Arrêté du 26 septembre 1911, réglant la perception des droits établis par la loi du 14 avril 1911 sur l'imposition des eaux-de-vie.
Table des dispositions (273)
Texte législatif (273 Articles)
DU
Memorial
Grand-Duché de Luxembourg.
Arrêté du 26 septembre 1911, réglant la perception
des droits établis par la loi du 14 avril 1911
sur l'imposition des eaux-de-vie.
LE DIRECTEUR GÉNÉRAL DES FINANCES ;
Vu la loi du 14 avril 1911, concernant l'im-
position des eaux-de-vie ;
Le Conseil d'Etat entendu en son avis ;
Arrête
Suivant le mode de constatation de
la quantité d'eau-de-vie imposable, les distille-
ries sont divisées en plusieurs classes, à savoir
1° distilleries placées sous contrôle, dans
lesquelles la quantité d'eau-de-vie imposable
est constatée au moyen de vaisseaux-collecteurs
ou de compteurs automatiques d'alcool ou d'eau-
de-vie ;
2° distilleries dispensées de ce contrôle, dans
lesquelles la quantité d'eau-de-vie imposable
est fixée d'avance par voie de forfait.
Parmi ces distilleries on distingue
a) les distilleries agricoles ;
b) les distilleries de fruits ;
c) les distilleries assimilées aux distilleries de
fruits ;
d) les distilleries industrielles.
— Fur Essigsäure, die im Deutschen Reiche oder im Großherzogtume Luxemburg
aus Holzessig oder essigsauren Salzen gewonnen worden und nach Entrichtung der Ver-
brauchsabgabe, oder weil nur zu gewerblichen Zwecken geeignet, aus der amtlichen Über-
wachung getreten ist, wird zwischen beiden Ländern völlige Freiheit des Verkehrs bestehen.
Les distillateurs jouiront de crédits per-
manents que le directeur des contributions leur ac-
cordera sous les conditions et garanties à déterminer.
Aussitôt qu'une sentence administrative
prononçant une peine, a obtenu force de chose jugée,
et que la somme à payer par le fraudeur n'est pas
acquittée dans les trois jours, après le délai fixé pour
le paiement, le bureau principal des douanes, qui est
chargé du recouvrement, adresse au débiteur un
avertissement, portant désignation de ses nom, pré-
noms et domicile, du motif de l'amende et du délai de
paiement, qui ne peut être fixé à moins de trois, ni
au delà de dix jours, avec menace d'exécution, en cas
de non-paiement; cet avertissement sera notifié par
deux employés de l'administration des douanes.
Le fonctionnaire préposé à l'administra-
tion des contributions directes et des accises est
chargé de régler et de diriger le service relatif à la
perception du droit dit « Uebergangsabgabe » 1)
établi sur les eaux-de-vie, et d'exercer relativement à
la recherche, à la poursuite et à la répression des
fraudes, les attributions données par les lois doua-
nières au bureau principal et à la direction des
douanes, le tout sauf recours à l'administration gé-
nérale des finances.
Les agents de l'administration des tra-
vaux publics, de l'administration des chemins vici-
naux et de l'administration forestière ont qualité
pour rechercher et constater les contraventions à la
loi du 22 décembre 1854, suivant les instructions
qu'ils recevront de leurs supérieurs.
E. — De la protection accordée aux lois spéciales de
l'un ou de plusieurs des Etats de l'Union douanière
sur l'exportation ou l'importation de certains objets
(les eaux-de-vie),
I. — Vertrag
über den Anschluß des Großherzogtums Luxemburg an
den deutschen Zoll- u. Handelsverein (8. Februar 1842).
S. M. der König-Großherzog treten hierdurch dem
zwischen den Gliedern des Zoll- und Handelsvereins
zum Schutze ihres gemeinschaftlichen Zollsystems
gegen den Schleichhandel und ihrer innern Gebrauchs-
abgaben gegen Defraudationen bestehenden Zon-
kartell bei, und werden die betreffenden Artikel des-
selben gleichzeitig mit gegenwärtigem Vertrage in
dem Großherzogtum publizieren lassen; auch die
übrigen Vereinsstaaten werden die erforderlichen
Änderungen treffen, damit in den gegenseitigen Ver-
hältnissen den Bestimmungen dieses Zollkartells
überall Anwendung gegeben werde.
II.
Zoll-Kartell vom 11. Mai 1 833.
Die sämtlichen kontrahierenden Staaten
verptlichten sich, gegenseitig auf die Verhinderung
und Unterdrückung des Schleichhandels ohne Un-
terschied, ob derselbe zum Nachteil der kontrahie-
renden Staaten in ihrer Gesamtheit, oder einzelner
unter ihnen unternommen wird, durch alle ihrer
Verfaßung angemessenen Maßregeln gemeinschaft-
lich hinzuwirken.
Wer den besonderen Gesetzen eines oder
mehrerer Zollvereines-Staaten, welche die Ausfuhr
oder die Einfuhr gewisser, selbst aus anderen Vereins-
Staaten herrührender Gegenstände verbieten, oder
deren Einfuhr nur gegen Entrichtung gewisser Ab-
gaben erlauben, zuwiderhandelt, unterliegt im Groß-
herzogtum einer Strafe.
Zum Zwecke der Feststellung der steuer-
pflichtigen Branntwemmenge werden die Bren-
nereien eingeteilt in folgende Klassen
1° Verschlußbrennereien, in denen die steuer-
pflichtige Branntweinmenge mit Hilfe von Sam-
melgefäßen oder Meßuhren amtlich ermittelt wird ;
2° Abfindungsbrennereien, in denen unter Ab-
standsnahme von einer Verschlußanlegung
die
steuerpflichtige Branntwemmenge im voraus bin-
dend festgesetzt wird.
Sie sind entweder
a) landwirtschaftliche Brennereien;
b) Obstbrennereien;
c) Brennereien, die den Obstbrennereien gleich-
gestellt sind;
d) gewerbliche Brennereien.
Für Branntwein der zu gewerblichen
Zwecken, zur Essigbereitung, zu Putz Herzungs-,
Beleuchtungs- oder Kochzwecken, öder in Kranken-,
Entbindungs- und ähnlichen öffentlichen Anstalten,
oder in öffentlichen wissenschaftlichen Lehranstakten
Verwendung findet, wird Steuerfreiheit gewährt,
unter der Bedingung, daß derselbe im Allgemeinen
und unbeschadet des durch Art. 12 vorgesehenen
Ausnahmefalles, der Denaturierung unterworfen
wird.
Titel
ll.—Denaturierung von Branntwein.
Les recours au Conseil d'État,
comité du contentieux, prévus à l'art. 129 de
la loi du 14 avril 1911, concernant l'impo-
sition des eaux-de-vie, seront formés, sous
peine de forclusion, dans les vingt jours de
la notification administrative de la décision
attaquée.
Ce délai est porté à vingt-huit jours pour
ceux qui habitent hors du Grand-Duché.
Les recours sont dispensés du ministère
d'avocat.
Les défenses devront être fournies dans la
huitaine de la communication dont mention
à l'art. 18 du règlement de procédure en
matière contentieuse, approuvé par arrêté r.
g.-d. du 21 août 1866.
Le Conseil d'État y statuera d'urgence.
Die durch Art. 129 des Gesetzes
vom 14. April 1911, über die Besteuerung
des Branntweins, vorgesehene Berufung an
den Staatsrat, Ausschuß für Streitsachen, muß,
unter Strafe des Verfalls, innerhalb zwanzig
Tagen von der im Verwaltungswege erfolgten
Zustellung der beanstandeten Entscheidung ab,
eingelegt werden.
Für Berufungskläger, die außerhalb des
Großherzogtums wohnen, ist diese Frist auf
achtundzwanzig Tage festgesetzt.
Bei diesen Berufungen bedarf es der Ver-
tretung durch einen Advokaten nicht.
Die Beantwortung der Berufung hat inner-
halb acht Tagen von der im Art. 18 des durch
Kgl. Großh, Beschluß vom 21. August 1866
genehmigten Reglementes über das Verfahren
in Streitsachen beim Staatsrat erwähnten Mit-
teilung ab, zu erfolgen.
Der Staatsrat entscheidet darüber ohne Verzug.
Les dispositions suivantes concer-
nant la perception d'un droit de consomma-
tion sur l'acide acétique, seront publiées afin
d'exécution
Regierung, ist mit der Ausführung gegenwär-
tigen Beschlusses beauftragt.
Schloß Hohenburg, den 10. Juli 1911.
Maria-Anna.
Der Staatsminister,
Präsident der Regierung,
Eyschen.
Beschluß vom 26. September 1911, betreffend die
Erhebung einer Verbrauchsabgabe auf Essig-
säure.
Der
General-Direktor
der
Finanzen;
Nach Einsicht des Art. 97 des Gesetzes vom
14.
April
1911 über die Besteuerung des
Branntweins;
Nach Anhörung des Staatsrates;
Beschließt
Nachstehende Bestimmungen, betref-
fend die Erhebung einer Verbrauchsabgabe auf
Essigsäure, werden veröffentlicht behufs Aus-
führung
§ 1. — Gegenstand der Besteuerung. — Gegenstand der Besteuerung ist die im Inlande aus
Holzessig oder essigsauren Salzen gewonnene, zu Genußzwecken geeignete Essigsäure, soweit sie
nicht ausgeführt oder zu gewerblichen Zwecken verwendet wird.
Welche Essigsäure als zu Genußzwecken und welche als nur zu gewerblichen Zwecken geeignet
anzusehen ist, ergibt sich aus Anlage 1.
§ 2. — Nur zu gewerblichen Zwecken geeignete Essigsäure. — Essigsäure, die nur zu gewerb
lichen Zwecken geeignet ist, bleibt steuerfrei und unterliegt nur der allgemeinen amtlichen Über-
wachung.
Auf Essigsäurefabriken, die nur zu gewerblichen Zwecken geeignete Essigsäure herstellen, finden
nur die §§ 17,18, 20, 46 bis 53, 57, 58, 59 Abs. 1, §§ 60, 61, 72,103 und 104 Anwendung.
§ 3. — Höhe der Steuer. — Die Essigsäure unterliegt einer Verbrauchsabgaben die 0,30 Mark
für das Kilogramm wasserfreier Essigsäure beträgt. Bei der Berechnung der Steuer sind Pfennig,
beträge nur insoweit in Ansatz zu bringen, als sie durch fünf ohne Nest teilbar sind.
Die Menge der wasserfreien Essigsäure ist aus dem Reingewichte der Essigsäure und deren
Gehalt an wasserfreier Essigsäure (Stärke der Essigsäure) zu berechnen.
§ 4. — Feststellung der Stärke der Essigsäure. — Die Stärke der Essigsäure ist nach der in der
Anlage 2 gegebenen Anleitung festzustellen.
Die zur Untersuchung erforderlichen Stoffe werden von der Verwaltung auf Kosten des Ge-
werbetreibenden beschafft und sind dauernd unter amtlichen Verschluß oder in amtlichem Gewahr-
same zu halten.
§ 5. — Umrechnung der Raummengen in Gewichtsmengen. — Läßt sich die Essigsäure bei
dm Bestandsaufnahmen nur nach Raummengen feststellen, so sind diese nach der Anlage 3 in
Gewichtsmengen umzurechnen.
§ 6. — Person des Zahlungspflichtigen. — Zur Entrichtung der Essigsäure-Verbrauchsabgabe
ist der Hersteller verpflichtet.
§ 7. — Fälligkeit und Zahlung. — Die Verbrauchsabgabe wird fällig, sobald die Essigsäure-
menge in der Erzeugungsstätte zur Versteuerung abgefertigt worden ist; sie ist binnen drei Tagen
nach Mitteilung des Betrags zu entrichten.
§ 8. — Stundung. — a. Allgemeine Vorschrift. — Die Essigsäure-Verbrauchsabgabe ist gegen
Sicherheitsbestellung für die Frist von sechs Monaten zu stunden. Wird nur eine Stundung auf
drei Monate beansprucht, so kann von der Sicherheitsbestellung ganz oder zum Teil abgesehen
werden, wenn der Zahlungspflichtige als zuverlässig und hinreichend sicher bekannt ist.
Der General-Direktor der Finanzen bestimmt die Grundsätze, nach denen die Sicherheit zu
leisten ist, und die Voraussetzungen, unter denen gestundete Beträge vor Ablauf der Stundungs-
frist eingezogen werden können.
§
9. — b. Stundungsanerkenntnis, Stundungsbetrag. — Bei der Stundung der Verbrauchs-
abgabe ist über jeden im Einnahmebuch anzuschreibenden Betrage ein Stundungsanerkenntnis
abzugeben.
Über mehrere im Laufe eines Tages zur Anschreibung kommende Einzelbeträge kann ein An-
erkenntnis abgegeben werden. In dem Anerkenntnisse sind die Einzelbeträge ausgeben.
Der Betrag jedes Anerkenntnisses muß mindestens 50 Mark erreichen. Die Direktivbehörde
kann Ausnahmen zulassen.
§ 10. — c. Stundungsfrist. — Die Stundungsfrist beginnt mit dem Tage der Fälligkeit. Die
gestundeten Beträge sind spätestens am fünfundzwanzigsten Tage des Monats, in welchem die
Stundungsfrist abläuft, und, wenn dieser ein Sonn- oder Feiertag ist, am vorhergehenden Werk-
tag einzuzahlen.
§ 11.—Essigsäureverbrauchsabgaben-Einnahmebuch. — Die Hebestelle hat über die Einnahme
aus der Essigsäure-Verbrauchsabgabe ein Essigsäure Verbrauchsabgaben-Einnahmebuch zu führen.
§ 12. —Haftung der Essigsäure. — Die Essigsäure haftet ohne Rücksicht auf die Rechte Dritter
für die darauf ruhende Verbrauchsabgabe und kann, solange diese nicht entrichtet ist, von der
Verwaltungsbehörde mit Beschlag belegt oder zurückbehalten werden.
§ 13. — Verjährung. — Ansprüche auf Zahlung und Erstattung von Verbrauchsabgabe ver-
jähren in einem Jahre von dem Tage des Eintritts der Zahlungspflicht oder der Zahlung ab.
Der Anspruch auf Nachzahlung hinterzogener Gefälle verjährt in drei Jahren.
Die Verjährung wird durch jede von der zuständigen Behörde zur Geltendmachung des An-
spruchs gegen den Zahlungspflichtigen gerichtete Handlung unterbrochen.
§ 14. — Übergangsabgabe. — In Ermangelung der Begründung einer Steuergemeinschaft
mit dem Deutschen Reiche oder im Falle des Aufhörens der zu begründenden Gemeinschaft,
werden von der aus dem freien Verkehr des deutschen Reiches eingehenden, zu Genußzwecken
geeigneten Essigsäure, soweit sie nicht nachweislich verzollt worden ist, an Übergangsabgabe 0,30
Mark für das Kilogramm wasserfreier Essigsaure erhoben. Die Abgabe wird nicht gestundet.
§ 15. — Verwaltungsvergütung. — Für die Erhebung der Essigsäure-Verbrauchsabgabe
werden jedem der Steuergemeinschaft zugehörigen Staate acht Hundertteile der in seinem Ge-
biete zur Verrechnung gekommenen Roh-Solleinnahme vergütet.
§ 16. — Oberbeamte, Abfertigungsbefugnisse usw. — Die in den allgemeinen Branntwein-
steuer-Grundbestimmungen hinsichtlich der Oberbeamten, der Abfertigungsbefugnisse der Amts-
stellen, der Abfertigungsbeamten, der Abfertigungsstellen, der Entnahme von Proben und der
Zuziehung von Chemikern gegebenen Vorschriften finden auf die Essigsäurefabriken und die Essig-
säure sinngemäß Anwendung, und zwar mit der Maßgabe, daß die Bestandsaufnahmen in Ge-
werbebetrieben, die unvergäklte Essigsäure abgabenfrei verwenden (§ 96), und bei Essigsäure-
händlern (§ 102) von einem Steuerbeamten allein vorgenommen werden können.
§ 17. —Vertretung der Gewerbetreibenden. — Die Gewerbetreibenden können sich der Steuer-
behörde gegenüber durch Bevollmächtigte vertreten lassen.
Inhaber von Essigsäurefabriken, die dauernd oder für längere Zeit einem Vertreter die Leitung
ihres Betriebs ganz oder teilweise übertragen, haben der Amtsstelle hierüber eine Anzeige in
doppelter Ausfertigung einzureichen, die von dem Vertreter mitzuunterzeichnen ist.
§ 18. — Wiege-, Prüfungs- und Meßgerätschaften. — Für die Abfertigungen und Bestands-
aufnahmen haben die Gewerbetreibenden eine Wage mit Gewichten, sowie die nötigen Prüfungs-
und Meßgerätschaften zu beschaffen und in gutem Zustande zu erhalten.
Sämtliche Wagen und Gewichte, sowie Prüfungs- und Meßgeräte müssen geeicht oder beglau-
bigt sein. Für die eichamtliche Nachprüfung haben die Gewerbetreibenden Sorge zu tragen.
§ 19. — Abfertigungsräume usw. — Die Inhaber von Essigsäurefabriken haben für die Essig-
säureabfertigungen einen geeigneten, angemessen ausgestatteten Raum zu stellen und für dessen
Beleuchtung, Erwärmung und Reinigung zu sorgen. Sie haben insonderheit ein Behältnis zur
Aufbewahrung der Beleghefte, einen Tisch und Schreibgerät zu beschaffen.
Die Steuerdirektion kann die gleichen Verpflichtungen den Besitzern von Gewerbsanstalten auf-
erlegen, in denen Essigsäure steuerfrei verwendet wird.
Werden die Abfertigungsbücher in der Essigsäurefabrik geführt, so hat der Besitzer ein Behältnis
zur Verfügung zu stellen, in dem die Bücher unter Verschluß aufbewahr werden können.
§ 20. — Gebühren. 1. Mir die Überwachung der Gewerbsanstalten. — Die amtliche Über-
wachung der Essigsäurefabriken und anderer Gewerbsanstalten, in denen unter steuerlicher Aufsicht
stehende Essigsäure verarbeitet wird, erfolgt in der Regel gebührenfrei.
Gebühren sind zu erheben für die Überwachung einer Essigsäurefabrik, wenn sie gemäß § 72
unter dauernde Aufsicht gestellt ist.
§21.—2. Für Abfertigungen. a) in den Essigsäurefabriken. — Essigsäureabfertigungen in
den Essigsäurefabriken oder an den Amtsstellen erfolgen in der Regel gebührenfrei.
Gebühren sind zu erheben
a) für Abfertigungen an den Sonn- und Feiertagen,
b) für Abfertigungen, die auf Antrag über den Zeitraum von acht Stunden für den Kalendertag
ausgedehnt werden, bezüglich der überschießenden Zeit.
§ 22. — b) An anderen Orten. — Essigsäureabfertigungen außerhalb des Bereichs der Essig-
säurefabriken oder außerhalb der Amtsstellen sind gebührenpflichtig.
§ 23. — 3. Für die Überwachung der Essigsäuresendungen. — Für die amtliche Begleitung
und Bewachung von Begleitscheinsendungen sowie für die bei Umfüllungen, Umladungen, Ver-
schlußverletzungen usw. unterwegs erforderlichen Amtshandlungen sind in der Regel Gebühren zu
erheben.
Gebührenfrei bleiben
a) an gebührenfreie Abfertigungen sich unmittelbar anschließende Begleitungen innerhalb des-
selben Ortes zwischen einer Essigsäurefabrik und der Eisenbahnstation,
b) bei Umfüllungen, Umladungen, Verschlußverletzungen usw. unterwegs erforderliche Amts-
handlungen, wenn sie an der Amtsstelle oder in den Essigsäurefabriken vorgenommen werden.
§ 24. — 4. In sonstigen Fällen. — Abgesehen von den Fällen der §§ 21 bis 23 sind Gebühren
zu erheben, wenn es sich um eine Entschädigung für den Aufwand an Beamtenkräften handelt,
der durch die Verabsäumung einer den Beteiligten obliegenden Verpflichtung oder durch willkür-
liche Verzögerung einer gebührenfreien Amtshandlung bedingt wird.
§ 25. — 5. Einfacher Gebührenbetrag. — Die Gebühren, betragen bei Amtshandlungen am
Standort oder in einer Entfernung von weniger als 2 Kilometer oder, falls den Beamten ein
Dienstbezirk zugewiesen ist, in diesem Dienstbezirke für jede — wenn auch angefangene — Stunde
für Aufseher und Beamte gleichen oder niedrigeren
Ranges
0,60
Mark,
für Beamte höheren Ranges
1,00
Mark.
Die ans den Hin- und Rückweg verwendete Zeit ist nicht mit in Ansatz zu bringen.
Bei Amtshandlungen außerhalb des Standorts in einer Entfernung von 2 Kilometern und
mehr oder, wenn es sich um Beamte mit Dienstbezirk handelt, bei Dienstleistungen außerhalb
dieses Bezirkes betragen die Gebühren ebensoviel wie die im Abs. 1 festgesetzten Gebühren, min-
destens aber ebensoviel wie die den Beamten nach den landesrechtlichen Bestimmungen zustehenden
Vergütungen für Dienstreisen ausmachen.
Es sind die Gebührensätze anzuwenden, die dem Range des Beamten entsprechen. Sind jedoch
zu Amtshandlungen, die von einem Aufseher oder Beamten gleichen oder niedrigeren Ranges
ausgeführt werden dürfen, Beamte höheren Ranges verwendet worden, so sind die Gebühren
nach den Sätzen für erstere zu erheben.
§ 26. — 6. Doppelter Gebührensatz. — Wird die Vornahme einer Amtshandlung ohne
zwingenden Grund verzögert oder unterbrochen, so kann die Amtsstelle für die Zeit der Ver-
zögerung oder Unterbrechung den Gebuhrensatz verdoppeln oder bei gebührenfreien Amtshand-
lungen Gebühren nach diesem erhöhten Satze erheben.
§ 27. — 7. Fahrgelder. — Erwachsen der Steuerverwaltung für die mit der Ausführung gebüh-
renpflichtiger Amtshandlungen beauftragten Beamten Ausgaben an Fahrgeldern oder anderen
besonderen Entschädigungen, so erhöhen sich die Gebühren um den Betrag dieser Ausgaben.
Dem Zahlungspflichtigen bleibt überlassen, statt Entrichtung der Fahrgelder für die angemessene
Beförderung der Beamten Sorge zu tragen.
§ 28. — 8. Gebühren für mehrere Beamte. — Sind bei einer Amtshandlung mehrere Beamte
gleichzeitig tätig, oder werden zu einer Amtshandlung mehrere Beamte nacheinander verwendet,
so sind die Gebühren für jeden von ihnen zu erheben.
§ 29. — 9. Verwaltungskostenbeiträge. — Werden zu gebührenpflichtigen Amtshandlungen
Beamte ständig erforderlich, so haben die beteiligten Gewerbtreibenden in der Regel für jeden
Beamten einen Verwaltungskostenbeitrag zu zahlen.
Der Verwaltungskostenbeitrag wird von der obersten Landes-Finanzbehörde nach der Höhe
des von Beamten der betreffenden Klasse durchschnittlich bezogenen Diensteinkommens zuzüglich
15 vom Hundert der darin enthaltenen pensionsfähigen Beträge bemessen. Wird von dem Ge-
werbetreibenden nicht die volle Diensttätigkeit des ständig bewilligten Beamten in Anspruch ge-
nommen und liegt die Möglichkeit vor, den Beamten anderweitig dienstlich zu verwenden, so kann
der Verwaltungskostenbeitrag auf einen angemessenen Teil des vollen Betrags beschränkt werden.
Die Gewerbetreibenden haben, falls sie die Tätigkeit der Beamten nicht mehr in Anspruch
nehmen wollen, dies der Steuerdirektion anzuzeigen. Die Verwaltungskostenbeiträge sind alsdann
noch bis zur anderweitigen Unterbringung der Beamten, längstens jedoch für einen Zeitraum von
drei Monaten, vom Beginne des auf die Anzeige folgenden Monats ab gerechnet, weiterzuzahlen.
Falls auf Antrag die Ausdehnung der Amtshandlungen über den Zeitraum von acht Stunden
für den Kalendertag hinaus oder die Vornahme von Abfertigungen an Sonn- und Feiertagen
bewilligt wird, sind für die betreffende Zeit Einzelgebühren gemäß §§ 25 ff. zu erheben.
§ 30. — 10. Verrechnung der Gebühren. — Die nach den §§ 25 bis 29 aufkommenden Ge-
bühren werden für Rechnung der Einzelstaaten erhoben.
§ 31. — Anmeldung der Essigsäurefabriken, die zu Genußzwecken geeignete Essigsäure her-
stellen. Allgemeine Bestimmung. — Wer zu Genußzwecken geeignete Essigsäure aus Holzessig
oder essigsauren Salzen herstellen will, hat spätestens vierzehn Tage vor Beginn des Betriebs der
Hebestelle
a) eine Anmeldung der Räume, Lagerstätten und Geräte,
b) einen Grundriß der Fabrik,
c) eine Zeichnung und Beschreibung der Zersetzungskessel und Destilliervorrichtungen
in doppelter Ausfertigung einzureichen.
§ 32. — Anmeldung der Räume usw. — In die Anmeldung der Räume und Lagerstätten sind
aufzunehmen
a) diejenigen Räume, in denen Betriebshandlungen zur Erzeugung und Reinigung von Essig-
säure vorgenommen oder durch die Essigsäuredämpfe oder Essigsäure hindurch geleitet werden,
sowie die zur Aufbewahrung der Essigsäure und der essigsauren Salze oder des Holzessigs die-
nenden Räume und Lagerstätten;
b) die mit den Fabrik- und Lagerräumen in unmittelbarer Verbindung stehenden Räume.
§ 33. — Anmeldung der Geräte. — In die Geräteanmeldung sind alle zur Essigsäurefabrik
gehörigen Geräte aufzunehmen, in denen Essigsäuredämpfe zur Entwicklung oder Reinigung
gelangen (Zersetzungskessel, Destilliervorrichtungen), sowie diejenigen Gefäße, in denen sich Essig-
säure ständig oder vorübergehend befindet (Sammel- und Mischgefäße, Druckgefäße, feststehende
Aufbewahrungsgefäße).
§ 34. — Grundriß. — In den Grundriß der Fabrik, der die im § 32 aufgeführten Räume und
Lagerstätten nachweisen muß, ist die Stellung der angemeldeten Geräte einzuzeichnen.
§ 35. — Prüfung der Anmeldung. — Die Anmeldungspapiere (§ 31) sind von der Hebestelle
dem Steuerkontrolleur zuzustellen. Der Steuerkontrolleur hat ihren Inhalt an Ort und Stelle
mit dem Bestande zu vergleichen, die Geräte nach den Bestimmungen in den §§ 36 ff. zu ver-
messen, das Ergebnis in die Anmeldung der Räume, Lagerstätten und Geräte einzutragen und
sodann die Anmeldungspapiere mit den Vermessungsverhandlungen (§ 38 Abs. 1) der Hebestelle
zurückzugeben. Nach Prüfung der Vermessungsverhandlungen (§ 38 Abs. 2) übermittelt die Hebe-
stelle je eine Ausfertigung der Anmeldungspapiere und Vermessungsverhandlungen dem Fabrik-
inhaber.
§ 36. — Gerätevermessung. Allgemeine Vorschrift. — Die im § 33 genannten Geräte sind
mit Ausnahme der Zersetzungskessel in der Regel auf trockenem und nassem Wege zu vermessen.
Ist die nasse Vermessung der Gefäße wegen ihres Aufstellungsorts, ihrer Größe oder ihrer
sonstigen Beschaffenheit nicht angängig oder nur mit großen Schwierigkeiten ausführbar, so kann
die Steuerdirektion die trockene Vermessung als ausreichend erachten. Ist auch diese nicht aus-
führbar, so kann die Steuerdirektion genehmigen, daß der Raumgehalt nach den Angaben des
Fabrikbesitzers festgesetzt wird.
Bei den während der Erzeugung und Reinigung zur Aufbewahrung von Essigsäure dienenden
Geräten kann von einer Vermessung abgesehen und die Angabe des Fabrikbesitzers über ihren
Raumgehalt als richtig angenommen werden.
§ 37. — Ausführung der Vermessung. — Die Vermessung ist durch den Steuerkontrolleur
unter Zuziehung eines anderen Beamten zu bewirken. Der Fabrikinhaber hat der Vermessung
beizuwohnen und ihre Nichtigkeit durch Unterzeichnung der Verhandlung (§ 38) anzuerkennen.
Bei der nassen Vermessung sind, soweit angängig, an Skalen, Schwimmervorrichtungen oder
Senkstäben, die gegen Veränderung oder Vertauschung amtlich zu sichern sind, die Wassermengen
fortlaufend in Abschnitten festzustellen.
§ 38. —Vermessungsverhandlungen. — Über die Vermessung sind für jedes Gerät zwei gleich-
lautende Verhandlungen aufzunehmen.
Die Vermessungsverhandlungen sind von der Hebestelle rechnerisch zu Prüfen.
§ 39. — Gerätebezeichnung. — Der Fabrikinhaber hat jedes angemeldete Gerät mit Nummer
und Raumgehalt in Übereinstimmung mit der Geräteanmeldung deutlich zu bezeichnen, diese
Bezeichnung zu erhalten und nötigenfalls zu erneuern.
Die näheren Anordnungen trifft der Steuerkontrolleur.
§ 40. — Geräteaufbewahrung. — Die angemeldeten Geräte müssen an den im Grundrisse
dafür angegebenen Plätzen aufbewahrt werden. Während der Nichtbenutzung können sie zeit-
weise aus der Fabrik entfernt und anderwärts aufbewahrt werden. Dem Steuerkontrolleur
ist bei feiner nächsten Anwesenheit in der Fabrik hiervon Kenntnis zu geben.
§ 41. — Veränderungen. Wechsel im Besitze der Essigsäurefabrik. — Jeder Wechsel im Besitz
einer Essigsäurefabrik, z. B. durch Erbgang, Verkauf oder Verpachtung, ist der Hebestelle binnen
einer Woche vom neuen und in Fällen freiwilliger Besitzübertragung auch vom bisherigen Besitzer
schriftlich anzuzeigen.
Der neue Besitzer hat die Richtigkeit des angemeldeten Gerätestandes und des Raumgehalts
der einzelnen Geräte schriftlich anzuerkennen oder eine neue Anmeldung der Räume, Lagerstätten
und Geräte abzugeben.
§ 42. — Veränderungen im Gerätestand. usw. — Sollen angemeldete Geräte aus den Händen
gegeben, an einem anderen Platze aufgestellt, oder abgeändert, oder sollen die Lagerstätten für
die essigsauren Salze, Holzessig oder Essigsäure geändert werden, so hat der Fabrikinhaber dies
der Hebestelle vor der Weggabe oder bis zur Vollendung der Veränderung anzuzeigen.
Werden Destilliergeräte aus den Händen gegeben, so ist in der Anzeige auch der Empfänger
zu bezeichnen; findet eine Versendung dieser Geräte in einen anderen Hebebezirk statt, so hat die
Hebestelle dies der Hebestelle des Bestimmungsortes mitzuteilen.
Werden anmeldungspflichtige Geräte neu angeschafft, so hat der Fabrikbesitzer dies der Hebe-
stelle vor Aufstellung der Geräte in der Fabrik anzuzeigen.
Die Anzeigen sind in doppelter Ausfertigung abzugeben. Die eine Ausfertigung ist von der
Hebestelle mit der Bescheinigung über die erfolgte Anzeige zu versehen und dem Anmeldenden zur
Aufbewahrung beim Fabrikbeleghefte (§ 51) zurückzugeben, die andere dem Steuerkontrolleur
vorzulegen.
§ 43. — Erledigung der Veränderungsanzeigen. — Der Steuerkontrolleur hat sich von der
Richtigkeit der Anzeige zu überzeugen, erforderlichenfalls für die Vermessung und Bezeichnung
der Geräte zu sorgen und die eingetretenen Änderungen in der Anmeldung der Räume, Lager-
stätten und Geräte, dem Grundrisse sowie in der Zeichnung und Beschreibung der Zersetzungs-
kessel und Destilliervorrichtungen, die in der Fabrik ausliegen, nachzutragen.
§ 44. — Einreichung neuer Anmeldungen der Räume, Lagerstätten und Geräte usw. — Wenn
die Anmeldung der Räume, Lagerstätten und Geräte oder der Grundriß oder die Zeichnung
und Beschreibung der Zersetzungskessel und Destilliervorrichtungen durch Nachträge unübersichtlich
oder sonst unbrauchbar geworden ist, sind neue Ausfertigungen einzureichen.
§ 45. — Abmeldung einer Essigsäurefabrik. — Wird eine Essigsäurefabrik gänzlich abgemeldet,
so sind die noch zu Brennereizwecken geeigneten Zersetzungskessel und Destilliervorrichtungen nach
den allgemeinen Branntweinsteuer-Grundbestimmungen weiter zu behandeln.
§ 46. — Anmeldung der Essigsäurefabriken, die nur zu gewerblichen Zwecken geeignete Essig-
säure herstellen. Allgemeine Bestimmung. — Wer nur zu gewerblichen Zwecken geeignete Essig-
säure aus Holzessig oder essigsauren Salzen herstellen will, hat spätestens drei Tage vor Beginn
des Betriebs der Hebestelle
a) eine Anmeldung der Räume, Lagerstätten und Geräte,
65 e
b) einen Grundriß der Fabrik,
c) eine schriftliche Erklärung, daß er nur zu gewerblichen Zwecken geeignete Essigsäure her-
stellen werde,
in doppelter Ausfertigung einzureichen.
§ 47. — Prüfung der Anmeldung. — Die Anmeldungspapiere (§ 46) sind von der Hebestelle
nach Eintragung in die Essigsäurefabrikrolle (§ 49) dem Steuerkontrolleur zuzustellen. Der Steuer-
kontrolleur hat sie an Ort und Stelle zu prüfen und nach Bescheinigung der Richtigkeit der Hebe-
stelle zurückzugeben, die je eine Ausfertigung dem Fabrikinhaber übermittelt.
§ 48. — Vermessung der Geräte usw. — Für Essigsäurefabriten, die Essigsäure nur zu gewerb-
lichen Zwecken herstellen, bedarf es der Vermessung der Geräte nicht, dagegen finden die §§ 32
bis 34 und 39 bis 45 auch auf diese Fabriken Anwendung, und zwar § 39 mit der Maßgabe, daß
die angemeldeten Geräte nur mit Nummer zu bezeichnen sind.
§ 49. — Essigsäurefabrikrolle und Beleghefte, Essigsäurefabrikrolle. — Die Hebestelle hat
eine Essigsäurefabrikrolle in zwei Abschnitten zu sichren, in der sämtliche im Bezirke vorhandenen
Essigsäurefabriken nachzuweisen sind.
In den Abschnitt A sind die Essigsäurefabriken, die zu Genußzwecken geeignete Essigsäure her-
stellen, in den Abschnitt B die Essigsäurefabriken, die nur zu gewerblichen Zwecken geeignete Essig-
säure erzeugen, aufzunehmen.
§ 50. — Beleghefte der Hebestelle. — Die Hebestelle führt für jede Essigsäurefabrik ein Beleg-
heft, in das folgende Schriftstücke aufzunehmen sind
a) die Anmeldung der Räume, Lagerstätten und Geräte,
b) der Grundriß nebst Zeichnung und Beschreibung der Zersetzungskessel und Destilliervorrich-
tungen,
c) gegebenenfalls die Erklärung des Fabrikinhabers, daß er nur zu gewerblichen Zwecken ge-
eignete Essigsäure herstellen werde,
d) die Vermessungsverhandlungen,
e) die Veränderungsanzeigen,
f) die sonstigen amtlichen Verfügungen und Papiere, die besondere Verhältnisse der Essigsäure-
fabrik betreffen.
§ 51. — Fabrikbelegehefte. — Die au den Fabrikinhaber gelangenden Ausfertigungen oder
beglaubigten Abschriften der im § 50 unter a bis d und f aufgeführten Schriftstücke sind in einem
Fabrikbeleghefte zu vereinigen.
§ 52. — Hauptessigsäurefabrikrolle. — Die Hebestelle hat eine vom Steuerkontrolleur be-
scheinigte Abschrift der Essigsäurefabrikrolle an die Steuerdirektion einzusenden. Die Abschriften
bilden zusammen mit der Essigsäurefabrikrolle die Hauptessigsäurefabrikrolle.
Vierteljährlich ist ferner eine vom Steuerkontrolleur bescheinigte Nachweisung der in der Essig-
säurefabrikrolle vermerkten Änderungen aufzustellen und einzureichen. Die angezeigten Ände-
rungen sind in der Hauptessigsäurefabrikrolle zu Vermerken.
§ 53. — Anzeige der Betriebseröffnung oder der
Betriebseinstellung.
Wer eine neu er-
richtete oder eine ruhende Essigsäurefabrik in Betrieb setzen will, hat der Hebestelle schriftlich An-
zeige zu erstatten, und zwar
a) wenn es sich um den ersten Betrieb handelt, mindestens eine Woche,
b) wenn der Betrieb nach einer Pause wieder aufgenommen werden soll, mindestens drei Tage
vor dem für die Eröffnung des Betriebs in Aussicht genommenen, näher zu bezeichnenden Tage.
