des Großherzogthums Luxemburg.
Table des dispositions (61)
Texte législatif (61 Articles)
Nummer 4.
( 45 )
Jahr 1843.
Verordnungs- und Verwaltungsblatt
des Großherzogthums Luxemburg.
Akte der Gesetzgebung.
Gesetz
über die Zuständigkeit der Friedensrichter
in Civilsachen.
Wir W i l h e l m II, von Gottes Gnaden,
König der Niederlande, Prinz von Oranien-
Nassau, Großherzog von Luxemburg, u., u. , u .
Haben, nach eingeholtem Gutachten der Land-
stände Unsers Großherzogthums, verordnet und
verordnen wie folgt
Die Friedensrichter erkennen in allen rein per-
sonlichen oder Mobilien betreffenden Sachen in
letzter Instanz, bis zum Werthe von fünf und
dreißig Gulden, und vorbehaltlich dir Berufung,
bis zum Werthe von siebenzig Gulden.
Die Gold- und Silberarbeiten können in Zu-
kunft in dem Großherzogthüm fabricirt
und
zum Verkaufe ausgestellt werden mit jedem Ge-
halte, welcher der Fabrikant ihnen zu geben
für gut findet, jedoch unter der Bedingung, sie
mit seinem Fabrik-Stempel zu versehen, wel-
cher den Gehalt des Metalles angiebt.
Es wird zu Luxemburg ein. Central-Comité
für Unterstützungen gebildet, bestehend aus den
Herren
Ferdinand Pescatore, Mitglied der Land-
stände,
Dutreur, General-Einnehmer des Groß-
herzogthums,
P. C. Würth, Schösse der Stadt Luxem-
burg,
Augustin Schlinck, Kaufmann,
Ioh. Peter K u b o r n , Kaufmann,
alle wohnhast zu Luxemburg.
Die Bürgermeister und Schöffen der Städte
und Gemeinden haben unverzüglich die Ver-
zeichnisse der in den respectiven Gemeinden vor-
handenen Hunde, welche der Abgabe unterliegen,
aufzustellen.
Sie erkennen über die Klagen auf Züchtung
von Interessen, Ausstanden von Renten,
Mieth-oder Pachtgeldern, wenn das Capital mit
Hinzurechnung der Interessen, welche den Gegen-
stand der Klage bilden, oder der Betrag der
Actes Législatifs.
LOI
sur la compétence des juges de paix
en matière civile.
Nous GUILLAUME II, PAR LA GRACE DE DIEU ,
Roi DES PAYS-BAS,
PRINCE D'ORANGE-NASSAU,
GRAND-DUC DE LUXEMBOURG.,.etc., etc., etc. ;
Nous avons, après avoir pris l'avis des Etats
de Notre Grand-Duché, ordonné et Nous ordon-
nons ce qui suit
ART. 1ER.
Les juges de paix connaissent de toutes actions
purement personnelles ou mobilières, en dernier
ressort, jusqu'à la valeur de trente-cinq florins, et,
à charge d'appel, jusqu'à la valeur de soixante-dix
florins.
A R T . 2.
Ils connaissent des demandes en paiement d'in-
térêts, d'arrérages de rentes, de loyers et fer-
mages, lorsque le capital réuni aux intérêts for-
mant l'objet de la demande, ou le montant des
loyers ou fermages pour toute la durée du bail,
LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF
DU GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG.
Mieth- oder Pachtgelder für die ganze Dauer
des Contractes, nicht die durch den vorherge-
henden Artikel bestimmten Granzen überschreitet.
Die Verbindlichkeit, welche das Gesetz vom
concernant la suppression, en partie, de
l'administration de la garantie des ma~
tières d'or et d'argent
Nous GUILLAUME II, par la grâce de Dieu,
Roi DES PAYS-BAS, PRINCE
D'ORANGE-NASSAU,
GRAND-DUC DE LUXEMBOURG, etc., etc., etc.,
Revu la loi du 19 brumaire an VI, et les arrêtés
des 14 septembre et 22 novembre 1814 et 6 février
1817 ;
Considérant que par suite de l'adjonction de
Notre Grand-Duché de Luxembourg à l'union
douanière allemande, les précautions introduites
par la législation jusque-là en vigueur, pour dé-
fendre la fabrication des matières d'or et d'argent
contre la concurrence étrangère, et pour procurer
à nos sujets une garantie légale de la valeur des
métaux versés dans le commerce, sont devenues
illusoires ;
Qu'il importe de mettre le commerce de Nos
sujets Luxembourgeois sur un pied de parfaite éga-
lité avec le commerce analogue des autres Etats du
Verein ;
Avons, de l'avis de Nos états du Grand-Duché,
ordonné et ordonnons ce qui suit ;
ART. 1er
Les ouvrages d'orfévrerie et d'argenterie pour-
ront à l'avenir être fabriqués dans le Grand-Duché
et être exposés en vente au titre qu'il conviendra
au fabricant de leur donner, mais à charge de les
revêtir du poinçon de sa fabrique, énonçant le titre
du métal.
ART. 2.
L'obligation imposée par la loi du 19 brumaire
1 te Beilage zur Nr 4.
an VI, aux fabricans et vendeurs d'objets d'orfé-
vrerie et d'argenterie, de faire, par l'administration
de la garantie, constater les titres des ouvrages
d'or et d'argent, ainsi que les lingots de ces ma-
tières, est rendue facultative, avec exemption de
l'impôt établi par celte loi.
ART. 3.
Un essayeur nommé par Nous et assermenté, sera
chargé de vérifier, au moyen de poinçons fournis
par l'Etat, et aux titres jusqu'ici en usage, les ou-
vrages d'orfévrerie et d'argenterie que les fabricans
et autres vendeurs voudront exposer en vente avec
garantie légale du litre.
Das Comité ernennt aus seinen Mitgliedern
Actes Administratifs,
ARRÊTÉ
Portant création d'un Comité central, et
de Comités cantonaux pour la .distri-
bution de secours aux Habitans né-
cessiteux.
( 1er Don. — N° 4418. — 1842. — I.G.)
Luxembourg, le 6 janvier 1843.
LE CONSEIL DE GOUVERNEMENT DU GRAND-DUCHÉ,
Revu son arrêté du 22 décembre dernier, con-
cernant la distribution de secours aux habitans né-
cessiteux, et notamment l'art. 9 ;
Voulant en assurer l'exécution par des disposi-
tions réglementaires ;
ARRÊTE
DU COMITÉ CENTRAL.
ART.
1ER.
Il est crée à Luxembourg, un comité central de
secours composé de
MESSIEURS
Ferdinand Pescatore, membre des états,
Dutreux, receveur-général du Grand-Duché,
P. C. Wurth, échevin de la ville de Luxembourg,
Augustin Schlinck, négociant,
Jean-Pierre Kuborn, négociant,
tous domiciliés à Luxembourg.
ART. 3.
Le comité nommera dans son sein
Akte der Verwaltung.
( 59 )
einen Präsidenten,
einen Sekretär,
einen Cassenführer, beauftragt mit der Ein-
nahme und der Ausgabe des Geldes, und mit
der Führung der darauf bezüglichen Register.
Sofort nach Vollendung dieser Verzeichnisse,
haben sie zur Anfertigung der Rollen zu schrei-
ten, zu welchem Zwecke sie sich durch die Ge-
meinde-Empfänger unterstützen lassen können.
Sie werden nebst dem Gegenwärtigen die
sowohl für die Aufstellung der Verzeichnisse, als
für die Anfertigung der Rollen erforderlichen
Druckbogen erhalten.
Sie erkennen über dieselben Klagen, gleichviel
wie hoch das Capital oder der Betrag der Mieth-
oder Pachtgelder für die ganze Dauer des Con-
tractes sich belaufen mag, wenn der Betrag
der Interessen, der Rückstände, der Mieth- oder
Pachtgelder, welche den Gegenstand der Klage
bilden, nicht ihre Zuständigkeit übersteigt, und
der Titel nicht bestritten ist.
Ein von Uns ernannter und beeidigter Pro-
birer wird beauftragt sein, mittelst Stempel,
welche vom Staate geliefert werden, und nach
den bisher üblichen Gehalten, die Gold- und
Silberarbeiten, welche die Fabrikanten und an-
dere Verkäufer unter gesetzlicher Sicherheit des
Gehaltes zum Verkaufe ausstellen wollen, zu
verificiren.
