Arrêté grand-ducal du 14 novembre 1902, portant fixation des frais de route et de séjour de l'ins- pecteur du travail.
Table des dispositions (141)
Texte législatif (141 Articles)
DU
Grand-Duché de Luxembourg.
Memorial
des
Großherzogthums Luxemburg.
Mercredi, 19 novembre 1902.
N°
82.
Mittwoch, 19. November 1902.
Arrêté grand-ducal du 14 novembre 1902, portant
fixation des frais de route et de séjour de l'ins-
pecteur du travail.
Nous ADOLPHE, par la grâce de Dieu,
Grand-Duc de Luxembourg, Duc de Nassau,
etc., etc., etc. ;
Vu la loi du 22 mai 1902, concernant l'ins-
pection du travail industriel ;
Vu le règlement général du 3 mai 1869, sur
les frais de route et de séjour des fonctionnaires
de l'État ;
Notre Conseil d'État entendu ;
Sur le rapport de Notre Ministre d'État, prési-
dent du Gouvernement, et après délibération du
gouvernement en conseil ;
Avons arrêté et arrêtons
L'inspecteur du travail jouira des
frais de route et de séjour alloués à l'ingénieur
d'arrondissement par le tarif B annexé au règle-
ment général du 3 mai 1869.
Die Firma Luxemburger SEcundarbahnen zu
Luxemburg errichten auf Grund des Art. 44 des Gesetzes
vom 31. Juli 1901 eine Krankenkasse, welche den Namen
Krankenkasse der Angestellten und Arbeiter des Bahn-
und Ersbetriebs der Luxemburger Secundarbahnen fuhrt
und ihren Sitz in Luxemburg hat.
Versicherungspflicht
Dem Gewerbeinspektor werden die-
selben Reise- und Aufenthaltskosten
vergütet,
welche dem Bezirksingenieur nach Tarif B des
allgemeinen Reglementes vom 3, Mai 1869 zu-
stehen.
Das Statut der Krankenkasse der Firma
Villeroy & Boch zu Siebenbrunnen wird hiermit
genehmigt.
Die Firma « Villeroy & Boch » in Septfon-
taines errichtet, auf Grund des Art. 44 des. Kranken-
Versicherungsgesetzes vom 31. Juli 1901, für die in ihrer
Fabrik beschäftigten Personen eine Kasse, welche be-
zweckt, ihren Mitgliedern im Krankheitsfalle Unter-
stützungen etc. zu gewähren.
Die Kasse führt den Namen. Krankenkasse der Firma
Villeroy & Boch zu Septfontaines und hat ihren Sitz
ebendaselbst.
Mitgliedschaft.
Les statuts de la caisse de secours
en cas de maladie etablie pour les mines et
minières de la société anonyme de Marcinelle et
Couillet, situees à Rodange, sont approuvés.
Das Statut der Krankenkasse der
zu Rodingen gelegenen Gruben und Bergwerke
der Anonymen Gesellschaft Marcinelle und Couillet
wird hiermit genehmigt.
La Societe anonyme de Marcinelle et Couillet
institue, en vertu de l'art. 44 de la loi du 31 juillet 1901,
pour les ouvriers et surveillants de ses mines et minières
situées sur le territoire luxembourgeois une caisse de
secours en cas de maladie, qui portera le nom de Caisse
de secours en cas de maladie pour les ouvriers et surveil-
lants des mines et minieres de la Sociéte anonyme de
Marcinelle et Couillet, et aura son siège à Rodange.
Assurance obligatoire.
tes statuts de la caisse de secours en
èas de maladie élubiie pour la Société des che-
mins de fer secondaires, sont approuvés.
Das Statut der Krankentasse der
Luxemouiger Sekunoärdühnen wnd hwrmlt ge-
nehmigt.
Notre Ministre d'État, président du
Gouvernement, est chargé de l'exécution du
présent arrêté, dont les effets remonteront au
9 octobre 1902.
Château de Hohenbourg, le 14 novembre 1902.
Pour le Grand-Duc
Son Lieutenant Représentant,
GUILLAUME,
Grand-Duc Héréditaire.
Le Ministre d'Etat, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Großh. Beschluß vom 14. November 1902, wo
durch die Reise- und Aufenthaltskosten des
Gewerbeinspektors festgesetzt werden.
Wir
Adolph,
von Gottes Gnaden, Groß-
herzog von Luxemburg, Herzog von Nassau,
u., u., u;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 22. Mai 1902,
die Gewerbeinspektion betreffend;
Nach Einsicht des allgemeinen
Reglementes
vom 3. Mai 1869, über die Reise- und Aufent-
haltskosten der Staatsbeamten und -Angestellten;
Nach Anhörung Unseres Staatsrathes;
Auf den Bericht Unseres Staatsministers, Prä-
sidenten der Regierung, und nach Berathung der
Regierung im Conseil;
Haben beschlossen und beschließen
Alle in don Betrieben der Firma Luxemburger
Secundärbahnen beschäftigten Personen gehören mit dem
Tage des Eintritts in die Beschäftigung der Kasse als ver-
sicherungspflichtige Mitglieder an, sofern die Beschaftigung
nicht durch die Natur ihres Gegenstandes nur vorüber-
gehend oder im Voraus durch den Arbeitsvertrag auf einen
Zeitraum von weniger als einer Woche beschränkt ist.
Befreit von dieser Versicherungspflicht sind
a) Betriebsbeamte, deren Arbeitsverdienst an Gehalt
oder Lohn 10 Franken für den Arbeitstag oder 3000
Franken fur das Jahr übersteigt ;
b) diejenigen Personen, welche den Nachweis erbringen,
dass sie Mitglieder einer von der Regierung zugelassenen,
auf Gegenseitigkeit beruhenden Hülfskasse sind. (Art. 3a
des Gesetzes.)
Als Gehalt oder Lohn gelten auch Tantiemen oder
Naturalbezüge.
Auf ihren Antrag sind diejenigen Personen vom Ver-
sicherungszwang zu entbinden, welchen für den Fall der
Erkrankung ein Rechtsanspruch während wenigstens
dreizehn Wochen entweder auf fortgesetzte Lohn- oder
Gehaltsauszahlung oder auf eine den Bestimmungen des
Art. 14 des Krankenversicherungs-Gesetzes entsprechende
oder gleichwerthige Unterstützung zusteht.
Die versicherungapflichtigen Mitglieder erhalten spa-
testens am ersten Löhnungstage nach ihrem Eintritt ein
Exemplar dieses Statuts. Sie müssen Mitglieder der Kasse
bleiben, so lange ihre Beschäftigung in dem Betrieb
dauert, können aber mit dem Schluss des Rechnungsjahres
austreten, wenn sie den Austritt spätestens drei Monate
vorher bei dem Kassenvorstande beantragen und vor dem
Schluss des Rechnungsjahres nachweisen, dass sie Mit-
glieder einer den Anforderungen des Art. 3 a des Kranken-
versicherungsgesetzes genügenden Hülfskasse geworden
sind.
Freiwillige Mitgliedschaft.
Art. 3 1. Alle nicht versicherungspflichtige Personen,
welche bei der Gesellschaft beschäftigt sind, können der
Kasse durch schriftliche oder mündliche Anmeldung bei
dem Kassenvorstande beitreten ; sie erhalten aber keinen
Anspruch auf Unterstützung im Falle einer bereits zur Zeit
dieser Anmeldung eingetretenen Erkrankung.
Der Kassenvorstand kann den Gesundheitszustand sol-
cher freiwilligen Mitglieder ärztlich untersuchen lassen.
Ergibt die Untersuchung zwar keine bereits eingetretene
Erkrankung, aber einen nicht normalen Gesundheits-
zustand, so wird der Anspruch auf Krankenunterstützung-
erst nach Ablauf von sechs Wochen, vom Tage der Auf-
nahme ab, erworben.
Freiwillig beitretende Personen erhalten vom Kassen-
vorstande spätestens am ersten Löhnungstage nach be-
wirkter Anmeldung eine Bescheinigung über dieselbe mit
einem Exemplar dieses Statuts.
2. Kassenmitglieder, welche aus der Beschäftigung
der Gesellschaft ausscheiden und nicht zu einer Be-
schäftigung übergehen, vermoge welcher
sie
Mit-
glieder einer andern Betriebs- (Fabrik-) oder einer
Bezirkskrankenkasse werden, bleiben so lange frei-
willige Mitglieder, als sie im Kreis der Kasse sich auf-
halten und die vollen Kassenbeiträge einschliesslich des
Zuschusses der Arbeitgeber entrichten, es sei denn, dass
sie binnen einer Woche bei dem Vorstande anderweitige
Absichten bekunden.
Die nach dem Ausscheiden aus den Betrieben der Gesell-
schaft bei der Kasse verbliebenen Personen können weder
Stimmrecht ausüben, noch Kassenamter bekleiden.
3. Die Mitgliedschaft für nicht versicherungspfiichtige
Personen erlischt
a durch mündliche oder schriftliche Austrittserklärung
an den Kassenvorstand ;
b) wenn an zwei aufeinanderfolgenden Zahlungsterminen
nicht die vollen Beiträge geleistet werden.
Eintrittsgeld.
Unser Staatsminister, Präsident der
Regierung, ist mit der Ausführung dieses Be-
schlusses beauftragt, dessen Wirksamkeit auf den
9. Oktober 1902 zurückreicht.
Schloß Hohenburg, den 14. November 1902.
Für den Großherzog;
Dessen Statthalter,
Wilhelm,
Erbgroßherzog.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Avis. — Commissariat de district.
Par arrêté grand-ducal du 14 novembre ct.,
M. Pierre Braun, avocat-avoué à Luxembourg,
a été nommé commissaire de district à Greven-
macher.
Luxembourg, le 17 novembre 1902.
Le Directeur général de l'interieur,
H. KIRPACH.
Arrêté du 12 novembre 1902, portant approba-
tion des statuts de la caisse de fabrique de la
maison Villeroy & Boch, établie à Septfon-
taines.
LE MINISTRE D'ÉTAT, PRÉSIDENT
DU GOUVERNEMENT ;
Vu la loi du 31 juillet 1901, concernant l'as-
surance obligatoire des ouvriers contre les ma-
ladies ;
Attendu que la maison Villeroy & Boch, éta-
blie à Septfontaines, qui se trouve dans les con-
ditions prévues par la loi, a manifesté l'intention
d'instituer une caisse spéciale de secours en
cas de maladie;
Attendu que les statuts de cette caisse, établis
conformément aux dispositions légales, sont en
concordance avec les lois et règlements ;
Arrête
Art. 1 e r. Les statuts de la caisse de se-
cours en cas da maladie établie pour la maison
Villeroy & Boch de Septfontaines sont ap-
prouvés.
Le présent arrêté, avec les statuts y
annexés, sera publié au Mémorial.
Luxembourg, le 12 novembre 1902.
Le Ministre d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
Bekanntmachung. — Distriktskommissariat.
Durch Großh Beschluß vom 14. d. Mts. ist
Hr. Peter B r a u n , Rechtsanwalt in Luxemburg,
zum Distriktskommissar in Grevenmacher ernannt
worden.
Luxemburg, den 17. November 1902.
Der General-Director des Innern,
H. Kirpach.
Beschluß vom 12. November 1902, die Geneh-
migung der Statuten der Krankenkasse der
Firma
Villeroy
&
Boch
zu Sieben-
brunnen betressend.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 31. Juli 1901,
die Arbeiter Krankenversicherung betreffend;
In Erwägung, daß die Firma Villeroy & Boch
zu Siebenbrunnen, welche die gesetzlichen Vor-
bedingungen hierzu erfullt, erklärt hat, für ihre
Arbeiter eine besondere Krankenkasse errichten zu
wollen;
In Erwägung, daß das Statut dieser Kasse,
welches den gesetzlichen Bestimmungen gemäß
aufgestellt ist, den diesbezüglichen Gesetzen und
Verordnungen entspricht;
Beschließt
Gegenwärtiger Beschluß nebst dem dazu
gehörigen Statut soll im „Memorial" veröffent-
licht werden.
Luxemburg, den 12. November 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Statut der Krankenkasse der Firma Villeroy & Boch in Siebenbrunnen.
Z(...)eck, Name und Sitz der Kasse.
Alle in der Fabrik gegen Lohn beschäftigten
Personen gehören mit dem Tage des Eintritts in die Be-
schäftigung, kraft Gesetzes, als versicherungspflichtige
Mitglieder der Kasse an.
Le présent arrêté, avec les statuts y
annexés, sera publié au Mémorial.
Luxembourg, le 12 novembre 1902.
Le Ministre d'Etat, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Beschluß vom 12. November 1902, die Geneh-
migung der Statuten der Fabrikkasse der
Anonymen
Gesellschaft Marcinelle und
Couillet zu Rodingen betreffend.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 31. Juli 1901.
die Arbeiter-Krankenversicherung betreffend;
In
Eivägung, daß die Aktien-Gesellschaft
Marcinelle und Couillet, welche die gesetzlichen
Vorbedingungen hieizu erfullt, erklärt hat, für
die Arbeiter ihrer Gruben und Bergwerke zu
Rodingen
eine besondere Krankerkasse errichten
zu wollen;
In Erwägung, daß das Statut dieser Kasse,
welches den gesetzlichen Be(…)immungen gemäß auf-
gestellt ist, den diesbezüglichen Gesetzen und Ver-
ordnungen entspricht;
Beschließt
Gegenwärtiger
Beschluß nebst dem
dazu gehörigen statut soll im „Memorial" ver-
öffentlicht werden.
Luxemburg, den 12. November 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Statuts de la caisse de secours en cas de maladie de la Société anonyme de Marcinelle et Couillet.
Nom et siège de la Caisse.
Toutes les personnes occupées dans les
mines et minières de la Sociéte anonyme de Marcinelle
et Couillet et touchant un traitement ou salaire de-
viennent, du jour de leur entrée au service membres
de la Caisse, à moins que leur occupation ne soit passa-
gère par nature, ou que par le contrat de travail, elle
ne se trouve d'avance limitee à une durée de moins d'une
semaine.
Sont dispensés de l'obligation de l'assurance
a) Les employes, fonctionnaires d'exploitation, sur-
veillants et employés techniques occupes moyennant un
traitement mensuel et qui ont droit, en cas de maladie,
au paiement de leur traitement pendant treize semaines;
b) les personnes qui prouvent qu'elles sont membres
d'une société de secours mutuels agréée par le Gouver-
nement (art. 3a de la loi).