Soll der Betrieb einer Essigsäurefabrik für eine Zeit von mehr als 14 Tagen eingestellt werden,
so ist dies der Hebestelle spätestens am dritten Tage nach der Betriebseinstellung anzuzeigen.
Von dem Eingange der Anzeigen hat die Hebestelle dem Steuerkontrolleur und der Steuer-
direktion Mitteilung zu machen.
§ 54. — Betriebserklärung. a) Allgemeine Bestimmung. — Mit der im § 53 Abs. 1 unter a
vorgeschriebenen Anzeige hat der Fabrikbesitzer eine Betriebserklärung in doppelter Ausfertigung
einzureichen, die eine Beschreibung des Arbeitsverfahrens mit näheren Angaben über den Ver-
lauf der Erzeugung und Reinigung der Essigsäure sowie über die herzustellenden Essigsäurearten
und die Dauer des täglichen Betriebs enthalten muß. Ferner ist in der Beschreibung anzugeben,
in welchem Verhältnisse zu der Menge des verarbeiteten Rohstoffs durchschnittlich Essigsäure ge-
wonnen wird (Ausbeuteverhältnis).
Bei der Wiederaufnahme des Betriebs einer ruhenden Essigsäurefabrik genügt eine schriftliche
Bezugnahme auf die frühere Betriebserklärung, wenn diese weiter befolgt werden soll.
§ 55. — b) Prüfung. — Die Hebestelle hat die Betriebserklärung dem Steuerkontrolleur zur
Prüfung vorzulegen. Dieser hat nach Herbeiführung etwaiger Berichtigungen beide Ausfertigungen
mit einem Prüfungsvermerke zu versehen. Sie eine Ausfertigung ist dem Fabrikinhaber zur Auf-
nahme in das Fabrikbelegheft auszuhändigen, die andere bleibt bei der Hebestelle.
§ 56. — c) Abänderung. — Soll die Betriebsweise dauernd geändert werden, so hat der Fabrik-
inhaber, sofern nicht eine neue Betriebserklärung erforderlich ist, eine Nachtragserkärung in
doppelter Ausfertigung einzureichen, die zu prüfen und der Haupterklärung beizufügen ist.
§ 57. — Besuch der Gewerberäume durch die Steuerbeamten. — Die Gebäude, in denen eine
Essigsäurefabrik betrieben wird, einschließlich der zur Aufbewahrung von Essigsäure, Holzessig
oder essigsauren Salzen sowie zur Verpackung und Behandlung der Essigsäure dienenden Räume
und Lagerstätten dürfen, wenn die Essigsäurefabrik nicht im Betrieb ist, nur von morgens 6 bis
abends 9 Uhr von den Steuerbeamten besucht werden. Der Eingang muß ihnen sogleich geöffnet
werden. Solange jedoch in der Essigsäurefabrik gearbeitet wird, ist der Besuch zu jeder Zeit zu-
lässig; die Fabrik muß alsdann unverschlossen und der Zutritt unbehindert sein.
Die Aufsichtsbefugnis erstreckt sich zugleich auf die mit der Essigsäurefabrik und den Lagerstätten
für Essigsäure, Holzessig oder essigsauren Kalk in unmittelbarer Verbindung stehenden Räume.
Die Zeitbeschränkung fällt fort, wenn Gefahr im Verzuge ist.
§ 58. — Hilfeleistung bei der Ausübung der Steueraufsicht. — Der Fabrikinhaber hat den
Steuerbeamten jede im Steuerinteresse oder zu statistischen Zwecken erforderliche Auskunft über
den Betrieb zu erteilen und bei allen zum Zwecke der Aufsicht oder Abfertigung stattfindenden
Amtshandlungen die nötigen Hilfsdienste zu leisten oder leisten zu lassen. Insbesondere ist auch
für Beleuchtung zu sorgen und das Material für die Anlegung amtlicher Verschlüsse zu liefern.
Den Oberbeamten der Steuerverwaltung sind die Geschäfts- und Handelsbücher über den
Einkauf der Rohstoffe und die Herstellung und den Verlauf von Essigsäure auf Erfordern zur
Einsicht vorzulegen.
Für die Pferde und Wagen der dienstlich die Fabrik besuchenden Beamten ist vom Fabrik-
inhaber auf Verlangen ein gegen Witterungseinflüsse geschützter Raum während der Dauer der
dienstlichen Anwesenheit der Beamten zur Verfügung zu stellen.
§ 59. — Lagerung des Holzessigs, der essigsauren Salze und der Essigsäure. — Holzessig,
essigsaure Salze und Essigsäure dürfen nur an den angemeldeten Stätten (§ 32) gelagert, verpackt
und behandelt werden. Sind für die Lagerung keine abgesonderten Raume vorhanden, so sind
die Teile der Betriebsräume, in denen die Lagerung erfolgen soll, durch eine Tafel mit einer
entsprechenden Aufschrift kenntlich zu machen. Die Lagerung hat getrennt nach den Waren-
gattungen und Essigsäurearten zu erfolgen.
Der essigsaure Kalk ist tunlichst in der Weise zu lagern, daß die einzelnen im Lagerbuche (§ 62)
in Zugang gestellten Mengen voneinander getrennt sind. Die einzelnen Posten sind in Uber-
einstimmung mit den Eintragungen im Lagerbuche zu bezeichnen.
§ 60. — Prüfung des Betriebs durch die Steuerbeamten. — Die Aufsichtsbeamten haben sich
bei
der Prüfung des Betriebs der Essigsäurefabriken davon zu überzeugen, daß nur die ange-
meldeten Zersetzungskessel und Destilliervorrichtungen im Betriebe sind, der Gerätestand mit der
Geräteanmeldung (§ 33) übereinstimmt, und Holzessig, essigsaurer Salze und Essigsäure nur an
den angemeldeten Stätten (§ 32) gelagert werden.
Der Steuerkontrolleur hat die als nur zu gewerblichen Zwecken geeignet bezeichnete Essigsäure
von Zeit zu Zeit darauf zu untersuchen, ob sie den in der Anlage l für derartige Saure vorge-
sehenen Anforderungen entspricht.
Die näheren Bestimmungen über die Zahl und Ausführung der Revisionen trifft die Steuer-
direktion.
In jeder Essigsäurefabrik ist ein Aufsichtsbuch aufzulegen, in das die Aufsichtsbeamten das
Ergebnis der Revision einzutragen haben.
§ 61.—Verschluß der Destilliervorrichtungen während des Nutzens einer Essigsäurefabrik. —
Während des Ruhens einer Essigsäurefabrik sind die Destilliervorrichtungen durch Anlegung amt-
licher
Verschlüsse oder durch sonstige Maßnahmen gegen Benutzung zu sichern. Soweit ein Be-
dürfnis
vorliegt, die genannten Geräte ohne Verschluß zu lassen, z. B. zur Vornahme von Aus-
besserungen und Veränderungen, hat der Steuerkontrolleur Ausnahmen zuzulassen.
Wird die Essigsäurefabrik wieder zum Betrieb angemeldet, so ist für die rechtzeitige Abnahme
der Verschlüsse Sorge zu tragen.
§ 62. — Buchführung des Fabrikinhabers. — a) Lagerbuch über die Vorräte an essigsaurem
Kalk. — Über den Zu- und Abgang von essigsaurem Kalke hat der Fabrikinhaber ein Lagerbuch
zu führen. In diesem ist jeder Zugang bei der Aufnahme in das Lager anzuschreiben und jede
unverarbeitet abgegebene Menge unter Angabe des Empfängers abzuschreiben. Die zur
Verarbeitung in der Fabrik entnommenen Mengen sind tunlichst am Schlusse eines jeden Be-
triebstags abzuschreiben.
§ 63. — b) Essigsäure-Ausgabebuch. — Über den Abgang von Essigsäure aus der Fabrik ist
ein Ausgabebuch zu führen, in dem diejenigen Mengen, welche die Erzeugungsstätten verlassen,
abzuschreiben sind.
Die Abschreibungen auf Grund von Ankaufserlaubnisscheinen (§§ 91 und 98) sind nach den
darauf eingetragenen Vermerken vom Steuerkontrolleur zu prüfen.
§ 64. — Bestandsaufnahme. a) Zeitpunkt. — Jährlich einmal ist an einem von der Steuer-
direktion nach Anhörung des Fabrikinhabers zu bestimmenden Tage der in der Fabrik vorhan-
dene Bestand an Essigsäure und essigsaurem Kalk festzustellen.
§ 65. — b) Anmeldungen. — Der Fabrikinhaber hat vor der Bestandsaufnahme Anmeldungen
abzugeben und darin die Bestände an Essigsäure und essigsaurem Kalk aufzuführen.
§ 66. — c) Feststellung des Sollbestandes usw. — Zur Bestandsaufnahme ist das Lagerbuch
über essigsauren Kalk und das Essigsäureausgabebuch aufzurechnen und im Lagerbuche der Soll-
bestand in der Weise festzustellen, daß die Summe der Abschreibungen von der Summe der An-
schreibungen abgezogen wird.
§ 67, — d) Feststellung der Istbestände. — Bei der Bestandsaufnahme sind probeweise Prü-
fungen zulässig. Die Anmeldung des Fabrikinhabers kann als richtig angenommen werden, wenn
sich bei den Probeermittelungen erhebliche Abweichungen nicht ergeben und gegen die Richtigkeit
der angemeldeten Mengen keine Bedenken bestehen.
Sind probeweise Verwiegungen des essigsauren Kalkes mit Rücksicht auf die Art der Lagerung
oder den Umfang der in Betracht kommenden Mengen nicht angängig, so ist der Bestand
schätzungsweise festzustellen und die Anmeldung auf Grund der Geschäfts- und Betriebs-
bücher nachzuprüfen.
§ 68. — e) Bestandsaufnahmeverhandlung. — Die Abfertigungsbeamten haben eine Be-
standsaufnahmeverhandlung aufzuehmen und darin das im abgelaufenen Betriebsjahr erzielte
Ausbeuteverhältnis sowie den gegen den Sollbestand ermittelten Mehr- oder Minderbefund an
essigsaurem Kalk ersichtlich zu machen.
Abweichungen gegen das vom Fabrikinhaber in der Betriebserklärung angegebene Ausbeute-
verhältnis und ein Mehr- oder Minderbefund an essigsaurem Kalk sind aufzuklären und in der
Verhandlung näher zu erläutern.
Der Fabrikinhaber hat der Bestandsaufnahme beizuwohnen und die Verhandlung mit zu voll-
ziehen.
§ 69. — f) Prüfung durch die Steuerdirektion. — Die Steuerdirektion hat die Bestandsauf-
nahmeverhandlung nachzuprüfen und zu entscheiden, ob die Abweichungen genügend aufgeklärt
sind und von Weiterungen abgesehen werden kann.
§ 70. — Behandlung von zugrunde gegangenen Beständen. — Wenn Rohstoffe oder Essig-
säure in der Essigsäurefabrik durch zufällige Ereignisse zugrunde gegangen sind, hat der Fabrik-
inhaber dies alsbald anzuzeigen.
Der Sachverhalt ist festzustellen und die aufgenommene Verhandlung der Steuerdirektion zur
Entscheidung vorzulegen. Die zugrunde gegangenen Mengen an Essigsäure oder Rohstoffen sind
im Ausgabebuche oder im Lagerbuche abzuschreiben.
§ 71. — Buchführung usw. in Essigsäurefabriken, die Essigsäure aus Holzessig usw. herstellen.
— Über die Buchführung und die Handhabung der Bestandsaufnahme in Essigsäurefabriken, die
Essigsäure unmittelbar aus Holzessig oder aus anderen essigsauren Salzen als essigsaurem Kalk
herstellen, bleiben nähere Bestimmungen vorbehalten.
§ 72. — Besondere Aufsichtsmaßnahmen. — Ist der Inhaber einer Essigsäurefabrik oder sein
Vertreter wegen Hinterziehung der Essigsäureverbrauchsabgabe bestraft worden, so kann die
Fabrik besonderen Aufsichtsmaßnahmen unterworfen werden.
Die Kosten fallen dem Fabrikinhaber zur Last; die Einziehung erfolgt gegebenenfalls nach
den Vorschriften über das Verfahren für die Beitreibung der Zölle und mit dem Vorzugsrechte
der letzteren.
§ 73. — Abfertigung zur Versteuerung. — Anmeldung. — Soll Essigsäure ans einer Essigsäure-
fabrik zur Versteuerung abgefertigt werden, so Hai der Fabrikinhaber eine Anmeldung der zu
versteuernden Essigsäuremenge einzureichen.
In der Anmeldung sind die Zeichen und Nummern, die Zahl und Art der Gefäße und, falls
deren Eigengewicht bereits steueramtlich festgestellt ist (§ 76), das Rohgewicht der befüllten Ge-
fäße, das Eigengewicht der Gefäße und das Reingewicht, ferner die Starte der Essigsäure in Ge-
wichtshundertteilen und die Menge der wasserfreien Essigsäure anzugeben.
§
74. — Eintragung der Anmeldung. — Die Hebestelle trägt die Anmeldung in das Essig-
säure-Verbrauchsabgaben-Anmeldungsbuch ein und übermittelt sie den Abfertigungsbeamten.
§ 75. — Abfertigung. — Soweit nicht die Bestimmungen im § 77 Anwendung finden, ist für
jedes befüllte Gefäß das Rohgewicht, das Eigengewicht der Gefäße und das Reingewicht zu
ermitteln. Die Stärke der Essigsäure kann probeweise festgestellt werden; das Ergebnis ist in dem
Abfertigungspapier zu vermerken.
"Bei der Verwiegung der gefüllten und leeren Gefäße bleiben Bruchteile eines Kilogramms
unter 200 Gramm außer Betracht.
§ 76. — Ermittlung des Eigengewichts der Versandgefäße. — Wird die Essigsäure in den
Versandgefäßen aufbewahrt und in diesen zur Abfertigung gestellt, so sind die Gefäße vorher in
leerem Zustande zu verwiegen und in geeigneter Weise zu kennzeichnen.
§ 77. — Probeweise Verwiegungen. — Hat der Fabrikinhaber im Falle des § 76 das Roh-
gewicht der befüllten Gefäße, das Eigengewicht der Gefäße und das Reingewicht in der Anmel-
dung angegeben, so können probeweise Verwiegungen vorgenommen werden, die sich auf min-
destens fünf vom Hundert der angemeldeten Gefäße zu erstrecken haben.
Ergeben sich hierbei Abweichungen von mehr als zwei Hundertteilen des angemeldeten Ge-
wichts, so ist die ganze Post zu verwiegen.
§ 78. — Abfertigung auf Begleitscheine. Essigsäurebegleitscheine. — Soll die Essigsäure au
einen Gewerbebetrieb versandt und in diesem vor der gewerblichen Verwendung vergällt werden,
so ist sie auf Begleitschein abzufertigen.
Soweit nicht in den §§ 79 und 80 ein anderes angeordnet ist, finden bei der Abfertigung der
Essigsäure sowie bei der Ausfertigung, Erledigung und weiteren Behandlung der Begleitscheine
die im Vereinszollgesetz und der Zollbegleitscheinordnung erlassenen Bestimmungen Anwendung.
Von der Anlegung amtlicher Verschlüsse kann Abstand genommen werden, wenn sie nicht vom
Fabrikinhaber beantragt wird.
§ 79. — Eisenbahn-Topfwagen. — Bleiben bei der Schlußabfertigung in einem Eisenbahn-
Topfwagen Reste kristallisierter Essigsäure, die in die Fabrik des Absenders zurückgehen, so ist
deren Menge aus dem Unterschiede zwischen dem voramtlich und dem bei der Schlußabfertigung
ermittelten Eigengewichte des Topfwagens festzustellen.
Das Empfangsamt hat die Erledigung des Begleitscheins dem Ausfertigungsamte mittels be-
sonderen Erledigungsscheins unter Angabe der im Topfwaren verbliebenen Essigsäuremengen
mitzuteilen.
Ebenso ist zu verfahren, wenn sich in dem Topfwagen bei seiner Befüllung in der Fabrik kri-
stallisierte Essigsäure aus eurer früheren Sendung befunden hat, und, bei der Verwiegung des
entleerten Topfwagens beim Empfangsamt ein geringeres Gewicht als beim Ausfertigungsamt
ermittelt worden ist.
§ 80. — Das Ausfertigungsamt hat das Ergebnis der Ermittelungen nach § 79 dem Begleit-
scheinnehmer mitzuteilen, der die Mehr- oder Mindermengen unter Angabe des Empfängers
der Ware und der Nummer des in Frage kommenden Begleitscheins im Essigsäureausgabebuch
(§ 63) zu- oder abzusetzen hat.
Die Eintragungen des Fabrikinhabers sind auf Grund der Erledigungsscheine nachzuprüfen.
§ 81. — Umfang der Steuerbefreiung. — Zu Genußzwecken geeignete Essigsäure, die zu ge-
werblichen Zwecken verwendet oder ausgeführt wird, bleibt nach Maßgabe der folgenden Be-
stimmungen von der Verbrauchsabgabe befreit.
§ 82. — Steuerfreiheit zu gewerblichen Zweiten. Antrag auf Genehmigung der steuerfreien
Verwendung von Essigsäure. — Wer zu Genußzwecken geeignete Essigsäure zu gewerblichen
Zwecken steuerfrei verwenden will, hat bei der Steuerdirektion unter Angabe des Verwendungs-
zwecks, der Art und Weise der Verwendung und des Ortes der Lagerung der Essigsäure die Ge-
nehmigung schriftlich zu beantragen, auch darzulegen, ob und gegebenenfalls mit welchem Mittel
eine Vergällung der Essigsäure für den angegebenen Zweck möglich ist.
§ 83. — Vergällung der Essigsäure. a) Untersuchung des Vergällungsmittels. — Das vorge-
schlagene Mittel ist von einem auf das Steuerinteresse vereidigten Chemiker daraufhin zu unter-
suchen, ob und zutreffendenfalls in welchen Mengen es geeignet ist, Essigsäure derart zu vergällen,
daß sie zum menschlichen Genusse nicht verwendet und Essigsäure zu Genußzwecken mit Vorteil
daraus nicht mehr ausgeschieden werden kann.
§ 84— b) Weiteres Verfahren. — Die Steuerdirektion prüft unter Berücksichtigung der Art
des Gewerbebetriebes und der sonstigen Verhältnisse,. gegebenenfalls nach Anhörung von
Sachverständigen, ob eine Vergällung der Essigsäure stattzufinden hat, oder ob die Verwendung
unvergällter Essigsäure zu gestatten ist.
In Zweifelsfällen entscheidet die Direktivbehörde.
§ 85. — c) Erteilung der Genehmigung. — Ist die Vergällung der Essigsäure möglich und
ohne Beeinträchtigung des Gewerbebetriebs ausführbar, so erteilt die Steuerdirektion dem An-
tragsteller hierzu die Genehmigung.
Über die erteilten Genehmigungen ist ein Verzeichnis zu führen.
§ 86. — d) Mitteilung der Vergällungsmittel an die Technische Prüfungsstelle. — Die ge-
nehmigten Vergällungsmittel sind unter Angabe der Gewerbebetriebe und der Art der Verwen-
dung der vergällten Essigsäure der Kaiserlichen Technischen Prüfungsstelle in Berlin mitzuteilen.
§ 87. — e) Verwendung. — Die vergällte Essigsäure darf nur zu dem genehmigten Zwecke
und in der angemeldeten Weise sowie nur von demjenigen verwendet werden, auf dessen Antrag
die Vergällung erfolgt ist.
§ 88. — f) Ausführung der Vergällung. — Die Vergällung der Essigsäure ist in den Gewerbe-
räumen des Antragstellers vorzunehmen. Die Steuerdirektion kann Ausnahmen zulassen.
§ 89. — g) Lagerung. — Die vergällte Essigsäure darf nur an dem angemeldeten Orte ge-
lagert werden.
§ 90. — h) Aufsichtsbefugnisse der Steuerbeamten. — Die Räume, in denen vergällte Essig-
säure gelagert oder verwendet wird, unterliegen der Revision durch die Beamten der Steuer-
verwaltung. Sie dürfen von den letzteren, wenn in dem Betriebe gearbeitet wird, zu jeder Zeit,
sonst von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr abends betreten werden. Die Beamten sind sofort einzulassen.
Den Oberbeamten der Steuerverwaltung sind die Geschäfts- und Betriebsbücher über die
Verwendung vergällter Essigsäure sowie über die hergestellten Erzeugnisse auf Erfordern zur
Einsicht vorzulegen.
§ 91. — Verwendung unvergällter Essigsäure. a) Genehmigung des Bezuges. — Ist die
Vergällung mangels eines geeigneten Vergällungsmittels nicht möglich, oder ist sie ohne Beein-
trächtigung des Gewerbebetriebes nicht ausführbar, so erteilt die Steuerdirektion dem Antragsteller
für ein Kalenderjahr einen Ankaufserlaubnisschein nach Muster 4, der in ein Verzeichnis einzu-
tragen ist, und in dem die Art der Verwendung der Essigsäure und der voraussichtliche Jahres-
bedarf nach Kilogramm anzugeben sind. Erweist sich die festgesetzte Höchstmenge als unzureichend,
so kann die Steuerdirektion sie auf Antrag erhöhen.
Der Ankaufserlaubnisschein ist bei jedem Ankaufe von Essigsäure dem Fabrikanten oder dem
Händler (§ 98) zur Eintragung der gekauften Menge vorzulegen, sonst aber zur Einsicht der Beamten
bereitzuhalten. Er ist dem Antrag auf Erteilung eines neuen Erlaubnisscheins beizufügen, spä-
testens aber am achten Tage nach Ablauf seiner Gültigkeit an die Steuerdirektion zurückzugeben.
§ 92. — b) Bezug in Visenbahn-Topfwagen. — Verbleibe beim Bezug in Eisenbahn-Topf-
wagen in den auf dem Eisenbahnwagen befestigten Behältern Neste kristallisierter Essigsäure,
die in die Essigsäurefabrik zurückgehen, so hat der Empfänger deren Menge aus dem Unterschiede
zwischen dem vom Absender und dem nach der Entnahme der Essigsäure ermittelten Eigenge-
wichte des Topfwagens festzustellen, das Ergebnis auf dem Ankaufserlaubnisschein unter Bei-
fügung seines Namens zu vermerken und diesen dem Absender zur schriftlichen Anerkennung der
Eintragung zu übersenden.
Ebenso ist zu verfahren, wenn sich bei der Befüllung des Topfwagens in der Essigsäurefabrik
aus einer früheren Sendung kristallisierte Essigsäure befunden hat und vom Empfänger ein ge-
ringeres Eigengewicht des Topfwagens ermittelt worden ist als von dem Absender.
Der Empfänger der Essigsäure hat in dem Kontrollbuche (§ 95) die vom Absender auf dem An-
kaufserlaubnisschein eingetragene Menge abzüglich der im Topfwagen verbliebenen Menge oder
zuzüglich der übersandten Mehrmenge anzuschreiben. Der Absender hat die Mehr- oder Minder-
mengen unter Angabe des Empfängers der Essigsäure und der Nummer des Ankaufserlaubnis-
scheines im Essigsäureausgabebuche (§ 63) zu- oder abzusetzen.
§ 93. — c) Verwendung. Aufsichtsbefugnis der Steuerbeamten. — In Beziehung auf die
Verwendung der unvergällten Essigsäure und die Aufsichtsbefugnis der Beamten der Steuer-
verwaltung finden die §§ 87 und 90 entsprechende Anwendung.
§ 94. — d) Lagerung. — Die unvergällte Essigsäure darf nur an dem angemeldeten Orte ge-
lagert werden. Geschieht die Lagerung nicht in den Versandgefäßen, sondern in besonderen Auf-
bewahrungsgefäßen, so müssen diese amtlich tariert oder auf nassem Wege vermessen und mit
einer geprüften und gegen Veränderung gesicherten Vorrichtung zum Ablesen des Flüssigkeits-
standes versehen sein.
§ 95. — e) Kontrollbuch. — Gewerbetreibende, die unversteuerte, zu Genußzwecken geeignete
Essigsäure unvergällt verwenden, haben ein Kontrollbuch nach Muster 5 zu führen.
§ 96. — f) Bestandsaufnahme. — Alljährlich mindestens einmal findet eine amtliche Auf-
nahme der Vorräte an unversteuerter Essigsäure statt, welcher der Gewerbetreibende beizuwohnen
hat. Hierbei sind die Abschreibungen zu prüfen und der Sollbestand an Essigsäure festzustellen.
Sodann ist die vorhandene Essigsäuremenge zu ermitteln und dem Sollbestande gegenüberzustellen.
Über das Ergebnis ist eins Verhandlung aufzunehmen und der Steuerdirektion vorzulegen.
Der ermittelte Bestand an Essigsäure ist im Kontrollbuche vorzutragen und bei dessen Weiter-
rung
mit aufzurechnen.
Eine Versteuerung der etwaigen Fehlmenge findet nur statt, wenn als erwiesen anzunehmen
ft, daß die Essigsäure in unzulässiger Weise verwendet worden ist.
§ 97. — Steuerfreie Ausfuhr der Essigsäure. — Essigsäurefabrikanten und Händler (§ 98)
dürfen zu Genußzwecken geeignete Essigsäure ohne Vorführung zur amtlichen Abfertigung steuer-
frei ausführen.
Die zu versendenden Essigsäuremengen sind in das Essigsäureausgabebuch (§ 63) oder das Kon-
rollbuch (§ 100) einzutragen, bevor die einzelnen Sendungen aus den Räumen entfernt werden,
n denen sie versandfertig gemacht worden sind.
Die Beamten sind berechtigt, die zur Versendung fertiggestellten Gefäße von der Absendung
zurückzuhalten und die Menge der darin enthaltenen Essigsäure zu ermitteln.
Bei den in den Betrieben vorzunehmenden Revisionen sind sämtliche seit der letzten Revision
vorgenommenen Eintragungen in dem Essigsäureausgabebuch oder Kontrollbuche nach den Ge-
chäftsbüchern, Fakturen und Bestellschreiben zu prüfen.
§ 98. — Antrag auf Genehmigung zum Handel.— Händler, die zu Genußzwecken geeignete
Essigsäure vom Hersteller oder Händler
unversteuert
beziehen und ausführen oder an an-
kaufsberechtigte Gewerbetreibende abgeben wollen, haben bei der Steuerdirektion die Geneh-
nigung zu beantragen und dabei den Ort der Lagerung der Essigsäure anzugeben.
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Die Steuerdirektion erteilt geeignetenfalls einen Ankaufserlaubnisschein nach Muster 4 und
einen Verkaufserlaubnisschein nach Muster 6. Die Ankaufs und Verkaufserlaubnisscheine sind im
Verzeichnisse einzutragen.
§ 99. — Verkauf der Essigsäure. — Die zu Gennßzwecken geeignete Essigsäure darf unver-
steuert nur an Gewerbetreibende abgegeben werden, die ihre Berechtigung zum Ankaufe solcher
Essigsäure durch Vorzeigung eures Ankaufserlaubnisscheins (§ 91) nachweisen. Der Händler darf
die Essigsäure nicht in Mengen unter 2 Kilogramm und nur insoweit abgeben, als dadurch die
in dem Ankaufserlaubnisschein angegebene Höchstmenge nicht überschritten wird. Beim Verkaufe
hat der Händler die verkaufte Menge nach Gewicht und Stärke unter Beifügung seines Namens
und des Tages jedesmal auf dem Ankaufserlaubnisscheine zu vermerken und diesen an den Käufer
zurückzugeben.
§ 100. — Kontrollbuch. — Uber die zum Verkaufe bestimmte Essigsäure ist ein Kontrollbuch.
nach Muster 7 fortlaufend zu führen. Die Abschreibungen im Kontrollbuche sind auf Grund der
auf den Ankaufserlaubnisscheinen eingetragenen Vermerke vom Steuerkontrolleur nach näherer
Bestimmung der Steuerdirektion zu Prüfen.
§ 101. — Lagerung. — In Ansehung der Lagerung der unvergällten Essigsäure findet § 94
Anwendung. Wird an dem angemeldeten Orte auch versteuerte Essigsäure gelagert, so ist auf
jedem Gefäße die Art der Essigsäure anzugeben.
§ 102. — Bestandsaufnahmen. — Auf die Bestandsaufnahmen sind die Bestimmungen im
§ 96 anzuwenden.
§ 103. — Statistik. — Die Steuerdirektion hat für jedes Rechnungsjahr eine Nachweisung über
den Bestand an Essigsäurefabriken, die versteuerten und vergällten Essigsäuremengen und die
Einnahmen an Essigsäureverbrauchsabgabe mit einem erläuternden Begleitschreiben bis zum
1. Juni an das Kaiserliche Statistische Amt in doppelter Ausfertigung einzusenden.
§ 104. — Das Begleitschreiben soll, abgesehen von der etwa erforderlichen Klarstellung ein-
zelner Angaben der Nachweisung die Verhältnisse des Essigsäuregewerbes im allgemeinen be-
handeln und sich insbesondere auf folgende Punkte erstrecken
1. Durchschnittspreis der zu Genußzwecken verkauften Essigsäure bei der Abgabe aus den Fa-
briken.
2. Ursachen der Zu- oder Abnahme des Verbrauchs von Essigsäure zu Genußzwecken.
3. Gründe der Zu- oder Abnahme der Verwendung von Essigsäure zu gewerblichen Zwecken.
4. Ob sich die für die Uberwachung der Essigsäurefabriken und die Verwendung ihrer Erzeug-
nisse
erlassenen Bestimmungen bewährt haben, und ob die zur Vergällung der Essigsäure zuge-
lassenen Mittel die Gefahr einer mißbräuchlichen Verwendung ausschließen.
L'arrangement signé à Luxembourg
le 15 septembre 1911, entre le Gouvernement
grand-ducal et le Gouvernement impérial alle-
mand, au sujet de la constitution d'une com-
munauté d'impôt en matière de droit de con-
sommation sur les acides acétiques, est ap-
prouvé pour sortir ses pleins et entiers effets
à partir du 1er octobre 1909.
Im Namen S. K. H. Wilhelm, von Gottes
Gnaden Großherzog von Luxemburg, Herzog zu
Nassau, u., u., u.;
Wir Maria-Anna, Großherzogin, Regentin
des Großherzogtums Luxemburg;
Nach Einsicht der Art. 97 und 130 des Ge-
setzes vom 14 April 1911, betreffend die Be-
steuerung des Branntweins;
Nach Einsicht des Großh. Beschlusses vom
9. Dezember 1909, betreffend die Anführung
einer Essigsäure-Verbrauchsabgabe ;
Nach Ansicht des Großh. Beschlusses vom
28. Januar 1910, betreffend die Festsetzung
und Erhebung der Nachsteuer zur Essigsäure-
Verbrauchsabgabe;
Nach Einsicht des am 15. September 1911
zwischen der Großh. Regierung und der Kaiserlich
Deutschen Regierung über die Essigsäure-Ver-
brauchsabgabe geschlossenen Abkommens.;
Auf
den Bericht
Unseres
Staatsministers
Prasidenten der Regierung, und Unseres General-
Direktors der Finanzen und nach Beratung der
Regierung im Conseil
Haben beschlossen und beschließen
Das am 15. September 1911,
zwischen der Großherzoglichen Regierung- und
der Kaiserlich Deutschen Regierung unterzeich-
nete Abkommen betreffend die. Begründung
einer Gemeinschaft der Essigsäure - Verbrauchs-
abgabe ist genehmigt und wird am 1. Oktober
1909 in Wirksamkeit treten.
Großh. Beschluß vom 21. September 1911, wodurch
das am 15. September 1911 zwischen Luxemburg
und dem Deutschen Reich getroffene Abkommen
wegen Begründung einer Gemeinschaft der Essig-
säure-Verbrauchsabgabe
genehmigt und
ver-
öffentlicht wird.
Arrêté grand-ducal du 21 septembre 1911, ap-
prouvant l'arrangement du 15 du même mois,
entre le Grand-Duché et l'Empire allemand au
sujet de la constitution d'une communauté
d'impôt en matière de droit de consommation
sur les acides acétiques.
Im Großherzogtum Luxemburg ist durch ein öffentliches Verwaltungsreglement, das mit
dem § 110 des deutschen Branntweinsteuergesetzes vom 15. Juli 1909 und den dazu erlas-
senen Ausführungsbestimmungen dem Inhalte nach übereinstimmt, eine Verbrauchsabgabe
von Essigsäure eingefuhrt worden. Mit Rucksicht hierauf soll vom 1. Oktober 1909 ab zwischen
dem Großherzogtume Luxemburg und dem Deutschen Reiche eine Gemeinschaft der Essigsäure-
verbrauchsabgabe eintreten.
Die Unterzeichneten, Dr. Mongenast, Großherzoglich Luxemburgischer General-Direktor
der Finanzen, namens der Großherzoglich Luxemburgischen Regierung, und Graf Ulrich von
Schwerin, Legationsrat, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister zu Luxem-
bürg, namens der Kaiserlich Deutschen Regierung, haben zu diesem Zwecke, unter Vorbehalt
der Genehmigungen ihrer Regierungen, das nachstehende Abkommen getroffen
Les matières premières travaillées
pour la distillation sont, ou bien des substances
farineuses (céréales, pommes de terre, malt,
etc.), ou bien des substances non farineuses (vin,
fruits, baies, betteraves, mélasses, etc.).
Beschluß vom 26. September 1911, betreffend die
Erhebung der durch Gesetz vom 14. April 1911
vorgesehenen Branntweinverbrauchsabgaben.
Der
General-Direktor
der
Finanzen,
Nach Einsicht des Gesetzes vom 14. April 1911,
die Branntweinsteuer betreffend;
Nach Einsicht des Gutachtens des Staatsrates;
Beschließt
Le présent arrêté, avec l'arrangement
prévisé, sera inséré au Mémorial.
Dieser Beschluß nebst oben erwähn-
tem Abkommen soll ins „Memorial" eingerückt
werden.
Schloß Vera, den 21. September 1911.
Château de Berg, le 21 septembre 1911.
MARIE-ANNE.
Maria-Anna.
Le Ministre d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
Le Directeur général des finances,
M. MONGENAST.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Der General-Direktor der Finanzen,
M. Mongenast.
3. der Erhebungs- und Verwaltungskosten; diese sind für das Großherzogtum Luxemburg nach
den gleichen Grundsätzen zu bemessen wie für die Bundesstaaten des Deutschen Reichs.
Art.
4. — Dem Deutschen Reiche bleibt unbenommen, wegen der an sein Zoll- und
Steuergebiet angeschlossenen österreichischen Gemeinden mit Österreich in eine Gemeinschaft
der Essigsäureverbrauchsabgabe zu treten. In diesem Falle wird bei der Abrechnung mit
Luxemburg die Bevölkerung der betreffenden österreichischen Gebietsteile der Bevölkerung des
Deutschen Reichs (Art. 3 Abs. 1) hinzugerechnet.
Art.
5. — Das vorstehende Abkommen gilt für die Dauer des Anschlusses des Großher-
zogtums Luxemburg an das deutsche Zollgebiet.
Jeder Teil ist jedoch befugt, dieses Abkommen mit einjähriger Frist für den 1. April jedes
Jahres zu kündigen oder, falls die im Deutschen Reiche oder im Großherzogtume Luxemburg
bestehende Gesetzgebung über die Besteuerung der aus Holzessig, oder essigsauren Salzen ge-
wonnenen Essigsäure geändert wird, mit dem Inkrafttreten der Änderung von der Verein-
barung zurückzutreten.
Geschehen zu Luxemburg in doppelter Ausfertigung am 15. September 1911.
(L. S.) Mongenast
(L. S.) Schwerin.
A. — Mesures générales.
I.— Loi du 18 mai 1822.
Chap. XIX. — Des visites et recensements.
Nul n'obtiendra crédit que sous caution 1),
en se conformant aux dispositions ci-après et à celles
du chap.
XXIII de la loi générale du 26 août 1822.
En cas de non paiement, le bureau prin-
cipal lance une contrainte, contenant les mêmes in-
dications complètes que celles contenues dans l'aver-
tissement, en y ajoutant la date de ce dernier, et celle
de la remise qui en a été faite au débiteur, la soumet
à l'approbation de la direction des douanes, et la
remet ensuite à un porteur de contrainte.
Ce dernier en agira comme dans les autres matières
financières en général.
Des arrêtés r. g.-d. détermineront
1° les objets à soumettre au droit (Übergangs-
abgabe) et le montant des droits;
2° les cas et les conditions de la restitution des
droits.
L'Administrateur-général des finances réglera l'or-
ganisation du service, les attributions des autorités
et agents appelés à y concourir, ainsi que les mesures
destinées à assurer la perception du droit.
lis sollen auf ihrem Gebiete Rottierungen,
umgleichen solche Waren-Niederlagen, oder sonstige
Anstalten nicht geduldet werden, welche den Ver-
dacht begründen, daß sie zum Zwecke haben, Waren,
welche in den andern kontrahierenden Staaten ver-
boten oder beim Eingange in dieselben mit einer
Abgabe belegt sind, dorthin einzuschwarzen.
