Arrêté du 29 septembre 1902, fixant les statuts de la caisse régionale établie pour les ardoisières du Grand-Duché.
Table des dispositions (180)
Texte législatif (180 Articles)
DU
Grand-Duché de Luxembourg.
Memorial
des
Großherzogthums Luxemburg.
Samedi, 11 octobre 1902.
N° 74.
Samstag, 11. October 1902.
Arrêté du 29 septembre 1902, fixant les statuts de
la caisse régionale établie pour les ardoisières
du Grand-Duché.
LE MINISTRE D'ÉTAT, PRÉSIDENT
DU GOUVERNEMENT ;
Vu la loi du 31 juillet 1901, concernant l'as-
surance obligatoire des ouvriers contre les
maladies ;
Vu son arrêté du 15 septembre 1902, portant
établissement des caisses régionales ;
Après avoir soumis le projet des statuts éla-
boré pour la caisse régionale instituée pour les
ardoisières du Grand- Duché à l'avis d'une as-
semblée réunie à Perlé le 17 septembre dernier
et composée au vœu de l'art. 11 susvisé ;
Attendu que les statuts de la dite caisse sont
en concordance avec les lois et règlements ;
Arrête
Il est institué une Caisse régionale sous le
nom de Caisse régionale de secours en cas de maladie
des Ardoisières du Grand-Duché de Luxembourg, ayant
son siège à Perlé, s'étendant sur les communes de Perlé,
Asselborn et Oberwampach
Participation obligatoire et exemption.
Die Firma Gebrüder Stumm, in Neunkirchen
(Regierungsbezirk Trier) errichtet auf Grund des Art. 44
des Gesetzes vom 31. Juli 1901 für die in ihren Gruben
bei Obercorn, Gemeinde Differdingen, beschäftigte Per-
sonen eine Krankenkasse, welche den Namen : « Kran-
kenkasse der Gebrüder Stumm'schen Bergverwaltung
Obercorn » führt, und ihren Sitz zu Obercorn hat.
Die bisherige, seit dem 1. October 1900 bestehende
Krankenkasse tritt mit dem 1. Dezember 1902 ausser
Kraft und geht das am 1. Dezember in der Kasse sich
vorfindende Kassenvermögen auf die neue Krankenkasse
über,
Versicherungspflicht.
Art.
2. Alle in den Betrieben der Firma Gebrüder
Stumm gegen Gehalt oder Lohn beschäftigten Personen
gehören mit dem Tage des Eintritts in die Beschäftigung
der Kasse als
versicherungspflichtige
Mitglieder an, so-
fern die Beschäftigung nicht durch die Natur ihres Gegen-
standes nur vorübergehend oder im Voraus durch den
Arbeitsvertrag auf einen Zeitraum von weniger als einer
Woche beschrankt ist.
Befreit von dieser Versicherungspflicht sind
a) Betriebsbeamte, deren Arbeitsverdienst an Gehalt
oder Lohn Mk. 8 für den Arbeitstag oder Mk. 2400
für das Jahr übersteigt,
b) Diejenigen Personen, welche den Nachweis erbringen,
dass sie Mitglieder einer von der Regierung zugelassenen
auf Gegenseitigkeit beruhenden Hulfskasse sind. (Art. 3 a
des Gesetzes.)
Als Gehalt oder Lohn gelten auch Tantiemen oder Na-
turalbezüge.
Auf ihren Antrag sind diejenigen Personen vom Ver-
sicherungszwang zu entbinden, welchen für den Fall der
Erkrankung ein Rechtsanspruch während wenigstens drei-
zehn Wochen entweder auf fortgesetzte Lohn- oder Ge-
haltsauszahlung oder auf eine den Bestimmungen des
Art. 14 des Krankenversicherungsgesetzes entsprechende
gleichwerthige Unterstützung zusteht.
Die versicherungspflichtigen Mitglieder erhalten spätes-
tens
am ersten Löhnungstage nach ihrem Eintritt ein
Exemplar dieses Statuts. Sie müssen Mitglieder der Kasse
bleiben, so lange ihre Beschäftigung in dem Betriebe
dauert, können aber mit dem Schluss des Rechnungs-
jahres austreten, wenn sie den Austritt spätestens drei
Monate vorher bei dem Kassenvorstande beantragen und
vor dem Schluss des Rechnungsjahres nachweisen, dass
sie Mitglieder einer den Anforderungen des Art. 3 a des
Krankenversicherungsgesetzes genügenden Hülfskasse ge-
worden sind.
Freiwillige Mitgliedschaft.
Les statuts de la caisse de se-
cours en cas de maladie établie pour la Brasserie
Emile Mousel & Cie à Luxembourg-Clausen,
sont approuvés.
Das Statut der Krankenkasse der Brauerei
Emil Mousel & Co. zu Luxemburg-Clausen wird
hiermit genehmigt.
Die Firma Emil Mousel & Cie, Actien-Com-
mandit-Gesellschaft in Luxemburg-Clausen, errichtet am
1. November 1902 für die bei ihr beschäftigten Per-
sonen auf Grund des Gesetzes vom 31. Juli 1901 eine
Krankenkasse genannt: » Krankenkasse
der Brauerei
Emil Mousel & Cie. » mit dem Sitze zu Luxemburg-
Clausen.
Die bisherige Krankenkasse der Brauerei Emil Mousel
&. Cie. hort infolgedessen mit dem 1. November 1902 auf
zu bestehen.
Versicherungspflicht.
Les statuts de la caisse de secours
en cas de maladie établie pour la maison
F. Lambert à Wiltz, sont approuves.
Das Statut der Krankenkasse der
Firma F. Lambert zu Wiltz wird hiermit geneh-
migt.
Art.
2.
Gegenwartiger Beschluß nebst dem
dazu gehorigen Kassenstatut soll im „Memorial"
veröffentlicht werden.
Luxemburg, den 3. Oktober 1902
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Statuten der Krankenkasse der Firma F. Lambert zu Wiltz.
Name und Sitz der Kasse.
Die Firma F. Lambert, Inhaber Franz & Joseph
Lambert zu Wiltz, hat unterm 1. Dezember 1902 für die bei
ihr beschäftigten Personen auf Grund des Gesetzes vom
31. Juli 1901 eine Krankenkasse errichtet, genannt «Kran-
kenkasse der Sohlledergerberei F. Lambert, Wiltz» mit
dem Sitze zu Wiltz.
Die bisherige Krankenkasse der genannten Firma hört
folgedessen mit dem 1. Dezember 1902 auf zu bestehen.
Versicherungspflicht.
Les statuts de la caisse de secours
en cas de maladie établie par la
société*
« Gebrüder Stumm» pour les personnes occu-
pées dans ses minières d'Obercorn, sont ap-
prouvés.
über Verhängung von Ordnungsstrafen, sowie die Be-
schwerden auf dem Verwaltungswege, sind gemäss Art. 54
des Kranken-Versicherungsgesetzes zu behandeln.
Ist die Kasse gesinnt, von dem ihr zustehenden Rechte,
Beschwerde gegen eine Entscheidung der Regierung ein-
zulegen, Gebrauch zu machen (Art. 26 § 3 und Art. 43 § 2.
des Kranken Versicherungsgesetzes), so hat die General-
versammlung hierüber in der gewöhnlichen Form einen
Beschluss zu fassen, und den Vorstand oder einen oder
mehrere Mitglieder desselben mit diesem Auftrag zu be-
trauen.
Beaufsichtigung der Kasse und Inkrafttretung.
Das Statut der Krankenkasse der
Firma „Gebrüder Stumm" für die in
ihren
Gruben zu Oberkorn beschäftigten Personen, wird
hiermit genehmigt.
Sont membres de la Caisse de par la loi toutes
les personnes occupées contre traitement ou salaire dans
les ardoisières du Grand-Duché et situées dans le res-
sort prémentionné de la Caisse.
Sont dispensées de cette assurance obligatoire
1° les personnes dont l'occupation est passagère de
sa nature même ou est limitée d'avance par le contrat
de travail, à un laps de temps inférieur à une semaine ;
2° les personnes qui font partie d'une caisse de fa-
brique ou d'une société de secours mutuels reconnue,
des qu'elles sont agréées par le Gouvernement (art. 3,
a et b de la loi) ;
3° les fonctionnaires d'exploitation, contre-maîtres et
employés techniques, les employés et apprentis de com-
merce, dont le salaire ou traitement dépasse 10 francs
par jour et 3000 francs par an
Le lieu de l'occupation est déterminé d'après les règles
tracées par l'art. 4 de la loi.
Sont considérées comme occupées également dans le
ressort de la Caisse les personnes occupées, en dehors
du siège d'exploitation, à des travaux partiels, dans plu-
sieurs localités consécutives, pour le cas où la nature
des travaux exige cette nécessité de déplacement.
Le présent arrêté avec les statuts y
annexés sera publié au Mémorial.
Luxembourg, le 3 octobre 1902.
Le Ministre d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
Si la Caisse entend faire usage de son droit de recours
contre une décision du Gouvernement, art. 26 § 3 et 43
§ 2 de la loi, l'assemblée générale doit prendre une
décision à cet égard dans les formes ordinaires et char-
ger de cette mission la direction ou un ou plusieurs
membres de celle-ci,
Surveillance.
Gegenwärtiger Beschluß nebst dem dazu
gehörigen Kassenstatut soll im „Memorial" ver-
öffentlicht werden.
Luxemburg, den 3. Oktober 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Statuten für die Krankenkasse der Brauerei Emil Mousel & Co. in Luxemburg-Clausen.
Name und Sitz der Kasse.
Alle in der Brauerei der Firma Emil Mousel
& Cie zu Luxemburg-Clausen gegen Gehalt oder Lohn be-
schäftigten Personen gehören mit dem Tage des Eintritts
in die Beschäftigung der Kasse als versicherungspflichtige
Mitglieder an, sofern die Beschäftigung nicht durch die
Natur ihres Gegenstandes nur vorubergehend oder im
Voraus durch den Arbeitsvertrag auf einen Zeitraum von
weniger als einer Woche beschrankt ist.
Befreit von dieser Versicherungspflicht sind
a) Betriebsbeamte, deren Arbeitsverdienst an Gehalt
oder Lohn 10 Franken für den Arbeitstag oder 3000
Franken für das Jahr übersteigt ;
b) diejenigen Personen, welche den Nachweis erbringen,
dass sie Mitglieder einer von der Regierung zugelassenen,
auf Gegenseitigkeit beruhenden Hulfskasse sind. (Art. 3a
des Gesetzes.)
Als Gehalt oder Lohn gelten auch Tantiemen oder
Naturalbezüge.
Auf ihren Antrag sind diejenigen Personen vom Ver-
sicherungszwang zu entbinden, welchen für den Fall der
Erkrankung ein Rechtsanspruch während wenigstens sechs
und zwanzig Wochen entweder auf fortgesetzte Lohn- oder
Gehaltsauszahlung oder auf eine den Bestimmungen des
Art. 14 des Krankenversicherungs-Gesetzes
entsprechende
oder gleichwerthige Unterstützung zusteht.
Die Versicherungspflichtigen Mitglieder erhalten spä-
testens am ersten Lohnungstage nach ihrem Eintritt ein
Exemplar dieses Statuts. Sie müssen Mitglieder der Kasse
bleiben, so lange ihre Beschäftigung in der Brauerei
dauert, können aber mit dem Schluss des Rechnungsjahres
austreten, wenn sie den Austritt spätestens drei Monate
vorher bei dem Kassenvorstande beantragen und vor dem
Schluss des Rechnungsjahres nachweisen, dass sie Mit-
glieder einer den Anforderungen des Art. 3 a des Kranken-
versicherungsgesetzes genügenden Hulfskasse geworden
sind.
Freiwillige Mitgliedschaft.
Le présent arrêté avec les statuts y
annexés sera publié au Mémorial.
Luxembourg, le 3 octobre 1902.
Le Ministre d'Etat, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Beschluß vom 3. Oktober 1902, die Genehmigung
der Statuten der Krankenkasse der Firma
F. Lambert zu Wiltz betreffend.
D e r
Staatsminister,
Präsident
der
Regierung;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 31. Juli 1901,
die Arbeiter-Krankenversicherung betreffend;
In Erwägung, daß die Firma F. Lambert zu
Wiltz,
welche die gesetzlichen Vorbedingungen
hierzu erfullt, erklärt hat, für ihre Arbeiter eine
besondere Krankenkasse errichten zu wollen;
In Erwägung,
daß das Statut dieser Kasse,
welche
den gesetzlichen Bestimmungen
gemaß
aufgestellt ist, den diesbezuglichen Gesetzen und
Verordnungen entspricht;
Beschließt
Alle in der Fabrik der Firma F. Lambert zu
Wiltz gegen Gehalt oder Lohn beschäftig en Personen,
gehören mit dem Tage des Eintritts in die Beschäftigung,
der Kasse als versicherungspflichtige Mitglieder an, inso-
fern die Beschäftigung nicht durch die Natur ihres Gegen-
standes nur vorübergehend, oder im Voraus durch den
Arbeitsvertrag auf einen Zeitraum von weniger als einer
Woche beschränkt ist.
Befreit von die er Versicherungspflicht sind diejenigen
Personen, welche den Nachweis erbringen, dass sie Mit-
glieder einer von der Regierung zugelassenen auf Gegen-
seitigkeit beruhenden Hülfskasse sind. (Art. 3a des Ge-
setzes.)
Als Gehalt oder Lohn gellen auch Tantiemen oder Na-
turalbezüge.
Auf ihren Antrag sind diejenigen Personen vom Ver-
sicherungszwange zu entbinden, welchen für den Fall der
Erkrankung ein Rechtsanspruch wählend wenigstens drei-
zehn Wochen, entweder auf fortgesetzte Lohn- oder Ge-
haltsauszahlung, oder auf eine den Bestimmungen des
Art. 14 des Krankenversicherungsgesetzes
entsprechende
oder gleichwerthige Unterstützung zusteht.
Die versicherungspflichtigen Mitglieder erhalten späte-
stens am ersten Löhnungstage nach ihrem Eintritt ein
Exemplar dieses Statuts. Sie müssen Mitglieder der Kasse
bleiben, so lange ihre Beschäftigung in der Fabrik dauert,
können aber mit dem Schluss des Rechnungsjahres aus-
treten, wenn sie den Abstritt spätestens drei Monate vor-
her bei dem Kassenvorstande beantragen and vor dem
Schluss des Rechnungsjahres nachweisen, dass sie Mit-
glieder einer den Anforderungen des Art. 3a des Kranken-
versicherungsgesetzes genügenden Hulfskasse geworden
Freiwillige Mitgliedschaft
Le présent arrêté, avec les statuts y
annexés, sera publié au Mémorial.