82 a
Les tantièmes et rémunérations en nature sont assi-
milées au traitement ou salaire
Doivent être, sur leur demande, dispensées de l'obli-
gation de l'assurance, les personnes qui, en cas de ma-
ladie, peuvent revendiquer, au moins pendant treize
semaines, soit le paiement non interrompu de leur
traitement ou salaire, soit la delivrance de secours
équivalant à ceux fixes par l'art. 14 de la loi.
Les membres assujettis à l'obligation de l'assurance
reçoivent, au plus tard le premier jour de paye qui suit
leur entrée, un exemplaire des présents statuts Ils sont
obliges de rester membres de la Caisse tant qu'ils sont
occupés dans les mines et minières, mais ils peuvent en
sortir à la fin d'un exercice, s'ils en adressent la de-
mande au comité directeur de la Caisse au moins trois
mois à l'avance et qu'ils établissent, avant la fin de
l'exercice, qu'ils sont membres d'une des sociétés de
secours mutuels qui satisfont aux prescriptions de
l'art. 3a de la loi.
Assurance facultative.
Le présent arrêté, avec les statuts j
annexés, sera publié au Mémorial.
Luxembourg, le ta novembre 1902.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHBS.
Bücher lechweise auf mehrere Wochen überlassen
wird.
Man ist gebelen, sich dieserbalb an die Regierung
zu wenden.
LuxeiuhMg, am l7. November 19l)s.
Der Staatsminnter, Präsident
der Regierung,
E y s ch e n.
Bsschlntz vom 12. November 1W2, die Geneh-
migung der Statuten der.Hraukenkasse der
Luxemburger Setundärbahnen betreffeno.
Der S t a a t s m i n i s t e r ,
Präsident
der R e g i e r u n g ;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 31. Juli 1901,
die Arbeiter Krankenversicherung deucffend;
I n Erwägung, daß die Gesellschaft der Luxem-
bulger Setundärdahnen zu Luxemburg, welche die
gesetzlichen Vordedmqunqcn hierzu erfüllt, e:klärt
hat, für chre Angestellten und Aidener eine beson-
dere Krankenkasse errichten zu wollen;
I n Erwägung, daß das Statut dieser Kasse,
welches den gesetzlichen Bestimmungen gemäß auf-
gestellt ist, den diesbezüglichen Gesetzen und Ver-
ordnungen enlspncht;
Beschließt
Von der Versicherungspflicht sind befreit
Diejenigen Personen, welche den Nachweis erbringen,
dass sie Mitglieder einer den Anforderungen des Art. 3 a
des Krankenversicherungsgesetzes genügenden Hülfskasse
sind.
Anmerkung : Da die Firma sammtlichen Angestellten
im Krankheitsfalle das Gehalt mindestens auf drei Monate
weiterzahlt, so ist von der Versicherungspflicht dieser An-
gestellten Abstand genommen.
1° Toutes les personnes non soumises à l'obli-
gation de l'assurance et travaillant dans les exploitations
ont le droit de s'affilier à la Caisse. L'admission a lieu par
voie de déclaration verbale ou écrite adressée au comité
directeur de la Caisse, mais ne donne aucun droit à des
secours pour une maladie existant déjà au moment de
cette déclaration.
Le comité directeur de la Caisse peut faire examiner
par un médecin l'état de sante des personnes qui veu-
lent s'affilier volontairement à la Caisse. Lorsque, à la
suite de cet examen, il est établi non pas que la per-
sonne est actuellement malade, mais que l'etat de sa
sante n'est pas dans un état normal, le droit aux secours
ne sera ouvert qu'après un delai de six semaines à partir
du jour de son admission.
Les personnes qui se sont affiliées volontairement à
la Caisse reçoivent du comité directeur de la Caisse, au
plus tard le premier jour de paye qui suit leur décla-
ration, un accusé de reception de cette déclaration,
accompagné d'un exemplaire des statuts.
2° Les membres de la Caisse qui quittent leur oc-
cupation sans en prendre une autre en vertu de
laquelle ils deviendraient membres d'une autre caisse
de fabrique ou d'une caisse regionale, restent membres
volontaires de la Caisse aussi longtemps qu'ils résident
dans sa circonscription et qu'ils en paient les coti-
sations entières, y compris la part contributive des
patrons, à moins qu'ils ne déclarent leur intention
contraire, dans le delai d'une semaine, au comité
directeur de la Caisse.
Les personnes qui, après avoir quitté leur occupation,
continuent de rester membres de la Caisse, ne peuvent
ni exercer le droit de vote, ni remplir aucun emploi de
la Caisse.
3° Les personnes non soumises à l'obligation de l'as-
surance cessent d'être membres de la Caisse
a) après avoir adressé au comité directeur de la
Caisse une déclaration de sortie, verbale ou écrite;
b) lorsqu'à deux echéances successives elles n'ont
pas payé leur cotisation integrale.
Droit d'entrée
Jedes Mitglied erhalt spatestens am ersten
Löhnungstage ein Exemplar dieses Statutes. Es muss bei
der Kasse verbleiben, so lange seine Beschäftigung bei der
Fabrik dauert, kann aber mit dem Schlusse des Rech-
nungsjahres austreten, wenn es den Austritt spätestens,
drei Monate, vorher bei dem Vorsitzenden des Vorstandes
beantragt und vor dem Sehluss des Rechnungsjahres nach-
weist, dass es Mitglied einer den Anforderungen des Art. 3 a
des Krankenversicherungs-Gesetzes genügenden Hülfskasse
geworden ist.
Un droit d'entree, s'elevant à six fois le mon-
tant global de la cotisation hebdomadaire, ne sera perçu
que sur ceux des nouveaux membres qui, durant les
treize semaines précédant leur entrée, n'ont fait partie
d'aucune caisse de secours en cas de maladie.
Le droit d'entrée est payable par le nouveau membre
à l'epoque de l'échéance de la première cotisation cou-
rante.
Exclusion de la Caisse.
Ein Eintrittsgeld im Betrage des fur sechs
Wochen zu leistenden vollen Kassenbeitrages wird nur von
denjenigen neu beitretenden Mitgliedern erhoben, welche
seit den letzten dreizehn Wochen keiner anderen Kranken-
kasse angehört haben.
Das Eintrittsgeld ist von zu dessen Zahlung verpflich-
teten Mitgliedern an dem Falligkeitstermin des ersten
ordentlichen Beitrages zu entrichten.
Ausschluss aus der Krankenkasse.
Nichtversicherungspftichtige in der Fabrik be-
schäftigte. Personen werden nur bei normalem Gesundheits-
zustande, worüber der Arzt zu befinden hat, in die Kasse
aufgenommen.
Le comité directeur peut exclure de la Caisse
les membres volontaires qui ont posé, à plusieurs re-
prises, des actes frauduleux au détriment de la Caisse.
Secours en cas de maladie aux membres de la Caisse
occupés par la Société.
Freiwillige Kassenmitglieder, welche wiederholt
der Kasse durch betrügerische Handlungen geschadet ha-
ben, konnen vom Vorstande aus der Kasse augeschlossen
werden.
Krankenunterstutzung für die bei der Gesellschaft
beschäftigten Mitglieder.
Kassenmitglieder, welche aus der Beschäf-
tigung in der Fabrik ausscheiden und nicht zu einer Be-
schäftigung übergehen , vermöge welcher sie Mitglieder
einer anderen Fabrikskranken- oder einer Bezirkskasse
werden, bleiben so lange freiwillige Mitglieder, als sie sich
im Bezirke der Kasse aufhalten, wenn sie keine anderwei-
tigen Absichten beim Kassenvorstande bekunden.
Il est accordé aux membres de la Caisse
occupés par la Société anonyme Marcinelle & Couillet,
a titre de secours en cas de maladie
I. A partir du commencement de la maladie, la gra-
tuité des soins médicaux, les médicaments, ainsi que
les lunettes, bandages et autres moyens thérapeutiques
ordinaires.
A ces fins, le comité directeur de la Caisse concluera
des conventions avec des médecins, des pharmaciens et
des hôpitaux, s'il y a moyen pour les derniers. Ces
conventions seront dressees en double et par écrit
et seront soumises à l'avis du Collège médical ; leur
durée ne pourra dépasser trois annees.
II. En cas d'incapacité de travail, à partir du début
de la maladie et pour chaque jour ouvrable, pendant
treize semaines à dater de l'incapacité de travail, un
secours en argent s'elevant à la moitié du salaire quo-
tidien moyen de celle des classes suivantes à laquelle
le membre appartient
1re classe salaire quotidien moyen 5,00 fr.
2e
4,50
fr.
3e
4,00 fr.
4e
3,50 fr.
5e
3,00 fr.
Si le Gouvernement fixe des salaires usités autres que
ceux qui sont indiqués ci-dessus, ces nouveaux salaires
remplacent les précédents
Ces salaires doivent être publiés par des affiches dans
toutes les usines et minières de la Société anonyme de
Marcinelle et Cuillet Les secours revenant aux malades
seront payés lors de chaque paye régulière ; il peut
cependant être accordé des acomptes et des avances
sur les secours en argent.
L'allocation gratuite des soins du médecin, des médi-
caments et des moyens curatifs cessera au plus tard à
l'expiration de la treizième semaine après le début de
la maladie ou de l'incapacité du travail
Secours en cas de maladie aux membres de la Caisse qui
ne sont pas occupés par la Société.
Art 7 Les assurés qui, après avoir quitté leur ser-
vice. continuent à rester membres de la caisse (art. 3
n° 2), reçoivent, en cas de maladie, tant qu'ils demeurent
dans la circonscription de la caisse, les secours confor-
mément à l'art. 6 d'après la classe a laquelle ils appar-
tenaient en dernier lieu avant d'avoir quitté.
Traitement à l'hôpital.
Als Krunkenunterstutzung gewährt die Kasse
den bei der Geselschaft beschaftigten Mitgliedern
82b
I. Vom Beginn der Krankheit ab, freie arztliche Be-
handlung, freie Arznei, sowie Brillen, Bruchbänder und
ähnliche Heilmittel.
Zu diesem Zweck hat der Kassenvorstand mit den
Aerzten, Apothekern und, wenn thunlich, mit Kranken-
häusern, schriftliche Vertrage abzuschliessen und zwar in
doppelter Ausfertigung und höchstens für die Dauer von
drei Jahren.
Diese Vertrage müssen folgenden Bedingungen ent-
sprechen
1. ausser den kontrahierenden Aerzten und Apothekern
werden alle zur Ausübung der Heilkunde im Grosssherzog-
thum zugelassenen Aerzte und Apotheker, welche den Ver-
tragsbestimmungenschriftlich beistimmen, in eine laufende
Liste eingetragen, welche den Betheiligten zur Kenntniss
gebracht wird ;
2. bei Beginn jeder Krankheit hat der Kranke das Recht,
aus dieser Liste einen Arzt und einen Apotheker zu wäh-
len. Eine Abänderung an dieser Wahl wahrend dem
Laufe derselben Krankheit ist nur mit Genehmigung des
Kassenvorstandes zulässig;
3. die Bezahlung aller zugelassenen Aerzte erfolgt nach
einem durch die Generalversammlung nach Anhorung des
Medizinalkollegiums zu bestimmenden Modus ;
4. alle Reisekosten, welche im Interesse von Kassen-
mitghedern und andern, nicht zur Kasse gehorigen Klienten
verursacht werden, sind der Kasse im Verhaltniss der Ge-
sammtzahl der im Laufe derselben Reise besuchten Kranken
zu vergüten.
In Rechnung werden nur die im Bezirke der Kasse aus-
geführten Reisen gebracht, sofern der Kassenvorstand
nicht anders bestimmt hat;
5. beim Verordnen der Arzneien, der Mineralwasser,
der Weine, der Bruchbänder und aller andern Heilmittel
beobachten die Aerzte die durch die Regierung vorge-
schriebenen Bestimmungen zwecks Behandlung der auf
Kosten der Armenpflege behandelten Kranken, sowie
die durch den Kassenvorstand nach Anhorung des Medi-
zinalkolleginms zu erlassenden Vorschriften ;
6. der Kassenvorstand ordnet eine Krankenuberwa-
chung an, welcher alle Aerzte sich bedingungslos zu unter-
werfen haben ;
7. die Apotheker müssen der Kasse die Arzneimittel,
Weine, Mineralwasser, Bruchbänder und alle andern
Heilmittel mindestens zu denselben Bedingungen wie den
Armenbüreaux liefern.
8. Die in einem der Kasse nicht zugehörigen Kranken-
hause behandelten Kranken haben sich den Vorschriften
dieser Anstalt zu unterwerfen;
9. sofern die Heilkunstverständigen die sie betreffenden
Bestimmungen nicht gewissenhaft befolgen, so kann der
Kassenvorstand dieselben wegen schwerer Pflichtwidrig-
keiten dem Medizinalkollegium zur Verhangung weiterer
Disciplinarstrafen anzeigen.
II. Im Falle der Erwerbsunfahigkeit vom dritten Tage
nachdem Tage der Erkrankung ab für jeden Arbeitstag
ein Krankengeld in Hohe der Hälfte des wirklichen Arbeits-
verdienstes des Versicherten, soweit derselbe 5 Fr. für
den Arbeitstag nicht ubersteigt. Für Mitglieder, deren
Lohnung nach Accordsätzen oder in wechselnder Höhe
erfolgt, wird der Durhschnittsverdienst der drei letzten,
der Erkrankung voraufgegangenen Lohnzahlungsperioden,
oder, wenn das Mitglied nicht während dieser ganzen Zeit
im Betriebe beschäftigt war, der Durchschnittsverdienst
eines in gleichartiger Beschäftigung stehenden Mitgliedes
zu Grunde gelegt. Die Feststellung erfolgt auf Grund der
Lohnliste durch den Kassenvorstand.
Unter die Bezeichnung Krankheiten fallen auch die
Verwundungen. Als Tag des Beginnes der Krankheit gilt
der Tag der Anmeldung derselben, es sei denn, dass ihr
früherer Ursprung unwiderleglich nachgewiesen werde.
Das Krankengeld wird bei jeder regel massigen Löhnung
gezahlt, doch können auch Abschlagszahlungen, sowie
Kredite auf Krankenlohn bewilligt werden.
Die Krankenunterstützung wird fur die Dauer der Krank-
heit gewahrt ; sie endet spätestens mit dem Ablauf der
dreizehnten Woche nach Beginn der Krankheit, im Falle
der Erwerbsunfähigkeit spätestens mit Ablauf der drei-
zehnten Woche nach Beginn des Krankengeldbezuges. Endet
der Bezug des Krankengeldes erst nach Ablauf der drei-
zehnten Woche nach dem Beginn der Krankheit, so endet
mit dem Bezuge dos Krankengeldes zugleich auch der
Anspruch auf die im Absatz 1 unter Ziffer 1 und 2 be-
zeichneten Leistungen.
