LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF
Table des dispositions (9)
Texte législatif (9 Articles)
Nummer 44.
(
)
LÉGISLATIF ET ADMINISTRATIF
DU GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG.
Rundschreiben
an die Herrn Distrikts-Commissare, Bür-
germeister und Schöffen der Städte und
Gemeinden des Großherzogthums.
(Nr. 4456. — 1842. — A. N.)
Luxemburg, den 26. August 1842.
Meine Herrn,
Neuerlich mußte ein Protokoll gegen einen
Eigenthümer errichtet werden, welcher sich er-
laubt hatte, Hanf in einem von der Gluth
noch ganz heißen Backofen zu trocknen.
In andern Ortschaften wurden Lohhecken durch
die Unvorsichtigkeit derjenigen verbrannt, welche
die geschlissenen Theile rodeten.
Dergleichen Thatsachen zeugen von einer un-
verzeihlichen Sorglosigkeit, bei dieser schon seit
mehr als drei Monaten herrschenden Dürre.
Erinnert man sich nicht mehr jener fast un-
merklichen Ursachen. welche die Feuersbrünste
von Wasserbillig und Stolzemburg nach sich
zogen, und in Folge derer fast zwei Dörfer
Actes Administratifs.
CIRCULAIRE
à MM. les Commissaires de district, Bourg-
mestres et Échevins des villes et com-
munes du Grand-Duché.
(N° 4456. — 1842. — I . G.)
Luxembourg, le 26 août 1842.
MESSIEURS ,
Récemment on a dû dresser procès-verbal contre
un propriétaire qui s'était permis de sécher du chan-
vre dans un four qui était encore tout chaud de la
braise qu'on avait retirée.
Dans d'autres localités des haies à écorces ont été
brûlées par l'imprudence de ceux qui en essartaient
les parties écorcées.
Ces faits déposent d'une insouciance impardon-
nable dans un tems de sécheresse comme celui que
nous éprouvons depuis plus de trois mois. Ne se
rappelle-t-on plus les causes, pour ainsi dire imper-
ceptibles, qui ont occasionné les incendies de Was-
serbillig et de Stolzembourg, et par suite desquelles
Verordnungs- und Verwaltungsblatt
des Großherzogthums
Luxemburg.
Akte der Verwaltung.
Jahr 1842.
(
)
gänzlich in Asche gelegt wurden?
Haben wir
nicht in früheren Zeiten andere Dörfer gesehen,
welche durch das an dem Hanfe, welches man in
Backöfen trocknete, entstandene Feuer eine Beute
der Flammen wurden?
Dennoch sind derartige Fälle von den Gesetzen
über Orts- und Feldpolizei vorgesehen.
Sie
stellen nicht nur Verbote und Vorsichtsmaßre-
geln fest, um ihnen zuvorzukommen, sondern
befehlen auch den Gemeindeverwaltungen an,
den Ortsgebräuchen ähnliche Maßregeln hinzu-
zufügen.
In vielen Gemeinden bestehen dergleichen
Maßregeln, in mehreren andern sind noch keine
oder mir unvollständige vorhanden. Diese letz-
tern mögen sich befleißen, den Bedürfnissen durch
Anordnungen zu steuern, welche sie uns und
den Gerichtshöfen zur Kenntniß zu bringen haben.
Aber in allen Gemeinden überhaupt muß beson-
ders angelegentlich darüber gewacht werden, daß
nichts geschehe, was die öffentliche Gesundheit und
Sicherheit gefährden könnte. Alle Zuwiderhand-
lungen gegen Gesetze und Anordnungen über
diesen Gegenstand müssen durch Protokolle fest-
gestellt werden, welche die Beamten, Polizei-
Diener und andere betreffenden Agenten den
Gerichten überreichen, welche mit der nöthigen
Verfolgung beauftragt sind.
Folgende Vorsichtsmaßregeln glauben wir zu
jenen, welche wir gegen Feuersgefahr anemp-
fohlen haben, hinzufügen zu müssen.
1 stens. Die Backöfen und Schornsteine
untersuchen, diejenigen, welche sich in schlechtem
Zustande befinden, entweder niederreißen oder
ausbessern lassen.
2° Das
Verbot erneuern, mit angezün-
deten Pfeifen in Scheunen und Stallungen ein-
zutreten, oder Korn- und Heuschobern damit
nahe zu kommen ; erfordern, daß alle Familien
mit einer Laterne in gutem Zustande versehen
seien.
la presque totalité de ces deux villages a clé réduire
en cendres? N'avons-nous pas vu dans des tenu
antérieurs, d'autres villages, devenus la proie des
flammes par le feu qui avait pris au chanvre séche
dans des fours.
Cependant les lois sur la police municipale et sur
la police rurale ont prévu les accidens de l'espèce.
Non seulement elles établissent des défenses et des
précautions pour les prévenir, mais encore elles or-
donnent aux administrations communales d'y ajouter
des mesures analogues aux usages locaux.
Dans beaucoup de communes il existe des mesures
semblables, dans plusieurs autres il n'y en a pas
ou il n'y en a que d'imparfaites. Celles-ci doivent
s'appliquer, sans retard , à pourvoir aux besoins par
des réglemens à porter à notre connaissance et à
celle des tribunaux. Mais dans toutes les communes
en général, il importe essentiellement de veiller à ce
qu'il ne secommette rien qui puisse compromettre
la salubrité et la sûreté publiques. Toutes contraven-
tions aux lois et réglemens sur la matière, doivent
être constatées par des procès-verbaux que les fonc-
tionnaires, officiers de police et autres agens com-
pétens défèrent aux tribunaux, chargés des pour-
suites nécessaires.