Das Comité ist ausschließlich beauftragt mit
dem Ankaufe von Lebensmitteln, welche zu Un-
terstützungen bestimmt sind, und mit der Ver-
theilung derselben unter die Cantons. Dasselbe
wird einen Magazins-Verwalter
ernennen,
welchem es obliegt, die Lebensmittel in Emp-
fang zu nehmen, und sie in die Cantons zu
schicken, nach den durch das Comité zu bestim-
menden Verhältnissen. Diese Lebensmittel können
bestehen in Getreide, Erbsen, Reis, Salz und
Kartoffeln.
Da diese letztern sich durch den Transport
verschlechtern, so darf deren nur so lange ver-
lheilt. werden, als man solche am Orte, wo sie
zur Consumtion kommen, findet.
Diese letzteren sollen am 14 und am 21. Fe-
bruar bekannt gemacht, werden, und vom 14.
bis zum 25. desselben Monats öffentlich ange-
schlagen bleiben ; daß solches geschehen, ist am
Schlüsse der Rollen durch die Ortsbehörden zu
constatiren.
Die Reklamationen gegen die Aufzeichnung
werden bis zum 25ten Februar
angenommen
werden.
Diese Bestimmungen beziehen sich auch auf
die Mieth-Gelder, Pachtgelder, Interessen und
Renten, welche in Lebensmitteln Und solchen
Leistungen bestehen, die sich nach den Markt-
preisen schätzen lassen.
Les litres en usage, suivant l'article précédent,
sont au nombre de trois, pour les ouvrages d'or, et
de deux, pour les ouvrages d'argent.
Pour l'or, le titre premier est de 916/1000 2/3 ou 22
karats, le second, de 833/1000 ¼ ou 20 tarais, le troi-
sième de 750/1000 ou 18 karats.
Pour l'argent, le premier titre est de 934/1000 1 / 3 6 , o u
11 deniers 5 grains, et le second, de 833/1000, ou 10
deniers.
ART. 5.
Les fabricans de faux poinçons imitant ceux de
l'Etat, et ceux qui en feraient usage, seront con-
damnés aux peines prononcées par l'article 141 du
code pénal.
Die nach dem vorhergehenden Artikel ge-
bräuchlichen Gehalte sind drei für die Gold- u.
zwei für die Silberarbeiten.
Für das Gold ist der erste Gehalt von 916/1000 2/3
oder 22 Karaten, der zweite von 833/1000 1/4 oder
20 Karaten, der dritte von 750/1000 oder 18 Ka-
raten.
Für
das Silber ist der erste Gehalt von
934/1000 1/36, oder 11 Deniers 5 Gran, und der zweite
von 833/1000 1/3, oder 10 Deniers.
Auf dem Lande kann keine Unterstützung in
Geld gegeben werden.
Um 28. desselben Monats Februar hat sich
der Gemeinderath zu vereinigen, um über die
eingegangenen Reklamationen zu entscheiden,
und die Rolle abzuschließen, welche sofort auf
dem gewöhnlichen Geschaftswege zur Geneh-
migung einzureichen ist.
Die Friedensrichter erkennen gleichfalls über
die Klagen, welche Auflösung eines Mieth-
oder Pachtvertrags, und über diejenigen, welche
die Austreibung beim Ablaufe des Contractes
zum Gegenstande haben, wenn der Werth der
Mieth- oder Pachtgelder, für die ganze Dauer
des Vertrages, nicht die Granzen ihrer Zu-
ständigkeit übersteigt.
Wer falsche Stempel, welche die des Staates
nachahmen,
verfertigt, oder von solchen Ge-
brauch macht, soll zu den durch den Art. 141
des Strafgesetzbuches angedrohten Strafen ver-
urtheilt werden.
Das Comité ist, was den Ankauf von Lebens-
mitteln betrifft, keiner bestimmten Regel unter-
worfen. Jedenfalls aber hat dasselbe darauf zu
sehen, daß seine Operationen keine bemerkens-
werthe Steigerung in dem Preise der Gegen-
stände, die es anschafft, zur Folge haben.
Es wird ausdrücklich den Gemeinde-Verwal-
Eingerückt in das Verordnungs- und Verwal-
tungs-Blatt, den 17. Januar 1843.
Der General-Sekretär, S i m o n s .
Inséré au Mémorial législatif et administratif
le 17 janvier 1843.
Le Secrétaire-général,
SIMONS,
( 66 )
tungen empfohlen, darauf zu sehen, daß die
Aufzeichnung, von der es sich handelt, mit der
größten Genauigkeit geschehe.
Gratificationen werden den Personen bewil-
ligt werden, welche dazu berufen sind, Auslas-
sungen oder Uebertretungen des Reglements
festzustellen.
Sie erkennen über die Klagen auf Bestäti-
gung oder Aufhebung von Beschlagnahmen zur
Sicherheit einer Forderung, und von, Arresten
gegen auswärtige Schuldner, wenn die Ursachen
dieser Maaßregeln in ihrer Zuständigkeit liegen.
Sie können in diesem Falle erlauben, im
Augenblicke und ohne vorhergeg'angenen Befehl
Beschlag anzulegen.
Geschieht Einspruch von Seiten Dritter, auf
den Grund von Ansprüchen und Summen, welche,
zusammengenommen, ihre Zuständigkeit über-
n'excèdent pas les limites fixées par l'article précé-
dent.
A R T 3.
Ils connaissent des mêmes demandes, à quelque
valeur que le capital ou le montant des loyer ou
fermages pour toute la durée du bail puisse s'é-
lever, lorsque le montant des intérêts, des arré-
rages, des loyers ou des fermages, formant l'objet
de la demande, n'excède pas leur compétence et
que le titre n'est pas contesté.
A R T .
4.
Sont compris dans ces dispositions les loyers,
fermages, intérêts et rentes consistant en denrées
et prestations appréciables d'après les mercuriales.
A R T . 5.
Les juges de paix connaissent de même des de-
mandes en résolution de bail et de celles en expul-
sion à son expiration, lorsque la valeur du
loyers ou fermages, pour toute la durée du bail,
n'excède pas les limites de leur compétence.
A R T . 6.
Ils connaissent des demandes en validité ou en
main-levée des saisies-gageries et des saisies sur
débiteurs forains, lorsque les causes de ces saisies
rentrent dans leur compétence.
Ils peuvent, dans ce cas, permettre de saisir à
l'instant et sans commandement préalable.
S'il y a opposition de la part de lier pour des
causes et des sommes qui, réunies, excèdent leur
compétence, ils renverront au tribunal d'arrondis-
( 46 )
( 47 )
steigen, so überweisen sie das Erkenntniß über
diese Klagen und Einsprüche an das Bezirks-
gericht.
Le bureau de garantie cessera d'être à charge de
la commune où réside l'essayeur. Celui-ci sera tenu
de placer son bureau dans un endroit d'un abord
facile au public, qu'il aura fait agréer par le Conseil
de gouvernement.
( 53 )
19. Brümaire des Jahres VI den Fabrikanten,
Verkäufern von Gold- und Silberarbeiten auf-
legt, durch die Verwaltung der Garantie
die
Gehalte derselben, so wie die Güsse dieser Me-
talle, constatiren zu lassen, ist frei gegeben,
mit Ausnahme der durch dieses Gesetz einge-
führten Abgabe.
Das Garantie.Büreau ist nicht mehr zu Last
der Gemeinde, wo der Probirer wohnt. Dieser
hat seitt Bureau an einen dem Publikum leicht
zugänglichen Ort zu legen, welchen er vom
Regierungs-Collegium genehmigen lassen-muß.
(
)
A r t . 7 .
Der Probirer ist verbunden eine Caution zu
stellen, dessen Betrag durch das Regierungs-
Collegium bestimmt wird.
Niemand wird zur Stelle eines Probirers
zugelassen, ohne vor einer Commission, welche
vom Regierungs-Collegium ernannt wird, eine
Prüfung bestanden, und von dieser Commission
ein Zeugniß der Fähigkeit erlangt zu haben.
Alle zu Unterstützungen bestimmten Fonds,
ohne Unterschied, woher sie kommen, sollen zur
Verfügung des Comités gestellt werden, welchem
die Bezahlung der Ankaufe obliegt.
Der Cassenführer kann nicht anders eine Zah-
lung leisten, als auf Einhändigung eines Man-
dats, welches vom Präsidenten, vom Sekretär
un Président,
un Secrétaire,
un Caissier, chargé de la recette et de la dé-
pense en deniers, et de la tenue des registres y re-
latifs.