Luxembourg, le 6 octobre 1902.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Gegenwärtiger Beschluß nebst dem
dazu gehörigen Kassenstatut soll im „Memorial"
veröffentlicht werden.
Luxemburg, den 6. Oktober 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Statuten der Krankenkasse der Gebrüder Stumm'schen Bergverwaltung Obercorn.
Name and Sitz der Kasse.
Sont à exempter de l'assurance à la Caisse
régionale sur leur demande
1° Les personnes qui, par suite de blessures, d'infir-
mités, de maladies chroniques ou de l'âge ne gagnent
leur vie qu'insuffisamment ou d'une manière non conti-
nue, si la commune, domicile de secours, chargée de
tes secourir, y donne son consentement ;
2° Les personnes qui par suite de manque de travail
seront occupées d'une manière motivant l'assurance obli-
gatoire, dans les établissements de bienfaisance ouverts
uniquement dans le but de fournir momentanément de
l'occupation aux personnes sans travail ;
3° les fonctionnaires d'exploitation, contre-maitres et
employés techniques occupés par des particuliers, des
sociétés ou des collectivités, dès qu'il est constaté que
ces. personnes peuvent, en cas de maladie, revendiquer
pendant treize semaines au moins, soit le paiement non
interrompu de leur traitement ou salaire, soit la déli-
vrance de secours équivalant à ceux fixés per l'art 14
de la loi et que les patrons présentent une garantie suffi-
sante pour l'exécution des obligations.
L'exemption prévue par le n° 3 ne pourra être ac-
cordée qu'après la production d'une décision spéciale
et approbative du Gouvernement. Elle n'est valable que
pour la durée du contrat.
Elle cessera, avant l'expiration du contrat, dans les
cas suivants
a) lorsqu'elle sera annulée d'office par l'autorité de
surveillance, en considération de l'incapacité du patron
à remplir ses engagements ou sur la proposition de l'un
des intéressés ;
b) lorsque le patron demandera la révocation de la-
dispense et l'inscription des intéressés à la Caisse ré-
gionale.
Cette demande ne pourra être admise si la personne
exemptée est malade à l'epoque de la demande d'ins-
cription.
Aussi longtemps que les engagements ne sont pas
remplis par le patron, en cas de maladie d'une personne
exemptée sub n° 3, la Caisse régionale doit avancer à
celle-ci, sur sa demande, les secours statutaires. Ces
dépenses sont à rembourser par le patron.
Participation facultative.
1. Alle nicht Versicherungspflichtige Personen,
welche in der Brauerei beschäftigt sind, können der Kasse
durch schriftliche oder mündliche Anmeldung bei dem
Kassenvorstande beitreten ; sie erhalten aber keinen An-
spruch auf Unterstützung im Falle einer bereits zur Zeit
dieser Anmeldung eingetretenen Erkrankung.
Der Kassenvorstand kann den Gesundheitszustand sol-
cher freiwilligen Mitglieder ärztlich untersuchen lassen.
Ergibt die Untersuchung zwar keine bereits eingetretene
Erkrankung, aber einen nicht normalen Gesundheits-
zustand, so wird der Anspruch auf Krankenunterstutzung
erst nach Ablauf von sechs Wochen, vom Tage der Auf-
nahme ab, erworben.
Freiwillig beitretende Personen erhalten vom Kassen-
vorstande spätestens am ersten Lohnungstage nach be-
wirkter Anmeldung eine Bescheinigung über dieselbe mit
einem Exemplar dieses Statuts.
2. Kassenmitglieder, welche aus der Brauerei scheiden
und nicht zu einer Beschäftigung übergehen, vermöge
welcher sie Mitglieder einer andern Betriebs- (Fabrik-)
oder einer Bezirkskrankenkasse werden, bleiben so lange
freiwillige Mitglieder, als sie im Kreis der Kasse sich auf-
halten und die sollen Kassenbeiträge einschliesslich des
Zuschusses der Arbeitgeber entrichten, es sei denn, dass
sie binnen einer Woche bei dem Vorstande anderweitige
Absichten bekunden.
Die nach dem Ausscheiden aus der Brauerei bei der
Kasse verbliebenen Personen können weder Stimmrecht
ausüben, noch Kassenamter bekleiden.
3 Die Mitgliedschaft für nicht Versicherungspflichtige
Personen erlischt
a) durch mündliche oder schriftliche Austrittserklärung
an den Kassenvorstand ;
b) wenn an zwei aufeinanderfolgenden Zahlungsterminen
nicht die vollen Beitrage geleistet werden.
Eintrittsgeld.
Alle nicht versicherungspflichtige Personen,
welche in der Fabrik beschäftigt sind, können der Kasse
durch schriftliche oder mündliche Anmeldung bei dem
Kassenvorstande heitreten; sie erhalten aber keinen An-
spruch auf Unterstützung im Falle einer bereits zur Zeit
dieser Anmeldung eingetretenen Erkrankung.
Der Krankenvorstand kann den Gesundheitszustand
solcher freiwilliger Mitglieder ärztlich untersuchen lassen.
Ergiebt die Untersuchung zwar keine bereits eingetretene
Erkrankung, aber einen nicht normalen Gesundheitszu-
stand, so wird der Anspruch auf Krankenunterstützung
erst nach Ablauf von sechs Wochen, vom Tage der Auf-
nahme ab erworben.
Freiwillig beitretende Personen erhalten vom Kassen-
vortande spätestens am ersten Löhnungstage nach be-
wirkter Anmeldung eine Bescheinigung über dieselbe mit
einem Exemplar dieses Statuts.
Kassenmitglieder, welche aus der Fabrik scheiden
und nicht zu einer Beschäftigung übergehen, vermöge
welcher sie Mitglieder einer andern Betriebs- (Fabrik-)
oder einer Bezirkskrankenkasse werden, bleiben so lange
freiwillige Mitglieder, als sie im Kreis der Kasse sich auf-
halten und die vollen Kassenbeiträge einschliesslich des
Zuschusses der Arbeitgeber entrichten, es sei denn, dass
sie binnen einer Woche bei dem Vorstande anderweitige
Absichten bekunden.
Die nach dem Ausscheiden aus der Fabrik bei der Kasse
verbliebenen Personen können weder Stimmrecht aus-
üben, noch Kassenämter bekleiden.
Die Mitgliedschaft für nicht versicherungspflichtige Per-
sonen erlischt
a) durch mündliche oder schriftliche Austrittserklärung
an den Kassenvorstand ;
b) wenn auf zwei auseinanderfolgenden Zahlungster-
minen nicht die vollen Beiträge geleistet werden.
Eintrittsgeld.
1. Alle nicht versicherungspflichtige Personen,
welche in den Betrieben beschäftigt sind, können der Kasse
durch schriftliche oder mündliche Anmeldung bei dem
Kassenvorstande beitreten ; sie erhalten aber keinen An-
spruch auf Unterstützung im Falle einer bereits zur Zeit
dieser Anmeldung eingetretenen Erkrankung.
Der Kassenvorstand kann den Gesundheitszustand sol-
cher freiwilligen Mitglieder ärztlich untersuchen lassen.
Ergiebt die Untersuchung zwar keine bereits eingetretene
Erkrankung, aber einen nicht normalen Gesundheitszustand,
so wird der Anspruch auf Krankenunterstützung erst nach
Ablauf von sechs Wochen, vom Tage der Aufnahme er-
worben.
Freiwillig beitretende Personen erhalten vom Kassen-
vorstande spätestens am ersten Löhnungstage nach be-
wirkter Anmeldung eine Bescheinigung über dieselbe mit
einem Exemplar dieses Statuts.
2. Kassenmitglieder, welche aus der Beschäftigung
in den Betrieben ausscheiden und nicht zu einer Beschäfti-
gung übergehen, vermöge welcher sie Mitglieder einer
andern Betriebs- (Fabrik-) oder einer Bezirkskrankenkasse
werden, bleiben so lange freiwillige Mitglieder, als sie
in der Gemeinde Differdingen sich aufhalten und die vollen
Kassenbeitrage einschliesslich des Zuschusses des Arbeit-
gebers entrichten, es sei denn, dass sie binnen einer Woche
bei dem Vorstande anderweitige Absichten bekunden.
Die nach dem Ausscheiden aus den Betrieben bei der
Kasse verbliebenen Personen können weder Stimmrecht
ausüben, noch Kassenämter bekleiden.
3. Die Mitgliedschaft für nicht versicherungspflich-
tige Personen erlischt
a) durch mündliche oder schriftliche Austrittserklärung
an den Kassenvorstand ;
b) wenn an zwei aufeinanderfolgenden Zahlungsterminen
nicht die vollen Beitrage geleistet werden.
Eintrittsgeld.
Ont le droit d'entrer comme membres à la
Caisse
Les personnes exemptées de l'assurance à la Caisse
régionale par le fait qu'elles font partie d'une société de
secours reconnue, satisfaisant aux exigences de l'art. 3a
de la loi.
Le droit de faire partie de la Caisse en qualité de so-
ciétaire libre est retire aux personnes susdésignées si
le revenu annuel dépasse 3000 francs.
Ein Eintrittsgeld im Betrage des für sechs
Wochen zu leistenden vollen Kassenbeitrages wird nur von
denjenigen neu beitretenden Mitgliedern erhoben, welche
seit den letzten dreizehn Wochen keiner anderen Kranken-
kasse angehört haben.
Die vom 1. November 1902 in der Brauerei Emil Mousel
& Co. beschäftigten Personen sind jedoch von der Zahlung
jeglichen Eintrittsgeldes befreit.
Das Eintrittsgeld ist von zu dessen Zahlung verpflich-
teten Mitgliedern an dem Fälligkeitstermin des ersten
ordentlichen Beitrages zu entrichten,
Ausschluss aus der Krankenkasse.
A r t . 5. Freiwillige Kassenmitglieder, welche der Kasse
durch betrügerische Handlungen geschadet haben, können
vom Vorstande aus der Kasse ausgeschlossen werden.
Krankenunterstützung für die in der Brauerei
beschäftigten Mitglieder.
A r t 6 Als Krankenunterstützung gewahrt die Kasse
den im Dienste der Brauerei Emil Mousel & Co. in
Luxemburg-Clausen beschäftigten Mitgliedern
Vom Beginn der Krankheit ab, freie ärztliche Be-
handlung, freie Arznei, sowie Brillen, Bruchbänder und
ähnliche Heilmittel.
Zu diesem Zwecke hat der Kassenvorstand mit den
Aerzten, Apothekern und, wenn thunlich, mit Kranken-
häusern, nach Anhörung des Medizinalkollegiums schrift-
liche Vortrage abzuschliessen und zwar in doppelter Aus-
fertigung und höchtens auf die Dauer von drei Jahren,
Ein Eintrittsgeld im Betrage des für sechs
Wochen zu leistenden vollen Kassenbeitrages wird nur
von denjenigen neu beitretenden Mitgliedern erhoben,
welche seit den letzten dreizehn Wochen keiner anderen
Krankenkasse angehört haben.
Das Eintrittsgeld ist von zu dessen Zahlung verpflich-
teten Mitgliedern an dem Fälligkeitstermin des ersten
ordentlichen Beitrages zu entrichten.
Ausschluss aus der Krankenkasse.
Ein Eintrittsgeld von Mk. 1 wird nur von
denjenigen neu beitretenden Mitgliedern erhoben, welche
seit den letzten dreizehn Wochen keiner andern gesetzlich
anerkannten Krankenkasse angehurt haben.
Das Eintrittsgeld ist von zu dessen Zahlung verpflich-
teten Mitgliedern an dem Falligkeitstermin des ersten
ordentlichen Beitrages zu entrichten.
Ausschluss aus der Kasse.
Sont considérés comme traitement ou salaire
dans le sens des présents statuts, les tantièmes et les
fournitures en nature
La valeur de ces dernières est fixée d'après les prix
moyens de la localité par l'autorité de surveillance.
Commencement et fin de la participation à la Caisse.
Art. 6 Pour les personnes qui deviennent membres
de la Caisse en vertu de l'art. 2 § 1er, la qualité de
membre commence à dater du jour où elles entrent au
service.
Pour les personnes qui ont le droit de s'affilier à la
Caisse (art. 4), la qualité de membre commence à dater
de la déclaration adressée par écrit ou verbalement à la
direction de la Caisse.
La déclaration doit contenir : les nom et prénoms de
l'assure ; l'occupation à laquelle il est attaché ; son do-
micile au moment de la déclaration ; le salaire quoti-
dien qu'il reçoit à la même date.
L'assuré malade reste membre de la Caisse pendant
l'allocation des secours
Freiwillige Kassenmitglieder, welche de
Kasse durch betrügerische Handlungen geschadet haben,
können vom Vorstande aus der Kasse ausgeschlossen
werden.
Krankenunterstützung
für die in der Fabrik beschäftigten
Mitglieder.
Freiwillige Kassenmitglieder, welche wieder-
holt der Kasse durch betrügerische Handlungen geschadet
haben, können vom Vorstande aus der Kasse ausgeschlossen
werden.
Krankenunterstutzung.
a) Krankenunterstützung für die in den Betrieben
beschäftigten Kassenmitglieder.
Als Krankenunterstützung gewährt die Kasse
den im Dienste der Sohlledergerberei F. Lambert zu Wiltz
beschäftigten Mitgliedern
J. Vom Beginn der Krankheit ab freie ärztliche Behand-
lung, freie Arznei, sowie Brillen, Bruchbänder und ähn-
liche Heilmittel.
Zu diesem Zweck hat der Kassenvorstand mit den
Aerzten, Apothekern und, wenn thunlich, mit Kranken
häusern, nach Anhörung des Medicinalcollegiums schrift-
liche Verträge abzuschliessen, und zwar in doppelter
Ausfertigung, und höchstens für die Dauer von drei
Jahren.
Als Krankenunterstutzung gewahrt die Kasse
den in den Betrieben beschäftigten Kassenmitgliedern
I. Vom Beginn der Krankheit ab und zwar für die ganze
Dauer derselben freie ärztliche Behandlung, freie Arznei
sowie Brillen, Bruchbänder und ah(..)liche Heilmittel.
Zu diesem Zweck hat der Kassenvorstand mit den
Aerzten, Apothekern und, wenn thunlich, mit Kranken-
hausern, schriftliche Verträge abzuschliessen und zwar in
doppelter Ausfertigung, und höchstens für die Dauer von
drei Jahren.