Aux précautions que nous venons de recomman-
mander contre les incendies, nous devons ajouter
les suivantes
1° Visiter les fours et cheminées, faire réparer ou
abattrecelles qui sont trouvées en mauvais état;
2° Renouveler la défense d'entrer dans les granges
écuries, étables, ou d'approcher des meules de grains
ou de fourrages,
avec des pipes allumées; exige
que toutes les familles soient munies d'une lanterne
en bon état ;
(
)
3° Daß kein Schuß aus Feuergewehren in
er Gemeinde ohne Erlaubniß des örtlichen
Vorstandes geschehe, und diese Erlaubniß ohne
die Versicherung, daß sie zu keinem Unfalle
Inlaß gebe, nicht ertheilt werde.
Die öffentliche Sicherheit erfordert ebenfalls,
daß man den Gefahren der Hundswuth vor-
beuge, welche sich leicht bei so anhaltender Hitze
entwickeln kann. Der Ortsvorstand soll ohne
Umstände umherirrende oder verdächtige Hunde
tödten lassen; aber diese Vorsichtsmaßregel ist
dann nicht mehr hinreichend, wenn ein rasender
Hund das Gebiet einer Gemeinde durchlaufen
und allda andere Hunde gebissen hat. Alsdann
ist nur ein sicheres Mittel vorhanden, das Pu-
blikum völlig zu beruhigen, nämlich alle Hunde,
von denen man weiß, daß sie der Wuth des
verdächtigen ausgesetzt waren, umzubringen.
Was den öffentlichen Gesundheitszustand be-
trifft, so umfaßt er ebenfalls verschiedene Vor-
sichtsmaßregeln, unter welchen mehrere bei den
gegenwärtigen Umständen von einer besondern
Wichtigkeit sind.
Davon wollen wir einige hier aufzählen
1° Das Reinigen der Straßen und der
öffentlichen Platze ist eines der sichersten
Mittel, um die Luft gesund zu erhalten. Die
in dieser Hinsicht zu treffenden polizeilichen Maß-
regeln hängen von den Ortschaften ab, und es
ist keine Gemeinde, welche nicht einiger dersel-
den bedürfte.
2° Keine Substanz, welche ungesund ist oder
schädliche Ausdünstungen verursachen kann, soll
auf die Straße geworfen oder daselbst nie-
dergelegt werden.
3. Der Verkauf von Eß- und Trink-
waaren kann nicht strenge genug überwacht
werden.
4.
Die
Beerdigungs-Polizei
kann nicht
ohne Gefahr vernachläßigt werden. Die in die-
ser Hinsicht den Bürgermeistern auferlegten
3° Veiller à ce qu'aucun coup de feu ne soit tiré
dans la commune, sans la permission de l'autorité
locale , et ne pas accorder cette permission sans s'être
assuré qu'elle ne peut occasionner aucun accident.
La sûreté publique exige encore qu'on se prému-
nisse contre la rage des chiens, qui peut facilement
naître pendant des chaleurs aussi continues. L'auto-
rité locale doit faire tuer, sans formalité , les chiens
errans ou suspects ; mais cette mesure de prévoyance
ne suffit plus lorsqu'un chien enragé a parcouru le
territoire d'une commune et y a mordu d'autres
chiens, alors il n'y a plus qu'un moyen sûr de tran-
quilliser complètement le public, c'est de sacrifier
tous les chiens qu'on sait avoir été exposés à la fu-
reur de celui qu'on suspecte.
Quant à la salubrité publique , elle embrasse éga-
lement toutes sortes de prévoyances; mais parmi les
mesures de celle espèce il en est plusieurs qui sont
d'une importance toute particulière dans les circon-
stances présentes
Nous en citerons quelques-unes
1° Le nettoiement des rues et des places publiques
est un des moyens les plus sûrs pour entretenir la
salubrité de l'air. Les mesures de police à prendre
à cet égard sont subordonnées aux localités ; mais il
n'est point de commune qui n'en exige quelques-
unes ;
2° Aucune substance malsaine ou susceptible de
causer des exhalaisons nuisibles ne doit être jetée ou
déposée dans les rues. On n'y doit point laisser
couler le sang des animaux tués ;
3° La vente des comestibles et boissons ne peut-
être surveillée avec une attention trop sévère ;
4° La police des inhumations ne peut être négligée
sans danger. Les devoirs des bourgmestres à cet
égard sont tracés pat le décret du 23 prairial an XII.
(
)
Pflichten sind in dem Dekret vom 23. Prairial
Jahr XII bezeichnet.
5° Durch die oben angeführten Gesundheits-
maßregeln kann den Seuchen vorgebeugt
werden. Es gibt jedoch außerdem noch Ursachen
von ansteckenden Krankheiten, welche die Regie-
rung nicht vermag zu beseitigen. Solche sind, zum
Beispiel, die örtliche Beschaffenheit einer Ge-
meinde, die Natur der Arbeiten mit welchen
sich deren Einwohner beschäftigen, die groben
und ungesunden Nahrungsmittel, deren sie sich
bedienen, die Form und die Lage, welche sie
auf eine widerspenstige Art bei dem Baue ihrer
Häuser, u., vorziehen.
