LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF
Table des dispositions (11)
Texte législatif (11 Articles)
Nummer 48.
( 367 )
Jahr 1847.
LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF
DU GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG.
Vertrag
wegen der Fortdauer des Auschlußes des
Großherzogthums an den deutschen Zoll-
Verein.
(Nr. 9225. — 2861 von 1844. — 3. Abtheil.)
Luxemburg, den 22. Juli 1847.
Der Gouverneur des Großherzogthums bringt
hierdurch den Vertrag wegen der Fortdauer des
Anschlusses des Großherzogthums an den deutschen
Zollverein zur allgemeinen Kenntniß. Diesem Ver-
trage, dessen Ratificationen am 16. d. M. aus-
gewechselt sind, folgt eine Verordnung Seiner
Majestät des Königs Großherzogs vom 10. Juni
d. I , wodurch gewisse Aenderungen, welche in den
früheren Vereinbarungen eingetreten sind, bekannt
gemacht werden.
Der Gouverneur,
de la Fontaine.
TRAITÉ
relatif à la continuation de l'accession du
Grand-Duché à l'Union douanière alle-
mande.
(N° 9225. — 2861 de 1844. — 3e Div.)
Luxembourg, le 22 juillet 1847.
Le Gouverneur du Grand-Duché porte à la con-
sance du public le traité ci-après, relatif à la conti-
nuation de l'accession du Grand-Duché à l'Union
douanière allemande, traité dont les ratifications ont
été échangées le 16 de ce mois. Ce traité est suivi
d'une ordonnance de Sa Majesté le Roi Grand-Duc,
en date du 10 juin dernier, faisant connaître certai-
nes modifications apportées aux anciennes stipula-
tions.
Le Gouverneur,
DE LA FONTAINE.
des Großherzogthums Luxemburg.
Acte der Gesetzgebung.
Actes législatifs.
Verordnungs- und Verwaltungsblatt
Vertrag
zwischen Preußen, Baiern, Sachsen, Württemberg, Baden, Kurhessen, Groß-
herzogthum Hessen, den zu dem Thüringer Zoll- und Handelsvereine gehörigen
Staaten, den Herzogthümern Braunschweig und Nassau und der freien Stadt
Frankfurt einerseits, und dem Großherzogthume Luxemburg anderseits,
wegen
Fortdauer des Anschlusses des Großherzogthums Luxemburg an das Zollsystem
Preußens und der übrigen Staaten des Zollvereines.
Da die Dauer des mit Seiner Majestät dem Könige der Niederlande, Großherzoge von Luxem-
burg, wegen des Anschlusses des Großherzogthumes Luxemburg an das Zollsystem Preußens und
der übrigen Staaten des Zollvereines am 8ten Februar 1842 abgeschlossenen Vertrages mit dem
letzten März des vorigen Jahres abgelaufen, es aber die Absicht der contrahirenden Theile ist,
diesen Vertrag, in Anerkennung der wohlthätigen Wirkungen des gedachten Zollanschlusses für den
Handel und Verkehr der beiderseitigen Unterthanen, zu verlängern und nur bei einzelnen Be-
stimmung für die neue Zeitperiode Abänderungen zu treffen, so haben zu diesem Zwecke zu Be-
vollmächtigten ernannt,
einerseits, ,
Seine Majestät der König der Niederlande, Großherzog von Luxemburg,
Allerhöchst Ihren Kammerherrn und Staatskanzler für das Großherzogthum Luxemburg,
Friedrich Georg Prosper Freiherrn von Blochausen u. u.