Die Strate besteht in einer Geldbusse,
welche, wenn es sich von der Übertretung eines Ein-
oder Ausfuhrverbotes handelt, dem doppelten Werte
der ein- oder ausgeführten Gegenstände gleich-
kommt, dagegen das Vierfache der unterschlagenen
Abgaben beträgt, wenn es sich von einer Einfuhr mit
Umgehung der bestehenden Abgaben handelt.
In beiden Füllen sind die Übertreter zur Konfis-
kation der Gegenstände des Vergehens, oder wenn
diese nicht geschehen kann, zur Zahlung des Wertes
derselben zu verurteilen.1)
Die zur Verarbeitung gelangenden
Rohmaterialien werden eingeteilt in
m e h l i g e
Stoffe (Getreide, Kartoffeln, Malz, usw.) und
nichtmehlige
Stoffe (Wein, Obst, Beeren,
Ruben, Melasse, usw.).
des
Großherzogtums Luxemburg.
Samedi, 30 septembre 1911.
N° 65.
Samstag, 30 September 1911.
Sous la désignation générale de « fruits » on
comprend toutes les substances non farineuses,
à l'exception des mélasses, betteraves, jus de
betteraves et de la cellulose.
Sont assimilés aux céréales les légumes secs,
le maïs, le dari, la farine de céréales, les dé-
chets et les germes de malt, mais non le riz ;
l'amidon de pommes de terre et la farine de
pommes de terre sont assimilés aux pommes de
terre.
La dénaturation de l'eau-de-vie s'opé-
rera sous le contrôle administratif; elle est soit
complète, soit partielle ; dans le premier cas,
elle est considérée comme suffisante par elle-
même pour rendre l'eau-de-vie impropre à la
consommation de bouche ; dans le second cas,
elle doit être suivie de mesures ultérieures ten-
dant à empêcher tout usage abusif de l'eau-de-
vie incomplètement dénaturée.
L'eau-de-vie se trouvant en libre circulation
ne peut être soumise à la dénaturation.
Il en est de même de l'eau-de-vie qui a une
teneur en produits accessoires de la fermenta-
tion et de la distillation dépassant 1 pCt. du
poids de l'alcool contenu dans l'eau-de-vie ; dans
certains cas, l'administration des contributions
peut admettre des exceptions.
A. — Dénaturation complète.
Die Denaturierung (Vergällung) findet
unter amtlicher Aufsicht statt; sie ist entweder
vollständig, oder unvollständig; im ersteren Falle
ist sie ein solche, die an sich als genügend erachtet
wird, den Branntwein zum Trinkverbrauch un-
verwendbar zu machen-; im zweiten Falle eine
solche, neben der weitere Maßnahmen zur Ver-
hütung der mißbräuchlichen Verwendung des un-
vollständig vergällten Branntweineins zu treffen sind.
Im freien Verkehr befindlicher Branntwein kann
der Vergällung nicht unterworfen werden.
Ebenso Branntwein der einen Gehalt an Neben-
produkten der Gärung und der Destillation von
mehr als 1 pCt. des im Branntwein enthaltenen
Alkohols hat; in gewissen Fällen kann die Steuer-
verwaltung Ausnahmen zulassen.
A. — Vollständige Denaturierung.
Notre Ministre d'État, Président du
Im Namen S. K. H. Wilhelm, von Gottes
Gnaden Großherzog von Luxemburg, Herzog
zu Nassau, u., u., u.;
Wir Maria-Anna, Großherzogin, Regentin
des Großherzogtums Luxemburg;
Nach Einsicht des Art. 129 des Gesetzes vom
14. April 1911, über die Besteuerung des Brannt-
weins, sowie des Art. 23 des Gesetzes vom 16.
Januar 1866 uber die Organisation des Staats-
rates;
Nach Anhörung Unseres Staatsrates;
Auf den Bericht Unseres Staatsministers,
Präsidenten der Regierung, und nach Beratung
der Regierung im Conseil;
Haben beschlossen und beschließen
Unser Staatsminister, Präsident der
Großh. Beschluß vom 10. Juli 1911, betreffend
das Verfahren in den beim Staatsrat anhängi-
gen Streitsachen bezüglich der Besteuerung des
Branntweins.
Arrêté grand-ducal du 10 juillet 1911, réglant
la procédure des recours au Conseil d'État
en matière d'impôt sur les eaux-de-vie.
Gouvernement, est chargé de l'exécution du
présent arrêté.
Château de Hohenbourg, le 10 juillet 1911.
MARIE-ANNE.
Le Ministre
d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
Arrêté du 26 septembre 1911 réglant la per-
ception du droit de consommation sur l'acide
acétique.
L E DIRECTEUR GÉNÉRAL DES FINANCES;
Vu l'art. 97 de la loi du 14 avril 1911
sur l'imposition des eaux-de-vie;
Le Conseil d'État entendu en son avis;
Arrête
Le présent arrêté, qui entrera en
vigueur le 1er octobre 1911, sera publié par
la voie du Mémorial
Luxembourg, le 26 septembre 1911.
Le Directeur général des finances,
M. MONGENAST.
Gegenwärtiger Beschluß, welcher mit
dem 1. Oktober in Kraft tritt, soll ins „Memo-
rial" eingerückt werden.
Luxemburg, den 26. September 1911.
Der General-Direktor der Finanzen,
M. Mongenast.
Vorbemerkung. Zur Abfertigung muß sich die Essigsäure in flüssigem Zustande befinden. Da
Essigsäure von hoher Stärke die menschliche Haut sowie Kleidungsstücke angreift, ist bei Hand-
habung der Essigsäure Vorsicht geboten. In der Regel ist jedes mit Essigsäure befüllte Gefäß
für sich zu prüfen.
Von der zu prüfenden Essigsäure werden nach gehöriger Durchmischung aus verschiedenen
Teilen der Flüssigkeit kleine Mengen, im ganzen etwa 1/4 bis ½ Liter, entnommen und zu
einer Durchschnittsprobe vereinigt. Diese wird gut durchgemischt und wie folgt geprüft
a)
Unterscheidung
nach
dem
Gehalt
a n
wasserfreier
Essigsäure
Der Gehalt an wasserfreier Essigsäure ist nach der Anleitung in Anlage 2 festzustellen. Ergibt
sich ein Gehalt an wasserfreier Essigsäure von mehr als 60 Gewichtsteilen vom Hundert, so ist
die Essigsäure als zu Genußzwecken geeignet anzusehen. Wird dagegen ein Gehalt an wasserfreier
Essigsäure von 60 Gewichtsteilen vom Hundert oder weniger ermittelt, so ist nach der Anleitung
unter b und c weiter zu verfahren.
b)
Prüfung
mit
Kaliumpermanganatlösung
. — Von der Durchschnitts-
probe werden 5 ccm mittelst einer Pipette zu 15 ccm, destilliertem Wasser gegeben, die sich in
einem kurz zuvor mit destilliertem Wasser zwecks Entfernung von Staubteilchen ausgespüllten
Glasgefäße von etwa 50 bis 100 ccm Inhalt befinden, und damit durch Umschwenken vermischt.
Hierauf werden mittelst einer in zehntel Kubikzentimeter geteilten Pipette oder Bürette, 0,3 ccm
einer frisch bereiteten Lösung von Kaliumpermanganat, die 3 g dieses Salzes in 1 Liter Wasser
enthält, hinzugefügt und die Mischung umgeschwenkt.
Geht hierbei die durch die Kaliumpermanganatlösung zunächst hervorgerufene violette Färbung
der Mischung sofort oder binnen nicht mehr als 15 Minuten in Rot, Braun oder Gelb über oder
verschwindet sie sofort wieder, so kann Essigsäure vorliegen, die nur zu gewerblichen Zwecken
Verwendung finden kann. Die Durchschnittsprobe ist dann weiter nach 1 c zu prüfen. Bleibt
jedoch die violette Färbung der Mischung anscheinend unverändert, so ist die Essigsäure als zu
Genußzwecken verwendbar anzusehen und alsdann sofort nach Anlage 2 weiter zu verfahren.
c.
Prüfung
a u f d e n G e r u c h . — Von der Durchschnittsprobe werden dann 5 ccm nach
Zugabe einiger Tropfen einer weingeistigen Phenolphtaleinlösung (1:100) so lange mit Doppelt-
Normal-Natronlauge versetzt, bis die Flüssigkeit beim Umschütteln rot gefärbt bleibt. Diese Flüs-
sigkeit wird sodann auf einem Drahtnetze bis eben zum beginnenden Sieden erhitzt und alsdann
auf ihren Geruch geprüft. Zeigt die Flüssigkeit einen unangenehmen Geruch, etwa nach Rauch
oder wie Schiffsteer, so ist die Essigsäure als nur für gewerbliche Zwecke verwendbar anzusehen.
Macht sich aber ein obstartiger oder sonst angenehmer Geruch bemerkbar oder tritt überhaupt
kein Geruch auf, so ist die Essigsäure als für Genußzwecke geeignet anzusehen.
In Zweifelsfällen ist der Nest der Durschnittsprobe in einer Menge von mindestens 120 ccm,
nötigenfalls eine neue Durchschnittsprobe von etwa ¼ Liter, an einen auf die Wahrnehmung
des Standpunkts der Steuerverwaltung verpflichteten Chemiker zu senden, der sie nach Ziffer 2
zu untersuchen hat.
Anlage 1. (Rgl. § 1.)
Anleitung zur Unterscheidung der zu Genußzwecken geeigneten Essigsäure von solcher Essigsäure,
die nur zu gewerblichen Zwecken Verwendung finden kann.
1. Anleitung für die Beamten.
Sollten auch nach der Untersuchung des Chemikers noch Zweifel bestehen, ob die Essigsäure
als nur zu gewerblichen Zwecken verwendbar anzusehen ist oder nicht, so ist eine neue Durch-
schnittsprobe von etwa
3/4 Liter in einer vorher sorgfältig gereinigten Flasche (Weinflasche) an
die Kaiserliche Technische Prüfungsstelle, Berlin NW 6, Luisenstraße 32, zur eingehenden Unter-
suchung einzusenden.
Sobald festgestellt ist, daß die Essigsäure als zu Genußzwecken geeignet anzusehen ist, so ist
nach Anlage 2 weiter zu verfahren, während die nur zu gewerblichen Zwecken verwendbare Essig-
säure ohne weiteres als solche behandelt werden kann.
2. Anleitung für die Chemiker.
Der Chemiker hat zunächst mit der ihm zugesandten Probe die oben in Ziffer 1 unter b und c
aufgeführten Prüfungen zu wiederholen. Läßt sich nach deren Ergebnissen eine sichere Ent-
scheidung nicht treffen, so hat er außerdem eine Prüfung auf Aceton wie folgt vorzunehmen.
Prüfung
auf
Accton
. — Von der zu untersuchenden Probe werden 100 ccm in
einem 250 bis 300 ccm fassenden Glaskölbchen mit wasserfreiem Natrinmkarbonat vorsichtig
übersättigt. Alsdann wird auf das Kölbchen ein etwa 75 cm langes, zweimal rechtwinklig umge-
bogenes Glasrohr aufgesetzt, welches als Kühler dient und zu einem Probierglas als Vorlage
führt. Die Flüssigkeit im kölbchen wird alsdann vorsichtig erhitzt, bis etwa ein halbes bis ein
ganzes Kubikzentimeter Flüssigkeit übergegangen ist. Jedenfalls muß mit dem Erhitzen sofort
aufgehört werden, sobald der absteigende Schenkel des Glasrohrs unten warm zu werden beginnt.
In dem Destillate fügt man unter Umschütteln 1 ccm Ammoniakflüssigkeit von 0,96 Dichte und
läßt das Probierglas zur Bindung von dem etwa vorhandenen Aldehyd verschlossen drei Stunden
stehen. Nach Verlauf dieser Zeit wird 1 ccm einer fünfzehuprozeutigen Natron- oder Kalilauge
sowie hierauf 1 ccm einer frisch bereiteten 2½ prozentigen Nitroprussidnatriumlösung gegeben.
Bei Gegenwart von Aceton ensteht eine dentliche Notfärbung, die auf tropfenweisen und unter
äußerer Kühlung erfolgenden vorsichtigen Zusatz von 50 prozentiger Essigsäure in Violett oder
Notviolett übergeht. Ist Aceton nicht vorhanden, so tritt höchstens eine goldgelbe Färbung
auf, die auf den Essigsäurezusatz verschwindet oder in mißfarbenes Gelb umschlägt.
Ist hiernach Aceton deutlich nachweisbar, so ist die Essigsäure als nur zu gewerblichen Zwecken
verwendbar, im andern Falle als zu Genußzwecken geeignet anzusehen.
Anlage 2. (Rgl. § 4).
Anleitung zur Untersuchung von Essigsäure auf ihren Gehalt an wasserfreier Essigsäure.
(Stärke der Essigsäure).
1. Anleitung für die Beamten.
a)
Probenahme
. — Zur Herstellung einer Durchschnittsprobe aus den zur Abfertigung
vorgeführten Behältnissen (Glas- oder Korbflaschen, Fässern usw.) dürfen nur solche Behältnisse
herangezogen werden, deren Inhalt im Gehalt an wasserfreier Essigsäure um nicht mehr als zwei
Gewichtsteile vom Hundert voneinander abweicht und die annähernd dieselbe Größe besitzen.
Aus jedem Behältnisse werden Proben von je 20 ccm entnommen, zu einer Durchschnittsprobe
bereinigt und gut durchgemischt. Alsdann wird der Gehalt au wasserfreier Essigsäure nach den
Vorschriften unter b ermittelt.
b)
Gehaltsermittlung.
— Bon der entnommenen Durchschnittsprobe, welche Zimmer-
wärme haben soll, mißt man 5 ccm mittels einer geeichten Pipette ab, läßt sie an der Innen-
wand eines Erlenmeyerschen Kölbchens von 200 ccm Inhalt, welches 50 bis 60 ccm destilliertes
Wasser enthält, nahe über dem Flüssigkeitsrande hinabfließen und wartet nach dem Auslaufen
der Flüssigkeit aus der Pipette noch ¼ Minute, ehe man diese aus dem Kölbchen entfernt. Als-
dann setzt man zu dem Inhalte des Kölbchens einige Tropfen einer weingeistigen Phenol-
phthaleinlösung (1:100) und läßt aus einer in 1/10 ccm geteilten geeichten Bürette Doppelt-
Normal-Natronlange in kleinen Mengen, allmählich und unter Umschwenken nach jedem Zusatze,
hinzufließen, bis die auftretende rote Färbung, die anfangs beim Schütteln immer wieder ver-
schwindet, bestehen bleibt. Die Anzahl der verbrauchten Kubikzentimeter Doppelt-Normal-Natron-
lange wird abgelesen und aus der nachstehenden Tafel (Ziffer 3) in Spalte 1 diejenige Zahl auf-
gesucht, die ihr am nächsten kommt. Ist die Anzahl der verbrauchten Kubikzentimeter von zwei
Zahlen der Spalte 1 gleich weit entfernt, so ist die höhere zu nehmen. Die der aufgesuchten Zahl
der Spalte 1 entsprechende Zahl in Spalte 2 gibt dann ohne weiteres den Gehalt der Durch-
schnittsprobe an wasserfreier Essigsäure in Gewichtsteilen vom Hundert an. Die weitere Be-
rechnung geschieht alsdann nach Maßgabe der Anlage 3.
Die Doppelt-Normal-Natronlange ist in sorgfältig mit einem Korb- oder Kautschukstopfen
verschlossenen Flaschen aufzubewahren, da ihr Gehalt an Ätznatron und damit ihr Wirkungs-
wert durch den Einfluß der Luft allmählich vermindert wird. Ihr Wirkungswert ist längstens
zwei Tage vor jeder Verwendung zu prüfen. Dies geschieht mit Hilfe einer Normal-Säure
(Normal-Schwefelsäure oder Normal-Salzsäure oder Normal-Essigsäure), die aus einer Apotheke
oder von einem als zuverlässig bekannten Chemiker zu beschaffen und in einer sauberen, durch
Glas- oder Kautschukstopfen Wohl verschlossenen Flasche zu verwahren ist.
Zur Prüfung des Wirkungswerts der Doppelt-Normal-Natronlauge mißt man von der Normal-
Säure, welche Zimmerwärme haben soll, 20 ccm mittels einer geeichten Pipette ab, läßt sie an
der Innenwand eines Erlenmeyerschen Kölbchens von ungefähr 200 ccm Inhalt, welches etwa 20
bis 30 ccm destilliertes Wasser enthält, nahe über dem Flüssigkeitsrande hinabfließen usw. und
verfährt weiterhin genau so, wie es oben für die Gehaltsermittlung der Durchschnittsprobe der
abzufertigenden Essigsäure vorgeschrieben ist. Die Doppelt-Normal-Natronlange darf hier bis
etwa zum achten Kubikzentimeter auf einmal, von da ab jedoch nur noch in kleinen Anteilen,
zuletzt tropfenweise zugesetzt werden, bis die auftretende rote Färbung, die anfangs wieder ver-
schwindet, bestehen bleibt. Hierzu sollen nicht weniger als 9,8 und nicht mehr als 10,2 ccm Doppelt-
Normal-Natronlauge verbraucht werden. Andernfalls ist die Doppelt-Normal-Natronlauge
zu verwerfen und durch neue zu ersetzen.
Wird die Nichtigkeit des in vorstehender Weise ermittelten Gehalts der Durchschnittsprobe
bestritten, so ist der Nest dieser Probe in einer Menge von mindestens 120 ccm, nötigenfalls eine
neue Durchschnittsprobe von etwa ¼ Liter, zur genauen Ermittlung des Gehalts an wasser-
freier Essigsäure nach Ziffer 2 an einen auf die Wahrnehmung des Standpunkts der Steuer-
verwaltung verpflichteten Chemiker einzusenden.
2. Anleitung für die Chemiker.
Von der zu untersuchenden Probe werden 50 g abgewogen, in einen Literkolben übergespült
und mit Wasser bei 15 Grad bis zur Marke aufgefüllt. Alsdann werden ihr mittels einer Pipette
50 ccm entnommen und nach Zusatz von Phenolphthaleinlösung mit Normal-Natronlauge
die aus einer in 1/10 ccm geteilten Bürette zufließt, bis zur Rotfärbung versetzt. Die Anzahl der
verbrauchten Kubikzentimeter Normal-Natronlauge, mit 2,4 vervielfacht, ergibt den Gehalt
der Probe an wasserfreier Essigsäure in Gewichtsteilen vom Hundert.
Die zur Untersuchung benutzten Geräte müssen geeicht oder vom Chemiker auf Genauigkeit
geprüft sein.
3. Tafel zur Ermittelung des Gehalts der Durchschnittsprobe an wasserfreier
Essigsäure.
Verbrauchte
Kubik-
zentimeter
Doppelt-
Normal-
Natronlauge.
0,4
0,8
1,3
1,7
2,1
2,5
3,0
3,4
3,8
4,2
4,7
5,1
5,5
6,0
6,4
6,8
7,3
7,7
8,1
8,6
9,0
9,5
9,9
10,3
10,8
Gehalt an
wasserfreier
Essigsaure
in Vewichts-
terlen
v. H.
Verbrauchte
Kubik-
zentimeter
Doppelt-
Normal-
Natronlauge
11,2
11,7
12,1
12,6
13,0
13,5
13,9
14,4
14,8
15,3
15,7
16,2
16,6
17,1
17,5
18,0
18,5
18,9
19,4
19,8
20,3
20,7
21,2
21,7
22,1
Gehalt an
wasserfreier
Essigsaure
in Gewichts-
teilen
v. H.
Verbrauchte
Kubik-
zentimeter
Doppelt
Normal-
Natronlauge
22,6
23,0
23,5
24,0
24,4
24,9
25,3
25,8
26,3
26,7
27,2
27,6
28,1
28,6
29,0
29,5
29,9
30,4
30,9
31,3
31,8
32,2
32,7
33,1
33,6
Gehalt an
wasserfreier
Essigsaure
in Gewichts-
teilen
v. H.
Verbrauchte
Kubik-
zentimeter
Doppelt-
Normal-
Nationlauge
34,0
34,5
34,9
35,4
35,8
36,3
36,7
37,2
37,6
38,0
38,5
38,9
39,3
39,8
40,2
40,6
41,0
41,4
41,8
42,2
42,6
42,9
43,3
43,6
44,0
Gehalt an
wasserfreier
Essigsäure
in Gewichts-
teilen
v. H.
Aus der ermittelten Raummenge der Essigsäure und dem nach Anlage 2 ermittelten Gehalt
der Durchschnittsprobe an wasserfreier Essigsäure in Gewichtsteilen vom Hundert ist zunächst die
Gewichtsmenge zu berechnen, welche die Essigsäure von dieser Stärke darstellt.
Hierzu ist in Spalte 1 der nachstehenden Tafel (Ziffer 2) die für den Gehalt der Durchschnitts-
probe ermittelte Zahl aufzusuchen. Die danebenstehende Zahl in Spalte 2 gibt, mit der ermit-
telten Anzahl Liter vervielfacht, die Anzahl Kilogramme Essigsäure von dem nach Anlage 2 er-
mittelten Gehalt an wasserfreier Essigsäure in Gewichtsteilen vom Hundert. Hieraus ist durch
Vervielfältigung mit der, den Gehalt in 100 Teilen angebenden Zahl aus Spalte 1 und Teilung
durch 100 die Anzahl der festzustellenden Kilogramme wasserfreier Essigsäure zu berechnen.
Beispiel
: Die Menge Essigsäure betrug 347,5 Liter. In der Durchschnittsprobe dieser
Essigsäure wurde ein Gehalt an wasserfreier Essigsäure von 83 Gewichtsteilen vom Hundert
ermittelt.
Diesem Gehalt von 83 vom Hundert entspricht in Spalte 2 die Zahl 1,07. Diese mit 347,5
vervielfacht ergibt: 1,07 x 347,5=371,8 kg Essigsäure mit einem Gehalte von 83 Gewichtsteilen
vom Hundert an wasserfreier Essigsäure. Alsdann ergeben 83:371,8/100 = 308,8 kg wasserfreie
Essigsäure.
Die berechneten Mengen sind in der Schlußsumme auf eine Bruchstelle in der Weise abzu-
runden, daß eine Zahl unter 5 in der zweiten Bruchstelle unberücksichtigt bleibt, bei 5 und dar-
über die erste Bruchstelle um 1 erhöht wird.
A n l a g e 3. (Rgl. § 5.)
Anleitung und Tafel zur Umrechnung von Raummengen Essigsäure in Gewichtsmengen.
1. Ausführung der Berechnung.
2. Tafel zur Ermittelung des Gewichts von einem Liter Essigsäure bei 15 Grad
des hundertteiligen Thermometers.
Gehalt
an wasserfreier
Essigsaure
in Gewichtsteilen
v. H.
Gewicht
in
Kilogramm
1,00
1,00
1,00
1,01
1,01
1,01
1,01
1,01
1,01
1,01
1,02
1,02
1,02
1,02
1,02
1,02
1,02
1,03
1,03
1,03
1,03
1,03
1,03
1,03
1,04
1,04
1,04
1,04
1,04
1,04
1,04
1,04
1,04
1,05
Gehalt
an wasserfreier
Essigsaure
in Gewichtsteilen
v. H.
Gewicht
in
Kilogramm
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
1,05
1,06
1,06
1,06
1,06
1,06
1,06
1,06
1,06
1,06
1,06
1,06
1,06
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
Gehalt
an wasserfreier
Essigsaure
in Gewichtsteilen
v. H.
Gewicht
in
Kilogramm
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,07
1,06
1,06
1,06
1,06
1,06
(Gültig für das Kalenderjahr 19
)
De
in
wird unter Vorbehalt des Widerrufs die Erlaubnis
erteilt, im Kalenderjahre 19
unversteuerte, zu Genußzwecken geeignete Essigsäure bis zur
Gesamtmenge von
kg, in Buchstaben
Kilogramm wasserfreier Essigsäure bei Essigsäurefabrikanten
oder Zwischenhändlern, denen der Verkauf von der Steuerbehörde gestattet ist anzukaufen.
Die Erlaubnis ist an folgende Bedingungen geknüpft
1. Der Ankaufserlaubnisschein ist nicht übertragbar und geht deshalb auf einen et-
waigen Geschäftsnachfolger nicht über.
2. Der Käufer hat bei jedem Ankaufe von Essigsäure dem Verkäufer den Ankaufs-
erlaubnisschein vorzulegen, damit dieser die gekaufte Menge nach Reingewicht und
Stärke unter Beifügung seines Namens und des Tages darauf vermerkt. Beim
Bezug in Eisenbahn-Topfwagen hat der Käufer die nach der Entnahme der Essig-
säure in den Behältern verbliebene Menge oder die festgestellte Mehrmenge auf
dem Ankaufserlaubnisschein unter Beifügung seines Namens zu vermerken und
diesen dem Verkäufer zur schriftlichen Anerkennung der Eintragung zu übersenden.,
Außer dieser Zeit ist der Ankaufserlaubnisschein zur Einsicht der Beamten bereit
zu halten.
3. Die Essigsäure darf nur zu
verwendet werden.
4. Über den Zu- und Abgang von Essigsäure hat der Käufer ein Essigsäure-Kontroll-
buch nach dem vorgeschriebenen Muster zu führen.
5. Der Ankaufserlaubnisschein ist dem Antrag auf Erteilung eines neuen Erlaubnis-
scheins beizufügen, spätestens aber am achten Tage nach Ablauf seiner Gültigkeits-
frist an die unterzeichnete Steuer-Direktion zurückzugeben.
Luxemburg, den
ten
Die Steuer-Direktion.
(Stempel.)
(Unterschrift.)
65 g
Nr.
Essigsäure-Ankaufserlaubnisschein.
Muster 4. (Reg. § 91.)
Enthält
Blätter, die von dem unterzeichneten Steuerkontrolleur folüert und mit
Namenszug versehen sind.
den. .
ten
Anleitung
z u m
G e b r a u c h e .
1.
Das Kontrollbuch ist in der Gewerbsanstalt nach näherer Bestimmung des Steuerkontrolleurs
aufzubewahren sowie sauber und unbeschädigt und den Beamten zugänglich zu halten.
2.
Die Anschreibung hat unmittelbar nach dem Empfange der Essigsäure, die Abschreibung un-
mittelbar nach der Entnahme von dem angemeldeten Orte der Lagerung zu geschehen.
3. Zur Bestandsaufnahme sind die An- und Abschreibungen zu prüfen und der Sollbestand festzu-
stellen. Der ermittelte Istbestand ist in der Spalte 5 vorzutragen und dort bei der Weiterführung des
Buches mit aufzurechnen.
A. Anschreibung.
Lau-
fende
Nr.
1.
Tag der
An-
schreibung
Der Essigsäure
Rein-
gewicht
Stärke in
Gewichts-
teilen
v. H.
Wasserfreie
Essigsäure
(berechnet
3 und 4)
Die Essigsäure
von
ist bezogen
in
Name des
Gewerbe-
treibenden
Bemerkungen
die Verwendung von unversteuerter, zu Genußzwecken geeigneter Essigsäure.
Kontrollbuch
für
d
in
über
Muster 5. (Rgl. § 95.)
B. Abschreibung.
Lau-
fende
Nr
Tag der
Ent-
nahme
zur
Ver-
wen-
dung
Der entnommenen
Essigsäure
Rein-
gewicht
kg
Stärke in
Gewichts»
teilen
v. H.
Wasserfreie
Essigsäure
(berechnet
aus Spalte
12 und 13)
kg
Die ent-
nommene
Essigsäure
soll
verwendet
werden zu
Benennung Blatt
des Buches, in
dem die herge-
stellten Erzeugnisse
nachgewiesen sind
Name des
Gewerbe-
treibenden
Bemerkungen
Name des
prüfenden
Beamten
Muster 6. (Rgl. § 98.)
Essigsäure-Verkaufserlaubnisschein.
Nr.
(Gültig für das Kalenderjahr 19
)
De
in
wird unter Vorbehalt des Widerrufs die Erlaubnis
erteilt, im Kalenderjahr 19
unversteuerte, zu Genußzwecken geeignete Essigsäure zu verkaufen.
Die Erlaubnis ist an folgende Bedingungen geknüpft
1. Der Verkaufserlaubnisschein ist nicht übertragbar und geht deshalb auf einen etwaigen
Geschäftsnachfolger nicht über.
2. Die Essigsäure darf nur an dem angemeldeten Orte gelagert werden.
3. Die Essigsäure darf nur an solche Gewerbetreibende oder Händler verkauft werden,
die ihre Berechtigung zum Ankaufe durch Vorzeigung ihres Ankaufserlaubnis-
scheins nachweisen. Sie darf nicht in kleineren Einzelmengen als zwei Kilogramm
sowie nur insoweit abgegeben werden, als dadurch die in dem Ankaufserlaubnis-
schein angegebene Höchstmenge nicht überschritten wird.
4. Beim Verkaufe hat der Händler die verkaufte Menge nach Gewicht und Stärke
unter Beifügung seines Namens und des Tages jedesmal auf dem Ankaufser-
laubnisscheine zu vermerken und diesen an den Käufer zurückzugeben.
5. Über den Zu- und Abgang von Essigsäure hat der Verkäufer ein Essigsäure-Kontroll-
buch nach dem vorgeschriebenen Muster zu führen.
6. Der Erlaubnisschein ist bei dem Essigsäure-Kontrollbuch aufzubewahren und spätestens
am achten Tage nach Ablauf seiner Gültigkeitsfrist an die unterzeichnete Steuer-
direktion zurückzugeben.
Luxemburg, den
ten
Die Steuer-Direktion.
(Stempel.)
Muster 7. (Rgl. § 100.)
den
Essigsäure-Kontrollbuch
fur
in
1. Das Kontrollbuch ist in den Geschaftsraumen des Handlers an bestimmter Stelle aufzubewahren und
den Beamten stets zugänglich zu halten.
2. Die Anschreibung hat unmittelbar nach dem Empfang der Essigsaure, die Abschreibung unmittelbar
nach deren Entnahme zu geschehen.
3. Zur Bestandsaufnahme sind die An- und Abschreibungen zu prufen und der Sollbestand festzustellen.
Der ermittelte Istbestand ist in der Spalte 5 vorzutragen und dort bei der Weiterfuhrung des Buches
mit aufzurechnen.
A. Anschreibung.
Lau-
fende
Nr.
T a g
der
Anschrei-
bung.
Der Essigsaure
Rein-
gewicht
Starke
in
Gewichts-
teilen
u H.
Wasser-
freie
Essig-
saure
(berechnet
aus
Sp. 3 u. 4.)
Die Essigsaure ist
bezogen
von
in
Name
des
Handlers.
Lau-
fende
Nr.
Tag
der
Ent-
nahme.
Anleitung zum Gebrauche.
Enthält
Blätter, die von dem unterzeichneten Steuerkontrolleur fol(…)ert und mit
Namenszug versehen sind.
den
ten
B. Abschreibung.
Der
Essigsaure
Rein-
ge-
wicht
kg.
Stärke
in Ge-
wichts-
teilen
v. H
Wasser-
freie
Essig-
saure
(berechnet
aus
Sp 11 u 12)
kg.
Wei
Die Essig-
saure ist
ausgefuhrt
laut Ge-
schäfts-
buch
(Bezeich.
nung)
Blatt
terer Nachweis der Essigsäure.
Die Essigsäure i
an
in
st verkauft
auf Grund des
Ankaufs-
erlaubnisscheins
des Haupt-
amts.
Nr.
Name
des
Handlers.
Bemer-
kungen.
Name
des
prufen-
den
Beamten
Au Nom de Son Altesse Royale GUILLAUME,
par la grâce de Dieu, Grand-Duc de Luxem-
bourg, Duc de Nassau, etc., etc., etc. ;
Nous MARIE-ANNE, Grande-Duchesse, Ré-
gente du Grand-Duché de Luxembourg;
Vu les art. 97 et 130 de la loi du 14 avril
1911, concernant l'imposition des eaux-de-vie;
Vu l'arrêté grand-ducal du 9 décembre 1909.
concernant l'introduction d'un droit de con-
sommation sur l'acide acétique ;
Vu l'arrêté grand-ducal du 28 janvier 1910,
réglant rétablissement et la perception du
droit complémentaire au droit de consomma-
tion sur l'acide acétique ;
Vu l'arrangement concernant l'impôt en ma-
tière de droit de consommation sur les acides
acétiques, intervenu le 15 septembre 1911
entre le Gouvernement grand-ducal et le Gou-
vernement impérial allemand ;
Sur le rapport de Notre Ministre d'État,
Président du Gouvernement, et de Notre Di-
recteur général des finances, et après délibé-
ration du Gouvernement on conseil;
Avons arrêté et arrêtons
—Unversteuerte, zu Genußzwecken geeignete Essigsäure der im Art. 1 bezeichneten
Art darf aus dem Deutschen Reiche in das Großherzogtum Luxemburg und umgekehrt nur
zur Verwendung zu gewerblichen Zwecken oder zur Ausfuhr und nur an Gewerbtreibende,
denen die steuerfreie Verwendung gestattet ist, oder an Zwischenhändler, die sich im Besitz
eines Essigsäure-Verkaufserlaubnisscheins befinden, und nur unter den hierfür vorgeschriebenen
Uberwachungsmaßnahmen versandt werden.
Sont considérées comme distilleries
agricoles, les distilleries travaillant exclusive-
ment des pommes de terre ou des céréales et
employant, en temps d'activité
1° tous les résidus de la distillation à l'alimen-
tation du bétail attaché a un ou plusieurs éta-
blissements ruraux appartenant aux proprié-
taires ou aux détenteurs de l'usine ou exploités
par ceux-ci ;
2° tout l'engrais produit à la fumure des
terres possédées ou exploitées par les proprié-
taires ou les détenteurs de l'usine.
Die Behörden, Beamten oder Bediensteten
aller kontrahierenden Staaten sollen sich gegen-
seitig tätig und ohne Verzug den verlangten Bei-
stand in allen gesetzlichen Maßregeln leisten, welche
zur Verhütung, Entdeckung oder Bestrafung der
Zoll-Kontraventionen dienlich sind, die gegen irgend
einen der kontrahierenden Staaten unternommen
worden oder begangen sind.
Unter Zoll-Kontraventionen werden liier und in
allen folgenden Artikeln dieses Vertrages auch die
Verletzung der von den einzelnen Regierungen er-
lassenen Hinfuhr- oder Ausfuhr-Verbote, insbeson-
dere auch der Verbote solcher Gegenstände, deren
ausschließlichen Debit diese Regierungen sich vor-
behalten haben, so wie ferner auch diejenigen Kon-
traventionen begriffen, durch welche die Abgaben
beeinträchtigt werden, welche nach der besondern
Verfassung einzelner Staaten, für den Übergang von
Waren aus einem Staate in einen andern vertrags-
mäßig angeordnet sind.
In allen Fällen, wo der Wert der Gegen-
stände der Übertretung nicht festgestellt werden
kann, ist derselbe vom Richter nach den Umständen
zu bestimmen.
Als landwirtschaftliche
Brennereien
gelten Brennereien, die ausschließlich Kartoffeln
oder Getreide verarbeiten und bei ihrem Betriebe
1° sämtliche Rückstände in einer oder mehreren
den Eigentümern oder Besitzern der Brennerei
gehörenden oder von ihnen betriebenen Wirt-
schaft verfüttern;
2° den erzeugten Dünger vollständig auf dem
den Eigentümern oder Besitzern der Breunerei
gehörenden oder von ihnen bewirtschafteten Grund
und Boden verwenden.
La dénaturation complète aura lieu
au moyen d'un mélange composé en volume de
quatre parties d'esprit de bois et d'une partie
Nach Einsicht des Gesetzes vom 14. April 1911,
betreffend die Besteuerung der Branntweine, na-
mentlich der Art. 3, 4, 44, 45, 46, 47 und 48;
Nach Einsicht des Gutachtens des Staatsrates;
Beschließt
Titel
I. — Umfang der Steuerbefreiung.
Zur vollständigen Denaturierung dient
ein Gemisch von vier Raumteilen Holzgeist und
einem Raumteil Pyridinbasen, welchem bei seiner
Arrêté du 26 septembre 1911, concernant l'emploi
des alcools en exemption Ces droits et la resti-
tution des droits en cas d'exportation d'eau-
de-vie.
D e r
General-Direktor
der F i n a n z e n ;
Beschluß vom 26. September 1911, betreffend
die steuerfreie Verwendung von Alkohol sowie
die steuerfreie Ausfuhr von Branntwein.
de bases pyridiques. Il pourra être ajouté au
mélange, pour chaque litre, une quantité de
50 grammes d'huile de lavande ou de romarin.
Pour opérer la dénaturation, on mêlera 2,5
litres du mélange ainsi constitué à chaque 100
litres d'alcool.
La dénaturation complète pourra encore être
effectuée par l'addition à 100 litres d'alcool de
1,25 litre du mélange dénaturant usuel, et, en
outre, de 0,25 litre de solution de violet cris-
tallisé (chlorhydrate d'hexaméthylpararonani-
line), ainsi que de 2 à 20 litres de benzine
(benzol).
