Arrêté du 30 décembre 1938, relatif à l'exécution de l'arrêté grand-ducal du 29 décembre 1938, concernant l'organisation et l'assainissement de l'économie laitière.
Table des dispositions (105)
Texte législatif (105 Articles)
Mémorial
du
Grand-Duché de Luxembourg.
Memorial
des
Großherzogtums Luxemburg.
Samedi, 31 décembre 1938.
Arrêté du 30 décembre 1938, relatif à l'exécution
de l'arrêté grand-ducal du 29 décembre 1938,
concernant l'organisation et l'assainissement de
l'économie laitière.
Le Ministre de l'Agriculture,
Vu l'arrêté grand-ducal du 29 décembre 1938,
concernant l'organisation et l'assainissement de
l'économie laitière ;
Arrête
I . — Commission du lait.
Il est institué une Commission du lait
ayant pour mission d'étudier les problèmes de
l'économie laitière, d'assister de ses conseils le Mi-
nistre de l'Agriculture et de contribuer à l'exécution
des mesures prises dans l'intérêt de l'organisation
et de l'assainissement de l'économie laitière.
Es wird eine Milchkommission geschaffen
mit der Aufgabe, die milchwirtschaftlichen Probleme
zu studieren, den Ackerbauminister zu beraten und an
der Durchführung der im Interesse der Organisation
und Sanierung der Milchkommission getroffenen
Maßnahmen mitzuwirken.
Besondere Schiedsgerichte fur Arbeiter
werden gebildet zu dem Zwecke durch Einigung oder
mangels Einigung durch Urteil, alle die Arbeit be-
treffenden Streitigkeiten zu erledigen, welche ent-
stehen entweder
zwischen Arbeitgebern einerseits
und ihren Arbeitern anderseits oder zwischen Meistern
und Lehrlingen in Anwendung des Gesetzes vom
5. Januar 1929 über das Lehrlingswesen.
La Commission du lait comprend 15
membres au maximum.
Les membres sont nommés pour un terme de six
ans.
Tous les trois ans, la moitié de la Commission est
renouvelée. Les membres sortant à la fin de la pre-
mière période de trois ans sont désignés par tirage
au sort.
Le mandat des membres sortants peut être re-
nouvelé.
II. — Prix minima pour le lait de consommation et
le beurre de laiterie.
Die Milchkommission besteht aus höchstens
15 Mitgliedern.
Die Mitglieder werden auf 6 Jahre ernannt.
Alle 3 Jahre wird die Hälfte der Kommission
erneuert. Die am Ende des ersten Zeitraumes von
drei Jahren ausscheidenden Mitglieder werden durch
das Los bestimmt.
Das Mandat der ausscheidenden Mitglieder kann
erneuert werden.
II.— Mindestpreise für Trinkmilch und Butter.
Diese Streitigkeiten werden erledigt durch
drei Schiedsgerichte für Arbeiter, welche ihren Sitz
haben zu Luxemburg, Esch a. d. Alzette und Diekirch,
am Sitz des Friedensgerichtes.
Der Bezirk dieser Schiedsgerichte ist folgendermaßen
festgesetzt
a) das Schiedsgericht Luxemburg begreift die Kan-
tone Luxemburg, Capellen, Grevenmacher, Mersch
und Remich;
d) das Schiedsgericht Esch a. d. Mette begreift den
Kanton Esch a. d. Alzette;
c) das Schiedsgericht Diekirch begreift die Kantone
Diekirch, Clerf, Echternach, Redingen, Vianden und
Wiltz.
Les prix minima fixés périodiquement
pour le lait s'appliquent uniquement au lait de con-
sommation, à l'exclusion du lait destiné à la fabri-
cation de beurre, de fromage ou d'autres produits
laitiers,
Beschluß vom 30. Dezember 1938, betreffend die
Ausführung des Großh. Beschlusses vom
29. Dezember 1938, über die Organisation und
die Sanierung der Milchwirtschaft.
Der Ackerbauminister,
Nach Einsicht des Großh. Beschlusses vom 29. De-
zember 1938 über Organisation und Sanierung der
Milchwirtschaft;
Beschließt
I. — Milchkommission.
Die periodisch für die Milch festgesetzten
Mindestpreise sind nur auf Trinkmilch, nicht aber
auf die zur Herstellung von Butter, Käse oder anderen
milchwirtschaftlichen
Produkten bestimmte Milch
anwendbar.
№ 91
bis
Samstag, 31 Dezember 1938.
Jedes Schiedsgericht besteht aus dem
Friedensrichter oder dem Zu dessen Ersetzung berufe-
nen Ergänzungsrichter,
sowie ans einem Arbeit-
geberdelegierten und einem Arbeitnehmerdelegierten.
Dem Schiedsgerichte ist der Friedensgerichtsschrei-
ber des Gerichtssitzes beigegeben.
Les prix minima fixés périodiquement
pour le beurre s'appliquent uniquement au beurre
de laiterie, à l'exclusion du beurre de ferme.
Die periodisch für die Butter festgesetzten
Mindestpreise sind nur auf Molkereibutter, nicht aber
auf Landbutter anwendbar.
Die Beisitzerdelegierten und ihre Ersatz-
leute werden von der Regierung bezeichnet unter
den, gemäß Großh. Beschlusse vom 23. Dezember
1927, in Sachen der Sozialversicherung gewählten
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerdelegierten.
Art. 31, 32. 33, 34 und 35, Titel 4 desselben Be-
schlusses sind anwendbar aus die Besitzerdelegierten
von Arbeitsgerichten.
Die Entschädigungen der
Delegierten sind zu
Lasten des Staates.
Les contrats de vente conclus sur la base
de prix inférieurs aux prix minima légaux sont
résolus de plein droit.
Verkaufsverträge, die auf Grund von
Preisen abgeschlossen wurden, welche unter den gesetz-
lichen Mindestpreisen liegen, sind von rechtswegen
aufgelöst.
Die Arbeiterschiedsgerichte sind zuständig
1. für
Streitigkeiten betreffend das Lehrlings-
wesen und den Arbeitsvertrag, selbst dann, wenn das
Bestehen eines Vertrages bestritten wird, jedoch mit
Ausnahme der Klagen auf Schadenersatz bei Arbeits-
unfällen;
2. für Klagen auf Wiedererstattung von Bürg-
schaften,
Bescheinigungen,
Urkunden,
Werkzeug,
Kleider oder andern Gegenständen, die in Ausfuhrung
obiger Verträge übergeben wurden;
3. fur Streitigkeiten betreffend Arbeiterlivrets;
4. fur Klagen, die sich auf im Werkvertrag einge-
fügte Nicht-Konkurrenzklauseln beziehen.
Les prix minima ne sont pas applicables
au beurre frigorifié et au beurre de cuisine. Toute-
fois, ces beurres doivent être vendus sous un par-
chemin d'emballage spécial fourni par la Com-
mission du lait et portant l'inscription « Beurre
frigorifié» respectivement «Beurre de cuisine».
III. — Comptabilité et statistiques.
Die Mindestpreise sind weder auf Kühl-
haus- noch auf
Kochbutter
anwendbar.
Jedoch
müssen diese Buttersorten beim Verkauf in ein
besonders Pergamentpapier verpackt werden, welches
durch die staatliche Milchkommission geliefert wird
und die Aufschrift „Kühlhausbutter" beziehungs-
weise „Kochbutter" trägt.