Krankenunterstutzung fur nicht im Betriebe
beschäftigte Mitglieder.
Die vollen Kassenbeiträge der freiwilligen
Mitglieder werden, einschliesslich des Zuschusses der
Firma, auf die regierungsseitig festgestellten "Normal-
löhne " von diesen erhoben.
Mitglieder, welche nach ihrem Ausscheiden
aus der Gesellschaft der Luxemburger Secundarbahnen bei
der Kasse verbleiben, erhalten als Krankenunterstützung,
so lange sie sich im Bezirke der Gemeinden Esch, Luxem-
burg-Hollerich, Hesperingen, Frisingen, Aspelt, Mondorf,
Ellingen, Remich, Fels, Nommern und Mersch aufhalten,
die Unterstützung nach Art. 6 nach dem Durchschnitts-
verdienste der letzten drei Lohnzahlungsperioden vor dem
Ausscheiden aus der Gesellschaft der Luxemburger Secun-
darbahnen.
Verpflegung im Krankenhause.
Die n(...)ch dem Ausseheiden aus der Fabrik bei
der Kasse verbliebenen Mitglieder können weder Stimm-
recht ausüben, noch Kassenämter bekleiden.
Le comite directeur de la caisse peut, à la
place des secours prescrits aux art. 6 et 7, accorder la
gratuité du traitement et des soins dans un hôpital,
savoir
1 aux membres mariés, à ceux qui ont un ménage
à eux ou qui font partie du ménage de leur famille,
soit avec leur consentement, soit independamment de ce-
lui ci, lorsque la nature de leur maladie exige un traite-
ment ou des soins auxquels la famille du malade ne peut,
suffire, ou lorsque la maladie est contagieuse, ou lors-
que le malade aura méconnu itérativement les prescrip-
tions de l'art. 17 n° 2, ou enfin lorsque l'etat ou la con-
duite du malade exige une observation continuelle, ce
qui sera décidé par le médecin traitant ;
2° aux autres malades sans condition.
Lorsque le malade admis dans un hôpital a des per-
sonnes de sa famille à l'entretien desquelles il a pourvu
jusqu'alors, en tout ou en partie, à l'aide de son salaire,
il est accordé, outre la gratuite du traitement et des
soins, la moitié du secours en argent fixé aux art. 6 et 7.
Lorsque le malade admis dans un hôpital n'a pas de
proches qu'il entretenait avec son salaire, il lui est ac-
cordé, outre la gratuite du traitement et des soins, un
secours en argent s'élevant au huitième du salaire quo-
tidien moyen fixé à l'art. 6 pour celle des classes à
laquelle il appartient.
Der Vorstand kann an Stelle der Kranken-
unterstutzung der Art. 6 und 7 freie Kur und Verpflegung
im Krankenhause gewahren, und zwar
1) für diejenigen Mitglieder, welche verheirathet sind
oder eine eigene Haushaltung haben oder Mitglieder der
Haushaltung ihrer Familie sind, mit ihrer Zustimmung
oder unabhängig von derselben, wenn die Art der Krank-
heit Anforderungen an die Behandlung oder Verpflegung
stellt, welchen in der Familie des Erkrankten nicht genugt
werden kann, oder wenn die Krankheit eine ansteckende ist
oder wenn der Erkrankte wiederholt den in Art. 17,
Nr. 2, erwahnten Vorschriften zuwidergehandelt hat,
oder wenn dessen Zustand oder Verhalten eine fortgesetzte
Beobachtung erfordert, worüber der behandelnde Arzt
entscheidet
2) für sonstige Erkrankte unbedingt.
Har der in einem Krankenhause Untergebrachte Ange-
hörige, deren Unterhalt er bisher ganz oder theilweise
aus seinem Arbeitsverdienste bestritten hat, so ist neben
der freien Kur und Verpflegung die Halfte des in Art. 6
und 7 als Krankengeld festgesetzten Betrages zu gewahren.
Hat der in einem Krankenhause Untergebrachte keine
solchen Angehörigen, so erhalt derselbe neben freier Kur
und Verpflegung ein Krankengeld in Hohe bis zu einem
Achtel des im Art. 6 festgesetzten durchschnittlichen Tage-
lohnes.
Allgemeine Pflichten der Mitglieder bei Krankheitsfallen,
Die freiwillige Mitgliedschaft erlischt
a) durch mündliche oder schriftliche Austrittserklärung
an den Vorsitzenden des Vorstandes ;
b) wenn an zwei aufeinanderfolgenden Zahlungsterminen
die vollen Beitrage nicht geleistet werden.
Toute maladie doit être déclarée immédiate-
ment au président du comité directeur ou aux per-
sonnes désignées par lui à cet effet.
Il sera délivré un certificat de cette déclaration, qui
servira de legitimation auprès du médecin traitant.
Le secours pécuniaire n'est payé que sur la présen-
tation d'un billet de malade délivré par un médecin
et indiquant le nombre de jours pendant lesquels le
malade a été incapable de travailler durant la quin-
zaine précédente.
Le premier billet doit indiquer le début de la maladie,
le dernier celui du rétablissement.
Les assures malades doivent suivre consciencieusement
les prescrintions du medecin, ne faire aucune ac-
tion qu'il juge devoir nuire à la guérison et ne prendre du
travail qu'avec son approbation expresse. Ils ne doivent
pas, sans la permission du comité, fréquenter des lieux
publics ou des debits de boissons. Les membres qui
contreviennent à ces prescriptions peuvent être frappés
par le comité d'une amende d'ordre ne dépassant pas
vingt francs.
Obligations particulières, en cas de maladie,des membres
de la Caisse qui ont quitté la Societé.
Im Erkrankungsfalle hat das Mitglied sich
durch Vermittelung seines unmittelbaren Vorgesetzten
durch den Vorsitzenden des Vorstandes oder durch die von
ihm bezeichnete Person einen Schein ausstellen zu lassen,
welcher zunachst als Legitimation bei dem behandelnden
Arzte dient.
Auf diesem Schein wird vermerkt
A. — Durch den behandelnden Arzt
1) Art, Beginn und wahrscheinliche Dauer der Krank-
heit;
2) Ob der Kranke im Spital verpflegt wird oder in
seiner Wohnung ;
3) Tag des Aufhörens und des Wiederbeginns der Ar-
beitsfahigkeit.
B. — Durch den Vorgesetzten
1) Aus- und Wiedereintritt in die Arbeit ;
2) Lohnsatz ;
3) ob an Sonn- und Feiertagen von dem Mitgliede gear-
beitet wurde oder nicht.
Ueber diese Scheine ist vom Aussteller sowie von dem
behandelnden Arzte ein Register mit Angabe der betreffen-
den Bemerkungen zu führen.
Behufs Erlangung des Krankengeldes meldet sich das
Mitglied mit obigem Scheine bei dem Rechnungsführer,
Welcher auf demselben den zu beanspruchenden Kranken-
lohn berechnet und dann zur Auszahlung bringt, worauf
das Mitglied auf demselben Scheine quittirt. Arbeitete das
Mitglied an Sonn- und Feiertagen nicht, so werden diese
Tage von denjenigen der Erwerbsunfahigkeit abgezogen.
Erkrankte und in Folge von Krankheit erwerbsunfähigen
Kassenmitglieder müssen die Vorschriften des sie behan-
delnden Arztes gewissenhaft befolgen und dürfen insbeson-
dere ihre Wohnung nur mit Bewilligung des behandelnden
Arztes verlassen, alkoholische Getränke nur auf Verord-
nung des Arztes geniessen, kein offentliches Lokal besuchen,
keine auf Erwerb gerichtete oder sonst ihre Genesung hin-
dernde Handlung vornehmen, die Arbeit nicht aufnemhmen
bevor der behandelnde Arzt sie fur genesen erklärt hat.
Bei Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Vorschriften,
insoweit als dieselben durch Art. 17, Nr. 1 und 2 des Ge-
setzes vorn 31. Juli 1901 vorgesehen sind, werden die
Krankengelder nicht ausbezahlt.
Besondere Pflichten der aus der Gesellschaft der Luxem-
burger Secundarbahnen
ausgeschiedenen Mitglieder in
Krankheitsfallen.
Mitgliedern, welche die Kasse wiederholt
durch Betrug geschadigt haben, wird für die Dauer von
zwölf Monaten seit Begehung der letzten Strafthat, ein
Krankengeld nicht gewährt.
Beitrage.
Pour recevoir le secours pécuniaire en cas
de maladie, les membres de la Caisse désignés à l'art. 3
§ 2 doivent faire parvenir, sans frais, au comité direc-
teur de la Caisse, un certificat de maladie délivre par
un médecin agréé et indiquant le nombre des jours
pendant lesquels le malade a été incapable de travailler,
ainsi que, pour la première fois, le jour où il est tombé
malade.
A ce premier certificat de maladie doit être jointe
une attestation émanant de l'autorité communale du
lieu de résidence, constatant que les occupations ac-
tuelles du malade ne le rattachent pas également à une
autre caisse, ou qu'il n'est pas devenu de fait membre
d'une autre caisse.
Le malade doit faire toucher l'indemnité à la caisse
en personne ou par un mandataire, à moins qu'il ne
demande, en envoyant le certificat de maladie, qu'elle
lui soit adressée, à ses frais, par mandat-poste.
Le comité directeur de la Caisse est également auto-
risé à établir des prescriptions de surveillance spéciales
pour tous les membres qui ont quitté leur occupation.
Si ces prescriptions ne sont pas observées le comité
directeur de la Caisse pourra infliger une amende pou-
vant atteindre vingt francs et refuser le payement du
secours en argent jusqu'à ce que le droit d'en exiger
l'allocation soit établi.
Réduction des secours de maladie pour cause
de double assurance.
An Kassenmitglieder der im Art. 3 § 2 bezeich-
neten Art erfolgt die Auszahlung des Krankengeldes gegen
kostenlose Einlieferung an den Kassenvorstand eines von
einem zugelassenen Arzte ausgestellten Krankenscheines,
in welchem die Zahl der Tage, während welcher der Er-
krankte erwerbsunfahig war und erstmalig auch der Tag
der Erkrankung angegeben sein muss.
Dem erstmaligen Krankenscheine ist eine Bescheinigung
der Gemeindebehorde des Aufenthaltsortes daruber beizu-
fugen, dass der Erkrankte nicht vermoge seiner derzeitigen
Beschaftigung gesetzlich einer anderen Krankenkasse zu-
gehort, oder dass er nicht thatsächlich einer anderen Kasse
beigetreten ist
Das Krankengeld ist bei der Kasse personlich oder
durch einen Bevollmachtigten zu erheben, sofern das Mit-
glied nicht bei Einsendung des Krankenscheines die Ueber-
sendung durch Postanweisung auf seine Kosten beantragt.
Der Kassenvorstand ist befugt, für alle aus der Gesell-
schaft der Luxemburger Secundärbahnen ausgeschiedenen
Mitglieder besondere Ueberwachungsvorschriften zu er-
lassen und kann derselbe für Nichtbeachtung dieser Vor-
schriften Geldstrafen bis zu 20 Franken verhängen und
die Auszahlung des Krankengeldes bis zur Feststellung des
Anspruchs auf Zuwendung verweigern.
Kürzung der Krankenunterstützung wegen Doppel-
versicherung.
Für die Erhebung der Beiträge werden die
Mitglieder in fünf Klassen eingetheilt, welche nach einem
durchschnittlichen Arbeitsverdienst gebildet sind, und zwar
nach folgenden Sätzen
Tages-
Durchschnitts-
Tägliches
verdienst.
verdienst. Krankengeld.
1. Klasse Franken 3,00—4,00
3,50
1,75
2.
2,00—3,00
2,50
1,25
3.
Frauen mit weniger
als Franken
1,75
1,75
0,875
4.
Knaben unter 16 Jah-
ren mit weniger als
Franken
1,50
1,50
0,75
5.
Mädchen unter 16
Jahren mit weniger
als Franken
1,25
1,25
0,625
Dir Eintheilung der Klassen findet durch den Vorstand
alljährlich statt.
Die Beitrage vur Krankenkasse sind festgesetzt auf drei
Prozent der vorstehenden Durchsehnittssätze der Kassen-
mitglieder; hiervon haben letztere zwei und die Arbeit-
geber ein Prozent zu tragen.
Tout assuré est tenu, sous peine d'amende
pouvant atteindre vingt francs, de faire au comité
directeur de la caisse, dans les six jours qui suivent
celui de son entrée dans une autre caisse, ou celui de
son affiliation à une autre assurance contre la maladie,
la déclaration de la nouvelle assurance qu'il a contractée
personnellement ou qu'ont contractee les membres de
sa famille, et de répondre consciencieusement à toutes
les questions que peut lui faire le comité directeur sur
cette autre assurance.
Pour le membre affilié à une autre assurance contre
la maladie, le secours pécuniaire déterminé par les
art. 6 et 7 est réduit dans une proportion telle que
l'ensemble du secours en argent ne dépasse pas l'inté-
gralité de la moyenne du salaire quotidien moyen de la
catégorie d'assurés à laquelle appartient l'intéressé.
Suppression ou suspension des secours en cas
de maladie.
Die Mitglieder sind bei Vermeidung einer
Ordnungsstrafe bis zu 20 Fr verpflichtet, andere von ihnen
personlich oder von ihren Familienmitgliedern eingegan-
gene Versicherungsverhältnisse, binnen sechs Tagen vom
Tage des Eintritts in die andere Kasse oder vom Tage
seines Beitritts zu der neuen Krankenversicherung ab, dem
Kassenvorstande anzuzeigen und demselben auf alle auf
diese andere Versicherung bezüglichen Fragen gewissen-
haft zu antworten.
Einem Mitgliede, welches gleichzeitig anderweitig gegen
Krankheit versichert ist, wird das durch Art. 6 und 7 fest-
gesetzte Krankengeld so weit gekurzt, als dasselbe zu-
sammen mit dem aus anderweitiger Versicherung bezo-
genen Krankengelde den vollen Betrag seines durchschnitt-
lichen Arbeitsverdienstes übersteigen wurde.
Nichtgewahrung und zeitweilige Aufhebung der
Krankenunterstutzungen.
Die nach jeder Lohnungsperiode fälligen Ge-
sammtbeitrage für die in der Fabrik beschäftigten ver-
sicherungspflichtigen Mitglieder sind spätestens drei Tage
nach jedem Löhnungstage von der Firma an die Kasse ab-
zuführen. Die übrigen Mitglieder haben dieselben zu dem-
selben Termine kostenfrei bei dem Kassenführer einzu-
zahlen. Pur die Zeit der Erwerbsunfähigkeit werden
von den Mitgliedern keine Beiträge erhoben.
