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des Großherzogthums Luxemburg.

1 Articles / Dispositions · Luxembourg
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Texte législatif (1 Articles)

des Großherzogthums Luxemburg.

Nummer 10.

Jahr 1850.

Verordnungs- und Verwaltungsblatt

des Großherzogthums Luxemburg.

Acte der Verwaltung.

General-Administration

Her Gemeinde-Angelegenheiten.

Rundschreiben

an die H . H . Bürgemeister und Schöf-

fen in Betreff der Befugnisse und

der Pflichten der Gemeindeverwal-

tungen in Polizeisachen.

Nr. 2 - 20 von 1850.

Luxemburg, den 1. Januar 1850.

Meine Herren,

Der Dienst der Polizei ist in gewissen Ort-

schaften nicht befriedigend.

Tadelnswerthe Unordnungen werden nament-

lich, wie ich bemerkt habe, in den Gemeinden

deshalb geduldet, weil die Ortsbehörde keine

gehörigen Begriffe von ihren Amtsbefugnissen

und ihren Pflichten hat.

Es ist wichtig, daß die Gemeinde-Beamten

Actes administratifs.

ADMINISTRATION GÉNÉRALE LES AFFAIRES

COMMUNALES.

CIRCULAIRE

à MM. les bourgmestres et échevins, con-

cernant les attributions et les devoirs

des administrations communales en

matière de police.

N° 2 — 20 de 1850.

Luxembourg, le 1 e r janvier 1850.

MESSIEURS ,

Le service de la police laisse à désirer dans cer-

taines localités.

Or, je me suis aperçu que souvent des désordres

repréhensibles sont tolérés dans les communes, parce

que l'autorité municipale n'a pas une juste idée de

l'étendue de ses pouvoirs et de ses devoirs.

Il importe que les fonctionnaires communaux

LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF

DU GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG.

genau den Wirkungskreis kennen, welcher ihnen

in Bezug auf die Polizei anvertraut ist, und daß

sie wissen, daß ihre Maßregeln eine genügende

Bestätigung im Gesetze finden.

Ich richte alle Ihre Aufmerksamkeit auf diesen

wesentlichen Theil der Munizipalgewalt, und will

nur einige Punkte desselben hervorheben, welche

sich auf den Dienst im Allgemeinen, oder auf

Falle beziehen, welche auf dem Lande ziemlich

häusig vorkommen. Alle Bestimmungen, welche

zur Anwendung kommen können, lassen sich nicht

besonders anführen.

Das Gesetz vertraut der Gemeindebehörde das

Recht an, und legt ihr die Pflicht auf, die Ord-

nung und die öffentliche Ruhe aufrecht zu hal-

ten, und den Einwohnern die Vortheile einer

guten Polizei zu gewähren, namentlich Reinlich-

keit, Gesundheit und Sicherheit der Personen

und des Eigenthums (Gesetz vom 20. August

1790).

Zu diesem Zwecke erläßt der Gemeinde-Rath

Reglements über die innere Verwaltung und die

Polizei, und verfügt, hinsichtlich der nicht durch

die Gesetze vorgesehenen Fälle, Strafen inner-

halb der Granzen nicht blos der einfachen Po-

lizei-Strafen, sondern auch innerhalb der des

strengem Gesetzes vom 6. März 1818.

Für Fälle, welche durch ein Gesetz vorgesehen

sind, ist die durch dieses ausgesprochene Strafe

anzupassen. Nichts hindert jedoch die Gemeinde-

Verwaltungen, diese Strafen in Erinnerung zu

bringen, und von Neuem die älteren Bestim-

mungen bekannt zu machen, welche die ihrer

Wachtsamkeit vertrauten Gegenstände betreffen

(Gesetz vom 22. Juli 1791, Art. 36 des Ge-

meinde-Gseetzes vom 24. Februar 1843).

Das Collegium der Bürgermeister und Schöf-

fen insbesondere hat für die Vollziehung der

Polizei-Gesetze und Reglements zu sorgen.

Dasselbe beauftragt hiermit eines seiner Mit-

glieder. Doch ist durch diese, für die gewöhnli-

soient bien pénétrés des attributions qui leur sont

conférées en matière de police, et qu'ils sachent que

leurs mesures trouvent dans la loi une sanction suf-

fisante.

J'appelle toute votre attention sur cette partie es-

sentielle du pouvoir municipal, dont j'indiquerai

seulement quelques points principaux se rattachant

au service général, ou à des cas qui se produisent

assez fréquemment dans les campagnes; je ne sau-

rais citer spécialement toutes les dispositions qui

peuvent trouver leur application.