III. — Buchführung und Statistik.
Die örtliche Zuständigkeit wird bestimmt
durch die Lage des Bergwerkes, der Fabrik, der Werk-
stätten, des Lagers, der Schreibstube und im allge-
meinen, der zum Betrieb des Unternehmens, zur
Ausubung des Gewerbes oder zur Tätigkeit der Ge-
sellschaft, der Vereinigung, der Gruppierung oder
der Anstalt ohne Gewinnzweck dient, für alle Streitig-
leiten betreffend
1. die Arbeiter die dort arbeiten;
2. die Arbeiter die, ohne in dem Betriebe selbst
zu arbeiten, gewöhnlich innerhalb der Grenzen des
Bezirks des Arbeiterschiedsgerichtes arbeiten, in dem
der Betrieb sich defindet.
In den andern Fällen wird die Zuständigkeit be-
stimmt durch den Ort, an dem die Verpflichtung über-
nommen wurde.
Diese Bestimmungen betreffen sowohl die Klagen
der Arbeitgeber als der Arbeitnehmer.
Les registres prévus à l'art. 23 de l'arrêté
du 29 décembre 1938, concernant l'organisation
et l'assainissement de l'économie laitière devront
correspondre aux modèles des annexes nos I et II
du présent arrêté.
Die im Art. 23 des Beschlusses vom 29.
Dezember 1938 über Organisation und Sanierung
der Milchwirtschaft vorgesehenen Register müssen
den Mustern der Beilagen Nr. I und II des vor-
liegenden Beschlusses entsprechen.
Die Arbeiterschiedsgerichte urteilen
in
Streitfallen bis zum Betrage von 8.000 Fr. als
letzte Instanz und vorbehaltlich einer Berufung vor
den Obergerichtshof in allen andern Fällen.
Le Ministre de l'Agriculture pourra dis-
penser de la tenue des registres prescrits dans l'art. 23
de l'arrêté grand-ducal du 29 décembre 1938, con-
cernant l'organisation et l'assainissement de l'éco-
nomie laitière, les laiteries dont la comptabilité
renseigne de façon directe sur les opérations de
commerce en question.
Art, 9. Toutes les laiteries, quel qu'en soit le
statut juridique, sont tenues, à partir du mois de
janvier prochain, de communiquer tous les mois à
la Commission du lait
1° la quantité de lait reçue ;
2° la quantité de lait vendue comme lait de con-
sommation ;
3° la quantité de lait écrémée ;
4° la quantité de crème vendue ;
5° la production beurrière ;
6° le prix obtenu par kg. de beurre vendu ;
7° le nom et l'adresse des marchands clients de la
laiterie.
Cette communication doit être faite sur un formu-
laire spécial correspondant au modèle de l'annexe III
et fourni gratuitement aux laiteries par la Commis-
sion du lait.
Der Ackerbauminister kann diejenigen
Molkereien, deren Buchführung über die erwähnten
Handelsoperationen direkten Aufschluß erteilt, von
der Führung der in den Art. 6 und 7 des Großh.
Beschlusses vorgeschriebenen Register entbinden.
Das vor dem Schiedsgerichte und vor dem
Obergerichtshof einzuschlagende Verfahren zur Ein-
leitung, Untersuchung und Beurteilung, der bezüglich
der
Arbeitsverträge
zwischen
Arbeitgebern
und
Arbeitnehmern erfolgten Streitigkeiten, wird durch
ein öffentliches Verwaltungsreglement bestimmt.
Alle Molkereien, ohne Rücksicht auf ihre
juristische Form, müssen vom kommenden Monat
Januar an der Milchkommission monatlich folgendes
mitteilen
1. die angelieferte Milchmenge;
2. die als Frischmilch verkaufte Menge;
3. die entrahmte Milchmenge;
4. die verkaufte Rahmmenge;
5. die Butterproduktion;
6. den je Kg. erzielten Butterpreis;
7. Namen und Anschrift der Händler, welche
Abnehmer der Molkerei sind.
Diese Mitteilung muß auf einem besonderen Vor-
druck erfolgen, welcher dem Muster der Beilage
Nr. III entspricht und den Molkereien kostenlos von
der Milchkommission geliefert wird.
Die Parteien können sich stets, mit beider-
seitiger Einwilligung, vor dem Arbeiterschiedsge-
richte einfinden, um von diesen: ausgesöhnt zu werden,
selbst für Streitigkeiten die nicht in die Kompetenz
des Gerichtes fallen, indem sie erklären, zu dessen
Vermittlerdienste ihre Zuflucht zu nehmen.
Auf die Frage des Vorsitzenden erklären sie aus-
drücklich ob sie, mangels erfolgter Einigung, das
Arbeitsgericht als Schiedsgericht annehmen.
Diese Erklärung wird von den Interessenten
unterschrieben oder es wird vermerkt, daß dieselben
nicht unterzeichnen können.
Nach erfolgter Vermittlung nimmt der Gerichts-
schreiber Protokoll auf, das die Namen, Vornamen,
Gewerbe
und
Wohnsitz
der
Vermittler-Schieds-
richter und, kurz gefaßt, die Bestimmungen der
Einigung enthält.
Der Verhandlungsbericht wird von den Parteien
unterschrieben oder es wird vermerkt, daß dieselben
nicht unterzeichnen können.
Die erfolgte Einigung hat die Kraft eines Privat-
vertrages.
Falls die Parteien nicht ausgesöhnt werden kön-
nen, übernimmt das Arbeitsgericht, gegebenenfalls,
die Rolle des Schiedsrichters, im Einklang mit den
Art. 1003 und 1021 der Zivilprozeßordnung.
Les communications mensuelles, prévues
à l'art. 25 de l'arrêté grand-ducal du 29 décembre
Die in Art. 25 des Beschlusses vom 29.
Dezember 1938 vorgesehenen Mitteilungen über die
1938 et concernant l'importance des stocks de beurre
frigorifié devront être faites sur un formulaire spé-
cial, correspondant au modèle de l'annexe IV et
fourni gratuitement par la Commission du lait.
Les livres spéciaux à tenir par les expor-
tateurs de beurre devront correspondre au modèle de
l'annexe n° V
Die
Spezialregister,
welche von den
Butterexporteuren zu führen sind, müssen dem Muster
der Beilage Nr. V entsprechen.
Unter Arbeiter versteht man solche Per-
sonen, die gewöhnlich für Rechnung eines Arbeitge-
bers eine manuelle Arbeit, sei es während des ganzen
Jahres, sei es wahrend bestimmter Zeiten des Jahres,
Verrichten.
Den Arbeitern sind gleichgestellt
1. die Pförtner, die Nachtwächter, die Boten, die
Laufburschen und die andern Dienstboten;
2. die Hausknechte;
3. die Gärtner;
4. die Lehrjungen;
5. die in den Speisewirtschaften und Schankwirt-
schaften beschäftigten Kellner sowie die Beschließe-
rinnen, Platzanweiserinnen und
Garderobebewah-
rerinnen der öffentlichen Schau- und Vergnügungs-
unternehmen.
Afin de garantir l'uniformité des registres
prescrits aux art. 7 et 11 du présent arrêté, ceux-ci
seront fournis exclusivement par la Commission
du lait.
IV. — Parchemin d'emballage et fermetures de
contrôle.
Um die Einheitlichkeit der in Art. 7 und
11 des vorliegenden Beschlusses genannten Register
zu gewährleisten, werden diese ausschließlich durch die
Milchkommission geliefert.
IV. — Pergamentpackungen und Kontrollverschlüsse.
Die Definition des Wortes „Arbeitgeber"
bezieht sich nicht auf die öffentlichen Verwaltungen
und die Eisenbahnverwaltungen.
Nichtsdestoweniger ist der Beschluß auf die Ge-
meinderegiebetriebe anwendbar, insofern es deren
Arbeiter angeht die die Vorteile des Gesetzes vom
20). Juni 1919, umgeändert durch diejenigen vom
23. August 1927, 23. Mai 1932 und 24. Mai 1937,
über die Beständigkeit der Gemeindeämter, nicht
genießen.
