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Großherzogthums Luxemburg.

8 Articles / Dispositions · Luxembourg
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Table des dispositions (8)

Texte législatif (8 Articles)

Großherzogthums Luxemburg.

Memorial

des

Großherzogthums Luxemburg.

Erster Theil.

Acte der Gesetzgebung

und der allgemeinen Verwaltung.

DU

GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG.

PREMIÈRE PARTIE.

ACTES LÉGISLATIFS

ET D'ADMINISTRATION GÉNÉRALE.

Dinstag, 27 December 1859.

MARDI , 27 décembre 1859.

Gesetz vom 17. December 1859, durch welches

die mit dem Herzogthum Nassau getroffene

Uebereinkunft behufs Zulassung luxembur-

gischer jungen Leute in die Militär Schule

zu Wiesbaden, gutgeheißen wird.

Wir

Wilhelm

III,

von Gottes Gnaden,

König der Niederlande, Prinz von Oranien-

Nassau, Großherzog von Luxemburg, u., u., u.

Nach Anhörung Unseres

Staatsrathes;

Mit Zustimmung der Versammlung der Land-

staute;

Haben verordnet und verordnen

Einziger Artikel.

Die am 15. März 1859 zwischen den beidersei-

tigen Regierungen des Großherzogthums und des

Herzogthums Nassau

geschlossene

Uebereinkunft

behufs Zulassung luxemburgischer jungen Leute

in die Militär-Schule zu Wiesbaden, ist gutge-

heißen.

Besehlen und verordnen, daß gegenwärtiges

Gesetz ins "Memorial" eingerückt werde, um von

allen, die es betrifft, vollzogen und befolgt zu

werden.

Walferdingen, den 17. Dezember 1859.

Für den König-Großherzog

Dessen Statthalter im Großherzogthum,

Heinrich,

Prinz der Niederlande

Loi

du 17 décembre 1859, approuvant la con-

vention conclue avec le duché de Nassau, pour

l'admission de jeunes gens Luxembourgeois

à l'école militaire de Wiesbaden.

Nous GUILLAUME III, par la grâce de Dieu, Roi

des Pays-Bas, Prince d'Orange-Nassau, Grand-Duc

de Luxembourg, etc., etc., etc.;

Notre Conseil d'État entendu;

De l'assentiment de l'Assemblée des États;

Avons ordonné et ordonnons

Großherzogthums Luxemburg.

s wird eine neue Emission Kupfermünze im

etrage von hunderttausend Franken, wo-

von neunzigtausend Franken in Zehn-Cen-

times-Stücken, und zehntausend Franken in

Fünf-Centimes-Stücken, stattfinden.

Arrêté du 19 décembre 1859, décrétant une nou- velle émission de monnaie de cuivre de cent mille francs.

Il y aura une nouvelle émission de monnaie de

cuivre d'une somme de cent mille francs, dont

quatre-vingt-dix mille francs en pièces de dix

centimes, et dix mille francs en pièces de cinq

centimes.

Großherzogthums Luxemburg.

Die Bestimmungen der Art. 1 , 3 und 4 des

Königl.-Großherzoglichen Beschlusses vom 1. März

1854 (Mem. a. F., S . 215) sind anwendbar auf

diese neue Emission.

Arrêté du 19 décembre 1859, décrétant une nou- velle émission de monnaie de cuivre de cent mille francs.

Les dispositions des articles 1er, 3 et 4 de l'ar-

rêté royal grand-ducal du 1er mars 1854 (Mém.

a. f., page 215), sont rendues applicables à cette

nouvelle émission.

Großherzogthums Luxemburg.

Gegenwärtiger Beschluß soll ins "Memorial"

eingerückt werden.

Luxemburg, den 19. December 1859.

Der General-Director der Finanzen,

U l v e l i n g.

Arrêté du 19 décembre 1859, décrétant une nou-

velle émission de monnaie de cuivre de cent

mille francs.

LE DIRECTEUR-GÉNÉRAL DES FINANCES;

Vu la loi du 9 décembre dernier (Mém. I p.

304), portant

Le Gouvernement est autorisé à frapper de la

monnaie de cuivre jusqu'à concurrence d'une

valeur, de cent mille francs;

Arrête

Arrêté du 19 décembre 1859, décrétant une nou- velle émission de monnaie de cuivre de cent mille francs.

Le présent arrêté sera inséré au Mémorial.

Luxembourg, le 19 décembre 1859.

Le Directeur-général des Finances,

ULVELING.

Luxemburg. — Druck von V. Bück.

Großherzogthums Luxemburg.

La convention conclue le 15 mars 1859 entre

le Gouvernement du Grand-Duché et celui du

duché de Nassau, pour l'admission de jeunes

gens Luxembourgeois à l'école militaire de Wies-

baden, est approuvée.

Mandons et ordonnons que la présente loi soit

insérée au Mémorial pour être exécutée et obser-

vée par tous ceux que la chose concerne.

Walferdange, le 17 décembre 1859.

Pour le Roi Grand-Duc

Son Lieutenant-Représentant dans le

Grand-Duché.

N° 43.

Der Staatsminister,

Präsid. der Regierung,

Simons.

Durch den Prinzen

Der

Secretär,

G. d'Olimart.

Le

Ministre

d'État,

Président du Gouverne-

ment,

SIMONS.