La loi confie à l'autorité communale le droit, et

lui impose le devoir de maintenir le bon ordre et la

tranquillité publique, et de faire jouir les habitants

des avantages d'une bonne police, notamment de la

propreté, de la salubrité et de la sûreté des personnes

et des propriétés (loi du 20 août 4790).

A cet effet, le conseil communal fait des règle-

ments d'administration intérieure et de police, et

statue à l'égard des faits non prévus par les lois, des

peines dans les limites non seulement de celles de

simple police, mais encore de celles de la loi plus

sévère du 6 mars 1818.

Pour les faits prévus par une loi, c'est la peine

qu'elle prononce qui doit être adoptée. Mais rien

n'empêche les administrations communales de rap-

peler ces peines, et de publier de nouveau les an-

ciennes dispositions sur les objets confiés à leur vi-

gilance (loi du 22 juillet 1791, art. 36 de la loi

communale du 24 février 1843).

Le collège des bourgmestre et échevins est spécia-

lement chargé de l'exécution des lois et règlements

de police.

I l délègue à cet effet un de ses membres. Cette

délégation, faite pour les circonstances ordinaires,

chen Umstände geschehene Beauftragung nicht

ausgeschlossen, daß das Collegium, und nament-

lich der Bürgermeister, nöthigen Falles gemein-

schaftlich mit den Beauftragten handle (Art. 48

des Gemeinde-Gesetzes).

Im Falle eines Aufruhrs, bedeutender Stö-

rung des öffentlichen Friedens, und anderer un-

vorhergesehener Ereignisse werden Polizei-Regle-

ments Oringniß halber von den Bürgermeistern

und Schöffen allein erlassen (Art. 52 des Ge-

meinde-Gesetzes).

In solchen Fällen nimmt sogar der Bürger-

meister allein, oder der ihn vertretende Gemein-

debeamte, alle nothwendigen Maßregeln zur Her-

stellung oder Erhaltung der Ordnung. Er kann

deshalb unmittelbar die öffentliche Macht requi-

riren (Art. 63 des Gem. Ges.).

Als Beamter der gerichtlichen Polizei bringt

der Bürgermeister, oder sein Vertreter, beim

Staatsanwalt alle Verbrechen und Vergehen zur

Anzeige, nimmt darüber Protokolle auf, läßt die

Angeschuldigten im Falle der Ergreifung auf der

That festnehmen, und sie dem öffentlichen Mi-

nisterium vorführen (Art. 8, 9 und 11 der

Straf —

Prozeßordnung).

Bei solchen Gelegenheiten hat jeder Einwoh-

ner den von der Behörde erforderten Beistand

zu leisten, bei Vermeidung von Strafe nach dem

Art. 475, Nr. 12, des Strafgesetzbuches.

Die nämliche Bestimmung bedroht mit einer

Buße von sechs bis einschließlich zehn Francs

diejenigen, welche bei widrigen Vorfällen, Tu-

multen, Ueberschwemmung, Eisgang, Feuers-

brunst, oder sonstigen allgemeinen Gefahren und

Unglücksfällen, sowie auch bei Raub, Plünde-

rung, öffentlichem Nachrufen, oder bei gericht-

licher Vollstreckung, sich weigern oder versäu-

men, die Arbeiten zu verrichten, den Dienst

zu versehen, oder die Hülfe zu leisten, wozu sie

von der Gemeindebehörde aufgefordert worden,

obgleich sie dazu imStande waren.

n'empêche pas le collège, et notamment le bourg-

mestre, d'agir, s'il est nécessaire, concurremment

avec le délégué (art. 48 de la loi communale).

En cas d'émeute, d'atteinte grave portée à la paix

publique, ou d'autres événements imprévus, les

bourgmestres et échevins font d'urgence et seuls des

règlements de police (art. 52 de la loi communale).

Et même, dans de pareils cas, le bourgmestre seul

ou l'officier municipal qui le remplace, prend toutes les

mesures nécessaires pour rétablir ou pour maintenir

l'ordre. Il peut, à cet effet, requérir directement la

force publique (art. 63 de la loi communale).

Comme officier de la police judiciaire, le bourg-

mestre, ou celui qui le remplace dénonce au procu-

reur d'État tous les crimes et délits, en dresse pro-

cès-verbal, fait saisir les prévenus en cas de flagrant

délit et les fait conduire devant le ministère public

(art. 8, 9 et 11 du Code d'instruction criminelle).

Dans des circonstances semblables, chaque habi-

bitant doit prêter assistance, lorsque l'autorité la re-

quiert, sous peine d'être puni d'après l'art. 473,

N° 12, du Code pénal.