Diese Vertrage müssen folgenden Bedingungen ent-
sprechen
1. Ausser den kontrahirenden Aerzten und Apothekern
werden alle zur Ausübung der Heilkunde im Grossher-
zogthum zugelassenen Aerzte und Apotheker, welche den
Vertragsbestimmungen schriftlich beistimmen, in eine
laufende Liste eingetragen, welche den Betheiligten zur
Kenntniss gebracht wird ;
2. Bei Beginn jeder Krankheit hat der Kranke das
Recht aus dieser Liste einen Arzt und einen Apotheker zu
wählen. Eine Abänderung an dieser Wahl wahrend der
Dauer derselben Krankheit ist nur mit Genehmigung des
Kassenvorstandes zulässig.
3. Die Bezahlung aller zugelassenen Aerzte erfolgt nach
einem durch die Generalversammlung nach Anhörung des
Medizinalkollegiums zu bestimmenden Modus.
4. Alle Reisekosten, welche im Interesse von Kassen-
mitgliedern und andern, nicht zur Kassegehörigen Klienten
verursacht werden, sind der Kasse im Verhältniss der Ge-
sammtzahl der im Laufe derselben Reise besuchten Krankens
zu vergüten.
In Rechnung werden nur die in der Gemeinde Differ-
dingen ausgeführten Reiben gebracht, sofern der Kassen-
vorstand nicht anders bestimmt hat.
5. Beim Verordnen der Arzneien, der Mineralwasser,
der Weine, der Bruchbänder und aller andern Heilmittel
beobachten die Aerzte die durch die Regierung vorge-
schriebenen Bestimmungen zwecks Behandlung der auf
Kosten der Armenpflege zu behandelnden Kranken, sowie
die durch den Kassenvorstand nach Anhörung des Medi-
zinalkollegiums zu erlassenden Vorschriften.
6. Der Kassenvorstand ordnet eine Krankenüberwa-
chung an, welcher alle Aerzte sich bedingungslos zu unter-
werfen haben.
7. Die Apotheker müssen der Kasse die Arzneimittel,
Weine, Mineralwasser, Bruchbänder und alle andern
Heilmittel mindestens zu denselben Bedingungen wie den
Armenbureaux liefern.
8. Die in einem der Kasse nicht zugehörigen Kranken-
hause behandelten Kranken haben sich den Vorschriften
dieser Anstalt zu unterwerfen.
9. Sofern die Heilkunstverstandigen die sie betreffen-
den Bestimmungen nicht gewissenhaft befolgen, so kann
der Kassenvorstand dieselben wegen schwerer
Pflicht-
widrigkeiten dem Medizinalkollegium zur Verhangung
weiterer Disciplinarstrafen anzeigen.
II. Im Falle der Erwerbsunfähigkeit infolge von Krank-
heit oder Verletzung vom dritten Tage nach dem Tage
der Erkrankung, für jeden Arbeitstag, die Sonn- und
gesetzlichen Feiertage ausgeschlossen, aber höchstens für
eine Dauer von dreizehn Wochen von dem Bezuge des
Krankengeldes ab gerechnet, ein Krankengeld in der Hohe
der Halfte des wirklichen Arbeitsverdienstes des Ver-
sicherten, soweit derselbe Mk. 4 für den Arbeitstag nicht*
übersteigt.
Fur Kassenmitglieder, deren Lohnung nach Akkordsatzen,
oder in wechselnder Hohe erfolgt, wird der Durchschnitts-
verdienst der drei letzten, der Erkrankung voraufgegan-
genen Lohnzahlungsperioden, oder, wenn das Mitglied
nicht während dieser ganzen Zeit im Betriebe beschäf-
tigt war, der Durchschnittsverdienst eines in gleichartiger
Beschäftigung stehenden Mitgliedes zu Grunde gelegt.
Die Feststellung erfolgt auf Grund der Lohnliste durchs
den Kassen vorstand.
b) Krankenunterstutzung für nicht in den Betrieben
beschäftigte Kassenmitglieder.
Diejenigen Mitglieder, welche nach ihrem Austritt aus
den Betrieben bei der Krankenkasse als Mitglieder ver-
bleiben (Art. 3, 2) erhalten die Krankenunterstutzung, so
lange sie sich in der Gemeinde Differdingen aufhalten, in-
gefolg Art. 6 und zwar nach dem Durchschnittsverdienste
der letzten drei Lohnzahlungsperioden vor dem Ausschei-
den aus den Betrieben berechnet.
Verpflegung im Krankenhause.
Les personnes dont la participation à la
Caisse est obligatoire (art. 2 § 1er) quittent celle-ci
1° en suite d'une déclaration de sortie pour la fin de
l'exercice financier, faite à la direction de la Caisse au
moins trois mois à l'avance, et après avoir fourni, avant
la clôture de l'exercice, la preuve qu'elles font partie
d'une société de secours mutuels reconnue, répondant
aux exigences de la loi ;
2° en suite de la cessation de l'occupation motivant la
participation à la Caisse.
Toutefois, les membres dont l'affiliation à la Caisse
cesse par suite de la cessation de l'occupation et qui ne
s'adonnent pas à une autre occupation, en vertu de la-
quelle ils deviendraient membres d'une autre caisse de
fabrique ou régionale, resteront membres de leur Caisse
aussi longtemps qu'ils résideront dans sa circonscription
et qu'ils en paieront les cotisations entières, y compris
la part contributive des patrons, à moins qu'ils ne dé-
clarent, dans le délai d'une semaine, leur intention con-
traire à la direction de la Caisse.
Der Krankenkassen-Vorstand hat einen Kran-
kenüberwachungsdienst zu organisieren, dessen Vorschrif-
ten sowohl die Krankenkassenmitglieder, als auch die mit
deren Ueberwachung betrauten Kassenmitglieder gewissen-
haft zu befolgen haben.
Mussen letztere zur Erfüllung ihrer Aufgabe nach einem
von ihrer Wohnung entlegenen Orte sich begeben, wo er-
krankte Mitglieder sich befinden, so hat der Kassenvor-
stand die daraus entstehenden Reiseunkosten für Rechnung
der Kasse ihnen zu erstatten.
Der Krankenkassen-Vorstand hat einen Kran-
kenüberwachungsdienst
zu organisiren, dessen Vor-
schriften sowohl die kranken Kassenmitglieder, als auch
die mit deren Ueberwachung betrauten Kassenmitglieder
gewissenhaft zu befolgen haben
Müssen letztere zur
Erfüllung ihrer Aufgabe nach einem, von ihrer Wohnung
entlegenen Orte sich begeben, wo erkrankte Mitglieder
sich befinden, so hat der Kassenvorstand die daraus ent-
stehenden Reiseunkosten für Rechnung der Kasse ihnen
zu erstatten.
Der Vorstand kann an Stelle der im Art. 6
aufgeführten Krankenunterstutzungen freie Kur und Ver-
pflegung in einem Krankenhause gewahren, und zwar
1) für diejenigen Mitglieder, welche verheirathet sind
oder eine eigene Haushaltung haben oder Mitglieder der
Haushaltung ihrer Familie sind, mit ihrer Zustimmung
oder unabhängig von derselben, wenn die Art der Krank-
heit Anforderungen an die Behandlung oder Verpflegung
stellt, welchen in der Familie des Erkrankten nicht genügt
werden kann, oder wenn die Krankheit eine ansteckende
ist oder wenn der Erkrankte wiederholt den in Art. 17
3 des Krankenversicherungsgesetzes erwähnten Vorschrif-
ten zuwidergehandelt hat, oder wenn dessen Zustand oder
Verhalten eine fortgesetzte Beobachtung erfordert, wo-
rüber der behandelnde Arzt entscheidet ;
2) für sonstige Kranke unbedingt.
Hat der in einem Krankenhause Untergebrachte Ange-
hörige, deren Unterhalt er bisher ganz oder theilweise aus
seinem Arbeitsverdienste bestritten hat, &o ist neben der
freien Kur und Verpflegung die Halfte des in Art. 6 als
Krankengeld festgesetzten Betrages zu gewähren.
Hat der in einem Krankenhause Untergebrachte keine
solche Angehörigen, so erhalt derselbe neben freier Kur
und Verpflegung als Krankengeld den achten Theil des ihm
laut Art. 6 zustehenden Krankengeldes.
Sterbegeld.
Pour tous les sociétaires libres (art. 4 et 7
n° 2, § 2), la perte de la qualité de membre de la Caisse
résulte soit d'une déclaration de sortie, verbale ou écrite,
à partir de cette déclaration, soit du non-paiement des
cotisations de deux échéances consécutives, à l'expira-
tion de la seconde échéance.
L'affiliation volontaire des personnes visées par l'art.
7 n° 2, § 2, cesse également par une occupation impo-
sant la participation à une autre caisse.
Les membrres sortants restent tenus au paiement des
cotisations échues jusqu'à l'expiration de leur affiliation
à la Caisse.
Déclaration obligatoire des patrons et des sociétés
de secours.
Art. 9 Les patrons doivent faire inscrire, au plus
tard le huitième jour à dater du commencement de son
engagement, et faire rayer dans le même délai de huit
jours après cessation de son contrat, toute personne
occupée par eux et soumise à l'assurance obligatoire.
Ces déclarations se feront par ecrit auprès du cais-
sier comptable.
La déclaration doit contenir les nom, prénoms et
l'âge de l'assuré ; le genre de l'occupation de celui-ci ;
le salaire quotidien ; la date de l'entrée dans l'occupa-
tion.
La déclaration de sortie doit contenir : les nom et
prénoms du sortant ; la date de la sortie de l'occupation.
S'il survient au profit d'une personne non soumise à
l'assurance obligatoire selon le contrat de travail, un
changement de condition entraînant à sa suite l'affilia-
tion obligée à la Caisse régionale, Je patron est tenu
également d'en faire la déclaration nu plus tard huit
jours après ce changement de condition. Au lieu du
jour de l'entrée en occupation, il déclarera le jour de la
mutation des conditions.
Tout changement de salaire d'un membre nécessitant
un changement de classe du sociétaire doit être égale-
ment déclaré dans le même délai de hait jours, confor-
mément au § 2 prémentionné.
L'inobservation de ces obligations est passible d'une
amende d'ordre de 20 fr. au maximum à prononcer
par l'autorité de surveillance, sans préjudice des consé-
quences civiles de l'art. 7 de la loi.
Unter die Bezeichnung von « Krankheiten »
fallen auch die Verwundungen.
Unter die Bezeichnung von « Krankheiten »
fallen auch die Verwundungen.
Art. 9 Alb Beginn der Krankheit ist einschliesslich
der Tag zu betrachten, an welchem dem Kassenvorstand
die Krankheit angemeldet wird.
Eine Ausnahme bilden Fälle wo ein früherer Anfang
der Krankheit glaubwürdig nachgewiesen wird.
Für den Todesfall eines Mitgliedes gewährt
die Kasse ein Sterbegeld im zwanzigfachen Betrage des
für den Versicherten massgebenden durchschnittlichen
Tagelohnes resp. Arbeitsverdienstes, ohne dass jedoch
dieser Betrag Mk. 64 übersteigen oder unter Mk. 32 her-
untergehen kann.
Bei Selbstmord ist das Sterbegeld nicht geschuldet.
Das Sterbegeld ist zunächst zur Deckung der Kosten des
Begräbnisses bestimmt und in dem aufgewendeten Be-
trage demjenigen auszubezahlen, welcher das Begräbnis
besorgt.
Ein etwaiger Ueberschuss ist dem hinterbliebenen Ehe-
gatten, in Ermangelung eines solchen, dem nächsten Erben
auszuzahlen.
Sind solche Personen nicht vorhanden, so verbleibt der
Ueberschuss der Kasse.
Unterstutzung bei Erwerbslosigkeit.
Als Beginn der Krankheit ist einschliesslich
der Tag zu betrachten, an welchem dem Kassenvorstand
die Krankheit angemeldet wird.
Eine Ausnahme bilden Falle, wo ein früherer Anfang
der Krankheit, glaubwürdig nachgewiesen wird.
Personen, welche nach dem Ausscheiden aus
der Mitgliedschaft der Krankenkasse erwerbslos wer-
den, behalten wahrend der Dauer ihrer Erwerbslosigkeit
ihre Anspruche auf die gesetzlichen Mindestleistungen,
jedoch nicht für einen längeren Zeitraum als sie der Kasse
angehört haben und höchstens für drei Wochen.
Wenn in solchen Fallen der Unterstutzungsberechtigte
ausserhalb der Gemeinde Differdingen wohnt, so ist Art.
53 des Gesetzes vom 31. Juli 1901 anwendbar.
Kürzung der Krankenunterstutzung wegen
Doppelversicherung.
Si la personne déclarée est membre d'une
société de secours mutuels agréée (art. 3a de la loi) et
qu'elle veut profiter de l'exemption de l'assurance à la
Caisse régionale, le patron doit déclarer cette affiliation.
A la demande de la direction, cette personne doit
prouver qu'elle continue à être membre d'une société
de secours mutuels agréée, et aussi longtemps qu'elle
n'aura pas rapporté cette preuve, elle pourra être traitée
comme membre de la Caisse régionale.
Les sociétés de secours mutuels agréées dont s'agit
sont tenues de déclarer, dans les huit jours, la sortie
de leurs membres soumis à l'assurance obligatoire, à la
direction de la Caisse régionale, sous peine d'une
amende d'ordre à prononcer par le Gouvernement.
Secours. — Nature des secours.
Im Falle der Erwerbsunfähigkeit infolge von
Krankheit oder Verwundung erhalten die betreffenden
Kassenmitglieder vom erbten Tage der Erkrankung ab für
jeden Arbeitstag ein Krankengeld in der Hohe von drei
Fünftel des wirklichen Arbeitsverdienstes des Versicherten,
soweit derselbe fünf Franken für den Arbeitstag nicht
übersteigt.
Im Falle der Erwerbsunfähigkeit infolge
von Krankheit oder Verwundung, wird Unterstützung
gewahrt, vom dritten Tage der Erkrankung ab, und
zwar für jeden Arbeitstag ein Krankengeld in der Höhe
der Hälfte des wirklichen Arbeitsverdienstes des Ver-
sicherten soweit derselbe fünf Franken für den Ar-
beitstag nicht übersteigt. Für Mitglieder, deren Löhnung
nach Accordsätzen oder in wechselnder Höhe erfolgt,
wirrt der Durchschnittsverdienst, soweit derselbe für
eine Arbeitswoche von sechs Tagen 30 Franken nicht
übersteigt, der drei letzten der Erkrankung voraufge-
gangenen Lohnzahlungsperioden oder, wenn das Mitglied
nicht wahrend dieser ganzen Zeit im Betriebe beschäftigt
war, der Durchschnittsverdienst eines in gleichartiger
Beschäftigung stehenden Mitgliedes zu Grunde gelegt.