Der Ausdruck „Arbeiter" begreift die Personen
nicht, die für Rechnung eines Familienmitgliedes,
mit dem sie zusammenwohnen, arbeiten.
Tous les beurres fabriqués dans le Grand-
Duché devront être enveloppés dans du parchemin
muni d'une marque de contrôle, suivant le modèle
de l'annexe n° VI.
La marque de contrôle est imprimée sur le par-
chemin des deux côtés des marques et étiquettes
ordinaires des différentes laiteries. La marque de
contrôle est constituée par un rectangle, encadré
d'une ligne simple et contenant le cachet de la Com-
mission du lait, une lettre et un numéro de contrôle,
ainsi que le numéro d'ordre de la feuille.
La fourniture du parchemin muni de la marque
de contrôle est faite exclusivement par la Commis-
sion du lait.
Alle zu diesen: Beschlusse gegenteiligen
Bestimmungen sind abgeschafft.
Übergangsbestimmungen.
Die Bestimmungen des gegenwärtigen Beschlusses
sind auf die am Tage feiner Inkrafttsetzung bestehen-
den Dienstverhältnisse anwendbar.
Die jedoch bei
andern Gerichten anhängigen Streitfälle
werden
jedoch durch diese letzteren beendigt.
Unser Justizminister ist mit der Ausführung dieses
Beschlusses, der im „Memorial" veröffentlicht wird,
betraut.
Luxemburg, den 31. Dezember 1938.
Charlotte.
Die Mitglieder der Regierung
P. Dupong.
Jos. Bech.
Nik. Margue.
P. Krier.
R. Blum.
Erratum. — Art. 1, Absatz 1 des Großh. Beschlusses vom 29. Dezember 1938 betreffend Abänderung
des Großh. Beschlusses vom 23. Januar 1936 über die Einsetzung eines Nationalrates der Arbeit zur
Schlichtung der kollektiven Arbeitskonflikte, veröffentlicht im Memorial Nr. 91 vom 31-12.1938, soll
im deutschen Wortlaut wie folgt heißen
« Art. 1. Die Absätze 3, 4 und 5 des « Art. 1 des» Großh. Beschlusses vom 23. Januar 1936 werden durch
folgende Bestimmungen ersetzt:».
Erratum. — L'art. 4, al. 3 de l'arrêté grand-ducal du 31 décembre 1938 sur les honoraires et émoluments
notariaux contient une erreur d'impression qui est à redresser de la façon suivante : « Les prédits prélève-
ments seront perçus par le receveur de l'enregistrement en même temps et dans les mêmes conditions que
les droits d'enregistrement conformément aux dispositions de l'art. 28 (au lieu de article 2) de loi du
22 frimaire, an VII».
Imprimerie de la Cour Victor Buck, S. à r. l., Luxembourg.
Le prix du parchemin sera déterminé par
le Ministre de l'Agriculture.
Der Preis des Pergamentpapiers wird
vom Ackerbauminister festgelegt.
A partir du 1er janvier 1939, les bou-
teilles de lait devront être munies d'une fermeture
qui sera fournie exclusivement par la Commission
du lait ou par les agents désignés par le Ministre de
l'Agriculture.
A partir du même jour, les bidons de lait destiné
à la vente au consommateur, devront être munis
d'une bande de contrôle, vendue exclusivement par
la Commission du lait ou par les agents désignés
par le Ministre de l'Agriculture.
Vom 1. Januar 1939 ab müssen die Milch-
flaschen mit einem Verschluß versehen sein, der
ausschließlich von der Milchkommission oder den durch
den Ackerbauminister
bezeichneten
Zwischenstellen
geliefert wird.
Vom selben Tage an, müssen die Kannen, welche
Milch enthalten, die für den Verkauf an Verbraucher
bestimmt ist, einen Kontrollstreifen tragen, welche
ausschließlich von der Milchkommission oder den
durch den Ackerbauminister bezeichneten Zwischen-
stellen geliefert wird.
Pour le lait vendu en bouteilles, la fer-
meture pourra consister
a) soit en une capsule en aluminium, estampée
au moment de la mise en bouteilles par un appareil
spécial ; dans ce cas, l'aluminium servant à la
confection de ces capsules portera une bande de
eingelagerten Kühlhausbuttermengen
müssen
auf
einem besonderen Vordruck erfolgen, welcher dem
Muster der Beilage Nr. IV entspricht
und kostenfrei
von der Milchkommission geliefert wird.
Für Milch, welche in Flaschen verkauft
wird, kann der Verschluß bestehen
a) entweder aus einer Aluminiumkapsel, welche
im
Augenblick
der
Flaschenfüllung
durch
einen
besonderen Apparat ausgestanzt wird; in diesem
Falle weist das zur Herstellung der Verschlußkapseln
couleur bleue pour les bouteilles d'un litre et de
couleur rouge pour, les bouteilles d'un demi-litre.
La bande rouge ou bleue portera une inscription
continue, libellée « Grand-Duché de Luxembourg
— Commission du lait — Großherzogtum Luxem-
burg — Milchkommission»,-
b) soit en une capsule en aluminium à appliquer
sur les bouteilles, munie de la marque de contrôle
de la Commission du Lait. La capsule sera de
couleur bleue pour les bouteilles d'un litre et de
couleur rouge pour les bouteilles d'un demi-litre ;
c) soit en un disque en carton portant la marque
de contrôle de la Commission du lait. Ce disque
sera de couleur blanche pour les bouteilles d'un
litre et de couleur jaune pour les bouteilles d'un
demi-litre.
En dehors des mentions précitées, la fermeture
des bouteilles pourra porter la raison sociale de la
laiterie ou le nom du marchand de lait.
Pour le lait en bidons, la bande de con-
trôle portera l'inscription «Commission du lait»
ainsi qu'en chiffre rond la contenance du bidon
pour lequel elle est destinée.
Elle comportera également une fermeture de
sûreté.
Pour les bidons d'une contenance de cinq litres
ou de moins de cinq litres, la bande de contrôle aura
une couleur jaunâtre.
Elle aura une couleur rougeâtre pour les bidons
d'une contenance de plus de cinq jusqu'à dix litres.
Elle aura une couleur bleuâtre pour les bidons
d'une contenance de plus de dix jusqu'à quinze
litres.
Elle aura une couleur blanchâtre pour les bidons
d'une contenance de plus de quinze jusqu'à vingt
litres.
Der Kontrollstreifen für Milchkannen
trägt die Aufschrift „Milchkommission", sowie, in run-
den Zahlen ausgedrückt, das Fassungsvermögen der
Milchkanne, für welche er bestimmt ist.
Er ist mit einem Sicherheitsverschluß versehen.
Der Kontrollstreifen für Kannen mit einem
Fassungsvermögen von 5 Liter oder weniger ist von
gelblicher Farbe.
Der Kontrollstreifen für Kannen mit einem
Fassungsvermögen von mehr als 5 bis 10 Liter ist
von rötlicher Farbe.
Der Kontrollstreifen für Kannen mit einem
Fassungsvermögen von mehr als 10 bis 15 Liter
ist von bläulicher Farbe.
Der Kontrollstreifen für Kannen mit einem
Fassungsvermögen von mehr als 15 bis 20 Liter
ist von weißlicher Farbe.
Alle im Grußherzogtum Luxemburg her-
gestellte Butter muß in Pergamentpapier verpackt
werden, welches eine dem Muster der Beilage Nr. IV
entsprechende Kontrollmarke trägt.
Die Kontrollmarke ist beiderseitig neben die ge-
wöhnlichen Zeichen und Etiketten der verschiedenen
Molkereien aufgedruckt. Die Kontrollmarke stellt ein
durch einen einfachen Strich begrenztes Rechteck dar,
das den Stempel der Milchkommission, eine Kon-
trollnummer, sowie die laufende Blattnummer trägt.