La même disposition prononce une amende de-

puis six francs jusqu'à dix francs inclusivement,

contre ceux qui, le pouvant, auront refusé ou né-

gligé de faire les travaux, le service, ou de prêter le

secours dont ils auront été requis par l'autorité com-

munale dans les circonstances d'accidents, tumulte,

inondation, débâcle, incendie ou autres dangers pu-

blics et calamités, ainsi que dans les cas de brigan-

dage, pillage, clameur publique ou d'exécution ju-

diciaire.

Mit einer Geldbuße von einem Franken bis

einschließlich fünf Francs werden bestraft

Diejenigen, welche versäumen oder verweigern

die Reglements oder Beschlüsse über die nicht zu

den Landstraßen gehörenden Wege zu befolgen,

oder der von der Gemeindebehörde erlassenen

Aufforderung nachzukommen, die den Einsturz

drohenden und gefährlichen Gebäude oder Mauern

auszubessern

oder niederzureißen.

Im

letztern

Falle tritt die Strafe Unabhängig von dem et-

waigen

Schadenersatze und der

Zahlung der

Kosten für die Arbeiten ein, welche die Verwal-

tung von Amtswegen vornehmen läßt;

Diejenigen, welche die öffentliche Straße ver-

sperren;

Diejenigen, welche vor ihre Häuser oder Ge-

bäude Sachen werfen oder ausstellen, die durch

ihr Fallen, oder durch ungesunde Ausdünstungen

schädlich werden können (Art. 471 des Strafge-

setzbuches).

Jeder Inhaber oder Hüter von Thieren oder

Wich, welche von einer ansteckenden Krankheit

befallen zu sein verdächtig sind, der nicht auf der

Stelle den Bürgermeister davon benachrichtigt,

oder sie nicht eingeschlossen hält, wird mit Ge-

fängniß von 6 Tagen bis 2 Monaten, und mit

einer Geldbuße von 16 Francs

bis zu 200

Francs bestraft (Art. 456 des Strafgesetzbuches).

Die gestorbenen Thiere müssen an demselben

Tage durch Fürsorge des

Eigenthümers auf

dessen Eigenthum, oder an einem von der Poli-

zei bezeichneten Orte, 4 Fuß

tief

vergraben

werden, bei den Strafen, welche durch den Art.

13 Tit. 2 des Gesetzes vom 28. September —

6 October 1791 festgestellt sind.

I m Falle der Eigenthümer eines an einer

Viehseuche gestorbenen Thieres

dasselbe nicht

wohl transportiren kann,

fordert

hierzu die

Gemeindeverwaltung einen

Andern, auch die

nöthigen Handlanger auf, bei

einer Geldbuße

Sont punis d'une amende, depuis un franc jus«

qu'à cinq francs inclusivement

Ceux qui auront négligé ou refusé d'exécuter lés

règlements ou arrêtés concernant la petite voirie, ou

d'obéir à la sommation de l'autorité communale de

réparer ou démolir des bâtiments ou murs menaçant

ruine et présentant du danger. Dans le dernier cas,

la peine est appliquée indépendamment des dom-

mages éventuels et du paiement des frais des travaux

exécutés d'office par les soins de l'administration;

Ceux qui auront embarrassé la voie publique ;

Ceux qui auront jeté ou exposé au devant de leurs

maisons ou bâtiments des choses de nature à nuire

par leur chute ou par des exhalaisons insalubres

(art. 471 du Code pénal).

Tout détenteur ou gardien 'd'animaux ou de bes-

tiaux soupçonnés d'être infectés de maladies conta-

gieuses, qui n'en aura pas de suite averti le bourg-

mestre, ou qui né les aura pas tenus renfermés, est

puni d'un emprisonnement de 6 jours à 2 mois, et

d'une amende de 16 francs à 200 francs (art. 456

du code pénal).

Les bestiaux morts doivent être enfouis dans la

journée, à quatre pieds de profondeur, par les soins

du propriétaire et dans son terrain ou dans un en-

droit indiqué par l'a police, sous les peines prévues

par l'art. 13 titre II de la loi du 28 septembre —6

octobre 1791.

Dans le cas ou le propriétaire d'une bête morte

par suite d'épizootie n'aurait pas la facilité d'en faire

le transport, l'administration communale en requiert

un autre et même les manouvriers nécessaires, à

von 50 Francs gegen die sich Weigernden (Be-

schluß vom 27. Messidor des Jahres V).

Diejenigen, welche den öffentlichen Weg be-

schädigen, werden bestraft nach dem Art. 605

des Gesetzbuches über die Strafen und Vergehen;

und diejenigen, welche die öffentlichen Wege

beschädigen, indem sie darin mit widerrechtlichem

Besitz eingreifen, nach dem Art 40 des Gesetzes

vom 28. September — 6 October 1791 (Geld-

buße von 3 bis 24 Livres.)