Was aber auch die Ursache einer Seuche sein
mag, sobald dieselbe sich kund thut und die
Anzahl der Kranken über die gewöhnliche hin-
ausgeht, so muß der Bürgermeister dem Kan-
tonal-Arzt und dem Distrikts-Commissar davon
Kenntniß geben, damit unmittelbar die nöthi-
gen Maßregeln können getroffen werden. Jeden-
falls muß er sich wohl in Acht nehmen, daß
dieser Beweis seiner Sorgfalt unter dem P u -
blikum keine unzeitige Aengstlichkeit hervorrufe.
Die Unruhe, welche dadurch entstände, wäre
hinreichend sehr gewöhnlichen Krankheiten einen
gefährlichen Karakter zu geben. In solchem Falle
befiehlt die Klugheit dem Verwalter
sowohl,
als dem Arzte, die ersten Eindrücke des Schre-
ckens, so viel wie möglich, zu lindern; alles
was dahin zielen kann, die Kranken zu beru-
higen, und die Nichtkranken zu ermuthigen,
muß er als Verminderungsmittel der Gefahr
ansehen, ohne jedoch die gehörigen Vorsichten
vernachläßigen zu lassen.
6° Die Viehseuchen rühren gleichfalls von
den ungesunden Nahrungsmitteln her, die man
dem Vieh gibt, von der schlechten Einrichtung
und Unreinlichkeit der Stallungen, von der er-
stickenden und verpesteten Luft, die man in den-
selben herrschen läßt. Es ist daher die Pflicht
der Gemeinde - Verwalter, den Eigenthümern
5° Les épidémies peuvent être écartées par les,
moyens de salubrité indiqués ci-dessus. Il est ce
pendant des causes d'épidémie qu'il n'est pas en
pouvoir de l'administration de détruire. Telles
sont, par exemple, la position topographique d'une
commune, la nature des travaux auxquels ses ha-
bitans se livrent, les alimens grossiers et malsaine
dont ils font usage, la forme et les emplacemens
qu'ils s'obstinent à préférer dans la construction
de leurs maisons, etc.
Mais quelle que soit la cause d'une épidémie,
aussitôt qu'elle se manifeste et que les maladies
excèdent le nombre ordinaire, le Bourgmestre doit
en donner connaissance au médecin du canton et
au commissaire du district, afin que les mesures
nécessaires puissent être prises immédiatement.
Toutefois il doit bien prendre garde que cette
preuve de sa sollicitude ne répande dans le pu-
blic des alarmes déplacées. L'inquiétude qui en
résulterait, suffirait pour donner à des maladies
très-ordinaires un caractère dangereux. En pareil
cas, la prudence prescrit à l'administrateur, comme
au médecin, d'atténuer autant que possible, les
premières impressions de terreur ; il doit regarder
comme un moyen de diminuer le danger tout ce
qui tendra à tranquilliser les malades et à rassurer
ceux qui ne le sont pas, sans leur faire négliger
les précautions convenables.
6° Les épizooties proviennent également des ali-
mens malsains, qu'on donne aux bestiaux, de la
mauvaise disposition des écuries ou étables, de leur
malpropreté et de l'air étouffant ou infect qu'on y
laisse régner. Il est du devoir des administrateurs
communaux de recommander aux propriétaires et
cultivateurs les précautions toutes particulières que
Au surplus, nous les renvoyons en ce qui con-
cerne les épidémies et les épizooties, à l'éxecution
du 6e réglement annexé à l'ordonnance médicale
du 12 octobre 1841 inséré au Mémorial de la
même année, page 510.
Tels sont, M M . , les avertissemens et les instruc-
tions que nous croyons devoir vous adresser. Les
uns sont relatifs à des accidens récemment arrivés
et dont il importe de prévenir le renouvellement;
les autres ne sont heureusement encore que de pure
prévoyance. Nous ne voyons jusqu'à
présent
régner ni épidémie ni épizootie; mais nous éprou-
vons une température qui peut en causer, qui
peut surtout devenir funeste par un changement
subit plus ou moins opposé dans ses influences.
C'est à votre vigilance que nous en appelons
pour y pourvoir par tous les moyens qui dépendent
de vous.
Le Conseil de
gouvernement,
DE LA FONTAINE.
(
)
und Lanbbauern alle ganz besondern Vorsichts-
naßregeln, welche die jetzige Zeit in dieser Hin-
icht erheischt, anzuempfehlen. Sollte, dem un-
achtet, eine Viehseuche von irgend einer Art
ich zeigen, so müssen sie allsogleich die für solche
Imstande von den Gesehen vorgeschriebenen Maß-
regeln ergreifen.
Ueberdies weisen wir sie, was die Menschen-
und Vieh - Seuchen betrifft, auf die Ausfüh-
rung des 6ten Reglementes zurück, welches der
Medizinal - Ordnung vom 12ten Oktober 1841
beigefügt, und im Verwaltungsblatt desselben
Jahres, S . 510, beigefügt ist.
Dies, meine Herrn, sind die Ermahnungen
und Anweisungen, welche wir an Sie zu richten
uns verpflichtet glauben. Die einen beziehen sich
auf Vorfälle, welche sich kürzlich ereigneten und
derer Wiederholung zuvorzukommen, es uns
angelegen ist. Die andern sind glücklicher Weise
nur bloße Vorsichtsmaßregeln. Wir sehen bis
jetzt noch keine ansteckende Krankheit, weder
unter den Menschen noch unter dem Viehe herr-
schen; aber wir empfinden eine Witterung,
welche solche verursachen und besonders durch
eine plötzliche Aenderung schädlich werden kann,
welche mehr oder weniger in ihren Wirkungen
verschieden ist.