Die Lieferung des mit der Kontrollnummer ver-
sehenen Papiers geschieht ausschließlich durch die
Milchkommission.
Aux bidons et réservoirs servant au débit
du lait et ayant une contenance supérieure à vingt
litres, plusieurs bandes de contrôle devront être
appliquées, de manière que le total du nombre de
litres marqué sur les bandes de contrôle soit du
moins égal à la contenance du bidon ou réservoir.
Kannen und Behälter, deren Fassungs-
vermögen 20 Liter übersteigt, müssen mehrere Kon-
trollstreifen aufweisen, so zwar daß die gesamte auf
den Kontrollstreifen vermerkte Literzahl dem Fas-
sungsvermögen der Kanne oder des Behälters min-
destens entspricht.
Les bidons seront munis de la bande de
contrôle correspondant à leur contenance, quelle
que soit la quantité réelle de lait qu'ils renferment.
verwandte Aluminium einen Streifen auf, welcher
für Literflaschen von blauer und für Kalbliterflaschen
von roter Farbe ist. Dieser blaue oder rote Streifen
trägt eine fortlaufende Inschrift folgenden Wort-
lautes: „Grand-Duché de Luxembourg — Com-
mission du Lait — Großherzogtum Luxemburg —
Milchkommission";
b) oder aus einer mit der Kontrollmarke der Milch-
kommission versehenen Aluminiumkapsel, welche
auf den Flaschen angebracht wird. Die Kapseln der
Literflaschen sind blau, diejenigen der Halbliter-
flaschen rot;
c) oder aus einer mit der Kontrollmarke der Milch-
kommission versehenen Pappscheibe, welche für
Literflaschen von weißer und für Halbliterflaschen
von gelber Farbe ist.
Außer dem angeführten Wortlaut können die
Flaschenverschlüsse die Firmenbezeichnung der Mol-
kerei oder den Namen des Milchhändlers tragen.
Die Kannen müssen mit einem ihrem
Fassungsvermögen entsprechenden Kontrollstreifen
versehen sein, ohne Rücksicht auf ihren tatsächlichen
Inhalt.
Unter Arbeitgeber versteht man dieje-
nigen Personen, die in der Ausbeutung eines Unter-
nehmens oder in der Ausübung eines Berufes ge-
wöhnlich einen oder mehrere Arbeiter, sei es während
des ganzen Jahres, sei es zu bestimmten Zeiten des
Jahres, beschäftigen.
Als Arbeitgeber sind ebenfalls anzusehen
1. die Eigentümer der zum Handel oder zur Fluß-
fischerei bestimmten Schiffe;
2. die Personen die einen oder mehrere Gärtner
in ihren Diensten haben.
Ebenso trifft dies zu, falls sie gewöhnlich einen
oder mehrere Arbeiter beschäftigen, für
1. Handelsgesellschaften,
Vereinigungen,
Grup-
pierungen oder Anstalten ohne Gewinnzweck;
2. Institute öffentlichen Nutzens.
Les bidons, réservoirs et bouteilles de-
vront être munis de la fermeture de contrôle avant
de quitter l'établissement du producteur, excepté
si ce dernier vend le lait à une laiterie ou à un
marchand de lait qui soumettent le lait à un traite-
ment ultérieur. Ces laiteries et marchands de lait
sont tenus à apposer les fermetures de contrôle
avant que les bidons, réservoirs ou bouteilles
quittent leurs établissements.
Der Kontrollverschluß muß vor dem
Verlassen des Betriebes des Produzenten an den
Kannen, Behältern oder Flaschen angebracht wer-
den, außer wenn der Produzent die Milch einer
Molkerei oder einem Milchhändler verkauft, welche
sie einer weiteren Behandlung unterwerfen. Diese
Molkereien und Milchhändler müssen die Kontroll-
verschlüsse an den Kannen, Behältern oder Flaschen
anbringen bevor diese ihre Betriebe verlassen.
L'intermédiaire (laiterie ou marchand de
lait) qui se charge de l'application des fermetures
de contrôle pourra porter en déduction du prix
minimum payé au producteur 0,02 fr. par litre.
Der Vermittler (Molkerei oder Milch-
händler), welcher das Anbringen der Kontrollver-
schlüsse auf seine Rechnung übernimmt kann dafür
dem Produzenten 0,02 Fr. je Liter vom staatlichen
Mindestpreis abziehen.
Les bandes de contrôle devront être
appliquées au bidon ou réservoir de manière que
celui-ci ne puisse être ouvert, sans que la bande de
contrôle soit déchirée. Il est défendu de se servir
plus d'une fois d'un même disque, d'une même
capsule ou d'une même bande de contrôle.
Die Kontrollstreifen müssen so an der
Kanne oder dem Behälter angebracht werden, daß
diese nicht geöffnet werden können, ohne daß der
Kontrollstreifen zerrissen wird.
Es ist verboten sich mehr als einmal derselben
Scheibe oder Kapsel oder desselben Kontrollstreifens
zu bedienen,
Le tarif des fournitures à faire par la
Commission du lait sera fixé par le Ministre de
l'Agriculture.
Der Ackerbauminister bestimmt die Preise
der von der Milchkommission zu liefernden Ver-
schlüsse.
Les dispositions qui précèdent ne s'ap-
pliquent pas au lait vendu à domicile par les pro-
ducteurs aux consommateurs.
Die vorhergehenden Bestimmungen sind
nicht anwendbar auf die Milch, welche im Hause des
Produzenten an die Konsumenten verkauft wird.
V. — Marque nationale du beurre luxembourgeois.
Il est créé une marque nationale du
beurre luxembourgeois.
La marque est caractérisée par une rose et l'êcus-
son national encadrés d'une guirlande de roses,
le tout en couleur rouge.
Au-dessus de la rose et de l'écusson figure l'ins-
cription ; Grand-Duché de Luxembourg. Entre la
rose et l'écusson se trouve l'inscription : Beurre
Marque nationale, Luxemburgische Markenbutter,
«Rose». Au-dessous, en petits caractères: Sous
le contrôle de l'Etat, Unter staatlicher Kontrolle.
Toutes ces inscriptions sont en bleu.
A gauche, au-dessous de la rose, il y a une lettre
et le chiffre de contrôle. A droite, au-dessous de
l'écusson, le numéro de la laiterie. Cette lettre et
les chiffres sont échangeables.
La marque est déposée entre les mains du fonc-
tionnaire désigné par le Gouvernement grand-ducal
V. — Nationale Marke für luxemburgische Butter.
Es wird eine nationale Marke für luxem-
burgische Butter geschaffen.
Die Marke ist durch eine Rose und das nationale
Wappen, die von einem Rosengewinde umrahmt
sind, gekennzeichnet, alles in roter Farbe.
Aber der Rose und dem Wappen befindet sich
die Aufschrift: „Grand-Duché de Luxembourg".
Zwischen der Rose und dem Wappen ist vermerkt
Beurre, Marque Nationale, Luxemburgische Marken-
butter, „Rose". Darunter, in kleinen Buchstaben
„Sous Ie contrôle de I'Etat, Unter staatlicher Kon-
trolle." Alle diese Aufschriften sind in blau.
Links, unter der Rose, befindet sich ein Buchstabe
und die Kontrollziffer. Rechts, unter dem Wappen,
die Nummer der Molkerei. Dieser Buchstabe und
die Ziffern sind auswechselbar.
Die Marke wird zu Händen des von der Groß-
herzoglichen Regierung bezeichneten Beamten für
pour l'administration des marques de fabrique
et de commerce et jouit donc des avantages et
privilégiés des marques de fabrique et de commerce
conformément à la loi du 28 mars 1883 et de l'arrêté
grand-ducal du 30 mai 1883, pris en exécution de
cette loi. Elle est déposée en outre à l'étranger.