Le comité directeur de la Caisse est auto-
risé à supprimer complètement ou partiellement le
secours en argent des art. 6 et 7 aux assurés qui se
sont attiré leur maladie soit volontairement, soit par
leur participation coupable à des batailles ou à des
rixes, soit par ivresse ou débauche.
Un membre qui aura touché les secours prévus par
les statuts pendant treize semaines, soit consécutives,
soit réparties sur la durée d'une année, n'obtient que
le minimum légal du secours, s'il lui survient une nou-
velle maladie, et il ne peut toucher de nouveau l'inté-
gralité des secours statutaires qu'après une période
d'une durée minima de treize semaines écoulées entre
la date du dernier secours qu'il a reçu et le début de
sa nouvelle maladie.
Indemnité funéraire.
Mitgliedern, welche sich eine Krankheit vor-
sätzlich oder durch schuldhafte Betheiligung bei Schlage-
reien oder Raufhandeln, durch Trunkfälligkeit oder
geschlechtliche Ausschweifungen zugezogen haben, kann
die in Art. 6 und 7 vorgesehene Krankenunterstutzung vom
Kassenvorstande ganz oder theilweise vorenthalten werden.
Einem Kassenmitglied, welches die statutenmassigen
Unterstutzungen ununterbrochen oder im Laute eines
Kalenderjahres fur dreizehn Wochen bezogen hat, wird
im Falle einer neuen Erkrankung nur mehr der gesetz-
liche Mindestbetrag der Krankenunterstützung gewahrt.
Dasselbe Mitglied kann erst nach Ablauf einer Zeit periode
von wenigstens dreizehn Wochen vom Tage der letzten
Unterstutzungszuwendung ab bis zuri Eintritt der neuen
Erkrankung die vollen statutarischen Unterstützungs-
beträge wieder bezichen.
Sterbegeld.
Die Firma ist berechtigt, bei jeder regel-
mässigen Lohnzahlung den versicherungspflichtigen Mit-
gliedern zwei Drittel der für sie vorgelegten und zur Kasse
abgeführen Gesammtbeiträge in Abzug zu bringen, so-
weit ste auf die Löhnungsperiode antheilweise entfallen.
En cas de décès d'un membre, une indemnité
funéraire s'elevant à 80 francs est payée aux ayants-droit.
Secours en cas de maladie survenu après la sortie
de la caisse.
Für den Todesfall eines Mitgliedes gewahrt
die Kasse ein Sterbegeld im zwanzigfachen Betrage des
für den Versicherten massgebenden durchschnittlichen
Tagelohnes, ohne dass jedoch dieser Betrag 80 Franken
übersteigen oder unter 40 Franken herabgehen kann.
Bei Selbstmord ist das Sterbegeld nicht gesehuldet.
Das Sterbegeld wird beim Tode des Vei sicherten an
dessen Wittwe oder sonstige nahe Verwandte, welche sein
Begräbniss besorgt haben, ausbezahlt und zwar innert
vierundzwanzig Stunden nach Eingang an den Prasidenten
des Kassenvorstandes, einer diesbezuglichen Anmeldung
nebst einem Auszug aus dem Civilstandsregister.
Unterstützung bei Erwerbslosigkeit.
Auf Streitigkeiten zwischen der Firma und
den von ihr beschäftigten Personen uber die Berechnung
und Anrechnung der Beiträge der letzteren findet Art. 42
des Gesetzes vom 31. Juli 1901 Anwendung.
Sonstige Einnahmen der Kasse.
Les membres qui tombent malades après
leur sortie de la Caisse conservent le droit au minimum
des secours, mais seulement pour un temps qui ne peut
excéder celui depuis lequel ils sont membres de la
Caisse et au plus pour trois semaines
Si, dans ces cas, les ayants-droit résident en dehors
du rayon de la Caisse, l'art. 53 de la loi du 31 juillet
1901 est applicable.
Cotisations.
Personen, welche nach dem Ausscheiden aus
der Mitgliedschaft einer Fabrik- oder Bezirkskranken-
kasse erwerbslos werden, behalten wahrend der Dauer
ihrer Erwerbslosigkeit ihre Ansprüche aut die gesetz-
lichen Mindestleistungen, jedoch nicht für einen langeren
Zeitraum als sie der Kasse angehört haben und höchstens
für drei Wochen.
Wenn in solchen Fällen der Unterstutzungsberechtigte
ausserhalb des Bezirkes der Kasse wohnt, so ist Art. 53
des Gestzes vom 31. Juli 1901 anwendbar.
Beiträge.
Ausser etwaigen freiwilligen Zuwendungen
und den auf Grund gesetzlicher Bestimmungen ihr zufal-
lenden Geldstrafen fliessen die auf Grund des Statuts vom
Vorstande und der Fabrik festgesetzten Strafgelder in die
Kasse, wozu Ersatzstrafgelder für Beschadigungen nicht
zu zählen sind.
Reservefonds.
Art. 16 Die Kasse hat einen Reservefonds im Min-
destbetrage der durchschnittlichen Jahresausgabe der drei
letzten Jahre anzusammeln und erforderlichenfalls bis zu
dieser Hohe zu ergänzen. So lange der Reservefonds
diesen Betrag nicht erreicht, ist demselben mindestens ein
Zehntel des Jahresbeitrages zuzufuhren.
Ein Reservefonds zu Gunsten der Fabrikkrankenkasse
wird mit dem Einverstandnisse der Generalversammlung
der betheiligten Mitglieder aus dem Reservefonds der bis-
herigen und nunmehr aufgelosten Kranken- und Pensions-
kasse der Firma Villeroy & Bock, in der Hohe von drei-
tausend Franken entnommen. Das ubrige Kapital dieser
beiden bis jetzt gemeinsam geführten Kassen verbleibt
der nunmehr getrennt zu führenden Arbeiterpensionskasse.
Erhöhung der Beiträge und Ermässigung der
Kassenleistungen.
Le montant des cotisations est fixé à 3 pCt.
du salaire quotidien moyen fixé à l'art 6, n° 2, pour
chacune des classes d'assurés qui y sont désignées, in-
dépendamment de la retenue de 22 pCt. que les ouvriers
et surveillants continueront à subir en leur qualité d'af-
filiés à la Caisse de secours pour accidents et pour re-
traites, établie a Couillet.
Chaque jour de paye, le patron verse à la Caisse,
pour les termes de paye expirés les cotisations dues par
les assurés soumis a l'obligation de l'assurance, occupés
par la Societé anonyme de Marcinelle et Couillet. Les
autres assures versent leurs cotisations sans frais, et
les mêmes jours, au comptable.
Aucune cotisation n'est payée pour la periode d'in-
capacité de travail. Relativement aux cotisations à payer,
chaque semaine d'une période de paye sera comptée à
raison de six jours de travail, sans egard aux jours de
fête, tandis que les jours ouvrables pendant lesquels
les exploitations n'ont pas marché, ne seront pas mis
en compte.
Die Beiträge werden festgesetzt auf 3 Pro-
zent des gemass Art. 6 Nr. 2 festgesetzten wirklichen Ar-
beitsverdienstes, soweit derselbe 5 Fr. fur den Arbeitstag
nicht ubersteigt.
Die Beitrage sind an jedem Lohnungstage fur die abge-
laufene Lohnungsperiode für die bei den Luxemburger
Secundarbahnen
beschäftigten versicherungspflichtigen
Mitglieder von dem Arbeitgeber zur Kasse abzufuhren. Die
übrigen Mitglieder haben dieselben an den gleichen Tagen
kostenfrei bei dem Kassenfuhrer einzuzahlen.
Fur die Dauer der Erwerbsunfahigkeit werden Beitrage
nicht entrichtet.
Le patron est autorise a retenir, lors de
chaque paye régulière, a ses ouvriers soumis à l'obli-
gation de l'assurance, les deux tiers du montant des
cotisations qu'il paye pour eux, en ce qui concerne la
part qui se rapporte à la periode de paye.
En cas de contestation entre le patron et les per-
sonnes qu'il occupe, sur la fixation et l'imputation des
cotisations à payer par celles-ci, l'autorité de surveil-
lance statue. (Art. 42 de la loi.)
Autres recettes de la Caisse.
Die Gesellschaft der Luxemburger Secundar-
bahnen ist befugt, an jedem Lohnungstage seinen Ver-
sicherungspflichtigen Arbeitern zwei Drittel des Betrages
der für sie entrichteten Beitrage, soweit ihr Antheil auf
die Lohnungsperiode entfallt, vom Lohne abzuhalten.
Streitigkeiten zwischen dem Arbeitgeber und den von ihm
beschaltigten Personen über die Berechnung und Anrech-
nung der Beitrage der letzteren werden von der Aufsichts-
behorde entschieden. (Art. 42 des Gesetzes.)
Sonstige Einnahmen der Kasse.
Ergiebt sich aus den Jahresabschlüssen, dass
die Einnahmen der Kasse zur Deckung ihrer Ausgaben,
einschliesslich der Rücklagen, zur Ansammlung und Er-
ganzung des Reservefonds nicht ausreichen, so müssen
die Kassenleistungen bis auf den Mindestbetrag des Art. 14
des Gesetzes gemindert und die Beitrage zu Lasten der
Versicherten bis auf 3 pCt. des wirklichen Tagelohnes
erhöht werden. (Art. 47 des Gesetzes.)
Abanderungen des Statuts, durch welche die bisherigen
Kassenleistungen herabgesetzt werden, finden auf solche
Mitglieder, welchen bereits zur Zeit der Abanderung ein
Unterstützungsanspruch wegen eingetretener Krankheit
zusteht, für die Dauer dieser Krankheit keine Anwendung.
Outre les dons qui pourront lui être faits
et les amendes qui lui seront versées en vertu de dis-
positions légales, la Caisse reçoit encore les amendes
fixées par le comité directeur en vertu des statuts et
celles qui sont établies par le règlement de la Société
anonyme de Marcinelle et Couillet sur le travail des
ouvriers dans l'exploitation des mines et minières.
Les indemnites payées pour des dommages causés ne
sont pas considérees comme des amendes.
Droits particuliers de la Caisse.
Ausser etwaigen freiwilligen Zuwendungen
und den kraft gesetzlicher Bestimmung ihr zufallenden
Strafgeldern fliessen in die Kasse die vom Vorstand auf
Grund des Statuts verhangten Strafgelder, sowie dieje-
nigen, welche wegen Zuwiderhandlung der Reglemente der
Luxemburger Secundarbahnen erhoben sind. Fur ange-
richteten Schaden entrichtete Entschadigungsgelder sind
nicht als Stratgelder anzusehen.
Besondere Rechte der Kasse.
Werden die gesetzlichen Mindestleistungen
der Kasse durch die Beitrage, nachdem diese, soweit sie
den versicherungspflichtigen Mitgliedern zur Last fallen,
3% des durchschnittlichen Arbeitsverdienstes erreicht
haben, nicht gedeckt, so hat die Firma nach Erschöpfung
des Reservefonds die erforderlichen Zuschüsse aus eignen
Mitteln zu leisten, ohne Anspruch auf Rückerstattung bei
späterem bessern Stand der Kasse.
Ermässigung der Beiträge und Erhöhung der
Leistungen.
La Caisse est un établissement d'utilité pu-
blique et jouit des droits accordes par l'art. 13 de la loi.
Pour toutes les obligations contractées par la Caisse,
l'avoir de la Caisse est la seule garantie des créanciers.
Les secours que les assurés ont le droit de réclamer
à la Caisse ne peuvent être légalement ni saisis, ni cédés,
ni engagés, ni imputes, si ce n'est sur des cotisations
arriérées.
Tenue de la Caisse et comptabilité.
Die Krankenkasse ist eine Anstalt öffentlichen
Nutzens und geniesst die durch Art. 13 des Gesetzes zuge-
standenen Rechte.
Fur alle von der Kasse eingegangenen Verbindlichkeiten
haftet den Glaubigern nur das Gemeinvermögen derselben
Die den Unterstützungsberechtigten gegen die Kasse
zustehenden Forderungen konnen mit rechtlicher Wirkung
weder gepfandet noch ubertragen noch verpfandet noch an-
derweit als auf ruckstandige Beitrage aufgerechnet werden.
Kassenfuhrung und Rechnungslage.
Ergiebt sich aus den Jahresabschlussen, dass
die Jahreseinnahmen die Ausgaben übersteigen , so ist,
falls der Reservefonds das Doppelte der vorgeschrie-
benen Durchschnittsausgabe erreicht hat, durch den
Vorstand entweder eine Massigung der Beitrage oder eine
Erhohung der Kassenleistungen herbeizuführen.
Allgemeine Bestimmungen über Beitrage und
Kassenleistungen.
Le patron nomme, sous sa propre respon-
sabilité et à ses frais, un comptable qui est charge de
toute la comptabilité et de la tenue de la Caisse.
Le compte des recettes et depenses de la Caisse doit
être distinct du compte de toutes les recettes et dépenses
étrangères à la Caisse ; les fonds de celle-ci doivent être
conservés à part.
Le comptable doit tenir un livre de caisse où sont
inscrites toutes les recettes et toutes les dépenses de la
Caisse. Ce livre de caisse doit être constamment à jour,
de manière à faire connaître en tout temps l'etat de la
Caisse. Le comptable etablit tous les ans un compte de
fin d'annee, ainsi que les relevés prescrits sur les mem-
bres de la Caisse, sur les cas de maladie et de décès,
sur les cotisations perçues et les secours fournis ; tous
ces documents, après avoir été examinés et arrêtés par
le comité directeur de la Caisse, doivent être soumis à
l'autorité de surveillance
Le comité directeur de la Caisse doit arrêter le compte
de fin d'année établi par le comptable, le soumettre avec
toutes les pièces justificatives à l'examen de la commis-
sion de revision (art. 32 n° 1) et demander, avant le
1er avril de l'année suivante au plus tard, décharge dudit
compte à l'assemblee génerale.
Die Gesellschaft der Luxemburger Secundar-
bahnen bestellt unter ihrer Verantwortlichkeit und auf ihre
Kosten einen Buchhalter, welcher die gesammte Rech-
nungs- und Kassenführung wahrzunehmen hat.
Die Einnahmen und Ausgaben der Kasse sind von
allen den Zwecken der Kasse fremden Vereinnahmungen
und Verausgabungen getrennt festzustellen ; ihre Bestände
sind gesondert zu verwahren.