Wer sich der Ausführung der von der Regie-

rung genehmigten oder befohlenen Wege- oder

sonstigen Arbeiten durch Thätlichkeiten wider-

setzt, wird mit Gefängniß von 3 Monaten bis

zu 2 Jahren, und mit einer Geldbuße bestraft,

welche nicht höher als ein Viertel des zu ersetz-

enden Schadens, und nicht geringer als 16 Frs.

sein kann.

Die Anstifter trifft den höchsten Grad der

Strafe. (Art. 438 des Strafgesetzbuches).

In

dem Falle, wo Jemand ohne Erlaubniß

eine der Gesundheit nachtheilige, oder sonst ge-

fährliche Anlage oder Fabrik errichtet, oder von

dm Bedingungen der ertheilten Erlaubniß ab-

weicht, verbietet die Verwaltung das fernere

Bestehen der Anlage, und läßt sie nöthigenfalls

schließen oder außer Gebrauch setzen. Die Ueber-

treter werden außerdem vor Gericht gestellt,

und nach dem Gesetze vom 6. März 1818 bestraft.

Was endlich, meine Herren, Sie selbst be-

trifft, so gibt Ihnen das Gesetz alle nöthige

Gewähr des Schutzes, um Ihre Polizeilichen

Functionen frei und Unabhängig auszuüben. Je-

der Angriff, jeder gewaltsame Und thätliche Wi-

derstand gegen die Beamten oder Agenten der

Gemeinde, während dieselben mit der Vollziehung

der Gesetze, Befehle oder Verordnungen der öf-

fentlichen Obrigkeit beschäftigt sind, wird streng

nach dem Artikel 209 des Strafgesetzbuches

geahndet.

Werden sie in öffentlicher Vollziehung eines

peine de 50 francs d'amende contre les refusants

(arrêté du 27 messidor an V).

Ceux qui dégradent la voie publique sont punis

d'après l'art. 605 da code des peines et des délits.

Et ceux qui dégradent les chemins publics ou y

commettent des usurpations, d'après l'art. 40 de la

loi du 23 septembre — 6 octobre 1791 (amende

de 3 à 24 livres).

Quiconque, par des voies de fait, se sera opposé

à la confection de travaux de voirie ou autres au-

torisés ou ordonnés par le Gouvernement, est pu-

ni d'un emprisonnement de 3 mois à 2 ans, et d'une

amende qui ne peut excéder le quart des domma-

ges-intérêts, ni être au-dessous de seize francs.

Les moteurs subissent le maximum de la peine

(art. 438 du code pénal).

Bans le cas où quelqu'un créerait, sans autorisa

tion, un établissement ou une fabrique insalubre ou

dangereux, ou s'écarterait des conditions de l'auto-

risation, l'administration défend la continuation de

Rétablissement, le fait, au besoin, fermer ou mettre

hors d'usage. Les contrevenants sont en outre tra-

duits devant les tribunaux, pour être punis d'après

la loi du 6 mars 1818.

Enfin, Messieurs, quant à votre personne en par-

ticulier, la loi vous entoure de toutes les garanties

nécessaires de protection pour exercer vos fonctions

de police d'une manière libre et indépendante. En

effet, toute attaque, toute résistance avec violence et

voies de fait contre les officiers ou agents municipaux

agissant pour l'exécution des lois, ordres ou or-

donnances dé l'autorité publique, sont sévèrement

punies d'après les art. 209 et suivants du code pénal.

Si vous êtes troublés ou interrompus dans l'ac-

Actes Ihres amtlichen Wirkungskreises gestört

oder unterbrochen, so haben Sie die Art. 504

und 509 der Strafprozeßordnung anzuwenden

(die Unruhstifter werden ausgewiesen, und im

Falle des Widerstandes verhaftet und dem öf-

fentlichen Ministerium übergeben).

Die Beleidigungen sind durch die Art. 222 und

folg. des Strafgesetzbuches vorgesehen.

I n allen hier angeführten Fällen muß ein

Protokoll aufgenommen, und dasselbe an das

öffentliche Ministerium zur gerichtlichen Unter-

suchung und Bestrafung der Vergehen abgegeben

werden.

Sie finden sich also in der Vollziehung der

Polizei-Gesetze und Reglements nöthigenfalls von

der Gerichtsbehörde und der öffentlichen Gewalt

unterstützt.