und andererseits,
Seine Majestät der König von Preußen für Sich und in Vertretung der übrigen Mitglieder
des, Kraft der Verträge, vom 22. und 30. März und 11. Mai 1833, 12. Mai und 10. Dezember
1835, 2. Januar 1836 und 8. Mai 1841, bestehenden Zoll- und Handelsvereine, nämlich der
Kronen Bayern, Sachsen und Württemberg, des Großherzogthumes Baden, des Kurfürstenthumes
Hessen, des Großherzogthumes Hessen, zugleich das Landgräflich Hessische Amt Homburg vertretend,
der den Thüringischen Zoll- und Handelsverein bildenden Staaten, namentlich: des Großherzog-
thumes Sachsen, der Herzogthümer Sachsen-Meinungen, Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg
und Gotha, und der Fürstenthümer Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen,
Reuß-Greitz, Reuß-Schleitz und Reuß-Lobenstein und Ebersdorf, des Herzogthumes Braunschweig,
des Herzogthumes Nassau und der freien Stadt Frankfurt,
Allerhöchst Ihren Kammerherrn, außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister
am Königlich Niederländischen Hofe, Hans Carl Albrecht Grafen von K o e n i g s -
mark u. u.
welche nach vorausgegangener Unterhandlung über nachstehende Artikel, unter Vorbehalt der
Genehmigung übereingekommen sind.
(
)
Artikel 1.
Der wegen des Beitritts Seiner Majestät des Königs der Niederlande, Großherzoges von
Luxemburg, mit dem Großherzogthume Luxemburg zu dem Zollsysteme Preußens und der übrigen
Staaten des Zollvereines am 8ten Februar 1842 abgeschlossene Vertrag soll bis zum letzten De-
zember 1853 jedoch mit nachfolgenden Abänderungen, verlängert werden.
Artikel 2.
In Berücksichtigung der Schwierigkeiten mit welchen die Einführung eines neuen Münz-Maaß-
und Gewichts-Systems verbunden ist, erklären die Staaten des Zollvereins sich damit einver-
standen, daß der im Artikel 11 des Vertrages vom 8. Februar 1842 getroffenen Verabredung
ungeachtet das im Großherzogthume Luxemburg eingeführte Dezimal (Maaß- und Gewichts-)
System, so wie der französische Münzfuß für die Dauer des gegenwärtigen Vertrages beibehalten
werden.
Artikel 3.
So weit, nach den während der Dauer des Vertrages vom 8. Februar 1842 gemachten Er-
fahrungen über die in Gemäßheit des Art. 16 dieses Vertrages wegen Einrichtung der Zollver-
waltung im Großherzogthume Luxemburg, durch besondere Uebereinkunft getroffenen Verabredungen,
eine Abänderung der letzteren aus örtlichen oder sonstigen Rücksichten angemessen und zuläßig
erschienen ist, sind die für zweckmäßig erachteten Modifikationen durch eine anderweite besondere
Uebereinkunft festgestellt worden.
Artikel 4.
Sofern der gegenwärtige Vertrag nicht spätestens zwei Jahre vor dessen Mause gekündiget
wird, soll derselbe auf zwölf Jahre, und sofort von zwölf zu zwölf Jahren als verlangen ange-
sehen werden.
Derselbe soll alsbald sämmtlichen betheiligten Regierungen vorgelegt, und sollen die Ratifica-
tions-Urkunden mit möglichster Beschleunigung, spätestens aber binnen zwei Monaten zu Berlin
ausgewechselt werden.
Zu Urkund dessen haben die beiderseitigen Bevollmächtigten den gegenwärtigen Vertrag unter-
zeichnet und demselben die Siegel ihrer Wappen beigedrückt.
So geschehen im Haag den 2ten April ein tausend acht hundert sieben und vierzig.
(Unterzeichnet) de BLOCHAUSEN. (Unterzeichnet) KONIGSMARCK.
(L.S.) (L.S.)
(
)
Königl. Großherzogliche Verordnung
vom 10. Juni 1847,
die als Ergänzung des vorhergehenden Vertrages weiter getroffenen Verabredungen
betreffend.
Wir
Wilhelm
II,
von
Gottes
Gnaden
König
der
Niederlande,
Prinz
von
Oranien-Nassau, Großherzog von Luxemburg, u, u., u.