Die Feststellung erfolgt auf Grund der Lohnlisten durch
den Kassenvorstand.
Diejenigen Kassenmitglieder, welche ausser bei
dieser Kasse noch anderweitig gegen Krankheit versichert
sind, haben hiervon und unverzüglich dem Kassenvorstande
Anzeige zu erstatten und demselben hierüber wahrheits-
getreu alle Aufschlusse zu ertheilen, die er zu verlangen
für gut findet.
Können in derartigen Fallen die betreffenden Mitglieder
überfuhrt werden, falsche Angaben dem Vorstand gemacht
zu haben, oder haben sie es unterlassen dem Vorstand über-
haupt Meldung von der eingegangenen zweiten Ver-
sicherung zu machen, so ist der Vorstand befugt, für jeden
einzelnen Fall, die Betreffenden bis zum Betrage von Mk.
16 zu bestrafen.
Einem Mitgliede, welches gleichzeitig anderswo gegen
Krankheit versichert ist, wird das durch Art. 6 dieses
Statuts festgesetzte Krankengeld so weit gekurzt, als das-
selbe zusammen mit dem aus anderweiter Versicherung
bezogenen Krankengelde den vollen Betrag des durch-
schnittlichen Arbeitsverdienstes derjenigen Arbeiterkate-
gorie, welcher das Mitglied angehört, übersteigen wurde.
Die Kassenmitglieder dürfen nicht zugleich einer an-
deren Fabrik- oder einer Bezirkskrankenkasse zugehoren.
Nichtgewahrung und zeitweilige Aufhebung der
Krankenunterstutzung.
La Caisse accorde à ses membres
1° pour leur propre personne
a) un secours en cas de maladie, conformément aux
art. 13 à 18 ;
b) un secours aux femmes en couches, conformé-
ment à l'art. 19 ;
c) une indemnité mortuaire, conformément à l'art. 20;
Les secours dus aux sociétaires en vertu des disposi-
tions qui précèdent ne peuvent être, avec effet légal,
ni saisis, ni transférés, ni donnés en gage. Ces secours
ne peuvent être décomptés que sur des cotisations
arriérées.
Fixation des secours et des cotisations. — Salaire
quotidien moyen.
Das Krankengeld wird bei jeder regelmässigen
Löhnung gezahlt, doch können auch Abschlagszahlungen,
sowie Kredite auf Krankenlohn bewilligt werden.
Die Krankenunterstützung wird für die Dauer der
Krankheit gewährt ; diese Unterstützung endet spätestens
mit dem Ablauf der sechsundzwanzigsten Woche nach
Beginn der Krankheit, im Falle der Erwerbsunfähigkeit
spätestens mit Ablauf der sechsundzwanzigsten Woche
nach Beginn des Krankengeldbezuges. Endet der Bezug des
Krankengeldes erst nach Ablauf der sechsundzwanzigsten
Woche nach dem Beginn der Krankheit, so endet mit dem
Bezuge des Krankengeldes zugleich auch der Anspruch auf
die im Art. 6 bezeichneten Leistungen.
Mitglieder, die überführt werden, dass sie durch Schein-
krankheit sich von der Krankenkasse Unter Stützungen
haben aushändigen lassen, können durch den Vorstand an-
gehalten werden, dieselben im vollen Umfange zu erstatten,
abgesehen von der Verhangung aller andern Strafen die
dem Betrug am Kassenvermögen gegenüber durch das
Gesetz vorgesehen sind.
Krankenunterstützung für nicht im Betriebe
beschäftigte Mitglieder.
Das Krankengeld wird bei jeder regelmäs-
sigen Löhnung gezahlt, doch können auch Abschlags-
zahlungen, sowie Kredite auf Krankenlohn bewilligt
werden.
Die Krankenunterstützung wird für die Dauer der
Krankheit gewährt; sie, endet spätestens mit dem Ablauf
der dreizehnten Woche nach Beginn der Krankheit, im
Falle der Erwerbsunfähigkeit (Absatz 1, Ziffer 3) spätes-
tens mit Ablauf der dreizehnten Woche nach Beginn des
Krankengeldbezuges. Endet der Bezug des Krankengeldes
erst nach Ablauf der dreizehnten Woche nackt dem
Beginn der Krankheit, so endet mit dem Bezuge der
Krankengelder zugleich auch der Anspruch auf die im
Art. 7 bezeichneten Leistungen.
Mitglieder, die überführt werden, dass sie durch
Scheinkrankheit sich von der Krankenkasse Unterstützung
haben aushändigen lassen, können durch den Vorstand
angehalten werden, dieselben im vollen Umfange zu
erstatten, abgesehen von der Verhängung aller andern
Strafen, die dem Betrug am Kassenvermögen gegenüber
durch das Gesetz vorgesehen sind.
Krankenunterstützung für nicht im Betriebe beschäftigte
Mitglieder.
Mitgliedern, welche sich eine Krankheit vor-
satzlich oder durch schuldhafte Betheiligung bei Schlage-
reien oder Raufhandeln, durch Trunkfalligkeit oder ge-
schlechtliche Ausschweifungen zugezogen haben, kann die
in Art. 6 dieses Statuts vorgesehene Krankenunterstutzung
vom Kassenvorstande ganz oder theilweise vorenthalten
werden.
Einem Kassenmitgliede, welches statutenmassige Unter-
stutzungen ununterbrochen oder im Laufe des Kalender-
jahres für dreizehn Wochen bezogen hat, wird im Falle
einer neuen Erkrankung nur mehr der gesetzliche Min-
destbetrag der Krankenunterstutzung gewahrt.
Dasselbe Mitglied kann erst nach Ablauf einer Zeitpe-
riode von wenigstens dreizehn Wochen vom Tage der
letzten Unterstützungszuwendung: ab bis zum Eintritt der
neuen Erkrankung die vollen statutarischen Unterstutzungs-
betrage wieder beziehen.
Allgemeine Pflichten der Mitglieder bei
Krankheitsfällen.
Pour le calcul du montant des secours aux
malades et des cotisations les membres de la Caisse
sont divisés en trois classes
1° sociétaires âgés de plus de 21 ans ;
2° sociétaires âgés de 16-21 ans ;
3° sociétaires âgés de 14-16 ans.
Le salaire quotidien moyen est fixé jusqu'à nouvelle
décision
Pour la première classe, à fr. 2.50
Pour la deuxième classe, à fr. 2.00
Pour la troisième classe, à fr. 1.50.
Chaque sociétaire sera, d'après l'âge indiqué dans sa
déclaration d'entrée, rangé par la direction de la Caisse
dans une des trois classes qui sera portée dans le livret
de quittances (art. 38) délivré à son nom.
Des passages dans une classe supérieure n'ont lieu
toutefois que de trimestre en trimestre.
Il sera statué par l'autorité de surveillance sur les
réclamations des membres contre la fixation des
classes.
Secours aux malades.
Mitglieder, welche nach ihrem Ausscheiden
aus der Brauerei bei der Kasse verbleiben (Art. 3 N° 21,
erhalten als Krankenunterstützung, so lange selbe sich im
Bezirke der Krankenkasse aufhalten, die Unterstützung
nach Art. 6 und 10, nach dem Durchschnittsverdienste der
letzten drei Lohnzahlungsperioden vor dem Ausscheiden
aus der Brauerei.
Verpflegung im Krankenhause.
Mitglieder, welche nach ihrem Ausscheiden
aus der Fabrik bei der Kasse verbleiben, (Art. 3, n° 2)
erhalten als Krankenunterstützung, so lange sie sich im
Bezirke der Krankenkasse aufhallen, die Unterstützung
nach Art. 6, 10 u. 11 nach dem Durchschnittsverdienste
der letzten drei Lohnzahlungsperioden vor dem Aus-
scheiden aus der Fabrik.
Verpflegung im Krankenhause.
Im Erkrankungsfalle hat das Mitglied sich
durch Vermittelung seines unmittelbaren Vorgesetzten,
durch den Vorsitzenden des Vorstandes, oder durch die
von ihm bezeichnete Person einen Krankenschein aus-
stellen zu lassen, welcher zunächst als Legitimation bei
dem behandelnden Arzte dient.
Bei plötzlichen Erkrankungen oder Verletzungen muss
der Krankenschein spätestens binnen zwei Tagen nachge-
bracht werden.
Auf diesem Krankenschein wird vermerkt
A. — Durch den behandelnden Arzt
1) Art, Beginn und Ende der Krankheit mit Angabe
des Wortes inclusiv oder exclusiv ;
2) Ob der Kranke im Bureau des Arztes, in seiner
Wohnung oder im Krankenhause ärztlich verpflegt wird ;
3) Ob die Krankheit nicht durch die im Art. 11 des
Statuts erwähnte Ausschliessungsgründe herbeigeführt ist.
B, —. Durch den Vorgesetzten
Aus- und Wiedereintritt in die Arbeit.
C. — Durch den Rechnungsführer
1) Der Lohnsatz ;
2) Die Zahl der laut ärztlicher Bescheinigung in An-
rechnung zu bringenden Krankentage resp. der an das er-
krankte Kassenmitglied zu leistenden Entschädigung.
Das Krankengeld wird bei jeder regelmässigen Lohnung
gezahlt, doch können auch Abschlagszahlungen, sowie
Kredite auf Krankenlohn bewilligt werden.
Erkrankte, und in Folge von Krankheit erwerbsunfähige
Kassenmitglieder müssen die Vorschriften des sie behan-
delnden Arztes gewissenhaft befolgen, und dürfen insbe-
sondere ihre Wohnung nur mit Einwilligung des sie be-
handelnden Arztes verlassen, alkoholische Getränke nur
auf Anordnung des Arztes gemessen, kein öffentliches
Lokal besuchen, keine auf Erwerb gerichtete oder sonst
ihre Genesung hindernde Handlungen vornehmen, die Ar-
beit nicht aufnehmen, bevor der behandelnde Arzt sie für
genesen erklärt hat.
Versicherte, welche diesen Vorschriften zuwiderhandeln,
können vom Vorstande mit Ordnungsstrafen bis zu Mk. 16
bestraft werden.
Besondere Pflichten der aus den Betrieben ausgeschiedenen
Mitglieder in Krankheitsfällen,
Comme secours aux malades il sera accordé
aux sociétaires, en cas de maladie, ou en cas d'incapa-
cité de travail provoquée par la maladie
1° depuis le début de la maladie, la gratuité des
secours médicaux et des médicaments ;
2° la fourniture de lunettes, de bandages et d'autres
moyens thérapeutiques nécessaires à la guérison du
malade, ou au rétablissement et à la conservation de sa
capacité de travail à la fin du traitement médical ;
3° en cas d'incapacité de travail, à partir du troi-
sième jour après celui où la maladie a commencé,
pour chaque journée de travail (c'est-à-dire pour
chaque journée de la semaine, excepté les dimanches,
mais y compris les jours ouvrables de la semaine sur
lesquels tombent des fêtes), un secours en argent *)
savoir
a) aux sociétaires de première classe, fr. 1.25
b) aux sociétaires de deuxième classe, fr. 1.00
c) aux sociétaires de troisième classe, fr. 0.75.
Les secours médicaux sont accordés pour la durée
de la maladie ; ils cessent d'être fournis à la fin de la
*) Il est a remarquer que le secours en argent n'est pas payé, si
le sociétaire est capable d'accomplir, pour lui nu pour autrui, un
travail rémunératoire tel que le travail des champs etc.
Les membres qui se sont fait délivrer des secours sans être ma-
lades peuvent être obligés par le comité de restituer les sommes
indûment perçues, sans préjudice de toutes autres peines légales.
treizième semaine depuis le début de la maladie ;en
cas d'incapacité de travail (al. 1, chiffre 3) ils cessent
au plus tard à la fin de la treizième semaine qui suit le
jour à partir duquel il a été accordé le premier secours
pécuniaire. Lorsque les secours en argent ne cesseront
qu'après l'expiration de la treizième semaine depuis le
début de la maladie, le droit aux secours mentionnés à
l'alinéa 1er nos 1 et 2 cessera avec ceux-ci.
Der Vorstand kann an Stelle der sonst vorge-
sehenen Krankenunterstützung freie Kur und Verpflegung
im Krankenhause gewahren, und zwar
1) für diejenigen Mitglieder, welche verheirathet sind
oder eine eigene Haushaltung haben oder Mitglieder der
Haushaltung ihrer Familie sind, mit ihrer Zustimmung
oder unabhängig von derselben, wenn die Art der Krank-
heit Anforderungen an die Behandlung oder Verpflegung
stellt, welchen in der Familie des Erkrankten nicht genügt
werden kann, oder wenn die Krankheit eine ansteckende ist
oder wenn der Erkrankte wiederholt den in Art. 14, letzter
Absatz, erwähnten Vorschriften zuwidergehandelt hat,
oder wenn dessen Zustand oder Verhalten eine fortgesetzte
Beobachtung erfordert, worüber der behandelnde Arzt zu
entscheiden hat;
2) für sonstige Erkrankte unbedingt.
Hat der in einem Krankenhause Untergebrachte Ange-
hörige, deren Unterhalt er bisher ganz oder theilweise
aus seinem Arbeitsverdienste bestritten hat, so ist neben
der freien Kur und Verpflegung die Halfte des in Art. 10
als Krankengeld festgesetzten Betrages zu gewähren.
Allgemeine Pflichten der Mitglieder bei Krankheitsfallen.
Der Vorstand kann an Stelle der Kranken-
unterstützung der Art. 6, 10 u. 12 freie Kur und Verpfleg-
ung im Krankenhause gewähren, und zwar
1) für diejenigen Mitglieder, welche verheirathet sind
oder eine eigene Haushaltung haben oder Mitglieder der
Haushaltung ihrer Familie sind, mit ihrer Zustimmung
oder unabhängig von derselben, wenn die Art der Krank-
heit Anforderungen an die Behandlung oder Verpflegung
stellt, welchen in der Familie des Erkrankten nicht ge-
nügt werden kann, oder wenn die Krankheit eine an-
steckende ist oder wenn der Erkrankte wiederholt den in
Art. 17 Nr. 2 erwähnten Vorschriften zuwidergehandelt
hat, oder wenn dessen Zustand oder Verhalten eine fort-
gesetzte Beobachtung erfordert, worüber der behandelnde
Arzt entscheidet ;
2) für sonstige Erkrankte unbedingt.
