Arrêté grand-ducal du 4 mai 1915, approuvant diverses modifications et ajoutes à l'annexe C du règlement d'exploitation des chemins de fer Guilaume-Luxembourg.
Table des dispositions (56)
Texte législatif (56 Articles)
Mémorial
du
Memorial
des
Großherzogtums Luxemburg.
Samedi, 8 mai 1915.
N° 40.
Samstag, 8. Mai 1915.
Arrêté grand-ducal du 4 mai 1915, approuvant
diverses modifications et ajoutes à l'annexe C
du règlement d'exploitation des chemins de fer
Guilaume-Luxembourg.
Nous MARIE-ADÉLAIDE, par la grâce de
Dieu Grande-Duchesse de Luxembourg, Du-
chesse de Nassau, etc., etc., etc.;
Vu l'art. 7 du traité du 11 novembre 1902,
approuvé par la loi du 3 avril 1903, concernant
l'exploitation des chemins de fer Guillaume-
Luxembourg;
Revu les arrêté; g.-d. des 27 mars et 18
avril 1909, portant approbation du nouveau
règlement d'exploitation pour les dits chemins
de fer du 17-23 décembre 1908;
Notre Conseil d'État entendu;
Sur le rapport de Notre Directeur général
de la justice et des travaux publics, et après
délibération du Gouvernement eu conseil;
Avons arrêté et arrêtons
Sont approuvées, sous le mérite des
réserves insérées dans l'arrêté grand-ducal susdit
du 27 mars 1909, les dispositions complémen-
taires et modificatives ci-après relatées, à
introduire à l'annexe C du règlement précité
du 17-23 décembre 1908
Großh. Beschluß vom 4. Mai 1915,
wodurch
verschiedene Abänderungen und Ergänzungen
der Anlage C zum Betriebsreglement (Verkehrs-
ordnung) der Wilhelm-Luxemburg-Eisenbahnen
genehmigt werden.
Wir Maria Adelheid, von Gottes Gnaden
Großherzogin von Luxemburg, Herzogin zu
Nassau, u., u., u.;
Nach Einsicht des Art. 7 des Vertrags vom
11. November 1902, genehmigt durch Gesetz
vom 3. April 1903, den Betrieb der Wilhelm-
Luxemburg-Eisenbahnen betreffend;
Nach Wiedereinsicht der Großh. Beschlüsse
vom 27. März und 18. April 1909, wodurch das
neu(…) Betriebsreglement (Verkehrsordnung) vom
17./23. Dezember 1903 für genannte Eisen-
bahnen genehmigt wird;
Nach Anhörung Unseres Staatsrates;
Auf den Bericht Unseres General-Direktors
der Justiz und der öffentlichen Arbeiten, und
nach Beratung der Regierung im Konseil;
Haben beschlossen und beschließen
Nachstehende Abänderungen und Er-
gänzungen der Anlage C zu obenerwähntem
Betriebsreglement (Verkehrsordnung) vom 17./
23. Dezember 1908 sind unter Beachtung der in
vorbezogenem Beschlusse vom 27. März 1909
enthaltenen Vorbehalte genehmigt
Nr. la. Sprengstoffe.
Eingangsbestimmungen.
Sprengmittel.
1.
Gruppe
a).
Der mit Astralit I und II beginnende Absatz wird gefaßt
Astrlit I und II, auch mit angehängten Buchstaben (Gemenge von Ammoniaksalpeter, Kohle,
Grand-Duché de Luxembourg.
Pflanzenmehlen, höchstens 15 Prozent aromatischen Nitrokörpern, die nicht gefährlicher sind als
Trinitrotoluol, höchstens 4 Prozent mit Kollodiumwolle gelatiniertem Nitroglyzerin, auch mit Para-
finöl).
Hinter dem mit ,,Astralit III" beginnenden Absatz wird eingeschaltet
Astralit IV, auch mit angehängten Buchstaben (Gemenge von Ammoniaksalpeter, höchstens 10
Prozent aromatischen Nitroverbindungen, die nicht gefährlicher sind als Tinitronaphthalin, Pflan-
zenmehlen, und höchstens 4 Prozent mit Kollodiumwolle gelatiniertem Nitroglyzerin).
Vor dem mit "Dominit XI" beginnenden Absatz wird eingeschaltet
Detonit V, auch mit angehängten Buchstaben (Gemenge von Ammoniaksalpeter, Kohle, Pflanzen-
mehlen, höchstens 4 Prozent mit Kollodiumwolle gelatiniertem Nitroglyzerin und von neutralen,
beständigen, die Gefahr nicht erhöhenden Salzen).
2. Gruppe b).
Hinter dem mit ,,Cheddit" beginnenden Absatz wird eingeschaltet
Chloratzite (Wetter-, Kohle-Chloratzite), auch mit den angehängten Zahlen I, II, III usw. (Ge-
menge von Kaliumchlorat, Kaliumperchlorat, aromatischen Nitrokörpern, die nicht gefährlicher sind
als Trinitrotoluol, Harzen, Kohlehydraten sowie neutralen, beständigen, die Gefahr nicht erhöhenden
Salzen).
Hinter dem mit ,,Miedziankit I" beginnenden Absatz wird eingeschaltet
Miedziankit mit den angehängten Zahlen III, IV usw. (Gemenge von Kaliumchlorat, 10 Prozent
Leuchtpetroleum mit einem Flammpunkt von mindestens 30 Grad und höchstens 30 Prozent Kochsalz).
Hinter dem mit ,,Wetter-Persalit" beginnenden Absatz wird eingeschaltet
Petrolit mit den angehängten Zahlen I, II, III usw. (Gemenge von höchstens 88 Prozent Kalium-
chlorat, höchstens 3 Prozent aromatischen Nitrokohlenwasserstosfen, die nicht gefährlicher sind, als
Trinitrotoluol, flüssigen aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit einem Flammpunkt von mindestens
30 Grad sowie von neutralen, beständigen, anorganischen, die Gefahr nicht erhöhenden Salzen).
Nr. I b).
Munition.
Beförderungsvorschriften. A. Verpackung. Zu 4. a) Sprengkapseln.
Im Absatz (3) d) werden hinter ,,Holzmehl" die Worte
oder Sägemehl gestrichen.
Die seit dem 2. April 1909 zu Luxemburg
unter der Benennung Sterbekassenverein der Luxem-
burger Wirte und Wirtefrauen bestehende auf Gegen-
seitigkeit beruhende Hilfskasse, deren Bezirk das
ganze Großherzogtum umfaßt und deren gesetz-
licher Sitz zu Luxemburg ist, hat den Zweck beim
Tode eines wirklichen Mitgliedes, dem Bezugsbe-
rechtigten das statutenmäßig vorgesehene
Sterb-
geld zu verabfolgen.
II. — Zusammensetzung des Vereins,
La chasse au brocard, dite «à la
coulée», est permise dans les bois à partir
du 20 mai jusqu'au 30 juin prochain inclu-
sivement, sous les restrictions ci-après
Il ne peut être fait usage que de la cara-
bine. L'emploi de toute autre arme reste
interdit.
Sont défendus les battues et l'emploi de
chiens, et tous autres engins ou procédés de
chasse non expressément autorisés
par le
présent arrêté.
La chasse à la chevrette et au faon reste fermée.
Der Abschuß des Rehbockes im Walde
ist auf dem ,,Pürschgang" vom 20. Mai bis
zum 30. Juni k. einschließlich unter folgenden
Einschränkungen erlaubt
Der Bock darf nur mit der Büchse geschossen
werden. Der Gebrauch aller andern Waffen
bleibt untersagt.
Verboten sind Treib- und Setzjagden sowie
die Anwendung sonstiger Jagdvorrichtungen und
Jagdmethoden, die durch gegenwärtigen Be-
schluß nicht besonders ermächtigt sind.
Rehgeis und Kitz bleiben verschont.
Notre Directeur général de la justice
et des travaux publics est chargé de l'exécu-
tion du présent arrêté.
Luxembourg, le 4 mai 1915.
MARIE-ADÉLAÏDE.
Le Directeur général de la justice
et des travaux publics,
V.
THORN.