— Der gemeinsame Ertrag der Essigsäureverbrauchsabgabe (einschließlich der Essig-
säurenachsteuer) wird zwischen dem Deutschen Reiche und dem Großherzogtume Luxemburg
mach der bei der letzten Volkszählung ermittelten Kopfzahl der Bevölkerung ihrer der Gesetz-
gebung über die Besteuerung der Essigsäure unterworfenen Gebiete verteilt.
Dieser Ertrag besteht aus der gesamten beiderseitigen Einnahme aus der Essigsäureverbrauchs-
abgabe nach Abzug
1. der auf Gesetzen oder allgemeinen Verwaltungsbestimmungen beruhenden Steuerver-
gütungen und Steuerermäßigungen;
2. der Rückzahlungen aus unrichtigen Erhebungen;
Abkommen.
(Anlage.)
Les droits qui seront dus pour lès déclara-
tions de travaux de distillerie seront payés à la fin du
trimestre ou du semestre, suivant les stipulations du
contrat à intervenir et l'importance du cautionne-
ment.
Il sera procédé de la même manière lors-
qu'un débiteur de l'admnistration des douanes est en
retard de payer d'autres droits fixes de douane, alors
même qu'ils ne seraient point prononcés par une
sentence administrative.
C.
Distilleries.
I. - Lois des 18 juillet 1833 et 27 mai 1837.
La fraude des droits imposés en conformité
des deux articles qui précèdent sera recherchée et
poursuivie conformément à la législation douanière,
et donnera lieu aux peines édictées par la loi pénale
douanière contre la fraude des droits dus à l'entrée.
Les transports d'eaux-de-vie dans le ter-
ritoire réservé resteront soumis aux mesures de con-
trôle introduites par l'administration des douanes.
III. — Arrêté ministériel du 4 janvier 1855.
Est considérée comme distillerie syn-
dicale agricole, la distillerie à l'exploitation de
laquelle participent au moins deux propriétaires
ou détenteurs remplissant les conditions de l'art.
3. Les associés sont de plus tenus d'employer
les drèches et l'engrais produits, non pas dans
un établissement agricole exploité pour compte
commun de l'association, mais bien dans les ex-
ploitations rurales appartenant à chaque associé
individuellement.
Als landwirtschaftliche Genossenschafts-
brennerei gilt eine Brennerei, wenn mindestens
zwei Eigentümer oder Besitzer an ihr beteiligt
sind und die im Art. 3 vorgeschriebene Ver-
pflichtung zur Verfütterung der Betriebsrückstände
und zur Verwendung des Düngers von den
Eigentümern oder Besitzern nicht in einer für
gemeinschaftliche Rechnung betriebenen Landwirt-
schaft, sondern in ihren für getrennte Rechnung
geführten Landwirtschaftsbetrieben erfüllt wird.
Le mélange dénaturant pourra être
préparé dans une fabrique indigène a ce dûment
autorisée par le Directeur général des finances.
Les différentes substances entrant dans la
composition du mélange dénaturant devront
avoir les propriétés exigées par l'administration.
La vérification des propriétés requises aura lieu
par un chimiste agréé de l'administration, et
jusqu'à leur emploi les substances resteront
sous le contrôle de l'administration.
Le mélange dénaturant ne pourra être em-
ployé que pour autant que les substances entrant
dans sa composition aient été analysées par un
chimiste agréé ; que la préparation du mélange
ait lieu sous la surveillance des agents du ser-
vice dans une fabrique autorisée, et que depuis
la préparation jusqu'au moment de l'emploi le
mélange soit resté sous le contrôle de l'admi-
nistration.
Das Denaturierungsmittel kann in einer
inländischen durch den General-Direktor der Finan-
zen hierzu ermächtigten Gewerbsanstalt hergestellt
werden.
Die zur Zusammensetzung des Denaturierungs-
mittels bestimmten
Stusse müssen den von der
Verwaltung vorgeschriebenen Erfordernissen ent-
sprechen und dieserhalb durch den amtlich beauf-
tragten Chemiker geprüft werden; dieselben müssen
bis zu ihrer Verwendung als Denaturierungsmit-
tel unter der Kontrolle der Verwaltung verbleiben.
Das Denaturierungsmittel darf nur dann Ver-
wendung finden, wenn die zu seiner Zusammen-
setzung bestimmten Stoffe durch den amtlich be-
auftragten Chemiker analysirt wurden sind; wenn
die Herstellung desselben unter Aufsicht der Revi-
sionsbeamten in einer ermächtigten Gewerbsanstalt
stattgefunden und wenn dasselbe, von seiner Her-
stellung an bis zur Verwendung, sich unter der
Kontrolle der Verwaltung befunden hat.
L'administration des contributions sera re-
présentée à l'acte par le contrôleur ou le receveur
délégué.
Auch ohne besondere Aufforderung sind
die Behörden, Beamten oder Bediensteten der kon-
trahierenden Staaten verbunden, alle gesetzlichen
Mittel anzuwenden, welche zur Verhütung, Ent-
deckung oder Bestrafung der gegen irgend einen der
gedachten Staaten beabsichtigten oder ausgeführten
Zoll-Kontraventionen dienen können, und jedenfalls
1) Voir arrangement avec l'Allemagne du . . . . . . . 1911,
concernant le commerce des eaux-de-vie en entre le Grand-
Duché et l'Allemagne.
die betreffenden Behörden dieses Staates von dem-
jenigen in Kenntnis zu setzen, was sie in dieser Be-
ziehung in Erfahrung bringen.
Kann die Geldbusse in Folge der Zahlungs-
unfähigkeit des Verurteilten nicht entrichtet werden,
so tritt an die Stelle derselben eine Gefängnisstrafe,
deren Dauer vom Gericht zu bestimmen ist, jedoch
ein Jahr nicht überschreiten darf,
Dans les distilleries en état de pou-
voir être exploitées seulement après le 1er juillet
1903, les pommes de terre et les céréales em-
ployées comme matière première devront en
outre provenir, en majeure partie, des proprié-
taires ou des détenteurs mêmes de l'usine. Sont
exceptées de cette restriction, les céréales con-
sistant en seigle, froment, sarrasin, avoine et
orge.
A l'égard des distilleries syndicales établies
comme telles après le 1er juillet 1903, les
dites matières premières ayant la provenance
Unter Material werden die nichtmehligen
Stusse mit Ausnahme der Melasse, Rüben, Rü-
bensäfte und Zellstoffe verstanden.
Zum Getreide sind auch Hülsenfrüchte, Mais
und Dari, Getreidemehl sowie Malz, Malzkeime
und Abfälle von Malz, nicht aber Reis zu rech-
nen; Kartoffelstärke und Kartoffelmehl sind den
Kartoffeln gleichzuachten.
In den nach dem 1. Juli 1903 be-
triebsfähig
hergerichteten
Brennereien müssen
außerdem die zur Verarbeitung kommenden Roh-
stoffe an Kartoffeln und Getreide, mit Ausnahme
von Roggen, Weizen, Buchweizen, Hafer und
Gerste, in der Hauptsache von den Eigentümern
oder Besitzern der Brennerei selbst gewonnen sein.
Bei Genossenschaftsbrennereien, die als solche
nach dem 1. Juli 1903 entstanden sind, müssen
ferner die so gewonnenen Rohstoffe in der Haupt-
préindiquée devront, en majeure partie, être
fournies par les associés individuellement en
proportion de leur participation à la distillerie;
en outre, tous les résidus de la distillerie de-
vront, dans la même proportion, être employés
par les associés à la nourriture de leur bétail.
Les fabricants autorisés à préparer
le mélange dénaturant devront permettre aux
employés du service et au chimiste agréé de
l'administration la visite des locaux où se fait la
préparation du produit, ainsi que du lieu servant
à son dépôt.
Ils sont également obligés de soumettre aux
employés supérieurs des contributions, sur leur
demande, leurs livres de fabrication et de com-
merce, contenant tous les renseignements sur
la préparation et l'expédition du mélange déna-
turant.
Zusammensetzung Lawendelöl oder Rosmarinöm
bis zu 50 Gramm auf jedes volle Liter zugesetzt
werden darf. Von dem Gemische sind dem zu dena-
turierenden Branntwein 2,5 Liter auf je 100
Liter Alkohol zuzusetzen.
Die vollständige Denaturierung kann auch in
der Weise erfolgen, daß dem Branntwein auf je
100 Liter Alkohol 1,25 Liter des allgemeinen
Denaturierungsmittels und außerdem 0,25 Liter
Kristallviolettlösung und 2 bis 20 Liter Benzol
zugesetzt werden.
Die Besitzer der zur Zusammensetzung
des Denaturierungsmittels ermächtigten Gewerbs-
anstalten haben den Aufsichtsbeamten und dem
amtlich beauftragten Chemiker den Zutritt zu den
Räumen der Herstellung und Aufbewahrung des
Denaturierungsmittels zu gestatten.
Sie sind ferner verpflichtet, die Fabrik- und
Geschäftsbücher, die auf die Herstellung und Ver-
sendung des Denaturierungsmittels Bezug haben,
jederzeit den Oberbeamten der Steuerverwaltung
auf Erfordern zur Einsicht vorzulegen.
Les obligations des emprunts du Grand-
Duché et des communes luxembourgeoises ne seront
admises que pour les neuf dixièmes de leur valeur no-
minale et déposées dans la Caisse de l'Etat. Les cou-
pons seront détachés à leur échéance et remis aux
déposants contre reçu.
Les cautionnements en numéraire produiront au
déposant un intérêt de 3%.
Den Zollbeamten und andern zur Wahr-
nehmung des Zollinteresses verpflichteten Bedien-
steten sämmtlicher kontrahierenden Staaten wird
hierdurch gestattet, die Spuren begangener Zoll-
Kontraventionen auch in das Gebiet der angren-
zenden mitkontrahierenden Staaten ohne Beschränk-
ung auf eine gewisse Stecke zu verfolgen, und
es sollen, je nach der bestehenden Verfassung,
die Ortsobrigkeiten, Polizei- oder Gerichtsbehörden
in solchen Fällen auf mündlichen oder schriftlichen
Antrag dieser Beamten oder Bediensteten, und unter
deren Zuziehung durch Haussuchungen, Beschlag-
nahmen, oder andere gesetzliche Maßregeln des Tat-
bestandes sich gehörig versichern.
Auch soll auf den Antrag der requirierenden Be-
amten oder Bediensteten bei dergleichen Visita-
tionen, Beschlagnahmen oder sonstigen Vorkehr-
ungen ein Zoll-, Steuer- oder Gefällsbeamter oder
Bediensteter desjenigen Staates, in dessen Gebiete
Maßregeln dieser Art zur Ausführung kommen, zuge-
zogen werden, falls ein solcher im Orte anwesend ist.
Bei Haussuchungen und Beschlagnahmen soll ein
den ganzen Hergang vollständig darstellendes Pro-
tokoll aufgenommen, und ein Exemplar desselben
den requirierenden Beamten oder Bediensteten ein-
gehändigt, ein zweites Exemplar aber zu den Akten
der Behörde genommen werden, welche die Haus-
suchung angestellt hat.
Die Instruction und Beurteilung der hier in
Rede stehenden Übertretungen geschieht von den-
selben Behörden und in denselben Formen, wie bei
den Übertretungen der jetz bestehenden Zollgesetze.
Dans certains cas, comme p. ex. en
cas d'épizootie, de réduction du nombre des
têtes de bétail ou de changement du mode de
l'exploitation rurale, le directeur des contribu-
tions peut autoriser, passagèrement, soit la vente
des résidus et du fumier, soit un emploi de ces
produits autre que celui prescrit par l'art. 3,
tout en maintenant à la distillerie intéressée son
caractère de distillerie agricole.
A défaut d'une fabrique indigène se
livrant à la préparation du mélange dénaturant,
celui-ci devra provenir d'une fabrique officielle
de l'Allemagne. Avant son usage, le mélange
devra être analysé sous le rapport de sa compo-
sition par un chimiste agréé, et restera sous le
contrôle de l'administration jusqu'à son emploi.
Im Falle, wo keine inländische Ge-
werbsaustalt das Denaturierungsmittel herstellt,
muß dasselbe aus einer behördlich ermächtigten
Gewerbsanstalt Deutschlands
bezogen werden.
Vor seiner Verwendung muß das Denaturierungs-
mittel von einem amtlich beauftragten Chemiker
auf seine Zusammensetzung geprüft werden und
dann bis zur Verwendung unter der Kontrolle
der Verwaltung verbleiben.
Les immeubles offerts en cautionnement,
francs et libres de toutes charges, ne sont admis que
pour les deux tiers de leur valeur, et les propriétés
bâties pour moitié seulement, sans que cette valeur
puisse dépasser vingt fois le revenu cadastral.
In den Fällen, wo gegen Zoll-Kontraven-
tionen die Verhaftung gesetzlich zulässig ist, wird die
Befugniß, den oder die Kontravenienten anzuhalten,
den verfolgenden Beamten oder Bediensteten auch
auf dem Gebiete der anderen mitkontrahierenden
Staaten, jedoch unter der Bedingung eingeräumt,
daß der Angehaltene an die nächste Ortsbehörde
desjenigen Staates überliefert werde, auf dessen Ge-
biete die Anhaltung stattgefunden hat.
Wenn die Person des Kontravenienten dem ver-
folgenden Beamten oder Bediensteten bekannt, und
die Beweisführung hinlänglich gesichert ist, so findet
eine Anhaltung auf fremdem Gebiete nicht statt.
Die besonderen Bestimmungen in Bezug
auf die Spielkarten und die Kalender bleiben in un-
veränderter Gültigkeit.
V, BÜCK, IMPRIMEUR DE LA COUR, LUXEMBOURG.
1) Was die Art betrifft, wie bei der Entdeckung einer
Übertretung und hinsichtlich der in Beschlag genommenen
Gegenstande zu verfahren ist, so wird nul die Bestimm-
ungen des Zollstrafgesetzes von 1812 hingewiesen, welche
im vorhergehenden Kapitel « Strafverfahren » wiedergege-
ben sind.
Les distilleries agricoles peuvent éga-
lement distiller des fruits non mêlés à d'autres
matières, mais seulement dans l'intervalle pen-
dant lequel elles ne travaillent pas des substances
farineuses.
La distillation simultanée de farineux et de
fruits pourra être autorisée, à la condition que
le distillateur intéressé s'oblige à tenir, à côté
du plan ou du registre de distillation pour
matières farineuses, le registre spécial prescrit
pour la distillation de fruits (art. 13).
Brennereien, die im Zwischenbetrieb
Material
allein
verarbeiten, verlieren ihre
Eigenschaft als landwirtschaftliche
Brennereien
hierdurch nicht.
Das gleichzeitige Abbrennen von mehligen
Stoffen und Material ist zulässig unter der Be-
dingung, daß der betreffende Breunereünhaber sich
verpflichtet, neben dem Betriebsplan oder dem
Brennbuch für mehlige Stoffe, das für Mate-
rialbrenner besonders vorgeschriebene Brennbuch
zu führen. (Art. 13.)
Chaque opération de dénaturation
devra être précédée d'une déclaration à remettre
au bureau local des contributions au moins trois
jours avant celui de l'opération. Le receveur
donnera avis de la déclaration reçue au contrô-
leur divisionnaire. La dénaturation aura lieu
sous la surveillance du contrôleur et d'un autre
agent du service.
Le dénaturateur aura à fournir, à ses frais,
le mélange dénaturant, de même que la main-
d'œuvre et les ustensiles jugés nécessaires
Sauf les exceptions à consentir par le direc-
teur des contributions, la quantité d'alcool à
soumettre à la dénaturation en une fois devra
être au moins d'un hectolitre.
Eine jede Denaturierung von Brannt-
wein ist wenigstens drei Tage vor dem zur Ope-
ration bestimmten Tage mit einer Anmeldung auf
dem Lokal-Steuer mute zu beantragen. Der Steuer-
Einnehmer benachrichtigt den Bezirkskontrolleur
von der eingegangenen Anmeldung. Die Dena-
turierung findet unter Aufsicht des Kontrolleurs
und eines andern Aufsichtsbeamten statt.
Der Antragsteller hat auf eigene Kosten das
Denaturierungsmittel und die erforderlichen Gerät-
schaften zu stellen, sowie die nötigen Hilfsdienste
zu leisten oder leisten zu lassen.
M i t einer Anmeldung ist mindestens ein Hekto-
liter Alkohol zur Denaturierung zu stellen.; der
Steuerdirektor kann im Einzelfall Ausnahmen
zulassen.
Les cautionnements ne pourront plus être
fournis par dépôt de marchandises ou de denrées. La
faveur de l'entrepôt est abolie.2)
Eine Auslieferung des Zoll-Kontravenienten
tritt in dem Falle nicht ein, wenn sie Untertanen des-
jenigen Staates sind, in dessen Gebiete sie ange-
halten worden sind.
Im andern Falle sind die Kontravenienten dem-
jenigen Staate, auf dessen Gebiete die Kontraven-
tion verübt worden ist, auf dessen Requisition aus-
zuliefern.
Nur dann, wenn dergleichen flüchtige Individuen
Untertanen eines dritten der kontrahierenden Staa-
ten sind, ist der letztere vorzugsweise berechtigt, die
Auslieferung zu verlangen und daher zunächst von
dem requirierten Staate zur Erklärung über die
Ausübung dieses Rechtes zu veranlassen.
Sont considérées comme distilleries
de fruits, les distilleries qui, pendant toute la
campagne, travaillent exclusivement des fruits,
des baies ou des résidus de ces substances non
mêlés à d'autres matières.
Les dispositions relatives aux distilleries de
fruits s'appliquent également aux distilleries tra-
vaillant pendant toute la campagne, soit exclu-
sivement, soit à côté de fruits, baies ou résidus
de ces substances, du vin (y compris vin de
fruits ou de baies, groseille), des lies de vin, du
moût, des racines ou des résidus de ces ma-
tières, des résidus de la fabrication de bière,
de la bière aigre, de la bière coulée ou d'autres
déchets de bière, non mêlés d'ailleurs à d'autres
matières (distilleries assimilées aux distilleries
de fruits).
fache von den einzelnen Teilnehmern nach Ver-
hältnis ihrer Beteiligung an der Brennerei ge-
liefert und außerdem die sämtlichen
Betriebs-
rückstände von den Teilnehmern in diesem Ver-
hältnis verfüttert werden.
Art. 6 Der Steuer-Direktor kann aus beson-
deren Gründen, z. B. wegen Viehseuche, Vermin-
derung des Viehstandes oder
Aeuderung der
Wirtschaftsweise, vorübergehend die Veräußerung
oder eine von den Vorschriften des Art. 3 ab-
weichende Verwendung der Rückstände und des
Düngers mit der Wirkung genehmigen, daß die
Brennerei die landwirtschaftliche Eigenschaft be-
hält.
Als Obstbrennereien gelten Brenne-
reien, die während des ganzen Betriebsjahres
ausschließlich Obst, Beeren oder Rückstände davon
ohne Beimischungen aus andern Stoffen verar-
beiten.
Die für Obstbrennereien gegebenen Vorschriften
sind in gleicher Weise auf Brennereien anzuwen-
den, die während des ganzen Betriebsjahres Wein
(auch Obst- und Beerenwein), Weinheft. Most,
Wurzeln oder Rückstände davon oder von der
Bierbereitung oder umgeschlagenes Bier, Tropf-
bier und sonstige Bierrückstände ausschließlich oder
neben Obst, Beeren oder Rückstände davon, jedoch
ohne Beimischungen aus andern Stoffen verar-
beiten (Brennereien, die den Obstbrennereien
gleichgestellt sind.)
Il est défendu d'éliminer de l'eau-de-
vie dénaturée tout ou partie des substances dé-
naturantes, d'y ajouter des produits capables
d'altérer l'effet de l'agent dénaturant sous le
rapport de la saveur, de l'odeur, de la couleur
ou autres propriétés.
Es ist verboten,, aus dem denaturierten
Branntwein das Denaturierungsmittel ganz- oder
teilweise auszuscheiden, oder dem denaturierten
Branntwein Stoffe beizufügen, durch welche die
Wirksamkeit des Denaturierungsmittels in Bezug
auf Geschmack, Geruch, Farbe oder andere Eigen-
schaften vermindert wird.
Toutes les dispositions contraires à la pré-
sente loi sont abrogées, et notamment les art. 6 à 9,
18 à 25 et 26 de la loi du 18 juillet 1833, ainsi que les
art. 268 n° 3,269,271, 273, 274,277,284, et 285 de la
loi générale du 26 août 1822.
1) Voy. art. 7 de la loi du 14 avril 1911.
2) Lu faveur de l'entrepôt a été abolie par la loi du 12
décembre 1878 (art. 7), mais l'art, 19 de la loi du 14 avril
1911 prevoit de nouveau l'établissement des entrepôts.
III. — Loi du 26 août 1822.
Chap. XXIV. — De l'exécution parée, du privilège et
de l'hypothèque légale.
(L. 27 mai 1837.) Aucune déclaration faite
en vertu de l'art. 17 de la loi du 18 juillet 1833, à
l'effet de rectifier les eaux-de-vie, ne sera définitive-
ment admise qu'après que les employés du service
actif de l'administration auront constaté, dans le lieu
du dépôt du liquide, qu'il consiste réellement en eau-
de-vie détériorée ou en eau-de-vie affaiblie par l'éva-
poration au-dessous de 45 degrés de l'alcoolomètre
de Gay-Lussac, à la température de 15 degrés du
thermomètre centigrade.
Sämtliche kontrahierende Staaten ver-
pflichten sich, ihre Untertanen und die auf ihrem
Gebiete sich aufhaltenden Fremden, letztere, wenn
deren Auslieferung nicht nach Art. 7 verlangt wird,
wegen der auf dem Gebiete eines andern der kon-
trahierenden Staaten begangenen Zoll-Kontraven-
tionen oder ihrer Teilnahme an selbigen, auf die von
diesem Staate ergehenden Requisition eben so zur
Untersuchung und Bestrafung zu ziehen, als ob die
Kontravention auf eigenem Gebiete und gegen die
eigene Gesetzgebung begangen wäre.
Diese Verpflichtung erstreckt sich in gleicher Art
auch auf die mit den Kontraventionen konkur-
rierenden gemeinen Verbrechen oder Vergehen, bei-
spielsweise der Fälschung, der Widersetzlichkeit
gegen die Beamten oder Bediensteten, der körper-
lichen Verletzung, etc.
Was solche Kontraventionen betrifft, welche ge-
gen die besondern Gesetze eines oder mehrerer
Staaten begangen werden, wonach die Einfuhr ge-
wisser Gegenstände auch aus andern der kontra-
hierenden Staaten entweder gar nicht oder doch nur
gegen Erlegung einer vertragsmäßig bestimmten Ab-
gabe stattfinden darf, oder die Ausfuhr gewisser
Gegenstände verboten ist, so werden diejenigen
Staaten, in welchen für die entsprechende Bestra-
fung solcher Kontraventionen etwa noch nicht vor-
gesehen sein sollte, veranlassen, daß
1° die Kontraventionen gegen die in andern kon-
trahierenden Staaten bestehenden Ein- oder Aus-
fuhrverbote wenigstens mit einer dem zweifachen
Werte des verbotswidrig ein- oder ausgeführten
Gegenstandes gleichkommenden Geldbuße;
2° die Defraudationen der vertragsmäßig be-
stimmten Abgaben wenigstens mit einer dem vier-
fachen Betrage der verkürzten Steuer gleichkom-
menden Geldbuße, bestraft werden.
Sont considérées comme distilleries
industrielles, toutes les distilleries fabriquant
de la levure, même si cette fabrication n'est
qu'intermittente, ainsi que les distilleries qui
n'appartiennent ni aux distilleries agricoles ni
aux distilleries de fruits ni aux distilleries assi-
milées à ces dernières.
Toutefois, les distilleries qui ont été exploitées
avant le 1er avril 1909 comme distilleries agri-
coles avec fabrication de levure, conserveront
leur caractère agricole tant qu'elles remplissent
les conditions des art. 3, 4, 5 et 6.
D'après cette définition, le caractère indus-
triel s'attache notamment
a) aux distilleries travaillant exclusivement
des céréales ou des pommes de terre, mais ne
remplissant pas les autres conditions géné-
rales ou particulières des distilleries agricoles;
b) aux distilleries travaillant tantôt des cé-
réales ou des pommes de terre, tantôt des fruits,
sans observer toutefois la condition restrictive
imposée aux distilleries agricoles par l'art. 7 ;
c) aux distilleries travaillant d'autres sub-
stances farineuses que les céréales ou les
pommes de terre ou bien des mélanges de ma-
tières farineuses et non farineuses;
d) aux distilleries travaillant, même de façon
intermittente, soit exclusivement, soit à côté
d'autres matières premières, la betterave, la
mélasse, la cellulose ou l'eau de décantage de la
levure, ou bien les substances prédésignées
mêlées à d'autres matières.
Als gewerbliche Brennereien sind alle
Brennereien, welche, wenn auch nur zeitweise,
Heft erzeugen, sowie diejenigen anzusehen, welche
weder zu den landwirtschaftlichen Brennereien
noch zu den Obstbrennereien und den diesen gleich-
gestellten Brennereien gehören.
Jedoch gelten solche Brennereien, die bereits vor
dem 1. April 1909 als landwirtschaftliche Bren-
nereien mit Hefenerzeugung betrieben sind, auch
fernerhin als landwirtschaftliche Brennereien, so
lange sie die Bedingungen der Art. 3, 4, 5 und
6 erfüllen.
Gewerbliche Brennereien sind hiernach insbe-
sondere
a) Brennereien, die ausschließlich Getreide oder
Kartoffeln verarbeiten, aber die sonstigen Be-
dingungen
für
landwirtschaftliche
Brennereien
nicht erfüllen;
b) Brennereien, die zeitweise Getreide oder Kar-
toffeln, zeitweise Material verarbeiten, soweit es
sich hier nicht um einen in Art. 7 vorgesehenen
landwirtschaftlichen Zwischenbetrieb handelt;
c) Brennereien, die andere mehlige Stoffe als
Getreide oder Kartoffeln, oder die Mischungen aus
mehligen und nichtmehligen Stoffen verarbeiten;
d) Brennereien, die, wenn auch nur zeitweise,
Rübenstoffe oder Zellstoffe oder Hefenbrühe allein,
oder neben andern Stoffen verarbeiten.
Quiconque voudra faire le commerce
d'eau-de-vie dénaturée devra en faire la décla-
ration au directeur des contributions et au
bureau de la police locale, avant l'ouverture
du commerce. La déclaration sera constatée
par un récépissé du directeur des contributions.
La vente en détail de l'eau-de-vie dénaturée
ne peut se faire que clans des récipients d'une
contenance de 50, 20, 10, 5 et 1 litres. Ces
récipients devront porter l'indication du degré
de force de l'eau-de vie dénaturée et être fermés
de façon que leur contenu ne puisse être en-
levé sans altération de la fermeture.
Wer mit denaturiertem Branntwein
handeln will, hat dies vor Eröffnung des Handels
dem Steuerdirektor und der Ortspolizeibehörde
anzumelden. Die Anmeldung wird durch eine Em-
pfangsbescheinigung des Steuerdirektors bestätigt.
Vollständig vergällter Branntwein darf im Klein-
handel nur in Behältnissen von 50, 20, 10, 5
und einem Liter Raumgehalt feilgehalten werden,
die mit einer Angabe des Alkoholgehaltes und
mit einem besonderen Verschlusse derart versehen
sind, daß der Inhalt ohne Verletzung des Ver-
schlusses nicht entnommen werden kann.
La fermeture même et son mode d'adapta-
tion seront déterminés plus spécialement pur
le Directeur général des finances.
Sont prohibées la vente et l'offre de vente de
toute eau-de-vie dénaturée dans laquelle l'al-
coolomètre indique une richesse inférieure à
80 pCt en poids ou un titre inférieur à 85,5
degrés Tralles.
Les commerçants d'eau-de-vie dénaturée de-
vront apposer, a un endroit apparent de leurs
locaux de vente, un placard portant, en carac-
tères bien lisibles, les dispositions suivantes
a) sont prohibées la vente et l'offre de vente
de toute eau-de-vie dénaturée dans laquelle l'al-
coolomètre indique une richesse inférieure à
80 pCt. en poids ou un titre inférieur à 85.5
degrés Tralles ;
b) il est défendu d'éliminer de l'eau-de-vie
dénaturée tout ou partie des substances déna-
turantes, d'y ajouter des produits capables d'al-
térer l'effet de l'agent dénaturant sous le rapport
de Ia saveur, de l'odeur, de la couleur et enfin
de vendre ou d'offrir en vente de l'eau-de-vie
dénaturée qui aurait été ainsi altérée.
Les placards seront fournis aux frais de l'ad-
ministration des contributions.
Le directeur des contributions pourra refuser
la déclaration d'un commerce d'eau-de-vie dé-
naturée ou en interdire la continuation, en pré-
sence de faits rendant vraisemblable le doute
que le commerçant ne se conforme pas stricte-
ment aux prescriptions ordonnées.
Toute décision prise à ce sujet devra être
portée à la connaissance de la police locale. La
décision du directeur des contributions pourra
être déférée au Directeur général des finances
qui statuera, sauf recours au Conseil d'Etat.
B. — Dénaturation incomplète.
In den nach Art. 8 einzuleitenden Unter-
suchungen soll in Bezug auf die Feststellung des
Tatbestandes den amtlichen Angaben der Behörden,
Beamten oder Bediensteten desjenigen Staates, auf
dessen Gebiete die Zollkontravention begangen wor-
den, dieselbe Beweiskraft beigemessen werden,
welche den amtlichen Angaben der inländischen Be-
hörden, Beamten oder Bediensteten für Fälle gleicher
Art in den Landesgesetzen beigelegt ist.
Sans égard à leur mode d'imposi-
tion (par forfait, compteur, vaisseau-collecteur)
et à leur caractère spécial (agricole, industriel,
fruits), les distilleries seront classées comme
petites distilleries, si, par campagne, elles ne
produisent pas plus de 10 hectolitres d'alcool.
Dans ce dernier chiffre la production pour des
tiers-propriétaires de fruits (art. 11) ne sera pas
comprise.
Les distilleries de fruits et les distilleries y
assimilées (art. 8, al. 1er et 2) produisant, pen-
dant une campagne, plus de 10 hectolitres d'al-
cool, ne perdent pas leur caractère de petite
Als Kleinbrennereien gelten ohne
Rücksicht auf die Art der Feststellung des steuer-
pflichtigen Branntweins und auf die Betriebsweise
Brennereien, die im Betriebsjahr nicht mehr als
10 Hektoliter Alkohol erzeugen. Die Erzeugung
der Stoffbesitzer (Art. 11) bleibt hierbei außer
Betracht.
Obstbrennereien einschließlich der ihnen gleich-
gestellten Brennereien (Art. 8 Abs. 1 u. 2) die
in einem Betriebsjahr mehr als 10 Hektoliter Al-
kohol erzeugen, verlieren hierdurch ihre Eigenschaft
distillerie, si leur production moyenne pour
chaque campagne de la période de répartition
du contingent pendant laquelle la distillerie se
trouvait en état de pouvoir être exploitée, n'a pas
dépassé 40 hectolitres d'alcool.
Quiconque voudra faire dénaturer de
l'eau-de-vie d'une manière incomplète, devra en
adresser la demande au Directeur général des
finances. Cette demande devra spéculer l'agent
dénaturant dont il sera fait usage, le mode d'em-
ploi de l'eau-de-vie dénaturée et son lieu de
dépôt. Le Directeur général déterminera, dans
Der Verschluß selbst sowie die Art der Ver-
schlußanlegung werden durch den Generaldirektor
der Finanzen näher bestimmt.
Denaturierter Branntwein, in welchem das Alko-
holometer eine Stärke von weniger als 80 Ge-
wichtsprozent oder einen Alkoholgehalt von weniger
als 85,5° Tralles anzeigt,
darf weder verkauft,
noch feilgehalten werden.
In den Verkaufsräumen ist an einer in die Augen
fallenden Stelle in deutlicher Druckschrift eine
Bekanntmachung aufzuhängen, wonach es ver-
boten ist
a) denaturierten Branntwein, in welchem das
Alkoholometer eine Stärke von weniger als 80
Gewichtsprozent oder einen Alkoholgehalt von
weniger als 85,5° Tralles anzeigt, zu verkaufen
oder feilzuhalten;
b) aus denaturiertem Branntwein das Dena-
turierungsmittel ganz oder teilweise auszuscheiden
oder dem denaturierten Branntwein Stoffe beizu-
fügen, durch welche die Wirksamkeit des Dena-
turierungsmittels in Bezug auf Geschmack, Geruch
oder Farbe vermindert wird, oder derart verän-
derten Branntwein zu verkaufen oder feilzuhalten.
Genannte Plakate werden kostenlos von der
Verwaltung geliefert,
Der Steuerdirektor kann die Erteilung der Be-
scheinigung versagen, oder die Fortsetzung des Han-
dels mit denaturiertem, Branntwein untersagen,
wenn Tatsachen
vorliegen,
welche berechtigte
Zweifel aufkommen lassen, daß der Händler die
erlassenen Vorschriften nicht aufs genaueste befolgt.
Von der Entscheidung ist der Ortspolizeibehörde
Mitteilung zu machen. Gegen die Entscheidung
des Steuerdirektors kann Berufung bei dem
Generaldirektor der Finanzen eingelegt werden;
dieser entscheidet, vorbehaltlich des Rekurses an
den Staatsrat.
B. —
Unvollständige
Denaturierung
Wer Branntwein unvollständig dena-
turieren lassen will, hat bei dem Generaldirektor
der Finanzen die Genehmigung hierzu schriftlich
nachzusuchen und dabei das anzuwendende Dena-
turierungsmittel, die Art und Weise der Ver-
wendung des denaturierten Branntweins und den
Ort der Lagerung desselben anzugeben. Der Ge-
chaque cas particulier, pour la branche d'in-
dustrie afférente, les conditions et les formes
dans lesquelles la dénaturation partielle devra
être effectuée.
neraldirektor schreibt in jedem einzelnen Falle, für
den betreffenden Industriezweig, die Bedingungen
sowie die Art und Weise vor, gemäß welcher die
unvollständige Denaturierung zu erfolgen hat.
Titel
III. -
Kontrolle
Vorschriften
(L. 27 mai 1837.) La capacité de tous vais-
seaux (imposables) est constatée par empotement ou
dépotement, à l'exception des colonnes distillatoires,
dont le jaugeage sera opéré par cubage métrique et
intégral, et sans aucune déduction pour les compar-
timents et tubes intérieurs de ces colonnes.
Le distillateur doit être invité à être présent à
toute opération d'empotement, de dépotement ou de
jaugeage.
Die festgesetzten Geldbußen und der
Erlös aus den in Folge der Untersuchung und Ver-
urteilung in Beschlag genommenen und kontiszirten
Gegenständen verbleiben demjenigen Staate, in
welchem die Verurteilung erfolgt ist, jedoch nach
Abzug des dem Denunzianten (Aufbringer, Angeber)
gesetzlich zustehenden Anteils, der auch in dem
Falle an letzteren verabfolgt werden soll, wenn dieser
ein Beamter oder Bediensteter eines andern der
kontrahierenden Staaten ist.
Die von dem Übertreter verkürzten Gefälle sind
dagegen, soweit sie von ihm beigetrieben werden
können, jedesmal an die betreffende Behörde desje-
nigen Staates zu übersenden, auf dessen Gebiete die
Kontravention begangen worden ist.
Sont considérés comme proprié-
taires de fruits, les détenteurs de fruits de toutes
sortes, de moût de fruits ou de raisins, de vin
de fruits ou de raisins, de leur provenance, de
résidus de fruits obtenus par leur propre tra-
vail ou de résidus de leur propre fabrication de
moût ou de vin (marcs, lies), ainsi que de baies
et racines, pour autant qu'ils ne possèdent pas
eux-mêmes de distillerie et qu'ils travaillent
exclusivement les matières prédésignées non
mêlées à d'autres substances dans la distillerie
d'un tiers.
La condition de la provenance est remplie
pour les fruits etc. que le propriétaire ou dé-
tenteur a récoltés lui-même ou recueillis lui-
même ou par des personnes chargées par lui
de ce travail ou produits par lui-même dans une
exploitation exercée pour son propre compte.
Als Stoffbesitzer gelten Besitzer von
selbstgewonnenem Obst aller Art, Obst- oder Trau-
benmost, Obst- oder Traubenwein, oder von Rück-
ständen der eigenen Obstverarbeitung, Most- oder
Weinbereitung (Treber, Hefe) sowie von Beeren
und Wurzeln, soweit sie keine eigenen Brennvor-
richtungen besitzen und im Laufe des Betriebsjahrs
ausschließlich die genannten Stoffe ohne Beimisch-
ung aus andern Stoffen auf einer fremden Brenn-
vorrichtung verarbeiten.
Als selbstgewonnen gilt Obst usw. das vom
Stoffbesitzer selbst geerntet oder von ihm oder seinem
Beauftragten gesammelt oder in einem von ihm
für eigene Rechnung geführten Betrieb erzeugt ist.
