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Arrêté grand-ducal du 8 juin 1908, approuvant diverses modifications et ajoutes à l'annexe B du règlement d'exploitation des chemins de fer Guillaume Luxembourg.

8 Articles / Dispositions · Luxembourg
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Table des dispositions (8)

Texte législatif (8 Articles)

Arrêté grand-ducal du 8 juin 1908, approuvant diverses modifications et ajoutes à l'annexe B du règlement d'exploitation des chemins de fer Guillaume Luxembourg.

Grand-Duché de Luxembourg.

Memorial

des

Großherzogthums Luxemburg.

Mardi, 9 juin 1908.

N° 33.

Dienstag, 9. Juni 1908.

Arrêté grand-ducal du 8 juin 1908, approuvant

diverses modifications et ajoutes à l'annexe B

du règlement d'exploitation des chemins de fer

Guillaume Luxembourg.

Nous GUILLAUME, par la grâce de Dieu,

Grand-Duc de Luxembourg, Duc de Nassau,

etc., etc., etc.

Vu l'art. 7 du traité du 11 novembre 1902,

approuvé par la loi du 3 avril 1903, concernant

l'exploitation des chemins de fer Guillaume-

Luxembourg ;

Vu le règlement d'exploitation pour les dits

chemins de fer, approuvé par arrêté g.-d. du 23

décembre 1899;

Vu l'arrêté g.-d. du 23 octobre 1904, portant

approbation de diverses dispositions modifica-

tives et complémentaires introduites dans le dit

règlement d'exploitation ;

Notre Conseil d'Etat entendu ;

Sur le rapport de Notre Directeur général des

travaux publics et après délibération du Gou-

vernement en conseil ;

Avons arrêté et arrêtons

règlement d'exploitation ;

Sont approuvées, sous le mérite des

réserves insérées dans l'arrêté g.-d. susvisé du

23 octobre 1904, les dispositions modificatives

ci-après relatées, à introduire à l'annexe B du

règlement d'exploitation des chemins de fer

Guillaume-Luxembourg

Großh. Beschluß vom 8. Juni 1908, wodurch

verschiedene Abänderungen und Ergänzungen

der Anlage B zum Betriebsreglement (Ver-

kehrsordnung)

der

Wilhelm

Luxemburg-

Eisenbahnen genehmigt werden.

Wir

Wilhelm,

von Gottes Gnaden Groß-

herzog von Luxemburg,

Herzog zu Nassau,

u.,

u.,

u.;

Nach Einsicht des Art. 7 des Vertrags vom 11.

November 1902, genehmigt durch Gesetz vom 3.

April 1903, den Betrieb der Wilhelm-Luxemburg-

Eisenbahnen betreffend;

Nach Einsicht des durch Großh. Beschluß vom

23. Dezember 1899 genehmigten Betriebs-Regle-

ments genannter Eisenbahnen;

Nach Einsicht des Großh. Beschlusses vom 23.

Oktober 1904, wodurch verschiedene Abänderungen

und Zusätze des genannten Betriebsreglementes

genehmigt werden;

Nach Anhörung Unseres Staatsrates;

Auf den Bericht Unseres General-Direktors der

öffentlichen Arbeiten und nach Beratung der Re-

gierung im Conseil;

Haben beschlossen und beschließen

règlement d'exploitation des chemins de fer Guillaume-Luxembourg

Nachstehende Abänderungen der An-

lage B zum Betriebsreglement (Berkehrsordnung)

der Wilhelm Luxemburg-Eisenbahnen sind unter

Beachtung der in dem vorgezogenen Großh. Be-

schluß, vom 23 Oktober 1904, enthaltenen Vor-

behalte genehmigt

DU

I. In Nr. XIV wird am Ende folgender Abs. (4) nachgetragen

(4) Plastrotyl (ein Gemenge von Trinitrotoluol mit 14—18 pCt. Dinitrotoluol, Lärchenter-

pentin und höchstens 0,5 pCt. Kollodiumwolle) wird befördert, wenn es in starke Holzgefäße fest

verpackt ist. deren Fugen so gedichtet sind, daß ein Ausstreuen nicht stattfinden kann.. Die Ge-

fäße dürfen nicht mit eisernen Reifen oder Bändern versehen sein. Der Verschluß darf nicht

durch eiserne Nägel erfolgen. Statt der Holzgefäße dürfen auch sogenannte amerikanische (Pappe)

Fässer verwandt werden. Das Gewicht des Plastrotyls in einem Gefäße darf 60 Kilogramm,

das Rohgewicht eines gefüllten Gefäßes 90 Kilogramm nicht übersteigen. Die Gefäße müssen

eine den Inhalt deutlich kennzeichnende Aufschrift tragen.