Der Rechnungsführer hat ein Kassenbuch zu führen, in
das alle Einnahmen und Ausgaben der Kasse einzutragen.
sind. Dasselbe muss stets auf dem Laufenden gehalten
sein, so duss zu jeder Zeit der Kassenstand festgestellt
werden kann.
Der Buchführer stellt ferner den jahrlichen Rechnungs-
Abschluss und die vorgeschriebenen Uebersichten über
die Mitglieder, über Krankheits- und Sterbefälle, über die
vereinnahmten Beiträge und die geleisteten Unterstütz-
ungen auf, welche sämmtlich vom Vorstand geprüft und
festgestellt, und dann der Aufsichtsbehorde eingereicht
werden.
Der Vorstand hat die vom Kassenfuhrer aufgestellte
Jahresrechnung festzustellen, mit allen Belagen dem Revi-
sionsausschuss (Art. 30 Nr. 1) zur Prüfung vorzulegen und
spatestens bis zum 1. April des nächsten Jahres die Ab-
nahme der Jahresrechnung bei der Generalversammlung zu
beantragen.
Die Mitglieder sind der Kasse gegenüber
lediglich zu den gemass diesem Statut festgestellten Beitragen
verpflichtet. Andere Beitrage dürfen von ihnen nicht er-
hoben werden.
Si une maladie est la suite d'un accident
donnant lieu à réparation conformement à la loi sur
l'assurance contre les accidents, et si l'incapacité de tra-
vail se continue au-delà de la quatrième semaine qui
suit le début de la maladie, le caissier-comptable est tenu
d'en faire la communication au comite directeur de l'as-
sociation d'assurance contre les accidents et ce dans
le courant de la semaine qui suit l'expiration du délai
préindiqué de quatre semaines.
Placement des fonds de la Caisse.
Jeden Erkrankungsfall, welcher durch einen
nach dem Unfallversicherungsgesetze zu entschädigenden
Unfall herbeigeführt ist, hat der Kassenführer, sofern mit
dem Ablauf der vierten Woche der Krankheit die Erwerbs-
fähigkeit des Erkrankten noch nicht wieder hergestellt ist,
binnen einer Woche nach diesem Zeitpunkt dein Vorstande
der Unfall-Versicherungsuenossenschaft anzuzeigen.
Anlage der Kassengelder.
Zu anderen Zwecken als den statutenmassigen
Unterstu zungen, der statutenmassigen Ansammlung und
Erganzung des Reservefonds oder Deckung der Verwal-
tungskosten dürfen Verwendungen aus dem Vermögen der
Kasse nicht erfolgen.
Kranken-Unterstutzung.
La Caisse doit toujours contenir, pour cou-
vrir les depenses courantes, une somme qui toutefois
ne doit pas dépasser, en géneral, le montant des dé-
penses d'un mois. Les fonds en excédant doivent être
placés au nom de la Caisse, conformement à la pres-
cription de l'art. 36 de la loi.
Si les fonds ne suffisent pas à couvrir les dépenses
courantes, le patron doit faire les avances necessaires,
qui lui sont restituées sur les excédants éventuels de
recettes.
Les valeurs qui font partie de l'avoir de la Caisse et
qui n'ont pas été acquises pour la Caisse dans le seul
but de faire un placement temporaire de fonds momen-
tanément disponibles, doivent être déposees à la Recette
générale (art. 36 de la loi). Les récépissés de dépôt
doivent être conserves avec les fonds en caisse.
Fonds de réserve.
In der Kasse muss zur Deckung der laufenden
Ausgaben stets ein entsprechender Baarbestand vorhanden
sein, welcher jedoch der Regel nach den Betrag einer
Monatsausgabe nicht übersteigen darf. Die hierüber
hinausgehenden Bestände müssen auf den Namen der
Kasse nach Vorschrift des Art. 36 des Kranken-Versiche-
rungsgesetzes angelegt werden.
Reichen die Bestände nicht aus, um die laufenden Aus-
gaben der Kasse zu decken, so sind vom Arbeitgeber die
erforderlichen Vorschüsse zu leisten, welche ihm aus
etwaigen spateren Ueberschassen erstattet werden.
Werthpapiere der Kasse, welche nicht lediglich zur
vorübergehenden Anlegung zeitweilig verfügbarer Betriebs-
gelder fur die Kasse erworben werden, sind bei dem Gene-
raleinnehmer (Art. 36 des Kranken-Versicherungsgesetzes)
niederzulegen. Die Niederl (...) sscheine darüber sind mit
den Kassenbestanden zu verwahren.
Reservefonds.
Als Krankenunterstutzung gewahrt die Kasse
den in der Fabrik beschaftigten Mitgliedern
1) Vom Beginne der Krankheit ab freie arztliche Be-
handlung durch den Arzt, sowie von diesem verordnete
freie Arznei, sowie Brillen, Bruchbander und ärztliche
Heilmittel.
Zu diesem Zweck schliesst der Kassenvorstand mit den
Aerzten, Apothekern und, wenn thunlich, mit Kranken-
hausern schriftliche Vertrage ab, und zwar in doppelter
Ausfertigung und hochstens fur die Dauer von drei Jahren.
2) Im Falle der Erwerbsunfahigkeit mit Beginn des
dritten Krankentages, fur jeden Krankheitstag als Kranken-
geld die Halfte des normal festgesetzten Arbeitsverdienstes
seiner Klasse. (Art. 11)
La Caisse doit constituer un fonds de ré-
serve au moins égal au montant de la moyenne des dé-
penses annuelles des trois dernières annees, et le com-
pléter s'il y a lieu, jusqu'à ce chiffre. Tant que le fonds
de réserve n'a pas atteint ce chiffre, il lui doit être
affecté un dixième au moins du montant des cotisations
d'une année.
Augmentation des cotisations et réduction des secours.
Die Kasse hat einen Reservefonds im Min-
destbetrag der durchschnittlichen Jahresausgabe der
drei letzten Jahre anzusammeln und erforderlichen Falls
bis zu dieser Höhe zu ergänzen. So lange der Reservefonds
diesen Betrag nicht erreicht, ist demselben mindestens
ein Zehntel des Jahresbeitrages zuzufuhren.
Erhöhung der Beiträge und Ermassigung
der Kassenleistungen.
Das Krankengeld wird bei jeder regelmassigen
Löhnung gezahlt, jedoch konnen auch Abschlagszahlungen
gezahlt werden.
Lorsqu'il résulte des comptes annuels que
les recettes de la Caisse ne suffisent pas à couvrir ses
dépenses, y compris les sommes destinees à former et
à compléter son fonds de reserve, il faut reduire les
secours de la Caisse jusqu'au minimum établi par l'art.
14 de la loi et augmenter les cotisations restant à charge
des assurés jusqu'à 3 pCt. du salaire quotidien moyen
ou du salaire réel. (Art. 47 de la loi.)
Si, dans ce cas, les dépenses ne sont pas encore cou-
vertes par les recettes ordinaires, les patrons sont tenus
de fournir, de leurs propres deniers, les supplements
nécessaires, dont ils ne peuvent jamais réclamer le
remboursement, alors même que la Caisse se trouverait
plus tard dans de meilleures conditions.
Réduction des cotisations et augmentation des secours.
Ergibt sich aus den Jahresabschlussen, dass
die Einnahmen der Kasse zur Deckung ihrer Ausgaben
einschliesslich der Rucklagen zur Ansammlung und Er-
gänzung des Reservefonds nicht ausreichen, so müssen
die Kassenleistungen bis auf den Mindestbetrag des
Art. 14 des Gesetzes gemindert und die Beiträge zu Lasten
der Versicherten bis auf 3 pCt. des wirklichen Tagelohnes
erhoht werden. (Art. 47 des Gesetzes.)
Werden die Ausgaben auch dann noch durch die
gewöhrlichen Einnahmen nicht gedeckt, so hat die Gesell-
schaft der Luxemburger Secundärbahnen die zur Deckung
derselben erforderlichen Zuschusse aus eigenen Mitteln zu
leisten, fur welche Zuschüsse sie auch bei späterem besserem
Stande der Kasse keine Ruckerstattung fordern kann.
Ermassigung der Beitrage und Erhöhung der Kassen-
leistungen.
Die Krankenunterstutzung wird fur die Dauer
der Krankheit gewahrt ; sie endet spatestens mit dem
Ablauf der dreizehnten Woche nach Beginn der Krankheit,
im Falle der Erwerbsunfahigkeit — spatestens mit Ablauf
der dreizehnten Woche nach Beginn des Krankengeldbe-
zuges. Endet der Bezug des Krankengeldes erst nach Ab-
lauf der dreizehnten Woche nach dem Beginne der Krank-
heit, so endet mit dem Bezuge des Krankengeldes zugleich
auch der Anspruch auf die im Art. 23 bezeichneten
Leistungen.
S'il résulte des comptes de l'année que les
recettes annuelles dépassent les dépenses annuelles, il
faut, si le fonds de réserve a atteint le double de la
moyenne des dépenses annuelles, procéder soit à une
diminution des cotisations, soit à une augmentation
des secours.
Dispositions générales sur les cotisations et les secours.
Ergiebt sich aus den Jahresabschlüssen, dass
die jahres(...)nahmen die Jahresausgaben übersteigen, so
ist, falls der Reservefonds das Doppelte der jahrlichen
Durchschnittsausgabe erreicht hat, entweder eine Ermäs-
sigung der Beiträge oder eine Erhöhung der Kassenleis-
tungen herbeizuführen.
Allgemeine Bestimmungen über Beiträge und Kassen-
leistungen.
Art.
25. Die Mitglieder sind der Kasse gegenüber
lediglieh zu den durch dieses Statut festgestellten Beitragen
verpflichtet. Andere Beitrage dürfen von ihnen nicht
erhoben werden.
Zu anderen Zwecken als den statutenmässigen Unter-
stützungen, der statutenmässigen Ansammlung und Ergan-
zung des Reservefonds und der Leckung der Verwaltungs-
kosten dürfen Beitrage von den Versicherten nicht erhoben
werden, und Verwendungen aus dem Vermögen der Kasse
nicht erfolgen.
Organe der Kasse.
Unter Krankheiten sind auch Verletzungen
der Versicherungspflichtigen Mitglieder einbegriffen.
Les membres de la Caisse ne sont tenus, à
l'égard de celle-ci, qu'au payement des cotisations fixées
par les présents statuts. D'autres cotisatisations ne
peuvent être prélevées sur eux.
Il n'est pas permis de faire payer des cotisations aux
assurés, ni d'employer l'avoir de la Caisse pour des
objets autres que les secours établis par les statuts, la
constitution et le complément statutaires du fonds de
réserve et le payement des frais d'administration.
Organes de la Caisse.
Mitglieder, welche verziehen, bleiben stets
an die bestehende Controlle gebunden und müssen vom
behandelnden Arzte eine kostenlose Krankenbescheinigung
vor dem jedesmaligen Krankengeldbezuge einsenden.
Verpflegung im Krankenhause.
Les organes de la Caisse sont le comite
directeur et l'assemblée genérale.
Composition du comité directeur de la Caisse.
Organe der Kasse sind der Kassenvorstand
und die Generalversammlung.
Zusammensetzung des Kassenvorstandes.
Der Vorstand kann an Stelle der Kranken-
unterstutzung des Art. 23 Al. 1 und 2 freie Kur und Ver-
pflegung im Krankenhaube gewahren, und zwar
1) fur diejenigen Mitglieder, welche verheirathet oder
Glieder einer Familie sind, mit ihrer Zustimmung ; un-
abhangig von derselben, aber dann, wenn die Art der
Krankheit Anforderungen an die Behandlung oder Ver-
pflegung stellt, welchen in der Familie des Erkrankten
nicht genugt werden kann, oder wenn die Krankheit eine
ansteckende ist, oder wenn der Erkrankte wiederholt den
Aufo der ungen des Arztes zuwidergehandelt hat, oder wenn
dessen Zustand oder Verhalten eine fortgesetzte Beobach-
tung erfordert.
2. Fur sonstige Erkrankte unbedingt.
Hat der in einem Krankenhause Untergebrachte Angehö-
rige, deren Unterhalt er bisher ganz oder grossentheils aus
seinem Arbeitsverdienste bestritten hat, so ist neben der
freien Kur und Verpflegung die Hälfte des in dem Art. 23
Al. 2 festgesetzten Krankengeldes zu leisten.
Hat der in einem Krankenhause Untergebrachte keine
solche Angehorigen, so erhalt derselbe neben freier Kur
und Verpflegung ein Krankengeld in der Hohe eines Ach-
tels des durchschnittlichen Tagesarbeitsverdienstes.
Kranke, welche den Anordnungen des Arztes und des
Vorstandes zuwider sich nicht im Krankenhause ver-
pflegen lassen, oder dasselbe vor ihrer Entlassung ver-
lassen, werden bezüglich des ihnen zu zahlenden Kranken-
geldes gleichwohl nach den Bestimmungen des Absatzes
2 und 3 behandelt.
Unterstützung hei Erwerbslosigkeit.
Le comité directeur de la Caisse se compose
a) du patron ou d'un délégué du patron, comme
président, et du comptable, qui est en même temps
vice-président ; ce dernier est nommé par le patron
pour une période de deux ans ;
b) de cinq assesseurs, élus par l'assemblée générale
et en l'absence de toute participation des délégués du
patron, pour une période de quatre ans, parmi les mem-
bres de la Caisse ayant droit de vote.
Dès que les cotisations incombant aux assurés ex-
cédent les cinq septièmes du total des cotisations, un
sixième assesseur et, dès qu'elles excèdent six hui-
tièmes, un septième doit être nommé aux élections sui-
vantes.
L'election des assesseurs peut se faire par acclama-
tion, s'il ne s'élève pas d'opposition dans le sein de
l'assemblée générale. Dans le cas contraire, l'élection a
lieu au scrutin secret, et chaque électeur écrit sur son
bulletin de vote autant de noms qu'il y a de membres a
élire. Sont élus ceux qui ont obtenu le plus grand
nombre de voix. Les voix qui sont données à des per-
sonnes non éligibles, ou qui n'indiquent pas clairement
les élus, ne sont pas comptées. En cas d'égalité de voix,
le tirage au sort effectué par le président décide.
L'élection est dirigée par le président du comité ou
par son délégué designe à cet effet. La première élection
qui suit la constitution de la Caisse, ainsi que les élec-
tions ultérieures où le comité fait défaut, sont dirigées
par un délégué de l'autorité de surveillance.