HENRI,

PRINCE DES

PAYS-BAS.

Par le Prince

Le Secrétaire,

G. D'OLIMART.

Convention.

Zwischen dem Oberst-Lieutenant von Heemskerk, Flügeladjutant Sr. M. des Königs der Nieder-

lande, Großherzogs von Luxemburg, Commandant des Großherzoglich-Luxemburgischen Bundes.

Contingents, einerseits, und dem Major Freiherrn von Reineck, Flügeladjutant Sr. Hoheit des

Herzogs von Nassau, anderseits, als Committirten ihrer resp. Regierungen, ist folgende Ueberein-

kunft über Aufnahme Großherzoglich - Luxemburgischer Offiziers-Aspiranten in die Herzoglich.

Nassauische Militärschule, vorbehaltlich höherer Genehmigung, abgeschlossen worden.

§. 1.

Es Können Offiziersaspiranten des Großherzoglich Luxemburgischen Contingents in Herzoglich

Nassauische Militärschule unter folgenden Bestimmungen aufgenommen werden.

§. 2.

Die Aspiranten dürfen das achtzehnte Lebensjahr nicht- überschritten haben.

§ . 3 .

Die Aspiranten, welche vom Commando des Luxemburgischen Contingents zur Ausnahme prä-

sentirt werden, haben das für den Eintritt vorgeschriebene Examen bei der Nassauischen Militärschule

abzulegen.

Das Lateinische wie das Englische ist jedoch nicht obligat.

§.

4.

Se. Maj. der König-Großherzog geben den Luxemburgischen Kadetten dieselbe Uniform wie sie

für die Nassauischen Cadetten vorgeschrieben ist, nur mit der Luxemburgischen Cocarde.

§. 5.

Nach erfolgter Ausnahme werden diese Cadetten in Bezug auf Unterricht, Disciplin und Be-

handlung den Herzoglichen Cadetten ganz gleich gehalten.

§ . 6 .

Conduitenlisten und Uebersichtstabellen über den wissenschaftlichen Standpunkt der jungen Leute

werden quartaliter dem besagten Commando von der Herzoglichen Militärschul-Direction direct

mitgetheilt.

§.7.

Die Schüler haben das Uebertritts- sowie das Austritts-Examen gleich den Herzoglichen Militär-

schülern abzulegen.

Das Resultat wird ebenfalls mitgetheilt.

§ . 8 .

Die Großherzoglich Luxemburgischen Cadetten können während des Cursus nur mit den Conesns

ihrer Regierung, oder wegen sehr großen Mangels an Fleiß, oder so schlechten Betragens, daß

ihr Beispiel nachtheilig auf die übrigen Schüler einwirken würde, entlassen werden.

§.9.

Wenn die Zahl der Großherzoglich-Luxemburgischen Cadetten zwei in jeder Classe, resp. vier

im Ganzen nicht übersteigt, so sind für jeden Schüler jährlich fünfhundert Gulden Rheinisch zu

zahlen. Sollten mehr aufgenommen werden, so reichen die jetzigen Räumlichkeiten nicht aus und

es sind dann außer jenen fünfhundert Gulden pro Schüler noch für je zwei Schüler fünftausend

Gulden Capital ein für allemal zu zahlen, um die nöthigen Neubauten effectuiren zu können. In

den fünfhundert Gulden sind sämmtliche Kosten einbegriffen: erste Equipirung und Unterhaltung

der Kleidung und Wäsche, Kost, Unterricht, Sold, Taschengeld, Menage, Krankenverpslegung,

Casernement u. u., so daß die Kadetten weiter keines Zuschusses bedürfen.

§. 10.

Die Gelder sind direct von dem mehrgenannten Commando an die Schuldirection quartaliter

pränumerando zu entrichten, und hat diese überhaupt nur mit dem Großherzoglich-Luxemburgischen

Militär-Commando und nicht mit den Angehörigen der Schüler in Verbindung zu treten.

§. 11.

Von Haus haben die Großherzoglichen Cadetten mitzubringen gleich den Herzoglichen Cadetten

6 Hemden,

6 Paar Unterhosen,

Socken,

Stiefel,

Schuhe,

lederne Handschuhe,

12 Schnupftücher,

6 Handtücher,

6 Servietten, und

außerdem ein Eßbesteck, einen Serviettenring, ein Wasserglas, Zahn-, Nagel- und Haarbürste und

Kamm.

Geschehen Wiesbaden, den 15. März 1859.

G. von Heemskerk,

Oberst-Lieutenant-Adjutant S. M. des Königs

der Niederlande, Großherzogs von Luxemburg,

Kommandant des Luxemburger-Bundes-Con-

tingents.

(L. S.)

Fhr von Keineck,

Major und Flügeladjutant Seiner Hoheit

des Herzogs.

(L. S.)

Appartient à la loi du 17 décembre 1859.

Le Secrétaire pour les affaires du Grand-Duché,

G. D'OLIMART.

Beschluß vom 19. December 1859. eine neue

Emission

von

hunderttausend Franken

Kupfermünze verordnend.

Der General-Director der Finanzen;

Nach Einsicht des Gesetzes vom 9. November

etzthin (Mem. T. I, S . 305), welches lautet

„Die Regierung ist ermächtigt Kupfermünze

„bis zum Betrage von hunderttausend Franken

„zu prägen;"

Beschließt

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