La présence de la marque sur les par-
chemins et emballages des beurres garantit
1° que les beurres sont d'origine luxembourgeoise ;
2° que la fabrication de ces beurres est placée
sous le contrôle de l'Etat ;
3° que les beurres ne contiennent d'autres
graisses que la matière grasse de lait pur et qu'ils
ne contiennent pas plus de 16% d'eau ;
4° que les beurres ne contiennent aucun agent
de conservation outre le sel et qu'ils ne contiennent
aucun colorant à l'aniline.
Cette garantie cesse d'exister dès que les par-
chemins et emballages des beurres sont ouverts.
Das Vorhandensein der Marke auf dem
Pergamentpapier und den Verpackungen der Butter
gewährleistet
1) daß die Butter luxemburgischen Ursprungs ist;
2) daß die Herstellung dieser Butter unter die
Aufsicht des Staates gestellt ist;
3) daß die Butter keine anderen Fettarten als
reines Milchfett und nicht mehr als 16% Wasser
enthält;
4) daß die Butter keine andern Konservierungsmittel
als Salz und keinen Anilinfarbstoff enthält.
Diese Gewähr hört auf zu bestehen, sobald das
Pergamentpapier und die Verpackungen der Butter
geöffnet werden.
Pour être autorisées à se servir de la
marque nationale, les laiteries doivent remplir les
conditions suivantes
1° les laiteries doivent être établies sur le terri-
toire du Grand-Duché ;
2° les laiteries sont obligées à ne travailler que
du lait provenant d'étables soumises à un contrôle
sanitaire dont la forme et l'étendue seront plus
spécialement désignées par l'organe chargé de la
gestion de la marque ;
3° les laiteries doivent tenir une comptabilité
régulière renseignant sur les entrées et sorties
du lait et de la crème, ainsi que sur la production et
la vente du beurre
4° le personnel des laiteries doit posséder les
connaissances
théoriques et pratiques requises
pour la fabrications d'un beurre de qualité. Il doit,
en outre, être exempt de maladies contagieuses,
ce qui sera constaté périodiquement par un examen
médical ;
5° chaque laiterie doit posséder les appareils
nécessaires au contrôle de la teneur en graisse et
en impuretés du lait, ainsi que ceux nécessaires
à la détermination de l'acidité du lait ;
6° les plafonds et les murs des locaux réservés
die Verwaltung der Fabrik- und Geschäftsmarten
hinterlegt und genießt also die Vorteile und Vor-
rechte der Fabrik- und Geschäftsmarken gemäß dem
Gesetze vom 25. März 1883 und dem in Ausführung
dieses Gesetzes getroffenen Großherzoglichen Be-
schlusse vom 30. Mai 1883. Sie wird außerdem im
Ausland hinterlegt.
Um sich der nationalen Marke bedienen
zu dürfen, müssen die Molkereien die folgenden
Bedingungen erfüllen
1) die Molkereien müssen auf dem Gebiet des
Großherzogtums errichtet sein;
2) Die Molkereien dürfen nur Milch entrahmen,
die aus Ställen stammt, die einer gesundheitlichen
Kontrolle unterworfen sind.
Die Form und der
Umfang der Kontrolle werden durch das mit der
Führung der Marke betraute Organ speziell bestimmt;
3) Die Molkereien müssen eine regelmäßige Buch-
führung führen, welche über alle Ein- und Ausgänge
der Milch und des Rahms, sowie über die Herstellung
und den Verkauf der Butter Aufschluß gibt;
4) Das Molkereipersonal muß die theoretischen und
praktischen Kenntnisse besitzen, welche für die Her-
stellung einer Qualitätsbutter
erfordert sind.
Es
muß außerdem frei von ansteckenden Krankheiten
sein, was periodisch durch eine ärztliche Untersuchung
festgestellt wird;
5) Jede Molkerei muß die Apparate besitzen, welche
für die Kontrolle des Fett- und Schmutzgehaltes der
Milch, sowie für die Bestimmung des Säuregehaltes
erfordert sind;
6) Die Decken und Wände der für die Herstellung
à la fabrication du beurre doivent être peints à
l'huile ou bien être couverts d'une matière quel-
conque facilement lavable et imperméable à l'eau.
L'éclairage et la ventilation des locaux, ainsi que
l'eau qui sert au travail, doivent être tels qu'ils
ne s'opposent en rien a la fabrication d'un beurre
de qualité. Chaque laiterie doit posséder en outre
des installations spéciales pour le chauffage, ainsi
que le refroidissement du lait, de la crème et du
beurre ;
7° les laiteries doivent participer régulièrement
à des concours beurriers qui auront lieu au moins six
fois par an et obtenir dans ces concours pour le
beurre fabriqué le minimum de points prévus pour
l'obtention de la marque. L'organisation de ces
concours est déterminée par des règlements spé-
ciaux.
A partir du 1er janvier 1939 toutes les
laiteries, quel qu'en soit le statut juridique, devront
participer d'une façon régulière aux concours
beurriers prévus à l'article précédent.
Vom 1. Januar 1939 ad müssen alle
Molkereien, ohne Rücklicht auf ihre juristische Form,
regelmäßig an den im vorhergehenden Artikel vorge-
sehenen Butterwettbewerbe teilnehmen.
Il est créé deux standards de beurre
Qualité supérieure et première qualité.
Ne pourront être désignés beurres de qualité
supérieure que les beurres qui auront obtenu dans
trois concours consécutifs au moins 85% du maxi-
mum total des points dont au moins 8/10 des
points fixés pour le goût.
Ne pourront être désignés beurres de première
qualité que les beurres qui auront obtenu dans trois
concours consécutifs au moins 75% des points, tant
du maximum total que du maximum fixé pour le
goût.
La qualité doit être nettement marquée sur les
parchemins et emballages. Pour bien distinguer les
standards, la qualité supérieure est imprimée avec
un timbre en caoutchouc à l'encre rouge et la
première qualité à l'encre bleue.
Es werden zwei Butterstandarde geschaf-
fen: Vorzugsbutter und Butter erster Qualität. Als
Vorzugsbutter kann nur diejenige Butter bezeichnet
werden, die in drei aufeinanderfolgenden Wettbe-
werben wenigstens 85% der Gesamtpunktezahl, wo-
von 8/10 der für den Geschmack festgesetzten Punkte-
zahl, erhält.
Als Butter erster Qualität kann nur diejenige
Butter bezeichnet werden, welche in drei aufeinander-
folgenden Wettbewerben wenigstens 75% sowohl
der Gesamtpunktezahl als der für den Geschmack
festgesetzten Punktezahl erhält.
Die Qualität muß deutlich auf dem Pergament -
papier und den Verpackungen vermerkt sein. Um die
Standarde voneinander gut zu unterscheiden, wird
die Vorzugsqualität mit einem Gummistempel mit
roter Tinte, die erste Qualität mit blauer Tinte auf-
gedruckt.
Les demandes en obtention de la marque
sont à adresser à la Commission du lait, qui est
chargée de la surveillance de la marque. Les de-
mandes doivent être accompagnées de tous les ren-
seignements utiles et éventuellement de pièces à
l'appui, notamment sur la production journalière
moyenne de beurre, le contrôle des étables et les
installations techniques de la laiterie. Après instruc-
der Butter bestimmten Räumlichkeiten müssen einen
Ölanstrich haben oder mit
einem anderen leicht
abwaschbaren und für das Wasser undurchlässigen
Stoffe bekleidet sein.