Nach Einsicht des unter'm 2. April d. I . zwischen dem Großherzogthum. Luxemburg einerseits, und
Preußen, Baiern, Sachsen, Würtemberg, Baden, Kurhessen, dem Großherzogthum Hessen, den
zu dem Thüringer Zoll- und Handelsvereine gehörigen Staaten, den Herzogthümern Braunschweig
und Nassau und der freien Stadt Frankfurt andererseits,
wegen
Fortdauer des Anschlusses des Großherzogthums Luxemburg an das Zollsystem Preußens und der
übrigen Staaten des Zollvereins abgeschlossenen Vertrags;
Nach Einsicht der an demselben Tage als Ergänzung des vorerwähnten Vertrages weiter ge-
troffenen Verabredungen;
Verordnen wie folgt
1. Die Bestimmungen des Preußischen Regulativs vom 12ten Januar 1839, in Betreff der Paß-
pflichtigkeit der in- und ausländischen Grenzbewohner, und der polizeilichen Aufsicht über dieselben
sollen in dem Großherzogthum Luxemburg so lange außer Anwendung bleiben, als sich in dem
Zustande des Schleichhandels ein dringendes Bedürfniß dazu nicht ergeben wird.
2. Behalten wir Uns vor, Behufs Vertretung der Interessen des Großherzogthums Luxemburg.
bei den stattfindenden Conferenzen in Zollvereins-Angelegenheiten, den Abgeordneten eines der
Vereinsstaaten mit besonderer Vollmacht und Instruction versehen zu lassen, um die Wünsche der
Großherzoglichen Regierung auf jenen Conferenzen zur Kenntnis und Beschlußnahme der übrigen
Vereinsregierungen zu bringen.
3. In Beziehung auf die Zollverwaltung im Großherzogthum Luxemburg hat das Regierungs-
Collegium, als oberste Verwaltungsbehörde, diejenigen Befugnisse auszuüben, welche nach den
Verabredungen vom 8ten Februar 1842 der obersten Verwaltungsbehörde zustehen. Mithin ist die
Zoll-Direction dem Regierungs-Collegium, ingleichen der Rechnungskammer, untergeordnet und stehet
zu jenen beiden Behörden in demselben Verhältniß wie die andern jenen beiden obersten Ver-
waltungs-Behörden unmittelbar untergeordneten Großherzoglichen Civil-Behörden, wodurch das
Rangverhältniß des Zoll-Directors dem der Chefs der zuletzt gedachten Behörden gleich bestimmt-
wird.
4. Die in Preußen bestehenden Vorschriften wegen des administrativen Strafverfahrens gegen
unbrauchbare und unwürdige Zollbeamten im Großherzogthum Luxemburg sollen nicht mehr zur-
Anwendung kommen, sobald eine Verständigung über besondere dem Zwecke entsprechende Anord-
nungen werden getroffen sein.
' 5,. Diejenigen Ober-Grenz-Controleur-Stellen, welche den früheren Abredungen gemäß, bisher
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)
durch Preußische Beamten besetzt werden mußten, sollen künftig bei eintretender Erledigung in dem
Falle durch Luxemburgische Zoll-Beamten besetzt werden, wenn unter den letzteren ein, nach dem
Urtheil des Zoll-Directors für die zu besetzende Stelle, völlig qualifizirter Candidat vorhanden ist.
6. Die Geschäftsverbindung der Großherzoglich-Luxemburgischen Zoll-Direction mit dem Königl-
Preußischen Finanz-Ministerium bleibt zwar im Allgemeinen dieselbe wie sie durch den Vertrag
vom 8ten Februar 1842 bestimmt worden; indessen sollen die periodisch oder aus besonderer Ver-
anlassung von der Großherzoglichen Zoll-Direction zu erstattenden Berichte und einzureichenden Ab-
schlüsse, Nachweisungen, Uebersichten u.s.w. künftig nicht mehr an das Königlich-Preußische Fi-
nanz-Ministerium, sondern an das Großherzogliche Regierungs-Collegium gerichtet werden, und
wird die Zoll-Direction auch durch letztere Behörde, so weit nöthig, beschieden werden.