Wir wenden uns an Ihre Wachsamkeit, um
durch alle Mittel, welche von Ihnen abhängen,
dem Uebel vorzubeugen.
Das Regierungs-Kollegium,
de la Fontaine.
le tems présent exîge à cet égard. Si, nonobstant
ce, une épizootie d'une nature quelconque se dé-
clarait , ils devront aussitôt prendre les mesures que
les lois ont prescrites en pareille circonstance.
(
454 )
Bekanntmachung
in Betreff der dritten ordentlichen Versamm-
lung des Medizinal-Kollegiums, für 1842.
Luxemburg, den 18. August 1842.
Das Medizinal-Kollegium bringt zur öffent-
lichen Kunde, daß es sich am 19. September d.
I . in ordentlicher Versammlung vereinigen wird.
Die Personen, welche wünschen, über einen-
der Zweige der Heilkunde geprüft zu weiden,
sind ersucht, ihre Zeugnisse acht Tage vor der
Eröffnung der Versammlung dem Sekretär des
Kollegiums einzureichen.
Das Medizinal-Kollegium,
Clasen, Präsident,
Durch das Kollegium,
J.
T.
Würth,
Sekretär.
AVIS
relatif à la troisième assemblée ordinaire
du Collége médical pour 1842.
Luxembourg, le 18 août 1842.
Le ColIége médical porte à la connaissance de
public, qu'il se réunira en assemblée ordinaire le
lundi, 19 septembre prochain.
Les personnes qui désirent se présenter aux exa-
mens sur une des branches de l'art de guérir
sont invitées à transmettre leurs certificats au se-
crétaire du Collége huit jours avant l'ouverture
de la réunion.
Le Collège médical,
CLÄSEN, Président.
Par le Collége,
J. T. WURTH , Secrétaire.
Gesehen, um ins Verordnungs- und Verwal-
tungsblatt eingerückt zu werden.
(N° 519. — 1842. — A. N.)
Luxemburg, den 26. August 1842.
Der Gouverneur des Großherzogthums.
de la Fontaine.
Vu pour être inséré au Mémorial législatif à
administratif.
(N° 519. — 1842. — I.G.)
Luxembourg, le 26 août 1842.
Le Gouverneur,
DE LA FONTAINE.
Personaldienstnachrichten.
(Nr. 3375. — 1842. — A. N.)
Luxemburg, den 25. August 1842.
Durch Beschluß vom 18. laufenden Monats,
Nr. 1496d, haben. Seine Majestät geruht, den
Königlich-Großherzoglichen Beschluß vom 26.
Juni d. I . , Nr. 1024, wodurch der Herr Georg
Rischard, zu Wiltz, zum Gerichtsvollzieher
AVIS
concernant la nomination du Sr RISCHARD
aux fonctions d'huissier.
(N° 3375. —1842. — I . G. )
Luxembourg,
le 25 août 1842.
Par arrêté du 18 du courant, N° 1496d, Sa
Majesté a daigné modifier l'arrêté royal grand-
ducal du 26 juin dernier, N° 1024, par lequel
Bekanntmachung,
in Betreff einer Polizei-Verordnung gegen
Feuersgefahr.
(Nr. — 4350. — 1842. A. N )
Luxemburg, den 23. August 1842.
In der Sitzung vom 17. dieses Monats, hat
der Gemeinderath der Stadt Grevenmacher eine
Verordnung über außergewöhnliche Vorsichts-
maßregeln gegen Feuersgefahr erlassen.
Das Regierungs-Kollegium,
de la Fontaine.
AVIS
Relatif à un réglement de police contre
les incendies.
(N° 4350. — 1842. — I . G.)
Luxembourg,
le 23 août 1842.
Dans sa séance du 17 de ce mois, le conseil
communal de la ville de Grevenmacher a arrêté un
réglement de police, statuant des mesures de pré-
caution extraordinaires contre les incendies.
Le Conseil de gouvernement,
DE LA FONTAINE.
Nachricht,
in Betreff der Lehrerprüfung für das Jahr
1842.
(N° 4295. — 1842. — Allg. N.)
Luxemburg, den 23. August 1842.
AVIS
Concernant l'examen des Instituteurs
pour l'année 1842.
(N° 4295. — 1842. — I. G.)
Luxembourg, le 23 août 1842.
(
455 )
in dem Justiz-Kanton von Luxemburg ernannt
wird. und welcher zu der in dem diesjährigen
Verwaltungsblatte, Nr. 41, Seite 428 einge-
rückten Bekanntmachung vom 14. Juli Veran-
lassung gegeben hat, in dem Sinne zu modifi-
ziren, daß, erwähnter Rischard, als durch ge-
dachten Beschluß vom 26. Juni zum Gerichts-
vollzieher bei dem Bezirksgerichte von Luxem-
burg, mit seinem Wohnsitze zu Luxemburg er-
nannt, betrachtet werden soll.