Unser General-Direktor der Justiz
und der öffentlichen Arbeiten ist mit der Aus-
führung gegenwärtigen Beschlusses beauftragt.
Luxemburg, den 4. Mai 1915.
Maria Adelheid.
Der General-Direktor der Justiz
und der öffentlichen Arbeiten,
V. Thorn.
Bekanntmachung. — Eisenbahnwesen.
In Gemäßheit des Schlußabsatzes der Vereinbarung vom 30. Juni 1893 (Memorial S. 323),
erleichternde Vorschriften für den Eisenbahnfrachtverkehr zwischen Luxemburg und Deutschland
betreffend, kommen die in der Anlage C zum vorstehenden Betriebsreglement (Verkehrsordnung)
vorgesehenen Bestimmungen über bedingungsweise zur Beförderung zugelassene Gegenstände auch
im luxemburgisch-deutschen Wechselverkehr zur Anwendung.
Luxemburg, den 5. Mai 1915.
Der General-Direktor der Justiz und der öffentlichen Arbeiten,
V. Thorn.
Avis. — Administration
de l'enregistrement et
des domaines.
Par arrêté grand-ducal du 4 mai .19.15, M.
Prosper Jacques, d'Arsdorf, a été nommé sur-
numéraire de l'administration de l'enregistre-
ment et des domaines.
Luxembourg, le 5 mai 1915.
Le Directeur général des finances,
M. MONGENAST.
Avis. — Inspection du
Travail.
Par arrêté grand-ducal en date du 30 avril
1915, le traitement du second inspecteur du
Travail a été fixé à 4900-6100 fr. (Loi du
29 juillet 1913, groupe XII b, tableau A, traite-
ments ordinaires).
Luxembourg, le 3 mai 1915.
Le Ministre
d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
Avis. — Règlements communaux.
Dans ses séances des 7 et 20 avril 19.15,
le conseil communal d'Ettelbruck a édicté des
règlements concernant la vente du pain et de
la farine et la préparation de gâteaux et de
petits pains. — Ces règlements ont été dûment
publiés.
Luxembourg, le 3 mai 1915.
Le Directeur général de l'intérieur ,
E. LECLÈRE.
Bekanntmachung — Enregistrements- und Domänen-
verwaltung.
Durch Großh. Beschluß vom 4. Mai 1915 ist
Hr. Prosper Jacques von Arsdorf zum Super-
numerar der Enregistrements- und Domänen-
verwaltung ernannt worden.
Luxemburg, den 5. Mai 1915.
Der General-Direktor der Finanzen,
M. Mongenast.
Bekanntmachung. — Gewerbe-Inspektion.
Durch Großh. Beschluß vom 30. April 1915
ist das Gehalt des zweiten Gewerbe-Inspektors
auf 4900—6100 Fr. festgesetzt worden. (Gesetz
vom 29. Juli 1913, Gruppe XII b, Tabelle A,
gewöhnliche Gehälter.)
Luxemburg, den 3. Mai 1915.
Der Staatsminister,
Präsident der Regierung.
Eyschen.
Bekanntmachung. — Gemeindereglemente.
In seinen Sitzungen vom 7. und 20. April
1915 hat der Gemeinderat von Ettelbrück Regle-
mente über den Verkauf von Brot und Mehl,
und über die Herstellung von Kuchen und Bröt-
chen erlassen. — Diese Reglemente wurden vor-
schriftsmäßig veröffentlicht.
Luxemburg, den 3, Mai 1915.
Der General-Direktor des Innern,
E. L e c l è r e .
I. — Bildung und Zweck des Vereins.
Der Verein besteht aus wirklichen und aus
Ehrenmitgliedern.
Le présent arrêté sera inséré au
Mémorial; il sera en outre publié et affiché
dans toutes les communes du Grand-Duché.
Luxembourg, le 6 mai 1915.
Le Directeur général de l'intérieur,
E.
LECLÈRE.
Sind die beiden Schiedsrichter geteilter Ansicht
so ziehen sie, oder in ihrer Ermangelung der Prä-
sident, einen dritten zu, welcher zu entscheiden hat
und dessen Entscheidung endgültig ist.
Ist die Gesellschaft als solche bei der Streitfrage
interessiert, so hat statt des Vorsitzenden der Ge-
sellschaft der Präsident der Höheren Kommission
zur Förderung der auf Gegenseitigkeit beruhenden
Hilfskassen den in den beiden vorstehenden Ab-
schnitten vorgesehenen Schiedsrichter und dritten
Schiedsrichter zu ernennen.
(Folgen die Unterschriften.)
Luxemburg, den 6. Mai 1915.
Der Staatsminister,
Präsident der Regierung,
Eyschen.
Beschluß vom 6. Mai 1915, betreffend die
Eröffnung der Jagd auf den Rehbock.
Der
General-Direktor
des
I n n e r n ;
Nach Einsicht des Art. 11 des Gesetzes vom
19. Mai 1885, über die Jagd;
Nach Einsicht des Berichtes des Hrn. Direk-
tors der Gewässer und Forsten;
Beschließt
Gegenwärtiger Beschluß soll ins ,,Me-
morial" eingerückt und außerdem in allen
Gemeinden des Großherzogtums veröffentlicht
und angeschlagen werden.
Luxemburg, den 6. Mai 1915.
Der General-Direktor des Innern,
E.
Leclère.
40a
mit Gutheißung der Oberbehörde gültig. Im Falle
der Auflösung wird die Liquidierung zufolge den
Bestimmungen des Art. 9 des Großh. Beschlusses
vom 22. Juli 1891 bewerkstelligt.
Mitglieder sind diejenigen, welche sich
allen durch die Statuten oder durch etwa erlassene
gültige Beschlüsse festgesetzten
Verpflichtungen
unterwerfen und die in Art. 34, 35 und 36 vorge-
sehenen Geldbeiträge entrichten und somit Recht
auf die vom Verein gebotenen finanziellen Vor-
teile haben.
Ehrenmitglieder sind diejenigen, welche
durch ihre Wohltaten, ihre Ratschläge und ihre Geld-
spenden zur Wohlfahrt des Vereins beitragen, und
auf die finanziellen Vorteile desselben verzichten.
Sie sind berechtigt den Sitzungen beizuwohnen,
dürfen aber nicht an den Abstimmungen teilnehmen.
III. — Aufnahmebestimmungen.
Als wirkliche Mitglieder können aufge-
nommen werden, jeder oder jede dem Verbande der
Wirte und Wirtinendes Großherzogtums Luxemburgs
angehörige Wirt oder Wirtin, sowie deren Ehegattin
oder Ehegatte, wenn er oder sie im Großherzogtum
Luxemburg ihr Gewerbe betreiben, wofern die
Gesundheitsverhältnisse
deren
Aufnahme nicht
entgegenstehen, und dieselben wenigstens 18 und
höchstens 50 vollendete Lebensjahre zählen.
Wer dem Sterbekassenverein beizutreten
wünscht, hat sich direkt an den Vorstand des Vereins
zu wenden und den Nachweis des Alters durch vor-
lage der Geburts- oder Heirats rkunde zu erbringen.
Bei einer etwaigen Ablehnung der Aufnahme ist
der Vorstand nicht verpflichtet, Gründe anzugeben.
Dem Aufnahmesuchenden steht jedoch das Recht zu,
bei der nächsten Generalversammlung Beschwerde
über seine Ablehnung zu führen.
Das beitretende Mitglied erklärt schrift-
lich, daß es sich gesund fühlt und nicht mit einer
chronischen Krankheit behaftet ist.
Der Vereinsvorstand unterrichtet sich in geeig-
neter Weise über den Gesundheitszustand des auf-
zunehmenden Mitgliedes; er kann ein ärztliches
Zeugnis über dessen Gesundheit-zustand fordern,
Die Ehrenmitglieder werden durch den Vorstand
ohne Rücksicht auf Alter, Stand oder Wohnsitz
aufgenommen und sind obigen Bestimmungen nicht
unterworfen,
Das neuaufgenommene Mitglied meldet
sich binnen einem Monat beim Vereinssekretär,
füllt einen Aufnahmeschein aus und erhält gegen
schriftliche Empfangsbescheinigung ein Exemplar
der Statuten. Nach Zahlung des Einschreibegeldes
und des ersten Quartalbeitrags beginnt die Mit-
gliedschaft. Diese wird immer auf den Tag des ersten
Monats des laufenden Quartals datiert d. h. auf den
vorhergehenden 1. Januar, 1. April, 1. Juli, 1. Ok-
tober.