7. Die nach den früheren Bestimmungen dem Königlich-Preußischen Finanz-Ministerium zu ma-
chende Mittheilung von allen Urlaubsbewilligungen über sechs Wochen, so wie von allen Fällen,
wo die nothwendige Vertretung eines Beamten die obengedachte Frist voraussichtlich überschreitet,
wird künftig unterbleiben, in so fern nicht die Zoll-Direction selbst in dergleichen Fällen Bedenken
haben und diese zur Sprache zu bringen für nöthig erachten möchte.
Unter dergleichen Voraussetzung soll auch die Genehmigung des Königlich-Preußischen Finanz,
Ministeriums zu den nicht etatmäßigen Zahlungen aus dem Pausch-quantum, zu Abweichungen von
dem auf letzteres sich beziehenden Inhalte der Etats, namentlich zu allen Geldverwendungen für
andere, als in diesen Etats bestimmte Zwecke, so wie zu Leistungen von Vorschüssen aus den ge-
meinschaftlichen Zollkassen im Großherzogthume, nicht mehr eingeholt werden.
8. So lange der dermalige, das Zoll-Interesse nicht gefährdende Zustand des Schleichhandels
an den Grenzen des Großherzogthums keine nachtheilige Veränderung erleidet, bleiben die Stadt
Luxemburg und die Vorstädte vom Grenzbezirke ausgeschlossen, und werden als zum Binnenlande
gehörig betrachtet.
9. Bei der Zoll-Direktion in Luxemburg soll ein Supernumerariat, Behufs Ausbildung junger
Luxemburger für den Zolldienst errichtet werden.
Amsterdam, den 10ten Juni 1847.
(Gez.) Wilhelm.
Durch den König Großherzog,
Der Staatskanzler für die Angelegenheiten
des Großherzogthums Luxemburg,
(Gez.) Von Blochausen.
Dem Original gleichlautend
Der Staatskanzler,
Von Blochausen.
Eingerückt in das Verordnungs- und Verwal-
tungsblatt am 28. Juli 1847.
Der General-Sekretär,
JURION.
( 371 )
Inséré au Mémorial législatif et administratif
le 28 juillet 1847.
Le Secrétaire-général,
JURION.
( 372 )
Acte der Verwaltung.
Actes Administratifs
Beschluß
in Betreff der Einlassung der Schweine
in die Gemeinde-Waldungen.
(Nr. 9124. — 1742 von 1847. — 2. Abtheil.)
Luxemburg, den 20. Juli 1847.
Das Regierungs - Collegium,
Nach Einsicht des Berichtes des Forstmeisters
vom 18. Juni d. I . , Nr. 379,
Beschließt
Die Gemeinde-Verwaltungen, welche Wälder
besitzen, sind ermächtigt, von jetzt an die Einlas-
sung der Schweine in diejenigen Waldparthieen
zu erlauben, welche ihnen zu diesem Zwecke Sei-
tens der Oberförster angewiesen werden.
Les administrations des communes propriétaires
de bois, sont autorisées à permettre dès maintenant
l'introduction des porcs dans les parties de bois qui
leur seront désignées à cette fin de la part des gardes-
généraux.
Diese Ermächtigung gilt auch für die Zeit der
nächsten Eichelmast, mit dem Vorbehalt, daß als-
dann die Menge der Schweine auf die Zahl be-
schränkt sein soll, welche in einer vorgängig von
der betheiligten Ortsbehörde aufgestellten, und vom
Oberförster zur Genehmigung visirten Liste festge-
setzt wird, und daß vor der Einlassung des ge-
nannten Viehes in die Eichelmast der zur Wieder-
besetzung der lichten Stellen und leeren Plätze der
Gemeinde-Waldungen erforderliche Vorrath von
Eicheln und Eckern durch die Gemeindebehörde be-
schafft und gesichert ist.