Der Gouverneur,
de
la
Fontaine.
le sieur Georges RISCHARD de Wiltz est nommé
huissier dans le canton judiciaire de Luxembourg,
et qui a donné lieu à l'avis du 14 juillet, inséré
au Mémorial de l'année courante, N° 41, page
428, dans ce sens que ledit RISCHARD sera con-
sidéré comme nommé par le susdit arrêté du 26
juin, huissier près le tribunal d'arrondissement de
et de résidence à Luxembourg.
Le Gouverneur,
DE LA FONTAINE.
Il est porté à la connaissance publique que le 27
du mois de septembre prochain et les jours suivans,
Es wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht,
daß am 27, des Monats September nächsthin,
Pour ce qui concerne les connaissances et l'âge
requis pour chaque rang, on rappelle encore ici les
dispositions antérieures sur la matière contenues dans
l'instruction provisoire pour les inspecteurs des écoles ;
du 3 juin 1824, art. 18 et 23 (Mémorial adminis-
tratif, N° 35 de la même année), à quoi il faut ajou-
ter la connaissance de la méthode de prononcer lettre
par lettre, du calcul intuitif et de la Bible.
Le Conseil de gouvernement ,
DE LA FONTAINE.
(
456 )
und in folgenden Tagen, im Gebäude des Athe-
näums, zur Prüfung der Lehrer für das lau-
fende Jahr geschritten wird, und daß diejenigen,
welche zugelassen werden wollen, ihre Anfragen
für den 21. künftigen Monats einreichen müssen,
zu welchem sie ihren Geburtsschein und die Zeug-
nisse in gehöriger Form hinzuzufügen haben,
welche letztere ihnen von dem Pfarrer oder Des-
servanten, dem Bürgermeister und zwei Ein-
wohnern der Gemeinde verabfolgt, und ihr
bürgerliches, sittliches und religiöses Betragen
bekunden sollen.
Zugleich sollen diese Anfragen enthalten, ob,
wo und wie lange dieselben Schule gehalten
haben; wenn sie ein Brevet haben, welcher dessen
Rang ist, und von welchem Range sie eines zu
erhatten begehren. Die Besitzer eines Brevets
müssen dasselbe auch beifügen.
Was die Kenntniße und das erforderte Alter
für jeden Rang betrifft, so beruft man sich hier
nochmals auf die frühern Verfügungen über den
Gegenstand, welche in der provisorischen In-
struktion für die Schulinspektoren vom 3. Juni
1824, Art. 18 und 23 (Verwaltungsblatt, Nr.
35 desselben Jahres) enthalten sind, wozu die
Kenntniß der Methode Buchstabe für Buchstabe
auszusprechen, der Kopfrechnung und der Bibel
hinzukommen muß.
Das Regierungs-Collegium,
de la Fontaine.
dans les locaux de l'Athénée à Luxembourg, il sera
procédé à l'examen des instituteurs pour l'année cou-
rante. Ceux qui désirent y être admis, doivent pour
le 21 du mois prochain, présenter leurs demandes
écrites, auxquelles ils annexeront leur acte de nais-
sance et les certificats en due forme, delivres par le
curé ou desservant, le bourgmestre et deux habi-
tans de la commune, constatant leur conduite civile,
morale et religieuse. Ces demandes feront connaître
en même tems si, où et pendant quel tems ils ont
tenu école, s'ils ont un brevet, quel en est le dégré
et quel brevet ils désirent obtenir. Les possesseurs
d'un brevet le joindront également.
(
)
Beschluß
Betreff der Zählung und Schätzung der
Wohnhäuser in allen Städten und Ge-
meinden des Großherzogthums.
(N° 4528. — 1842. — A. N )
Luxemburg, den 3. September 1842.
Das Regierungs-Kollegium des
Großherzogthums Luxemburg,
In Betracht, daß die Verwaltung in der
Kürze genauer Angaben bedürfen wird über
dm Betrag der Einkünfte, welche die Wohn-
häuser liefern;
Daß, da die Instruktionen über die Art der
Cadastral-Abschätzungen dieses Eigenthums Aen-
derungen erlitten haben, deshalb diese Abschä-
tzungen nach verschiedenen Regeln vorgenom-
men sind;
Daß andererseits eine große Anzahl von Häu-
sern bauliche Veränderungen seit ihrer Abschä-
tzung erlitten hat, und daß eine große Anzahl
anderer seit den Cadastral-Schätzungen erbaut
und der Abgabe entzogen ist;
Daß es daher nöthig ist, zu einer allgemei-
nen Revision der Abschätzungen dieser Güter zu
schreiten, welche zugleich alle vorhandenen Häu-
ser umfaßt, und ihre Abschätzungen gleichför-
migen Regeln zu unterwerfen;
Nach Einsicht der von Seiner Majestät dem
König Großherzog, in Betreff des fraglichen
Unternehmens ertheilten, in einer Depesche des
Herrn Staatskanzlers p. i., vom 31. August
1842, N° 1587, enthaltenen Ermächtigung;
ARRÊTÉ
relatif au recensement et à l'évaluation
des maisons d'habitation de toutes les
villes et communes du Grand-Duché.
(N° 4528. — 1842. — Ind. gén.)
Luxembourg, le 3 septembre 1842.