Das Eintrittsalter wird in vollen Jahren
festgesetzt;
sechs Monate und mehr eines begon-
nenen Lebensjahres gelten für ein volles Jahr;
weniger als sechs Monate werden nicht gerechnet.
Bei Aufnahme eines Ehepaares wird
jede Ehehälfte als besonderes Mitglied aufgenom-
men; der Jahresbeitrag wird für jeden der beiden
Gatten gesondert bestimmt
Nach der Aufnahme
beider wird der Jahresbeitrag
zusammengelegt,
um gleichzeitig erhoben zu werden.
Beim Tode
eines der beiden Gatten bezahlt der überlebende
Statut des Sterbekassenvereins der Wirte und Wirtinen des Großherzogtums Luxemburg.
Avis. — Sociétés de secours mutuels.
Par arrêté du soussigné en date de ce jour,
la société de secours mutuels dite «Sterbe-
kassenverein
der Wirte und Wirtinen
des
Großherzogtums Luxemburg», à Luxembourg,
a été légalement reconnue et ses statuts ont
été approuvées.
Bekanntmachung. — Hilfskassen.
Durch Beschluß des Unterzeichneten vom heu-
tigen Tage ist der „Sterbekassenverein der Wirk
und Wirtinen des Großherzogtums Luxemburg",
zu Luxemburg, gesetzlich auerkannt und dessen
Statut genehmigt worden.
Teil nur noch den für seine Person bestimmten
Jahresbeitrag.
Dasselbe gilt für geschiedene Ehegatten.
Die Bestimmung findet keine Anwendung auf
jene Mitglieder, die vor dem 1. März 1915 einge-
treten sind.
IV. — Verlust der Mitgliedschaft
und Ausschluß-
bestimmungen.
Die Mitgliedschaft geht verloren
a) durch freiwilligen Austritt; derselbe ist dem
Vorstande schriftlich anzuzeigen;
b) wenn das betreffende Mitglied mit zwei Quar-
talbeiträgen im Verzuge ist.
Der Ausschluß geschieht in diesem Falle durch
den Vorstand. Vor dem Ausschluß wird ein solches
Mitglied auf seine Kosten durch eingeschriebenen
Brief, in welchem die letzte Zahlungsfrist angegeben
ist, zur Zahlung des geschuldeten Betrages aufge-
fordert.
Der Vorstand kann den Ausschluß auf-
schieben, wenn das Mitglied nachweist, daß es sich
ohne sein Verschulden im Rückstand befindet.
Die Übernahme eines anderen Berufes
schließt die Mitgliedschaft nicht aus.
Wandert ein Mitglied aus oder verläßt
es seinen bisherigen Wohnort, so bleibt dasselbe
nichtsdestoweniger Mitglied, wofern es die Beiträge
nebst Postporto entrichtet und den Vereinsvorstand
sofort in Kenntnis setzt.
Sollte besagtes Mitglied sich entfernen, ohne Mel-
dung an den Vorstand gemacht zu haben, so wird
seine Entfernung als Austritt
betrachtet.
Der Ausschluß wird vom Verwaltungs-
rate ausgesprochen
a) wegen Verurteilung zu einer
entehrenden
Strafe;
b) wegen freiwilliger Beeinträchtigung der Ge-
sellschaftsinteressen ;
c) wegen offenkundig Ärgernis gebenden oder
zügellosen
Lebenswandels.
In den unter Nr. b und c angegebenen Fällen
wird das Mitglied, dessen Ausschluß beantragt ist,
vor den Verwaltungsrat geladen, um über die ihm
zur Last gelegten Tatsachen vernommen zu werden-
Findet dasselbe sich am bestimmten Tage und zur
bestimmten Stunde nicht ein, so wird der Ausschluß
verhängt.
Dem Ausgeschlossenen steht die Beru-
fung an die nächste Generalversammlung
offen;
dieselbe muß jedoch innerhalb 20 Tagen nach Zu-
stellung des Ausschlusses dem Vorstande angezeigt
werden.
In diesem Falle bleibt der Betreffende in seinen
Rechten bis zur Generalversammlung.
Durch den Austritt oder Ausschluß aus der Sterbe-
kasse gehen alle Ansprüche an dieselbe verloren.
Austritt und Ausschluß geben somit kein Recht auf
Rückerstattung der geleisteten
Zahlungen.
Ein Mitglied, welches freiwillig austritt, hat die
bis zu seinem Ausscheiden fälligen Beiträge zu ent-
richten.
Ausgetretene Mitglieder können wieder
aufgenommen werden. Dieselben sind ganz nach
Art. 8, 9 und 10 zu behandeln.
Ausgeschlossene Mitglieder können nicht in die
Sterbekasse wieder aufgenommen werden.
V. — Verwaltung.
Der Verein wird verwaltet durch einen
Verwaltungsrat, bestehend aus einem Präsidenten,
einem Vizepräsidenten, einem Schriftführer, einem
Kassierer und sechs Beigeordneten.
Außer dem Schriftführer und Kassierer üben die
Vorstandsmitglieder ihr Amt unentgeltlich aus.
Jedoch kann denselben eine Entschädigung für
Reisekosten und Auslagen von der Generalversamm-
lung bewilligt werden.
Die Generalversammlung bestimmt ebenfalls die
Höhe der Entschädigung für den Schriftführer und
Kassierer, wie auch eventuell für die mit der Erhe-
bung der Mitgliederbeiträge sowie mit der Anwer-
bung von neuen Mitgliedern betrauten Delegierten.
Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden in
der im Monat Februar abzuhaltenden Generalver-
sammlung in geheimer Abstimmung mit absoluter
Stimmenmehrheit unter den wirklichen Mitgliedern
gewählt;
ausgenommen von dieser Wahl ist der
Schriftführer.
Der jeweilige Generalsekretär des Verbandes der
Wirte hat laut kontraktlicher Verpflichtung auch
den Schriftführerposten der Sterbekasse zu versehen
und hat derselbe somit auch im Vostand bloß bera-
tende Stimme.
Die Neuwahl der Mitglieder des Verwaltungsrates
findet, abgesehen vom Präsidenten, der zu gleicher
Zeit Präsident des Zentralverbandes
der Wirte
ist und auf die Dauer von vier Jahren gewählt
wird, und von der Ersetzung einzelner verstorbener
oder abdankender Mitglieder, alle zwei Jahre zur
Hälfte statt.
Die austretenden Mitglieder sind wieder wählbar.
Die Serie der zuerst austretenden Mitglieder wird
durch, das Los bestimmt.
Auf Antrag des Verwaltungsrates kann jedes
Verwaltungsratsmitglied, welches während drei
aufeinanderfolgenden Sitzungen ohne genügenden
Grund abwesend war, durch die Generalversamm-
lung als Demissionär erklärt werden.
Der Verwaltungsrat wählt unter sich
einen Vizepräsidenten und einen Kassierer. Auch
kann der Verwaltungsrat Kantons- und Ortsgruppen-
delegierte bezeichnen, welche die Einkassierung
der Gelder und überhaupt das Gedeihen des Vereins
in den einzelnen Kantonen sowie Ortsgruppen zu
fördern haben.
Der Vorsitzende überwacht und sichert
die Ausführung der Statuten. Er handhabt die
Polizei in den Versammlungen, unterzeichnet alle
Urkunden, Beschlüsse und Beratungen und vertritt
die Gesellschaft in ihrem Verkehr mit der öffent-
lichen Behörde. Er erläßt die nötigen Anordnungen
für die Zusammenkünfte des Verwaltungsrates und
die Einberufung der Generalversammlungen.
Der Vize-Präsident vertritt nötigenfalls
den Präsidenten, welcher ihm alle seine Befugnisse
übertragen kann, er leistet dem Präsidenten Bei-
stand in allen seinen Amtsübungen.