ART. 3.
Le Comité est chargé exclusivement de l'achât
des denrées destinées à être données en secours, et
de les distribuer entre les cantons. Il nommera un
garde-magasin, qui sera chargé de recevoir les
denrées, et de les envoyer dans les cantons, dans
les proportions à fixer par le comité.
Ces denrées pourront consister en grains, pois,
riz, sel et pommes de terre.
Ces dernières, s'avariant par le transport, il n'en
sera distribué qu'autant que Ton trouvera à s'en
procurer dans les lieux de consommation.
ART. 4.
Aucun secours en argent ne pourra être donné
dans les campagnes.
ART. 5.
Le comité n'est astreint à aucune règle détermi-
née pour l'achat des denrées. Il veille toutefois,
à ce que ses opérations n'occasionnent aucune
hausse notable dans les prix des objets dont il
doit se pourvoir.
ART. 6
Tous les fonds destinés au service des secours,
quelle que soit leur origine , seront mis à la dispo-
sition du comité chargé du paiement des achats
Le caissier ne pourra faire aucun paiement
sur la remise d'un mandat signé du Président
und von einem dritten Mitglich des Comités
unterzeichnet ist.
Die Distrikts-Commissare sind ermächtigt, sich
die Rollen durch Spezial-Commissäre zu ver-
schaffen, wenn sie ihnen nicht innerhalb der oben
bestimmten Fristen eingeliefert werden.
Die Friedensrichter erkennen, ohne Berufung,
bis zum Werthe von fünf und dreißig Gulden,
und, mit Berufung, und ohne Rücksicht auf
den Werth des Gegenstandes
1° Ueber Klagen wegen Schadens, welche
durch Menschen oder Thiere, auf Feldern, an
Früchten und Ernten zugefügt sind ; über Klagen
wegen Abschneiden von Baumasten, in Betreff
von Hecken , und der Reinigung von Gräben
oder Canälen, welche zur Wässerung der Grund-
stücke oder zur Betreibung der Gewerke die-
nen, wenn die Rechte des Eigenthums oder
die Servituten nicht bestritten sind ;
2° Ueber dem Miether zur Last fallende Re-
paraturen an Häusern und Pachtgütern ;
3° Ueber Entschädigungen, welche der Pach-
ter soder Mietherwegen Nicht-Genuß, erhebt,
wenn das Recht der Entschädigung nicht be-
stritten ist ;
4° Ueber die Verschlechterungen und Verluste
in den durch die Artikel 1732 und 1735 des bür-
gerlichen Gesetzbuches vorgesehenen Fallen ;
5° Ueber Ansprüche in Bezug auf die respec-
tiven Verbindlichkeiten von Leuten, welche tag-,
wochen-, monats- oder jahresweise arbeiten,
und von denjenigen, welche sie in Arbeit neh-
men; von Herrschaften und Gesinde, oder ge-
lohnten Dienstleuten ; von Lehrherrn und ihren
Arbeitern oder Lehrlingen ;
6° Ueber Klagen wegen wörtlicher Beleidi-
gungen, Zank und Gewalttätigkeiten, für wel-
che den Parteien nicht der Straf-Rechtsweg
offen steht.
Die Benehmungen des Comités mit dem Re-
gierungs-Collegium geschehen mündlich, und zur
Erleichterung desselben wird ein Mitglied des
Comités in der Eigenschaft als Commissär ab-
geordnet.
Doch sollen die Mittheilungen von allgemei-
nem und höherem Interesse auf schriftlichem
Wege geschehen.
Gegenwärtiger Beschluß soll in das Verord-
nungs- und Verwaltungsblatt eingerückt werden.
Das Negierungs-Kollegium,
de la
Fontaine,
Präsident.
Der General-Sekretär,
S i m o n s .
tions communales, de veiller à ce que le recense-
ment dont il s'agit, se fasse avec la plus grande
exactitude.
Il sera accordé des gratifications en faveur des
personnes appelées à constater les omissions ou con-
traventions au réglement.
ART. 6.
Les Commissaires de district sont autorisés à se
procurer les rôles par commissaires spéciaux, s'ils
ne leur ont pas été fournis dans les délais indiqués
ci-dessus.
ART. 7.
Le présent arrêté sera inséré au Mémorial légis-
latif et administratif.
Le Conseil de gouvernement,
DE LA FONTAINE, Président.
Le Secrétaire-général,
SIMONS.
B e k a n n t m a c h u n g ,
in Betreff eines Irrthums in dem Texte
des Gesetzes über die Patentsteuer.
Der
unterzeichnete General-Secretär der
Landstände und des Regierungs-Collegiums be-
zeugt, daß aus Irrthum in dem Artikel i des
Gesetzes über die Patentsteuer, welches in der
Nummer 3 des diesjährigen Memorials abge-
druckt ist, das Wort dernières in der achten
Zeile Seite 18 steht; daß dafür premières
classes zu lesen ist, so wie der ursprüngliche
Text des Gesetzes lautet, welcher von der
Staats-Kanzlei herrührt; und daß folglich die
deutsche Übersetzung in dem Sinne zu berich-
tigen ist, daß statt des Wortes letzten in der
9ten Zeile ersten zu setzen ist.
Luxemburg, am 13. Januar 1843.
Der General-Sekretär,
S i m o n s .
AVIS
sur une erreur dans le texte de la loi
sur les patentes.
Le Secrétaire-général des Etats et du Conseil de
Gouvernement, soussigné, certifie que c'est par
erreur que dans l'article 1er de la loi sur les paten-
tes, insérée au N° 3 du Mémorial de celte année,
le mot dernières a été placé dans la huitième ligne,
page 18 ; qu'il faut lire, premières classes, ainsi
que le porte le texte authentique de la loi, émané
de la Chancellerie d'Etat. Que partant la traduc-
tion en allemand doit être rectifiée en ce sens, que
le mot letzten, dans la neuvième ligne, doit être
remplacé par le mot ersten.
Luxembourg, le 13 janvier 1843.
Le Secrétaire général ,
SIMONS.
Zu Luxemburg, bei J. Lamort, Buchdrucker.
( 67 )
Das Central-Comités correspondirt mit den
Cantonal-Comités, Es wird sich durch dieselben
eine Darstellung von der Lage des Cantons,
von ihren' Quellen und von ihren Bedürfnissen
vorlegen lassen.
Von den Cantonal-Comités.
Die Anständigkeit bestimmt sich, wenn es sich
sement la connaissance de ces demandes et oppo-
sitions.
ART. 7.
Les juges de paix connaissent sans appel, jusqu'à
la valeur de trente-cinq florins, et, à charge d'ap-
pel, à quelque valeur que la demande puisse
monter
1° Des actions pour dommages faits, soit par les
hommes, soit par les animaux, aux champs, fruits
et récoltes ; des actions relatives à l'élagage des
arbres, aux haies et au curage, soit des fossés, soit
des canaux servant à l'irrigation des propriétés ou
au mouvement des usines, lorsque les droits de pro-
priété ou de servitude ne sont pas contestés ;
2° Des réparations locatives des maisons et
fermes ;
3° Des indemnités prétendues par le fermier ou
locataire, pour non-jouissance, lorsque le droit
d'indemnité n'est pas contesté ;
4° Des dégradations et pertes dans les cas prévus
par les articles 1732 et 1735 du code civil ;
5° Des contestations relatives aux engagemens
respectifs des gens de travail au jour, à la semaine,
au mois et à l'année, et de ceux qui les emploient ;
des maîtres et des domestiques ou gens de service à
gages ; des maîtres et de leurs ouvriers ou appren-
tis ;
6° Des actions pour injures verbales, rixes, voies
de fait, pour lesquelles les parties ne se sont pas
pourvues par la voie criminelle.
ART. 8.
La compétence, s'il s'agit d'une somme d'argent
( 48 )
ou d'un objet appréciable d'après les mercuriales,
sera déterminée par les conclusions du demandeur,
et dans tous les autres cas par-l'évaluation qu'il
sera tenu de donner, à peine de se voir refuser
toute audience.
Le défendeur pourra se libérer en acquittant le
prix de cette évaluation, sans préjudice aux intérêts
et aux dépens, s'il y a lieu.
ART. 9.