Diese verschiedenen Hinweisungen werden hof-

fentlich genügen, Ihnen zu beweisen, daß es

mithin von Ihnen, meine Herren, abhängt und

Ihre Pflicht ist, die öffentliche Sicherheit zu be-

wahren, sowohl durch Vollziehung der bestehenden

Bestimmungen, als durch Veranlassung von Re-

glements über Gegenstände, welche nicht vorge-

sehen sind.

Vergessen Sie übrigens nicht, daß durch eine

wachsame Polizei ein strenges Einschreiten der

Gerechtigkeit unnöthig wird.

Das Beste des Dienstes erheischt ohne Zwei-

fel, daß Sie sich Ihrer Autorität und Ihrer

Würde bewußt sind. Gibt es indessen Augenblicke

wo die ganze Kraft der Gesetze in Anspruch zu

nehmen ist, so gibt es auch andere, wo der

Weg der Ueberzeugung, Ihr moralisches Gewicht,

I h r

natürlicher Einfluß allein schon genügen

können um Unordnungen zuvorzukommen, und

das dem Gesetze schuldige Ansehen zu sichern,

vor Allem, wenn Sie das Vertrauen Ihrer Mit-

bürger genießen, indem Sie Ihr Amt stets mit

Gerechtigkeit, Redlichkeit, Unpartheilichkeit und

Sorgfalt für die Gemeindeinterressen verwal-

complissement public d'un acte de votre ministère,

vous appliquerez les art. 504 et 509 du code d'in-

struction criminelle (les perturbateurs sont expulsés,

et s'ils résistent, ils sont arrêtés et conduits devant

le ministère public).

Les outrages sont prévus par les art. 222 et sui-

vants du code pénal.

Dans tous les cas indiqués ci-dessus, procès-ver-

bal doit être dressé et remis au ministère public,

pour les contraventions être réprimées par les tri-

bunaux.

Dans l'exécution des lois et règlements de police,

vous vous trouverez donc appuyés, au besoin, par

l'autorité judiciaire et par la force publique.

Ces diverses indications suffiront, j'aime à le

croire, pour vous démontrer qu'il dépend donc de

vous, et qu'il est de votre devoir, Messieurs, de sau-

vegarder la sécurité publique, soit en exécutant les

dispositions existantes, soit en provoquant des rè-

glements sur des faits non prévus.

N'oubliez pas, au surplus, qu'une police vigilante

épargne des rigueurs à la justice.

Le bien du service exige sans doute que vous ayez

la conscience de votre autorité et de votre dignité,

Toutefois, s'il y a des moments où il faut s'appuyer

de toute la force des lois, il y en a d'autres où la

voie de la persuasion, votre autorité morale, votre

ascendant naturel peuvent seuls suffire pour préve-

nir des désordres et pour assurer le respect dû à la

loi, surtout si vous jouissez de la confiance de vos

concitoyens en administrant toujours avec justice,

avec intégrité, avec impartialité et avec sollicitude

pour les intérêts communaux, ainsi que le veut la

loi, ainsi que le veut le Gouvernement, et ainsi que

vous l'impose le serment que vous avez prêté.

L'Aministrateur-général des affaires

communales,

ULVEING.

CIRCULAIRE

(Nr. 3. — 1493 von 1849.)

Luxemburg, den 1. Januar 1850.

In

Vollziehung der Gesetze vom 12. Juli

1844 und vom 7 März 1849, über die Gemein-

dewege, ersuche ich die Gemeindeverwaltungen

des Großherzogthums, unverzüglich die nöthigen

Bestandtheile zur Aufstellung der Steuerrollen

von 1850 zu sammeln, welche den Zweck haben,

die Ausgaben zu decken, welche aus den an den

Gemeindewegen vorzunehmenden Arbeiten ent-

stehen. Dieselben werden die deshalb erforderlichen

Druckformulare mit dem. gegenwärtigen Rund-

schreiben erhalten.

Um die ersten Grundlagen festzustellen, werden

die Gemeindeverwaltungen eine Zählung vorneh-

men: a der arbeitsfähigen Personen männlichen

Geschlechtes, im Alter von vollen 18—60 Jahren,

b der Zug- oder Sattelpferde im Dienste der Ein-

wohner oder der Anstalten der Gemeinde, und c

der zum Ziehen gebrauchten Ochsen. Hiernächst

haben sie die vierte und letzte Grundlage nach

den Rollen der directen Steuern von 1849 zu

bilden, deren Betrag in der Hauptsumme vom

Staatseinnehmer auf der letzten Seite der Steuer-

rolle von 1850 für die Wegearbeiten zu beglau-

bigen ist.