Schriftführer ist der jeweilige General-
sekretär des Verbandes der Wirte. Er ist betraut
wit der Abfassung der Sitzungsberichte, mit der
Korrespondenz, den Einberufungen und der Aufbe-
wahrung des Archivs. Er führt das Mitgliederre-
gister und legt dem Verwaltungsrat die Aufnahme-
gesuche vor, alles unter Aufsicht und nach Anord-
nung des Präsidenten.
Der Kassierer besorgt die Einnahmen
und Auszahlungen und trägt sie in ein mit Seiten-
zahl und Namenszug versehenes Kassenbuch ein.
In jeder Generalversammlung legt er Rechnung
über die Finanzlage ab. Er haftet für die Gelder
die sich in der Kasse befinden. Er bezahlt auf Sicht
von Anweisungen, welche vom Vorsitzenden und
dem hierzu delegierten Mitglied des Verwaltungs-
rates visiert sein müssen. Die Anweisungen sind
der Jahresrechnung als Belege mit den betreffen-
den Quittungen beizufügen.
VI. — Generalversammlungen.
Der Verein tritt jedes Jahr im Monat
Februar zu einer ordentlichen Generalversammlung
zusammen. Die Einladung hierzu hat der Vorsit-
zende drei Wochen vorher durch das Organ des
Wirteverbandes oder durch Zirkular ergehen zu
lassen. Anträge hierzu sind spätestens 10 Tage
vor der Generalversammlung dem Vorstand schrift-
lich einzureichen.
In dieser Versammlung legt der Verwaltungsrat
Rechnung ab über seine Tätigkeit, die gesamten
Geschäfte des ganzen vergangenen Jahres und über
die am 31. Dezember abgeschlossene Finanzlage.
Diese Rechnungsablage wird 8 Tage vor der Ver-
sammlung im Vereinsorgan Der Wirt abgedruckt
und an alle Mitglieder versandt.
Nach Gutheißung dieser Rechnungsablage schrei-
tet die Versammlung zur gänzlichen oder teilweisen
Neuwahl des Verwaltungsrates und zur Ersetzung
der abdankenden oder verstorbenen Mitglieder des-
selben.
Der Vorsitzende muß auf Verlangen der Mehrheit
des Verwaltungsrates oder auf ein von 50 aktiven
Mitgliedern unterzeichnetes und die Gegenstände
der Tagesordnung enthaltendes Ersuchen eine außer-
gewöhnliche Generalversammlung einberufen.
In den Generalversammlungen soll jedes
stimmberechtigte Mitglied erscheinen.
Stimmbe-
rechtigt sind alle aktiven Mitglieder. Die Ehren-
mitglieder haben in Versammlungen bloß bera-
tende Stimmen. Wenn Frau und Manu gleich-
zeitig Mitglieder sind, so hat der Mann allein Stimm-
recht, wenn er Inhaber der Lizenz ist. Ist die Ehe-
frau Inhaberin der Lizenz, so kann sie ihren Gatten,
respektive Sohn, delegieren, oder persönlich ihr
Stimmrecht ausüben.
Die Beschlüsse der Generalversammlung
werden durch Stimmenmehrheit der anwesenden
stimmberechtigten Vereinsmitglieder gefaßt.
Alle
Wahlen werden durch geheime Abstimmungen
(Stimmzettel) vollzogen. Bei Stimmengleichheit
hat der älteste Kandidat den Vorrang.
Die Einberufung zu den Generalversamm-
sammlungen muß wenigstens dreimal vorher im
Vereinsorgan mit genauen Angaben der Tagesord-
nung veröffentlicht und den Mitgliedern zugesandt
werden,
Anträge zur Generalversammlung müssen we-
nigstens 10 Tage vorher dem Vorstande schriftlich
unterbreitet werden.
Zur Abfassung gültiger Beschlüsse ist die An-
wesenheit von 50 stimmberechtigten Mitgliedern
erforderlich. Im Falle der Stimmengleichheit ent-
scheidet das Los.
Sollten in der ersten Versammlung die 50 Mit-
glieder nicht zugegen sein, so entscheidet eine zweite
in der statutenmäßigen Form zusammenberufene
Versammlung, unbeschadet der Zahl der erschie-
nenen Mitglieder.
Ruhestörer werden zur Ordnung ver-
wiesen. Bei anhaltender Störung hat der Präsident
das Recht, die Versammlung aufzulösen.
Jedes Jahr werden in der im Monat
Februar abzuhaltenden Generalversammlung drei
Revisoren gewählt, welche die Rechnungen und
Bücher des Vereins prüfen und die Kasse revidieren.
Sie fertigen einen schriftlichen Bericht aus, welcher
im Verbandsorgan Der Wirt, wenigstens 14 Tage
vor der Generalversammlung veröffentlicht werden
muß.
Die Generalversammlung kann ebenfalls den
Revisoren eine Entschädigung für Reise- und Kosten-
auslagen zuerkennen.
Der Vorstand versammelt sich so oft
es die Geschäfte des Vereins erfordern. Der Präsi-
dent benachrichtigt die Vorstandsmitglieder min-
destens zwei Tage vorher.
Der Vostand faßt seine Beschlüsse mit
Stimmenmehrheit. Er kann keinen Beschluß fassen,
wenn nicht die absolute Mehrheit der Mitglieder
anwesend ist.
Wenn jedoch der Vorstand bei einer ersten Beru-
fung nicht beschlußfähig ist, so kann derselbe nach
einer neuen Zusammen berufung ohne Rücksicht
auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder einen
Beschluß über diejenigen
Gegenstände
fassen,
welche zum zweiten Mal auf der Tagesordnung
stehen.
Sollte ein Vorstandsmitglied während
der Amtsdauer ausfallen oder sich dauernd verhin-
dert sehen, an den Versammlungen teilzunehmen,
so wird dasselbe in der nächsten ordentlichen
Generalversammlung ersetzt.
VII. — Verpflichtungen der Mitglieder gegen die Ge-
sellschaft.
Die ab 1. März 1915 eintretenden wirk-
lichen Mitglieder haben bei ihrer Aufnahme eine
Einschreibegebühr von 1,25 Fr. zu entrichten.
Die Jahresbeiträge der wirklichen Mit-
glieder, welche dem Verein am 1. März 1915 ange-
hören, werden festgesetzt wie folgt
Ehepaare, deren beide Teile Vereinsmitglieder
sind und Witwer resp. Witwen, denen beim Sterbe-
fall ihrer Gatten resp. Gattin schon einmal Sterbe-
geld ausbezahlt worden ist, zahlen folgenden Jahres-
beitrag
von 20—25 Jahren 18 Fr.;
von 26—35 Jahren 22 Fr.;
von 36 Jahren ab 25 Fr.
Dieser Beitrag wird beim Tode eines der beiden
Ehegatten um die Hälfte vermindert, wenn der
Überlebende nicht mehr als 50 Jahre alt ist.
Die nach dem 1. März 1915 dem Verein
beitretenden Mitglieder zahlen jede einzelne Person
einen Jahresbeitrag, dessen Höhe nach dem gemäß
Art. 5 festgesetzten Aufnahmealter bemessen wird
Dieser Beitrag beträgt
von 20—25 Jahren 8 Fr.;
von 26—30 Jahren 10 Fr.;
von 30—35 Jahren 12 Fr.;
von 36—40 Jahren 14 Fr.;
von 40—45 Jahren 15 Fr.;
von 45—50 Jahren 20 Fr.
Jedes Quartal ist ein Drittel des geschul-
deten Jahresbeitrages zu
entrichten.
Die Erhebungsgebühr ist zu Lasten des Mitgliedes.
Einem jeden Mitglied steht es frei, seine Beiträge
auf eine beliebige Zeit im Voraus zu entrichten.
Die bei eintretendem Todesfall eventuell zuviel
eingezahlten Beiträge werden den Hinterlassen
zurückerstattet.
Die neu aufgenommenen Mitglieder schulden die
Beiträge von dem Quartal an, in welchem ihre Auf-
nahme erfolgt ist.
Für das Quartal, in welchem das Mitglied stirbt,
ist der Beitrag nicht geschuldet.
Es wird von den Mitgliedern keinerlei
Beitrag erhoben für Zwecke, die nicht in den Sta-
tuten vorgesehen sind.