Les juges de paix connaissent en outre, à charge
d'appel
1° Des entreprises commises dans l'année, sur
les cours d'eau servant à l'irrigation des propriétés
et au mouvement des usines et moulins, sans pré-
judice des attributions de l'autorité administrative,
dans les cas déterminés par les lois et réglemens ;
des dénonciations de nouvel oeuvre, complaintes.
actions en réintégrande et autres actions possessoires,
fondées sur des faits également commis dans l'an-
née ;
2° Des actions en bornage et de celles relatives à
la distance prescrite par les lois, les réglemens par-
ticuliers et l'usage des lieux, pour les plantations
d'arbres ou de haies, lorsque la propriété n'est pas
contestée;
3° Des actions relatives aux constructions et tra-
vaux énoncés dans l'art. 674 du code civil, lors-
que la propriété ou la mitoyenneté du mur ne sont
pas contestées ;
4° Des demandes en pension alimentaire, lors-
qu'elles sont formées en vertu des articles 205, 206
et 207 du code civil, et que la pension demandée
n'excède pas trente-cinq florins à l'année.
von einer Geldsumme oder einem Nach den Markt-
preisen zu schätzenden Gegenstande handelt,
nach dem Antrage der Klage, und in allen an-
dern Fallen, nach den Akfchatzung, welche der
Kläger, bei Strafe der Verweigerung alles
Gehöres, vorzunehmen verbunden ist.
Der Verklagte kann sich durch Zahlung dieses
Schätzungswertes befreien, unbeschadet der
etwaigen Interessen und Kosten.
Die Friedensrichter erkennen außerdem, mit
Vorbehalt der Berufung
1° Ueber Unternehmungen, welche im Laufe
des Jahres, in Bezug auf den Lauf von Wasser,
welches zur Bewässerung von Grundeigenthum
oder zum Betriebe von Gewerken und Mühlen
dient, ausgeführt sind, unbeschadet der Befug-
nisse der Verwaltungsbehörde, in den durch die
Gesetze und Reglements bestimmten Fällen ;
über die Kündigung neuer Anlagen, Klagen
auf Schutz im Besitze, Wiedereinsetzung in den
Besitz oder andere Vesitzklagen, sich auf Hand-
lungen gründend, welche ebenfalls im Laufe des
Jahres vorgenommen sind ;
2° Ueber Klagen in Betreff der Granzen,
oder der nach den Gesetzen, besondern Reglements
und den Ortsgebräuchen einzuhaltenden Entfer-
nung für Baum- und Heckenpflanzungen, im
Falle das Eigenthum unbestritten ist ;
3° Ueber Klagen, welche die im Art. 674
des bürgerlichen Gesetzbuches erwähnten Bau-
ten und Arbeiten zum Gegenstande haben, wenn
das Eigenthum oder die Gemeinschaftlichkeit
der Mauer nicht bestritten sind ;
4° Ueber Klagen, welche auf Leistung von
Alimenten gehen, und in Gemäßheit der Ar-
tikel 205, 206 und 207 des bürgerlichen Ge-
setzbuches vorgebracht werden, wenn die einge-
klagten Alimente nicht mehr als fünf und dreißig
Gulden jährlich betragen.
( 49 )
Der Probirer erhält vom Staate einen Ge-
halt von jährlich Fl. 350. Er empfängt außer-
dem von den Betheiligten, welche die Probi-
rung und Stempelung verlangen, die unten be-
stimmten Gebühren.
Art.
Mit Ausnahme der Stempel, hat der Pro-
birer sich auf seine eigene Kosten mit Allem zu
versehen, was zur Ausübung seines Amtes nö-
thig ist, selbst der Stempelungs-Maschine.
Art.
11.
Der Probirer soll zum Probiren und zur
Angabe des Gehaltes nur solche Arbeiten von
einem Fabrikanten erhalten, welche schon den
Stempel dieses Fabrikanten tragen und deren
Fabrikation vollendet ist.
Ein besonderes Comité wird in jedem Can-
ton errichtet. Dasselbe soll bestehen aus einem
Mitglied«! der Landstände, als Präsidenten, und
dem Verwaltungs-Chef jeder Gemeinde.
Art.
10.
Dem Präsidenten des Cantonal-Comités liegt
als Spezial-Commissär in seinem Cantone be-
sonders ob, im Namen des .Regierungs-Colle-
giums die Ausführung der in den Artikeln 1,
3, 4 und 5 des Beschlusses vom 22. Dezember
vorgeschriebenen Maaßregeln zu überwachen und
zu beschleunigen.
Die Ausfertigungen der Berathschlagungen,
welche die Gemeinderäthe zur Ausführung die-
ser Artikel pflegen, sind zu übersenden
1. An das Regierungs-Collegium,
2. An das Central-Comité,
3. An den Präsidenten des Cantonal-Comités,
4. An das Wohlthätigkeils-Büreau.
du Secrétaire et d'un troisième membre du co-
mité.
ART. 7.
Les rapports du comité avec le Conseil de gou-
vérnement auront lieu verbalement, et afin de
faciliter ces rapports, un membre du Conseil sera
établi près du comité en qualité de commissaire.
Néanmoins les communications d'un intérêt géné-
ral et majeur, seront faites par écrit.
ART. 8.
Le comité central correspond avec des comités
de canton.
Il se fait rendre compte par eux de la situation
des cantons, de leurs ressources et de leurs be-
soins.
DES COMITÉS DE CANTON.
ART. 9.
Un comité particulier de secours est créé dans
chaque canton.
Il se composera d'un membre des États, prési-
dent, et du chef de l'administration de chaque
commune.
ART. 10.
Le président du comité cantonal est spécialement
chargé , en qualité de commissaire spécial dans son
canton, à l'effet de surveiller et d'accélérer, au nom
du Conseil de gouvernement, l'exécution des me-
sures prescrites par les articles 1, 3, 4 et 5 de l'ar-
rêté du 22 décembre.
Les expéditions des délibérations à prendre par
les conseils communaux, en exécution de ces articles,
seront adressées,
1° au Conseil de gouvernement,
2° au comité central,
3° au président du comité cantonal,
4° au bureau de bienfaisance.
(
)
(
)
Die Friedensrichter erkennen über alle Gegen-
und Compensations-Klagen, welche nach ihrer
Natur oder dem Werthe ihres Gegenstandes,
in den Granzen ihrer Zuständigkeit liegen, selbst
dann, wenn diese Klagen in den durch den Art.
i vorgesehenen Fällen, mit der Hauptklage zu-
sammen den Werth von siebenzig Gulden über-
steigen sollten. Außerdem gehören zu ihrer Er-
kenntniß, gleichviel, wie hoch sich der Gegen-
stand belauft, Gegenklagen auf Leistung von
Schaden und Interesse, welche ausschließlich
auf die Hauptklage selbst gestützt sind.
Art.
11.
Wenn jede der Haupt-, Gegen-oder Compensa-
tions-Klagen in den Granzen der Competenz
des Friedensrichters, als letzter Instanz, liegt,
so findet keine Berufung gegen seine Entschei-
dung statt.
Wenn die eine dieser Klagen von der Art
ist, daß sie nicht ohne Zulassung der Berufung
entschieden werden kann, so hat der Friedens-
richter über alle nur in erster Instanz zu sprechen.
Wenn die Gegen- oder Compensations-Klage
die Gränzen seiner Competenz übersteigt, so
kann er entweder das Urtheil über die Haupt-
Klage zurückhalten, oder mit dem Ganzen die
Partheien an das Bezirksgericht weisen, ohne
vorgängigen Vergleichsversuch.
Art.
12.
Sind mehrere Ansuchen, von derselben Par-
thei vorgebracht, in einer und derselben Klage
vereinigt,
so hat der Friedensrichter nur
in erster Instanz zu sprechen, wenn ihr Ge-
sammtwerth fünf und dreißig Gulden übersteigt,
selbst im Falle, daß eines dieser Ansuchen eine
geringere Summe, als die genannte, zum Ge-
genstande haben sollte.
Er ist nicht zuständig für das Ganze, wenn
diese Ansuchen zusammengenommen die Gränze
seiner Gerichtsbarkeit überschreiten.
ART. 10.
Les juges de paix connaissent de toutes les de-
mandes reconventionnelles ou en compensation qui,
par leur nature ou leur valeur, sont dans les limites
de leur compétence, alors même que, dans les cas
prévus par l'art. 1er, ces demandes, réunies à la
demande principale, s'élèveraient au-dessus de
soixante-dix florins. Ils connaissent, en outre, à
quelques sommes qu'elles puissent monter, des de-
mandes reconventionnelles en dommages-intérêts
fondées exclusivement sur la demande principale
elle-même.