Was insbesondere die erste Grundlage anbe-

langt, werden die Gemeindeverwaltungen be-

merken, daß nach dem abändernden Gesetze vom

7. März 1849, die Familie, deren Chef im

ten, wie das Gesetz es will, wie die Regierung

es will, und wie es Ihnen der Eid, welchen

Sie geleistet haben, zur Pflicht macht.

Der General-Administrator der Gemeinde-An-

gelegenheiten,

Ulveling.

Rundschreiben,

betreffend die Auffstellung der Steuerrol-

len von 1850 für vorzunehmende Ar-

beiten an den Gemeindewegen.

relative à la formation des rôles d'impo-

sition de 1850, pour travaux à effec-

tuer aux chemins vicinaux.

N° 3 — 1493 de 1849.

Luxembourg, le 1er janvier 1850.

En exécution de la loi du 12 juillet 1844, et de

celle du 7 mars 1849, sur les chemins vicinaux,

j'invite les administrations communales du Grand-

Duché à réunir, sans retard, les éléments nécessaires

à la formation des rôles d'imposition de l'exercice

1850, ayant pour objet de pourvoir aux dépenses

à résulter des travaux à faire aux chemins vicinaux.

Elles recevront avec la présente circulaire, les cadres

imprimés dont elles auront besoin à cet effet.

Afin d'établir les trois premières bases, les admi-

nistrations communales procéderont à un recense-

ment a) des personnes valides du sexe masculin; de

l'âge de 18 à 60 ans accomplis, 6) des chevaux de

trait ou de selle au service des habitants ou des éta-

blissements dans la commune , et c) des bœufs em-

ployés aux attelages. Ensuite elles formeront la qua-

trième et dernière base sur les rôles des contribu-

tions directes de 1849, dont le montant en principal

sera certifié par le receveur de l'Etat, à la page finale

du rôle d'imposition de 1850 pour travaux aux

chemins.

Pour ce qui concerne la première base en parti-

culier, les administrations communales feront atten-

tion qu'aux termes de la loi modificative du 7 mars

1849, la famille dont le chef n'a pas payé plus de

Jahre 1849 nicht mehr als fünf Francs Perso-

nalsteuer gezahlt hat, auf diese Grundlage zu

nicht mehr als zwei Arbeitstagen angesetzt wer-

den kann,

In keines Gemeinde kann einer der Grund-

lagen vor einer andern der Vorzug gegeben

werden.

Sollte in den vom Gesetze vom 13. Juli 1844

vorgesehenen Fällen eine Herabsetzung der Auf-

lage Statt finden, so muß sie verhältnißmäßig

auf alle vier Grundlagen geschehen.

Die hier bezeichneten Geschäfte müssen für

den 15. Februar d.I. beendigt sein.

Die Rolle muß in zwei Ausfertigungen auf-

gestellt werden, von welchen eine für den Di-

strictscommissär, und die andere für die Ge-

meinde.

Sie muß in alIen Sektionen bekannt gemacht,

und während der zweiten Hälfte des Monats

Februar im Gemeindehause, oder einem andern

zu bezeichnenden Locale, niedergelegt werden,

damit die Steuerpstichtigen davon Einsicht neh-

men, und ihre etwaigen Bemerkungen und Re-

klamationen machen können.

Sind Reclamationen vorgebracht worden, so

werden sie in das hierzu bestimmte Verzeichniß

eingeschrieben, dessen Formular sich Hinter der

Rekapitulation der Rolle abgedruckt findet, und

der Gemeinderath hat in der letzten Spalte die-

ses Verzeichnisses die Gründe anzugeben, aus

denen er die Reclamationen angenommen oder

verworfen hat.

In den ersten zehn Tagen des Monats März

müssen die vorläufig von den Gemeinderäthen

abgeschlossenen Rollen den Herren Districtscom-

missären übergeben werden, um von ihnen ge-

prüft, und, wenn sie richtig sind, vollziehbar

erklärt zu werden, in Gemäßheit des Art. 118

Nr 18 des Gemeinde-Gesetzes. Zugleich mit den-

selben muß übergeben werden eine Uebersicht

über die oben erwähnte Zählung, gehörig be-

cinq francs de contribution personnelle, en 1849,

ne peut être imposée à plus de deux journées de

travail à raison de cette base.

Dans aucune commune on ne pourra

recourir

l'une des bases de préférence à une autre,

Si, dans les cas prévus par la loi du 12 juillet

1844, il y avait lieu de réduire l'imposition, la

réduction devrait se faire proportionnellement sur

toutes les quatre bases,

Les opérations ci dessus indiquées devront être

terminées pour le 15 février prochain.