Die Ehrenmitglieder zahlen einen Jahres-
beitrag von mindestens 5 Fr.
VIII. — Verpflichtungen der Gesellschaft gegen ihre
Mitglieder.
Beim Tode eines wirklichen Mitgliedes
erhalten die Bezugsberechtigten ein Sterbegeld
Dieses Sterbegeld beträgt für die bis zum 1. März
1915 beigetretenen Mitglieder augenblicklich 350 Fr.
Dasselbe steigt mit dem 1. Juni 1915 auf 400 Fr.
1. Juli 1916 auf 450, 1. Juni 1917, 500 Fr.
Für Mitglieder, die nach dem 1. März
Die Auszahlung der Unterstützung er-
folgt beim Tode eines Mitgliedes auf die beigebrachte
glaubhafte Todesbescheinigung des Zivilstands-
beamten gegen Empfangsbescheinigung, auf Nach-
weis der Mitgliedschaft und auf Verfügung des Vor-
standes durch den Kassierer an die legitimierten
Bezugsberechtigten.
Bezugsberechtigt sind in nachstehender
Reihenfolge
1. der Witwer oder die Witwe ; 2. die Kinder resp.
gesetzlich anerkannte Pflegekinder; 3. die Eltern;
4. die Geschwister.
Es steht jedoch den Mitgliedern frei unter zwei
oder mehreren Kindern oder Geschwistern eine
Person als allein bezugsberechtigt testamentarisch
zu bestimmen, jedoch muß vorstehende Reihenfolge
eingehalten werden.
Sind mehrere Bezugsberechtigte vorhanden, so
müssen sie eine Kollektivquittung ausstellen.
Sind keine Bezugsberechtigten vorhanden, so
sorgt der Vereinsvorstand für das Begräbnis, zu
welchem die erfallenden Gelder alle aufgebraucht
werden.
Wenn über 500 Fr. Vereinsgelder sich
in der Kasse befinden, so muß der Überschuß un-
verzüglich entweder an die Staatssparkasse abge-
führt oder je nach Erachten des Verwaltungsrates
dem Gesetze gemäß und wie es für die Vereinsinter-
essen am sprießlichsten ist, angelegt werden, sei
es in Luxemburger Staatsrente, sei es mit Geneh-
migung der Regierung in andere öffentliche Wert-
papiere oder Obligationen von Gemeindeanleihen.
Vorkommenden Falles werden die Obligationen,
so wie sie angekauft werden, bei der Generalein-
nahme hinterlegt Über die Hinterlegung der Lu-
xemburgischen Staatsschuldentitel wird eine Erklä-
rung gegen eine auf den Namen des Vereins lautende
Nominativbescheinigung aufgenommen.
Die Vereinsgelder dürfen in keinem Falle
zu einem anderen, als dem ausdrücklich in den Sta-
tuten angewiesenen Zweck verwendet werden und
sind unter keinem Vorwande von den Mitgliedern
Gelder zu erheben zu Zwecken, welche die Sta-
tuten nicht vorsehen.
IX. — Das Gesellschaftskapital und seine Anlage.
Das Gesellschaftskapital besteht aus
1. den Einzahlungen der wirklichen Mitglieder;
2. den Eintrittsgeldern;
3. den Beiträgen der Ehrenmitglieder;
4. den Privatschenkungen oder Vermächtnissen;
5. den Staats- und Gemeindezuschüssen;
6. den Zinsen der angelegten Kapitalien.
X. — Statutenabänderung, Auflösung und Liqui-
dierung. Schlichten etwaiger Streitsachen.
Jeder Antrag auf Abänderung der Sta-
tuten oder Reglemente muß dem Verwaltungsrat
unterbreitet werden.
Eine
Statutenabänderung
ist nur durch eine Generalversammlung zulässig,
welche wenigstens viermal im Voraus im Verbands-
organe mit ausdrücklicher Angabe der Tagesord-
nung veröffentlicht sein und aus drei Viertel der
eingeschriebenen Mitglieder bestehen muß.
Wenn diese Versammlung nicht die erforderte
Mitgliederzahl vereinigt, so kann eine zweite Gene-
ralversammlung, die ebenso wie die erste einbe-
rufen werden muß, unbeschadet der Zahl der er-
schienenen Mitglieder gültig Beschluß fassen. Die Be-
schlüsse, betreffend Statutenabänderungen, müssen
jedoch, um gültig zu sein, mit drei Viertel Stimmen
der anwesenden Mitglieder gefaßt und von der Re-
gierung in der Form genehmigt sein, welche durch
Art. 2 des Großh. Beschlusses vom 22. Juli 1891
(Reglement über die auf Gegenseitigkeit beruhenden
Hilfskassen) vorgeschrieben ist.
Die Gesellschaft kann sich eigenmächtig
nur bei erwiesener Unzulänglichkeit ihrer Mittel
auflösen. Die Auflösung kann nur an einer speziell
zu diesem Zwecke wenigstens zwei Monate im Voraus
durch Einzelbriefe mit ausdrücklicher Angabe der
Tagesordnung einberufenen Versammlung beschlos-
sen werden, in welcher wenigstens drei Viertel der
stimmberechtigten Mitglieder zugegen sein müssen.
Dieser Beschluß kann nur erfolgen, nachdem diese
Generalversammlung über die eventuelle Beschaf-
fung neuer Hilfsmittel beratschlagt hat und muß
mit wenigstens drei Viertel Stimmen der anwesen-
den Mitglieder gefaßt sein. Die Auflösung ist nur
1915 eintreten, beträgt das Sterbegeld bei einer Mit-
gliedschaft von wenigstens sechs Monaten
im 1
im 2.
im 3.
im 4.
im 5.
im 6.
im 7.
im 8.
im 9.
Jahre
Fr.
Arrêté du 6 mai 1915, concernant l'ouverture
de la chasse au brocard.
LE DIRECTEUR GÉNÉRAL DE L'INTÉRIEUR;
Vu l'art. 11 de la loi du .19 mai 1885,
sur la chasse ;
Vu le rapport de M. le directeur des eaux
et forêts;
Arrête
Alle Schwierigkeiten oder Zwistigkeiten,
welche im Schoße der Gesellschaft, entweder zwi-
schen Mitgliedern oder zwischen Mitgliedern einer-
und
dem Verwaltungsrat andrerseits
entstehen
werden immer durch zwei von den beteiligten Par-
teien zu ernennenden Schiedsrichtern geschlichtet.
Unterläßt eine der Parteien diese Ernennung, so
kann der Vorsitzende der Gesellschaft dieselbe vor-
nehmen.
Luxembourg, le 6 mai 1915.
Le Ministre
d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
Avis. — Jury d'examen.
Dans la prochaine session ordinaire des jurys,
les examens pour la candidature en philosophie
et lettres, préparatoire à l'étude du droit, pour
la candidature en philosophie et lettres, prépa-
ratoire au doctorat en philosophie et lettres,
pour la première et la seconde épreuve de la
candidature en sciences physiques et mathé-
matiques, pour le premier et le second examen
de la candidature en sciences naturelles, pour
la candidature et le premier doctorat en droit,
pour la candidature en médecine, pour le grade
de candidat-vétérinaire et pour le grade de
candidat en pharmacie, devront être terminés
avant le 15 octobre.
Les autres examens pourront avoir lieu après
cette date.
Les récipiendaires sont priés d'adresser au.
soussigné avant le 15 août prochain leurs de-
mandes accompagnées des pièces justificatives
exigées par l'art. 43 de la loi du 8 mars 1875.
Luxembourg, le 6 mai 1915.
Le Directeur général des finances,
M. MONGENAST.
Bekanntmachung. — Prüfungsjury.
In
der nächsten ordentlichen Sitzung der
Prüfungsjury müssen die Prüfungen für die
Kandidatur der Philosophie und Philologie als
Vorbereitung auf das Rechtsstudium, für die
Kandidatur der Philosophie und Philologie als
Vorbereitung auf das Doktorat, für die erste
und Zweite Prüfung der Kandidatur in den
physikalischen und mathematischen Wissenschaften,
für die erste und Zweite Prüfung der Kandidatur
in den Naturwissenschaften, fur die Kandidatur
und das erste Doktorat der Rechte, für die
Kandidatur der Medizin, der Tierarzneikunde
sowie der Pharmazeutik, vor dem 15. Oktober
k. beendet sein.