Hat der in einem Krankenhause Untergebrachte Ange-
hörige, deren Unterhalt er bisher ganz oder theilweise
aus seinem Arbeitsverdienste bestritten hat, so ist neben
der freien Kur und Verpflegung die Hälfte des in den Art.
6, 10 u. 11 als Krankengeld festgesetzten Betrages zu
gewähren.
Allgemeine Pflichten der Mitglieder bei Krankheitsfällen,
Art. 14 Jede Erkrankung muss alsbald dem Vor-
sitzenden des Vorstandes oder der von ihm bezeichneten
Person angemeldet werden.
Ueber diese Anmeldung wird eine Bescheinigung aus-
gestellt, welche als Legitimationsschein bei dem behan-
delnden Arzte dient.
Das Krankengeld wird nur gegen Beibringung eines vom
Kassenarzte ausgestellten Krankenscheines ausgezahlt, in
welchem die Zahl der Tage, wahrend welcher der Er
krankte in der abgelaufenen Woche erwerbsunfähig war,
anzugeben ist. In dem erstmalig einzubringenden Kran-
kenscheine ist der Tag der Erkrankung, in dem letzten der
Tag des Wiedereintritts der Erwerbsfähigkeit anzugeben.
Erkrankte Mitglieder haben sich gewissenhaft an die
Vorschriften des Arztes zu halten, jedwede Handlung
welche nach seinem Urtheil schädlich auf den Heilungs-
gang einwirken kann, zu vermeiden, und dürfen über-
haupt nur mit seiner ausdrücklichen Erlaubniss irgend-
welche Beschäftigung verrichten. Ohne Erlaubniss des
Kassenvorstandes ist ihnen der Besuch öffentlicher Orte
sowie von Schanklokalen untersagt. Versicherte, welche
diesen Vorschriften zuwiderhandeln, können vom Vor-
stande mit Ordnungstrafen bis zu 20 Franken bestraft
werden.
Besondere Pflichten der aus der Fabrik ausgeschiedenen
Mitglieder in
Krankheitsfällen.
An Kassenmitglieder der im Art. 3 bezeich-
neten Art erfolgt die Auszahlung des Krankengeldes gegen
kostenlose Einlieferung an den Kassenvorstand eines von
einem zugelassenen Arzte ausgestellten Krankenscheines,
in weichem die Zahl der Tage wahrend welcher der Er-
krankte erwerbsunfähig war und erstmalig auch der Tag
der Erkrankung angegeben sein muss.
Dem erstmaligen Krankenschein ist eine Bescheinigung
der Gemeindebehörde des Aufenthaltsortes darüber beizu-
fügen, dass der Erkrankte nicht vermöge seiner derzeitigen
Beschäftigung gesetzlich einer anderen Krankenkasse zu-
gehört, oder dass er nicht thatsachlich einer anderen Kasse
beigetreten ist.
Das Krankengeld ist bei der Kasse persönlich oder durch
einen Bevollmächtigten zu erheben, sofern das Mitglied
nicht bei Einsendung des Krankenscheines die Uebersen-
dung durch Postanweisung auf seine Kosten beantragt.
Der Kassenvorstand ist befugt, für alle aus den Betrieben
ausgeschiedenen Mitglieder besondere Ueberwachungs-
vorschriften zu erlassen und kann derselbe für Nichtbe-
achtung dieser Vorschriften Geldstrafen bis zu Mk. 16
verhangen und die Auszahlung des Krankengeldes bis zur
Feststellung des Anspruchs auf Zuwendung verweigern.
Beitrage.
Aux secours visés à l'art. 13 sont substi-
tués, sur la proposition du médecin et de la direction,
les soins gratuits dans un hôpital.
Si le sociétaire refuse, malgré l'ordre du médecin,
d'entrer à l'hospice ou s'il quitte le ressort de la Caisse
sans l'autorisation de la direction — par lequel fait il
se soustrait au contrôle, — il perd tout droit au secours
en argent.
Le placement dans un hôpital de sociétaires mariés
ou de personnes qui ont leur propre ménage ou qui
font partie du ménage de leur famille, ne peut être
prescrit sans leur consentement que lorsque, suivant
la déclaration du médecin, la nature de la maladie
exige un traitement et un entretien que le malade ne
peut avoir dans sa famille, si la maladie est conta-
gieuse, si le malade refuse à différentes reprises de se
conformer aux prescriptions du § 25, ou si l'état du
malade et sa conduite exigent une surveillance conti-
nuelle.
Lorsque le malade admis à l'hôpital laisse des per-
sonnes de sa famille à l'entretien desquelles il a pourvu
jusque là par son travail, il lui sera fourni la moitié,
et s'il n'a point de personnes de sa famille à sa charge,
il lui sera fourni un quart du secours en argent fixé à.
l'art. 13, n° 3.
Jede Erkrankung muss alsbald dem Vorsitzen-
den des Vorstandes oder der von ihm bezeichneten Person
angemeldet werden.
Ueber diese Anmeldung wird eine Bescheinigung ausge-
stellt, welche als Legitimationsbescheinigung bei dem be-
handelnden Arzte dient. Dieser Schein wird einem hierzu
dienenden Livre à souches entnommen.
Das Krankengeld wird nur gegen Beibringung eines vom
Kassenarzte ausgestellten Krankenscheines ausgezahlt, in
welchem die Zahl der Tage, wahrend welcher der Erkrankte
in der abgelaufenen Woche erwerbsunfähig war, anzugeben
ist. In dem erstmalig einzubringenden Krankenscheine ist
der Tag der Erkrankung, in dem letzten der Tag des Wie-
dereintrittes der Erwerbsfähigkeit anzugeben.
Erkrankte Mitglieder haben sich gewissenhaft au die
Vorschriften des Arztes zu halten, jedwede. Handlung,
welche nach seinem Urtheil schädlich auf den Heilungs-
gang einwirken kann, zu vermeiden, und dürfen überhaupt
nur mit seiner ausdrücklichen Erlaubniss irgend welche
Beschäftigung verrichten. Ohne Erlaubniss des Kassenvor-
standes ist ihnen der Besuch öffentlicher Orte, sowie von
Schanklokalen untersagt. Versicherte, welche diesen Vor-
schriften zuwiderhandeln, können vom Vorstande mit Ord-
nungsstrafen bis zu 20 Franken bestraft werden.
Besondere Pflichten der aus der Brauerei ausgeschiedenen
Mitglieder in Krankheitsfällen.
Die Beitrage zur Krankenkasse bind festge-
setzt auf drei Prozent des wirklichen Arbeitsverdienstes
der Kassenmitglieder (Art. 6, II), soweit derselbe Mk. 4
für den Arbeitstag nicht übersteigt ; hiervon haben letztere
zwei, und der Arbeitgeber ein Prozent zu tragen.
Für die Dauer der Erwerbsunfähigkeit werden Beitrage
nicht entrichtet.
Die Beiträge sind an jedem Löhnungstage für die abge-
laufene Löhnungsperiode für die in den Betrieben beschäf-
tigten Versicherungspflichtigen Mitglieder von dem Ar-
beitgeber zur Kasse abzuführen.
Der Arbeitgeber ist befugt, an jedem Löhnungstage
seinen versicherungspflichtigen Arbeitern zwei Drittel des
Betrages der für sie entrichteten Beitrage, soweit ihr An-
theil auf die Löhnungsperiode entfällt, vom Lohne abzu-
halten.
Die übrigen Mitglieder haben dieselben an den gleichen
Tagen kostenfrei bei dem Kassenführer einzuzahlen.
Streitigkeiten zwischen dem Arbeitgeber und den von
ihm beschäftigten Personen über die Berechnung und An-
rechnung der Beiträge der letzteren werden von der Aufsichtsbehör
Sonstige Einnahmen der Kasse.
Les membres volontaires dont s'occupe
l'art. 8, n° 2, § 2, perdent tout droit à des secours
quelconques, dès qu'ils séjournent en dehors de In cir-
conscription de la Caisse régionale.
An Kassenmitglieder der im Art. 3 § 2 bezeich-
neten Art erfolgt die Auszahlung des Krankengeldes gegen
kostenlose Einlieferung an den Kassenvorstand eines von
einem zugelassenen Arzte ausgestellten Krankenscheines,
in welchem die Zahl der Tage, während welcher der Er-
krankte erwerbsunfähig war und erstmalig auch der Tag
der Erkrankung angegeben sein muss.
Das Krankengeld ist bei der Kasse persönlich oder auch
durch einen Bevollmächtigten zu erheben, sofern das Mit-
glied nicht bei Einsendung des Krankenscheines die Ueber-
sendung durch Postanweisung auf seine Kosten beantragt.
Der Kassenvorstand ist befugt, für alle aus der Brauerei
ausgeschiedenen Mitglieder besondere Ueberwachungs-
vorschriften zu erlassen und kann derselbe für Nichtbeach-
tung dieser Vorschriften Geldstrafen bis zu 20 Franken
verhängen und die Auszahlung des Krankengeldes bis zur
Feststellung des Anspruchs auf Zuwendung verweigern.
Kürzung der Krankenunterstützung wegen Doppel-
versicherung.
An Kassenmitglieder der im Art. 3 (§ 2) be-
zeichneten Art erfolgt die Auszahlung des Kranken-
geldes gegen kostenlose Einlieferung an den Kassen vor-
stand eines von einem zugelassenen Arzte ausgestellten
Krankenscheines, in welchem die Zahl der Tage, wäh-
rend welcher der Erkrankte erwerbsunfähig war und
erstmalig auch der Tag der Erkrankung angegeben sein
muss.
Das Krankengeld ist hei der Kasse personlich oder
durch einen Bevollmächtigten zu erheben, sofern das
Mitglied nicht bei Einsendung des Krankenscheines die
Uebersendung durch Postanweisung auf seine Kosten
beantragt.
Der Kassenvorstand ist befugt für alle aus der Fabrik
ausgeschiedenen Mitglieder besondere Ueberwachungs-
vorschriften zu erlassen, und kann derselbe für Nichtbe-
achtung dieser Vorschriften Geldstrafen bis zu 20 Fr.
verhangen und die Auszahlung des Krankengeldes bis zur
Feststellung des Anspruchs auf Zuwendung verweigern.
Kürzung der Krankenunterstützung wegen Doppel-
Versicherung.
Ausser etwaigen freiwilligen Zuwendungen
und den kraft gesetzlicher Bestimmung ihr zufallenden
Strafgeldern, fliessen in die Kasse die vom Vorstande auf
Grund dieses Statuts verhängten Strafgelder, sowie die-
jenigen, welche durch die für die Betriebe erlassene Ar-
beitsordnung vorgesehen sind.
Für angerichteten Schaden entrichtete Entschädigungs-
gelder sind nicht als Strafgelder anzusehen.
Besondere Rechte der Kasse.
Le membre qui aura touché les secours
statutaires pendant treize semaines soit consécutives,
soit réparties sur la durée d'une année, n'obtiendra
que le minimum légal de secours, s'il lui survient une
nouvelle maladie, et il ne pourra toucher de nouveau
l'intégralité des secours statutaires qu'après une pé-
riode d'une durée minima de treize semaines écoulées
entre la date du dernier secours qu'il a reçu et le début
de sa nouvelle maladie.
Mitglieder, welche ausser bei der Brauerei-
krankenkasse noch anderweitig gegen Krankheit versichert
sind, haben hiervon unverzüglich dem Kassenvorstand An-
zeige zu erstatten und demselben hierüber wahrheitsgetreu
alle Aufschlüsse zu ertheilen, die er zu verlangen für gut
findet.
Können in derartigen Fällen die betreffenden Mitglieder
überführt werden, dem Vorstande falsche Angaben ge-
macht zu haben, oder haben sie es unterlassen, dem Vor-
stand überhaupt Meldung von der eingegangenen zweiten
Versicherung zu machen, so ist der Vorstand befugt, für
jeden einzelnen Fall, die Betreffenden bis zum Betrage von
20 Franken zu bestrafen.
Einem Mitgliede, welches gleichzeitig anderweitig gegen
Krankheit versichert ist, wird das durch Art. 6 und 10 fest-
gesetzte Krankengeld so weit gekürzt, als dasselbe zu-
sammen mit dem aus anderweiter Versicherung bezogenen
Krankengelde den vollen Betrag des durchschnittlichen Ar-
beitsverdienstes derjenigen Arbeiterkategorie, welcher das
Mitglied angehört, übersteigen würde.
Die Kassenmitglieder dürfen nicht zugleich einer andern
Fabrikkrankenkasse oder einer Bezirkskrankenkasse zuge-
hören .
Nichtgewahrung und zeitweilige Aufhebung der
Krankenunterstützungen.
Mitglieder, welche ausser bei der Fabrikkasse
noch anderweitig gegen Krankheit versichert sind,
haben hiervon unverzüglich dem Kassenvorstande Anzeige
zu erstatten, und demselben hierüber wahrheitsgetreu
alle Aufschlüsse zu ertheilen, die er zu verlangen für gut
findet,
Können in derartigen Fällen die betreffenden Mitglieder
überführt werden, falsche Angaben dem Vorstand ge-
macht zu haben, oder haben sie es unterlassen, dem
Vorstand überhaupt Meldung von der eingegangenen
zweiten Versicherung zu machen, so ist der Vorstand
befugt. für jeden einzelnen Fall, die Betreffenden bis
zum Betrag von 20 Fr. zu bestrafen.
Einem Mitgliede, welches gleichzeitig anderweitig
gegen Krankheit versichert ist, wird das durch Art. 10 und
12 festgesetzte Krankengeld so wert gekürzt, als dasselbe
zusammen mit dem aus anderweiter Versicherung bezo-
genen Krankengelde den vollen Betrag des durchschnitt-
lichen Arbeitsverdienstes derjenigen Arbeiterkategorie,
welche das Mitglied angehört, übersteigen würde.
Die Kassenmitglieder dürfen nicht zugleich einer an-
deren Fabrikkrankenkasse oder einer Bezirkskranken-
kasse angehören.
Nichtgewährung und zeitweilige Aufhebung der Kranken-
Unterstützungen.
Die Betriebs-Krankenkasse ist eine Anstalt
öffentlichen Nutzens und geniesst die durch Art. 13 des
Gesetzes zugestandenen Rechte.
Für alle von der Kasse eingegangenen Verbindlichkeiten
haftet den Gläubigern nur das Geraeinvermögen derselben.