Le rôle sera formé en double expédition, dont

une pour le commissaire de district et l'autre pour

la commune.

11 sera publié dans toutes les sections de la com-

mune et déposé pendant la deuxième quinzaine du

mois de février, en la maison commune ou la salle

à indiquer, afin que les contribuables puissent en

prendre inspection et faire, le cas échéant, leurs

observations et réclamations.

S'il a été présenté des réclamations, elles seront

inscrites dans l'état à ce destiné, dont le cadre se

trouve imprimé à la suite de la récapitulation da

rôle, et le conseil communal indiquera, dans la der-

nière colonne du même état, les motifs pour lesquels

il a rejeté ou admis les réclamations,

Dans les dix premiers jours du mois de mars, les

rôles, provisoirement clos et arrêtés par les conseils

communaux, seront transmis à MM. les commissai-

res de district, pour être vérifiés et rendus exécu-

toires, s'ils sont exacts, en conformité de l'art. 118

n° 18 de la loi communale. Cet envoi sera accom-

pagné d'un relevé du recensement dont il est parlé

plus haut, dûment certifié par le collège des Bourg-

scheinigt vom Collegium der Bürgermeister und

Schöffen, und über die eingegangenen Gesuche

und Reclamationen.

Die Herren Districtscommissäre werden, ehe

sie die Rollen vollziehbar erklären, mir alle an

sie oder die Gemeindebehörden gerichteten Re-

clamationen, nebst ihren eigenen Bemerkungen,

zur Entscheidung vorlegen.

Man wird nicht unbemerkt lassen, daß, unab-

hängig von dem Rechte, während der Bekannt-

machung und der Ausstellung der Rollen zu re-

clamiren, jeder Steuerpflichtige, welcher sich zu

hoch angesetzt glaubt, sich binnen einem Monate

nach Einsendung des Avertissements direct an

mich wenden kann, indem er seinem Gesuche die

Quittung über die verfallenen Termine seines

Steuersatzes beifügt.

Die Gemeinden sind in der Rolle rücksichtlich

ihrer Grundsteuer, wie jeder andere Steuerbare

aufzuführen.

Das abändernde Gesetz vom 7. März 1849,

gestattet den Einwohnern, sich von einem Theile

der ihnen auferlegten Leistungen dadurch zu be-

freien, daß sie Materialien in Natur liefern,

oder Tagearbeiten durch Hand- oder Spann-

dienste leisten, nach einem vom Gemeinderath

festzustellenden Tarif. Dagegen verbietet dasselbe

den Gemeinden, irgend einen Abzug am Ertrage

des Loosholzes zur Deckung der auf die Ge-

meindewege bezüglichen Ausgaben zu machen.

Der vorerwähnte Tarif bildet keinen wesent-

lichen Theil der Rolle; jedoch ist darüber eine

besondere Deliberation aufzunehmen, und zur

Kenntniß der Einwohner durch Bekanntmachung

und Anschlag in der Weise zu. bringen, wie die-

ses hinsichtlich der Rolle selbst geschieht. Für die

Werthschätzung der Lieferungen können die Ge-

meinderäthe mit Vortheil die Bestimmungen des

altern Reglements, welches durch Königlichen

Beschluß vom 3. März 1824 genehmigt, und des

darauf bezüglichen Reglements vom 24. Juni

mestre et Échevins, ainsi que des demandes et ré-

clamations qui auront été présentées.

MM. les commissaires de district, avant de rendre

les rôles exécutoires, soumettront à ma décision,

avec leurs considérations personnelles, toutes les ré-

clamations qui auront été adressées, soit à eux,

soit aux autorités communales.

On ne perdra pas de vue qu'indépendamment du

droit de réclamation accordé pendant la publication

et le dépôt du rôle, tout contribuable, qui se croira

surtaxé, pourra encore se pourvoir directement de-

vant moi, dans le mois à dater de la délivrance de

l'avertissement, en joignant à sa requête la quittance

de paiement des termes échus de sa cote.

les communes figureront au rôle d'imposition,

à raison de leur contribution foncière, comme tout

autre contribuable.

La loi modificative du 7 mars 1849, permet aux

habitants de se libérer d'une partie des prestations

leur imposées, au moyen de fournitures de maté-

riaux en nature, de journées d'hommes ou de jour-

nées d'attelage, d'après un tarif à arrêter par le

conseil communal, et défend aux communes de faire

un prélèvement quelconque sur le produit du bois

d'affouage pour couvrir les dépenses relatives aux

chemins vicinaux.