Die übrigen Prüfungen können an einem
späteren Datum stattfinden.
Die Rezipienden sollen mir ihre Gesuche
nebst den diesbezüglichen, durch Art. 43 des
Gesetzes vom 8. März 1875 verlangten Beleg-
stücken, vor dem 15. August k. zukommen lassen.
Luxemburg, den 6. Mai 1915.
Der General-Direktor der Finanzen,
M. Mongenast.
Avis. — Administration communale.
Par arrêté grand-ducal en date du 7 mai cou-
rant, M. Frédéric Gœdert, industriel à Esch-s.-
Sûre, a été nommé bourgmestre de la commune
d'Esch-s.-Sûre.
Luxembourg. le 8 mai 1915.
Le Directeur générai de l'intérieur,
E. LECLÈRE.
Avis. — Administration communale.
Par arrêté du soussigné en date de ce jour, MM.
Jean Krier, marchand de bestiaux, et Ernest
Feider, industriel, tous les deux domiciliés à
Esch-s.-Sûre, ont été nommés échevins de la
commune d'Esch-s.-Sûre.
Luxembourg, le 8 mai 1915.
Le Directeur général de l'intérieur,
E. LECLÈRE.
Bekanntmachung. — Gemeindeverwaltung.
Durch Großh. Beschluß vom 7. Mai ct. ist
Hr. Friedrich Goedert, Industrielle zu Esch
a. d. Sauer, zum Bürgermeister der Gemeinde
Esch a. d. Sauer ernannt worden.
Luxemburg, den 8. Mai 1915.
Der General-Direktor des Innern,
E.
Leclère.
Bekanntmachung. — Gemeindeverwaltung.
Durch Beschluß des Unterzeichneten vom
heutigen Tage sind die HH. Johann
Krier,
Viehhändler, und Ernst Feider, Industrielle,
beide zu Esch a. d. Sauer wohnhaft, zu Schöffen
der Gemeinde Esch a. d. Sauer ernannt worden.
Luxemburg, den 8. Mai 1915.
Der General-Direktor des Innern,
E. Leclère.
Avis.
— Service
sanitaire.
Pour l'année
courante, les vaccinations
auront lieu du 31 mai au 15 juin prochain.
MM. les vaccinateurs informeront les bourg-
mestres et les médecins-inspecteurs respectifs
des jours et heures où ils procéderont à la
vaccination et à la seconde visite. MM. les
bourgmestres désigneront aux vaccinateurs le
local approprié aux vaccinations; ils sont
invités à s'acquitter consciencieusement — lors
des opérations vaccinales — de la mission qui
leur est conférée par l'arrêté r. g.-d. du 25 avril
1856, sur la vaccine, notamment par l'art. 9,
qui dispose comme suit
«Le bourgmestre ou son délégué fera l'appel
nominal de tous les enfants.
En cas d'absence de l'un ou de plusieurs
d'entre eux, il se rendra avec le vaccinateur
dans la demeure des parents ou tuteurs, afin
d'apprendre la raison de leur absence, et dans
le cas où cette cause ne serait pas fondée,
de les convaincre, par tous les moyens pos-
sibles, d'accepter les bienfaits de la vaccine.»
Ils devront encore être présents à la seconde
visite, afin de signer avec le médecin-vacci-
nateur les certificats à délivrer à chacun des
enfants vaccinés avec succès.
Les administrations communales informeront
individuellement, par des avis écrits ou im-
primés, les parents ou tuteurs des jours et
heures fixés pour la vaccination: ils feront
connaître le plus tôt possible aux vaccina-
teurs le nombre des enfants à vacciner.
Les vaccinateurs feront savoir au directeur
du. Laboratoire pratique de bactériologie le
nombre exact des enfants à vacciner dans leur
ressort.
Ils adresseront le résumé synoptique de
leurs opérations et leur rapport, avant, le 1er
octobre le plus tard, aux médecins-inspecteurs,
Bekanntmachung. — Sanitätsdienst.
Fürs laufende Jahr finden die Schutzpocken-
impfungen vom 31. Mai bis 15. Juni statt.
Die Impfärzte teilen den Bürgermeistern
und Sanitätsinspektoren Tag und Stunde der
Impfung und der Revision mit. Die Bürger-
meister, die den Impfärzten ein geeignetes
Lokal für die Impfung bereit stellen, sind
ersucht, gelegentlich der Impfungen die Vor-
schriften des Kgl-Großh. Beschlusses vom 25
April 1856, über das Impfwesen, und besonders
die durch den Art. 9 vorgesehene Verfügung,
welche nachstehenden Wortlaut hat, genau zu
befolgen
,,Der Bürgermeister oder sein Stellvertreter
hat alle Kinder namentlich aufzurufen.
Im Falle der Abwesenheit eines oder meh-
rerer Kinder begibt sich derselbe mit dem
Impfarzt in die Wohnung der Eltern oder
Vormünder, um den Grund der Abwesenheit
zu erfahren und sie, wenn dieser Grund un-
zulassig ist, durch alle möglichen Mittel zu be-
wegen, die Wohltat der Impfung anzunehmen."
Sie müssen ebenfalls bei dem zweiten Be-
suche zugegen sein, um zugleich mit dem Impf-
arzt den Impfschein für die Impflinge zu
unterzeichnen.
Die Gemeindeverwaltungen werden die Eltern
oder Vormünder der Impflinge durch ge-
schriebene oder gedruckte Einladungen von dem
Impftermin einzeln in Kenntnis setzen sowie
baldmöglichst den Impfärzten die Zahl der
zu impfenden Kinder anzeigen.
Die Impfärzte werden dem Direktor des
praktischen bakteriologischen Laboratoriums die
genaue Zahl der in ihrem Bezirk zu impfenden
Kinder mitteilen.
Spätestens vor dem 1. Oktober senden sie
ein übersichtliches Verzeichnis der vorgenom-
menen Impfungen nebst Bericht an den zustän-
qui feront parvenir ces pièces, avec leurs obser-
vations éventuelles, au Collège médical.
Luxembourg, le 5 mai 1915.
Le Directeur général de la justice
et des travaux publics,
V. THORN.
Avis. — Associations syndicales.
Conformément à l'art. 10 de la loi du 28
décembre 1883, il sera procédé à l'enquête
sur les projets et statuts d'associations syndi-
cales à créer pour l'établissement de chemins
d'exploitation à Warken, au lieu dit « In der
Bourscheidterbach », du 11 au 25 mai 1915,
et à Kehmen, aux lieux dits « Auf dem Ewent »,
«Kreuefeld», du 13 au 27 mai 1915.
Les pièces prévues par l'art. 1er de l'arrêté
royal grand-ducal du 21 janvier 1885 seront
déposées, pendant le délai indiqué, aux secré-
tariats communaux intéressés.
Luxembourg, le 29 avril 1915.
Le Ministre d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
Bekanntmachung. — Syndikatsgenossenschaften.
Durch Beschlüsse des Unterzeichneten vom
10. und 27. April 1915 sind die Syndikatsge-
nossenschaften für Anlage von Feldwegen zu
Hüncheringen, Orte genannt ,,In der Hangt",
,,Noertzingerberg"; zu Wahl, Orte genannt „Um
Kassel", ,,Pletterbüsch"; zu Wilwerdingen, Ort
genannt "Auf Willeray", und für Anlage einer
Entwässerung zu Kahler, Orte genannt ,,Noder-
wies", ,,In der Naswies", ermächtigt worden.
Diese Beschlüsse sowie ein Duplikat der Ge-
nossenschaftsakten sind auf der Regierung und
dm Gemeindesekretariaten von Bettemburg,
bezw. Wahl, Ulflingen, Garnich, hinterlegt.
Luxemburg, den 6. Mai 1915.
Der Staatsminister,
Präsident der Regierung,
Eyschen.
Avis. — Associations syndicales.