ART . 1 1 .
Lorsque chacune des demandes principales, re-
conventionnelles ou en compensation, sera dans les
limites et la compétence du juge de paix en der-
nier ressort, il prononcera sans qu'il y ait lieu à
appel.
Si l'une de ces demandes n'est susceptible d'être
jugée qu'à charge d'appel, le juge de paix ne pro-
noncera sur toutes qu'en premier ressort.
Si la demande reconventionnelle ou en compen-
sation excède les limites de sa compétence, il pourra,
soit retenir le jugement de la demande principale,
soit renvoyer sur le tout les parties à se pourvoir
devant le tribunal d'arrondissement, sans prélimi-
naire de conciliation.
ART. 12.
Lorsque plusieurs demandes, formées par la
même partie, seront réunies dans une même ins-
tance, le juge de paix ne prononcera qu'en premier
ressort, si leur valeur totale s'élève au-dessus de
trente-cinq florins, lors même que quelqu'une de
ces demandes serait inférieure à cette somme.
Il sera incompétent sur le tout, si ces demandes
excèdent, par leur réunion, les limites de sa juridic-
tion.
(
)
ART. 11.
Sont nommes présidens des comités cantonaux,
MM. Thibesart, pour le canton de Capellen,
Pondrom, pour celui de Clervaux ,
Jurion, pour celui de Diekirch,
Witry, pour celui d'Echternach,
Mollé, pour celui d'Esch-sur-l'Alzette,
Wellenstein, pour celui de Grevenmacher,
Metz, pour les communes rurales de celui
de Luxembourg,
Hoffmann, pour celui de Merch ,
Hipperl, pour celui de Redange,
Augustin, pour celui de Remich,
Faber, pour celui de Wiltz.
ART. 12,
Les délibérations de toutes les communes du
canton réunies, le.membre des Etats, président du
comité cantonal, convoquera le comité au chef-lieu
du canton à l'effet
1° De nommer un secrétaire pris dans son sein,
ou en dehors ;
2° Un dépositaire des denrées à envoyer dans le
canton. Ces deux fonctions pourront être cumulées,
si telle est la convenance du service ;
3° Déterminer la nature et la (…)
à assigner à chaque commune (…)
adressé sans délai au com(…)
Zu Präsidenten der Cantonal-Comités werden
ernannt, die Herren
Thibesart, für den Canton Capellen,
Pondrom, für den Canton Clerf,
Jurion, für den von Diekirch,
Witry,für
den von Echternach,
M o t t é , für den von Esch an der Alzette,
Wellenstein, für den von Grevenmacher,
Metz, für die Land-Gemeinden vom Canton
Luxemburg,
H o f f mann, für den von Mersch,
Hippert, für den von Redingen,
August in, für den von Remich,
Faber, für den von Wiltz.
Art. l2.
Sind die Beratschlagungen von allen Ge-
meinden des Cantons vereinigt, so hat das Mit-
glied der Landstände, welches dem Cantonal-
Comité präsidirt, letzteres am Hauptorte des
Cantons zu dem Zwecke zu versammeln
1. Aus sich oder aus andern Personen einen
Secretär,
2. Einen, in den Canton zu versendenden
Depositar der Lebensmittel zu ernennen.
Diese beiden Geschäfte können, wenn es sich
mit dem Dienste verträgt, in einer Person ver-
einigt werden ;
3. Die Art und die Menge der Unterstützun-
gen zu bestimmen, welche jeder- Gemeinde an-
zuweisen sind, und wovon ein Verzeichniß sofort
an das Central-Comité einzusenden ist ;
( 62 )
4. Die Quellen anzugeben, welche der Kan-
ton darbietet, um daselbst Ankäufe zu machen ;
5. Sein Gutachten abzugeben über die Hin-
kanglichkeit oder Unzureichendheit der durch die
Gemeinderäthe dargebotenen Unterstützungen bis
zur nächsten Ernte, und eintretenden Falls über
die Erhöhungen, deren die dargebotenen Un-
terstützungen fähig sind.
Art.
13.
Abschrift des über diese Versammlung zu füh-
lenden Protokolls, ist dem Regierungs-Colle-
gium und dem Central-Comité einzusenden.
Die Arbeiten, welche aus verschiedenen Güs-
sen kommen, sind getrennt zu prüfen.
Art.
13.
Der Probirer hat bei seinen Verrichtungen
nur die chemischen Aetzmittel und Stoffe an-
zuwenden, welche sich auf der ihm vom Regie-
rungs-Collegium zugefertigten Liste befinden.
Art.
14.
Die Probe geschieht auf eine. Mischung von
Materien,welche von jedem der Stücke ge-
ART. 7.
L'essayeur sera astreint à fournir une caution,
dont le montant sera déterminé par le Conseil de
gouvernement.
ART. 8.
Nul ne sera admis à l'emploi d'essayeur, si, de-
vant une commission, à nommer par le Conseil de
gouvernement, il n'a passé un examen et obtenu
d'elle un certificat de capacité.
ART. 9.
L'essayeur recevra de l'Etat un traitement an-
nuel de fis. 350. Il recevra de plus, des parties qui
requerront l'essai et le poinçonnage, le salaire dé-
terminé ci-dessous.
ART. 10.
A l'exception des poinçons, l'essayeur est tenu de
se pourvoir, à ses frais, de tout ce qui est nécessaire
à l'exercice de ses fonctions, même de la machine
à estamper.
ART. 11.
L'essayeur ne recevra des ouvrages d'un fabri-
cant, pour être essayés et titrés, que pour autant
qu'ils auraient dejà le poinçon de ce fabricant et
que leur fabrication serait achevée.
ART, 12.
Les ouvrages provenant de différentes fontes
seront vérifies séparément.
ART. 13.
L'essayeur n'empoiera dans ses opérations que
les agens chimiques et substances dont le Conseil
de gouvernement lui aura fourni la liste.
ART. 14.
L'essai sera fait sur un mélange de matières prise
sur chacune des pièces provenant de la même fonte.
( 55 )
nommen werden, die von dem nämlichen Gusse
herrühren. Diese Materien sollen sowohl von
den Hauptiheilen, als auch den Nebentheilen
der Arbeiten abgekratzt oder geschnitten werden,
so, daß dadurch die Verzierungen nicht beschä-
diget werden. Wenn die Stücke ein Korn haben,
das mit dem ganzen Werke geschmolzen oder
geschmiedet worden, so sollen theils von diesem
Korn, theils von dem Werke selbst, die Probe-
Theilchen genommen werden.
Wenn die Gold- und Silberarbeiten von ei-
nem der Gehalte sind, welche durch den Art.
4 des gegenwärtigen Gesetzes für jede Art ins-
besondere vorgeschrieben worden, soll der Pro-
birer hiervon Meldung in einem hierzu bestimm-
ten Register thun, welches vom Gouverneur
cotirt und parafirt wird.
Nicht zulässig ist die Berufung gegen Er-
kenntnisse, welche in erster Instanz zu unrechter
Zeit qualificirt, oder welche, in letzter Instanz
ertheilt, nicht qualificirt sind.
Dagegen sind der Berufung unterworfen, die
in
letzter Instanz qualificirten Erkenntnisse,
wenn sie eine Entscheidung, entweder über
Competenzfragen, oder über Gegenstande ent-
halten, worüber der Friedensrichter nur in
erster Instanz urtheilen konnte.
Gleichwohl kann, wenn der Friedensrichter
sich für zuständig erklärt hat, die Berufung
nur nach dem Enderkenntnisse eingelegt werden,
oder nach einem interlocutorischen Erkenntniß
und zugleich mit der Berufung gegen dieses.
Die Berufung gegen friedensrichterliche Ur-
theile ist nicht zuläßig vor dem Ablaufe von
acht Tagen nach dem des Urtheilspruches, wenn
nicht
etwa dieser vorläufig in Wirksamkeit
tritt.
Sie ist ebenso wenig zulaßig nach vier-
zig Tagen, vom Tage der Behändigung an,
rücksichtlich der im Canton wohnenden Personen.
Den außerhalb des Cantons wohnenden kom-
men die durch die Art. 73 und 1033 der bür-
gerlichen Prozeßordnung geregelten Fristen zu
Gute.