Die Beleuchtung und die
Lüftung der Räumlichkeiten, sowie das zur Verarbei-
tung dienende Wasser, müssen so beschaffen sein, daß
sie der Herstellung einer Qualitätsbutter nicht hin-
derlich sind. Jede Molkerei muß außerdem besondere
Einrichtungen für die Erhitzung, sowie für die Abküh-
lung der Milch, des Rahms und der Butter besitzen;
7) Die Molkereien müssen sich regelmäßig an den
Butterwettbewerben beteiligen, die wenigstens sechs
Mal im Jahre stattfinden; sie müssen dabei für die
hergestellte Butter die für die Erlangung der Butter-
marke vorgesehene Minimalpunktezahl erhalten. Die
Organisation dieser Wettbewerbe wird durch Spezial-
reglemente geregelt.
Die Gesuche zur Erlangung der Marke
sind an die Milchkommission zu richten, welche mit
der Aufsicht der Marke betraut ist.
Die Gesuche
müssen von allen nützlichen Auskünften begleitet
sein, gegebenenfalls von Belegstücken, namentlich
über die tägliche durchschnittliche Butterproduktion,
die Kontrolle der Stalle und die technische Einricht-
ung der Molkerei. Nach Prüfung der Gesuche über-
tion des demandes, la Commission du lait les trans-
met avec ses propositions au Ministère de l'Agri-
culture qui en décide.
Les pains de beurre de ½ ou de ¼ kg
doivent être enveloppés dans du papier parchemin
portant la marque et les chiffres de contrôle. Ils
doivent avoir les dimensions uniformes suivantes
a) Pains de beurre à ½ kg : 13 X 8 X 5,5 cm.
b) Pains de beurre à ¼ kg: 10 X 6 X 4,5 cm.
Die Butterstücke von ½ oder ¼ kg müssen
in Pergamentpapier, welches die Marke und die
Kontrollziffern trägt, verpackt sein. Sie müssen die
folgenden einheitlichen Dimensionen haben
a) Butterstücke zu ½ kg: 13 X 8 X 5,5 cm;
b) Butterstücke zu ¼ kg: 10 X 6 X 4,5 cm.
L'emballage de beurre en caisses ne
pourra se faire qu'en caisses d'un poids net de
25 kg.
Pourront seules être employés des caisses neuves,
en hêtre et de bonne qualité. Les dimensions des
caisses exclusivement autorisées sont fixées comme
suit : 31 X 31 X 30 centimètres.
Après le remplissage, la marque est apposée sur
une planche des caisses. A l'intérieur, les caisses
sont à garnir de papier parchemin bien propre.
Sur les deux fonds est appliqué un billet de contrôle
en papier mince, portant le chiffre de contrôle,
le numéro de la laiterie et éventuellement la date
de remplissage.
Die Verpackung der Butter in Kisten
kann nur in Kisten von einem Nettogewicht von
25 kg erfolgen. Es können nur neue Kisten aus Bu-
chenholz und von guter Qualität verwandt werden.
Zuläßig sind nur Kisten mit 31 X 31 X 30 cm. Dimen-
sionen.
Nach der Füllung wird die Marke auf ein Brett
der Kisten angebracht. Im Innern sind die Kisten
mit recht sauberem Pergamentpapier auszuschlagen.
Auf die zwei Böden wird ein Kontrollzettel aus
dünnem Papier gelegt, welcher die Ziffer der Kon-
trolle, die Nummer der Molkerei und eventuell das
Füllungsdatum trägt.
Les parchemins et billets de contrôle,
ainsi que tout autre matériel muni de la marque, ne
pourront être fournis que par la Commission du
lait, laquelle est autorisée à percevoir des taxes
pour couvrir les frais de gestion, de contrôle et de
surveillance de la marque.
Das Pergamentpapier und die Kontroll-
zettel, sowie jedes andere mit der Marke versehene
Material, können nur durch die Milchkommission
geliefert werden, welche ermächtigt ist, zur Deckung
der Verwaltungs-, Kontroll- und Aufsichtskosten,
Taxen zu erheben.
Les laiteries qui auront obtenu l'auto-
risation de se servir de la marque sont tenues de
permettre l'accès libre de leurs locaux, ainsi que
l'inspection des installations et livres de compta-
bilité, pendant les jours ouvrables du lever jusqu'au
coucher du soleil aux agents de contrôle désignés
par le Ministre de l'Agriculture.
Molkereien, welche die Ermächtigung
erhalten sich der Marke zu bedienen, sind verpflichtet,
den durch den Ackerbauminister bezeichneten Kon-
trollagenten freien Zutritt zu ihren Lokalen, sowie
die Inspektion der Einrichtungen und der Buchfüh-
rungsbücher an den Werktagen von Sonnenaufgang
bis Sonnenuntergang zu gestatten.
L'emploi de la marque sur des papiers
d'affaires, enveloppes et en-têtes de lettre est
strictement défendu.
Il est défendu en outre de changer ou d'altérer
d'une façon quelconque la marque sur les parche-
mins, billets de contrôle et emballages, en y appor-
tant d'autres signes ou inscriptions que ceux prévus
par le présent arrêté.
Aussi est-il défendu de fabriquer et d'employer
des étiquettes d'un arrangement semblable à celui
mittelt
die Milchkommission dieselben mit
ihren
Vorschlägen an den Ackerbauminister, welcher darüber
befindet.
Die Verwendung der Marke auf Ge-
schäftspapieren, Briefumschlägen und Briefpapier ist
streng verboten. Es ist weiterhin untersagt, die
Marke auf dem Pergamentpapier, den Kontroll-
zetteln und Verpackungen irgendwie zu ändern oder
zu fälschen durch Hinzufügung von anderen Zeichen
oder Inschriften als den durch gegenwärtigen Beschluß
vorgesehenen.
Auch ist es verboten, Etiketten, welche der Marke
ähnlich sind, zu dem trügerischen Zwecke herzustellen
de la marque dans le but trompeur de faire croire
aux acheteurs qu'il s'agit de la marque même.
Toute contrefaçon et toute apposition frauduleuse
de la marque ainsi que toute tentative de ces délits
encourront les peines prévues par la loi du 28 mars
1883 sur les marques de fabrique et de commerce,
sans préjudice des peines prévues par le Code pénal.
En outre, la confiscation du beurre et des emballages
portant la marque contrefaite ou frauduleusement
apposée pourra être ordonnée.
Les laiteries, auxquelles le droit d'em-
ployer la marqua est accordé, devront par leur
comptabilité, justifier l'emploi fait des parchemins
et billets de contrôle qui leur ont été fournis. Les
marques déchirées ou non utilisables sont à produire
au contrôle.
Die Molkereien, welche berechtigt sind,
die Marke zu benutzen, müssen die Verwendung des
ihnen gelieferten Pergamentpapieres und der Kon-
trollzettel durch ihre Büchführung nachweisen. Die
zerrissenen und nicht verwendbaren Marken sind bei
der Kontrolle beizubringen.
Le droit de se servir de la marque sera
retiré aux laiteries dont les produits n'auront plus
obtenu à deux épreuves successives le minimum
de points exigé.
Le droit de l'emploi de la marque ne pourra être
reconquis qu'après avoir prouvé, à quatre autres
épreuves successives, que les beurres ont de nouveau
les qualités requises par le présent arrêté.
Une laiterie, à laquelle le droit de se servir de la
marque a été retiré deux fois dans une période de
12 mois, ne pourra reconquérir ce droit qu'après que
ses produits auront rempli à six épreuves successives
les conditions du présent arrêté.
Das Recht, sich der Marke zu bedienen
wird denjenigen Molkereien entzogen, deren Pro-
dukte bei zwei aufeinanderfolgenden Prüfungen die
erforderliche Minimalpunktezahl nicht mehr erhalten
haben.
Das Recht, die Marke zu verwenden, kann erst
wiedererlangt werden, wenn bei vier aufeinander-
folgenden Proben festgestellt wurde, daß die Butter
die durch den gegenwärtigen Beschluß vorgesehenen
Eigenschaften wiedererlangt hat.