Par arrêtés du soussigné en date des 10 oct
27 avril 1915, les associations syndicales pour
l'établissement de chemins d'exploitation à
Huncherange, aux lieux dits «In der Hangt»,
«Nœrtzingerberg»; à Wahl, aux lieux dits
«Um Kassel», «Pletterbusch» ; à Wilwerdange,
au lieu dit «Auf Willeray», et pour l'éta-
blissement d'un assainissement à Kahler, aux
lieux dits «Roderwies», «In der Naswies»,
ont été autorisées.
Ces arrêtés, ainsi qu'un double des actes
d'association sont déposés au Gouvernement
et aux secrétariats communaux de Bettembourg,
resp. de Wahl, Troisvierges et Garnich.
Luxembourg, le 6 mai 1915.
Le Ministre d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
digen Sanitätsinspektor, der diese Schriftstücke
mit seinen etwaigen Bemerkungen dem Medi-
zinalkollegium übermittelt.
Luxemburg. den 5. Mai 1915.
Der General-Direktor der Justiz
und der öffentlichen Arbeiten,
V.
Thorn.
Bekanntmachung. — Syndikatsgenossenschaften.
Gemäß Art. 10 des Gesetzes vom 20. Dezember
1883 erfolgt die Untersuchung über das Projekt
und die Statuten einer zu bildenden Genossen-
schaft für die Anlage von Feldwegen zu Warken,
Ort genannt ,,In der Bourscheidterbach", vom 11.
auf den 25. Mai 1915, und zu Kehmen, Orte ge-
nannt ,,Auf dem Event", ,,Kreuefeld", vom 13.
auf den 27. Mai 1915.
Die durch Art. 1 des Kgl.-Großh. Beschlusses
vom 21. Januar 1885 bezeichneten Aktenstücke
werden während obiger Frist auf den betreffenden
Gemeindesekretariaten offen liegen.
Luxemburg, den 29. April 1915.
Der Staatsminister,
Präsident der Regierung,
Eyschen.
Avis. — Protection des œuvres littéraires et
artistiques.
Suivant une communication du Conseil fé-
déral suisse en date du 27 avril dernier, le
gouvernement d'Espagne a ratifié le protocole
signé à Berne le 20 mars 1914, additionnel à
la Convention de Berne revisée concernant la
protection des œuvres littéraires et artistiques
(Mémorial 1915, p. 333).
Luxembourg, le 4 mai 1915.
Le Ministre d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
Avis. — Assurance-maladie.
Les modifications apportées aux art. 39 et
50 des statuts de la caisse régionale de
Bekanntmachung. — Schutz von Werken der Lite-
ratur und Kunst.
Gemäß einer Mitteilung des schweizerischen
Bundesrates vom 27. April letzthin hat die spa-
nische Regierung den am 20. März 1914 zu Bern
unterzeichneten Zusatzprotokoll zur revidierten
Berner Übereinkunft zum Schutze von Werken
der Literatur und Kunst ratifiziert (Memorial
1915, S. 333).
Luxemburg, den 4. Mai 1915.
Der Staatsminister,
Präsident der Regierung,
Eyschen.
Avis. — Timbre des polices d'assurances. —
Abonnement.
L'association générale contre les risques
de la guerre, mutualité luxembourgeoise, éta-
blie à Luxembourg, représentée par M. Auguste
Stoll, directeur à Luxembourg, a contracté
l'abonnement au timbre prévu par l'art. 10
de la loi du 25 janvier 1872, combiné avec
l'arrêté grand-ducal du 30 avril 1915, pour
les polices et contrats d'assurances soumis à
cet impôt.
Cet abonnement est contracté pour la du-
rée d'une année et se renouvellera tacitement
à défaut de dénonciation de part ou d'autre
trois mois avant l'expiration, de l'année en
cours.
La présente publication est faite confor-
mément à l'art. 13 de la loi du 25 jan-
vier 1872.
Luxembourg, le 8 mai 1915.
Le Directeur général des finances,
M. MONGENAST.
Bekanntmachung. — Stempel der Versicherungs-
policen. — Abonnement.
Die auf Gegenseitigkeit beruhende Versi-
cherungsgesellschaft, genannt «Association gé-
nérale contre les risques de la guerre, mutualité
Iuxembourgeoise», mit dem Sitze zu Luxemburg
vertreten durch den Hrn. Direktor August
Stoll
zu Luxemburg, hat das durch Art. 10 des
Gesetzes vom 25. Januar 1872, verbunden mit
dem Großh. Beschluß vom 30. April 1915
vorgesehene Stempelabonnement für ihre dieser
Steuer unterliegenden Policen und Kontrakte
eingegangen.
Dieses Abonnement gilt für die Dauer eines
Jahres und verlängert sich stillschweigend, wenn
dasselbe nicht von einer der beiden Parteien
drei Monate vor Ablauf dieses Jahres gekündigt
wird.
Gegenwärtige Bekanntmachung soll dem Art.
13 des Gesetzes vom 25. Januar 1872 Genüge
leisten.
Luxemburg, den 8. Mai 1915.
Der General-Direktor der Finanzen,
M. Mongenast.
Bekanntmachung. — Arbeiterversicherung.
Die in Art. 39 und 50 des Statuts der
Bezirkskrankenkasse Diekirch-Vianden vorgenom-
maladie de Diekirch-Vianden, approuvées par
arrêté ministériel du 6 janvier 1915 (voir
Mémorial 1915, page 31) sont à compléter
dans ce sens que les nouvelles modifications
sont applicables aux mandataires actuellement
en fonction.
Luxembourg, le 6 mai 1915.
Le Ministre d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
menen, und durch Ministerial-Beschluß vom 6
Januar 1915 (stehe „Memorial" 1915, Seite 31)
genehmigten Abänderungen sind dahin zu er-
ganzen, daß die neuen Bestimmungen auf die
derzeitigen Mandatsinhaber anwendbar sind.
Luxemburg, den 6. Mai 1915.
Der Staatsminister,
Präsident der Regierung,
Eyschen.
Avis. — Service sanitaire.
Tableau des maladies contagieuses obser-
vés dans les différents cantons du 17 avril
au 1er mai 1915.
Bekanntmachung. — Sanitätswesen.
Verzeichnis der in den verschiedenen Kan-
tonen vom 17. April bis 1. Mai 1915 festge-
stellten ansteckenden Krankheiten.
N° d'ordre.
Cantons.
Esch-s.-Alz.
Clervaux.
Diekirch.
Redange.
Wiltz.
Remich.
Localité.
Belvaux
Differdange
Esch-s.-Alz
Kayl.
Rumelange
Hachiville.
Hautbellain
Weiler
Gilsdorf
Michelau
Niederpallen
Schimpach
Beck
Wintrange
Total
Fièvre
typhoïde.
Diphtérie.
Coqueluche.
Scarlatine.
Variole.
Affections
puerpérales.
Avis. — Titres au porteur.
Il résulte d'un exploit de l'huissier Pierre Weitzel à Luxembourg en date du 6 mai courant qu'il
a été fait opposition au payement tant du capital que des intérêts échus ou à échoir de. quatre
obligations 4 %, émission 1906, de la société anonyme des aciéries réunies de Burbach-Eich-Dude-
lange, établie à Dudelange, portant les numéros 42.656, 42.657, 42.658 et 42.659, d'une valeur nomi-
nale de 500 francs chacune.
Avis. — Expropriations pour cause d'utilité publique.