Les employés de l'administration
auront le droit de visiter les locaux et magasins
servant de dépôt, de manipulation et de vente
de l'eau-de-vie dénaturée à tout moment lors-
que l'établissement est en activité ou ouvert à
la vente, autrement seulement de 6 heures du
matin a 9 heures du soir ; ils auront en outre
le droit de procéder au recensement des eaux-
de-vie dénaturées ou en nature et d'en prélever
les échantillons dont la valeur, si les intéressés
le demandent, leur sera remboursée au prix du
jour
Les intéressés seront tenus d'indiquer et de
représenter aux employés du service, à leur de-
mande, leurs provisions d'eau-de-vie dénaturée
ou en nature, ainsi que des substances déna-
turantes. Ils auront aussi à fournir tous les
renseignements qui leur seront demandés au
sujet de l'exploitation de leur profession ou in-
dustrie et le mouvement de leurs affaires. Les
employés supérieurs peuvent prendre inspec-
tion, pendant les heures ouvrables, des livres
d'achat, de dépôt, de fabrication et de vente.
TITRE IV. — Eau-de-vie en nature exempte
des droits.
Die Beamten der Steuerverwaltung
sind befugt, die Gewerbs- und Geschäftsräume in
denen die Lagerung, die Verwendung oder der
Verkauf
denaturierten Branntweins stattfindet,
während des Betriebs oder der Offenhaltung des
Geschäfts, zu jeder Zeit, sonst von Morgens 6
bis Abends 9 Uhr zu betreten, die Vorräte an
denaturiertem und undenaturiertem Branntwein zu
revidieren und Proben davon zu entnehmen. Auf
Verlangen ist dem Besitzer für entnommene Proben
Entschädigungen in der Höhe des üblichen Kauf-
preises zu leisten.
Die Beteiligten sind verpflichtet auf Erfordern
den Bestand an denaturiertem und undenaturier-
tem Branntwein sowie an Denaturierungsmitteln
anzugeben und vorzuzeigen, sowie den Aufsichts-
beamten über den Gewerbs- oder Geschäftsbetrieb
Auskunft zu erteilen. Die Oberbeamten sind be-
rechtigt, die Einkaufs-, Lager-, Fabrikations- und
Verkaufsbücher
während der Geschäftsstunden
einzusehen.
Den sämtlichen kontrahierenden Staaten
verbleibt die Befugniß, wegen der in ihrem Gebiete
verübten Zoll-Kontraventionen, auch wenn die
Übertreter Unterthanen eines andern derselben sind,
selbst die Untersuchung einzuleiten. Strafen festzu-
setzen und solche beizutreiben, wenn der Ange-
schuldigte in ihrem Gebiete verhaftet ist; jedenfalls
sollen dem beeinträchtigten Staate, wenn er von
dieser Befugniß keinen Gebrauch macht, die etwa in
Beschlag genommenen Effekten des Angeschul-
digten so lange verbleiben, bis von dem andern
Staate, an welchen der Übertreter ausgeliefert wor-
den, rechtskräftige Entscheidung erfolgt sein wird.
Die Auslieferung solcher Effekten kann selbst dann
nur in soweit gefordert werden, als nicht auf deren
Konfiskation erkannt, oder der Erlös aus denselben
nicht zur Berichtigung der verkürzten Abgaben und
daneben entstandenen Kosten erforderlich ist.
Ganz dasselbe tritt auch dann ein, wenn ohne Ver-
haftung des Angeschuldigten, Effekten desselben
von dem Staate, in welchem er die Übertretung be-
gangen hat, in Beschlag genommen worden sind.
III. — Kgl.-Gr. Beschluss vom 27. März 1857,
Avant la mise en activité d'une
nouvelle distillerie, le propriétaire ou le déten-
teur doit déclarer la classe dans laquelle sa
distillerie est à ranger.
Les distilleries existantes peuvent être ran-
gées dans une autre classe, à partir de la nou-
velle campagne de distillation, si le détenteur
de l'usine le demande avant la remise, pendant
cette campagne, de la première déclaration de
fabrication.
Les distilleries agricoles et celles de fruits
qui cessent de remplir les conditions de leur
classe, à un moment quelconque de la cam-
pagne, doivent être traitées comme distilleries
industrielles, dès l'ouverture de la campagne
afférente.
Der Besitzer einer neu errichteten
Brennerei hat vor Eröffnung des Betriebs zu
erklären, welcher Klasse seine Brennerei zugeteilt
sein soll.
Die bestehenden Brennereien können vom Beginn
des Betriebsjahres ab in eine andere Klasse über-
geführt werden, wenn der Brennereibesitzer es vor
der ersten Betriebseröffnung im Betriebsjahre
beantragt.
Landwirtschaftliche Brennereien und Material-
brennereien, welche die Bedingungen ihrer Klasse
in irgend einem Zeitpunkte des Betriebsjahres
nicht erfüllen, sind vom Beginne dieses Betriebs-
jahres ab als gewerbliche Brennereien zu behandeln.
L'exemption des droits pourra être
accordée pour les eaux-de-vie en nature em-
ployées dans les hôpitaux, maisons d'accou-
chement et autres établissements publics simi-
laires, de même que dans les établissements
publics d'enseignement scientifique. Pour jouir
de cet avantage, les intéressés ont à adresser
au Directeur général des finances une demande
spécifiant le mode d'emploi de l'eau-de-vie, la
quantité annuelle approximative en litres d'al-
cool dont ils auront besoin et le lieu de dépôt
des spiritueux. Pour le surplus, il sera statué,
dans chaque cas particulier, par le Directeur
général des finances.
Ohne Denaturierung darf Brannt-
wein steuerfrei au Kranken-, Entbindungs- und
ähnliche öffentliche Anstalten, sowie an öffentliche
wissenschaftliche Lehranstalten abgelassen werden.
Wer undenaturierten Branntwein mit dem An-
spruch auf Steuerfreiheit verwenden will, hat die
Genehmigung hierzu bei dem Generaldirektor der
Finanzen schriftlich nachzusuchen. In dem Gesuche
müssen die Zwecke für welche der Branntwein
bestimmt ist, der voraussichtliche
Jahresbedarf
nach Litern Alkohol und die Orte angegeben
werden, an denen der Branntwein gelagert oder
verwendet werden soll. Im Uebrigen entscheidet
in jedem einzelnen Falle der Generaldirektor.
65 c
TITRE III. — Mesures de surveillance.
Titel
IV. —
Steuerfreie
Verwen-
dung
von
undenaturiertem
Brannt-
wein.
Art. 13 L'eau-de-vie dénaturée importée de
l'Allemagne sans certificat de passage spécial
sera soumise, à son entrée dans le Grand-Duché,
au payement des droits d'Uebergangsabgabe, à
raison de 187,50 fr. par hectolitre d'alcool.
Les détenteurs de distilleries dont
la production moyenne des trois dernières
années n'a pas dépassé 10 hectolitres d'alcool,
doivent tenir un registre de distillation con-
forme au modèle prescrit.
Sont dispensés de la tenue de ce registre
als Kleinbrennereien nicht, wenn ihre durchschnitt-
liche Erzeugung innerhalb des Kontingentsab-
schnitts für jedes Betriebsjahr, in welchem die
Brennerei betriebsfähig bestanden hat, nicht mehr
als 10 Hektoliter Alkohol beträgt.
Die Besitzer von Brennereien, in denen
während der drei vorhergehenden Betriebsjahren
durchschnittlich nicht mehr als zehn Hektoliter
Alkohol hergestellt worden sind, haben ein Brenn-
buch nach dem vorgeschriebenen Muster zu führen.
Materialbrennereien,
deren
durchschnittliche
les distillateurs de fruits qui, pendant les trois
années précédentes, n'ont produit en moyenne
pas plus de 3 hectolitres d'alcool.
Les inscriptions au registre doivent être
faites dès le commencement et à la fin de chaque
opération, soit par le distillateur lui-même,
soit, sous la responsabilité de celui-ci, par un
délégué spécial.
Les ratures et changements des inscriptions
ne sont permis que dans des circonstances par-
ticulières à indiquer dans le registre de distil-
lation.
Le registre est tenu par trimestre. Après la
dernière inscription trimestrielle et, au plus
tard dans les huit jours qui suivent la clôture du
trimestre, le registre doit être remis aux commis
des accises.
Les distillateurs qui, pendant les trois années
précédentes, ont produit en moyenne plus de 10
hectolitres d'alcool, sont dispensés de la tenue
du registre de distillation; ils doivent remettre à
l'administration, pour chaque série de travail,
un plan détaillé des opérations de leur usine.
Denaturierter Branntwein, welcher
aus Deutschland ohne besonderen Uebergangsschein
eingeführt wird, unterliegt beim Eingang ins
Großherzogtum der Uebergangsabgabe zum Satze
von 187,50 Fr. pro Hektoliter Alkohol.
Le commencement des travaux d'une
distillerie doit être déclaré préalablement au
bureau du receveur des contributions. La dé-
claration sera vérifiée par le receveur et admise
par lui comme valable, si elle ne donne pas
lieu à des observations de sa part.
En cas de changement des travaux, de leur
continuation à l'expiration du temps déclaré, ou
de leur reprise après une interruption, il y a lieu
à remise d'une nouvelle déclaration de travail
dans les mêmes formes.
La restitution des droits ne sera ac-
cordée que pour autant qu'il soit établi, par un
certificat d'un chimiste agréé de l'administra-
tion, que l'eau-de-vie remplit les conditions
suivantes
a) sa teneur en alcool, mesurée au moyeu de
l'alcoolomètre, ne pourra être inférieure à
80 pCt. en poids, ou 85,5 degrés Tralles;
b) elle devra renfermer, en outre, les élé-
ments du mélange dénaturant conformément
aux dispositions prévues par l'art. 3 du présent
arrêté.
Le chimiste chargé de son analyse aura à
établir qu'à côté de l'esprit de bois, il renferme
les bases pyridiques dans les proportions pres-
crites, et que les substances dénaturantes s'y
trouvent effectivement contenues on quantités
suffisantes pour en rendre impossible l'emploi
à la fabrication de boissons spiritueuses.
Die Erstattung der Steuer wird nur
dann gewährt, wenn durch Bescheinigung des
amtlich beauftragten Chemikers festgestellt ist
a) daß der mittels Alkoholmeter festgestellte
Alkoholgehalt des Branntweins nicht unter 80
Gewichtsprozent oder 85,5° Tralles beträgt;
b) daß der Branntwein außerdem die unter
Art. 3 gegenwärtigen Beschlusses angegebenen
Bestandteile des Denaturierungsmittels enthält.
Der mit der Analyse beauftragte Chemiker hat
festzustellen, ob der Branntwein
außer dem
Holzgeist die Pyridinbasen im vorgeschriebenen
Verhältnisse enthält und ob das Denaturie-
rungsmittel wirklich darin in gelingender Menge
vorhanden ist, um eine Verwendung desselben zur
Herstellung von geistigen Getränken unmöglich zu
machen.
La déclaration de fabrication doit
être remise au bureau du receveur du lieu de
la situation de l'usine, au plus tard la veille du
commencement, de la continuation ou de la re-
prise des travaux.
Elle doit comprendre les travaux a exécuter
pendant une série de 15 jours consécutifs,
sans que sa durée puisse dépasser quatre sé-
ries de 15 jours consécutifs.
Les distilleries de fruits sont seules admises à
déclarer des travaux pour une durée moindre
que 15 jours.
Jahreserzeugung 3 Hektoliter nicht übersteigt, sind
von der Führung des Brennbuches entbunden.
Die Einträge sind von dem Brennereibesitzer
selbst oder unter seiner Verantwortung von einem
hierzu Bevollmächtigten sofort beim Beginn und
nach Beendigung einer jeden einzelnen Verrichtung
zu bewerkstelligen.
Abänderungen oder Streichungen von Einträgen
sind nur unter
besonderen
Umständen statthaft'
im Brennbuch sind diese Umstände zu vermerken.
Das Brennbuch ist nach der letzten Eintragung
des Quartals, für welches es geführt wird, spä-
testens aber binnen acht Tagen nach Schluß des
Quartals an die Steuerbeamten abzuliefern.
Brenner, die während der drei vorhergehenden
Jahre durchschnittlich mehr als 10 Hektoliter Al-
kohol erzeugt haben, sind zur Einreichung des Be-
triebsplanes nach dem bestehenden Muster gehaltene
und demgemäß von der Führung des Brennbuches
entbunden.
Art. 14 Die Eröffnung des Betriebs einer
Brennerei ist der Hebestelle im voraus anzumelden.
Die Anmeldung ist von der Hebestelle zu prüfen
und wenn dabei sich nichts zu erinnern findet, zu
genehmigen.
Soll der Betrieb geändert, nach Ablauf des
angemeldeten Zeitraumes fortgesetzt oder nach einer
Pause wieder aufgenommen werden, so ist eine
neue Betriebsanmeldung in gleicher Weise einzu-
reichen.
Die Betriebsaumeldung muß bei der
zuständigen Hebestelle
spätestensam am Tage
vor der Eröffnung, der Fortsetzung oder der Wie-
deraufnahme des Betriebes eingereicht werden.
Sie muß sich mindestens auf eine Reihenfolge
von 15 Betriebstagen erstrecken, kann jedoch nicht
über vier solcher fünfzehntägigen Reihenfolgen
Hinausgehen.
Bei Obstbrennereien allein ist eine Betriebsan-
meldung von geringerer Dauer als 15 Tagen
zulaßig.
La déclaration de mise en macération de fruits
peut encore valablement être faite après le
chargement des cuves, à la condition toutefois
que les assujettis se soumettent aux mesures
de contrôle dont l'édiction est jugée nécessaire
par la direction des contributions pour assurer
la perception régulière des droits et empêcher
efficacement les fraudes.1)
S'il résulte de l'analyse que les pres-
criptions de l'art. 3 précité n'ont pas été remplies,
ou ne l'ont été que d'une manière insuffisante,
les droits ne seront remboursés que pour autant
qu'il ait été procédé à une nouvelle dénaturation
ou à une dénaturation complémentaire. Dans
ce cas le destinataire aura à fournir, à ses frais,
le mélange dénaturant dans les conditions pres-
crites pour son emploi ; il aura de même à
pourvoir à la main-d'œuvre et aux ustensiles
nécessaires aux manipulations.
Wenn aus der Analyse hervorgeht,
daß die Vorschriften des vorhin erwähnten Art. 3
nicht oder nur ungenügend erfüllt worden sind,
wird die Erstattung der Steuer erst bewilligt,
nachdem eine Neu oder eine Ergänzungsdenatu-
rierung stattgefunden hat. In diesem Falle hat
der Empfänger auf eigene Kosten das Denatu-
rierungsmittel, welches den für die Verwendung
vorgeschriebenen Erfordernissen entsprechen muß,
zu liefern; außerdem hat derselbe für die bei den
Arbeiten notwendigen Hülfsdienste und Gerät-
schaften zu sorgen.
La déclaration des travaux que le
distillateur se propose d'opérer, devra contenir
I . lorsqu'il s'agit de la distillation de matières
farineuses,
1° les noms, profession et domicile du distil-
lateur intéressé ;
2° le jour de la première mise en trempe ou
en macération des matières et le jour de la fin
des travaux ;
3° la durée des travaux par série d'une ou de
plusieurs quinzaines de jours ;
4° le nombre et le numéro des cuves qu'il
emploira pour la trempe, la macération, la fer-
mentation ou la réunion des matières propres
à la distillation ;
5° le nombre et le numéro des cuves à levain,
des cuves de vitesse ou des condensateurs dont
il fera usage pour le dépôt des matières macé-
rées ou fermentées ;
6° le nombre, le numéro et l'emploi des
alambics et des colonnes distillatoires dont il
fera usage ;
7° la capacité de chacun des vaisseaux men-
tionnés aux trois paragraphes qui précèdent;
8° le nombre de chargements des cuves à
trempe déclarées ainsi que le poids des matières
premières employées à chaque chargement,
poids à indiquer séparément pour chaque nature
de matières (seigle, méteil, froment etc. maïs,
pommes de terre, malt).
II. Lorsqu'il s'agit de la distillation de fruits
1 ) Le contrôle des distilleries de fruits est organisé par
la circulaire du 25 août 1904, n° 33 du Recueil adminis-
tratif,
Die
Einmaischungsanzeige
von M a -
terial kann noch gültig nach dem Befüllen der
Fässer erfolgen, unter der Bedingung jedoch, daß
die Interessenten sich den Kontrollvorschriften un-
terwerfen, welche die Steuer-Direktion als not-
wendig erachtet um das Steuerinteresse zu wahren
und Defraudationen wirksam zu verhindern. (1)
Die Betriebsanmeldung muß angehen
I.wenn
sie
die
Verarbeitung
mehliger
Stoffe
betrifft,
1° Name, Gewerbe und Wohnsitz des betreffen-
den Brenners;
2° Tag der ersten Einmaischung der Rohstoffe,
der Branntweinerzeugung und Ende des Betriebes;
3° Dauer des Betriebes für eine oder mehrere
fünfzehntägige Arbeitsfolgen;
4° Zahl und Nummer der zu verwendenden
Einmaischungs-, Gär- oder Sammelbottiche für die
zum Abbrennen geeigneten Rohstoffe;
5° Zahl und Nummer der zur Niederlage der
eingemaischten oder vergorenen Stoffe dienenden
Hefebottiche, Vorwärmer oder Kondensatoren;
6° Zahl und Nummer und Verwendungsart
der Brennblusen und Destillirkolonnen;
7° Rauminhalt eines jeden der in den drei vor-
hergehenden Paragraphen bezeichneten Gefäße;
8° Zahl der Bemaischungen der angemeldeten
Maischbottiche sowie Gewicht der zu jeder Be-
maischung bestimmten Rohstoffe. Letzteres muß
getrennt
nach
Fruchtarten
(Roggen, Weizen,
Mischelfrucht, Mais, Kartoffeln, Malz) angegeben
werden.
II.
Wenn
es
sich
um
die
Verarbeitung
von Obst handelt, gelten folgende Bestim-
mungen
1) Die für Obstbrennereien maßgebenden Kontrollvor-
schriften sind durch Rundschreiben vom 25. August 1903,
R. A , Nr. 33 erlassen worden.
a) les déclarations de travail devront être dis-
tinctes pour chaque nature de matière donnant
lieu à l'application d'un taux de rendement
différent, à moins que le distillateur ne se sou-
mette à acquitter les droits d'après le rendement
le plus élevé ;
b) les déclarations relatives à la mise en ma-
cération contiendront les indications suivantes
1° les noms, profession et domicile des dé-
clarants ;
2° la désignation de la distillerie dans laquelle
les travaux auront lieu ;
3° le jour de la première mise en trempe ou
en macération des matières ;
4° le nombre et le signe distinctif des vais-
seaux employés pour la trempe, la macération,
la fermentation ou la réunion des matières pre-
mières propres à la distillation ;
5° la capacité de chacun des vaisseaux men-
tionnés au paragraphe précédent.
c) Au plus tard la veille de la distillation, les
intéressés feront la déclaration du jour et de
l'heure auxquels ils commenceront les bouillées
et indiqueront en outre le numéro et l'emploi
des alambics ou chaudières ainsi que le jour et
l'heure de la fin des travaux.
d) Pendant l'intervalle qui séparera la remise
de l'une et l'autre de ces déclarations corréla-
tives, intervalle qui ne pourra excéder cinq
mois, les scellés pourront être apposés sur l'ap-
pareil de distillation.
e) II est permis à plusieurs propriétaires de
fruits ou de matières premières destinées à la
distillation, de mettre ces substances ensemble
pour les distiller dans les appareils de l'un
d'eux ou d'un tiers. Les cuves, tonneaux, fûts
ou autres vaisseaux devant recevoir les fruits
seront régulièrement désignés sous le rapport
du nombre, du signe distinctif, de la contenance
et de la destination ; aucun dépôt de matières
premières macérées ou en fermentation autre
que ceux ainsi préalablement déclarés ne
pourra être établi.
a) Die Betriebsaumeldungen müssen getrennt
für jede Materialgattung, bei der ein besonderer
Ausbeutesazt zur Anwendung kommt, eingereicht
werden, falls der Brenner sich nicht verpflichtet
der Steuerberechnung diejenige Materialgattung
zu Grunde zu legen, für welche der höchste Aus-
beutesatz vorgesehen ist.
b) Die
Einmaischungsanmeldungen
müssen folgende Angaben enthalten
1° Name, Gewerbe und Wohnsitz der Interes-
senten ;
2° Nähere Bezeichnung der Brennerei, in der
die Arbeiten stattfinden;
3° Tag der ersten Einmaischung des Materials;
4° Zahl und besonderes Zeichen der Einmaisch-
ungs-, Gär- und Sammelgefäße für die zum Ab-
brennen geeigneten Rohstoffe;
5° Rauminhalt jedes der im vorhergehenden
Paragraphen bezeichneten Gefäße.
c) Spätestens am Tage vor dem Abbrennen
haben die Interessenten eine Anzeige des Tages
und der Stunde, an denen die Abtriebe beginnen,
einzureichen und außerdem die Nummer und die
Verwendungsart der Brennblasen oder Kesseln,
sowie den Tag und die Stunde des Betriebsendes
anzugeben.
d) In dem zwischen die Abgabe der Einmaisch-
ungs- und Brennanzeige fallenden Zeitraume, der
über fünf Monate nicht hinausgehen darf, kann
der Brennapparat unter Verschluß gelegt werden,
e) Es ist gestattet, daß mehrere Obstbesitzer
ihr zur Branntweinbereitung bestimmtes Material
zusammenlegen, um es in der Brennerei des einen
oder anderen von ihnen oder in einer fremden
Brennerei abzubrennen. Die zum Einschlagen des
Materials bestimmten Bottiche, Fässer, Gebinde
oder sonstigen Gefäße müssen hinsichtlich ihrer Zahl,
Erkennungszeichen, Rauminhalts und ihrer Ver-
wendungsart genau bezeichnet und regelmäßig an-
gemeldet werden; keine andere Niederlage von
eingemaischtem und gärendem Material ist statt-
haft, als die welche solchergestalt vorgängig an-
gezeigt wurden.
f) A l'occasion de la révision des mises en
macération, tous les vaisseaux contenant des
fruits ou matières y assimilées seront consi-
dérés comme entièrement remplis; 1) toutefois,
une déduction de 10 pCt de la contenance de
ces vaisseaux est accordée pour les marcs de
raisins entassés, les fruits à pépins et les marcs
de fruits à pépins, à raison des couches supé-
rieures non utilisables de ces vaisseaux.
Pour le cas où l'analyse de l'eau-de-
vie dénaturée ne pourra être faite sur le lieu
même du dépôt, il sera prélevé, sous l'assis-
tance d'un employé du service, de chacun des
fûts contenant de l'eau-de-vie dénaturée un
Im Falle wo die Analyse des de-
naturierten Branntweins nicht am Orte der La-
gerung selbst vorgenommen werden kann, wird,
mit Beihilfe eines Aufsichtsbeamten, aus jedem
der denaturierten Branntwein enthaltenden Fässer
TITRE V. — Eau-de-vie dénaturée importée
de l'Allemagne.
Titel
V. —
Einfuhr
von
denaturiertein
Branntwein
ans Deutschland.
échantillon d'un litre du liquide, à l'effet d'être
adressé au chimiste agréé à désigner par le des-
tinataire
Les récipients contenant les échantillons se-
ront scellés du cachet de la section d'accise af-
férente et de celui du destinataire, s'il en exprime
le désir.
TITRE VI. — Mode de paiement des droits pour
les eaux-de-vie dénaturées importées de l'Alle-
magne.
A r t 17. Il est facultatif aux personnes qui
importent de l'Allemagne de l'eau-de-vie déna-
turée sans certificat de passage d'acquitter les
droits d'Uebergangsabgabe dont l'eau-de-vie est
passible à son entrée dans le Grand-Duché, au
comptant, ou de demander que le paiement des
droits soit différé.
Les déclarations mentionnées à
l'article précédent ne sont valables pour justi-
fier les travaux qu'autant qu'elles aient été ad-
mises par le receveur et qu'il en ait été délivré
ampliation,
Die im vorhergehenden Artikel vor-
gesehenen Anmeldungen sind nur dann für die Be-
triebseröffnung gültig, sofern dieselben von der
Hebestelle genehmigt und von dieser ein Duplikat
ausgestellt worden ist.
Wer denaturierten Branntwein ans
Deutschland ohne Uebergangsschein bezieht, kann
entweder die Uebergangsabgabe, die für denselben
beim Eingange ins Großherzogtum zu entrichten
ist, baar bezahlen, oder die Stundung der ge-
schuldeten Steuer beantragen.
(L. 18 juillet 1833.) Hors du temps des
travaux déclarés, le distillateur pourra rectifier les
eaux-de-vie détériorées ou affaiblies au-dessous de
1) D'après l'art. 291 de la loi du 26 août 1822, c'est la rece-
veur du ressort qui décerne les contraintes rendues exé-
cutoires par le directeur des contributions et elles seront
signifiées par les employés ordinaires de cette administra-
tion. L'arrêté r. g.-d. du 27 août 1843 trouvera donc son
application dans ce sens.
45 degrés de l'alcoolomètre Gay-Lussac, à la tempé-
rature de 15 degrés du thermomètre centigrade, sur
simple déclaration, sans paiements des droits, pour
toute la durée de l'opération.
(L. 18 juillet 1833.) (Suite.) La déclaration
contiendra l'indication du commencement et de la
-fin du travail, par jour et par heure, ainsi que de
l'alambic dont on fera usage.
Lorsque les eaux-de-vie détériorées se trouveront
en entrepôt, l'enlèvement ne pourra avoir lieu qu'en
fournissant caution pour les droits, lesquels devien-
dront exigibles pour la partie de la denrée qui n'aura
pas été réintégrée à l'entrepôt dans le terme fixé par
le permis.
Pour les distilleries imposées par
voie de forfait, la déclaration de fabrication don-
nera ouverture aux droits, lesquels se liquide-
ront sur le pied des rendements normaux ou
spéciaux fixés en exécution du présent arrêté.
La même déclaration admise par le receveur,
renseignera le montant des droits dus, dont le
distillateur doit prendre connaissance avant le
commencement des travaux déclarés.
Bei Abfindungsbrennereien berechtigt
die Betriebsanmeldung zur Erhebung der Brannt-
weinverbrauchsabgabe und der Betriebsauflage,
die auf Grund der in Ausführung gegenwärtigen
Reglementes festgesetzten Ausbeutesätze berechnet
werden.
Dieselbe von der Hebestelle genehmigte An-
meldung stellt die zu entrichtenden Steuerbeträge
fest, von denen der Brenner vor Beginn des
Betriebs Kenntnis zu nehmen hat.
Dans le premier cas, l'eau-de-vie
dénaturée est mise immédiatement à la dispo-
sition du destinataire. Dans le second cas, l'eau-
de-vie reste placée sous le contrôle de l'admi-
nistration, jusqu'à ce que le destinataire ait
rapporté la preuve qu'elle a été dénaturée con-
formément aux dispositions prescrites. Le des-
tinataire doit, en outre, souscrire au profit du
bureau d'entrée une reconnaissance de débition
des droits.
Im ersten Falle erhält der Empfänger
den Branntwein unverzüglich zur freien Verfüg-
ung. Im zweiten Falle verbleibt der Brannt-
wein unter der Kontrolle der Verwaltung bis der
Empfänger den Beweis erbracht hat, daß derselbe
vorschriftsmäßig denaturiert worden ist. Außer-
dem muß der Empfänger einen Steuer-Schuld-
schein zugunsten des Eingangsamtes unterzeichnen.
Pour les distilleries de fruits, le
commencement des travaux coïncide avec la
déclaration de mise en macération des subs-
tances destinées à la fabrication d'eau-de-vie,
Les travaux doivent être restreints aux sub-
stances désignées dans la déclaration.
Als Eröffnung des Betriebs gilt bei
Materialbrennereien die Anmeldung der zur
Branntweingewinnung
eingeschlagenen
Stoff -
mengen.
Es dürfen keine andern Stoffgattungen als die
angemeldeten verarbeitet werden.
Sans préjudice des dispositions spé-
ciales de l'arrêté ministériel du 29 octobre 1896,
le bureau d'arrivée adressera, à la fin du mois,
au bureau principal de la douane toutes les re-
connaissances souscrites pendant le mois, en
même temps que les recettes similaires effec-
tuées au même titre.
Le montant des reconnaissances vaut argent
comptant, et il est compris dans la quittance
de versement à délivrer.
Unbeschadet der Spezialbestimmungen
des Ministerial-Beschlusses vom 29. Oktober 1896,
liefert das Eingangsamt am Schlusse des Monats
alle im Laufe desselben Monats unterzeichneten
Steuer-Schuldscheine sowie die dieserhalb verein-
nahmten Steuerbeträge an das Haupt-Zollamt
ab.
Der Betrag der Steuer-Schuldscheine wird
als Baargeld angesehen und in der Abliefer-
ungsbescheinigung mit einbegriffen.
En cas de distillation d'un mélange
de différentes espèces de fruits, il y a lieu d'in-
diquer en litres, aussi exactement que possible,
la quantité de chacun des éléments constitutifs
du mélange.
La prise en charge se règle sur celle des
substances employées qui présente le taux de
rendement le plus élevé. Il est toutefois permis
d'excepter de cette règle les additions jusqu'à
concurrence d'un cinquième de la contenance
des vaisseaux remplis.
f) Bei der Revision der Vorräte an Material
werden alle Obst oder
diesem gleichgestellten
Stoffe enthaltende Gefäße für voll angenommen; (1)
bei eingestampften Weintrebern, Kernobst und Tre-
bern von Kernobst ist für die obere unbrauchbare
Schicht ein Zehntel des ermittelten Rauminhaltes
der Gefäße abzuziehen.
Wenn Gemische verschiedener Mate-
rialgattungen verarbeitet werden, sind die ein-
zelnen Bestandteile der Mischung tunlichst in
Litern anzugeben.
Der Steuerberechnung wird diejenige Material-
gattung zu Grunde gelegt, für welche der höchste
Ausbeutesatz besteht. Beimischungen, die nicht mehr
als ein Fünftel des Rauminhaltes der gefüllten
Gefäße betragen, können unberücksichtigt bleiben.
1) Voir circulaire du 25 janvier 1897. R. A. n° 10, II.
1) Siehe Rundschreiben vom 25. Januar 1897,
R. U. Nr. 19.
65 a
Le bureau principal de la douane
verse, de son côté et dans les mêmes conditions
qu'à l'article précédent, les reconnaissances
entre les mains du receveur des contributions
de Luxembourg, et celui-ci en délivre quittance
de la même manière qu'à l'art. 19. Il porte en
Das Haupt-Zollamt liefert seinerseits
und zwar in derselben, in vorstehendem Artikel
angegebenen Art und Weise, die Steuerschuld-
scheine an den Steuereinnehmer zu Luxemburg
ab, welcher den Empfang in der ebenfalls unter
Art. 19 vorgeschriebenen Weise bescheinigt. Der-
Titel
VI. —
Zahlungs-Modus
der
Steuer
für
denaturierten
Brannt-
wein,
der
aus
Deutschland
einge-
führt
wird.
eine Probe von einem Liter entnommen, um dem
durch den Empfänger zu bezeichnenden, amtlich
beauftragten Chemiker zugesandt zu werden.
Die Umschließungen, welche die Proben ent-
halten, werden mit dem Siegel der betreffenden
Akzisenstation, sowie demjenigen des Empfängers,
wenn dieser es verlangt, versehen.
recette le montant des reconnaissances
qu'il
adresse ensuite aux receveurs des bureaux de
la résidence des destinataires des eaux-de-vie
dénaturées. L'ordonnance de paiement qui sera
émise ultérieurement pour la remise des droits,
formera la contre-valeur des sommes inscrites
en recette.
TITRE VII. — Permission d'achat en Allemagne
d'éther destiné à un usage industriel.
Il est permis au distillateur de céder
passagèrement l'usage de son usine à d'autres
personnes.
En cas de distillation de matières farineuses,
la déclaration de fabrication est à remettre par
le distillateur, sur le contingent duquel l'eau-de-
vie produite doit être imputée.
Une distillerie agricole qui travaille des ma-
tières farineuses pour le compte de tiers, sans
produire annuellement plus de 10 hectolitres
d'alcool, ne perd pas son caractère agricole par
le fait d'abandonner les drèches au proprié-
taire des matières premières distillées.
Ceux qui sont dans le cas de devoir
dénaturer de l'eau-de-vie par l'addition d'éther
en vue de la fabrication de produits employés
en photographie ou à tout autre usage indus-
triel, tels que le collodion ou des émulsions de
chlorure, de bromure ou d'iodure d'argent dans
le collodion, des dissolutions de laine de col-
lodion dans l'alcool et l'acétate d'amyle ou
d'autres dissolvants, pourront être autorisés à
acheter en Allemagne, avec jouissance de
l'exemption des droits pour la quantité d'alcool
qu'ils seront autorisés à dénaturer, la provision
d'éther dont ils auront besoin pour l'exercice
de leur industrie ou profession.
Diejenigen, welche im Falle sind,
Branntwein durch Zusatz von Aether zu denatu-
rieren behufs Herstellung von Fabrikaten, die zu
photographischen oder andern gewerblichen Zwecken
verwendet werden, wie z. B. Kollodium oder
Chlor-, Brom--, oder Jod Silber Kollodium sowie
Lösungen von Kollodiumwolle in Branntwein und
Amylacetat oder andern Lösungsmitteln, können
ermächtigt werden, den für die Ausübung ihrer
Industrie oder ihres Gewerbes notwendigen Be-
darf von Acther aus Deutschland zu beziehen
und wird für die Alkoholmenge, welche sie zu
besagten Zwecken zu denaturieren befugt werden,
Steuerfreiheit gewährt.
En cas de distillation de substances
non farineuses, la déclaration de fabrication
peut également être remise par le propriétaire
des fruits. Si ce dernier déclare lui même la
mise en activité de l'usine, il est subrogé aux
droits et obligations du détenteur de la distil-
lerie. Dans ce cas, il peut, sans égard au chiffre
de sa production totale, fabriquer, au taux ré-
duit du droit (1.05 mk. par litre d'alcool)
pendant les années à sa convenance de la pé-
riode de répartition du contingent une quantité
de 50 litres d'alcool pour chacune des années
de la dite période.
Bei der Verarbeitung nichtmehliger
Stoffe kann die Betriebsaumeldung auch von dem
Materialbesitzer abgegeben werden. Wird der Be-
trieb von dem Materialbesitzer angemeldet, so tritt
derselbe in die Rechte und Pflichten des Brennerei-
besitzers ein. Er darf in diesem Fall ohne Rücksicht
auf die Höhe seines Gesammterzeugnisses für jedes
Jahr des Kontingentabschnittes bis zu 50 Liter
Alkohol zum niedrigeren Verbrauchsabgabensatze
(1,05 M . vom L.) in beliebigen Jahren dieses
Abschnittes herstellen.
Pour jouir de cet avantage, les in-
téressés adresseront au directeur des contribu-
tions une demande indiquant le mode d'emploi
de l'éther, ainsi que la quantité approximative
dont ils auront besoin pendant le courant d'une
année. Le directeur fera instruire la demande
et délivrera, s'il y échet, une permission d'achat.
Zur Gewährung dieses Vorteils haben
die Betreffenden der Steuerdirektion ein Gesuch
einzureichen, in dem sie die Art der Verwendung
des Aethers sowie den voraussichtlichen Jahres-
bedarf an Aether angeben müssen. Nach Unter-
suchung der Eingabe erteilt der Steuerdirektor
geeigneten Falles einen Ankaufserlaubnisschein.
Si des changements aux déclarations
de travail sont demandés, la nouvelle situation
sera constatée par les agents du service dès la
réception de l'avis afférent et, au plus tard,
dans les 24 heures.
Werden Abänderungen der Betriebs-
aumeldungen beantragt, so ist nach Eintreffen der
Anzeige, spätestens aber innerhalb 24 Stunden,
der Sachverhalt an Ort und Stelle amtlich fest-
zustellen.
Pour le cas où la quantité annuelle
primitivement consentie sera insuffisante, elle
pourra être augmentée en suite d'une demande
nouvelle, à l'égard de laquelle il sera procédé
conformément à l'article précédent.
Erweist sich die zuerst bewilligte
Jahresmenge als unzureichend, so kann dieselbe
in Folge eines neuen Gesuches erhöht werden,
mit dem wie in vorstehendem Artikel verfahren
wird.
Si le changement des travaux em-
porte également une modification de la prise
en charge, cette modification doit être opérée
sur la déclaration en cours.
Wenn durch den geänderten Betrieb
die Steuerberechnung ebenfalls berührt wird, so
ist dieselbe in der anfliegenden Brennanzeige richtig
zu stellen.