Eine Molkerei, welcher das Recht, sich der Marke
zu bedienen zweimal in einer Periode von zwölf
Monaten entzogen worden ist, kann dieses Recht erst
wiedererlangen, wenn ihre Produkte in sechs
aufeinanderfolgenden Prüfungen die Bedingungen
dieses Beschlusses erfüllt haben.
La marque pourra encore être retirée
dans les cas suivants
1° aux laiteries qui en auront abusé de sorte que
lors du contrôle un grand nombre de parchemins
ou de billets de contrôle manquent sans que l'emploi
en puisse être justifié ;
2° aux laiteries qui se seront servies d'autres
marques que de celles fournies par la Commission
du lait ou auxquelles il peut être prouvé qu'elles
ont cherché à s'en procurer.
Die Marke kann noch in folgenden Fällen
entzogen werden
1) Den Molkereien, welche die Marke mißbraucht
haben, so daß bei der Kontrolle eine große Anzahl
von Pergamentpapierbogen oder Kontrollzettel feh-
len, ohne daß deren Verwendung nachgewiesen
werden kann;
2) Den Molkereien, welche sich anderer als der
von der Milchkommission gelieferten Marken bedient
haben oder denen nachgewiesen weiden kann, daß sie
versucht haben, sich solche zu beschaffen.
En cas d'emploi abusif de la marque
ou de contravention aux dispositions du présent
und zu verwenden, die Käufer zu täuschen und
glauben zu lassen, es handle sich um die Marke selbst.
Jede Nachahmung und frevelhafte Verwendung
der Marke, sowie jeder Versuch dazu, werden mit
den gemäß Gesetz vom 28. März 1883 über die
Fabrik- und Geschäftsmarken vorgesehenen Strafen
belegt, unbeschadet der durch das Strafgesetzbuch vor-
gesehenen Strafen. Ferner kann die Beschlagnahm-
ung der Butter und der Verpackungen, welche die
nachgeahmte oder frevelhaft angebrachte Marke
tragen, angeordnet werden.
Im Falle der mißbräuchlichen Benutzung
der Marke oder eines Verstoßes gegen die Bestim-
arrêté, la Commission du lait peut provisoirement
suspendre l'usage de la marque.
Le retrait définitif de la marque sera
prononcé par le Ministre de l'Agriculture sur la
proposition de la Commission du lait.
Die endgültige Entziehung der Marke
wird auf den Vorschlag der Milchkommission durch
den Ackerbauminister verfügt.
En cas de retrait de la marque, les
laiteries sont obligées de renvoyer immédiatement
à la Commission du lait toutes les marques qui
leur ont été fourmes sous une forme quelconque.
Im Falle der Entziehung der Marke
sind die Molkereien verpflichtet, sämtliche Marken,
welche ihnen unter irgendeiner Form geliefert wor-
den sind, sofort an die Milchkommission zurückzu-
senden.
Tous les autres détails d'administration,
de contrôle et de surveillance de la marque seront
réglés directement par la Commission du lait.
VI. — Production margarinière.
Alle anderen
Verwaltungs-Kontroll-
und Überwachungsmaßnahmen
der Marke werden
durch die Milchkommission festgeletzt.
VI. — Margarineproduktion.
Jusqu'à disposition ultérieure, la fabri-
cation, dans le Grand-Duché de Luxembourg, de
margarine colorée ou aromatisée en vue de l'écou-
lement à l'intérieur de l'Union économique belgo-
luxembourgeoise est limitée à 1/28me de la quantité
produite en Belgique.
VII. —- Dispositions finales.
Bis auf weiteres ist im Großherzogtum
Luxemburg die Herstellung gefärbter oder aromati-
sierter Margarine, welche für den Absatz im Innern
der belgisch-luxemburgischen Wirtschaftsunion be-
stimmt ist, auf 1/28 der in Belgien hergestellten
Menge beschrankt.
Vll. — Schlußbestimmungen.
Les infractions et tentatives d'infrac-
tions aux dispositions du présent arrêté seront
punies des peines prévues à l'art. 30 de l'arrêté du
29 décembre 1938, concernant l'organisation et
l'assainissement de l'économie laitière.
Zuwiderhandlungen und Versuche der
Zuwiderhandlung
gegen die Bestimmungen des
vorliegenden Beschlusses werden mit den im Art. 30
des Beschlusses vom 29. Dezember 1938 über Orga-
nisation und Sanierung der Milchwirtschaft geahndet.
Les arrêtés
du 23 septembre 1932, portant création d'une
marque nationale du beurre luxembourgeois en
exécution de la loi du 2 juillet 1932, concernant la
standardisation des produits agricoles et horticoles
et la création d'une marque nationale ;
du 3 septembre 1937, portant exécution de
l'arrêté grand-ducal du 27 mai 1937, concernant
l'organisation et l'assainissement du commerce du
lait et des produits laitiers ;
du 17 décembre 1937, concernant la comptabilité
prescrite pour le commerce du lait et du beurre ;
du 20 décembre 1937, concernant le parchemin
d'emballage des beurres ;
du 9 mai 1938, concernant la fixation de prix
minima pour le lait de consommation et le beurre ;
du 26 septembre 1938, concernant la participation
obligatoire des laiteries aux concours beurriers ;
mungen dieses Beschlusses kann die Milchkommission
die Benutzung der Marke vorläufig untersagen.
Die Beschlüsse
vom 23. September 1932, wodurch eine nationale
Marke für luxemburgische Butter geschaffen wird,
in Ausführung des Gesetzes vom 2. Juli 1932, be-
treffend die Standardisierung der landwirtschaftlichen
und gartenbaulichen Produkte, sowie die Schaffung
einer nationalen Marke;
vom 3. September 1937, betreffend die Ausführung
des Großh. Beschlusses vom 27. Mai 1937 über den
Handel mit Milch und Milcherzeugnissen;
vom 17. Dezember 1937, über die im Milch- und
Butterhandel vorgeschriebene Buchhaltung;
vom 20. Dezember 1937, über das Butterpapier;
vom 9. Mai 1938, betreffend die Festsetzung von
Mindestpreisen für Milch und Butter;
vom 26. September 1938, über die obligatorische
Beteiligung der Molkereien an den Butterprüfungen;
du 29 septembre 1938, concernant la limitation
provisoire de la production margarinière ;
du 4 octobre 1938, portant modification de celui
du 9 mai 1938, concernant la fixation de prix minima
pour le lait et le beurre ;
du 12 octobre 1938, concernant la vente du lait
de consommation ;
du 26 octobre 1918, concernant les prix minima
du beurre ;
sont abrogés à partir du 1er janvier 1939.
Le présent arrêté sera publié au Mé-
morial.
Luxembourg, le 30 décembre 1938.
Le Ministre de l'Agriculture.
Nic. Margue.
vom 29. September 1938 über die einstweilige
Beschränkung der Margarineerzeugung;
vom 4. Oktober 1938 durch welchen der Beschluß
vom 9. Mai 1938 über die Festsetzung von Mindest-
preisen für Milch und Butter abgeändert wird;
vom 12. Oktober 1938, betreffend den Frischmilch-
verkauf
vom 26. Oktober, betreffend die Mindestpreise
für Butter
sind vom ersten Januar 1939 an abgeschafft.
Der vorligende Beschluß wird im „Me-
morial" veröffentlicht.
Luxemburg, den 30. Dezember 1938.
Der Minister des Ackerbaus,
Nik. Margue.
Annexes à l'arrêté ministériel du 30 décembre 1938, relatif à l'exécution de l'arrêté grand-ducal du
29 décembre 1938, concernant l'organisation et l'assinissement de l'économie laitière.
Annexe № I
MILCHKONTOLLREGISTER
für Produzenten, Milchhändler und Molkereien.