Le tarif prémentionné ne fera pas partie intégrante

du rôle, mais il formera l'objet d'une délibération

spéciale à porter à la connaissance des habitants par

voie de publication et d'affiches, à l'instar de ce qui

se fait a l'égard du rôle même. Pour l'évaluation des

fournitures, les conseils communaux pourront con-

sulter avec avantage les dispositions de l'ancien rè-

glement approuvé par arrêté Royal du 5 mars 1824,

et la circulaire y relative du 24 juin suivant, (Mé-

Beilage zur Nr. 10.

desselben Jahres zu Rathe ziehen (Memorial

1824, 1. Halbj. S. 261 und 537). Uebrigens

ist der Handarbeitstag auf 75 Centimes festge-

setzt.

Die Herren Districtscommissäre sind beauf-

tragt, für die Vollziehung dieses Rundschreibens

in ihren betreffenden Bezirken zu sorgen.

Die Frist für die Aufstellung, die Bekannt-

machung, und vorläufige Abschließung der Rolle

der Stadt Luxemburg ist bis zum 1. April d . I .

verlängert; nach Ablauf dieser Zeit ist mir die

Rolle zur Vollziehungs-Erklärung vorzulegen.

Der General-Administrator der Gemeinde-

Angelegenheiten,

Ulveling.

morial de 1824, 1er semestre, pages 261 et 537).

La journée d'homme est d'ailleurs fixée à 75 cen-

times.

MM. les commissaires de district sont chargés

d'assurer l'exécution de la présente circulaire dans

leurs ressorts respectifs.

Le délai pour la formation, la publication et l'ar-

rêté provisoire du rôle de la ville de Luxembourg,

est prolongé jusqu'au 1er avril prochain; à l'expi-

ration de cette époque le rôle sera soumis à mon

exécutoire.

L'Administrateur —

général

des aff

communales,

ULVELING.

Eingerückt in das Verordnungs- und Verwal-

tungsblatt, den 18. Januar 1850.

Der General-Administrator der Gemeinde-

Angelegenheiten,

Ulveling.

Inséré au Mémorial législatif et administratif

le 18 janvier 1850.

L'Administrateur — général des affa

communales,

ULVELING.

Marktpreise.-

1te

Hälfte des Monats Dezember 1849.

Luxemburg, bei J. Lamort, Buchdrucker.

MERCURIALES.

— 1re Quinzaine du mois de décembre 1849.

Bezeichnung

der Lebensmittel.

NATURE

SES

DENRÉES.

Maaße

und

Gewichte

POIDS

ET

MESURES.

Mittel-Preise

der verkauften Lebensmittel auf den

Märkten v o n

PRIX MOYENS

des denrées vendues sur les marchés de

Mittel-

Preise

der

gesamm-

ten

Märkte.

Luxembourg.

Diekirch.

Wiltz.

Ettelbruck.

Echternach.

Remich.

PRIX

moyens

des

marches

réunis.

Hectolit.

Id.

Id.

Id.

Id.

Id.

Id.

Id.

Id.

Id.

Id.

1 Kilogr.

Id.

Id.

100 K i l g .

Id.

1 Stere.

Id.

fr. ct.

12 43

11 17

9 25

7 25

fr. ct.

13 25

11 25

8 00

7 25

fr. ct.

8 30

fr. ct.

13 25

11 25

8 00

7 25

fr. ct. fr. ct.

12 00 12 02

10 80 11 14

9 80

7 00

fr. ct.

12 59

11 12

8 67

7 18

5 25

6 10

4 25

3 25

3 60

9 50

9 25

3 25

9 25

4 20

3 84

5 67

3 73

9 33

1 75

0 28

0 23

0 45

0 40

1 75

0 28

0 23

2 50

0 28

0 24

2 00

0 32

0 27

1 35

4 40

3 50

9 00

0 18

0 35

0 18

1 40

1 20

1 40

4 25

3 00

3 00

6 50

5 00

5 00

1 25

0 20

1 25

1 30

4 30

3 16

5 00

Weizen.

Mengkorn.

Roggen.

Gerste.

Geschälte Gerste.

Spelz.

Buchweizen.

Hafer.

Erbsen.

Linsen.

Erdäpfel.

Weizen-Mehl.

Mengkorn-Mehl.

Roggen-Mehl.

Butter.

Heu.

Stroh.

Buchenholz.

Eichenholz.

—Froment...

Méteil...

—Seigle...

—Orge...

— Orge

mondée...

—Epeautre. .

— Sarrasin.

—Avoine

—Pois

—Lentilles . . .

— Pommes de

terre...

— Farine

de froment. . . . . . .

—Fa-

rine de méteil

— Farine

de seigle

—Beurre...

—Foin...

—Paille...

— Bois de

hêtre

— Bois de

chêne...

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