Suivant exploit de l'huissier Pierre Weitzel de Luxembourg, en date du 6 mai 1915, à la requête de l'État
du Grand-Duché de Luxembourg, représenté par son Directeur général de la Justice et des travaux publics,
M. Victor Thorn, demeurant à Luxembourg, poursuites et diligences de la société anonyme des chemins de fer
Guillaume-Luxembourg, représentée par son administrateur-délégué M. Léon Metz, maître de forges, de-
meurant à Esch-s.-Alz. et respectivement de la Direction générale Impériale des chemins de fer d'Alsace-
Lorraine, établie à Strasbourg, représentée dans le Grand-Duché de Luxembourg par M. Jean Abicht, con-
seiller intime, chef de l'administration allemande pour l'exploitation des chemins de fer Guillaume-Luxem-
bourg, demeurant à Luxembourg, pour lesquels requérants et poursuivantes est constitué et occupera Me
Robert Brasseur, avocat-avoué, demeurant à Luxembourg, en l'étude duquel domicile est élu;
Et en exécution d'un jugement rendu par le tribunal d'arrondissement de Luxembourg, ayant siégé en
matière d'expropriation pour cause d'utilité publique, en date du 28 avril dernier, réassignation a été donnée
à: 1° Nicolas Merckatorius, couvreur en ardoises, domicilié à Oetrange; 2° Marie Merckatorius et son époux
Albert Ihry, employé au chemin de fer, demeurant ensemble à Gasperich; non comparants sur l'assignation
leur donnée par exploit Weitzel, en date des 9 et 10 avril 1915;
à comparaître, le mercredi, 12 mai prochain, à 9 heures et demie du matin, devant le tribunal d'arrondisse-
ment de Luxembourg, siégeant en matière d'expropriation pour cause d'utilité publique, au palais de jus-
tice à Luxembourg, pour, par les faits causes et motifs indiqués au dit exploit des 9 et 10 avril 1915, ainsi
que dans celui du 6 mai courant, voir dire avec leurs co-intéressés Henri Merckatorius, ci-devant couvreur
en ardoises, actuellement propriétaire, domicilié à Oetrange, Madeleine Merckatorius, sans état à Oetrange,
Pierre Merckatorius, couvreur en ardoises à Oetrange, qui ont constitué avoué, que les formalités prescrites
par la loi du 17 décembre 1859, pour parvenir à l'expropriation pour cause d'utilité publique de la parcelle
ci-après désignée, appartenant aux assignés préqualifiés, située sur le territoire de la commune de Contern,
et à emprendre pour les travaux d'agrandissement de la gare d'Oetrange, ont été remplies, savoir: une par-
celle d'une contenance de 6 a. 95 ca. à emprendre d'un jardin, sis au lieu dit «Thevesfeld», inscrit au cadastre
sub section A, nos 122/1395 et n° 12 du plan parcellaire;
voir donner acte aux parties poursuivantes qu'elles offrent aux dits Henri Merckarius, Madeleine Mercka-
torius, Nicolas Merckarius, Pierre Merckatorius et aux époux Ihry-Merckatorius, à titre d'indemnité du chef
de l'expropriation pour cause d'utilité publique de la parcelle dont s'agit, de 6 a. 95 ca. à raison de 85 fr.
par are la somme de 586,75 fr. plus celle de 800 fr. pour dépréciation de leur propriété et perte d'arbres
fruitiers;
en cas de refus d'accepter cette offre, voir procéder conformément à la loi au règlement des indemnités
auxquelles les assignés ont droit; voir ordonner la mise en possession des parties poursuivantes à charge par
elles de consigner préalablement les sommes offertes, s'entendre les assignés condamner aux frais et dépens ;
l'assigné Ihry pour en outre autoriser son époux à ester en justice, sinon voir accorder cette autorisation par
le tribunal;
avec déclaration que les pièces suivantes sont déposées au greffe du tribunal d'arrondissement de Luxem-
bourg, où les intéressés peuvent en prendre connaissance: 1° l'arrêté grand-ducal en date du 21 octobre
L'opposant prétend que les titres dont s'agit ont été perdus ou volés.
Le présent avis est inséré au Mémorial en exécution de l'art. 4 de la loi du 16 mai 1891, concer-
nant la perte des titres au porteur.
Luxembourg, le 7 mai 1915.
Le Directeur général des finances,
M. MONGENAST.
PUBLICATIONS NON OFFICIELLES.
Suivant exploit de l'huissier Pierre Weitzel de Luxembourg, en date du 6 mai 1915, à la requête de l'État
du Grand-Duché de Luxembourg, représenté par son Directeur général de la Justice et des travaux publics
M.Victor Thorn, demeurant à Luxembourg, poursuites et diligences de la société anonyme des chemins de
fer Guillaume-Luxembourg, représentée par son administrateur délégué, M. Léon Metz, maître de forges, de-
meurant à Esch-s.-Alz. et respectivement de la Direction générale Impériale des chemins de fer d'Alsace-
Lorraine, établie à Strasbourg, représentée dans le Grand-Duché de Luxembourg par M. Jean Abicht, con-
seiller intime, chef de l'administration allemande pour l'exploitation des chemins de fer Guillaume-Luxem-
bourg, demeurant à Luxembourg, pour lesquels requérants et poursuivantes est constitué et occupera
Me Robert Brasseur, avocat-avoué, demeurant à Luxembourg, en l'étude duquel domicile est élu;
Et en exécution d'un jugement rendu par le tribunal d'arrondissement de Luxembourg, ayant siégé en
matière d'expropriation pour cause d'utilité publique, en date du 28 avril dernier, réassignation a été donnée
à: Susanne Molitor, ci-devant à Anvers, actuellement sans état, demeurant à Schrassig, non comparante
sur l'assignation lui donnée par exploit de l'huissier soussigné en date du 7 avril 1915;
à comparaître le mercredi, 12 mai prochain, à 9 heures et demie du matin, devant le tribunal d'arrondis-
sement de Luxembourg, siégeant en matière d'expropriation pour cause d'utilité publique au palais de jus-
tice à Luxembourg pour, par les faits, causes et motifs indiqués au dit exploit du 7 avril 1915, ainsi que dans
celui du 6 mai courant, voir dire avec son cointéressé Jacques Molitor, cultivateur à Oetrange, qui a constitué
avoué, que tes formalités prescrites par la loi du 17 décembre 1859 pour parvenir à l'expropriation pour cause
d'utilité publique de la parcelle ci-après désignée, appartenant à l'assignée et Jacques Molitor susdit, située
sur le territoire de la commune de Schuttrange et à emprendre pour les travaux d'agrandissement de la gare
d'Oetrange, ont été remplies, savoir: une parcelle de 7 a. 92 ca. à emprendre d'une pièce de terre labourable,
sise lieu dit «Oben der Kirschheck», inscrite au cadastre sub section C n° 280/777 et n° 3 du plan parcellaire ;
voir donner acte aux parties poursuivantes qu'elles offrent à l'assignée Susanne Molitor et Jacques Molitor
susdits pour indemnités du chef de l'expropriation pour cause d'utilité publique de la parcelle dont s'agit
de 7 a. 92 ca. à raison de 30 fr. par are, la somme de 237,60 fr.;
en cas de refus d'accepter cette offre, voir procéder conformément à la loi, au règlement des indemnités
auxquelles l'assignée a droit; voir ordonner la mise en possession des parties poursuivantes à charge par
elles de consigner préalablement les sommes offertes, s'entendre l'assignée condamner aux frais et dépens;
avec déclaration que. les pièces suivantes sont déposées au greffe du tribunal d'arrondissement de Luxem-
bourg, où les intéressés peuvent en prendre connaissance: 1° l'arrêté grand-ducal en date du 12 février 1915,
déclarant d'utilité publique les travaux d'agrandissement de la gare d'Oetrange sur le territoire de la com-
mune de Schuttrange; 2° l'arrêté de cessibilité pour cause d'utilité publique pris par M. le Directeur général
des travaux publics susdit le 13 février 1915, concernant les terrains nécessaires aux travaux d'agrandisse-
ment de la gare d'Oetrange; 3° les plans et tableaux indicatifs des travaux à effectuer et des parcelles à ex-
proprier pour cause d'utilité publique, ensemble, des pièces de l'instruction administrative qui a précédé
les arrêtés précités.
Pour extrait, P. Weitzel.
1914, déclarant d'utilité publique les travaux d'agrandissement de la gare d'Oetrange, sur le territoire de la
commune de Contern; 2° l'arrêté de cessibilité pour cause d'utilité publique pris par M. le Directeur général
des travaux publique susdit, le 23 octobre 1914, concernant les terrains nécessaires aux travaux d'agrandis-
sement de la gare d'Oetrange; 3° les plans et tableaux indicatifs des travaux à effectuer et des parcelles à
exproprier pour cause d'utilité publique, ensemble les pièces de l'instruction administrative qui a précédé
les arrêtés précités.
Pour extrait, P. Weitzel.