II. In Nr. XXXVa

a) In der Eingangsbestimmung der Ziffer 6 werden

1. die Worte: durch nitrierte Chlorhydrine ersetzt ist (Hyhrindynamit): geändert in: durch

nitrierte Chlorhydrine (Hydrindynamit) oder durch Nitrobenzol ersetzt ist.

2. Dahinter wird eingeschaltet

Patronen aus Cosilit (einem Gemenge, das höchstens 30 pCt. Nitroglyzerin, mindestens 40 pCt.

Pflanzenmehl und außerdem Natron- oder Kalisalpeter und Kochsalz enthält

3. die Worte: Patronen aus C-Pulver Silesia (Gemenge von höchstens 85 pCt. Kalium-

chlorat mit einem nitrierten Gemische von Harz und Stärkemehl), werden ersetzt durch

Patronen aus dem Sprengstoffe Silesia (Gemenge von höchstens 85 pCt. Kaliumchlorat und

reinem oder nitriertem Harze, mit oder ohne Zusatz von nitriertem Mehle) — siehe auch Nr.

XXXVg —

b)

Unter „A. Verpackung. Zu 6" wird der Abs, (3), wie folgt, gefaßt

(3) Auf die zur Ausfuhr in das Ausland bestimmten Sendungen und. auf die kein Nitro-

glyzerin enthaltenden dynamitartigen Stoffe finden die Vorschrift im Abs. (1) wegen Benutzung

von Wellpappe bei der Verpackung sowie der Abf. (2) keine Anwendung.

III. In Nr. XXXc wird eingeschaltet

1. In den mit „Ammon-Carbonit" beginnenden Absatz am Schlusse hinter „Nitroglyzerin"

folgender Zusatz

mit oder ohne Zusatz von Ruß),

2. vor dem mit „Thunderite"' beginnenden Absatze

Thornit (Gemenge von Ammoniaksalpeter und Pflanzenmeh, mit oder ohne Zusatz von

tierischen oder pflanzlichen Fetten),

3. hinter dem mit „Thunderite" beginnenden Absatze

Titanik III (Gemenge von Ammoniaksalpeter, höchstens 12 pCt. Curcumakohle und höchstens

pCt. Trinitrotoluol),

Titanik IV (Gemenge von Ammoniaksalpeter und höchstens 12 pCt, Curcumakohle),

4. hinter dem mit „Neuwestfalit" beginnenden Absatze

Gelatine-Westfalit, (einem gelatinierten oder pulverformigen Gemenge aus Kali- oder Natron-

salpeter — oder einem Gelmische von Heiden — mit Ammoniaksalpeter, das höchslens 50 pCt. Dim-

trochlorhydrin. höchstens 5 pCt. Trinitroglyzerin und höchstens 2 pCt. Kollodiumwolle enthält,

während der Rest aus Kohlenwaswstoffen, Pflanzenmehlen und neutralen Salzen — wie Chlor-

kalium, Chlornatrium und Oxalaten — sowie aus Nitroverbindungen der aromatischen Reihe — wie

Nitrotoluol, Dinitrotoluol und Nitronaphtalin — besteht).

IV. In Nr. XXXVe werde geändert

1. I m Eingang und unter a die Worte „durchgelatinierte Pulvergewebe" in

durchgelatinierte Pulverfäden

2. unter b die Worte „mit Pulvorgeweben" in

mit Pulverfäden und daraus hergestellten Fabrikaten.