Pour chaque achat d'éther en Alle-
magne, la permission devra être remise au
fournisseur, qui y inscrira les quantités qu'il
aura successivement livrées. La permission
d'achat devra être représentée à chaque réqui-
sition des agents de l'administration. L'ancienne
permission devra être annexée à chaque de-
Bei jedem Ankauf von Äther in
Deutschland ist der Ankaufserlaubnisschein dem
Lieferanten zur Eintragung der allmälig ge-
kauften Mengen vorzulegen. Auch ist derselbe
jederzeit zur Einsicht der Aufsichtsbeamten bereit
zu halten. Der alte Erlaubnisschein ist dem An-
trag auf Erteilung eines neuen Erlaubnisscheines
Titel
VII —
Ermächtigung
zum
Ankaufe
in
Deutschland
voll
Aether,
der zu ge-
werblichen Zwecken bestimmt ist.
selbe bucht den Gesammtbetrag der Steuerschuld-
scheine als Einnahme und schickt besagte Steuer-
schuldscheine alsdann an diejenigen Steuerämter,
zu welchen der Wohnort der Empfänger des dena-
turierten Branntweins gehört. Der Zahlungs-
befehl, der später für den Erlaß der Steuer aus-
gestellt wird, bildet den Gegenwert der unter den
Einnahmen eingetragenen Summen.
mande en obtention d'une permission nouvelle;
elle devra, dans tous les cas, être renvoyée à
la direction des contributions au plus tard huit
jours avant l'expiration de la date de sa validité.
Lorsqu'après le commencement des
travaux, il survient une interruption amenée
en suite de circonstances particulières, sans la
faute du distillateur, ou lorsque les matières
déclarées ne peuvent être distillées en tout ou
en partie, le directeur des contributions pourra,
sur la demande de l'intéressé, accorder une
réduction proportionnelle du montant des droits
arrêtés.
Art. 2 1 . Dem Bescher einer Brennerei ist ge-
stattet, dieselbe vorübergehend andern Personen
zur Benützung zu überlassen.
Bei Verarbeitung mehliger Stoffe ist die Be-
triebsanmeldung von Brennereibesitzer abzugeben,
auf dessen Kontingent der erzeugte Branntwein
aufzurechnen ist.
Werden in einer landwirtschaftlichen Brennerei,
die in chilge Stoffe für andere verarbeitet, in
einem Betriebsjahr nicht mehr als 10 Hektoliter
Alkohol erzeugt, so darf die Schlempe dem Stoff-
besitzer überlassen werden, ohne daß die Brennerei
ihren landwirtschaftlichen Charakter verliert.
Wenn nach dem Beginn des Betriebes
in Folge besonderer Umstände und ohne Verschul-
den des Brenners eine Unterbrechung des Betrie-
bes eintritt, oder die angemeldeten Stoffe über-
haupt nicht oder nur teilweise abgebrannt werden
können, so kann auf Ansuchen von dem Steuer-
direktor ein entsprechender Abgabennachlaß ge-
währt werden.
Le distillateur est tenu de signaler l'interrup-
tion sur le champ, et au plus tard dans les 24
heures, à l'administration des contributions, qui
fera constater l'état des choses.
La permission sera refusée à toute
personne exploitant un débit de boissons ou qui
fait le commerce des eaux-de-vie dénaturées
ou en nature. Elle pourra encore être refusée
dans d'autres cas et notamment lorsqu'il exis-
tera des faits pouvant donner lieu à présumer
que les intéressés commettent des abus.
Die Erlaubnis ist solchen Personen
zu versagen, die Schankwirtschaft betreiben oder
mit denaturiertem oder undenaturiertem Brannt-
wein handeln. Er kann auch in andern Fällen
versagt werden, insbesondere wenn Anlaß zur
Vermutung
einer mißbräuchlichen Verwendung
vorliegt.
Dans les distilleries forfaitaires de
farineux le poids minimum des matières pre-
mières à déclarer par hectolitre de la conte-
nance des cuves à trempe, à macération ou à
fermentation, sera déterminé par la direction
des contributions et des accises 1)
Le poids minimum à déclarer est la quantité
de matières premières, variable suivant le degré
de perfectionnement des installations distilla-
toires ou le mode d'exploitation des usines, qui
doit être mise en macération pour assurer le
travail rationnel des différentes catégories de
distilleries.
Le minimum normal pourra être majoré, soit
par mesure générale, soit dans des cas parti-
culiers, dès que son insuffisance aura été cons-
tatée par dés essais saccharo- ou alcoolomé-
triques opérés dans les distilleries.
In mehlige Stoffe verarbeitenden Ab-
findungsbrennereien fetzt die Steuerdirektion das
Mindestgewicht der Rohstoffe fest, das pro Hekto-
liter des Rauminhalts der Maisch- oder Gärbot-
tiche angemeldet werden muß. 1)
Das zu deklarierende Mindestgewicht stellt die
nach der Vervollkommnung der Brennereieinrich-
tung oder nach der Betriebsweise der Brennereien
veränderliche Stoffmenge dar, die bei den Bemai-
schungen verwendet werden muß um den Betrieb
rationell zu gestalten.
Die normale Mindestmenge kann entweder durch
allgemeine Maßnahme oder für einzelne Fälle
erhöht werden, sobald deren Unzulänglichkeit sich
aus Maischewägungen oder Probebrennen, die in
den Brennereien vorgenommen wurden, ergibt.
L'éther acheté en Allemagne avec
jouissance de l'exemption des droits pour l'eau-
de-vie dont il servira d'agent dénaturant ne
pourra être employé qu'au seul usage industriel
auquel il est destiné.
L'administration pourra exiger que le per-
missionnaire rapporte la preuve que l'éther n'a
été employé qu'à ce seul usage, par la produc-
tion des livres de commerce ou de ses livres
de fabrication ; elle pourra aussi ordonner la
tenue d'un registre spécial d'après les indica-
tions de la direction des contributions
Le même avantage pourra être consenti pour
d'autres substances dénaturantes ou produits
dénatures, par le Directeur général des finances,
dans les formes et aux conditions déterminées
dans le présent titre.
TITRE VIII. — Exportation d'eau-de-vie hors
du territoire de l'Union douanière.
Der ans Deutschland, unter Gewäh-
rung der Steuerfreiheit für den Branntwein zu
dessen Denaturierung er dienen soll, bezogene Äther
darf nur zu dem gewerblichen Zwecke, für den er-
bestimmt ist, Verwendung finden.
Die Steuerverwaltung kann verlangen, daß der
Inhaber eines Ankaufserlaubnisscheines durch Vor-
zeigung seiner Geschäfts- und Fabrikationsbücher
den Beweis erbringt, daß der Aether ausschließlich
zu besagtem Zwecke verwendet wird. Auch kann
dieselbe eine besondere Buchführung, nach den
Anordnungen der Steuerdirektion vorschreiben.
Derselbe Vorteil kann auch für andere Dena-
turierungsmittel oder denaturierte Fabrikate ge-
währt werden und zwar durch den General-
Direktor der Finanzen, in der durch gegenwärtigen
Titel angegebenen Art und Weise und unter den
ebendaselbst vorgeschriebenen Bedingungen.
Titel
VIII. —
Ausfuhr
von Brannt-
wein
i n s
Zollverensausland
Le receveur des accises doit tenir,
conformément au modèle prescrit, un compte
courant renseignant les quantités d'alcool que
chaque distillateur a produites pendant l'année.
Ce compte est tenu par campagne de distil-
lation. Celle-ci comprend la période de temps
Der Brennereibesitzer ist verpflichtet, der Steu-
erbehörde, zum Zweck der Feststellung des Tat-
bestandes sofort, spätestens aber innerhalb 24
Stunden von dem Vorfalle Anzeige zu erstatten.
Der Steuereinnehmer führt eine Zu-
sammenstellung, nach vorgeschriebenem Muster,
über die durch jeden Brenner in einem Jahre her-
gestellten Alkoholmengen.
Diese Zusammenstellung wird nach Betriebsjahr
geführt. Letzteres umfaßt die Zeit vom 1. Oktober
1) Ab 1. Oktober 1911 ist das pro Hektoliter Raum-
inhalt zu deklarierende Normalmindestgewicht festgesetzt
wie folgt
1° auf 10 Kilogramm für alle Brennereien mit un-
mittelbarer Feuerung, mit Ausnahme der Brennereien
die zum Abbrennen der vergorenen Maische ein Wasser-
bad verwenden;
2° auf 11 Kilogramm für Brennereien mit unmittel-
barer Feuerung, die zum Abbrennen der vergorenen
Maische ein Wasserbad verwenden;
3° auf 12,50 Kilogramm für Dampfbrennereien, in
denen die Herstellung der Maische mit der Hand oder
vermittelst mechanischer, durch Handbetrieb in Bewegung
gesetzter Apparate geschieht;
4° auf 15 Kilogramm für Dampfbrennereien, in
welchen die Herstellung der Maische vermittelst mecha-
nischer Apparate mit Motorbetrieb geschieht.
Vorstehende Mengen sind zu verdreifachen, wenn,
anstatt Getreide, Kartoffeln zur Branntweinerzeugung
verwandt werden.
1) A partir du 1er octobre 1911, le poids minimum à
déclarer par hectolitre de, la contenance des cuves est pro-
visoirement fixé comme suit
1° à 10 kilogrammes pour toutes les distilleries activées
a feu nu, à l'exception des distilleries à feu nu faisant
usage d'un bain-marie pour la distillation du moût fer-
menté ;
2° à 11 kgr. pour les distilleries à feu nu faisant usage
d'un bain-marie pour la distillation du moût fermenté de
farineux.
3° à 12,5 kilogrammes pour les distilleries à vapeur,
dans lesquelles la préparation du moût est faite à la main
ou bien a l'aide d'appareils mécaniques mis en mouvement
a bras d'homme ;
4° à 15 kilogrammes pour les distilleries à vapeur, dans
lesquelles la préparation du moût s'opère à l'aide d'appa-
reils mécaniques mis en mouvement par un moteur.
Ces quantités sont portées au triple lorsque, au lieu de
céréales, il est fait usage de pommes de terre pour la fa-
brication d'eau-de-vie.
du 1er octobre de l'année au 30 septembre incl.
de l'année subséquente.
A la demande formelle des intéressés, le re-
ceveur tiendra de même un compte courant
spécial des quantités d'alcool, d'un côté pour
les distilleries de fruits et les propriétaires de
fruits dont la production par campagne dépasse
bien 30 litres d'alcool sans excéder 150 litres
pendant la durée quinquennale de la période de
répartition du contingent, de l'autre, pour les
distilleries de fruits et les propriétaires de fruits
dont la production d'une campagne dépasse bien
1000 litres resp. 50 litres d'alcool sans excé-
der 5000 litres resp. 250 litres pendant la période
de répartition du contingent. (Art. 2, 36, 37, 40
et 43 de la loi.)
Sans préjudice des cas d'exemption
prévus à l'art. 3, 1° de la loi du 14 avril 1911,
il est accordé restitution des droits au profit
des eaux-de-vie et produits alcooliques exportés
à l'étranger, en dehors du territoire de l'Union
douanière.
Art. 28 Le remboursement des droits n'est
accordé que pour autant que les produits ex-
portés proviennent de la fabrication de l'expor-
tateur même ; toutefois, le directeur des con-
tributions pourra consentir des exceptions à ce
sujet. Les envois devront renfermer au moins
beizufügen und spätestens acht Tage vor Ablauf
feiner Gültigkeitsfrist an die Steuerdirektion zurück-
zugehen.
Unbeschadet der in Art. 3, 1° des
Gesetzes vom 14. April 1911 vorgesehenen Fälle
von Steuerbefreiung wird die Steuer für Brannt-
wein sowie alkoholhaltige Fabrikate, die ins Zoll-
vereinsausland ausgeführt werden, erstattet.
Dans les distilleries placées sous
contrôle la quantité d'eau-de-vie imposable sera
officiellement constatée au moyen de vaisseaux-
collecteurs ou de compteurs automatiques et de
l'apposition de scellés, conformément aux art.
69 à 77 de la loi générale du 14 avril 1911 et
aux instructions à arrêter par la direction des
contributions.1)
Die Erstattung der Steuer wird
nur gewährt, insofern die ausgeführten Fabrikate
vom Ausführenden selbst hergestellt sind; jedoch
kann der Steuer-Direktor Ausnahmen in dieser
Beziehung bewilligen. Die einzelnen Sendungen
müssen wenigstens 20 Liter betragen und haben
20 litres d'eau-de-vie, et il devra être justifié par
les, intéressés que les droits à restituer ont ré-
ellement été perçus par l'Etat grand-ducal.
Dans les distilleries forfaitaires, la
quantité d'alcool passible du droit de consom-
mation et des droits d'exploitation sera défini-
tivement déterminée d'avance, pour chaque dé-
claration de travail, d'après le taux de rende-
ment applicable en exécution du présent règle-
ment et la quantité de matière première déclarée
ou le volume de moût normal résultant des ma-
tières premières déclarées.
Bei der Abfindung wird die Alkohol-
menge, welche der Verbrauchsabgabe und der
Betriebsauflage unterliegt, im voraus für jede
Brennanzeige bindend festgesetzt und zwar nach
dem gemäß gegenwärtigem Reglemente zutreffen-
den Ausbeutesatz und der angemeldeten Stoff-
menge oder der dieser letzteren entsprechenden
Normalmaische.
L'exportation devra être précédée
d'une déclaration en double à remettre, au moins
trois jours d'avance, au chef de service des
accises du ressort. Elle devra indiquer le nom-
bre, la contenance, le poids et la marque des
récipients, la quantité et le titre des eaux-de-
vie et produits spiritueux, l'heure du départ et
celle de l'arrivée à la station du chemin de fer
où l'expédition sera faite. Pour le cas où la ri-
chesse alcoolique des produits à exporter ne
pourrait être déterminée exactement au moyen
de l'alcoolomètre, l'exportateur devra produire,
a l'appui de sa déclaration, un certificat d'un
chimiste agréé de l'administration, constatant
la richesse alcoolique des produits L'échantil-
lon à soumettre au chimiste sera prélevé par
un agent de l'administration des contributions;
les récipients entamés par le prélèvement seront
mis sous le contrôle administratif. L'un des
exemplaires de la déclaration sera remis au re-
ceveur local pour être inscrit au registre d'ex-
portation ; l'autre exemplaire devra accom-
pagner l'envoi jusqu'au bureau de sortie, pour
y être revêtu du certificat de décharge.
Wenigstens drei Tage vor der Aus-
fuhr ist dem Akzisendienstchef eine diesbezügliche
Anmeldung in doppelter Ausfertigung
einzu-
reichen. Diese Anmeldung muß angeben: Zahl,
Inhalt, Gewicht und Zeichen der Umschließungen,
die Menge und Stärke des Branntweins und der
alkoholhaltigen Fabrikate, sowie die Stunde der
Abfahrt und diejenige der Ankunft auf der Sta-
tion, von der die Versendung erfolgt. Im Falle
wo der Alkoholgehalt der auszuführenden Fabri-
kate nicht genau mittels des Alkoholometers zu
ermitteln wäre, hat der Ausführende als Beleg
seiner Anmeldung eine Bescheinigung seitens eines
amtlich beauftragten Chemikers zu erbringen, die
den Alkoholgehalt der Fabrikate feststellt. Die
dem Chemiker zu unterbreitende Probe wird durch
einen Beamten der Steuerverwaltung entnommen;
die infolge der Probeentnahme nicht mehr voll-
ständig gefüllten Behälter werden unter Aufsicht
der Verwaltung gestellt. Die eine Ausfertigung
der Anmeldung wird dem Lokal-Steueramte be-
hufs Eintragung ins Ausfuhrregister ausgehän-
digt; die andere Ausfertigung muß die Sendung
bis zum Ausgangsamte begleiten, allwo sie mit
der Erledigungsbescheinigung versehen wird.
Il est admis que trois kilogrammes de
pommes de terre ou un kilogramme de céréales
correspondent à quatre litres de moût normal.
Un kilogramme de mouture de céréales blutée
donne 4,6 litres de moût normal
Le malt vert ou touraillé n'entre pas en ligne
de compte pour la détermination du volume du
moût normal, si la quantité employée n'excède
pas 5 pCt. des pommes de terre ou 15 pCt. des
céréales déclarées.
eines jeden Jahres bis zum 30. September ein-
schließlich des nächstfolgenden Jahres.
Aus ausdrücklichen Antrag der Interessenten
führt der Steuereinnehmer ebenso eine besondere
Zusammenstellung der hergestellten Alkoholmengen
einerseits für die Obstbrennereien und die Stoff-
besitzer,
deren
Jahreserzengung
während der
Dauer des fünfjährigen
Kontingentsabschnittes
mehr als 30 Liter, jedoch nicht mehr als 150
Liter Alkohol beträgt und anderseits, für die
Obstbrennereien und die Stoffbesitzer, deren Jah-
reserzeugung während des Kontingentsabschnittes
mehr als 1000 bezw. 50 Liter, jedoch nicht mehr
als 5000 bezw. 250 Liter beträgt. (Art. 2, 36,
37, 40 und 43 des allgemeinen Gesetzes.)
Art. 28 Verschlußbrennereien sind solche Be-
triebe, in welchen die Menge des Branntweins
mit Hilfe von Sammelgefäßen oder Meßuhren
unter Anlegung von Steuerverschlüssen, gemäß
Art. 69 bis 77 des allgemeinen
Gesetzes vom
14. April 1911 und den seitens der Steuerdirek-
tion zu erlassenden Vorschriften, 1) amtlich ermit-
telt wird.
Bei Berechnung der Normalmaische
sind drei Kilogramm Kartoffeln oder ein Kilo-
gramm Getreide gleich 4 Liter Maische zu setzen.
Ein Kilogramm gebeuteltes Mehl liefert 4,6
Liter Normalmaische.
Bei Verwendung von Kartoffeln bleibt Grün-
oder Darrmalz bis zu 5 pCt., bei Getreide bis
zu 15 pCt. des angemeldeten Stoffgewichtes für
die Berechnung der Normalmaische außer Betracht.
1) Siehe Rundschreiben vom 3. Oktober 1910. R. A. N° 39.
1) V. circ, du 3 octobre 1910, R. A. N° 39.
Les employés des accises pourront
faire la revision détaillée au domicile de l'ex-
portateur ou à l'embarcadère du chemin de fer.
La revision devra être faite par deux agents de
l'administration ; le résultat de l'opération sera
porté dans la colonne afférente de la déclaration
faite en exécution de l'article précédent. L'opé-
ration achevée, les agents scelleront du cachet
de la section, ou placeront sous plombs les colis
destinés à l'exportation
Die Steuerbeamten können die aus-
führliche Revision der Sendung in der Behau-
sung des Ausführenden oder auf dem Einladequai
der Eisenbahnstation vornehmen. Die Revision
muß durch zwei Steuerbeamte vorgenommen wer-
den ; das Ergebnis der Revision wird in die be-
treffende Spalte der gemäß vorstehendem Artikel
erfolgten Anmeldung eingetragen.
Nach Been-
digung der Revision werden die zur Ausfuhr
bestimmten Frachtgüter mit dem Siegel der Ak-
zisenstation verschlossen oder unter Bleiverschluß
gestellt.
Art. 3 1 . Die Erstattung der Steuer erfolgt
nur auf Einreichung der Ausfuhr-Anmeldung,
die mit einer Erledigungsbescheinigung des Aus-
gangsamtes versehen sein muß, aus der hervorgeht,
daß die Fabrikate ins Bestimmungsland oder aber
celui à travers lequel ils doivent transiter pour
arriver à destination ou pour être embarqués
sur un vaisseau en partance pour un pays
d'outre-mer.
L'imposition par voie de forfait s'ap-
plique aux distilleries définitivement établies
avant le 1er octobre 1909 et dont la production
annuelle ne dépasse pas 30 hectolitres d'alcool.
Sont exclues de l'imposition forfaitaire, toutes
les distilleries employant des appareils distilla-
toires continus ou travaillant, même d'une façon
intermittente, la betterave, la mélasse ou la cel-
lulose, soit exclusivement, soit mêlées à d'au-
tres substances.
Le remboursement des droits n'aura
lieu que sur la reproduction de la déclaration
d'exportation, revêtue du certificat de décharge
du bureau de sortie et portant que les produits
sont entrés dans le pays de destination ou dans
die Botreffenden nachzuweisen, daß die zu erstat-
tende Steuer in Wirklichkeit vom Großherzoglichen
Staate erhoben worden ist.
(L. 18 juillet 1833.) Le distillateur est tenu
de fournir les hommes de peine, l'eau et les ustensiles
nécessaires à l'opération.
Le directeur des contributions peut
admettre au paiement des droits par voie de
forfait, sous les conditions spéciales qu'il lui
appartient de déterminer — mais seulement
jusqu'au 30 septembre 1918 — les distilleries
établies définitivement avant le 1er octobre 1909
et dont la production par campagne excède 30
hectolitres sans dépasser 75 hectolitres d'alcool.
Der Steuerdirektor kann, unter be-
sonderen von ihm zu bestimmenden Bedingungen,
— jedoch nur bis zum 30. September 1918. —
vor dem 1. Oktober 1909 betriebsfähig herge-
richtete Brennereien, wenn dieselben in einem
Betriebsjahr mehr als 30 Hektoliter, aber nicht
mehr als 75 Hektoliter Alkohol erzeugen, zur
Abfindung zulassen.
Les bureaux de sortie auxquels est
conféré le droit de décharger les déclarations
d'exportation sont les bureaux de douane de
Troisvierges, Schimpach, Kleinbettingen, Ro-
dange, Oberpallen et Steinfort.
Die Ausgangsämter, die Ausfuhr-
Anmeldungen zu erledigen befugt sind, sind die
Zollämter Ulflingen, Schimpach, Kleinbettingen,
Rodingen, Oberpallen und Steinfort.
(L. 18 juillet 1833.) Les employés dresse-
ront procès-verbal, en double, de l'épalement, et ils
inviteront le distillateur à le signer.
Cet acte contiendra la désignation de l'usine, la
description de chaque vaisseau, l'indication du nu-
méro qu'il porte, ses diverses dimensions et sa capa-
cité. Il mentionnera le concours du distillateur à l'o-
pération, sa présence ou son absence, et sa réponse à
l'interpellation de signer. Le double lui sera remis
dans les trois jours, et en cas de refus de signer ou
d'absence, il sera déposé à la maison commune.
distillerie en non activité, autres que ceux désignés
dans l'art, 38, seront mis sous scellés par deux em-
ployés et aux frais de l'administration.1)
Les distilleries qui, à raison de leur
production, sont actuellement dans le cas ou
seront à l'avenir dans le cas de devoir être
placées sous contrôle, peuvent être dispensées
de ce contrôle par le directeur des contributions,
sur une demande afférente, si elles réduisent,
d'une façon permanente, leur production au
maximum de 30 hectolitres, tout en renonçant
définitivement à cette partie de leur contingent
qui excédait 30 hectolitres d'alcool.
Diejenigen Brennereien, welche augen-
blicklich oder in Zukunft, entsprechend ihrer Alko-
holerzeugung, in Verschlußbrennereien umzuwan-
deln sind, können, auf Antrag, durch den Steuer-
direktor von der Verschlußkontrolle entbunden
werden, wenn sie ihre Jahreserzeugung dauernd
auf eine Höchstmenge von 30 Hektoliter einschränken
und endgültig auf denjenigen Teil ihres Kontin-
gentes, welcher 30 Hektoliter Alkohol übersteigt,
verzichten.
La déclaration d'exportation, revêtue
du certificat de décharge du bureau de sortie,
sera renvoyée au bureau d'origine, au plus tard,
sous peine de déchéance, dans les six semaines
de la date du certificat de décharge.
TITRE IX. — Frais de dénaturation et d'analyse.
Die mit der Erledigung des Aus-
gangsamtes versehene Ausfuhr-Anmeldung muß
dem Ausstellungsamte, bei Strafe des Rechts-
verlustes, spätestens sechs Wochen nach dem Datum
der Erledigungsbescheinigung zurückgeschickt werden.
Titel
IX, —
Kosten
für
Denaturie-
rung
u n d
Analyse .
Le directeur des contributions peut
exclure de l'imposition par voie de forfait des
distilleries établies avant le 1er octobre 1909 et
ne produisant pas plus de 30 hectolitres d'alcool
par campagne, dans les cas où cette mesure est
dictée par l'intérêt fiscal menacé d'une frus-
tration considérable.
Der Steuerdirektor kann, wenn das
Steuerinteresse gefährdet erscheint, Brennereien,
die vor dem 1. Oktober 1909 betriebsfähig her-
gerichtet worden sind und in einem Betriebsjahr
nicht mehr als 30 Hektoliter Alkohol erzeugen,
von der Abfindung ausschließen.
L'assistance aux opérations de la
dénaturation de l'eau-de-vie et de la révision des
produits destinés à l'exportation, de la part des
employés du service, sera gratuite.
Art 35 Les frais de vérification des sub-
stances dénaturantes et des eaux-de-vie déna-
turées, ainsi que ceux d'analyse des eaux-de-vie
et produits alcooliques destinés à être exportés
à l'étranger en dehors du territoire de l'Union
douanière, par un chimiste agréé de l'adminis-
tration, sont à charge des destinataires, déna-
turateurs et resp. exportateurs.
Ces frais sont fixés comme suit
a) pour l'analyse des substances dénaturantes
et de l'eau-de-vie dénaturée ou à exporter, y
compris la délivrance du certificat y relatif, à
o fr., lorsque le nombre des analyses dont le
chimiste est chargé simultanément ne dépasse
pas le chiffre de trois ; a 2,50 fr., pour chaque
analyse dépassant le nombre de trois, jusqu'au
chiffre de cinq incl. ; à 1 fr., pour chaque ana-
lyse dépassant le nombre de cinq. — Dans les
cas exceptionnels exigeant de la part du chi-
miste des travaux imprévus , ces indemnités
pourront être portées au double ;
b) pour l'assistance aux opérations de déna-
turation, le chimiste agréé a droit à 5 fr. par
vacation de trois heures ; une vacation com-
in das Land eingegangen sind, durch das sie
durchgeführt werden müssen, um an ihren Be-
stimmungsort zu gelangen oder für ein übersee-
isches Land verschifft werden zu können.
Die Mitwirkung der Aufsichts-
beamten bei der Denaturierung und der Revision
der zur Ausfuhr bestimmten Fabrikate erfolgt
kostenlos.
Les distilleries forfaitaires produi-
sant, plus de 30 resp. plus de 75 hectolitres
d'alcool dans les cas prévus aux art. 31 et 32,
seront placées sous contrôle dès l'ouverture
de la prochaine campagne de distillation. Si
l'excédent de production n'a été amené que par
des circonstances spéciales et passagères ou si
le distillateur s'oblige à restreindre dorénavant
sa production annuelle dans les limites de 30
Art. 3 1 . Der Abfindung unterliegen die vor
dem 1. Oktober 1909 betriebsfähig hergerichteten
Brennereien, welche in einem Betriebsjahr nicht
mehr als 30 Hektoliter Alkohol erzeugen.
Von der Abfindung ausgeschlossen bleiben jedoch
alle Brennereien, welche mit Dauer- (kontinuir-
lichen) Brenngeräten versehen sind oder welche,
wenn auch nur zeitweise, Rüben- oder Zellstoffe,
allein oder gemischt mit andern Stoffen verarbeiten.
Werden in Abfindungsbrennereien
mehr als 30 bezw. mehr als 75 Hekliter Alkohol
im Falle der Art. 31 und 32 erzeugt, so un-
terliegt die Brennerei vom Beginne des nächsten
Betriebsjahres ab der Verschlußkontrolle. Ist
die Ueberschreitung nur durch vorübergehende be-
sondere Umstände herbeigeführt oder verpflichtet
sich der Brennereibesitzer künftig nicht mehr als
30 bezw. 75 Hektoliter zu erzeugen, so kann der
resp. 75 hectolitres, le directeur des contribu-
tions peut faire abstraction du placement sous
contrôle.
Die Kosten für Prüfung des Dena-
turierungsmittels und des denaturierten Brannt-
weins durch den amtlich beauftragten Chemiker,
sowie diejenigen für Analyse der ins Zollvereins-
ausland auszuführenden Branntweine und alko-
holhaltigen Fabrikate sind zu Lasten der Em-
pfänger, der Denaturierungs- und resp. Ausfuhr-
Antragsteller.
Sie sind festgestellt wie folgt
a) für Analyse des Denaturierungsmittels und
des denaturierten oder auszuführenden Brannt-
weins, einschließlich der Ausstellung der diesbe-
züglichen Bescheinigung, wenn die Zahl der
Analysen mit welchen der Chemiker gleichzeitig
beauftragt ist, drei nicht übersteigt, 5 Fr. pro
Analyse; für jede Analyse über drei bis ein-
schließlich fünf, 2,50 Fr .; für jede Analyse über
fünf, 1 Fr. — In Ausnahmefällen, wo seitens
des Chemikers unvorhergesehene Arbeiten erfor-
dert sind, können vorstehende Entschädigungen
aufs Doppelte gebracht werden;
b) für Mitwirkung bei den Denaturierungs-
arbeiten hat der amtlich beauftragte Chemiker
Anspruch auf 5 Fr. pro dreistündige Vakation;
mencée au delà d'une demi heure compte pour
vacation entière ;
c) en cas de déplacement du chimiste en de-
hors de la commune et à plus de 3 km. de sa
résidence, il aura en outre droit à des frais de
route, à liquider conformément au règlement du
3 mai 1869, au même taux que celui alloué aux
contrôleurs des contributions.
TITRE X. — Montant des droits à rembourser.
Les distilleries, une fois placées sous
contrôle, ne peuvent plus être imposées par
voie de forfait.
Sur une demande afférente des distillateurs
intéressés, le directeur des contributions peut
dispenser passagèrement une distillerie agricole
du contrôle par compteur ou vaisseaux-collec-
teurs pour le temps pendant lequel elle ne dis-
tille que des fruits, De ce dernier chef, la dis-
tillerie pourra être soumise au forfait.
Brennereien, welche bereits der Ver-
schlußkontrolle unterliegen, bleiben von der Ab-
findung ausgeschlossen.
Der Steuerdirektor kann, auf Antrag, eine
landwirtschaftliche Brennerei für den Zwischen-
betrieb mit Material vorübergehend von der
Verschlußkontrolle befreien und der Abfindung
unterwerfen.
Pour les eaux-de-vie indigènes sou-
mises à une dénaturation complète ou partielle,
pour celles en nature, employées dans le cas
de l'art. 12 du présent arrêté, ainsi que pour les
eaux-de-vie et produits alcooliques exportés a
l'étranger, en dehors du territoire de l'Union
douanière, le montant du droit de consommation
sera remboursé dans la proportion de celui qui
aura été perçu par l'Etat et ne pourra, dans
aucun cas, dépasser cet import.
Für inländischen, vollständig oder
unvollständig
denaturierten
Branntwein, für
Branntwein der in dem unter Art. 12 gegenwär-
tigen Beschlusses angegebenen Falle Verwendung
findet, sowie für Branntwein und alkoholhaltige
Fabrikate, welche ins Zollvereinsausland ausge-
führt werden, wird ein im Verhältnis zu der vom
Staate erhobenen Verbrauchsabgabe stehender Be-
trag zurückerstattet; in keinem Falle jedoch darf
die Erstattung die Höhe der wirklich erhobenen
Steuer übersteigen.
Pour les distilleries activées à feu
nu 1) qui pendant les trois dernières campagnes
n'ont produit en moyenne pas plus de 10 hecto-
litres d'alcool provenant de pommes de terre ou
de céréales, il sera fait application des taux de
rendement suivants
a) si la production annuelle ne dépasse pas
5 hectolitres d'alcool, le taux est fixé à 4 litres
d'alcool par hectolitre de moût normal ;
b) si la production dépasse 5 hectolitres sans
excéder 10 hectolitres, le taux est fixé à 4.5 litres.
Dans les mêmes conditions de production, les
taux de rendement préfixés sont à majorer au
chiffre de 4.5 litres resp. 5 litres d'alcool, si les
distilleries de l'espèce, font usage d'appareils
mécaniques, soit pour la préparation, soit pour
la réfrigération du moût.
Art, 38. La production moyenne dont il est
question à l'article précédent sera déterminée,
en divisant par trois la quantité d'alcool produite
pendant les trois campagnes définitivement clô-
turées au mois de septembre de chaque année
1) Le chauffage à feu nu exclut toute introduction de
vapeur dans l'alambic. Celui-ci doit être chauffe au feu nu
Il est toutefois permis au distillateur d'adapter à l'alambic
un bain-marie, un bain de vapeur ou de sable, pour em-
pêcher que le moût ne prenne le goût du brûle. Si la va-
peur des bains-marie est introduite dans l'alambic ou bien
si elle est employée à la préparation du moût ou à d'autres
opérations, la distillerie intéressée est à considérer comme
distillerie à vapeur.
Steuerdirektor von der Anordnung der Verschluß-
kontrolle absehen.
Für Brennereien mit unmittelbarer
Feuerung,
1) welche im Durchschnitt der letztver-
gangenen drei Betriebsjahre nicht mehr als 10
Hektoliter Alkohol aus Kartoffeln oder Getreide
erzeugt haben, kommen auf je 100 Liter Nor-
malmaische folgende Ausbeutesätze in Ainvendung
Bis zu einer Jahreserzeugung
a) von 5 Hektoliter Alkohol
4%
b) über 5 bis 10 Hektoliter
4,5 %.
Für Brennereien vorbezeichneter
Art,
welche
besondere Maischapparate oder
Bottichkühlvor-
richtungen gebrauchen sind die oben festgesetzten
Normalausbeutesätze je nach der Jahreserzeugung
auf 4,5% bezw. 5% zu erhöhen.
Art. 38 Die durchschnittliche
Alkoholmenge,
von der im vorhergehenden Artikel Rede ist, wird
gefunden, indem diejenige
Gesamtalkoholmenge
durch drei geteilt wird, die während der drei, im
Monat September eines jeden Jahres
in
welchem die jährliche Revision der Ausbeutesätze
1) Die unmittelbare Feuerung fetzt voraus, daß kein
Dampf in die Brennblase geleitet, dieselbe vielmehr
durch direktes Feuer erhitzt wird, das; jedoch dm Bren-
nereibesitzern gestattet ist, au den Brennblasen Wasser-
dampf. oder Sandbader anzubringen, um ein Anbrennen
der Maische zu verhüten. Wird der in dem Dampfbad
erzeugte Dampf in die Brennblase geleitet oder zur
Herstellung der Maische oder zu anderen Brennerei-
zwecken verwendet, so muß eine solche Brennerei als
Dampfbrennerei behandelt werden.
pendant lequel la révision annuelle des taux de
rendement a lieu.
Pour les distilleries ayant chômé pendant
plus d'une année de la période triennale envi-
sagée, la production moyenne sera fixée par
voie estimative.
Il échet de procéder de la même manière
quand l'installation distillatoire d'une usine a
subi un changement essentiel.
Si dans des cas de dénaturation il
s'agit d'eau de-vie en nature importée de l'Alle-
magne, le remboursement du droit de consom-
mation n'aura lieu que jusqu'à concurrence du
montant de celui qui aura été perçu ou bonifié.
Art. 38
Pour les eaux-de-vie dénaturées
importées de l'Allemagne à raison desquelles le
droit d'Uebergangsabgabe aura été acquitté au
comptant, le destinataire en obtiendra le rem-
boursement après qu'il aura été satisfait aux
dispositions de l'art. 14 du présent arrêté.
Wenn der zu denaturierende Brannt-
wein aus Deutschland eingeführt ist, so kann die
Erstattung der Verbrauchsabgabe nur bis zu dem
Betrage
erfolgen, der erhoben oder vergütet
worden ist.
Für denaturierten Branntwein, der
aus Deutschland unter Barbezahlung der Steuer
eingeführt ist, wird dem Empfänger Erstattung
der erhobenen Steuer gewährt, nachdem den Be-
stimmungen unter Art. 14 gegenwärtigen Be-
schlusses Genüge geleistet worden ist.
En ce qui concerne la distillation de
matières non farineuses, les taux de rendement
normaux sont fixés, par hectolitre de la conte-
nance des vaisseaux remplis, comme suit
stattfindet — endgültig abgeschlossenen
Betriebs-
jahre, hergestellt wurde.
Bei Brennereien,
die in mehr als einem Be-
triebsjahre der vorbezeichneten dreijährigen Periode
geruht haben, ist die durchschnittliche
Erzeugung
schätzungsweise zu ermitteln.
Dasselbe hat zu geschehen, sobald die Betriebs-
einrichtung
einer Brennerei wesentlich
verändert
wird.
Bei nichtmehligen Stoffen sind folgende
Normalausbeutesätze pro Hektoliter Rauminhalt der
gefüllten Bottiche in Anwendung zu bringen
für Weintreber von südländischen Trau-
ben (gewässert und nicht gewässert) . 3,5 „
für andere Weintreber nicht gewässert . 1,5 „
„
gewässert . . . 1
„
für Enzian und sonstige Wurzeln. . . 2
„
für Topinamburs (Roßkartoffeln). . . 3,5 „
Pour les cérises
à
4.5
%
»
» quetsches et mirabelles. 4
»
»
» prunes et autres fruits à
noyau
»
»
» fruits à pépins
1.5
»
»
» marcs de fruits à pépins
sans distinction . . . .
»
»
» prunelles sauvages, baies
du sorbier et du genèvrier 1.5
»
»
» autres fruits à baies . . 2
»
»
» raisins en grains. . . . 4.5
»
»
» lies de vin liquides. . . 3
»
»
» lies de vin pressurées et
lies de fruits à . . . .