LE CONSEIL DE GOUVERNEMENT DU GRAND-DUCHÉ,
Considérant que l'administration aura prochaine-
ment besoin de données précises sur le montant
des revenus des maisons d'habitation;
Que les instructions sur le mode d'évaluations
cadastrales de ces propriétés ayant éprouvé des
modifications, il en est résulté que les évaluations
ont été effectuées d'après des règles différentes ;
Que d'un autre côté, un grand nombre de
maisons ont éprouvé des changemens de construc-
tion depuis leur évaluation, et qu'un grand nombre
d'autres ont été construites depuis les expertises
cadastrales, et se trouvent soustraites à l'impôt;
qu'il est nécessaire dès lors de faire procéder à une
révision générale des évaluations de ces propriétés ,
qui comprenne à la fois toutes les maisons exis-
tantes, et que leurs évaluations soient établies d'après
des règles uniformes;
Vu l'autorisation de Sa Majesté le Roi Grand-Duc,
au sujet du travail en question, consignée dans une
dépêche de M . le Chancelier par intérim, en date
du 31 août 1842, n° 1587.
ARRÊTE
ART. 1er.
Il sera procédé sans délai à un nouveau recense-
Beschließt
Art.
1.
Es soll unverzüglich zu einer neuen Zählung
Beilage zur Nr. 44.
(
)
und zur Revision der Cadastral - Abschätzungen
der Häuser aller Städte und Gemeinden des
Großherzogthums, nach den jetzt bestehenden
Instruktionen geschritten werden.
Zu diesem Zwecke werden die Abschätzungs-
Atlasse zur Verfügung der Controleure durch
die Cadaster-Commission gestellt werden.
Diese Revision soll geschehen durch die Cada-
ster-Erperten, in Vereinigung mit den Steuer-
Controleuren, diesen letztern, jedem in seiner
Abtheilung, begleitet von Anzeigern, welche
auf Kosten des Staates bezahlt werden.
Der Haupt-Controleur des Cadasters wird die
Experten und Controleure in ihrer ersten Ver-
richtung leiten, um die Gleichförmigkeit und
verhältnißmäßige Gleichheit der Abschätzungen
in allen Städten und Gemeinden sicher zu stellen.
Zum Zwecke der Beschleunigung der Zahlung
wird die Anzahl von drei Experten des Cadasters,
welche auf drei bestimmt ist, auf vier erhöht.
Sie beziehen für diese Verrichtung die nämliche
Gebühr wie für die Cadasterarbeiten.
Die Zählung soll mit aller, der Genauigkeit
keinen Eintrag thuenden Thätigkeit durchgeführt
werden.
Sobal die Arbeit in einer Gemeinde vollendet
ist, soll sie durch den Controleur dem Steuer-
Direktor zugeschickt werden. Dieser hat eine Ue-
bersicht davon dem Regierungs - Kollegium alle
zehn Tage einzureichen.
Die Bürgermeister sind angewiesen, nach allen
Kräften die Verrichtungen zu erleichtern und zu
ment et à la révision des évaluations cadastrales de
maisons de toutes les villes et communes du Grand-
Duché, d'après les instructions actuellement en vi-
gueur. A cet effet, les calques d'expertise seront
à la disposition des contrôleurs, par la Commission
du cadastre.
ART. 2.
Cette révision sera effectuée par les experts de
cadastre, conjointement avec les contrôleurs des
contributions directes, ces derniers, chacun dans sa
division, accompagnés d'indicateurs, qui seront
salariés sur les fonds de l'État.
ART. 3.
Le contrôleur principal du cadastre dirigera la
experts et contrôleurs dans leur début, afin d'assurer
l'uniformité et l'égalité proportionnelle des évalua-
tions, dans toutes les villes et communes.
ART. 4.
Afin d'accélerer le travail du recensement, le
nombre des experts du cadastre, fixé à trois, est
porté à quatre.
Leur indemnité sera la même pour cette opéra-
tion, que pour les travaux du cadastre.
ART. 5.
Le recensement sera poursuivi avec toute l'activité
compatible avec son exactitude.
Dès que le travail sera achevé dans une com-
mune , il sera adressé au directeur des contribution,
par les soins du contrôleur. Le directeur en fera
parvenir la situation tous les dix jours au Conseil de
gouvernement.
ART. 6.
Les bourgmestres sont chargés de faciliter et de
seconder les opérations de tous leurs moyens, et de
(
)
interstätzen, und den Erperten und Controleuren
die zur Erfüllung ihres Auftrages nöthigen
Anzeiger zu liefern.
Die zur Verrichtung erforderlichen gedruckten
Register werden den Controleurs geliefertwerden.
Der Steuerdirektor wird sich mit der Cada-
ster-Commission zu dem Zwecke benehmen, damit
die Arbeit des Zählens der der Abschätzungen
einen Eintrag thue. Er wird auch den Experten
die Gemeinden anweisen, in welchen sie thätig
ein sollen.
Vergegenwärtige Beschluß ist an den Steuer-
direktor mit dem Auftrage für die Bollziehung
desselben zu sorgen, und an die Cadaster-Com-
mission zur Nachricht auszufertigen.
Auch soll derselbe in das Verordnungs- und
Verwaltungsblatt eingerückt werden.
Das Regierungs-Kollegium,
de l a Fontaine, Präsident.
Der General-Sekretair,
S i m o n s .
fournir aux experts et contrôleurs, les indicateurs
nécessaires à l'accomplissement de leur mission.
ART. 7.
Les cadres imprimés nécessaires à l'opération, se-
ront fournis aux contrôleurs.
ART. 8.
Le directeur des contributions se concertera avec
la commission du cadastre, afin que le travail du
recensement ne nuise point à celui des expertises. Il
assignera aux experts les communes dans lesquelles
ils devront opérer.