V. Hinter Nr. XXXVf wird folgende neue Nummer eingefügt

XXXVg: Patronen aus dem Sprengstoffe Silesia (Gemenge von höchstens 75 pCt. Kalium-

chlorat und reinem oder nitriertem. Harze, mit oder ohne Zusatz von nitriertem Mehle) werden

bei Aufgabe in Mengen bis zu 200 Kilogramm unter folgenden Bedingungen befördert

1) a) Die Patronen find in luftdicht verschlossene Blechbüchsen und diese in starke Holzkisten

zu verpacken.

b) Mit Paraffin oder Ceresin getränkte Patronen können auch durch eine feste Umhüllung

von Papier in Pakete vereinigt werden. Ferner dürfen Patronen, die nicht so getränkt sind, bis

zum Gewichte von 2 Kilogramm in Pakete vereinigt werden, die durch einen Ueberzug von Ce-

resin und Harz völlig von der Luft abgeschlossen sind. Die Pakete sind in haltbare hölzerne

Kisten oder Tonnen, deren Fugen so gedichtet sind, daß ein Ausstreuen nicht stattfinden kann,

fest zu verpacken. Zum Zusammenfügen der Kistenwände verwendete eiserne Nägel müssen ver-

zinkt sein.

c) Frei bleibende Räume in den Kisten oder Tonnen müssen mit Pappe, Papier, Werg, Hol-

wolle oder dergleichen so ausgefüllt sein, daß die Patronen sich nicht bewegen können,

d) Jede Kiste oder Tonne darrf höchstens. 25 Kilogramm Patronen enthalten.

e) Die Kisten oder Tonnen müssen mit einer den Inhalt deutlich kennzeichnenden Aufschrift

versehen sein.

f) Jeder Sendung muh eine vom Fabrikanten und einem vereideten Chemiker ausgestellte Be-

scheinigung darüber beigegeben werden, daß die Zusammensetzung des Sprengstoffs der Ein-

gangsbestimmung entspricht und daß die vorstehend getroffenen Verpackungsvorschriften beachtet sind.

g) Eine gleiche Bescheinigung ist von dem Absender auf dem Frachtbrief unter amtlicher Be-

glaubigung der Unterschrift auszustellen.

(2) Es ist verboten, solche Patronen mit sprengkraftigen Zündungen oder mit Schwefelsäure,

Salzsäure oder Salpetersäure in demselben Nagen zu verladen.

(3) In einen Wagen dürfen höchstens 200 Kilogramm solcher Patronen verladen werden.

Die Annahme zur Beförderung kann hiernach beschränkt werden.

(4) Größere Mengen als 200 Kilogramm und Patronen aus Silesia, das Mehr- als. 75 pCt.

Kaliumchtorat enthält, unterliegen den Vorschriften unter Nr. XXXVa, Ziffer 6.

VI. Nr Nr. XLV. A. wird nachgetragen

a) Im Eingange hinter „verdichteter Wasserstoff": verdichtete Luft (Preßluft);

b) in Ziffer 1 d Abs. (2) hinter „verdichteter Wasserstoff": verdichtete Luft (Preßluft).

Arrêté grand-ducal du 8 juin 1908, déclarant d'utilité publique la construction d'un nouveau pont sur la Sûre à Wasserbillig.

La construction d'un nouveau pont

sur la Sûre à Wasserbillig, travaux à exécuter

sur la rive luxembourgeoise, d'après le projet

présenté par l'administration des travaux publics,

est déclarée, d'utilité publique.

En conséquence les immeubles à emprendre

pour l'exécution des dits travaux le seront con-

formément à la loi du 17 décembre 1859 sur

l'expropriation pour cause d'utilité publique.

Art. 2 Notre Directeur général des travaux

publics est chargé de l'exécution du présent

arrêté.

Luxembourg, le 8 juin 1908.

Pour le Grand-Duc,

Son Lieutenant- Représentant,

MARIE-ANNE.

Le Directeur général

les travaux publics,

Ch. DE WAHA.

Großh Beschluß vom 8. Juni 1908, wodurch

der Bau einer neuen Straßenbrücke über die

Sauer zu Wasserbillig zum Gegenstand öffent-

lichen Nutzens erklärt wird.