Tous les deux ans trois et resp deux assesseurs sor-
tent alternativement du comité. Les trois assesseurs qui
sortent à la fin de la première annee, sont désignés par
le sort. Les nouvelles élections ont lieu dans le mois de
décembre. Les élus entrent en fonctions le 1er janvier de
l'année suivante. Jusqu'au jour de l'entrée en fonctions
des nouveaux membres, les membres sortants restent
en exercice.
Lorsque plus de deux assesseurs se retirent avant
l'expiration de leurs fonctions, une assemblée génerale
est convoquée sans délai pour élire des successeurs
tous les assesseurs sortants. La durée des fonctions de
nouveaux élus cesse avec l'année fixée comme terme a
celles des assesseurs sortants.
Procès-verbal doit être dressé de toute opération élec-
torale.
Le comité doit aviser l'autorité de surveillance, dans
le délai d'une semaine, de toute modification survenue
dans sa composition et du résultat de chaque élection.
Si cet avis n'est pas donné, la modification n'est oppo-
sable aux tiers que s'il est prouvé qu'ils en ont eu con-
naissance.
Droits et obligations du comité directeur.
Der Vorstand der Kasse besteht
a) aus einem der Directoren als Vorsitzenden, und dem
Buchfuhrer, welcher zugleich Viceprasident ist ; letzterer
wird vom Prasidenten des Verwaltungsrathes auf die
Dauer von zwei Jahren genannt ;
b) aus fünd, von der Generalversammlung ohne Mit-
wirkung des Directors aus der Mitte der stimmberech-
tigten Kassenmitglieder auf die Dauer von zwei Jahren
gewahlten Beisitzern.
Sobald die fur Rechnung der Mitglieder zu zahlenden
Beitrage funf Siebentel der Gesammtbeitrage überstei-
gen, ist bei der nachsten Wahl ein sechster Beisitzer und,
sobald sie sechs Achtel übersteigen, ein siebenter Bei-
sitzer zu wahlen.
Die Wahl der Beisitzer kann durch Acclamation erfolgen,
wenn im Schosse der Generalversammlung kein Einwand
erhoben wird. Andernfalls ist sie geheim und erfolgt durch
verdeckte Stimmzettel in der Weise, dass jeder Wahlende
so viele Namen aufschreibt, als Vorstandsmitglieder zu
wählen sind. Gewählt sind diejenigen, welche die meisten
Stimmen, erhalten. Stimmen, welche auf nicht Wahlbare
fallen, oder die Gewahlten nicht deutlich bezeichnen,
werden nicht mitgezählt. Bei Stimmengleichheit entscheidet
das vom Vorsitzenden zu ziehende Loos.
Die Wahl wird vom Prasidenten des Vorstandes oder
von einem zu diesem Zwecke bestellten Vertreter geleitet.
Nur die erste Wahl nach Errichtung der kasse, sowie
spatere Wahlen, bei welchen ein Vorstand nicht vorhanden
ist, werden von einem Beauftragten der Aufsichtsbehorde
geleitet.
Jedes Jahr scheiden abwechselnd drei resp. zwei Beisitzer
aus. Die drei Beisitzer, welche am Ende des ersten Kalender-
jahres ausscheiden, werden durch das Loos bestimmt.
Die Neuwahl findet im Dezember statt. Die Gewahlten
treten ihr Amt am 1. Januar des folgenden Jahres an.
Bis zum Eintritt derselben haben die Ausscheidenden ihr
Amt weiter zu fuhren.
Scheiden mehr wie zwei Beisitzer vor Ablauf ihrer
Amtsdauer aus, so muss alsbald eine Generalversammlung
zur Ersatzwahl für alle ausgeschiedenen Beisitzer berufen
werden. Die Amtsdauer der Ersatzmanner erlischt mit
dem Jahre, mit welchem diejenige der ausgeschiedenen
Beisitzer erloschen sein wurde.
Ueber jede Wahlverhandlung ist ein Protokoll aufzu-
nehmen. Der Vorstand hat über jede Aenderung in seiner
Zusammensetzung und über das Ergebniss jeder Wahl der
Aufsichtsbehorde binnen einer Woche Anzeige zu erstatten.
Ist die Anzeige nicht erstattet, so kann die Aenderung
dritten Personen nur dann entgegengesetzt werden, wenn
bewiesen wird, dass sie letzteren bekannt war.
Rechte und Pflichten des Vorstandes.
Am Schlusse jedes Kalenderjahres scheidet die Hälfte
der Vertreter aus. Die erstmalig Ausscheidenden werden
durch das Loos bestimmt ; die Neuwahlen finden im De-
zember fur das folgende Kalenderjahr statt.
Scheidet ein Vertreter vor Ablauf seiner Amtsdauer aus,
so findet durch die Abtheilung, von welcher er gewählt
war, für die übrige Zeit der Amtsdauer eine Neuwahl
statt.
In der Generalversammlung führt jeder Vertreter der
Kassenmitglieder eine Stimme. Der Director führt im
Ganzen zwei Stimmen.
Geschaftsordnung der Generalversammlung.
Mitglieder, welche nach dem Ausscheiden aus
der Mitgliedschaft der Fabrikkrankenkasse erwerblos wer-
den, behalten wahrend der Dauer ihrer Erwerbslosigkeit
ihre Anspruche auf die gesetzliche Mindestleistung, jedoch
nicht für einen langeren Zeitraum, als sie der Kasse ange-
hort haben und höchstens fur drei Wochen.
Unterstutzung von Wöchnerinnen.
Le comité directeur représente la Caisse
en justice et extrajudiciairement. Cette représentation
s'étend également aux affaires et actes juridiques pour
lesquels la loi exige une procuration spéciale. Les con-
ventions sont conclues au nom de la Caisse par le prési-
dent du comité et par deux assesseurs. Pour toutes les
autres affaires juridiques et déclarations, le président
représente le comité au dehors. La légitimation du
comité ou de son président dans toutes les affaires
s'opère à l'aide d'une attestation delivrée par l'autorité
de surveillance.
Le comité est chargé de l'expédition de toutes les
affaires de la Caisse, dont la loi ou les statuts ne
chargent pas l'assemblée générale.
Le président convoque le comité toutes les fois que
l'état des affaires l'exige. Il est obligé de convoquer le
comité dans les dix jours, lorsque deux assesseurs en
font la demande. La convocation a lieu par circulaire.
Le comité est en nombre pour délibérer, lorsque le pré
sident ou le vice-president et trois assesseurs au moins
sont présents. Les decisions sont prises à la majorité
simple des voix; s'il y a égalité de voix, celle du pré-
sident est prepondérante. Les procès-verbaux des déli-
bérations doivent être inscrits sur un registre special.
Le comité peut déleguer des personnes choisies dans
son sein, afin de vérifier, par des visites, l'etat de santé
des personnes déclarées malades.
Les membres du comité remplissent leurs fonctions
gratuitement.
Les membres du comité sont responsables envers la
Caisse de la régularité de leur administration, confor-
mément à l'art. 38 de la loi.
Composition de L'assemblée générale.
L'assemblée générale se compose de tous
les membres de la Caisse qui sont majeurs et en pos-
session de leurs droits civils, à l'exception des membres
qui appartiennent à la Caisse en vertu de l'art. 3, n° 2
ainsi que de deux délégués du patron. (Voir pourtant
art. 26 § 3 des statuts.)
Chaque membre a une voix. Les délégués du patron
ont ensemble une voix pour chaque groupe de deux
membres de l'assemblée générale, occupés dans la fa-
brique, soumis à l'obligation de l'assurance et ayant droit
de vote.
Règlement de L'assemblée générale.
Der Vorstand vertritt die Kasse gerichtlich
und aussergerichtlich. Diese Vertretung erstreckt sich auf
diejenigen Geschäfte und Rechtshandlungen, für welche
nach den Gesetzen eine Spezialvollmacht erforderlich ist.
Vertrage werden Namens der Kasse von dem Vorsitzen-
den des Vorstandes und zwei Beisitzern vollzogen. Bei
allen übrigen Rechtsgeschäften und Erklarungen vertritt
der Vorsitzende den Vorstand nach aussen. Die Legitima-
tion des Vorstandes oder seines Vorsitzenden bei allen
Rechtsgeschäften wird durch eine Bescheinigung der Auf-
sichtsbehörde bewirkt.
Der Vorstand verwaltet alle Angelegenheiten der Kasse,
soweit dieselben nicht durch Gesetz oder Statut ausdruck-
lich der Generalversammluhg übertragen sind.
Der Vorsitzende
beruft den Vorstand, so oft dies die
Lage der Geschafte erfordert. Er muss den Vorstand
binnen zehn Tagen berufen, wenn zwei Beisitzer dies bean-
tragen. Die Berufung erfolgt durch Circular. Der Vorstand
ist beschlussfahig, wenn der Prasident oder der Vicepra-
sident und wenigstens drei Beisitzer anwesend sind Die
Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst,
bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Die
Beschlüsse sind in einem besondern Buche zu protoko-
liren.
Jedes Mitglied des Vorstandes ist berechtigt, den Ge-
sundheitszustand der erkrankten Personen durch Besuche
bei denselben zu prufen. Desgleichen kann der Vorstand
Krankenaufseher bestimmen.
Die Vorstandsmitglieder versehen ihr Amt unentgeltlich,
Sie haften der Kasse fur pflichtgetreue Verwaltung gemass
Art. 38 des Krankenversicherung sgesetzes.
Zusammensetzung der General-Versammlung.
Weiblichen Mitgliedern wird im Falle der
Entbindung für die ersten vier Wochen nach derselben das
Krankengeld gewahrt. Wird denselben vom Arzte nach
der vierten Woche eine Beschaftigung untersagt, so er-
halten sie, falls sie so lange erwerbslos bleiben, diese
Unterstützung bis zur siebenten Woche. Erkrankungen,
welche wahrend der Dauer des Wochenbettes eintreten,
begründen denselben Anspruch auf Unterstutzung, wie
andere Erkrankungen.
Unterstützung von erkrankten Familienangehorigen.
Die Generalversammlung besteht aus Ver-
tretern der Kassenmitglieder und der Gesellschaft.
Für die Wahl der ersteren werden sammthche Kassen-
mitglieder in folgende Abtheilungen eingctheilt
A. Für den Bahnbetrieb
1. die Beamten der Direction ;
2. die Beamten und Arbeiter des Stationsdienstes beider
Linien ;
3. die Beamten und Arbeiter des Zugsdienstes beider
Linien ;
4. Die Beamten und Arbeiter des Bahnunterhalts und
Autsicht beider Linien ;
5. die Beamten und Arbeiter des Fahrdienstes und
Werkstätte der beiden Linien.
B. Fur den Erzbetrieb
6. die Beamten des Grubenaufsichtsdienstes ;
7. die Bergleute ;
8. die Schlepper ;
9. die Handwerker ;
10. die Taglohner.
Für jede Abtheilung wird durch besondere Wahl
wenigstens ein Vertreter und soviele Vertreter gewahlt als
die Zahl der Versicherten eiuer Klasse dureh 10 dividir-
bar ist.
Die Zahl der von jeder Abtheilung zu wahlenden Ver-
treter ist bei der Benufung der Wahlversammlung, welche
drei Tage vor dem Wahltermin durch Anschlag in den
Stationen und im Bureau des Minenaufsehers in Esch a. d.
Alzette erfolgen muss, anzugeben.
Wahlberechtigt und wahlbar sind die grossjahrigen, im
Besitz der bürgerlichen Rechte befindlichen Kasssen-
mitglieder, mit Ausschluss derjenigen, welche der Kasse
auf Grund des Art. 3 Nr. 2 angehoren.
Die Wahl erfolgt nach Massgabe der Bestimmungen im
Die Familienangehorigen versicherungspflich-
tiger Mitglieder erhalten im Krankheitsfalle nur freie
arztliche Behandlung.
Als Familienangehorige sind die im selben Haushalte
mit den Mitgliedern lebenden und auf den Arbeitsverdienst
derselben angewiesenen Ehegatten und noch nicht vier-
zehnjahrigen Kinder desselben anzusehen.
Le comite convoque l'assemblée générale
au moins trois jours à l'avance par des affiches appo-
sées dans les différents locaux de la fabrique, avec
indication des questions qui doivent faire l'objet des
délibérations
Les assemblées générales ordinaires ont lieu
1° au mois d'octobre, pour l'election de la commis-
sion de revision et la nouvelle élection partielle du
comité ;
2° en décembre de chaque année, pour délibérer sur
la décharge à donner du compte annuel.
Le comité convoque des assemblées générales extra-
ordinaires toutes les fois qu'il en est besoin. Il faut que
la convocation de l'assemblee générale ait lieu dans un
délai de trois semaines, lorsque la dixième partie des
assurés en fait la demande.
Toute assemblée génerale dûment convoquée peut
prendre des decisions.
L'assemblée générale est présidée par celui des délé-
gués du patron que ce dernier désigne.
Les décisions de l'assemblée generale sont prises à la
majorité simple des voix représentées dans l'assemblée,
à moins que les présents statuts n'en decident autrement
relativement à certains objets determines
En cas de
partage la voix du president est prepondérante.
Die Generalversammlung wird vom Vor-
stande unter Angabe der Verhandlungsgegenstände durch
einen mindestens drei Tage vorher zu bewirkenden An-
schlag in den Stationen beider Linien und im Bureau des
Minenaufsehers in Esch a. d. Alz. berufen.
Ordentliche Generalversammlungen finden statt
1° im Dezember jeden Jahres zur Vornahme der Wahl
des Revisionsausschusses und der theilweisen Neuwahlen
für den Vorstand ;
2° im April jeden Jahres zur Beschlussfassung uber die
Abnahme der Jahresrechnung.
Ausserordentliche Generalversammlungen beruft der
Vorstand nach Bedürfniss. Die Berufung der Generalver-
sammlung muss binnen drei Wochen erfolgen, wenn der
zehnte Theil ihrer Mitglieder es beantragt.
Jede Vorschriftsmassig berufene Generalversammlung
ist beschlussfähig.
Die Leitung der Generalversammlung steht dem Direc-
tor oder dem von ihm bezeichneten Vertreter zu.
Beschlüsse der Generalversammlung werden, soweit
für einzelne Gegenstande durch dieses Statut nicht etwas
Anderes bestimmt ist, mit einfacher Stimmenmehrheit der
in der Versammlung vertretenen Stimmen gefasst. Bei
Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vor-
sitzenden.
Ueber weitere Leistungen an versicherungs-
pflichtige Mitglieder entscheidet der Vorstand unter
Zustimmung der Firma ; doch kann ein diesbezüglicher
Antrag nur im Einverstandniss mit einem Arzte gestellt
werden.