Name und
Vorname
(des Produzenten, des Milchhändlers
oder der Molkerei)
Wohnort.
Straße
JAHR 193
Monat
Januar
Tag
EINGANG
Eigene
Milch-
produk-
tion
Liter
Zu-
gekaufte
Milch
Liter
Zu-
sammen
Milch
Liter
AUSGANG
Als
Frisch-
milch
verkauft
Liter
Entrahmt
Milch
Liter
Rahm-
verkauf
Liter
Vollmilch
zu Käse
ver-
arbeitet
Liter
Register-Deckel
Doppelseite.
KONTROLLREGISTER FÜR DEN BUTTERHANDEL.
Annexe № II
JAHR: 193
Monat:: Tag
Januar
Molkereibutter
Von Molkerei
Eigene Produktion
Useldingen
Everlingen
Pratz
Bettborn-Platen
Hostert (Redingen)
Nagem
Useldingen
Everlingen
Bettborn Platen
Pratz
Butter
Pfund
Preis
pro
Pfund
Fr.
11,25
11,25
11,25
11,25
11,25
11,00
11,25
11,25
11,25
11,25
EINGANG
Landbutter
Herkunft
Useldingen
Useldingen
Bettborn
Pratz
Butter
Pfund
Preis
pro
Pfund
9,50
9,50
9,00
9,50
Gesamt-
Tageseing.
Molk.-
butter
Pfund
Land-
butter
Pfund
JAHR : 193
Monat: |Tag
Molkereibutter
Absatz
der Butter
Wochenmarkt
Detailverkauf im
Hause
Engrosverkauf
Engrosverkauf
Detailverkauf im
Hause
Markt Luxemburg
Engrosverkauf
Haushalt
Butter
Pfund
Erzielter
Preis
pro
Pfund
Fr.
12,00
12,50
11,75
11,50
12,00
12,00
11,50
Landbutter
Absatz
der Butter
Markt Luxbg.
Detailverkauf
Markt Luxbg.
Butter
Pfund
Erzielter
Preis
pro
Pfund
Fr.
10,50
10,50
10,50
Gesamt-
Tageseing.
Molk -
butter
Pfund
Land-
butter
Pfund
AUSGANG
B
MONATLICHE MITTEILUNGEN DER MOLKEREIEN
uber
Milchanlieferungen, Milchverkauf, Butterproduktion und -Absatz.
Annexe N° III.
Adress-
Seite
Text-
Seite
Mollkerei
Monat
Angelieferte Milchmenge
Liter.
Als Frischmilch verkauft
Liter.
Entrahmte Milchmenge
Liter.
Rahmverkauf
Liter.
Butterproduktion
Kilogramm
Butterverkauf an Abnehmer
Kilogramm
Erzielter Butterpreis : (Pro Kilogramm)
Franken
Butterabnehmer (Name und Wohnort)
,
POSTKARTE.
An die
Staatliche Milchkommission
in
LUXEMBURG
Annexe № IV
Bericht über die Bestände an Kühlhausbutter
Monat
Kg.
Bestand am Monatsersten
Im Laufe des Monates wurden den
Kühlräumen entnommen
Im Laufe des Monates wurden in die
Kühlräume eingelagert
Bestand am Monatsletzten
Davon lagern : in eigenen Kühlräumen
in gemieteten Kühlräumen
, den
(Unterschrift)
Annexe № V
Annexe N° VI.
F
No
163564
Datum der
Ausfuhr
Verkaufsort
Name u Anschrift
des Abnehmers
Verkaufte
Menge
Verkaufspreis
in aus-
land.
Währung
umge-
rechnet
in lux
Wahrung
Gesamterlös Bemerkungen
Großh. Beschluß vom 31. Dezember 1938 betreffend
die Schaffung von Arbeiterschiedsgerichten.
Wir Charlotte, von Gottes Gnaden Großherzogin
zu Luxemburg, Herzogin zu Nassau, u., u., u.;
Durch das Gesetz vom 27. Dezember 1937 hat die
Deputiertenkammer der Regierung die Vollmacht
übertragen, durch Großh. Beschluß Gerichte genannt
Arbeiterschiedsgerichte
zu
schaffen,
die
bestimmt
sind die zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer
entstehenden Schwierigkeiten zu lösen.
Während zu der Zeit wo die Zivilprozeßordnung
veröffentlicht wurde die Beharrlichkeit der alther-
gebrachten Gebräuche den Werkstätten noch einen
Familiencharakter gab, steigert heute der immer mehr
um
sich greifende Gebrauch der Maschinen die
industrielle Konzentration, sodaß die Ungleichheit der
vertragschließenden Parteien zu sehr in die Augen
springt. Die beständigen Änderungen der Arbeits-
bedingungen sind eine Quelle zahlreicher Konflikte
zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Die
Arbeiterschiedsgerichte
haben
zum
Zweck,
durch gütige Annäherung der Parteien, deren Mei-
nungsverschiedenheiten zu beseitigen und im Handel
und in der Industrie, zwischen Arbeitgeber einer-
seits,
Arbeitnehmer
und
Lehrlingen
anderseits,
heftige Konflikte zu vermeiden, welche sonst die
ordentlichen Gerichte in Anspruch nehmen würden;
jedoch wird das Recht vorbehalten; in Ermangelung
einer Einigung, den Streit
durch ein Urteil zu
schlichten.
Infolge der Verkündigung der Freiheit der In-
dustrie durch die französische Revolution und durch
die Abschaffung der Zünfte und der Meisterschaften
in Frankreich, hat das Gesetz vom 16. August 1786
in
jedem Kanton, außer
einem
Friedensrichter,
Arbeiterschiedsgerichte eingesetzt, die zuständig sind
über die Bezahlung der Löhnung der Arbeiter und
über die Ausführung der Verpflichtungen zwischen
Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu befinden.
Unter dem Kaiserreich im Jahre 1806 wurde zu
Lyon das erste wirkliche Schiedsgericht für Arbeiter
eingesetzt.
In
Belgien wurden die ersten Arbeitsgerichte
1810 und 1813 geschaffen. Ihre Zahl wurde nach-
träglich
durch nachfolgende
Gesetze immer mehr
vergrößert.
Nachdem die Erfahrung gezeigt hatte,
daß die Schiedsgerichte eine zu beschränkte Tätig-
keit entwickelten hat das Gesetz vom 25. Juni 1927
indem es eine Neugruppierung der Schiedsgerichte
anordnete auch deren Zuständigkeit erweitert und
genauer bestimmt.
Im
Großherzogtum Luxemburg ist das Prinzip
der Schiedsgerichte in einer praktischeren Form auf
andern Gebieten bereits eingefuhrt worden, nämlich
in Sachen der Unfallversicherung sowie bei Streitig-
keiten zwischen Arbeitgeber und Privatangestellten.
Die Notwendigkeit für die Streitigkeiten zwischen
Arbeitgeber und Arbeiter auch Sondergerichte ein-
zuführen blieb jedoch bestehen. Diese Lücke wurde
durch das Gesetz vom 5. Januar 1929 über das Lehr-
lingswesen teilweise ausgefüllt, indem dieses Gesetz
die Streitigkeiten zwischen Meistern und Lehrlingen
vor das schon bestehende Schiedsgericht verwies.
Für diese Streitigkeiten sind in Zukunft ebenfalls
die Arbeiterschiedsgerichte zuständig.
Nach Einsicht des Gesetzes vom 27. Dezember 1937,
betreffend die Ausdehnung der Zuständigkeit der
Exekutivgewalt;
Nach Einsicht des Art. 27 des Gesetzes vom 16.
Januar 1866 über die Einrichtung des Staatsrates,
und in Anbetracht der Dringlichkeit
Auf den Bericht Unseres Justizministers und nach
Beratung der Regierung im Konseil;
Haben beschlossen und beschließen