Wir

Wilhelm,

von Gottes Gnaden Groß-

herzog von Luxemburg,

Herzog zu Nassau,

u., u., u.;

Nach Einsicht des Gesetzes vom 29. Mai 1907,

betreffend den Bau einer neuen Brücke über die

Sauer zu Wasserbillig;

Nach Einsicht des Gesetzes, vom 17. Dezember

1859 über die Enteignung wegen öffentlichen

Nutzens;

Nach Anhörung Unseres Staatsrates.

Auf den Bericht Unseres. General Direktors der

öffentlichen Arbeiten und nach Beratung der Re-

gierung im Conseil;

Haben beschlossen und, beschließen

Arrêté grand-ducal du 8 juin 1908, déclarant d'utilité publique la construction d'un nouveau pont sur la Sûre à Wasserbillig.

Die auf dem luxemburgischen Ufer für

den Bau einer neuen Brücke über die Sauer zu

Wasserbillig auszuführenden Arbeiten nach dem

von der. Bauverwaltung vorgelegten Entwurfe

sind zum Gegenstand öffentlichen Nutzens erklärt.

Demzufolge werden die zur Ausführung besagter

Arbeiten benötigten Liegenschaften gemäß dem

Gesetze vom 17. Dezember 1859 über die Ent-

eignung wegen öffentlichen Nutzens erworben.

règlement d'exploitation des chemins de fer Guillaume-Luxembourg

Notre Directeur général des travaux

publics est chargé de l'exécution du présent

arrêté.

Luxembourg, le 8 juin 1908.

Pour le Grand-Duc;

Sou

Lieutenant-Représentant,

MARIE-ANNE.

Le Directeur général

des travaux publics,

Ch. DE WAHA.

règlement d'exploitation des chemins de fer Guillaume-Luxembourg

Unser General-Direktor der offent-

lichen. Arbeiten ist mit der Ausführung dieses Be-

schlusses beauftragt.

Luxemburg, den 8 Juni 1908.

Fur den Großherzog

Dessen

Statthalterin,

Maria-Anna.

Der General-Direktor

der öffentlichen Arbeiten,

K. de

Waha.

Bekanntmachung.

In Gemäßheit des Schlußabsatzes der Vereinbarung vom 30 Juni 1893 (Memorial S. 323),

erleichternde Vorschriften für den. Eisenbahnverkehr zwischen Luxemburg und Deutschland betref-

fend, kommen die durch vorstehenden Beschluß genehmigten Abänderungen und Ergänzungen der

Anlage B zum Betriebsreglement (Perkehrsordnung) auch im luxemburgisch-deutschen Wechsel

verkehr zur Anwendung.

Luxemburg, den 9.

Juni

1908.

Der General-Direktor der öffentlichen Arbeiten.

K. de

Waha.

Arrêté grand-ducal du 8 juin 1908, déclarant

d'utilité publique la construction d'un nouveau

pont sur la Sûre à Wasserbillig.

Nous GUILLAUME, par la grâce de Dieu,

Grand-Duc de Luxembourg, Duc de Nassau,

etc., etc., etc. ;

Vu la loi du 29 mai 1907, concernant la cons-

truction d'un nouveau pont sur la Sûre à Was-

serbillig ;

Vu la loi du 17 décembre 1859, sur l'expro-

priation pour cause d'utilité publique ;

Notre Conseil d'Etat entendu ;

Sur le rapport de Notre Directeur général des

travaux publics et après délibération du Gou-

vernement en conseil ;

Avons arrêté et arrêtons

Arrêté grand-ducal du 8 juin 1908, déclarant d'utilité publique la construction d'un nouveau pont sur la Sûre à Wasserbillig.

Unser General-Direktor der öffentlichen

Arbeiten ist mit der Ausführung dieses Beschlusses

beauftragt.

Luxemburg, den 8. Juni 1908.

Für den Großherzog

Dessen Statthalterin,

Maria-Anna.

Der General- Direktor

der öffentlichen Arbeiten,

K. de Waha.

Impr. d. I. C. Vict. Bück Luxbg

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