Allgemeine Pflichten aller Mitglieder bei
Krankheitsfällen.
Outre les elections à effectuer pour le comité
directeur, l'assemblee génerale est encore chargée
1° de recevoir le compte annuel et d'élire une com-
mission de révision composée de trois personnes, ap-
pelée à examiner le dit compte ; il n'est pas nécessaire
que ces personnes soient membres de la Caisse ;
2° de statuer sur la poursuite des réclamations que
la Caisse peut avoir à exercer contre les membres du
comité directeur du fait de leur gestion, et sur l'élection
des personnes qui doivent en être chargées ;
3° de régler les soins gratuits des médecins et les four-
nitures des médicaments, après avis du Collège médical ;
4° de statuer sur les modifications des statuts, notam-
ment sur les modifications relatives aux secours et aux
cotisations, à moins que ces modifications ne s'opèrent
conformément aux statuts à la suite d'un changement
dans la fixation du salaire quotidien moyen ;
5° de statuer sur les demandes en dissolution de la
Caisse, présentées par le patron.
Dans les délibérations et les élections visées aux nos 1
et 2, les délégués du patron n'ont pas voix délibéra-
tive. Les delibérations sont dirigées, en l'absence des
délégués du patron, par un président de l'assemblée
générale elu parmi ses membres. Au reste, les disposi-
tions de l'art. 28. § 3, sont applicables à ces élections.
La dissolution de la Caisse ne peut être décidee que
par les deux tiers des voix représentées à l'assemblée.
Contestations et recours.
Ausser den von ihr vorzunehmenden Wahlen
zum Vorstande liegt der Generalversammlung ob
1. Abnahme der Jahresrechnung und die Wahl eines
Revisionsausschusses von drei Personen, welche nicht
Kassenmitglieder zu sein brauchen, zur Prüfung der Jahres-
rechnung ;
2. Beschlussnahme über die Verfolgung von Ansprüchen,
welche der Kasse gegen Vorstandsmitglieder aus deren
Amtsführung erwachsen, und die Wahl der damit zu beauf-
tragenden Personen ;
3. Regelung der freien ärztlichen Behandlung und der
freien Lieferung von Arzneien, nach Anhörung des Medi-
zinalkollegiums ;
4. Beschlussnahme über Abänderung des Statuts, na-
mentlich auch über Abänderung der Unterstützungen
und der Beiträge, soweit bie nicht statutenmassig in
Form einer veranderten Festsetzung der durchschnittlichen
Tagelöhne eintreten ;
5. Beschlussnahme über Anträge des Verwaltungsrathes
der Luxemburger Secundärbahnen aul Auflosung der Kasse.
Bei der Beschlussnahme und bei den Wahlen zu 1 und 2
ruhen die Stimmen des Directors. Die Verhandlungen
werden in Abwesenheit des Directors der Gesellschaft der-
Luxemburger Secundarbahnen von einem von der General-
versammlung aus ihrer Mitte zu wählenden Vorsitzenden
geleitet. Im Uebrigen finden auf die Vornahme dieser
Wahlen die Bestimmungen im Art. 27 § 3 Anwendung.
Die Auflösung der Kasse kann nur mit zwei Drittel der
vertretenen Stimmen beschlossen werden.
Streitigkeiten und Beschwerden.
Jede Erkrankung muss alsbald dem Vor-
sitzenden des Vorstandes oder den von ihm bezeichneten
Personen angemeldet werden. Ueber diese Anmeldung
wird eine Bescheinigung ausgestellt, welche als Ausweis-
schein beim Arzte dient.
Toutes les reclamations relatives aux se-
cours doivent être adressées par écrit à la direction pour
y statuer en premier lieu.
Pour le surplus il sera procédé conformément aux
règles edietées par l'art. 42 de la loi.
Les recours contre les décisions de l'autorité de sur-
veillance statuant sur des amendes d'ordre et les re-
cours administratifs, sont à traiter conformément à
l'art. 54 de la loi.
Si la Caisse entend faire usage de son droit de recours
contre une décision du Gouvernement, art. 26 § 3 et 43
§ 2 de la loi, l'assemblée générale doit prendre une
décision à cet égard dans les formes ordinaires et char-
ger de cette mission la direction ou un ou plusieurs
membres de celle-ci.
Surveillance de la Caisse et mise en vigueur.
La surveillance de la Caisse estexercée par l'inspecteur
du travail, sous la haute surveillance du Gouvernement.
Les présents statuts ont été établis par la Société
anonyme de Marcinelle et Couillet après avoir entendu
les personnes occupées dans ses exploitations, et ils
entreront en vigueur le 1er décembre 1902.
Avis. — Bibliothèques professionnelles.
Pour encourager la création de bibliothèques
professionnelles locales, des mesures ont été
prises en vue de faire participer ces institutions
aux bienfaits de la bibliothèque professionnelle
centrale établie à Luxembourg, en ce sens que
les administrations communales ou bien les
sociétés d'artisans qui ont créé ces bibliothèques,
Mittheilung. — Gewerbliche Bibliotheken.
Um den Bestrebungen unserer Gemeindeverwal-
tungen und Handwerkervereine in Betreff der
Gründung gewerblicher Lokal-Bibliotheken ent-
gegenzukommen,
sind
Anordnungen
getroffen
worden, um den Anschluß derselben an die Cen-
tral-Gewerbebibliothek in Luxemburg in der Weise
zu ermöglichen, daß ihnen eine gewisse Anzahl
peuvent ètiv autorisées à emprunter, pour un
terme à convenir, un certain nombre d'ouvrages
à la fois.
Les demandes sont à adresser au Gouverne-
ment.
Luxembouig-, le 17 novembre 1902.
Le Ministre d'Etat,
Président du Gouvernement,
EYSCHhN.
Arrêté du 12 novembre 1902, portant approbation
des st'tuts de la caisse de maladie de la Société
des chemins de fer secondaires.
LE MINISTRE D'ÉTAT, PKÉSIDENT
DU GOUVERNEMENT ;
Vu la loi du 31 juillet 1901, sur l'assurance
obligatoire des ouvriers contre les maladies ;
Attendu que la Société des chemins de fer
secondaires, établie ù Luxeniboing, qui se
trouve dans les condinons prévues par la loi,
a manifesté l'intention d'instituer une caisse spé-
ciale du secours en cas de maladie ;
Attendu que les statuts de celte caisse, établis
eonfoiménient aux dispositions légales, sont en
concordance avec les lois et règlements ;
Arrête
Alle Beschwerden über Unterstützungszuwen-
dungen sind schriftlich an den Vorstand zu richten, wel-
cher an erster Stelle darüber zu entscheiden hat.
Im Uebrigen wird nach den im Art. 42 des Kranken-
Versicherungsgesetzes erlassenen Vorschriten verfahren.
Beschwerden gegen Entscheide der Aufsichtsbehörde
über Verhangung von Ordnungsstrafen sowie die Be-
schwerden auf dem Verwaltungswege sind gemass Art. 54
des Kranken-Versicherungsgesetzes zu behandeln.
Ist die Kasse gesinnt, von dem ihr zustehenden Rechte,
Beschwerde gegen eine Entscheidung der Regierung einzu-
legen, Gebrauch zu machen (Art. 26 § 3 und Art. 43 § 2
des Kranken-Versicherungsgesetzes), so hat die General-
versammlung hierüber in der gewöhnlichen Form einen
Beschluss zu fassen und den Vorstand oder einen oder
mehrere Mitglieder desselben mit diesem Auftrag zu be-
trauen.
Beaufsichtigung der Kasse und Inkrafttretung.
Behufs Erlangung des Krankengeldes muss
das Mitglied ein vom Arzte ausgestelltes Attest vorzeigen,
in welchem Beginn und Dauer der Erwerbsunfahigkeit
bescheinigt werden.
Die Aufsicht über die Kasse wird unter Ober-
aufsicht der Regierung von dem hierzu delegirten Gewerbe-
inspektor wahrgenommen.
Gegenwärtiges Statut ist von der Gesellschaft der Luxem-
burger Secundärbahnen zu Luxemburg, nach Anhörung
der bei ihrer Gesellschaft beschäftigten Personen aufge-
stellt worden.
Dasselbe tritt mit dem künftigen 1. Dezember 1902 in
Kraft.
Caisse d'épargne. — A la date du 14 novembre 1902, le livret N° 30245 a été déclaré perdu. — Le porteur
du dit livret est invité a le présenter dans la quinzaine a partir de ce jour, soit au bureau central, soit a
un bureau auxiliaire quelconque de la Caisse d'epargne, et à faire valoir ses droits. Faute par le porteur de ce
faire dans le dit délai, le livret en question sera déclaré anuulé et remplacé par un nouveau.
Luxembourg, le 15 novembre 1902.
Luxembourg Imprimerie de la Cour, V BÜCK
Marktpreise. — 1. Hälfte des Monats Oktober 1902.
Bezeichnung
der Lebensmittel
u. dgl.
Weizen
Mischelfrucht
Roggen
Gerste
Spelz
Heidekorn
Hafer
Erbsen
Bohnen
Linsen
Kartoffeln
Weizen-Mehl
Mischel-Mehl
Roggen-Mehl
Geschälte Gerste
Butter
Eier
Heu
Stroh
Buchenholz
Eichenholz
Weichholz
Ochsenfleisch
Kuh- od. Rindfleisch
Kalbfleisch
Hammelfleisch
Echweinefleisch
id. geräuchert.
Maße
oder
Gewicht.
Hectoliter
Kilogr.
Dutzend.
500 Kilo.
Stere.
Kilogr.
Mittelpreise
der verkauften Lebensmittel auf den Märkten von
Luxem-
burg.
16 00
15 00
14 00
15 00
9 50
18 00
18 00
25 00
4 00
0 45
0 375
0 38
0 70
1 26
34 00
25 00
15 00
10 00
2 00
1 765
2 05
1 70
2 00
2 60
Die-
kirch.
16 50
16 00
14 00
9 50
3 40
0 40
0 38
0 34
2 40
1 40
1 80
1 80
1 80
1 60
1 80
Wiltz.
16 50
15 00
13 25
10 00
3 25
0 50
0 35
2 50
1 25
1 80
1 70
1 80
1 40
1 80
Ettel-
brück.
16 50
15 50
14 00
13 00
9 00
3 50
0 45
0 38
0 32
2 35
1 31
37 50
28 00
15 00
7 00
1 70
1 60
2 10
1 70
1 90
Echter-
nach.
17 00
15 00
0 38
0 34
2 33
1 50
1 80
1 60
1 90
1 80
1 90
Remich
17 50
15 50
10 00
17 00
5 00
0 34
0 32
2 50
1 50
14 00
11 00
1 50
1 50
1 80
1 70
Mersch.
2 30
1 45
1 80
1 60
1 80
1 ,60
1 50
Greven
macher.
0 40
0 34
2 45
1 60
1 85
2 00
1 80
2 00
Esch
a. d. A.
4 75
0 50
0 40
3 20
1 55
1 80
1 80
2 10
1 90
2 20
Erkrankte Personen mussen die Vorschriften
des Arztes gewissenhaft befolgen ; sie durfen keine Arbei-
ten, welche nach dem Urtheil des Arztes mit ihrem Zu-
stande unverträglich sind, noch sonstige ihrer Genesung
hinderliche Handlungen vornehmen. Ohne Erlaubniss des
Vorstandes durfen erkrankte Personen weder offentliche
Lokale noch Schankstellen besuchen, noch Erwerbsarbeiten
vornehmen.
Sobald ein Mitglied, welches Krankengelder
bezieht, erwerbsfähig wird, oder hobald der Arzt eine er-
krankte Person für genesen erklärt, ist dem Vorstande
hiervon Anzeige zu erstatten.
Der Vorstand kann Mitglieder, welche einer
der vorstehenden Vorschriften zuwiderhandeln, in eine
Strafe bis zu 20 Fr. nehmen.
Besondere Pflichten der aus der Fabrik ausgeschiedenen
Mitglieder in Krankheitsfallen.
An nicht versicherungspflichtige Mitglieder
erfolgt die Auszahlung des Krankengeldes gegen kosten-
lose Einlieferung eines amtlich beglaubigten arztlichen
Krankenscheines, in welchem die Zahl dei Tage, wahrend
welcher der Erkrankte erwerbsunfahig war und erstmalig
auch der Tag der Erkrankung angegeben sein muss.
Dem erstmaligen Krankenscheine ist eine Bescheinigung
der Gemeindebehorde des derzeitigen Aufenthaltsortes bei-
zufügen , dass der Erkrankte nicht vermoge seiner der-
zeitigen Beschaftigung gesetzlich einer anderen Kranken-
kasse angehorl oder thatsächlich einer solchen beige-
treten ist.
Das Krankengeld ist bei der Kasse durch einen Bevoll-
mächtigten gegen Quittung zu erheben, sofern das Mitglied
nicht bei Einsendung des Krankenscheines die Uebersen-
dung des Krankengeldes durch Postanweisung auf seine
Kosten beantragt.
Der Vorstand ist befugt, für die nicht versiche-
rungspflichtigen Mitglieder besondere Kontrollvorschriften
zu erlassen. Die Nichtbeachtung solcher Kontrollvor-
sehriften berechtigt den Vorstand eine Strafe bis zu 20
Franken zu verhaugen, und die Zahlung des Kranken-
geldes zu beanstanden, bis das Recht auf dessen Bezug
nachgewiesen ist.
Kürzung der Kranken-Unterstützung wegen
Doppelversicherung.
Jedes Mitglied hat, bei Vermeidung einer
Strafe bit zu 20 Franken, binnen 6 Tagen nach dem Be-
ginn der Mitgliedschaft oder der spater bewirkten ander-
weiten Krankenversicherung dem Vorstande Anzeige von
seiner uder seiner Familien-Angehörigen anderweiten
Versicherung gegen Krankheit zu machen und alle Fragen
des Vorstandes uber diese anderweite Versicherung ge-
wissenhaft zu beantworten.
Einem Mitgliede, welches gleichzeitig ander-
weitig gegen Krankheit versichert ist, wird das Kranken-
geld des Art. 23 soweit gekürzt, als dasselbe zusammen
mit dem aus anderweitiger Versicherung bezogenen
Krankengeld den vollen Betrag seines durchschnittlichen
Arbeitsverdienstes seinier Klasse ubersteigt.
Entzichung und Einstellung der Kranken-Unterstützung.
Der Vorstand ist, befugt, denjenigen Mitglie-
dern, welche sieh die Krankheit vorsatzlich oder durch
schuldhafte Betheiligung bei Schlagereien oder Raufhan-
dem, durch Trunkeuheitoder geschlechtliche Ausschweifun-
gen zugezogen haben, das Krankengeld nicht zu gewahren.