Die weiteren Versammlungen der Central-
Comités sollen so oft Statt finden, als der
Präsident es nöthig hält, und von ihm zusam-
menberufen werden.
Die Wirksamkeit derjenigen Erkenntnisse, wel-
che nicht schon vorläufig zur Ausführung gebracht
werden können, bleibt während acht Tage, vom
Nage des Urtheilspruches an gerechnet, aufge-
schoben.
In der Zeit zwischen den Versammlungen des
Comités wird jedes Mitglied desselben in seiner
Gemeinde die durch die Versammlung beschlos-
senen Maaßregeln ausführen lassen, und ist
derselben hiervon bei der nächsten Zusammen-
kunft Bericht zu erstatten.
Ebenso wird der Präsident, unterstützt vom
Sekretär, im Namen des Comités mit dem
Central-Comité correspondiren, entweder um
ihm über die Operationen des Cantonal-Comités
zu berichten, oder um ihm Gesuche zu über-
fchicken, oder endlich um die, welche er erhalten
werde, zu beantworten.
Gegen die von den Friedensrichtern ergan-
genen Urtheile findet das Rechtsmittel der Cas-
sation nur auf den Grund von Uberschreitung
der Befugnisse, oder wegen Mangels an Def-
fentlichkeit oder an Beweggründen statt.
A R T .
13.
Ne sera pas recevable l'appel des jugemens mal-
à-propos qualifiés en premier ressort, ou qui, étant
en dernier ressort, n'auraient pas été qualifiés.
Seront sujets à l'appel, les jugements qualifiés en
dernier ressort, s'ils ont statué, soit sur des ques-
tions de compétence, soit sur des matières dont le
juge de paix ne pouvait connaître qu'en premier
ressort.
Néanmoins, si le juge de paix s'est déclaré com-
pétent, l'appel ne pourra être interjeté qu'après la
décision définitive ou qu'après un jugement interlo-
cutoire et conjointement avec l'appel de ce juge-
ment.
ART. 14.
L'appel des jugemens des juges de paix ne sera
recevable ni avant les huit jours qui suivent celui
de la prononciation des jugemens, à moins qu'il n'y
ait lieu à exécution provisoire, ni après les quarante
jours qui suivent la signification, à l'égard des per-
sonnes domiciliées dans le canton. Celles qui sont
domiciliées en dehors du canton, jouiront en outre
des délais réglés par les articles 73 et 1033 du code
de procédure civile.
ART.
15.
L'exécution des jugemens non exécutoires par
provision, sera suspendue pendant le délai de huit
jours, à dater du jour de la prononciation des juge-
mens.
ART.
16.
Les jugemens rendus par les juges de paix ne
pourront être attaqués par la voie du recours en
cassation que pour excès de pouvoir, défaut de pu-
blicité ou de motifs.
Die Gold- und Silberarbeiten, welche zwar
nicht unter dem geringsten der durch dieses Ge-
setz bestimmten Gehalte sind, jedoch nicht genau
von dem einen oder andern sind, sind nach dem
Gehalte zu markiren, welcher gesetzlich unmit-
telbar unter dem durch die Probe gefundenen
steht. Andernfalls, und wenn der Eigenthümer
es vorzieht, sind sie ihm zurückzugeben.
Art.
7.
Wird der Gehalt einer Gold- oder Silber-
Arbeit unter dem geringsten der gesetzlichen
Gehalte befunden, so hat der Probirer, welcher
Recht auf die Gebühr einer ersten, und wenn
der Eigenthümer sie verlangt, selbst einer zwei-
ten Probirung hat, die Marke zu verweigern.
Der Depositar beim Cantonal-Comité emp-
kangt die für alle Gemeinden seines Cantons be-
kümmten Lebensmittel, und sendet sie diesen
4° Indiquer les ressources qu'offre le canton pour
y faire des achats ;
5° Emettre son avis sur la suffisance ou l'insuffi-
sance des sommes votées par les conseils commu-
naux, pour assurer les secours jusqu'à la prochaine
récolte, et, le cas échéant, sur les majorations, dont
les votes pourraient être susceptibles.
ART.
13.
Copie du procès-verbal qui sera dressé de cette
réunion, sera transmise au Conseil de gouvernement
et au comité centrai.
ART. 14.
Les assemblées ultérieures des comités cantonaux
auront lieu aussi souvent que le président le jugera
nécessaire, et sur sa convocation.
ART.
15.
Dans l'intervalle des réunions du comité, chacun-
de ses membres fera exécuter dans sa commune, les
opérations arrêtées par l'assemblée, et en rendra
compte à la réunion suivante.
De même, le président, assisté du secrétaire, cor-
respondra, au nom du comité, avec Je comité cen-
tral, soit pour lui rendre compte des opérations du
comité cantonal, soit pour lui adresser des de-
mandes, soit enfin, pour répondre à celles qu'il re-
cevrait.
ART. 16.
Le dépositaire cantonal recevra les denrées des-
tinées à toutes les communes de son canton, et en
( 63 )
Gemeinden zu, wobei er das Verhältniß beo-
bachtet, welches ihm wird angedeutet werden.
Die Empfanger der Wohlthätigkeits-Büreaus
vertheilen die Lebensmittel unter die Bedürfti-
gen, nach Etats, welche vom Bureau aufge-
stellt, und vom Gemeinderath genehmigt sind.
In den vor die Friedensgerichte gebrachten
Rechtsstreiten können die Gerichtsschreiber und
die Gerichtsvollzieher weder als Rathgeber auf-
treten, noch die Partheien als Bevollmächtigte
vertreten, bei einer Geldstrafe von 10 bis 25
Gulden, welche, ohne Berufung, durch den
Friedensrichter erkannt wird.
Diese Bestim-
mungen kommen nicht gegen sie zur Anwendung
in den durch den Artikel 86 der bürgerlichen
Prozeßordnung vorgesehenen Fallen.
Die aus Ankäufen herrührenden Lebensmittel,
welche den Wohlthätigkeits.Büreaus zur Ver-
fügung zu stellen sind, müssen sich auf den Be-
trag der in Geld gelieferten Unterstützungen
beschränken, welche auf dem Wege von Subsi-
dien, oder freiwilligen Subscriptionen, oder
von Collecten durch die Gemeinden zusammenge-
bracht sind.
Alle vor der Wirksamkeit des gegenwärtigen
Gesetzes regelmäßig eingeführten Rechtssachen,
sollen bei dem Richter, bei welchem sie vorge-
bracht sind, fortgesetzt werden. Ihre
Instruk
tion und ihre Entscheidung geschieht in Gemäß-
heit des gegenwartigen Gesetzes, mit Ausnahme
derjenigen Sachen, in welchen vor der Wirk-
samkeit des Gesetzes in der Sache auf die Ver-
handlungen geschlossen ist.
In
allen Instanzen, in welchen weder ein
Zwischen- noch ein End-Erkenntniß ertheilt ist,
soll sich die Appellations-Befugniß nach den
Bestimmungen des gegenwärtigen Gesetzes rich-
ten.
Dem Probirer steht es frei, Nachsicht eintre-
ten zu lassen bis zu drei Tausendstel beim Gold,
und fünf Tausendstel beim Silber.
Keine Haushalt und keine Familie kann Un-
terstützungen für länger als zehn Tage auf ein-
mal erhalten.
Art. ,9.
Die Wohlthätigkeits-Büreaus werden es sich
angelegen sein lassen, die Vertheilung der Un-
terstützungen mit Einsicht vorzunehmen, indem
sie dieselben den wirklichen Bedürfnissen der zu
unterstützenden Familien anpassen.
Sie werden hierbei nicht die Hülfsquellen
aus den Augen verlieren, welche jeder Haus-
halt besitzen könnte ; und daß es für den einen
nur einer leichten Unterstützung bedarf, wäh-
rend andern, welche mehr entblößt sind, reich-
lichere Hülfe zukommen muß.
Das Negierungs-Kollegium verläßt sich in
dieser Hinsicht aus die Rechtlichkeit und Ünpar-
theilichkeit der Mitglieder, aus welchen die Wohl-
thatigkits.Büreaus zusammengesetzt sind.
fera l'envoi dans ces communes, dans les propor-
tions qui lui seront indiquées.
Les receveurs des bureaux de bienfaisance lés
distribueront entre les nécessiteux, sur des états ar-
rêtés par le bureau, approuvés par le conseil com-
munal.