Cette autorisation s'étendra aussi au temps de la
prochaine glandée, avec la réserve qu'alors la quan-
tité des pores sera limitée au nombre déterminé dans
une liste préalablement formée par l'autorité locale
intéressée, et visée par le garde-général compétent
en forme d'agréation, et qu'avant l'entrée desdits
animaux au pacage de la glandée, la provision de
glands et de faînes nécessaire au repeuplement des
clairières et places vagues dans les bois communaux,
sera faite et assurée par les soins de l'autorité locale.
Die Gemeinde-Verwaltungen haben sofort die
nöthigen Maßregeln zu ergreifen, um, entweder
mittelst freiwilliger Leistungen von Seiten der
Holzberechtigten oder mittelst der verfügbaren Kas-
senfonds, die Vorarbeiten zum Behacken, oder an-
dere, welche der Boden der wieder zu besetzenden
ARRÊTÉ
relatif à l'introduction des porcs dans les
bois communaux.
(N° 9124. — 1742 de 1847. — 2e Div.)
Luxembourg, le 20 juillet 1847.
L E CONSEIL DE GOUVERNEMENT,
Vu le rapport du maître-forestier du 18 juin der-
nier, N° 379;
ARRÊTE
Les administrations communales prendront immé-
diatement des mesures pour faire exécuter, soit au
moyen de prestations volontaires des affouagers, soit
au moyen des fonds disponibles en caisse, les tra-
vaux de préparation à la boue, ou autres de l'es-
pèce, que peut exiger le sol des vagues à repeupler.
( 373 )
Plätze erforderlich machen, vornehmen zu lassen,
und sich hierüber, ebenfalls mit den Oberförstern
zu benehmen.
Es versteht sich, daß bei den Arbeiten, welche
in Versteigerung gegeben werden, die dieserhalb
bestehenden Regeln in Anwendung bleiben.
Jedenfalls bleibt die Einlassung der Schweine
in die Gemeinde-Waldungen nur bis zum 15. Ja-
nuar 1848 gestattet, insofern die Oberbehörde nicht
anderweit verfügt.
En tout cas, l'introduction des porcs dans les bois
communaux ne sera permise que jusqu'au 15 jan-
vier 1848, à moins de disposition contraire de l'au-
torité supérieure.
Gegenwärtiger Beschluß soll an den Hrn. Forst-
meister und die Herren Districts-Commissäre aus-
gefertigt werden, welche, soweit er den einen und
den andern angeht, für die Vollziehung desselben
zu sorgen haben.
Auch soll derselbe in das Verordnugs- und Ver-
waltungsblatt eingerückt werden.
Das Regierungs-Collegium,
de à F o n t a i n e , Präsident.
Jurion,
General-Sekretär.
Eingerückt in das Verordnungs- und Ver-
waltungsblatt, den 28. Juli 1847.
Der General-Sekretär.
Jurion.
Rundschreiben
über das Verfahren der Gemeinde-Be-
hörden bei Erlassung von Gemeinde-
Reglements und Gemeinde-Polizei-Ver-
ordnungen.
(Nr. 8880. — 1850 von 1847. — 1. Abthl.)
Luxemburg, den 16. Juli 1847.
In Gemäßheit des Art. 36 des Gesetzes über
die Einrichtung der Gemeinden und der Districte
Elles se concerteront également à ce sujet avec les
gardes généraux.
Il est entendu que les travaux qui seraient mis en
adjudication, resteront soumis aux règles établies
sur la matière.
Le présent arrêté sera expédié à M. le maître
forestier et à MM. les commissaires de district,
chargés d'en assurer l'exécution, en ce qui les con-
cerne respectivement.
Il sera en outre inséré au Mémorial législatif et
administratif.
Le Conseil de Gouvernement,
DE LA FONTAINE, Président.
JURION, Secrétaire-général.
Inséré au Mémorial
législatif et administratif,
le 28 juillet 1847.