Die den Unterstützungsberechtigten gegen die Kasse
zustehenden Forderungen können mit rechtlicher Wirkung
weder gepfändet, noch übertragen, noch verpfändet, noch
anderweit als auf rückständige Beiträge
aufgerechnet
werden.
Kassenführung und Rechnungslage.
Les sociétaires qui auront commis une
action frauduleuse au détriment de la Caisse, seront
privés entièrement du secours en argent statutaire
pendant les douze mois qui suivront le délit. Cette
même restriction sera applicable, pour la durée de la
maladie, aux assurés qui se seront rendus malades,
soit avec préméditation, soit en participant de leur
propre volonté à des rixes ou à des émeutes, soit par
l'abus des boissons ou par suite de débauche.
Mitgliedern, welche sich eine Krankheit vor-
sätzlich oder durch schuldhafte Betheiligung bei Schlage-
reien oder Raufhändeln,
durch Trunkfälligkeit
oder
geschlechtliche Ausschweifungen zugezogen haben, kann
das in Art 12 und 10 vorgesehene Krankengeld vom Kassen-
vorstande ganz oder theilweise vorenthalten werden.
Einem Kassenmitglied, welches die statutenmässigen
Unterstützungen ununterbrochen oder im Laufe eines
Kalenderjahres für sechsundzwanzig Wochen bezogen hat,
wird im Falle einer neuen Erkrankung nur mehr der gesetz-
liche Mindestbetrag der Krankenunterstützung gewährt.
Dasselbe Mitglied kann erst nach Ablauf einer Zeitperiode
von wenigstens dreizehn Wochen vom Tage der letzten
Unterstützungszuwendung ab bis zum Eintritt der neuen
Erkrankung die vollen statutarischen Unterstützungs-
beträge wieder beziehen.
Sterbegeld.
Mitgliedern, welche sich eine Krankheit vor-
sätzlich oder durch schuldhafte Betheiligung bei Schlä-
gereien oder Raufhändeln, durch Trunkfälligkeit oder
geschlechtliche Ausschweifungen zugezogen haben, kann
das in Art. 10 und 12 vorgesehene Krankengeld vom
Vorstande ganz oder theilweise vorenthalten werden.
Einem Kassenmitglied, welches bei statutenmassigen
Unterstützungen ununterbrochen oder im Laufe eines Ka-
lenderjahres für dreizehn Wochen bezogen hat, wird im
Falle einer neuen Erkrankung nur mehr der gesetzliche
Mindestbetrag der Krankenunterstützung gewahrt. Das-
selbe Mitglied kann erst nach Ablauf einer Zeitperiode
von wenigstens dreizehn Wochen vom Tage der letzten
Unterstützungszuwendung ab bis zum Eintritt der neuen
Erkrankung die vollen statutarischen Unterstutzungsbe-
träge wieder beziehen.
Sterbegeld.
Art
18. Für den Todesfall eines Mitgliedes gewährt
die Kasse ein Sterbegeld im zwanzigfachen Betrage des
für den Versicherten massgebenden durchschnittlichen
Tagelohnes, ohne dass jedoch dieser Betrag 80 Fr.
übersteigen oder unter 40 Fr. herabgehen kann.
Bei Selbstmord ist das Sterbegeld nicht geschuldet.
Beim Tode der Ehefrau oder eines noch nicht vierzehn-
jährigen Kindes eines Mitgliedes wird, falls diese Per-
sonen nicht selbst dem Versicherungszwang unterliegen,
ein Sterbegeld, und zwar für die ersteren im Betrage von
zwei Dritteln, für das letztere im halben Betrage der für
das Mitglied festgestellten Sterbegelder gewährt.
Das Sterbegeld wird beim Tode des Versicherten an
dessen Witwe oder sonstige nahe Verwandte, welche sein
Begräbnis besorgt haben, beim Tode der Ehefrau oder
des Kindes an den Versicherten ausbezahlt und zwar
binnen vier und zwanzig Stunden nach Eingang an den
Präsidenten des Kassenvorstandes einer diesbezüglichen
Anmeldung nebst einem Auszug aus dem Civilstands-
register.
Unterstützung hei Erwerbslosigkeit.
Der Arbeitgeber bestellt unter seiner Verant-
wortlichkeit und auf seine Kosten einen Buchhalter,
welcher die gesammte Rechnungs- und Kassenführung
wahrzunehmen hat.
Die Einnahmen und Ausgaben der Kasse sind von allen
den Zwecken der Kasse fremden Vereinnahmungen und
Verausgabungen getrennt festzustellen; ihre Bestände sind
gesondert zu verwahren.
Der Rechnungsführer hat ein Kassenbuch zu führen, in
las alle Einnahmen und Ausgaben der Kasse einzutragen
bind. Dasselbe muss stets auf dem Laufenden gehalten
sein, so dass zu jeder Zeit der Kassenbestand festgestellt
werden kann.
Der Buchführer stellt ferner den jährlichen Rechnungs-
Abschluss und die vorgeschriebenen Uebersichten über
die Mitglieder, über Krankheits- und Sterbefälle, über die
vereinnahmten Beiträge und die geleisteten Unterstütz-
ungen auf, welche sämmtlich vom Vorstand geprüft und
festgestellt, und dann der Aufsichtsbehörde eingereicht
werden.
Der Vorstand hat die vom Kassenführer aufgestellte
Jahresrechnung festzustellen, mit allen Belegen dem Re-
visionsausschuss (Art. 28, 1) zur Prüfung vorzulegen
und spätestens bis zum 1. April des nächsten Jahres die
Abnahme der Jahresrechnung bei der Generalversamm-
lung zu beantragen.
Verhältniss der Krankenkasse, zur
Unfall-
versicherung.
Les secours en argent accordés aux mem-
bres de la Caisse régionale qui font partie d'une autre
assurance contre la maladie seront réduits de telle ma-
nière que le total des secours à toucher ne dépassera
pas le montant intégral du salaire quotidien moyen de
ces personnes.
Les sociétaires seront obligés de porter à la connais-
sance de la direction les engagements qu'ils auront
contractés envers d'autres caisses accordant des secours
en cas de maladie. Cette déclaration devra se faire dans
les huit jours de l'admission à la Caisse régionale, ou
lorsque l'assurance aura été passée à une époque pos-
térieure à l'admission, dans les huit jours de la conclu-
sion de la nouvelle assurance. L'omission de cette dé-
claration entraîne une amende d'ordre ne dépassant
pas 20 fr.
Ces personnes ne peuvent obtenir le traitement gra-
tuit aux frais de la Caisse régionale qu'en tant que ce
traitement ne leur est pas fourni par l'autre assurance.
Les membres de cette caisse ne peuvent appartenir
en même temps à une autre caisse régionale ou à une
caisse de fabrique.
Secours aux femmes en couches,
membres de la Caisse.
Für den Todesfall eines Mitgliedes gewährt
die Kasse ein Sterbegeld im zwanzigfachen Betrage des
für den Versicherten massgebenden durchschnittlichen
Tagelohnes, ohne dass jedoch dieser Betrag 80 Franken
übersteigen oder unter 50 Franken herabgehen kann.
Bei Selbstmord ist das Sterbegeld nicht geschuldet.
Beim Tode der Ehefrau oder eines noch nicht vierzehn-
jährigen Kindes eines Mitgliedes wird, falls diese Personen
nicht selbst dem Versicherungszwang unterliegen, ein
Sterbegeld, und zwar für die erstere im Betrage von zwei
Dritteln und für Letztere im Betrage von der Hälfte des
für das Mitglied festgestellten Sterbegeldes gewährt.
Das Sterbegeld wird beim Tode des Versicherten an
dessen Wittwe oder sonstige nahe Verwandte, welche das
Begräbniss besorgt haben, beim Tode der Ehefrau oder
des Kindes an den Versicherten selbst ausbezahlt und zwar
binnen achtundvierzig Stunden nach Eingang an den Präsi-
denten des Kassenvorstandes einer diesbezüglichen Anmel-
dung nebst einem Auszug aus dem Civilstandsregister.
Unterstützung bei Erwerbslosigkeit.
Jeden Erkrankungsfall, welcher durch einen
nach dem Unfallversicherungsgesetze zu entschädigenden
Unfall herbeigeführt ist, hat der Kassenführer, sofern
mit dem Ablauf der vierten Woche der Krankheit die
Erwerbsfähigkeit des Erkrankten noch nicht wiederherge-
stellt ist, binnen einer "Woche nach diesem Zeitpunkt dem
Vorstande der Unfall-Versicherungsgenossenschaft anzu-
zeigen.
Anlage der Kassengelder.
Aux femmes-sociétaires il est versé, en
cas d'accouchement, pour les quatre premières se-
maines, après leurs couches, le même secours en
argent que touchent les sociétaires en cas de maladie,
si elles ont fait partie dans le courant des douze mois
précédant leur accouchement, à compter du jour de ce
dernier, au moins pendant six mois d'une caisse de
maladie fondée en vertu de la loi sur l'assurance obli-
gatoire contre les maladies. Les maladies survenant
pendant l'accouchement ou les couches donnent droit
aux mêmes secours que les autres maladies.
Indemnité mortuaire pour les sociétaires.
Personen, welche nach dem Ausscheiden aus
der Mitgliedschaft einer Fabrik- oder Bezirkskranken-
kasse erwerbslos werden, behalten während der Dauer
ihrer Erwerbslosigkeit ihre Ansprüche auf die gesetz-
lichen Mindestleistungen, jedoch nicht für einen längeren
Zeitraum als sie der Kasse angehört haben und höchstens
für drei Wochen.
Wenn in solchen Fällen der Unterstützungsberechtigte
ausserhalb des Bezirkes der Kasse wohnt, so ist Art. 53
des Gesetzes vom 31. Juli 1901 in Anwendung zu bringen.
Personen, welche nach dem Ausscheiden
aus der Mitgliedschaft einer Fabrik- oder Bezirkskranken-
kasse erwerblos werden, behalten während der Dauer
ihrer Erwerbslosigkeit ihre Ansprüche auf die gesetz-
lichen Mindestleistungen, jedoch nicht für einen längeren
Zeitraum als sie der Kasse angehört haben und höchstens
für drei Wochen.
Wenn in solchen Fällen der Unterstützungsberechtigte
ausserhalb des Bezirkes der Kasse wohnt, so ist Art. 53
des Gesetzes vom 31. Juli 1901 anwendbar.
Beiträge.
In der Kasse muss zur Deckung der laufen-
den Ausgaben stets ein entsprechender Baarbestand vor-
handen sein, welcher jedoch der Regel nach den Betrag
einer Monatsausgabe nicht übersteigen darf. Die hierüber
hinausgehenden Bestände müssen auf den Namen der
Kasse nach Vorschrift des Art. 36 des Kranken-Versiche-
rungsgesetzes angelegt werden.
Reichen die Bestände nicht aus, um die laufenden Aus-
gaben der Kasse zu decken, so sind vom Arbeitgeber die
erforderlichen Vorschüsse zu leisten, welche ihm aus
etwaigen späteren Ueberschüssen erstattet werden.
Werthpapiere der Kasse, welche nicht lediglich zur
vorübergehenden Anlegung zeitweilig verfügbarer Be-
triebsgelder für die Kasse erworben werden, sind bei dem
Generaleinnehmer (Art. 36 des Kranken-Versicherungs-
gesetzes) niederzulegen. Die Niederlegungsscheine darüber
sind mit den Kassenbeständen zu verwahren.
Reservefonds.
En cas de décès d'un membre, la Caisse
accorde aux survivants une indemnité mortuaire de
vingt fois le salaire quotidien moyen se montant à
1° pour les sociétaires de 1re classe, à 50 fr.;
2° pour les sociétaires de 2e et de 3e classe, à 40 fr.
Si un sociétaire meurt après le terme final de l'allo-
cation des secours, l'indemnité funéraire sera tout de
même accordée, dès que l'incapacité de travail s'est pro-
longée jusqu'au décès et que le décès est la conséquence
de la même maladie et qu'il a eu lieu au plus tard avant
l'expiration d'un an à compter de la fin de l'allocation
des secours.
L'indemnité funéraire n'est pas due lorsque la mort
est intentionnelle.
Début et fin des droits aux secours.
Die Beitrage zur Krankenkasse sind fest-
gesetzt auf 3 Prozent des wirklichen Tagelohnes der Kas-
senmitglieder, soweit derselbe 5 Franken nicht übersteigt.
Hiervon haben die Kassenmitglieder 2 und der Arbeitgeber
1 Prozent zu entrichten.
Die Beitrage sind an jedem Lohnungstage für die abge-
laufene Löhnungsperiode für die in der Brauerei beschäf-
tigten versicherungspflichtigen Mitglieder von dem Arbeit-
geber der Kusse zuzuführen. Die übrigen Mitglieder haben
dieselben um fünfzehnten eines jeden Monats kostenfrei bei
dem Kassenführer einzuzahlen.
Für die Dauer der Erwerbsunfähigkeit werden Beitrage
sieht entrichtet.
Zur Wahrung gleicher Rechte und Pflichten allen Kas-
senmitglieder, gegenüber wird bestimmt, dass zur Fest-
stellung der Kassenbeitrage für jede Woche sechs Arbeits-
tage gewöhnlicher Zeitdauer angenommen werden ; den in
der Brauerei beschäftigten Hülfsarbeiter als Maurer,
Sehfeiner, Sattler und Schlosser wird die Unterstützung
für die wirklich in der Arbeit gestandenen Tage in Anrech-
nung gebracht. Fallen gesetzliche Feiertage in die Woche,
so sind selbe diesen Hülfsarbeitern in Anrechnung zu
Die Beiträge zur Krankenkasse sind festge-
setzt auf drei Prozent des wirklichen Tagelohnes der
Kassenmitglieder, soweit derselbe 5 Fr. nicht übersteigt ;
hiervon haben letztere zwei, und die Arbeitgeber 1 Pro-
zent zu tragen.
Die Beiträge sind an jedem Löhnungstage, für die ab-
gelaufene Löhnungsperiode, für die in der Fabrik be-
schäftigten versicherungspflichtigen Mitglieder von dem
Arbeitgeber zur Kasse abzuführen. Die übrigen Mitglie-
der haben dieselben an den gleichen Tagen kostenfrei
bei dem Kassenführer einzuzahlen.
Für die Dauer der Erwerbsunfähigkeit werden Beiträge
nicht entrichtet.
Zur Wahrung gleicher Rechte und Pflichten allen
Kassenmitgliedern gegenüber wird bestimmt, dass zur
Feststellung der Kassenbeiträge, für jede Woche sechs
Arbeitstage gewöhnlicher Zeitdauer angenommen werden.