ART. 9.
Le présent sera expédié au directeur des contribu-
tions , chargé d'en assurer l'exécution, et à la com-
mission du cadastre pour information.
Il sera en outre inséré au Mémorial législatif et
administratif.
Le Conseil de Gouvernement ,
DE LA FONTAINE, Président.
Le Secrétaire-général,
SIMONS.
(
)
Rundschreiben
an die Herrn Distriktskommissare und Bür-
germeister und Schöffen der Städte und
Gemeinden, in Betreff der Einrichtung der
Primär-Schulen für das Schuljahr von
1842—1843.
. (N° 4554. — 1842. — A. N.)
Luxemburg, den 3. September 1842.
Meine Herren,
Die Primärschulen sind im Frühlinge dieses
Jahres durch die hierzu ernannten Ehren-In-
spektoren untersucht worden. Diese edlen Mit-
bürger haben ihrer Aufgabe mit einem Eifer,
einer Sorgfalt und einem Scharfblicke entspro-
chen, wie es von ihnen zu erwarten war. Das
Wohlgefallen, welches uns das Lesen ihrer Be-
richte gewährt hat, war zu lebhaft, als daß
wir es ihnen nicht in gegenwärtigem Rund-
schreiben bezeugen sollten ; und wir thun es mit
um so viel mehr Vergnügen, als schon die öf-
fentliche Dankbarkeit die unsrige bekräftigt hat.
Allein,
meine Herren
jemehr wir ihnen ge-
meinschaftlich für ihren wohlwollenden Beistand
verpflichtet sind, desto mehr muß es ihnen angelegen
sein, die von ihnen gemachten Bemerkungen zu
benutzen, die von ihnen bezeichneten Fehler ab-
zuschaffen, und zu den Verbesserungen zu schreiten,
welche sie für nöthig erkannt haben. Hauptsäch-
lich im jetzigen Augenblicke werden Sie diesen
Gegenstand zu Herzen nehmen, wo es sich handelt,
zur Einrichtung der Schulen für das im nächsten
Monat October beginnende Schuljahr zu schreiten.
Die Landstände, welche am 20. d. M. wieder
zu ihrer diesjahrigen Sitzung zusammen treten,
werden sich mit einem neuen Reglemente über
den
Primär - Unterricht beschäftigen ; allein
die für die Prüfung dieses Reglements ihnen
nöthige Zeit, sowie diejenige, welche hiernächst
CIRCULAIRE
à MM. les Commissaires de district, Bourg-
mestres et Échevins des villes et com-
munes, concernant l'organisation des
écoles primaires pour l'année scolaire
de 1842 — 1843.
(N° 4554. — 1842. — Ind. gén.)
Luxembourg,
le 3 septembre 1842.
MESSIEURS ,
Les écoles primaires ont été visitées au printems
dernier par des inspecteurs honoraires nommés à cet
effet. Ces généreux citoyens se sont acquittés de
cette tâche avec tout le zèle, tous les soins et le
discernement que nous pouvions attendre d'eux, la
satisfaction que nous avons éprouvée en lisant leurs
rapports, a été trop grande pour que nous n'en dé-
posions pas le témoignage dans ta présente, et nous
le faisons avec d'autant plus de plaisir, que déjà. La
gratitude publique a sanctionné la nôtre.
Mais, messieurs, autant nous devons vous et nous
les remercier de leur bienveillante assistance , autan
il doit vous importer de profiter des remarques qu'il
ont faites, de corriger les défauts qu'ils ont signalé
et de travailler aux améliorations qu'ils ont recon-
nues nécessaires. C'est dans ce moment surtout qui
vous devez prendre cet objet à cœur, puisqu'il s'a-
git de procéder à l'organisation des écoles pour l'an-
née scolaire qui va s'ouvrir au mois d'octobre pro-
chain.
Les Etals du pays, qui reprendront le 20 de
ce mois le cours de leur session, de celle année,
s'occuperont d'un nouveau réglement sur l'enseigne-
ment primaire, mais le tems qu'il leur faudra pour
examiner ce réglement, et celui qui s'écoulera ensuite
avant l'approbation de Sa Majesté, ne permettes
(
)
bis zur Genehmigung desselben durch Seine Ma-
jestät verlaufen wird, erlauben nicht, bis dahin
die Maaßregeln aufzuschieben, welche nöthig
sind, um die Schulen in Thätigkeit treten zu
lassen. Diese Maßregeln werden sich daher auf
die jetzt noch bestehenden Verfügungen gründen.
Daher werden, bei Empfang des gegenwärti-
gen Rundschreibens, die Herren Bürgermister
und Schöffen die Gemeinderäthe zusammen rufen,
um über die fragliche Organisation zu berath-
schlagen. Sie werden ihnen vorlegen
1. Die §§ 4 und 5 des Reglements vom 2.
Juni (1828 (Memorial 1628, B. 2, S . 117),
welche durch die Verordnung vom 28. September
1840 (Memorial 1840, B . 2, S . 265) wieder
in Kraft gesetzt sind.
2. Unser Rundschreiben vom 25. September v.
I . (Memorial 1841, B d . 2 S . 317).
3. Die besondern Instruktionen, welche ihnen
von uns über die bemerkten Mangelhaftigkeiten
in der vorhergehenden Organisation ertheilt
worden sind.