Le
Secrétaire-général,
JURION.
CIRCULAIRE
concernant les formalités à observer par
les autorités communales, en cas d'a-
doption de règlements communaux et
d'ordonnances de police communale.
(N° 8880. — 1850 de 1847. — 1re Div.)
Luxembourg, le 16 juillet 1847.
En conformité de l'art. 36 de la loi sur l'organi-
sation des communes et des districts, du 24 février
Luxemburg , bei J. Lamort, Buchdrucker.
(
)
Vom 24. Februar 1843, gehen die Gemeinde-Re-
glements, so wie die Reglements über die innere
Verwaltung und die Verordnungen über die Com-
munal-Polizei, von dem Collegium jeder Gemeinde
aus; es muß dieses aber eine Ausfertigung davon
binnen acht und vierzig Stunden an das Regie-
rungs-Collegium einsenden.
Diese Reglements sollen ferner in den betreffen-
den Gemeinden öffentlich bekannt gemacht und an-
geschlagen, auch in Abschrift an den Obergerichts-
hof, an das Bezirksgericht und an den Friedens-
richter des Cantons, mit einer Bescheinigung des
Bürgermeisters : daß die Bekanntmachung und der
Anschlag geschehen sind, geschickt werden. Dieser
letztere Gemeinde-Beamte hat eine gleiche Beschei-
nigung dem Gouverneur einzusenden, auf dessen
Visa das Reglement und dessen Bekanntmachung
im Memorial erwähnt wird.
Die Beobachtung dieses Verfahrens ist durch
den Art. 4 des Königl. Großherzogl. Beschlusses
vom 22. October 1842 (Verordnungs- und Ver-
waltungsblatt desselben Jahres, Seite 578), ein-
geschärft worden.
Gleichwohl muß ich die Gemeinde-Verwaltungen
erinnern, daß die gewissenhafte Vollziehung der
erwähnten Bestimmungen unerläßlich ist, und na-
mentlich diejenigen, welche etwa unterlassen ha-
ben, Abschrift der durch ihre Gemeinden ange-
nommenen Reglements der einen oder andren der
im Art. 4 des vorerwähnten Beschlusses vom 22.
October 1042 erwähnten Behörden zu übersenden,
auffordern, dieser Verpflichtung unverzüglich nach-
zukommen, weil die Rechtspflege unter dieser Nach-
läßigkeit leiden könnte.
Der Gouverneur,
de
la
Fontaine.
1843, le conseil de chaque commune fait les règle-
ments communaux d'administration intérieure et tes
ordonnances de police communale, mais il doit en
transmettre, dans les quarante-huit heures, des ex-
péditions au Conseil de Gouvernement,
Ces mêmes règlements doivent être publiés et affi-
chés dans les communes Respectives, et envoyés en
copie à la Cour supérieure de justice, au tribunal
de l'arrondissement et au juge de paix du canton ,
avec un certificat du bourgmestre, qui en constate
la publication et l'affiche. Ce dernier fonctionnaire
municipal doit envoyer pareil certificat au Gouver-
neur, sur le vu duquel il est fait mention au Mémo-
rial du règlement et de sa publication. L'accomplis-
sement de ces formalités est formellement prescrit
par l'art. 4 de l'arrêté Royal Grand-Ducal du 22
octobre 1842 (Mém. législ. et administr. de la même
année, page 578).
Je crois néanmoins devoir rappeler aux adminis-
trations communales, qu'il est indispensable que les
dispositions précitées soient scrupuleusement obser-
vées , et inviter particulièrement celles d'entre elles,
qui peuvent avoir négligé de transmettre copie des
règlements adoptés par leurs communes, à l'une ou
à l'autre des autorités mentionnées à l'art. 4 de l'ar-
rêté précité du 22 octobre 1842, à réparer leurs
omissions sans le moindre retard, parce que l'ad-
ministration de la justice pourrait souffrir de cette
négligence.
Le Gouverneur,
DE LA FONTAINE.