Wochentage, an welchen einzelne
Kassenmitglieder
wegen Blaumachen, Urlaub oder beliebig anderer Ur-
sachen der Berufsarbeit in der Fabrik fernbleiben, sind
daher nicht in Abzug zu bringen. Das Gleiche gilt für
Feiertage im Laufe der Woche.
Eine Ausnahme findet statt bei Wochentagen, an denen
die Fabrik ruht.
Die Kasse hat einen Reservefonds im Min-
destbetrage der durchschnittlichen Jahresausgabe der drei
letzten Jahre anzusammeln und erforderlichenfalls bis zu
dieser Hohe zu ergänzen. So lange der Reservefonds
diesen Betrag nicht erreicht, ist demselben mindestens ein
Zehntel des Jahresbeitrages zuzuführen.
Erhöhung der Beiträge und Ermässigung der
Kassenleistungen.
Le droit aux secours commence pour les
personnes appartenant à la Caisse, en vertu de l'art. 2
des statuts, le jour où elles sont devenues membres de
la Caisse. Les personnes membres libres de la Caisse
(art 4 et 5 des statuts) n'ont pas droit à des secours,
s'ils tombent malades, avant les six semaines du jour de
leur admission.
Der Arbeitgeber ist befugt, an jedem
Löhnungstage
seinen versicherungspflichtigen Arbeitern
und Angestellten zwei Drittel des Betrages der für sie
entrichteten Beiträge, soweit ihr Antheil auf die Löhnungs-
periode entfällt, vom Lohne abzuhalten.
Streitigkeiten zwischen dem Arbeitgeber und den von ihm
beschäftigten Personen über die Berechnung und Anrech-
nung der Beiträge der letzteren werden von der Aufsichts-
behörde entschieden (Art. 42 des Gesetzes).
Sonstige Einnahmen der Kasse.
Der Arbeitgeber ist befugt, an jedem Löh-
nungstage seinen Versicherungspflichtigen Arbeitern zwei
Drittel des Betrages der für sie entrichteten Beiträge, so-
weit ihr Antheil auf die Löhnungsperiode entfällt, vom
Lohne abzuhalten.
Streitigkeiten zwischen dem Arbeitgeber und den von
ihm beschäftigten Personen über die Berechnung und
Anrechnung der Beiträge der letzteren werden von der
Aufsichtsbehörde entschieden. (Art. 42 des Ges.)
Sonstige Einnahmen der Kasse.
Ergiebt sich aus den Jahresabschlüssen, dass
die Einnahmen der Kasse zur Deckung ihrer Ausgaben,
einschliesslich der Rücklagen, zur Ansammlung und Er-
gänzung des Reservefonds nicht ausreichen, so müssen
die Kassenleistungen bis auf den Mindestbetrag des Art. 14
des Gesetzes gemindert und die Beiträge zu Lasten der
Versicherten bis auf 3 pCt. des durchschnittlichen (oder
wirklichen) täglichen Arbeitsverdienstes erhöht werden.
(Art. 47 des Gesetzes.)
Werden die Ausgaben auch dann noch durch die ge-
wöhnlichen Einnahmen nicht gedeckt, so haben die Arbeit-
geber die zur Deckung derselben erforderlichen Zuschüsse
aus eigenen Mitteln zu leisten, für welche Zuschüsse sie
auch bei späterem besserem Stand der Kasse keine Rück-
erstattung fordern können.
Ermässigung der Beitrage und Erhöhung der
Kassenleistungen.
Les membres qui cessent de gagner un sa-
laire après leur sortie de la Caisse, conservent pendant
leur chômage le droit au minimum des secours, mais
seulement pour un temps qui ne peut excéder celui de-
puis lequel ils sont membres de la Caisse et au plus
pour trois semaines.
Si, dans ces cas, les ayants-droit résident en dehors
du rayon de la Caisse, l'art. 53 de la loi du 31 juillet
1901 est applicable.
Distribution de secours.
Ausser etwaigen freiwilligen Zuwendungen
und den kraft gesetzlicher Bestimmung ihr zufallenden
Strafgeldern fliessen in die Kasse die vom Vorstand auf
Grund des Statuts verhängten Strafgelder, sowie dieje-
nigen Geldstrafen, die zur Deckung des der Brauerei zuge-
fügten Schadens erfolgt sind.
Besondere Rechte der Kasse.
Ausser etwaigen freiwilligen Zuwendungen
und den kraft gesetzlicher Bestimmungen ihr zufallenden
Strafgeldern fliessen in die Kasse die vom Vorstand au
Grund des Statuts verhängten Strafgelder, sowie diejeni-
gen, welche durch die für die Fabrik erlassene Arbeits-
ordnung vorgesehen sind, mit Ausnahme derjenigen
Geldstrafen, die zur Deckung des, der Fabrik zugefügten
Schadens erfolgt sind.
Besondere Rechte der Kasse.
Ergiebt sich aus den Jahresabschlüssen, dass
die Jahreseinnahmen die Jahresausgaben übersteigen, so
ist, falls der Reservefonds das Doppelte der jährlichen
Durchschnittsausgabe erreicht hat, entweder eine Er-
mässigung
der Beitrage oder eine Erhöhung der Kassen-
leistungen herbeizuführen.
Allgemeine Bestimmungen über Beitrage und
Kassenleistungen.
Pour le traitement gratuit des membres de
la Caisse et la fourniture des médicaments, la direction
concluera des conventions avee des médecins, des phar-
maciens et des hôpitaux, s'il y a moyen pour les der-
niers.
Ces conventions sont dressées en double et par écrit
et seront soumises à l'avis du Collège médical ; leur
durée ne pourra dépasser trois années.
Die Brauerei-Krankenkasse ist eine Anstalt
öffentlichen Nutzens und geniesst die durch Art. 13 des
Gesetzes zugestandenen Rechte.
Für alle von der Kasse eingegangenen Verbindlichkeiten
haltet den Gläubigern nur das Gemeinvermögen derselben.
Die den Unterstützungsberechtigten gegen die Kasse
zustehenden Forderungen können mit rechtlicher Wirkung
weder gepfändet, noch übertragen, noch verpfaädet, noch an-
derweit als auf ruckständige Beitrage aufgerechnet werden,
Kassenführung und Rechnungslage.
Die Fabrik-Krankenkasse ist eine Anstalt
öffentlichen Nutzens und geniesst die durch Art. 13 des
Gesetzes zugestandenen Rechte.
Für alle von der Kasse eingegangenen Verbindlichkeiten
haftet den Gläubigern nur das Gemeinvermögen der
selben.
Die den Unterstützungsberechtigten gegen die Kasse
zustehenden Forderungen können mit rechtlicher Wirkung
weder gepfändet, noch übertragen, noch verpfändet; noch
anderweitig als auf rückständige Beiträge aufgerechnet
werden.
Kassenführung und Rechnungstage.
Die Mitglieder sind der Kasse gegenüber
lediglich zu den durch dieses Statut festgestellten Beitragen
verpflichtet. Andere Beitrage dürfen von ihnen nicht er-
hoben werden.
Zu anderen Zwecken als den statutenmassigen Unter-
stützungen, der statutenmässigen Ansammlung und Er-
gänzung des Reservefonds und der Deckung der Verwal-
tungskosten dürfen Beitrage von den Versicherten nicht
erhoben werden und Verwendungen aus dem Vermögen
der Kasse nicht erfolgen.
Organe der Kasse.
Les sociétaires sont tenus d'observer les
règles relatives aux déclarations de maladie, à la con-
duite et au contrôle des malades, telles qu'elles ont été
édictées par l'assemblée générale, ainsi que les prescrip-
tions du médecin traitant. En cas de désobéissance, la
direction peut prononcer une amende d'ordre ne dé-
passant pas 20 fr.
Tout membre malade est tenu de se présenter au,
moins tous les huit jours en personne devant le méde-
cin traitant ; si le malade ne peut pas se déplacer, il
devra mettre le médecin au courant de son état de toute
autre façon ; il est obligé de se soumettre aux prescrip-
tions du médecin.
Der Arbeitgeber bestellt unter seiner Ver-
antwortlichkeit und auf seine Kosten einen Buchhalter,
welcher die gesammte Rechnungs- und Kassenführung
wahrzunehmen hat.
Die Einnahmen und Ausgaben der Kasse sind von
allen den Zwecken der Kasse fremden Vereinnahmungen
und Verausgabungen getrennt festzustellen ; ihre Bestande
sind gesondert zu verwahren.
Der Rechnungsführer hat ein Kassenbuch zu fuhren, in
das alle Einnahmen und Ausgaben der Kasse einzutragen
sind. Dasselbe muss stets auf dem Laufenden gehalten
sein, so dass zu jeder Zeit der Kassenstand festgestellt
werden kann.
Der Buchführer stellt ferner den jährlichen Rechnungs-
Abschluss und die vorgeschriebenen Uebersichten über
die Mitglieder, über Krankheits- und Sterbefalle, über die
vereinnahmten Beitrage und die geleisteten Unterstütz-
ungen auf, welche sammtlich vom Vorstand geprüft und
festgestellt, und dann der Aufsichtsbehörde eingereicht
werden.
Der Vorstand hat die vom Kassenführer aufgestellte
Jahresrechnung aufzustellen, mit allen Belagen dem Revi-
sionsausschuss zur Prufüng vorzulegen und spätestens bis
zum 1. April des nächsten Jahres die Abnahme der Jahres-
rechnung bei der Generalversammlung zu beantragen.
Der Arbeitgeber bestellt unter seiner Ver-
antwortlichkeit und auf seine Kosten einen Buchhalter,
welcher die gesammte Rechnungs- und Kassenführung
wahrzunehmen hat.
Die Einnahmen und Ausgaben der Kasse sind von allen
den Zwecken der Kasse fremden Vereinnahmungen und
Verausgabungen getrennt festzustellen ; ihre Bestände
sind gesondert zu verwahren.
Der Rechnungsführer hat ein Kassenbuch zu führen, in
das alle Einnahmen und Ausgaben der Kasse einzutragen
sind. Dasselbe muss stets auf dem Laufenden gehaltert
sein, so dass zu jeder Zeit der Kassenbestand festgestellt
werden kann.
Der Buchführer stellt ferner den jährlichen Rechnungs-
Abschluss und die vorgeschriebenen Uebersichten über
die Mitglieder, über Krankheits- und Sterbefälle, über
die vereinnahmten Beiträge und die geleisteten Unter-
stützungen auf, welche sämmtlich vom Vorstand geprüft
und festgestellt und dann der Aufsichtsbehörde einge-
reicht werden.
Der Vorstand hat die vom Kassenführer aufgestellte
Jahresrechnung aufzustellen, mit allen Belägen dam Re-
visionsausschuss (Art. 30 Nr. 1) zur Prüfung vorzulegen
und spätestens bis zum 1. April des nächsten Jahres die
Abnahme der Jahresrechnung bei der Generalversamm-
lung zu beantragen.
Organe der Kasse sind der Kassenvorstand
und die Generalversammlung.
Zusammensetzung des Kassenvorstandes.
Le paiement du secours en argent s'effec-
tue tous les quinze jours pour la période écoulée, sur
remise d'un certificat du médecin, indiquant le nombre
de jours de la semaine pendant lesquels le malade a été
incapable de travailler.
Si le samedi est un jour férié, le paiement aura déjà
lieu le dernier jour ouvrable précédant le samedi.
Le secours en argent est aussi à payer pour les jours
ouvrables de la semaine sur lesquels tombent des jours
de fête.
Le premier certificat de maladie indiquera en outre
le jour du début de la maladie; le dernier certificat
celui du retour à la validité.
Pour les sociétaires malades, traités dans un hospice,
le certificat de maladie est délivré par le médecin de
l'établissement
Le paiement du secours en argent se fera à l'assure.
En cas de traitement à l'hôpital, en exécution de l'art.
14 ce paiement peut être fait directement, selon les dé-
cisions de la direction de la Caisse à la famille de
l'assuré.
Cependant ceux des malades qui n'ont droit qu'au
quart de secours en argent, selon le même article, n'en
toucheront le montant qu'à leur sortie de l'hôpital.
Jeden Erkrankungsfall, welcher durch einen
nach dem Unfallversicherungsgesetze zu entschädigenden
Unfall herbeigeführt ist, hat der Kassenführer, sofern mit
dem Ablauf der vierten Woche der Krankheit die Erwerbs-
fähigkeit des Erkrankten noch nicht wieder hergestellt ist,
binnen einer Woche nach diesem Zeitpunkt dem Vorstande
der Unfall-Versicherungsgenossenschaft anzuzeigen.
Anlage der Krankengelder.
Jeden Erkrankungsfall, welcher durch einen,
nach dem Unfallversicherungsgesetze zu entschädigenden
Unfall herbeigeführt ist, hat der Kassenführer, sofern mit
dem Ablauf der vierten Woche der Krankheit die Erwerbs-
fähigkeit des Erkrankten noch nicht wiederhergestellt ist,
binnen einer Woche nach diesem Zeitpunkt dem Vor-
stande der Unfall-Versicherungsgenossenschaft
anzu-
zeigen.
Anlage der Kassengelder.
Organe der Kasse sind der Kassenvorstand
und die Generalversammlung.
Zusammensetzung des Kassenvorstandes.
Der Vorstand der Kasse besteht
a) aus dem Betriebsunternehmer oder dessen Vertreter,
als Vorsitzenden, und dem Kassenführer, welcher zugleich
Stellvertreter des Vorsitzenden ist ; letzterer wird vom
Unternehmer auf die Dauer von zwei Jahren ernannt ;
b) aus fünf, von der Generalversammlung ohne Mit-
wirkung der Vertreter des Unternehmers aus der Mitte
der stimmberechtigten Kassenmitglieder auf die Dauer
von zwei Jahren gewählten Beisitzern.
Sobald die für Rechnung der Mitglieder zu zahlenden
Beiträge fünf Siebentel der Gesammtbeitrage übersteigen,
ist bei der nächsten Wahl ein sechster Beisitzer und, so-
bald sie sechs Achtel übersteigen, ein siebenter Beisitzer
zu wählen.
Die Wahl der Beisitzer kann durch Akklamation er-
folgen, wenn im Schosse der Generalversammlung kein
Einwand erhoben wird. Andernfalls ist sie geheim und
erfolgt durch verdeckte Stimmzettel in der Weise, dass
jeder Wählende so viele Namen aufschreibt, als Vorstands-
mitglieder zu wählen sind. Gewählt sind diejenigen, welche
die meisten Stimmen hatten. Stimmen, welche auf nicht
Wählbare fallen oder die Gewählten nicht deutlich bezeich-
nen, werden nicht mitgezählt. Bei Stimmengleichheit ent-
scheidet das vom Vorsitzenden zu ziehende Loos.