ART. 17.
Les denrées provenant d'achats, à mettre à la
disposition des bureaux de bienfaisance, seront Bor-
nées au montant des secours fournis en argent par
les communes, soit par voie de subsides, soit par
voie de souscriptions volontaires, ou de collectes.
ART. 18.
Aucun ménage ou famille ne pourra être secouru
pour plus de dix jours à la fois.
ART. 19.
Les bureaux de bienfaisance s'attacheront à dé-
partir les secours avec discernement, en les propor-
tionnant aux besoins réels des familles secourues.
Ils ne perdront pas de vue à cette occasion, les res-
sources que pourra posséder choque ménage ; qu'à
tel il ne faut qu'un léger supplément, tandis qu'à
d'autres, plus dénués, il compète des secours plus
abondans.
Le Conseil de gouvernement s'en rapporte à cet
égard à la loyauté et à l'impartialité des membre.
composant les bureaux de bienfaisance.
( 64 )
Alle Bestimmungen der früheren Gesetze sind,
soweit sie dem Vorstehenden zuwider sind, auf-
gehoben.
Befehlen und gebieten, daß gegenwärtiges
Gesetz in das Verordnungs- und Verwaltungs-
Blatt des Großherzogthums eingerückt werden
soll, damit alle, welche die Sache betrifft, sol-
ches zur Ausführung bringen und zur Richtschnur
nehmen.
Haag, den 27. Dezember 1842.
(Gez.)
Wilhelm.
Für gleichlautende Ausfertigung
Der Staatskanzler par interim,
Von
Blochausen.
ART. 17.
Dans les causes portées devant les justices de
paix, les greffiers et les huissiers ne pourront ni as-
sister comme conseil, ni représenter les parties en
qualité de procureurs fondes, à peine d'une amende
de 10 à 25 florins, qui sera prononcée, sans appel,
par le juge de paix. Ces dispositions ne leur seront
pas applicables dans les cas prévus par l'art. 86 du
code de procédure civile.
ART. 18.
Toutes les affaires régulièrement introduites avant
la mise en vigueur de la présente loi, seront con-
tinuées devant le juge qui en est saisi. Elles seront
instruites et jugées conformément à la présente loi,
à l'exception des affaires dans lesquelles il y aurait
clôture des débats sur le fond avant la mise en vi-
gueur de la loi.
Dans toutes les instances dans lesquelles il n'est
intervenu aucun jugement interlocutoire ni définitif,
le droit d'interjeter appel, sera réglé d'après les
dispositions de la présente loi.
ART. 19.
Toutes les dispositions des lois antérieures con-
traires à la présente, sont abrogées.
Mandons et ordonnons, que la présente loi soit
insérée au Mémorial législatif et administratif de
Notre Grand-Duché de Luxembourg, pour être
exécutée et observée par tous ceux que la chose
concerne.
La Haye, le 27 décembre 1842.
Signé, GUILLAUME.
Pour expédition conforme
Le Chancelier d'Etat par intérim ,
De
BLOCHAUSEN.
( 5. )
( 51 )
Gesetz
LOI
betreffend die teilweise Aufhebung der
Verwaltung der Garantie der Gold-
und Silberarbeiten.
Wir
Wilhelm
II,
von Gottes Gnaden,
König der Niederlande, Prinz von Oranien-
Nassau, Großherzog von Luxemburg, u., u., u.
Haben,
Nach Wiedereinsicht des Gesetzes vom 19ten
Brümaire des Jahres V I und der Beschlüsse
vom 14. September und 22. November 1814,
und vom 6. Februar 1817 ;
In Erwägung, daß in Folge des Anschlusses
Unsers Großherzogthums Luxemburg an den
deutschen Zollverein, die durch die bisherige
Gesetzgebung eingeführten Vorsichtsmaßregeln,
um die Fabrikation von Gold- und Silbersachen
gegen ausländische Concurrenz zu schützen, und
Unsern Unterthanen eine gesetzliche Garantie
des Werthes der in Handel gesetzten Metalle
zu verschaffen, zwecklos geworden ist ;
Daß es darauf ankommt, den Handel Unsrer
Luxemburger Unterthanen auf einen Fuß voll-
kommener Gleichheit mit dem entsprechenden der
andern Vereinsstaaten zu setzen ;
Auf das Gutachten Unserer Landstände des
Großherzogthums, verordnet und verordnen,
wie
folgt
Im Falle Widerspruch hinsichtlich des Ge-
Ces matières seront gratées ou coupées, tant sur les
corps des ouvrages que sur les accessoires, de ma-
nière que les ornemens n'en soient pas détériorés.
Lorsque les pièces auront une languette forgée ou
fondue avec leur corps, c'est en partie sur cette
languette et en partie sur le corps de l'ouvrage que
se fera la prise d'essai.
ART. 15.
Lorsque les ouvrages d'or et d'argent seront à
l'un des titres prescrits respectivement pour chaque
espèce par l'art. 4 de la présente loi, l'essayeur en
inscrira la mention sur un registre destiné à cet
effet, et qui sera colé et paraphé par le Gouver-
neur.
ART. 16.
Les ouvrages d'or et d'argent qui, sans être au-
dessous du plus bas des titres fixés par la présente
loi, ne seraient pas précisément à l'un d'eux, seront
marqués au titre légal immédiatement inférieur à
celui trouvé par l'essai, si non, et si le propriétaire
le préfère, ils lui seront rendus sans marque.
ART. 17.
Lorsque le titre d'un ouvrage d'or et d'argent
sera trouvé inférieur au plus bas des titres légaux,
l'essayeur qui aura droit au salaire d'un premier et
même d'un second essai, si ce second essai est re-
quis par le propriétaire, refusera la marque.
ART. 18.
Il sera loisible à l'essayeur d'user d'une tolérance,
qui sera de trois millièmes, pour l'or, et de cinq
millièmes, pour l'argent.
ART. 19.
En cas de contestation sur le titre, il sera fait, si
ART.
15.
Haltes entsteht, so soll, wenn der Eigenthümer
es verlangt,
eine Probe von dem Werke ge-
nommen, und unter dem Siegel des Fabrikan-
ten und des Probirers, dem Regierungs-Colle-
gium eingesendet werden.
Findet es sich, daß der Probirer im Unrecht
war, so fallen die entstandenen weitern Probi-
rungs, Transportkosten, u. s, w., ihm zur
Last, und sind dieselben im Verwaltungswege
einzuziehen.
Ebenso steht der Probirer als Civil-Gewährs-
mann, für allen Schaden ein, welchen er den
zur Probirung vorgelegten Gegenständen ab-
sichtlich oder aus Ungeschicklichkeit zufügt.
Der Preis einer Probe von Gold, Vergol-
dung und Gold mit Silber wird auf Fl. 150,
die Silberprobe auf 4o Cents festgesetzt.
In allen Fallen sollen die Abfalle und Probe-
Stücke dem Eigentümer des Stückes zuge-
stellt werden.
ART. 20.
Die Empfanger dieser Bureaus haben ein
Journal über alle Unterstützungen, welche an
sie von den Einwohnern als freiwillige Gaben,
oder vom Cantonal.Depositar gelangen, so wie
über die gemachten Vertheilungen zu halten, so
daß ein Ueberblick über die Lage des Vorraths
durch die einfache. Einsicht in dieses Journal
gewährt wird, wovon, beim Ablaufe jedes Mo-
nats, eine Abschrift an das Regierungs-Kolle-
gium und an das Central-Comité einzusenden ist.
Die Erprobung kleiner Goldarbeiten durch
den Probirstein, soll nach der durch den Art.
11 des Beschlusses vom 14. September 1814
bestimmten Taxe bezahlt werden.
Gegenwärtiger Beschluß soll gedruckt und in
allen Gemeinden öffentlich angeschlagen, auch in
das Verordnungs und Verwaltungsblatt ein-
gerückt werden.
Das Regierungs-Kollegium,
de la
Fontaine,
Präsident.
Der General-Sekretär,
Simons.
Les receveurs de ces bureaux tiendront journal
de tous les secours qu'ils recevront, soit des habi-
tans à titre de dons volontaires, soit du dépositaire
cantonal, ainsi que des distributions qui seront faites.
de manière que la situation des approvisionnemens
soit connue à la simple inspection de ce journal,
dont copie sera adressée, à l'expiration de chaque
mois, air Conseil de gouvernement et au comité
central,
ART. 21.