»
»
» marcs de raisins addition-
nés d'eau sucrée en vue
de la préparation de pi-
quette, qui ont été sé-
parés de la piquette non
pas en une lois par pres-
sion, mais au moyen
d'un soutirement graduel
et successif
2.5
%
Pour les marcs de raisins trempés
ou non trempés prove-
nant des pays méridio-
naux
3.5
»
»
» autres marcs de raisins
non trempés
1.5
»
»
» marcs de raisins trempés. 1
»
»
» gentianes et autres ra-
cines
»
»
» topinambours
3.5
»
für Kirschen
4,5 %.
für Zwetschen und Mirabellen . . . .
„
für Pflaumen und sonstiges Steinobst. 3
„
für Kernobst
1,5 „
für Kernobsttreber ohne Unterschied . . 1
„
für Schlehen, Vogelbeeren, Nachholder-
beeren
1,5 „
für sonstige Beeren
„
für Weinbeeren
4,5 „
für flüssige Traubenweinhefe
„
für gepreßte Traubenweinhefe u. Obst-
weinhefe
„
für Weintreber, die nach einem Aufgüsse
von Zuckerwasser zur Nachweinbereit-
ung gedient haben und von denen der
Nachwein nicht auf einmal durch Pres-
sung ausgeschieden, sondern nach und
nach abgezogen worden ist
2,5 „
En dehors du remboursement du
droit de consommation perçu par l'Etat, il sera
accordé, dans les cas des art. 36 et 37, une bo-
nification du droit d'exploitation conformément
aux dispositions des art. 44 à 48 de la loi du
14 avril 1911.
TITRE XI. — Mode de remboursement des droits.
Außer der Erstattung der vom Staate
erhobenen Verbrauchsabgabe, wird in den Fällen
der Art. 36 und 37 eine Vergütung der Betriebs-
auftage nach Maßgabe der Bestimmungen in Art.
44 bis 48 des Gesetzes vom 14. April 1911 ge-
währt.
Titel XI .
die Erstattung
der Steuer.
Il y a lieu de fixer des taux de ren-
dement spéciaux
a) sur la demande des distillateurs ;
b) si, par l'application des taux de rendement
normaux, l'intérêt fiscal paraît menacé d'une
frustration considérable, à en juger d'après la
nature des matières employées ou les condi-
tions d'exploitation de l'usine;
c) pour toutes les distilleries a vapeur tra-
vaillant des matières farineuses, ainsi que pour
les distilleries à feu nu qui, par l'emploi de subs-
tances farineuses,
produisent annuellement
plus de 10 hectolitres d'alcool ;
d) si d'autres matières que celles spécifiées
à l'article précédent, comme p. ex. cidre, poiré,
vin de raisins, vin de façon, corinthes, rosines,
résidus de la fabrication de vin de raisins secs,
marcs de raisins additionnés de sucre, si de
plus des mélanges consistant soit en tout ou en
partie dans les matières pré indiquées, soit en
sucre ou en eau sucrée ou en d'autres produits
analogues, sont employées à la fabrication de
l'eau-de-vie.
Besondere Ausbeutesätze sind festzu-
setzen
a) auf Antrag des Brennereibesitzers;
b) wenn nach der Beschaffenheit des Materials
oder den Betriebsverhältnissen anzunehmen ist,
daß die Anwendung der Normalausbeutesätze das
Steueraufkommen erheblich beeinträchtigen würde;
c) in allen
mehlige Stoffe verarbeitenden
Dampfbrennereien, sowie in den Brennereien mit
unmittelbarer Feuerung, welche in einem Betriebs-
jahr mehr als 10 Hektoliter Alkohol aus diesen
Stoffen allein herstellen;
d) wenn andere als die im vorhergehenden
Artikel aufgeführten Materialgattungen, z. B.
Obstwein, Traubenwein, Kunstwein, Korinthen,
Rosinen, Rückstände der Rosinenweinbereitung,
gezuckerte Weintreber, ferner Mischungen, die ganz
oder zum Teil ans diesen Materialgattungen,
oder aus Zucker, Zuckerwasser und dergleichen
bestehen, zur Branntweinbereitung
verarbeitet
werden.
Art. 4 1 . Die Festsetzung der besonderen Aus-
beutesätze erfolgt durch den Steuerdirektor auf
Grund von Ausbeuteermittelungen.
Ist die Ausbeute schon für mehrere Brenne-
reien besonders ermittelt und dabei ein im Wesent-
lichen übereinstimmendes Ergebnis erzielt worden,
so kann unter Berücksichtigung dieses Ergebnisses
der Ausbeutesatz auch für andere Brennereien
gleicher Kategorie festgesetzt werden. Ebenso kann
der Ausbeutesatz ohne besondere Ermittelungen
festgesetzt werden, wenn sonst über die Ausbeute
der Brennerei hinreichende Erfahrungen vorliegen.
Pour les résidus de la fabrication
de bière
1,5
%
»
» bière aigre, bière coulée
et autres déchets de bière. 3
»
» » eaux de décantage de la
levure
»
für Rückstände von der Bierbereitung . 1,5 %
für umgeschlagenes Vier, Tropfbier und
sonstige Bierrückstände
ür Hefenbrühe
Dans le cas où le taux de rendement spécia-
lement déterminé ne diffère pas de plus d'un
dixième du taux de rendement normal, il y a
lieu d'appliquer ce dernier taux.
Dans les cas des art. 36 et 37 ci-
eine seit mehr als einer halben Stunde begonnene
Vakation wird als ganze angerechnet;
c) im Falle, wo der Chemiker sich außerhalb
der Gemeinde und mehr als drei Kilometer von
seinem Wohnort begeben muß, hat derselbe außer-
dem Recht auf Reisekosten; dieselben werden in
Gemäßheit des Reglementes vom 3. Mai 1869
und zu dem für die Steuerkontrolleure vorge-
sehenen Satze bewilligt.
In den unter Art. 36 und 37 gegen-
Titel
X. —
Betrag der zu
erstatt-
enden
Steuer.
dessus, le montant des droits à rembourser sera
déterminé par le directeur des contributions.
Le montant de la somme à rembourser sera
avancé par le receveur du ressort des ayants-
droit, sur l'autorisation du directeur des con-
tributions.
(L. 18 juillet 1833.) Tous les appareils d'une
65 i
1) Voy. art. 68 de la loi du 14 avril 1911.
Sera considérée comme fraude et punie comme
telle toute contravention aux mesures arrêtées par le
Gouvernement en conformité de l'art. 2, sauf l'appli-
cation de la disposition finale du § 6 de la loi pénale
douanière.
Les agents de l'administration des contributions et
de celle des douanes, la gendarmerie et tous autres
agents à désigner par le Gouvernement, ont qualité
pour rechercher et constater les contraventions.
Leurs procès-verbaux font foi jusqu'à la preuve du
contraire.
II. — Arrêté ministériel du 22 décembre 1854.
Les taux de rendements spéciaux
seront fixés par la direction des contributions.
La détermination du taux de rendement spécial
se base sur la constatation officielle de rende-
ments.
Si le rendement a déjà été constaté spéciale-
ment pour plusieurs distilleries et que ces cons-
tatations ont donné un résultat plus ou moins
concordant, il est permis de s'en servir comme
point de départ pour la fixation du taux de ren-
dement applicable à d'autres distilleries de la
même catégorie. On peut de même fixer le taux
de rendement sans recourir à des constatations
spéciales, si l'on possède d'autres renseigne-
ments pertinents sur le rendement d'une dis-
tillerie.
L'eau-de-vie dénaturée, importée
de l'Allemagne, pour laquelle le destinataire
aura souscrit une reconnaissance de débition
des droits, ne peut bénéficier que d'une remise
de ces droits.
(L. 18 juillet 1833.) Les employés ne pour-
ront procéder à cette opération qu'après avoir pré-
venu les détenteurs, et ils en dresseront procès-verbal
contenant la désignation des ustensiles, le lieu de
dépôt, le nom du dépositaire et le nombre des scellés
ou cachets qu'ils auront apposés sur chaque ustensile.
Le dépositaire est tenu de reproduire, à toute ré-
quisition, les ustensiles ainsi mis sous scellés.
La constatation des rendements s'o-
père
1° quand il s'agit de matières farineuses
a) soit au moyen d'essais de distillation,
b) soit par la distillation d'échantillons de
moûts fermentés, 1)
c) soit à l'aide du procédé basé sur le pesage
du moût ;
2° quand il s'agit de matières non farineuses
a) soit par des essais de distillation,
b) soit par la distillation d'échantillons des
matières fermentées pour autant que les der-
nières se prêtent a l'opération.
Die Ermittelung der Alkoholausbeute
findet statt
1° bei mehligen Stoffen , entweder
a) durch Probebrände oder
b) durch den Abtrieb von Maischproben 1) oder
c) mittelst des Maischewägungsverfahrens;
2° bei nichtmehligen Stoffen
a) durch Probebrände oder
b) wenn sich das Material hierzu eignet, durch
Abtreiben von Materialproben.
Sur la demande des intéressés, ap-
puyée du certificat d'analyse à délivrer par un
chimiste agréé de l'administration, le directeur
des contributions autorise, s'il y a lieu, la re-
mise des droits par l'intermédiaire du receveur
du bureau de Luxembourg. L'autorisation de
restitution est adressée au bureau auquel res-
sortit l'ayant-droit. Contre quittance apposée
sur l'autorisation de remise, ce dernier obtient
la restitution de la reconnaissance qu'il a sous-
crite, ce qui lui vaut remise des droits. La
quittance afférente est ensuite transmise par le
receveur local au receveur de Luxembourg,
pour être produite à l'appui de sa déclaration
en remboursement.
Auf Antrag der Beteiligten, der mit
einer Analyse-Bescheinigung des amtlich beauf-
tragten Chemikers zu belegen, ist, gewährt der
Steuerdirektor gegebenenfalls Erlaß der Steuer
durch Vermittelung des Steueramtes Luxemburg.
Die Steuererlaß-Ermächtigung wird an das Steuer-
amt gesandt, zu dem der Wohnort des Rechts-
inhabers gehörig ist. Gegen Quittung auf die
Erlaßermächtigung erhält letzterer den von ihm
unterschriebenen Steuerschuldschein zurück, was für
ihn Erlaß der Steuer bedeutet. Die betreffende
Quittung wird alsdann vom Lokalsteuereinnehmer
an den Steuereinnehmer von Luxemburg gesandt,
um als Beleg zu dessen Rückzahlungs-Forderung
zu dienen.
Le taux de rendement à appliquer
pour la prise en charge sera fixé sur la base du
rendement constaté en litres d'alcool
1° quand il s'agit de matières farineuses, à un
tantième par hectolitre du moût normal résul-
tant de la quantité des matières déclarées ;
2° quand il s'agit de matières non farineuses,
à un tantième par hectolitre de chaque espèce
des matières déclarées.
Aus der ermittelten Ausbeute ist der,
der Steuerberechnung zu Grunde zu legende Aus-
beutesatz in der Weise festzustellen, daß berechnet
wird, wieviel Liter Alkohol entfallen
1. bei
mehligen
Stoffen
, auf 100 Liter
der aus der angemeldeten Stoffmenge sich erge-
benden Normalmaische;
2. bei
nichtmehligen
Stoffen
auf 100
Liter der angemeldeten Materialgattung.
Pour obtenir la restitution des
sommes que les receveurs auront avancées a
titre de remboursement des droits ensuite des
dispositions qui précèdent, ils auront à pré-
senter, eu leur nom, une déclaration en double
appuyée de toutes les pièces justificatives né-
cessaires à sa liquidation.
Um die Rückzahlung der Summen zu
erlangen, welche die Steuereinnehmer in Gemäß-
heit vorstehender Bestimmungen an Steuererstat-
tungen vorgestreckt haben, müssen dieselben in
eigenem Namen eine Deklaration in doppelter Aus-
fertigung einreichen; letztere muß von allen zur
Liquidation erforderlichen Belegstücken begleitet
sein.
(L. 18 juillet 1833.) Le procès-verbal con-
tiendra mention expresse de la présence, de l'absence
et de la réponse du dépositaire sur les interpellations
de signer l'acte.
Copie lui en sera remise au même moment, à moins
qu'il ne soit absent ou qu'il ne refuse de signer l'ori-
ginal; dans ces cas, la copie sera déposée entre les
mains de l'autorité communale du lieu.
D. — De la perception des droits dits
« Uebergangsabgabe ».
I. — Loi du 22 décembre 1854.
Art. 1er
le Gouvernement est autorisé à per-
cevoir sur les objets provenant des Etats de l'Union
douanière de l'Allemagne, les droits qui à l'intérieur
sont perçus sur la consommation ou sur la fabri-
cation et la production d'objets de consommation,
et à faire restituer, le cas échéant, à la sortie, les
droits perçus sur les objets de fabrication indigène,
— le tout en conformité des dispositions qui régissent
les rapports du Grand-Duché avec la dite Union
douanière.
La freinte résultant de la rectifica-
tion et des autres pertes subies par l'eau-de-vie
potable jusqu'au moment de la vente est fixée
au maximum à 3 pCt. dans les distilleries pour-
vues d'appareils distillatoires perfectionnés et
au maximum à 5 pCt. dans les autres distilleries.
Il a été tenu compte de cette freinte, lors de
la fixation des taux de rendement normaux des
art. 37 et 39.
Für den durch den Feinbrand ent-
stehenden Schwund, sowie für die andern bis zum
Verkaufe des Trinkbranntweins erlittenen
Alko-
holverluste, wird in den Brennereien mit vervoll-
kommneter Bremsvorrichtung ein Nachlaß von höch-
stens 3 pCt., in den andern ein solcher von höch-
stens 5 pCt. gewährt.
In
den unter Art. 37 und 39 vorgesehenen
Normalausbeutesätzen ist der in Abs. 1 bezeichnete
Schwund berücksichtigt.
Le directeur des contributions est
chargé de l'exécution du présent arrêté, qui sera
inséré au Mémorial.
Luxembourg, le 26 septembre 1911.
Le Directeur général des finances,
M . MONGENAST.
wärtigen Beschlusses aufgeführten Fällen wird
der Betrag der zu erstattenden Steuer von dem
Steuerdirektor festgesetzt. Die zu erstattende Summe
wird, auf Ermächtigung des Steuerdirektors hin,
von dem Steuereinnehmer, zu dessen Bezirk der
Wohnort der Rechtsinhaber gehört, vorgestreckt.
Art. 4 1 . Für denaturierten Branntwein, der
aus Deutschland eingeführt worden ist und für
den der Empfänger einen Steuerschuldschein un-
terzeichnet hat, kann nur Steuererlaß gewährt
werden.
Der Steuerdirektor ist mit der Aus-
führung gegenwärtigen Beschlusses beauftragt, der
im „Memorial" veröffentlicht werden soll.
Luxemburg, den 26. September 1911.
Der General-Direktor der Finanzen,
M. Mongenast.
65d
Au Nom de Son Altesse Royale GUILLAUME,
par la grâce de Dieu, Grand-Duc de Luxem-
bourg, Duc de Nassau, etc., etc., etc.;
Nous MARIE-ANNE, Grande-Duchesse, Ré-
gente du Grand-Duché de Luxembourg;
Vu l'art. 129 de la loi du 14 avril 1911,
concernant l'imposition des eaux-de-vie, et
l'art. 23 de la loi du 16 janvier 1866, sur
l'organisation du Conseil d'État;
Notre Conseil d'État entendu;
Sur le rapport de Notre Ministre d'État,
Président du Gouvernement, et après délibé-
ration du Gouvernement en conseil;
Avons arrêté et arrêtons
Le directeur des contributions
pourra soumettre, définitivement ou passagère-
ment, une distillerie à l'imposition par voie de
forfait basée sur la quantité minima d'eau de-
. Weicht der besonders ermittelte von dem nor-
malen Ausbeutesatz um nicht mehr als ein Zehntel
ab, so ist er in der Höhe des Normalsatzes fest-
zusetzen.
Der Steuerdirektor kann die dauernde
oder vorübergehende Abfindung auf die Mindest-
menge des zu ziehenden Alkohols anordnen.
In
diesem Falle wird die der Abgabenberechnung zu
1) Voir circulaire du 17 octobre 1905. R. A. n° 35.
1) Siehe Rundschreiben vom 17. Oktober 1905 R.
A. N° 35
65 b
vie à produire d'une quantité de matières donnée.
Dans ce cas, la quantité d'alcool devant servir
de base à l'imposition sera fixée sous la condi-
tion que le distillateur doit représenter à l'ad-
ministration toute sa production d'alcool.
Jusqu'au moment de la constatation officielle
de cette production, l'eau-de-vie doit rester
placée dans des locaux et des vaisseaux à dé-
signer spécialement.
La quantité d'alcool représentée est
à prendre pour base de l'imposition, dans le cas
où celle-ci dépasse la quantité minima fixée
d'avance.,
Si, au contraire, l'eau-de-vie représentée
n'atteint pas le minimum du forfait, la quantité
manquante peut être exemptée jusqu'à concur-
rence de 1 pCt. de la quantité minima.
Dans le cas où une soustraction d'eau-de-vie du
lieu de conservation paraît exclue, toute la quan-
tité manquante pourra être exemptée des droits.
Uebersteigt die vorgeführte Alkohol-
menge die festgesetzte Mindestmenge, so ist die
erstere der Besteuerung zu Grunde zu legen.
Im entgegengesetzten Falle kann die Fehlmenge
bis zu 1 pCt. der festgesetzten Mindestmenge ab-
gabenfrei gelassen werden.
Ist die Entnahme von Branntwein aus dem
Aufbewahrungsort als ausgeschlossen anzusehen,
so kann die Fehlmenge steuerfrei gelassen werden.
Le droit de consommation est fixé
par litre d'alcool
a) pour l'eau-de-vie fabriquée dans les limites
du contingent à 1,3125 fr. (mk. 1,05) ;
b) pour l'eau-de-vie fabriquée en sus du con-
tingent à 1,5625 fr. (mk. 1,25).
Le droit se réduit à 1,05 fr. (mk. 0,84) pour
les distilleries de fruits (art. 8) et les proprié-
taires de fruits (art. 11) dont la production an-
nuelle ne dépasse pas 30 litres d'alcool, lorsque
l'eau-du-vie est fabriquée au moyen de fruits,
vin, moût ou résidus de ces substances (marcs
de raisins, lies de vin) 'provenant du distillateur
même, ou au moyen de baies et racines.
Die Verbrauchsabgabe beträgt
a) von der innerhalb des Kontingentes herge-
stellten Alkoholmenge 1,3125 Fr. (Mk. 1,05);
b) von der außerhalb des Kontingentes herge-
stellten Menge 1,5625 Fr. (Mk. 1,25).
Obstbrennereien (Art. 8) und Brenner der in
Art. 11 bezeichneten Art entrichten für Brannt-
wein den sie aus selbsterzeugtem Obst, Wein,
Most oder aus Rückständen davon (Trester, Hefe)
oder aus Beeren und Wurzeln herstellen, bei
einer Jahreserzeugung von nicht mehr als 30
Liter Alkohol, eine auf 1,05 Fr. (Mk. 0,84) er-
mäßigte Verbrauchsabgabe.
Pour les distilleries de fruits et les
propriétaires de fruits mentionnés à l'art. 27,
alinéa final, il y a lieu à perception du droit de
consommation supérieur (1,3125 fr. resp. 1,5625
fr.), dès qu'il ressort de leur compte courant
spécial que leur contingent quinquennal de 150
resp. 5000 resp. 250 litres d'alcool a été dépassé.
Dans ce cas il doit être suppléé immédiate-
ment à l'insuffisance de la prise en charge ini-
Grunde zu legende Alkoholmenge mit der Bedingung
festgesetzt, daß das gesamte Branntweinerzeugnis
von dem Brenner der Steuerbehörde vorzuführen
ist.
Der Branntwein ist bis zur amtlichen Fest-
stellung in besonders anzumeldenden Räumen und
Gefäßen aufzubewahren.
Obstbrennereien und die im Art. 27,
Schlußabsatz, erwähnten Stoffbesitzer unterliegen
dem höheren Verbrauchsabgabensatze (1,3125 bezw.
1,5625 Fr.) wenn aus der besonderen Zusammen-
stellung ihrer Alkoholerzeugung hervorgeht, daß
sie mehr als ihr fünfjähriges Kontingent von 150
bezw. 5000 bezw. 250 Liter Alkohol hergestellt
haben.
In diesem Falle sind die mit 1,05 Fr. (Mk.
0,84) zu wenig berechneten Beträge sofort mit
tiale, à raison du droit 1,05 fr. (mk. 0,84), par
le paiement d'un supplément de droit de
0,2625 fr. (mk. 0,21) par litre d'alcool.
Si le contingent quinquennal est près d'être
épuisé, les intéressés doivent y être rendus at-
tentifs par une information du receveur.
Les distilleries de fruits ayant une
part de contingent dépassant 10 hectolitres sans
excéder 50 hectolitres d'alcool, peuvent distiller
la quotité de leur contingent non utilisée pen-
dant une année, dans le courant de la prochaine
campagne ou de la campagne qui suit immédia-
tement cette dernière durant la période de ré-
partition. De la même manière, les distilleries
de l'espèce peuvent, dans les limites de la même
période de répartition, distiller d'avance le
contingent d'une année joint à celui des deux
années subséquentes.
L'exécution de ces dispositions peut donner
lieu à l'établissement d'un compte courant quin-
quennal des quantités d'alcool produites tel qu'il
est prévu à l'art. 27.
Obstbrennereien, die ein Kontingent
von mehr als 10, aber nicht mehr als 50 Hekto-
liter haben, dürfen diejenige Kontingentsmenge,
welche sie in einem Betriebsjahre nicht abgebrannt
haben, im nächsten oder nächstfolgenden Betriebs-
jahre innerhalb des Kontingentsabschnittes mit-
abbrennen. Ebenso dürfen Obstbrennereien dieser
Art das Kontingent eines Jahres mit dem der
folgenden zwei Jahre innerhalb desselben Kon-
tingentabschnittes im voraus abbrennen.
Zur Ausführung dieser Bestimmung kann, ent-
sprechend Art. 27, eine fünfjährige Zusammen-
stellung der erzeugten Alkoholmengen eröffnet
werden.
Les distilleries agricoles exclues d'une
participation spéciale au contingent et produi-
sant pendant une campagne plus de 10 hecto-
litres d'alcool, ne sont soumises au droit de
consommation le plus élevé qu'à raison de la
quantité d'alcool excédant 10 hectolitres.
Wenn eine landwirtschaftliche Bren-
nerei, der ein besonderes Kontingent nicht zuge-
wiesen ist, mehr als 10 Hektoliter Alkohol in einem
Betriebsjahre herstellt, so hat sie nur von der
10 Hektoliter übersteigenden Alkoholmenge den
höheren Verbrauchsabgabensatz zu entrichten.
Art. 5 1 . Geht eine landwirtschaftliche oder Ma-
terialbrennerei im Laufe des Betriebsjahres zum
gewerblichen Betrieb über, so verliert sie vom
Beginn des Betriebsjahres an ihr Kontingent.
Die zu wenig berechneten Beträge an Ver-
brauchsabgabe und Betriebsauflage sind von dem
genannten Zeitpunkt an nachzuzahlen.
Une distillerie agricole ou une dis-
tillerie de fruits qui passe à l'exploitation indus-
trielle, dans le courant d'une campagne, perd
sa participation au contingent, dès le commence-
ment de la dite campagne.
A partir du même moment elle est passible du
droit de consommation et de la taxe d'exploi-
tation applicables aux distilleries industrielles et
doit suppléer à l'insuffisance de la prise en charge
initiale par des paiements complémentaires.
Indépendamment du droit de con-
sommation, il sera perçu, à raison des quan-
tités d'alcool produites, un droit d'exploitation
0,2625 Fr. (Mk. 0,21) pro Liter Alkohol nachzu-
zahlen.
Ist das fünfjährige Kontingent nahezu erschöpft,
so hat der Steuereinnehmer die Interessenten hier-
auf aufmerksam zu machen.
Außer der Verbrauchsabgabe wird
von der erzeugten Alkoholmenge eine
Betriebs-
auflage erhoben, deren Höhe durch Art. 39 bis
11 76
dont le montant est fixé par les art. 38 à 43 de
la loi générale du 14 avril 1911.1)
Les distillateurs et les propriétaires
de fruits qui ont déclaré que leur production
de la campagne ne dépasse pas 0.30 ou 0.50, ou
10, ou 50, ou 100, ou 150, ou 200, ou 300 hec-
tolitres d'alcool, etc., peuvent rectifier cette
déclaration dans le courant de la campagne
afférente.
Les droits d'accises seront calculés sur la
base de la déclaration rectificative, et les per-
ceptions en trop ou en moins, faites d'après la
déclaration primitive, seront redressées au mo-
ment utile au plus tard toutefois avant la fin de
la campagne afférente.
Art. 54 Les décisions du directeur des con-
tributions peuvent être attaquées devant le
Conseil d'État.
Il demeurera d'ailleurs loisible aux intéressés
de se pourvoir devant le directeur général des
finances; ce recours doit être formé dans la
huitaine de la notification de la décision at-
taquée.
La décision du directeur général des finances
peut être attaquée à son tour devant le Conseil
d'État, comité du contentieux, dans les formes
et les délais indiqués par l'arrêté grand-ducal
du 10 juillet 1911.
Die Erklärung der Brennereibesitzer
und der Stoffbesitzer, daß im Betriebsjahr nicht
mehr als 0,30 oder 0,50, oder 10, oder 50, oder
100,
oder 150, oder 200, oder 300 usw. Hektoliter
Alkohol erzeugt werden, kann im Laufe des Be-
triebsjahres berichtigt werden.
Die nach der berichtigten Erklärung zu wenig
oder zu viel erhobenen Beträge sind sobald als
tunlich, spätestens aber vor Ablauf des betreffen-
den Betriebsjahres, richtig zu stellen.
Gegen die Entscheide des Steuer-
direktors kann beim Staatsrat, Ausschuß für
Streitsachen, Rekurs eingelegt werden.
Es bleibt übrigens den Beteiligten unbenommen,
bei dem General-Direktor der Finanzen um Re-
vision einzukommen; dieser Rekurs muß innerhalb
acht Tagen von der Zustellung der beanstandeten
Entscheidung ab eingereicht werden.
Die Entscheidung des General Direktors der
Finanzen kann in der durch den Großh. Beschluß
vom 10. Juli 1911 vorgeschriebenen Form und
Frist vor dem Staatsrat, Ausschuß für Streit-
sachen, angefochten werden.
Les infractions au présent règlement
et aux dispositions non abrogées de la législa-
tion antérieure, concernant l'accise sur l'eau-de-
vie et le régime des distilleries seront punies
conformément à l'art. 117 de la loi du 14 avril
1911.
Art.
56. Le présent arrêté sera inséré au
Mémorial.
Luxembourg, le 26 septembre 1911.
Le Directeur général des finance,
M. MONGENAST.
43 des allgemeinen Gesetzes vom 14. April 1911
festgesetzt ist. (
1).
Die Übertretungen des gegenwärtigen
Reglementes sowie der noch geltenden Bestim-
mungen der früheren Gesetzgebung, werden nach
Maßgabe der Bestimmungen im Art. 117 des
Gesetzes vom 14. April 1911 bestraft.
Gegenwärtiger Beschluß soll durchs
„Memorial" veröffentlicht werden.
Luxemburg, den 26. September 1911.
Der General-Direktor der Finanzen,
M. Mongenast.
1) Voir circulaire du 26 septembre 1909, N° 37, R, A..
1) Siehe Rundschreiben vom 25. September 1909,
Nr. 37 R. A.
LE DIRECTEUR GÉNÉRAL DES FINANCES,
Vu la loi du 14 avril 1911, concernant l'impo-
sition des eaux-de-vie, notamment les art. 3, 4,
44, 45, 46, 47 et 48 ;
Le Conseil d'Etat entendu en son avis ;
Arrête
TITRE 1er. — Conditions d'exemption.
Art, 1er. Pour jouir de l'exemption des droits
à raison des eaux-de-vie employées dans l'in-
dustrie, a la fabrication du vinaigre, au net-
toyage, au chauffage, à la cuisson ou à l'éclai-
rage, ou dans les hôpitaux, maisons d'accouche-
ment et autres établissements publics similaires,
ou dans les établissements publies d'enseigne-
ment scientifique, les eaux-de-vie devront, en
règle générale et sans préjudice de l'exception
prévue à l'art. 12 ci-après, être soumises à la
dénaturation.
TITRE II. — Dénaturation de l'eau-de-vie.
Les employés, munis de leur commission,
sont autorisés à faire en tous temps et lieux, c'est-à-
dire, aussi bien la nuit que le jour, et tant au dehors
qu'au dedans de leur résidence, la visite de tout na-
vire, bâtiment, voiture ou autre moyen de transport,
qu'ils trouveront ou présumeront être chargés de
marchandises, ainsi que de toute marchandise trans-
portée à dos ou autrement par des individus, et en
outre de toutes personnes se trouvant dans la dis-
tance des frontières de terre désignées à l'art. 1771),
1) L'art. 177 a fixé la zône frontière, pour les frontières
de terre, à une distance de 5500 aunes (environ une lieue)
au plus du territoire étranger, «distance qui est ou sera
ultérieurement désignée de point en point par le Gouver-
nement».
En fait, cette démarcation n'existe plus sur
toute la frontière. Par contre, en exécution de la loi dou-
et qu'ils soupçonneront être porteurs de marchan-
dises, afin de s'assurer s'il ne se fait point d'importa-
tion, d'exportation, de transit ou de transport en
contravention aux lois.
Des navires ou bâtiments clos et amarrés ou à
l'ancre ne sont pas soumis à la visite pendant la nuit.
Si la visite des navires ou bâtiments sous voile ne
peut se faire pendant la course ou navigation, elle
sera effectuée au lieu de la destination, ou, en cas de
soupçon de fraude, au premier lieu de déchargement,
aux frais de la partie succombante et sous la respon-
sabilité des employés.
Parmi les voitures désignées à l'article
anière de 1842, le Grenzbezirk a été délimité, et la loi
douanière de 1868, chap. XV et XVI, prévoit tant pour le
Grenzbezirk que pour le Binnenland, des mesures de con-
trôle applicables aux alcools et contraires aux dispositions
des art. 177 et . de la loi générale de 1822.
DISPOSITIONS
encore en vigueur au 1er octobre 1911, sur le régime des eaux-de-vie.
(Date de la mise en vigueur de la loi du 14 avril 1911.)
A. Mesures générales : loi du 26 août 1822 (visites et recensements); loi du 12 décembre 1878 (crédits sous caution); —
loi du 26 août 1822 (exécution parée, privilège et hypothèque légale; obligations et droits des employés et protection
à leur accorder.)
B. Procédure pénale: loi douanière du 5 mars 1842 (Zollstrafgesetz).
C. Distillerie : lois des 18 juillet 1833 et 27 mai 1837.
D. Uebergangsabgabe: loi du 22 décembre 1851, et arrêté minist. du même jour; — arrêté minist, du 4 janvier 1855.
E. Protection accordée aux lots spéciales des Etats du Zollverein : convention d'accession du 8 février 1842 ; — cartel
douanier du 11 mai 1833; — arrêté r. g.-d. du 27 mars 1857.
précédent sont comprises celles servant aux courriers
de la poste; mais les malles ou paquets renfermant
les lettres seront exempts de la visite, pourvu qu'ils
soient fermés ou scellés par la direction des postes.
Dans toutes les visites ou vérifications
quant à la quantité, la nature ou l'espèce des mar-
chandises, les employés à ce commis pourront ouvrir
les paquets, caisses, tonneaux et autres colis, et en
examiner le contenu ; ils seront aussi tenus, lorsqu'ils
en seront requis, de les refermer immédiatement, et
dans tous les cas ils devront avoir soin que, par suite
de leur visite ou vérification, les marchandises n'é-
prouvent aucun dommage, sous peine de bonifier ce
dommage d'après l'estimation à faire par l'Adminis-
tration, sauf aux intéressés leur recours en justice.
Lorsqu'en cas de visite en route, ou pendant le
transport de marchandises expédiées en transit ou
autrement, sous plombs ou cachets, les employés
jugent, pour des motifs particuliers ou de soupçons
graves, l'ouverture des colis nécessaire, elle pourra se
faire, mais sans aucuns frais pour le conducteur rela-
tivement aux plombs ou scellés, qui doivent de nou-
veau y être apposés.
Les visites pourront se faire tous les jours
de l'année et par conséquent aussi les dimanches et
jours de fêtes, lorsque la nécessité d'accélérer l'expé-
dition des marchandises ou l'intérêt de l'Administra-
tion ne permettront pas de différer ces visites jus-
qu'au lendemain.
Tous les employés publics, les maréchaus-
sées, les employés de police et ceux des contributions
communales, les gardes champêtres et forestiers,
ainsi que tous huissiers et porteurs de contraintes
sont autorisés à coopérer, avec les employés commis-
sionnés pour les droits d'entrée et de sortie et les acci-
ses, aux visites à l'effet de constater les contraven-
tions et de faire les saisies qui en résulteront, pourvu
qu'ils soient munis de leur commission ou de la pièce
constatant leur qualité publique, et ce avec le même
effet que s'ils étaient particulièrement employés de
l'Administration.
Lors des visites, vérifications ou recensements, la
partie intéressée devra toujours être invitée à y as-
sister, lorsqu'elle est présente.
Les employés sont aussi autorisés à obli-
ger ou à contraindre les bateliers ou patrons de bâti-
ments qui se trouvent le long des rivières entre le ter-
ritoire étranger jusqu'à proximité du premier bureau
de payement, d'aborder ou d'amarrer leurs bâti-
ments aux rives; et les voituriers ou personnes qui
conduisent ou transportent des marchandises dans la
distance du territoire étranger désignée à l'art. 1771)
de s'arrêter avec leurs voitures, chevaux ou autres
moyens de transport, ou avec les ballots ou paquets
qu'ils portent.
Les commandants, bateliers ou patrons de navires
ou bâtiments, ainsi que les voituriers, charretiers ou
autres personnes qui tenteraient ou se permettraient
de se soustraire à cette obligation, pourront y être
contraints par les employés, par tels moyens de ri-
gueur qui seront nécessaires pour effectuer la visite et
prévenir la fraude.
Lorsqu'un employé aura abusé ou fait usage intem-
pestif de ces moyens, et notamment lorsqu'il se sera
servi des armes a lui confiées, ailleurs que sur le ter-
ritoire désigné ci-dessus, ou bien sans la plus stricte
nécessité, et tandis qu'il lui restait d'autres moyens
convenables pour assurer l'exécution de la loi, il sera
puni de ce chef d'après la rigueur du code pénal.
Dispositions particulières concernant les accises.
On ne pourra faire aucune visite dans les
bâtiments ou enclos dus particuliers qu'en cas de
soupçon de fraude, après le lever et avant le coucher
du soleil, et sur l'autorisation du juge de paix du can-
ton dans lequel les bâtiments ou enclos à visiter sont
situés. Ce fonctionnaire accompagnera lui-même ou
chargera son greffier, huissier ou autre officier public,
d'accompagner les employés dans leur visite.
Les demandes d'assistance devront tou-
jours être faites par écrit; elles énonceront l'heure et
le lieu de la visite, et le nom de l'individu chez lequel
elle doit être faite.
Si l'assistance précitée doit être accordée par l'ad-
ministration communale, elle sera toujours donnée
aux risques et périls des employés,
Dans le cas où l'autorisation du juge de paix est re-
quise, la demande par écrit devra être faite ou auto-
risée par l'employé supérieur de l'arrondissement;
par contre, le juge de paix ne pourra refuser l'autori-
sation que sur la présomption bien fondée qu'on a
exigé l'assistance sans motifs valables,
Art. 202, La partie intéressée qui se trouve pré-
sente sera toujours invitée de représenter les re-
gistres, acquits, déclarations et autres pièces qui
pourraient servir à assurer l'effet de la visite.
Tous frais de pesage, mesurage, jaugeage
et dégustation, ou tous frais qui tendent à constater
la quantité, l'espèce ou la nature des objets soumis à
2) Voy. note sub art. 190.
l'accise, ainsi que les frais pour la vérification de la
capacité des chaudières, cuves, vaisseaux, ustensiles
nouvellement établis ou auxquels on a fait des chan-
gements dans les fabriques et ateliers des contribua-
bles, seront à la charge des redevables ou autres inté-
ressés, lorsque ces opérations auront lieu à leur de-
mande ou dans leur intérêt.
Chap. XXIII. — Des cautionnements, crédits et
payements.
Tous les cautionnements exigés par la loi
de ceux qui importent, ou autres contribuables, se-
ront fournis à la satisfaction du receveur, lequel est
responsable du montant du cautionnement.
Les cautionnements pourront être fournis
de quatre manières : 1° par cautionnement en numé-
raire; 2° par cautionnement en immeubles ou par le
dépôt d'obligations de la dette grand-ducale ou d'em-
prunts communaux; 3°
; 4° par cautionne-
ment personnel.
... Le cautionnement en numéraire con-
sistera en une consignation des deniers qui seraient
dus au bureau du receveur où le cautionnement doit
être fourni; l'admission du cautionnement personnel,
si les intéressés préfèrent ce mode, sera entièrement
et exclusivement à la décision du receveur.
