzt

werden sollen.

Unsere Landesregierung ist mit der Vollzie-

hung gegenwärtiger Verordnung, so wie der

derselben anliegenden Reglements, welche in

das Verordnungs- und Verwaltungsblatt ein-

gerückt werden sollen, beauftragt.

Haag, den 12. Oktober 1841.

Unterz., Wilhelm.

Für gleichlautende Ausfertigung,

Der Geheimerath für die Luxemburger

Angelegenheiten,

Stifft.

Medizinalpolizei bezüglichen Gesetze und Vor-

schriften.

Es vertritt im Allgemeinen die Interessen der

Gesundheitspflege und beauftragt bei der Landes-

regierung alle nöthig erscheinenden Maaßregeln

und Verbesserungen.

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