Le présent arrêté sera imprimé et affiché dans
toutes les communes. Il sera en outre, inséré au
Mémorial législatif et administratif.
Le Conseil de gouvernement,
DE LA FONTAINE, Président
Le Secréiaire-genëral,
SIMONS.
Beschluß,
ARRETE
relatif à la perception de la taxe sur
les chiens, pour 1843.
(2e Div. — N° 33. — 1843. — Ind. gén.)
Luxembourg, le 7 janvier 1843.
LE CONSEIL DE GOUVERNEMENT DU GRAND-DUCHÉ,
Revu l'art. 3 de l'arrêté Royal grand-ducal du
29 décembre: 1840, n° 10, portant que la taxe sur
les chiens sera perçue au profit des communes ;
in Betreff der Erhebung der Hundesteuer
für 1843.
(2
te Abch. — N° 38. — 1843. — Allg. Nachw.)
Luxemburg, am 7. Januar 1843.
Das Regierungs-Collegium des Großherzog-
thums,
Nach Einsicht des 3ten Artikels des Königl.
Großherzoglichen Beschlusses vom 29. Dezember
1840,
Nr. 10, wonach, die Hundesteuer zum
Westen der Gemeinden erhoben werden soll ;
(
)
ARRÊTE
ART. 1ER.
Les bourgmestres et échevins des villes et com-
munes dresseront incessamment les relevés des
chiens assujétis à la taxe, dans leurs localités res-
pectives.
ART. 2.
Aussitôt ces relevés achevés, ils procèderont à la
confection des rôles, à quel effet ils pourront se faire
aider par les receveurs communaux.
Ils recevront avec la présente les imprimés né-
cessaires, tant pour la formation des relevés que
pour celle des rôles.
ART 3.
Ces derniers seront publiés le 14 et le 21 février,
et devront rester affiches depuis le 14 jusqu'au 25
du même mois ; ce qui sera constaté à la suite des
rôles, par les autorités locales.
Les réclamations contre le recensememt seront
reçues jusqu'au 25 février.
ART. 4.
Le 28 du même mois de février, le conseil com-
munal se réunira pour statuer sur les réclamations
qui seraient présentées et pour arrêter le rôle, qui
sera immédiatement soumis à l'exécutoire par la
voie ordinaire de la correspondance.
ART. 5.
Il est expressément recommandé aux administra-
Beschließt
Wenn der Probirer vermuthet, daß in ir-
gend einer der Gold-, Vergoldungs- oder Sil-
berarbeiten, Eisen, Kupfer oder ein anderer
fremder Stoff eingelegt ist, so kann er die Pro-
birung und Stempelung verweigern, wenn nicht
der Eigenthümer einwilligt, seine Zweifel da-
durch zu heben, daß er erlaubt den Gegenstand
zu durchschneiden.
Wenn bei dieser Verrichtung der Probirer
einen Betrug entdeckt, so hat er den vorgeleg-
ten Gegenstand in Beschlag zu nehmen und mit
le propriétaire le demande, une prise d'essai sur
l'ouvrage, pour être envoyée, sous le cachet du
fabricant et de l'essayeur, au Conseil de gouverne-
nement.
Si l'essayeur se trouve avoir été en défaut, les
frais de ce nouvel essai, de transport, etc., seront
mis à sa charge et seront recouvrés par voie admi-
nistrative.
L'essayeur sera de même passible, comme ga-
rant civil, de tout dommage qu'il aura fait éprou-
ver aux objets soumis aux essais par méchanceté ou
même par inexpérience.
ART. 20.
Le prix d'un essai d'or, de doré et d'or tenant
argent est fixé à fis. 1.50, et celui d'argent à 0.40
cents.
Dans tous les cas les cornets et boutons d'essai
seront remis au propriétaire de la pièce.
ART. 2 1 .
L'essai de menus ouvrages d'or par la pierre de
touche sera paye au taux déterminé par l'art. 11 de
l'arrêté du 14 septembre 1814.
ART. 22.
Si l'essayeur soupçonne aucun des ouvrages d'or,
de vermeil ou d'argent, d'être fourré de fer, de cui-
vre ou de toute autre matière étrangère, il pourra
refuser la vérification et le poinçonnage, à moins
que le propriétaire ne consente à dissiper ses doutes,
en permettant de couper l'objet soumis à la vérifi-
cation.
Si, dans cette opération, l'essayeur reconnaissait
une fraude, il saisira l'objet présenté, et le trans-
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( 57 )
seinem Protokolle an den Staatsanwalt
zu
senden.
Die Bezirksgerichte haben, wenn sie das
Vorhandensein eines Betruges
erkennen, die
Confiscation des in Beschlag genommenen Ge-
genstandes zu erkennen, und den Eigenthümer
zu einer dem zwanzigfachen Werthe des Ge-
genstandes gleichkommenden Geldstrafe zu ver-
urtheilen.
In Kraft bleiben die Artikel 72, 73, 76, 75,
76, 78, 79, 86, 88, 89, und die Art. 80, 101,
102, 103, 104, 105, 108, 109 und 110 des Ge-
setzes vom 19. Brümaire des Jahres VI, rück-
sichtlich der Verbindlichkeit der Gold- und
Sil-
berwaarenhändler, Juweliere und Fabrikanten,
in ein von der Ortsbehörde cotirtes und para-
sirtes Register die Zahl, das Gewicht und den
Gehalt der Gold- und Silbersachen, welche
sie kaufen oder verkaufen, einzuschreiben, sowie
rücksichtlich der übrigen ihnen obliegenden ähn-
lichen Verpflichtungen.
Alle andern Bestimmungen desselben Gesetzes,
welche dem gegenwartigen widersprechen, sind
aufgehoben.
Befehlen und gebieten, daß gegenwartiges
Gesetz in das Verordnungs- und Verwaltungs-
Blatt des Großherzogthums eingerückt werden
soll, damit alle, welche die Sache betrifft, sol-
ches zur Ausführung bringen und zur Richtschnur
nehmen.
Haag, am 28. Dezember 1842.
Unterz.,
Wilhelm.
Für gleichlautende Ausfertigung,
Der Staatskanzler par interim,
Von Blochausen.
Eingerückt in das Verordnungs- und Ver-
waltungsblatt, den 17. Januar 1843.
Der General-Sekretär,
Simons.
mettra avec son procès-verbal au procureur d'état.
Les tribunaux qui reconnaîtront l'existence de la
fraude, prononceront la confiscation de l'objet saisi
et condamneront le propriétaire à une amende égale
à sa valeur prise vingt fois.
ART. 23.
Sont maintenus dans leur force les articles 72,
73, 74, 75, 76, 78, 79, 86, 88, 89, et les articles
80,
101, 102, 103, 104, 105, 108, 109 et 110
de
la loi du 19 brumaire an V I , relatifs à l'obligation
des marchands d'or et d'argent, et joailliers et fabri-
cans, d'inscrire sur un régistre coté et paraphé par
la municipalité, le nombre, le poids et le titre des
matières et ouvrages d'or et d'argent qu'ils achète-
ront ou vendront, et aux autres devoirs analogues
imposés aux mêmes.
ART. 24.
Toutes les autres dispositions de la même loi,
contraires à la présente, sont abrogées.
Mandons et ordonnons que la présente loi soit
insérée au Mémorial législatif et administratif du
Grand-Duché de Luxembourg, pour être exécuté«
et observée par tous ceux que la chose concerne.
La Haye, le 28 décembre 1842.
(Signé) GUILLAUME.
Pour expédition conforme
Le Chancelier d'État par interim,
DE B L O C H A U S E N .
Inséré au Mémorial législatif et administratif,
le 17 janvier 1843.
Le secrétaire-général, SIMON
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Beschluß
über die Errichtung eines Central-Comités
und von Cantonal- Comités zur Unter-
stützung der Armen.
ite Abth. — Nr. 4418. — 1842. — A.N.)
Luxemburg, den 6. Januar 1843.
Das Regierungskollegium des Groß-
herzogthums,
Nach Einsicht seines Beschlusses vom 22ten
Dezember v . I . , in Betreff der Vertheilung
von Unterstützungen an die bedürftigten Ein-
wohner, insbesondere des Artikels 9.
In der Absicht, die Ausführung desselben
durch reglementarische Bestimmungen zu ver-
sichern ;
Beschließt
Vom Central-Comité.