A l'égard du cautionnement en immeu-
bles, on devra observer
a) Que les biens ou propriétés soient situés dans le
Grand-Duché;
b) ....................................................................
c) Que les biens soient francs et libres de toutes
charges ;
d) Que les propriétés bâties soient assurées pour
dommages d'incendie;
e) Qu'en cas de diminution de la valeur des biens,
il soit suppléé au cautionnement.1)
A l'égard des cautionnements personnels
qui se montent au delà de 600 fr., il est exigé
a) Que l'acte soit passé devant notaire;
b) Que celui qui se porte caution soit domicilié
dans le Grand-Duché;
c) Qu'il ne remplisse pas une place ou n'exerce pas
un genre d'industrie qui le rende comptable envers le
trésor, ou pour lequel il a un compte ouvert avec le
Gouvernement;
d) Qu'il soit justifié de la solvabilité du caution-
naire par un acte de l'administration communale, qui
1) Voy. art. 6 loi du 12 décembre 1878.
devra être renouvelé tous les trois ans, et pourra
même, à la réquisition du receveur, être renouvelé
tous les ans;
e) Que le cautionnement ne pourra être révoqué
que par écrit, et que cette révocation ne pourra avoir
d'effet qu'un mois après la signification de l'acte re-
latif à cette révocation;
f) Qu'en cas de décès des cautions, le cautionne-
ment restera affecté pendant la durée de trente jours,
qui suivront celui auquel les héritiers de la caution
auront donné connaissance de son décès au receveur.
Si le cautionnement personnel se monte à
600 fr. ou au-dessous, le receveur pourra se contenter
d'un acte sous seing privé, mais légalisé et dûment
enregistré. On observera à l'égard de ces cautionne-
ments ce qui a été prescrit à l'article précédent sous
les lettres b, c, e et f.
Le montant des cautionnements sera basé
sur l'intégralité de la somme pour laquelle la garantie
est fournie et non sur le principal seulement.
Les cautionnements à fournir au profit de
l'Administration seront exempts du droit d'enregis-
trement, mais devront néanmoins être enregistrés.
Si le receveur et le contribuable n'étaient
point d'accord sur la suffisance d'un cautionnement,
l'affaire sera soumise à la décision de l'Administra-
tion générale; si cette décision est en faveur du rede-
vable, le receveur sera à couvert de toute responsa-
bilité ultérieure, pourvu que les poursuites contre les
contribuables et leurs cautions aient été entamées et
dirigées conformément aux lois.
Lorsque les acquits ou documents déli-
vrés sous caution ne seront pas rentrés au bureau où
ils auront été délivrés, dans les six semaines après
l'expiration du délai y fixé pour s'en servir, revêtus
du certificat de décharge constatant qu'il a été satis-
fait à leur contenu, le receveur procédera au recou-
vrement des droits et accises.
Ce terme de six semaines ne sera pris en considé-
ration et le recouvrement aura lieu plus tôt, dans les
cas où les lois spéciales fixent un plus bref délai pour
la rentrée des dits documents.
Les crédits particuliers accordés aux con-
tribuables sans autorisation ou les payements faits
hors des bureaux ou à des employés non qualifiés à
cet effet, ne seront pas pris en considération, non plus
que la prétendue annulation ou perte des pièces ou
titres justificatifs du payement.
65 h
Pour les marchandises qui seraient perdues, nau-
fragées, brûlées, dénaturées, ou qui manqueraient de
toute autre manière et sur lesquelles l'accise due
n'aurait pas encore été acquittée, le payement de-
vra en être effectué, à moins qu'il n'en soit autre-
ment ordonné par la loi, ou que, dans des cas très
particuliers, l'exemption en ait été accordée par nous.1)
Le receveur qui aura reçu le cautionne-
ment ouvrira, à son bureau, avec celui qui jouira d'un
crédit pour l'accise, un compte d'entrée et de sortie,
soit, pour chaque partie de marchandises en particu-
lier, soit en général pour tous les objets entrés et sor-
tis pour son compte pendant l'année entière, et ce
après que l'intéressé se sera obligé par écrit à l'acquit-
tement de l'accise pour les marchandises qui seront
portées à son dit compte.
Toutes les personnes qui ont un compte
ouvert avec l'Administration, et qui voudraient
quitter le pays quant à leur domicile, seront au préa-
lable obligées de liquider et d'acquitter totalement
tous les crédits non apurés; à défaut de quoi, elles
pourront être arrêtées dans leurs personnes, et leurs
biens pourront être saisis jusqu'à ce qu'elles aient
satisfait à leurs obligations.
Tous ceux qui, sans quitter le pays, chan-
geront de domicile ou transféreront le commerce pour
lequel ils ont un compte ouvert avec l'Administra-
tion, soit pour le crédit à terme, soit pour le crédit
permanent, seront tenus de liquider leur compte avec
le receveur du lieu d'où ils partent et où ils ont ce
compte ouvert; leur dit compte pourra néanmoins
être transcrit à la recette de l'endroit où ils s'établi-
ront, ou dans lequel ils transféreront leur commerce,
pourvu qu'ils se conforment à ce qui est prescrit par
les lois spéciales pour ce qui concerne les ventes avec
transcription de l'accise ou du crédit permanent.
Dans Je cas où ils négligeraient de se liquider de
cette manière, ils seront contraints au lieu de leur
nouveau domicile ou à celui où ils auront transféré
leur commerce, à acquitter en une seule fols tous les
termes de crédit portés à leur compte et non soldés,
ainsi que l'accise due sur toutes les marchandises.
pour lesquelles ils jouissaient d'un crédit permanent.
Les contribuables qui jouissent d'un cré-
dit à termes et qui auront négligé d'acquitter un
terme de crédit à son échéance, sur l'avertissement
qui leur aura été envoyé à cet égard par le receveur,
seront privés de la faveur du crédit à termes, et les
receveurs seront obligés de les contraindre par exé-
1) Voy. art. 3 de la loi du 14 avril 1911.
cution parée, tant au payement du terme échu et non
soldé qu'à ceux encore existants à leur compte et non
encore échus.
Tout le montant des comptes de crédit à
termes pourra de même être exigé en une seule fois
aussitôt qu'un contribuable sera déclaré en état de
faillite ou qu'il devra surseoir ses payements.
11. — Loi du 12 décembre 1878.
Les receveurs ont, au nom de l'Adminis-
tration, le droit d'exécution parée, privilège sur les
biens meubles prenant rang immédiatement après
les privilèges mentionnés aux art. 2101 et 2102 du
code cibil1), et à l'art. 191 du code de commerce2);
ils ont également hypothèque légale sur tous les
biens immeubles de ceux qui sont redevables de l'ac-
cise, tant pour l'accise même que pour les frais rela-
tifs à l'emmagasinage, la garde et la vérification des
marchandises sujettes aux accises, ainsi que pour
ceux occasionnés par leur recouvrement.
1) Art. 2101 du Code civil. — Les créances privilégiées sur
la généralité des 'meubles sont 'celles ci-après exprimées,
et s'exercent dans l'ordre suivant : 1° les frais de justice ;
— 2° les frais funéraires ; 3° les frais quelconques de la der-
nière maladie, concurremment entre ceux à qui ils sont
club ; — 4° l'es salaires des gens de service, pour l'année
échue et ce qui est dû sur l'année courante ; — 5° les four-
nitures de subsistances faites au débiteur et à sa famille ;
savoir, pendant les six derniers mois, par les marchands
en détail, tels que boulangers, bouchers et autres ; et pen-
dant la" dernière année, pour les maîtres de pension et
marchands en gros.
L'exécution parée sera exercée au moyen
de contraintes qui seront décernées par les receveurs.
Les contraintes seront visées sans frais et décla-
rées exécutoires par le directeur des contributions
(art. 2 de la loi du 24 avril 1876); elles pourront être
signifiées par les employés ordinaires de l'Adminis-
tration.
Les contraintes une fois lancées, l'exécution parée
ne pourra être arrêtée par le contraint qu'au moyen
d'une opposition motivée et dûment insinuée au re-
ceveur poursuivant, laquelle devra contenir en même
temps assignation de ce receveur à comparaître en
justice, à jour fixe, arrivant endéans les dix jours à
partir de la date de la signification de l'exploit d'op-
position.
Les assignations seront données à comparaître au
tribunal civil de l'arrondissement dans lequel est
situé le bureau de payement.
L'opposition ayant été rejetée, il ne sera admis ni
appel, ni autre pourvoi contre le jugement, que moy-
ennant consignation du montant des condamnations.
Il sera procédé ultérieurement sur les contraintes
de la manière qu'il en a été statué, ou qu'il en sera
statué dans la suite par les lois sur la procédure en
matiére civile pour l'exécution des jugements.
1) La faveur de l'entrepôt a été abolie par la loi du 12
décembre 1878 (art. 7), mais l'art. 19) de la loi du 14 avril
1911 prévoit de nouveau rétablissement des entrepôts.
Chap.
XXVI. - Des obligations et des droits des
employés et de la protection à leur accorder.
Les employés se conduiront envers tous
ceux avec lesquels ils ont des relations dans l'exer-
cice de leurs fonctions, et surtout envers les voya-
geurs et, personnes qui viennent de l'étranger, avec
égards et célérité, et leur donneront tous les ren-
seignements dont ils pourraient avoir besoin, sans
néanmoins donner à un tiers des communications
quelconques concernant les affaires d'un particulier
à un autre.
Les employés devront se contenter des
revenus qui leur sont ou seront accordés par nous,
et ne pourront rien recevoir au delà de ce qui leur est
légalement alloué, nonobstant les offres qui leur
seraient librement ou volontairement faites à, cet
égard, ni sous quelque prétexte que ce soit; le tout
sous les peines prononcées par les lois et indépen-
damment de la destitution, suspension, et telles
autres dispositions administratives que les circon-
stances pourront rendre nécessaires.
Dans toutes les affaires concernant la
partie des droits d'entrée et de sortie et des accises,
les employés pourront effectuer tous exploits, cita-
tions et assignations judiciaires qui se font ordinaire-
ment par les huissiers.
Art. 321, Lorsqu'un employé ne pourra se procu-
rer, dans la commune où il est ou sera nommé, un
logement convenable moyennant un loyer raison-
nable, il pourra s'adresser au chef de l'autorité locale
afin d'obtenir, par son ordre ou intervention, une
habitation suffisante, sous payement d'un loyer fixé
raisonnablement. Les commissaires de district veille-
ront à ce qu'il soit promptement fait droit aux
demandes de cette espèce par les chefs des autorités
communales ou locales.
Toutes les autorités civiles, et en parti-
culier les forces armées, de même que les officiers de
justice et de police, prêteront, lorsqu'ils en seront
requis, assistance et protection aux employés des
droits d'entrée et de sortie et des accises, dans toutes
les affaires concernant l'exercice de leurs fonctions
et l'exécution des lois y relatives. Ils seront respon-
sables des dommages qu'ils auraient pu occasion-
ner par leur négligence ou par un refus mal fondé
d'assistance.
Art. 323, Quiconque se permettrait d'attaquer les
employés, de se porter à des violences ou voies de fait
envers eux, de leur résister, de les outrager, ou de les
menacer par paroles ou gestes, lorsqu'ils sont dans
l'exercice de leurs fonctions, ou se permettrait, à
cause de cet exercice, de porter atteinte ou dommage
à leurs propriétés, sera poursuivi et puni sévèrement
conformément aux lois pénales.
Le refus concernant la visite, la vérifica-
tion ou l'exhibition des documents, ainsi que tous
autres empêchements apportés à l'exécution des
fonctions que les employés exercent en vertu de la
loi, seront, indépendamment des peines prononcées
contre les voies de fait et les injures, punis d'une
amende.1)
Les peines prononcées par les deux ar-
ticles précédents seront indépendantes des amendes
et confiscations'1) encourues pour les autres contra-
ventions dont ces délits pourraient être accompagnés
B. — Procédure pénale,2).
1. — Zollstrafgesetz vom 5. März 1842.3)
§ 6, § final. Kann jedoch in den unter 2, 3, 4 ange-
führten Fällen der Angeschuldigte vollständig nach-
weisen, dass er eine Contrebande oder Zolldefrauda-
tion nicht habe verüben können oder wollen, so
findet nur eine Ordnungsstrafe nach Vorschrift des
§ 18 statt.
§ 18. Die Übertretung der Vorschriften des Zollge-
setzes und der Zollordnung, sowie der in Folge der-
selben öffentlich bekannt gemachten Verwaltungs-
vorschriften, für welche keine besondere Strafe an-
gedroht ist, wird mit einer Ordnungsstrafe von
einem bis zehn Thaler geahndet.
§ 23. Treffen mit einem Zollvergehen andere Ver-
brechen zusammen, so kommt die für erstere be-
stimmte Strafe zugleich mit der für letztere vorge-
schriebenen zur Anwendung.
§ 31. Die Zollgesetz-Übertretungen (Branntwein-
steuergesetz-Übertretungen) werden, soweit sie von
dem Zoll- oder Steuerbeamten entdeckt worden,
durch Protokolle derselben festgestellt.
1) Voy. art. 55 du règlement du 26 septembre 1911 con-
cernant la perception des droits d'accises.
2) Voy. les art. 123 à 127 de la loi du 14 avril 1911.
3) Cette loi est applicable à toutes les infractions quel-
conques relatives aux fraudes en matière de droits de
consommation, de droits d'exploitation et de droits de
consommation sur l'acide acétique.
Comme elle est en même temps applicable aux infrac-
tions aux dispositions concernant les droits dits «Ueber-
gangsabgabe», le texte primitif a été conservé, et les dis-
positions modificatives concernant les infractions aux dis-
positions sur les alcools ont été imprimées entre paren-
thèses.
§ 32. Diese Protokolle müssen enthalten
1) das Datum und den Ort der Aufnahme;
2) die Namen der dabei anwesenden Personen;
3) die vollständige Angabe des Hergangs der
Sache, und
4) die Unterzeichnung der anwesenden Personen,
oder die Erwähnung, daß dieselben nicht haben
unterzeichnen wollen oder können.
Das Protokoll muß unverzüglich nach Entdeckung
der Übertretung aufgenommen, von den Beamten
mit der Versicherung der Richtigkeit des Inhalts
auf den Diensteid unterschrieben und spätestens
binnen drei Tagen, bei Verlust seiner Glaubwürdig-
keit, der Behörde eingereicht werden.
Das von zwei Zoll- oder Steuerbeamten über eine
von ihnen entdeckte Zollgesetz-Übertretung (Brannt-
weinsteuergesetz-Übertretung) vorschriftsmäßig auf.
genommene Protokoll begründet einen vollen Be-
weis der Tatsache, welche sie darin aus eigener Wahr-
nehmung angeben.
§ 33. Die Untersuchung und Entscheidung steht
in den Fällen, wo eine Freiheitsstrafe unmittelbar
stattfindet, oder beim Zusammentreffen mit andern
Verbrechen (§ 23) den Gerichten, und in den Fällen
wo es nur auf eine Ordnungsstrafe ankommt, der
Zoll- oder Steuerbehörde ausschließlich zu. In den
übrigen Fällen wird die Untersuchung von den
Hauptzoll- (Steuerdirektion) und Steuerämtern ge-
führt, und darauf im Verwaltungswege, wenn die
gesetzliche Geldstrafe (und der Wert des der Kon-
fiskation unterliegenden Gegenstandes zusammen-
genommen1) 50 Thaler nicht übersteigt, von den ge-
nannten Ämtern, sonst aber von der Zolldirektton
(Steuerdirektion) entschieden. Letztere kann jedoch,
so lange noch kein Strafbescheid erlassen worden ist,
die Verweisung der Sache zum gerichtlichen Ver-
fahren verfügen, und ebenso der
(…)ngeschuldigte
während der Untersuchung bei der Zoll- oder Steuer-
behörde, und binnen zehn Tagen präklusivischer
Frist nach Eröffnung des von letzterer abgefaßten
Strafbescheides, auf rechtliches Gehör antragen. Der
Strafbescheid wird alsdann als nicht ergangen an-
gesehen.
§ 34. Die Berufung auf rechtliches Gehör ist bei
dem Hauptzoll- (Steuerdirektion) und Steueramte
anzumelden, bei welchem die Sache anhängig ist.
Dasselbe veranlaßt hierauf die Einleitung der ge-
1) La peine de confiscation n'est pas prévue par la loi
du 14 avril 1911, mais elle a été maintenue par la loi du
22 décembre 1854, concernant les droits dits «Uebergangs-
abgabe ».
richtlichen Untersuchung, zu deren Führung bei
einem jeden Hauptzoll- (Steuerdirektion) und
Steueramte ein Untersuchungsgericht anzustellen
ist.
§ 35. Nach geschlossener Untersuchung werden
die Verhandlungen durch die Zoll-Direktion (Steuer-
direktion) an das kompetente Gericht zur Entschei-
dung eingesandt. Kompetent ist in dem Falle, wenn
bereits ein Strafbescheid im Verwaltungswege er-
gangen ist, nur das Obergericht.
§ 36, Die Führung und Entscheidung der gericht-
lichen Untersuchungen erfolgt in der Form und in
dem Instanzenzuge, welche für diejenige Gattung
von Vergehen, zu welcher die Zollgesetz-Übertretung
gehört, in den Prozeßgesetzen vorgeschrieben sind.
§ 37. Wenn die Fähigkeit des Angeschuldigten zur
Zahlung der Geldbuße nicht außer Zweifel ist, so
muß zugleich auf die im Unvermögensfalle eintre-
tende Freiheitsstrafe erkannt werden.1
§ 38. Die Hauptzoll- (Steuerdirektion) und Steuer-
ämter untersuchen die Übertretungen summarisch
und können sich hierbei der ihnen untergeordneten
Ämter und Beamten bedienen; die Beteiligten und
Zeugen werden mündlich verhört und ihre Aussagen
zu Protokoll genommen.
§ 39. Die Vorladungen geschehen durch die Steuer-
aufseher oder Unterbedienten der Zoll- oder Steuer-
ämter, oder auf deren Requisition durch die Ortsbe-
hörden nach den für die gerichtlichen Insinuationen
bestehenden Vorschriften.
§ 40. Erscheint der Angeschuldigte auf die Vor-
ladung nicht, oder verweigert er die Auslassung vor
der Zoll- oder Steuerbehörde, so wird die Sache nach
Vorschrift des'§ 33 zur gerichtlichen Untersuchung
und Entscheidungabgegeben.
§ 41. Ist jedoch die Sache zur gerichtlichen Kogni-
tion nicht geeignet, so wird, wenn die Übertretung
von einem Beamten aus eigener Wissenschaft ange-
zeigt worden, oder durch Urkunden bescheinigt ist,
der Angeschuldigte der Tat in contumaciam für ge-
ständig erachtet, wenn aber zum Beweise der Über-
tretung noch Zeugen zu vernehmen sind, mit deren
Vernehmung in contumaciam verfahren und nur auf
solche Einwendungen gegen die Glaubwürdigkeit
derselben Rücksicht genommen, welche sich aus
deren Aussagen von selbst ergeben.
1) Voy. art. 126 de la loi du 14 avril 1911.
Die Untersuchung wird ohne weitere Vorladung'
des Angeschuldigten zu Ende geführt und ent-
schieden. Diese Nachteile müssen demselben in der
Vorladung ausdrücklich bekannt gemacht werden.
§ 42. Die Zeugen sind verbunden, den an sie von
den Zoll- oder Steuerstellen ergehenden Vorladungen
Folge zu leisten.
Wer sich dessen weigert, wird dazu auf Requisi-
tion des Zoll- oder Steuer-Amtes durch das Gericht
in gleicher Art, wie bei gerichtlichen Vorladungen,
angehalten. Bei Vereidung von Zeugen, welche nur
in solchen Füllen stattfindet, in denen der Antrag
auf gerichtliche Untersuchung und Entscheidung
ausgeschlossen bleibt, ist ein mit richterlicher Qua-
lität versehener Justizbeamter zuzuziehen oder die
Zeugen sind zur Vereidung vor einen solchen Justiz-
beamten zu stellen.
§ 43. In Sachen, wo die Geldbuße (und der Konfis-
kationswert 1) zusammen den Betrag von 50 Thalern
übersteigen, muß dem Angeschuldigten auf Ver-
langen eine Frist von acht Tagen bis vier Wochen
zur Einreichung einer schriftlichen Verteidigung
gestattet werden,
§ 44. Findet die Zollbehörde (Steuerbehörde) die
Anwendung einer Strafe nicht begründet, so verfügt '
sie die Zurücklegimg der Akten.
§ 45. Der Strafbescheid, welchem die Entschei-
dungsgründe beigefügt sein müssen, wird durch das
Zoll- oder Steueramt dem Angeschuldigten nach
Befinden der Umstünde zu Protokoll publiziert oder
in der für die Vorladung vorgeschriebenen Form in-
sinuiert, Bei Eröffnung des Strafbescheides sind
dem Angeschuldigten zugleich die ihm dagegen zu-
stehenden Rechtsmittel bekannt, auch ist derselbe
auf die Erhöhung der Strafe aufmerksam zu machen,
welche er, im Falle der Wiederholung seines Ver-
gehens, zu erwarten hat, und daß dieses geschehen,
in der Publikations-Verhandlung zu erwähnen.
Wird solches bei den administrativen oder auch den
gerichtlichen Untersuchungen unterlassen, so hat
die mit der Publikation beauftragte Behörde eine
Ordnungsstrafe von 5 bis 10 Thalern verwirkt, den
Kontravenienten trifft jedoch dessenungeachtet bei
der Wiederholung des Vergehens die auf letztere
gesetzte Strafe,
§ 46. Der Angeschuldigte kann, wenn er von der
Befugnis zur Berufung auf richterliche Entscheidung
1) Voir note sub. § 33
keinen Gebrauch machen will, gegen den Strafbe-
scheid den Rekurs an die zunächst vorgesetzte Fi-
nanzbehörde und zwar, wenn die Entscheidung von
einem Haupt-Zollamte ausgegangen ist, an die Zoll-
Direktion, und wenn sie von letzterer ausgegangen
ist, an den Gouverneur ergreifen1). Dies muß jedoch
binnen zehn Tagen präklusivischer Frist nach der
Eröffnung
des Strafbescheides
geschehen
und
schließt fernerhin jedes gerichtliche Verfahren aus.
Der Rekurs ist bei dem Zoll- oder Steueramte,
welches die Untersuchung geführt hat, anzumelden.
Wenn mit der Anmeldung des Rekurses nicht zu-
gleich dessen Rechtfertigung verbunden ist, so wird
der Angeschuldigte durch das Zoll- oder Steueramt
aufgefordert, die Ausführung seiner weiteren Ver-
teidigung in einem nicht über vier Wochen hinaus
anzusetzenden Termin zu Protokoll zu geben oder
bis dahin schriftlich einzureichen.
§ 47. Die Verhandlungen werden hiernächst zur
Abfassung des Rekurs-Resoluts an die kompetente
Behörde eingesandt. Hat jedoch der Angeschuldigte
zur Rechtfertigung des Rekurses neue Tatsachen
oder Beweismittel, deren Aufnahme erheblich be-
funden wird, angeführt, so wird mit der Instruktion
nach den für die erste Instanz gegebenen Bestim-
mungen verfahren.
§ 48. Das Rekurs-Resolut, welchem die Entschei-
dungsgründe beizufügen sind, wird an das betref-
fende Zoll- oder Steueramt befördert, und nach er-
folgter Publikation oder Insinuation vollstreckt.
§ 49. Bei der Untersuchung im Verwaltungswege
kommen außer den baaren Auslagen an Porto,
Stempel, Zeugengebühren u. s. w. keine Kosten
zum Ansatze.
§ 50. Die Veräusserung der Konfiskate wird ohne
Unterschied, ob die Entscheidung im gerichtlichen
oder im Verwaltungswege erfolgt ist, durch die
Zoll- oder Steuerbehörde bewirkt.2) Die Vollstre-
ckung der rechtskräftigen Erkenntnisse geschieht
von dem Gerichte, die der Resolute aber von der
Zoll- oder Steuerbehörde, welche dabei nach den für
Exekutionen im Verwaltungswege erteilten Vor-
schriften zu verfahren hat.3) Die Zoll- oder Steuer-
behörde kann nach Umständen der Vollstreckung
Einhalt tun, und die Gerichte haben ihren desfall-
sigen Anträgen Folge zu geben.
§ 51. Zur Beitreibung von Geldbußen darf ohne
die Zustimmung des Verurteilten, insofern dieser
ein Inländer ist, kein Grundstück subhastirt werden.
§ 52. Die Veräusserung der Konfiscate erfolgt in
den Formen, welche für die Veräusserung von Pfand-
stücken vorgeschrieben sind.1)
§ 53. Kann die Geldbuße ganz oder teilweise nicht
beigetrieben werden, so ist, wenn nicht schon für den
Unvermögensfall auf eine Freiheitsstrafe erkannt
worden, die Geldbuße von dem Gerichte durch ein
Resolut in eine verhältnismäßige Freiheitsstrafe zu
verwandeln, und letztere zu vollstrecken.2)
Bei den im Verwaltungswege festgesetzten Geld-
bußen geschieht die Verwandlung auf den Grund
eines von den Zoll- oder Steuerbehörden unter der
Ausfertigung des Strafresoluts zu setzenden Attestes
über die Uneinziehbarkeit der Geldbuße durch das
kompetente Obergericht, welches dabei auf eine Prü-
fung der erfolgten Entscheidung nicht weiter ein-
gehen darf.3)
§ 54. Ausländer, welche die gegen sie erkannte
Geldbuße nicht abtragen, sind, sobald sie im In-
lande betroffen werden, von der Zoll- oder Steuer-
behörde unter Zuziehung der Orts-Obrigkeit zu ver-
haften, und wenn sie hierauf nicht binnen einer, nach
den Umständen zu bestimmenden Frist für die Be-
richtigung oder Sicherstellung der Geldbuße sorgen
an die Gerichte behufs der Vollstreckung der sub-
sidiarisch eintretenden Freiheitsstrafe abzuliefern.
§ 55. Der Verurteilte kann von der statt der Geld-
buße bereits in Vollzug gesetzten Freiheitsstrafe
sich nur durch Erlegung des vollen Betrages der er-
kannten Geldbuße befreien.
§ 56. Ist für die Geldbuße ein Anderer nach Vor-
schrift des § 194) verhaftet, so veranlaßt die Zoll-
oder Steuerbehörde die Zuziehung desselben zu der
gegen den Kontravenienten eingeleiteten Unter-
suchung, worauf in dem Strafbescheide der Zoll-
oder Steuerbehörde oder in dem gerichtlichen Er-
kenntnisse wegen der Zollgesetz-Übertretung zu-
gleich über die subsidiarische Verhaftung mit ent-
schieden wird.
§ 57. Dem subsidiarisch Verhafteten steht gegen
die Entscheidung der Zoll- oder Steuerbehörde die
Berufung entweder an die zunächst vorgesetzte In-
stanz oder an die Gerichte offen. Hat der Kontra-
1) Der General-Direktor der Finanzen entscheidet über
eingelegte Berufung, vorbehaltlich eventuellen Rekurses an
den Staatsrat. (Art. 124 des Gesetzes vom 14 April 1911.)
2) Voir note sub. § 33 ci-avant.
3) Voir arrêté r.-g.-d. du 27 août 1843 ci-après.
1) Voir arrêté r. g.-d. du 27 août 1843 ci-après.
2) Voir art. 126 de la loi du 14 avril 1911.
3) Voir art. 126 de la loi du 14 avril 1911.
4) Voir art. 109 à 113 de la loi du 14 avril 1911.
venient gegen den Strafbescheid eine andere Art der
Berufung, als der subsidiarisch Verhaftete, gewählt,
so steht es dem Letzteren frei, sich der von dem Er-
steren gewählten Berufung nachträglich anzu-
schließen. Will er dieses nicht, so bleibt das weitere
Verfahren ausgesetzt, bis über die Zollgesetz-Ueber-
tretung (Branntweinsteuergesetz-Uebertretung) in
dem von dem Kontravenienten gewählten Wege
entschieden worden ist.
§ 58. Ist die Zuziehung des subsidiarisch Verhaf-
teten unterblieben oder Letzterer auf die Vorladung
der Zoll- oder Steuerbehörde, bei der im Verwal-
tungswege rechtskräftig beendigten Untersuchung
nicht erschienen, so fertigt diejenige Zoll- oder
Steuerbehörde, welche nach § 33 zur Entscheidung
der Hauptsache kompetent war, nachdem die Exe-
kution gegen den Kontravenienten vergeblich ver-
sucht worden, einen Zahlungsbefehl aus und läßt
denselben dem subsidiarisch Verhafteten mit dem
Bedeuten zugehen, daß wenn er sich zu der Vertre-
tung nicht verpflichtet halte, ihm dieserhalb binnen
zehn Tagen präklusivischer Frist die Berufung an
die höhere Finanzbehörde (§ 46) oder an die Gerichte
offen stehe.
§59. Die abgesondert von der Untersuchung wider
den Kontravenienten zur gerichtlichen Kognition
gelangende subsidiarische Verhaftung wird im Wege
des summarischen Prozesses erörtert und ent-
schieden.
Das Gericht darf hierbei nur auf die Beurteilung
der Frage eingehen, ob der Fall der subsidiarischen
Verhaftung nach den Gesetzen vorhanden sei. Eben
dieses findet Statt, wenn der Kontravenient sich bei
dem verurteilenden Erkenntnisse beruhigt, der sub-
sidiarisch Verhaftete aber von den in den Prozeß-
Gesetzen geordneten Rechtsmitteln Gebrauch macht.
§ 60. Wenn ein Unbekannter, welcher auf einer
Uebertretung der Zollgesetze (Branntweinsteuerge-
setze) betroffen worden, sich entfernt und verbotene
oder abgabepflichtige Gegenstände ohne oder mit
andern Sachen zurückgelassen hat, so wird hierüber
eine öffentliche Bekanntmachung von der Zoll-Di-
rektion (Steuer-Direktion) erlassen, und dreimal von
vier zu vier Wochen in die amtlichen Blätter einge-
rückt. Meldet sich hierauf Niemand binnen vier
Wochen nach der letzten Bekanntmachung, so
werden die Sachen zum Vorteil der Staatskasse ver-
kauft, dem Inhaber oder Eigentümer bleibt aber
vorbehalten, seine Ansprüche auf Erstattung des
Erlöses noch bis zum Ablauf eines Jahres, von der
ersten Bekanntmachung an gerechnet, geltend zu
machen.
Beträgt der Wert der Sachen nicht über 50 Thaler
so bedarf es der öffentlichen Bekanntmachung nicht.
Der Verkauf kann alsdann, wenn sich binnen vier
Wochen nach der Beschlagnahme Niemand ge-
meldet hat, verfügt werden, und die einjährige Frist
für den Eigentümer oder Inhaber der Sache zur Gel-
tendmachung seiner Ansprüche auf Erstattung des
Erlöses wird vom Tage der Beschlagnahme an ge-
rechnet.
II. — Arrêté r. g.-d du 27 août 1843.1)
— Les créances privilégiées sur certains meubles
sont
1° les loyers et fermages des immeubles, sur les fruits de
la récolte de l'année, et sur le prix de tout ce qui garnit
la maison louée ou la ferme, et de tout ce qui sert à l'ex-
ploitation de la ferme ; savoir, pour tout ce qui est échu,
et pour tout ce qui est à échoir, si les baux sont authen-
tiques, ou si, étant sous signature privée, ils ont une date
certaine ; et dans ces deux cas, les autres créanciers ont
le droit de relouer la maison ou la, ferme pour le restant
du bail, et de faire leur profit des baux ou fermages, à la
charge toutefois de payer au propriétaire tout ce qui lui
serait encore dû ; et à défaut de baux authentiques ou
lorsqu'étant sous signature privée ils n'ont pas une date
certaine, pour une année a partir de l'expiration de. l'année
courante ; le même privilège a lieu pour les réparations
locatives, et pour tout ce qui concerne l'exécution du bail ;
néanmoins les sommes dues pour les semences ou pour les
frais de la récolte de l'année sont payées sur le prix de
la récolte, et celles dues pour ustensiles, sur le prix de ces
ustensiles, par préférence au propriétaire, dans l'un et
l'autre cas ; — le propriétaire peut saisir les meubles qui
garnissent sa maison ou sa ferme, lorsqu'ils ont été dé-
placés sans son consentement, et il conserve sur eux son
privilège, pourvu qu'il ait fait la revendication ; savoir, lors-
qu'il s'agit du mobilier qui garnissait une ferme, dans le
délai de quarante jours, et dans celui de quinzaine, s'il
s'agit des meubles garnissant une maison;
2° la créance sur le gage dont le créancier est saisi;
3° les frais faits pour la conservation de la chose ;
4° les prix d'effets mobiliers non payés, s'ils sont encore
en la possession du débiteur, soit qu'il ait acheté à terme
ou sans terme; si la vente a été faite sans terme, le ven-
deur peut même revendiquer ces effets tant qu'ils sont en
la possession de l'acheteur, et en empêcher la revente, .
pourvu que la revendication soit faite dans la huitaine de
L'inscription d'hypothèque légale sera faîte par le
conservateur des hypothèques, sans frais et sous les
formalités mentionnées en l'art. 2153 du code civil;
cependant, pour autant que les redevables auront
garanti leur dette, en fournissant un cautionnement
en numéraire, en biens immeubles ou en obligations
de l'emprunt grand-ducal ou d'emprunts commu-
la livraison, et que les effets se trouvent dans la même
état dans lequel cette livraison a été faite; le privilège du
vendeur ne s'exerce toutefois qu'après celui du propriétaire
de la maison ou de la ferme, à moins qu'il ne soit prouvé
que le propriétaire avait connaissance que les meubles et
autres objets garnissant sa maison ou sa ferme n'apparte-
naient pas au locataire; il n'est rien innové aux lois ,et
usages du commerce sur la revendication;
5° les fournitures d'un aubergiste, sur les effets du voya-
geur qui ont été transportés dans son auberge ;
6° les frais de voiture et les dépenses accessoires, sur la
chose voiturée ;
7° les créances résultant d'abus et de prévarications com-
mis par les fonctionnaires publics dans l'exercice de leurs
fonctions, sur les fonds de leur cautionnement, et sur les
intérêts qui en peuvent être dus.
2) Art. 191 du Code de commerce. — Sont privilégiées, et
dans l'ordre où elles sont rangées, les dettes ci-après dé-
signées
1° les frais de justice et autres, faits pour parvenir à la
vente et à la distribution du prix ;
2° les droits de pilotage, tonnage, cale, amarrage et bassin
ou avant-bassin ;
3° les gages du gardien, et frais de garde du bâtiment,
depuis son entrée dans le port jusqu'à la vente;
4° le loyer des magasins où se trouvent déposés les agrès
et les apparaux ;
5° les frais d'entretien du bâtiment et de ses agrès et
apparaux, depuis son dernier voyage et son entrée dans
le port ;
6° les gages et loyers du capitaine et autres gens de l'équi-
page employés au dernier voyage ;
7° les sommes prêtées au capitaine pour les besoins du
bâtiment pendant le dernier voyage, et le remboursement
du prix des marchandises par lui vendues pour le même
objet;
8° les sommes dues au vendeur, aux fournisseurs et ou-
vriers employés à la construction, si le navire n'a point
encore fait de voyage ; et les sommes dues aux créanciers
pour fournitures, travaux, main-d'œuvre, pour radoub, vic-
tuailles, armement et équipement, avant le départ du
navire, s'il a déjà navigué ;
9° les sommes prêtées à la grosse sur le corps, quille,
agrès, apparaux, pour radub, victuailles, armement et
équipement, avant le départ du navire ;
10° le montant des primes d'assurance faites sur le corps,
quille, agrès, apparaux et sur armement et équipement de
navire, dues pour le dernier voyage ;
11° les dommages-intérêts dus aux affrêteurs, pour le
défaut de délivrance des marchandises qu'ils ont chargées,
ou pour le remboursement des avaries souffertes par,les
dites marchandises par la faute du capitaine ou de l'équi-
page.
Les créanciers compris dans chacun des numéros du
présent article viendront en concurrence, et au marc le
franc, en cas d'insuffisance du prix.
naux, le privilège et l'hypothèque légale n'auront pas
lieu, et dans ce cas, les intéressés obtiendront un
titre justificatif à cet égard, sur leur demande, sauf
néanmoins que l'Administration sera préférée à tous
autres créanciers sur les marchandises qui se trou-
vent dans les entrepôts au nom de son débiteur. 1)
Dans le privilège sur les biens meubles sont com-
pris tous les instruments et ustensiles qui se trouvent
dans les fabriques et les usines des redevables, sans
distinction à qui en est la propriété, et à tel effet que
l'exécution pourra en être poursuivie comme d'objets
mobiliers.
Le privilège et l'hypothèque légale commencent à
courir du jour où la dette a été contractée et cesse
une année après qu'elle est devenue exigible.
Le droit d'exécution parée peut être exercé égale-
ment contre les cautions ou redevables, et cesse, à
l'égard des uns et des autres, lorsqu'une année se sera
écoulée depuis que la dette a été exigible; après ce
temps, les receveurs conserveront néanmoins, au
nom de l'Administration, l'action personnelle ordi-
naire, sauf le cas où il aurait été fixé un terme de
prescription plus court.