Sie werden ihnen zu gleicher Zeit die Be-
merkungen vorlegen, welche die Herrn Ehren-
Inspectoren gemacht haben, und welche ihnen
theilweise besonders von uns anempfohlen wor-
den sind.
Nach reiflicher Erwägung des Ganzen werden
die Gemeinderäthe Berathschlagungen aufstellen,
um die Einrichtung der Schulen danach zu tref-
fen. Sie werden Sorge tragen, hierbei sich ge-
nau an die allgemeinen und besondern Vorschrif-
ten zu halten.
Diejenigen, deren frühere Schuleinrichtung
vollkommen regelmäßig wird befunden werden,
können dieselbe beibehalten, aber alle haben ihre
Absichten in bestimmten Deliberationen zu er-
kennen zu geben, welche die Herrn Bürgermei-
ster und Schöffen ihren Distriktscommissären zu
überschicken haben, und zwar spätestens für den
1ften October. d. I. Diejenigen, welche diese
pas de différer jusque-là les mesures à prendre pour
assurer la mise en activité des écoles. Ces mesures
doivent donc encore se baser sur les dispositions
existantes.
Ainsi, à la réception de la présente circulaire,
M M . les bourgmestres et échevins convoqueront les
conseils communaux pour délibérer sur l'organisation
dont il s'agit. Ils leur remettront sous les yeux
1° Les §§ 4 et 5 du règlement du a juin 1828
(Mémorial 1828, vol. 2, p. 117), remis en vigueur
par l'ordonnance du 28 septembre 1840 {Mémorial
1840 , vol. 2, p. 265);
2° Notre circulaire du 25 septembre de l'année
dernière (Mémorial 1841 , vol. 2, p. 317);
3° Les instructions particulières qu'ils ont reçues
de noire part, sur les défectuosités remarquées dans
les organisations précédentes.
Ils leur communiqueront, en même tems, les ob-
servations faites par MM. les inspecteurs honoraires,
et dont une partie leur a été spécialement recomman-
dée par nous.
Après avoir mûrement réfléchi sur le tout, les con-
seils communaux prendront des délibérations pour
fixer l'organisation des écoles en conséquence. Ils
auront soin de se conformer exactement aux pres-
criptions générales et particulières.
Quant à celles dont l'organisation antérieure se
trouvera parfaitement en règle, ils pourront se
borner à la maintenir; mais tous devront faire
connaître leurs intentions par des délibérations
positives , que M M . les Bourgmestres et Échevins
auront à transmettre à leur commissaire du district,
pour le 1er octobre prochain, au plus tard. Ceux
qui ne l'auront pas fait à cette époque, seront
(
)
Zu Luxemburg, bei I . Lamort, Buchdrucker.
Zeitfrist versäumen, erhalten Specialcommissäre,
welche ihnen der Distriktscommissar zusendet,
und welche auf ihre Kosten die Arbeit vorneh-
men.
Die für die Aufstellung der Schulgebühr-
Rollen erforderlichen Druckformulare werden
ihnen unverzüglich zugefertigt werden.
Lobenswerth ist der Fleiß und die Hingebung,
welche eine ziemlich große Anzahl von Gemein-
de-Verwalter zur Erreichung des gewünsch-
ten Zweckes angewendet haben, aber auch be-
klagenswerth die Lauheit, Schwäche und selbst
Nachlässigkeit vieler andern. Etwas hat uns
namentlich betrübt, daß nämlich in mehreren
Gemeinden man sich begnügt hat, die Schulor-
ganisation auf dem Papier zu machen, ohne
sich damit zu beschäftigen, sie in Wirksamkeit
treten zu lassen. Es ist dieses ein unverzeihlicher
Mißbrauch, für welchen die Gemeindeverwalter,
sollte er sich erneuern, verantwortlich sein wür-
den. Die Inspektionen, welche in dem jetzt sich
eröffnenden Schuljahr vorzunehmen sind, wer-
den uns erkennen lassen, was in dieser Hin-
sicht geschieht, und gerechte Einhalts. Maß-
regeln haben diejenigen zu erwarten, welche
noch einmal einer ähnlichen Verirrung
sich
uldig machen.
Das Regierungs-Kollegium,
de la Fontaine,
Präsident.
Der General-Sekretär,
S i m o n s .
suppléés par des commissaires spéciaux, envoyés
par le commissaire du district, et qui feront le
travail à leurs frais.
Les imprimés nécessaires pour la rédaction do
rôles de rétributions scolaires leur seront envoyés
incessamment.
Nous avons eu à nous louer du zèle et à
dévouement d'un assez grand nombre d'adminis-
trateurs communaux pour atteindre le but désiré;
mais nous devons déplorer la tiédeur, la faiblesse,
la négligence même de beaucoup d'autres. Une
chose surtout nous a affligé, c'est que dans plu-
sieurs communes on s'est contenté de fixer l'or-
ganisation des écoles sur le papier, et qu'on ne
s'est pas occupé du soin de la mettre en pratique.
C'est un abus impardonnable, dont les adminis-
trateurs communaux auraient à répondre s'il se
renouvelait. Les inspections qui auront lieu pen-
dant l'année qui va s'ouvrir, nous feront connaître
ce qui se passera à cet égard, et de justes répres-
sions atteindront ceux qui se rendront encore
coupables d'un semblable écart.
Le Conseil de gouvernement,
DE LA FONTAINE, Président.
Le Secrétaire-général,
SIMONS.