Einem Mitgliede, welches die statutenmassige
Krankenunterstützung ununterbrochen oder im Laufe
eines Kalenderjahres fur 13 Wochen bezogen hat, wird
be Eintritt einer neuen Krankheit nur der gesetzliche
Mindestbetrag der Krankenunterstutzung und die volle
statutenmassige Krankenunterstutzung erst wieder ge-
währt, wenn zwischen der letzten Unterstutzung und dem
Eintritt der neuen Krankheit ein Zeitraum von mindestens
13 Wochen liegt.
Sterbegeld.
Für den Todesfall eines versicherungspflich-
tigen Mitgliedes wird ein Sterbegeld im zwanzigfachen
Betrage des fur die Bemessung des Krankengeldes mass-
gebenden durchschnittlichen Arbeitsverdienstes gewahrt
jedoch im Hochstbetrage von 80 Franken und im Mindest-
betrage von 40 Franken. Das Sterbegeld wird innerhalb
24 Stunden nach der an den Vorsitzenden des Vorstandes
gemachten Anzeige an die nachsten Angehorigen, welche
die Beerdigung besorgen, gezahlt, gegen Vorzeigung
eines Anszuges aus dem Civilstandsregister.
Kassenfuhrung und Rechnungslage.
Die Firma bestellt unter ihrer Verantwort-
lichkeit und auf ihre Kosten einen Kassenfuhrer, welcher
die Gesammtrechnungs- und Kassenfuhrung wahrzunehmen
hat.
Die Einnahmen und Ausgaben der Kasse sind von allen
dem Zweck der Kasse fremden Vereinnahmungen und
Verausgabungen getrennt festzustellen ; ihre Bestande sind
gesondert, zu verwahren. Der Kassenführer hat über alle
Einnahmen und Ausgaben der Kasse ein Kassenbuch zu
führen, welches stets vollstandig berichtigt sein muss, so
dass der Bestand nach demselben jederzeit richtig aufge-
nommen werden kann.
Er stellt den jahrlichen Rechnungs-Abschluss und die
vorgeschriebenen Uebersichten uber die Mitglieder, über
Krankheits-und Sterbefälle, über die vereinnahmten Bei-
trage und die geleisteten Unterstutzungen auf, welche
sammtlich vom Vorstand geprüft und festgestellt und der
Aufsichtsbehorde eingereicht werden.
Der Vorstand hat die vom Kassenführer aufgestellte
Jahresrechnung festzustellen, mit allen Belegen dem Re-
visionsausschuss zur Prüfung vorzulegen und im Laufe
des Monates April des nächsten Jahres die Abnahme der
Jahresrechnung bei der Generalversammlung zu bean-
tragen.
Anlage der Kassengelder.
In der Kasse muss zur Deckung der laufen-
den Ausgaben stets ein entsprechender Baarbestand vor-
(...)nden sein, weicher jedoch der Regel nach den Betrag
einer Monatsausgabe nicht übersteigen darf Die hierübes
hinausgehenden Bestände müssen auf den Namen der
Kasse nach Vorschrift des Art. 36 des Kranken-Versiche-
rungsgesetzes angelegt werden.
Werthpapiere der Kasse, welche nicht lediglich zur
vorübergehenden Anlegung zeitweilig verlügbarer Be-
triebsgelder für die Kasse erworben werden, sind bei dem
Generaleinnehmer niederzulegen.
Die Hinterlegungsscheine darüber sind mit den Kassen-
bestanden zu verwahren.
Organe der Kasse.
Organe der Kasse sind der Vorstand und
die Generalversammlung.
Der Vorstand besteht
a) aus dem Direktor der Fabrik als Vorsitzenden oder
dem von ihm zu ernennenden Vertreter als Vorsitzenden,
und dem Kassenführer, weleher zugleich Viceprasident ist;
letzterer wird vom Direktor auf die Dauer von zwei
Jahren genannt ;
b) aus vier, von der Generalversammlung ohne Mit-
wirkung der Vertreter der Firma aus der Mitte der
stimmberechtigten Kassenmitglieder auf die Dauer von
zwei Jahren gewahlten Beisitzern.
Sobald die für Rechnung der Mitglieder zu
zahlenden Beitrage zwei Drittel der Gesammtbeiträge über-
steigen, ist bei der nächsten Wahl ein fünfter Beisitzer
und, sobald sie funf Siebentel übersteigen, ein sechster
Beisitzer zu wählen.
Die Wahl erfolgt durch verdeckte Stimm-
zettel in der Weise, dass jeder Wählende so viele Namen
aufschreibt, wie Vorstandsmitglieder zu wählen sind.
Gewahlt sind diejenigen, welche einfache Stimmen-
mehrheit erhalten, Stimnen, welche auf nicht Wahl-
bare fallen oder die Gewahlten nicht deutlich bezeich-
nen, werden nicht mitgezählt. Bei Stimmengleichheit, ent-
scheidet das vom Vorsitzenden zu ziehende LOOS.
Die Wahl wird im Auftrage des Vorstandes von dessen
Vorsitzenden oder von einem zu diesem Zwecke bestellten
Vertreter geleitet. Nur die erste Wahl nach Errichtung
der Kasse, sowie spätere Wahlen, ber welchen ein Vor-
stand nicht vorhanden ist, werden von, einem Beauftragten
der Aufsichtsbehörde geleitet.
Jedes Jahr scheiden abwechselnd zwei Bei-
sitzer aus. Die zwei Beisitzer, welche am F(…)nde des ersten
Jahres ausscheiden, werden durch das Loos bestimmt. Die
Neuwahl findet im Dezember statt. Wiederwahl ist zulässig.
Die Gewählten treten ihr Amt am 1. Januar des folgenden
Jahres an. Bis zum Eintritt derselben haben die Ausschei-
denden ihr Amt weiter zu führen.
Scheiden mehr als zwei Beisitzer vor Ablauf ihrei Amts-
dauer aus, so muss alsbald eine Generalversammlung zur
Ersatzwahl für alle ausgeschiedenen Beisitzer berufen
werden
Die Amtsdauer der Ersatzmänner erlischt mit
dem Jahre, in welchem diejenige der ausgeschiedenen Bei-
sitzer erloschen sein würde.
Ueber jede Wahlverhandlung ist ein Protokoll
aufzunehmen. Der Vorstand hat über jede Aenderung in
semer Zusammensetzung und über das Ergebniss jeder
Wahl der Aufsichtsbehörde binnen einer Woche Anzeige-
zu erstatten.
Rechte und Pflichten des Vorstandes.
Art 52 Der Vorstand vertritt die Kasse gerichtlich und
aussergerichtlich. Diese Vertietung erstreckt sich auch auf
diejenigen Geschäfte und Rechtsverhandlungen, für welche
nach dem Gesetze eine besondere Vollmacht erforderlich ist.
Verträge werden namens der Kasse von dem Vor-
sitzenden des Vorstandes und zwei Beisitzern vollzogen.
Bei allen übrigen Rechtsgeschäften und Erklarungen ver-
tritt der Vorsitzende den Vorstand nach aussen.
Der Ausweis des Vorstandes oder seines Vorsitzenden bei
allen Rechtsgeschäften wird durch eine Bescheinigung der
Aufsichtsbehorde bewirkt. Der Vorstand verwaltet alle An-
gelegenheiten der Kasse, soweit dieselben nicht durch las
Gesetz oder Statut ausdrücklich der Generalversammlung
übertragen sind.
Der Vorsitzende beruft den Vorstand, so oft
dies die Lage der Geschafte erfordert. Er muss den Vor-
stand binnen zehn Tagen berufen, wenn zwei Beisitzende
dies beantragen. Die Berufung erfolgt durch Rundschreiben.
Der Vorstand kann ein Vorstandsmitglied,
welches ohne genügende Entschuldigung aus der Vor-
standssitzung wegbleibt, oder zu spät erscheint, in eine
Ordnungsstrafe bis zu 2 Fr. nehmen.
Der Vorstand ist beschlussfahig, wenn der
Vorsitzende oder sein Stellvertreter und mindestens drei
Beisitzer anwesend sind. Die Beschlüsse werden mit ein-
facher Stimmenmehrheit gefasst; bei Stimmengleichheit
entscheidet der Vorsitzende.
Die Beschlüsse sind in einem besondern Buche einzu
tragen.
Jedem Vorstandsmitgliede steht das Recht zu,
sich durch Krankenbesuche von dem Gesundheitszustande
der als krank gemeldeten Personen zu überzeugen.
Auch kann der Vorstand besondere Krankenkontroleure
bestellen.
Die Vorstandsmitglieder versehen ihr Amt
unentgeltlich; erhalten aber fur versaumte Arbeitszeit eine
entsprechende Entschädigung.
Die Mitglieder des Vorstandes haften der Kasse
fur pflichtmassige Verwaltung gemass Art. 38 des Kranken-
versicherungsgesetzes.
Zusammenstellung der Generalversammlung.
Die Generalversammlung besteht
Aus sammtlichen Kassenmitgliedern, welche grossjahrig
und im Besitze der burgerlichen Rechte sind, mit Aus-
nahme derjenigen, welche der Kasse auf Grund des Art. 6
angehoren, sowie aus zwei Vertretern des Arbeitgebers
Jedes Kassenmitglied fuhrt eine Stimme. Die Vertreter
des Arbeitgebers fuhren eine Stimme fur je zwei in der
Fabrik beschaftigte versicherungspflichtige und stimmbe-
rechtigte Mitglieder der Generalversammlung.
Geschäftsordnung der Generalversammlung.
Die Generalversammlung wird vom Vorstande
unter Angabe der Verhandlungsgegenstande durch einen
mindestens drei Tage vorher zu bewirkenden Anschlag in
den Fabrikräumen berufen. Im Dezember eines jeden
Jahres findet eine ordentliche Generalversammlung zur
Vornahme der Wahl des Revisionsausschusses und der
erforderlichen Neuwahlen fur den Vorstand statt. Ausser-
ordentliche Generalversammlungen beruft der Vorstand
nach Bedürfnis. Die Berufung der Generalversammlung
muss binnen zwei Wochen erfolgen, wenn der vierte
Theil ihrer Mitglieder es beantragt. Jede vorschrifts-
mässig berufene Generalversammlung ist beschlussfahig.
Die Leitung der Generalversammlung steht den von
der Firma zu bezeichnenden Vertretern derselben zu.
Beschlusse der Generalversammlung werden, soweit für
einzelne Gegenstande durch dieses Statut nicht etwas an-
deres bestimmt ist, mit einfacher Stimmenmehrheit der
in der Versammlung vertretenen Stimmen gefasst. Bei
Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
Ausser den von ihr vorzunehmenden Wah-
len liegt der General-Versammlung ob
1. Die Abnahme im Monat April der Jahresrechnung
und die Wahl eines Revisionsausschusses von drei Per-
sonen, welche nicht Kassenmitglieder zu sein brauchen,
zur Prufung der Jahresrechnung ;
2. Beschlussnahme uber die Verfolgung von Ansprüchen,
welche der Kasse gegen Vorstandsmitglieder aus deren
Amtsführung erwachsen, und die Wahl der damit zu be-
auftragenden Personen ;
3. Beschlussnahme uber Aenderung der Statuten,
namentlich auch uber Abanderung der Unterstützungen
und Beitrage, soweit sie nicht statutenmassig dem
Vorstande zustehen oder infolge einer veranderten Fest-
setzung der ortsublichen Tagelohne eintreten ;
4. Beschlussnahme uber Antrage der Firma auf Auf-
losung der Kasse.
5. Regelung der freien arztlichen Behandlung und der
freien Lieferung von Arzneien nach Anhorung des Medi-
zinalkollegiums ;
Bei der Beschlussnahme und bei den Wahlen zu 1 und 2
ruhen die Stimmen der Vertreter der Firma.
Die Verhandlungen werden in Abwesenheit derselben
von einem von der Generalversammlung aus ihrer Mitte
zu wahlenden Vorsitzenden geleitet.
Im Uebrigen finden auf die Vornahme der erforder-
lichen Wahlen die Bestimmungen im Art. 50 Anwendung.
Die Auflosung der Kasse kann nur mit zwei
Drittel der vertretenen Stimmen beschlossen werden.
Streitigkeiten.
Streitigkeiten, welche zwischen den Mitglie-
dern oder der Firma einerseits und der Kasse andererseits
uber die Verpflichtung zur Leistung oder Einzahlung von
Beitragen oder uber Unterstutzungsanspruche entstehen,
werden von der Aufsichtsbehorde entschieden. Gegen die
Entscheidung findet binnen 14 Tagen nach deren Zustel-
lung die Berufung auf dem Rechtsweg mittelst Erhebung
der Klage statt. Die Entscheidung ist vorläufig vollstreck-
bar soweit es sich um Streitigkeiten handelt, welche Un-
terstutzungsanspruche betreffen.
Beaufsichtigung der Kasse.
Die Aufsicht uber die Kasse wird unter
Oberaufsicht des von der Grossh. Regierung hierzu dele-
girten Gewerbeinspektors wahrgenommen.
Vorstehendes Statut ist von der Firma Villeroy & Boch
zu Siebenbrunnen, nach Anhorung der in ihrer Fabrik zu
Siebenbrunnen beschaftigten Personen aufgestellt worden
und tritt am 1. Dezember 1902 in Kraft.
Arrêté du 12 novembre 1902, portant approbation
des statuts de la caisse de fabrique de la société
anonyme de Marcinelle et Couillet à Rodange.
LE MINISTRE D'ÉTAT, PRÉSIDENT
DU GOUVERNEMENT ;
Vu la loi du 31 juillet 1901, concernant l'as-
surance obligatoire des ouvriers contre les
maladies ;
Attendu que la société anonyme de Marcinelle
et Couillet, qui se trouve dans les conditions pré-
vues par la loi, a manifesté l'intention d'instituer
une caisse spéciale de secours en cas de maladie
pour les ouvriers de ses mines et minières de
Rodange .
Attendu que les statuts de cette caisse, établis
conformément aux dispositions légales, sont en
concordance avec les lois et règlements ;
Arrête
Gegenwärtiger
Beschluß nebst dem
dazu gehörigen Kassmnatut soll im „Memoüa!"
veröffentlicht weiden.
Luxemburg, den 12. November 1902.
Der Staatsminlfler, Präsident
der Negieiung,
E y s ch e n.
Statuten der Krankenkasse der Angestellten und Arbeiter des Bahn- und Erzbetriebs der Luxemburger
Secundärbahnen in Luxemburg.
Name und Sitz der Kasse.