Die Wahl wird vom Vorsitzenden des Vorstandes oder
von einem zu diesem Zwecke bestellten Vertreter geleitet.
Nur die' erste Wahl nach Errichtung der Kasse, sowie
spätere Wahlen, bei welchen ein Vorstand nicht vorhanden
ist, werden von einem Beauftragten der Aufsichtsbehörde
geleitet.
Jedes Jahr scheiden abwechselnd drei und resp. zwei Bei-
sitzer aus.. Die drei Beisitzer, welche am Ende des ersten
Kalenderjahres ausscheiden, werden durch das Loos be-
stimmt. Die Neuwähl findet im Dezember statt. Die Ge-
wählten treten ihr Amt am 1. Januar des folgenden Jahres
an. Bis zum Eintritt derselben haben die Ausscheidenden
ihr Amt weiter zu führen.
Scheiden mehr wie zwei Beisitzer vor Ablauf ihrer
Amtsdauer aus, so muss alsbald eine Generalversammlung
zur Ersatzwähl für alle ausgeschiedenen Beisitzer berufen
werden. Die Amtsdauer der Ersatzmänner erlischt mit
dem Jahre, mit welchem diejenige der ausgeschiedenen
Beisitzer erloschen sein würde.
Ueber jede Wahlverhandlung ist ein Protokoll aufzu-
nehmen.
Der Vorstand hat über jede Aenderung in seiner Zu-
sammensetzung und über das Ergebniss jeder Wahl der
Aufsichtsbehörde binnen einer Woche Anzeige zu erstatten.
Ist die Anzeige nicht erstattet, so kann die Aenderung
dritten Personen nur dann entgegengesetzt werden, wenn
bewiesen wird, dass sie letzteren bekannt war.
Rechte und Pflichten des Vorstandes.
Si le médecin traitant a des raisons de
supposer qu'il se trouve en présence d'un des cas spé-
cifiés à l'art. 17, mention en sera faite sur le certificat
de maladie.
Si la maladie est survenue par suite d'accident don-
nant lieu à indemnité, le médecin en fera mention dans
le certificat de maladie.
In der Kasse muss zur Deckung der laufenden
Ausgaben stets ein entsprechender Baarbestand vorhanden
sein, welcher jedoch der Regel nach den Betrag einer
Monatsausgabe nicht übersteigen darf. Die hierüber
hinausgehenden Bestande müssen auf den Namen der
Kasse nach Vorschrift des Art. 36 des Kranken-Versiche-
rungsgesetzes angelegt werden.
Reichen die Bestände nicht aus, um die laufenden Aus-
gaben der Kasse zu decken, so sind vom Arbeitgeber die
erforderlichen Vorschusse zu leisten, welche demselben aus
etwaigen späteren Ueberschussen erstattet werden.
Werthpapiere der Kasse, welche nicht lediglich zur
vorübergehenden Anlegung zeitweilig verfügbarer Betriebs-
gelder für die Kasse erworben werden, sind bei dem Gene-
raleinnehmer nach Art. 36 des Kranken-Versicherungs-
gesetzes niederzulegen. Die Niederlegungsscheine sind mit
den Kassenbeständen zu verwahren.
Reservefonds.
In der Kasse muss zur Deckung der laufenden
Ausgaben stets ein entsprechender Barbestand vorhanden
sein, welcher jedoch der Regel nach den Betrag einer
Monatsausgabe nicht übersteigen darf. Die hierüber hin-
ausgehenden Bestande müssen auf den Namen der Kasse
nach Vorschrift des Art. 36 des Kranken-Versicherungs-
gesetzes angelegt werden.
Reichen die Bestande nicht aus, um die laufenden Aus-
gaben der Kasse zu decken, so sind vom Arbeitgeber die
erforderlichen Vorschüsse zu leisten, welche ihm aus
etwaigen späteren Ueberschüssen wiedererstattet werden.
Werthpapiere der Kasse, welche nicht lediglich zur
vorübergehenden Anlegung zeitweilig verfügbarer Be-
triebsgelder für die Kasse erworben weiden, sind bei dem
Generaleinnehmer (Art. 36 des Kranken-Versicherungs-
gesetzes) niederzulegen. Die Niederlegungsscheine dar-
über sind mit den Kassenbeständen zu verwahren.
Reservefonds.
Der Kassenvorstand besteht
a) aus dem Betriebsunternehmer oder dessen Vertreter,
als Vorsitzenden, und dem Kassenführer, welcher zu-
gleich Vicepräsident ist ; letzterer wird vom Unternehmer
auf die Dauer von zwei Jahren genannt ;
b) aus fünf, von der Generalversammlung ohne Mit-
wirkung der Vertreter des Unternehmers aus der Mitte
der stimmberechtigten Kassenmitglieder auf die Dauer
von zwei Jahren gewählten Beisitzern.
Sobald die für Rechnung der Mitglieder zu zahlenden
Beiträge fünf Siebentel der Gesammtbeitrage übersteigen,
ist bei der nächsten Wahl ein sechster Beisitzer und, so-
bald sie sechs Achtel übersteigen, ein siebenter Beisitzer
zu wählen.
Die Wahl der Beisitzer kann durch Acclamation erfol-
gen, wenn im Schosse der Generalversammlung kein Ein-
wand erhoben wird. Andernfalls ist sie geheim und er-
folgt durch verdeckte Stimmzettel in der Weise, dass
jeder Wählende so viele Namen aufschreibt, als Vor-
standsmitglieder zu wählen sind. Gewählt sind diejenigen,
welche die meisten Stimmen erhalten. Stimmen, welche
auf nicht Wählbare fallen, oder die Gewählten nicht deut-
lich bezeichnen, werden nicht mitgezahlt. Bei Stimmen-
gleichheit entscheidet das vom Vorsitzenden zu ziehende
Loos.
Die Wahl wird vom Prasidenten des Vorstandes oder
von einem zu diesem Zwecke bestellten Vertreter geleitet.
Nur die erste Wahl nach Errichtung der Kasse, sowie
spätere Wahlen, hei welchen ein Vorstand nicht vorhan-
den ist, werden von einem Beauftragten der Aufsichtsbe-
Jedes Jahr scheiden abwechselnd drei und resp. zwei
Beisitzer aus. Die drei Beisitzer, welche am Ende des
ersten Kalenderjahres ausscheiden, werden durch das
Loos bestimmt. Die Neuwähl findet im Dezember stall.
Die Gewählten treten ihr Amt am 1. Januar des folgenden
Jahres an. Bis zum Eintritt derselben haben die Aus-
scheidenden ihr Amt weiter zu führen.
Scheiden mehr wie zwei Beisitzer vor Ablauf ihrer
Amtsdauer aus, so muss alsbald eine Generalversammlung
zur Ersatzwähl für alle ausgeschiedenen Beisitzer berufen
werden. Die Amtsdauer der Ersatzmänner erlischt mit
dem Jahre, mit welchem diejenige der ausgeschiedenen
Beisitzer erloschen sein würde.
Ueber jede Wahlversammlung ist ein Protokoll aufzu-
nehmen.
Der Vorstand hat über jede Aenderung in seiner Zu-
sammensetzung und über das Ergebnis jeder Wahl der
Aufsichtsbehörde binnen einer Woche Anzeige zu er-
statten.
Wird die Anzeige nicht erstattet, so kann die Aende-
rung dritten Personen gegenüber nur dann entgegen-
gesetzt werden, wenn bewiesen wird, dass sie letzteren
bekannt war.
Rechte und Pflichten des Vorstandes.
Der Vorstand vertritt die Kasse gerichtlich
und aussergerichtlich. Diese Vertretung erstreckt sich auf
diejenigen Geschafte und Rechtshandlungen, für welche
nach den Gesetzen eine Spezialvollmacht erforderlich ist
Verträge werden namens der Kasse von dem Vor-
sitzenden des Vorstandes und zwei Beisitzern vollzogen.
Bei allen übrigen Rechtsgeschaften und Erklarungen ver-
tritt der Vorsitzende den Vorstand nach aussen. Die Legi-
timation des Vorstandes oder seines Vorsitzenden bei
allen Rechtsgeschaften wird durch eine Bescheinigung
der Aufsichtsbehörde bewirkt.
Der Vorstand verwaltet alle Angelegenheiten der Kasse,
soweit dieselben nicht durch Gesetz oder Statut ausdrück-
lich der Generalversammlung übertragen sind.
Der Vorsitzende beruft den Vorstand, so oft dies die
Lage der Geschafte erfordert. Er muss den Vorstand
binnen zehn Tagen berufen, wenn zwei Beisitzer dies bean-
tragen. Die Berufung erfolgt durch Cirkular. Der Vor-
stand ist beschlussfähig, wenn der Vorsitzende oder der
Stellvertretende des Vorsitzenden und wenigstens drei Bei-
sitzer anwesend sind. Die Beschlüsse werden mit ein-
facher Stimmenmehrheit gefasst ; bei Stimmengleichheit
entscheidet der Vorsitzende. Die Beschlusse sind in einem
besondern Buche zu protokolliren.
Jedes Mitglied des. Vorstandes ist berechtigt, den Ge-
sundheitszustand der erkrankten Personen durch Besuche
bei denselben zu prüfen.
Desgleichen kann der Vorstand Krankenaufseher be-
stellen.
Die Vorstandsmitglieder versehen ihr Amt unentgeltlich.
— Sie haften der Kasse für pflichtgetreue Verwaltung
gemäss Art. 38 des Krankenversicherungsgesetzes,
Zusammensetzung der Generalversammlung.
Le secours aux femmes en couches est
payé pour la première fois le jour de la paie qui suit la
délivrance, contre présentation d'un certificat de l'of-
ficier de l'état civil, constatant la déclaration de la nais-
sance, et ensuite chaque jour de paie pour la période
écoulée.
Die Kasse hat einen Reservefonds im Min-
destbetrag der durchschnittlichen Jahresausgabe der
drei letzten Jahre anzusammeln und erforderlichen Falls
bis zu dieser Hohe zu ergänzen. So lange der Reservefonds
diesen Betrag nicht erreicht, ist demselben mindestens
ein Zehntel des Jahresbeitrages zuzuführen.
Erhöhung der Beiträge und Ermässigung
der Kassenleistungen.
Die Kasse hat einen Reservefonds im Min-
destbetrage der durchschnittlichen Jahresausgabe der
drei letzten Jahre anzusammeln und erforderlichenfalls
bis zu dieser Höhe zu ergänzen. So lange der Reserve-
fonds diesen Betrag nicht erreicht, ist demselben mindes-
tens ein Zehntel des Jahresbeitrages zuzuführen.
Ein Reservefonds zu Gunsten der Fabrik-Krankenkasse
wird mit dem Einverständnis der Generalversammlung
der beiheiligten Mitglieder aus dem Reservefonds der
bisherigen und nunmehr aufgelösten Kranken- und Unter-
stützungskasse der Sohlledergerberei F. Lambert zu Wiltz
in der Höhe von 400 Fr. entnommen.
Erhöhung der Beiträge und Ermässigung der
Kassenleistungen.
Die Generalversammlung besteht aus sammt-
lichen Kassenmitgliedern, welche grossjährig und im Be-
sitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind, mit Ausnahme
derjenigen, welche der Kasse auf Grund des Art. 3, 2
angehören, sowie aus zwei Vertretern des Arbeitgebers.
(Vgl. Art. 25 des Statuts.)
Jedes Kassenmitglied fuhrt eine Stimme. Die Vertreter
des Arbeitgebers führen eine Stimme für je zwei in den
Betrieben beschäftigte, Versicherungspflichtige und stimm-
berechtigte Mitglieder der Generalversammlung.
Geschäftsordnung der Generalversammlung.
Les frais d'enterrement seront remboursés
sur le montant de l'indemnité funéraire, à toute per-
sonne qui justifie avoir fait face aux frais d'inhumation
et qui produit l'acte de décès du sociétaire, délivré par
l'officier de l'état civil.
L'excédant, s'il y en a, sera versé au conjoint sur-
vivant, et, à défaut, aux plus proches héritiers. A dé-
faut de ceux-ci, l'excédent reste acquis à la Caisse.
Droits d'entrée.
Ergibt sich aus den Jahresabschlüssen, dass
die Jahreseinnahmen
die Jahresausgaben nicht über-
steigen und zwar einschliesslich der Rücklagen zur An-
sammlung und Ergänzung des Reservefonds oder nicht
ausreichen, so müssen die Kassenleistungen bis auf den
Mindestbetrag nach Art. 14 des Gesetzes gemindert und die
Beiträge zu Lasten der Versicherten bis auf 3 pCt. des
wirklichen Tagelohnes erhöht werden. (Art. 47 des Gesetzes.)
Sollten die Ausgaben auch dann noch nicht durch die ge-
wöhnlichen Einnahmen gedeckt werden, so haben die
Arbeitgeber die zur Deckung derselben erforderlichen Zu-
schüsse aus eigenen Mitteln zu leisten, für welche Zuschüsse
sie auch bei späterem besserem Bestande der Kasse keine
Rückerstattung fordern können.
Ermässigung der Beiträge und Erhöhung der Kassen-
leistungen.
Ergiebt sich aus den Jahresabschlüssen, dass
die Einnahmen der Kasse zur Deckung ihrer Ausgaben,
einschliesslich der Rücklagen, zur Ansammlung und Er-
gänzung des Reservefonds nicht ausreichen, so müssen
die Kassenleistungen bis auf den Mindestbetrag des Art.
14 des Gesetzes gemindert und die Beiträge zu Lasten der
Versicherten bis auf 3 pCt. des wirklichen Tagelohnes
erhört werden. (Art. 47 des Gesetzes.)
Werden die Ausgaben auch dann noch durch die ge-
wöhnlichen Einnahmen nicht gedeckt, so haben die Ar-
beitgeber
zur Deckung derselben erforderlichen Zu-
schüsse aus eigenen Mitteln zu leisten, für welche Zu-
schüsse sie auch bei späterem besseren Stand der Kasse
keine Rückerstattung fordern können.
Ermässigung der Beitrage und Erhöhung der
Kassenleistungen.
Die Generalversammlung wird vom Vorstande
unter Angabe der Verhandlungsgegenstande durch einen
mindestens drei Tage vorher zu bewirkenden Anschlag in
den Betrieben berufen.
Ordentliche Generalversammlungen finden statt
1. im Dezember jeden Jahres zur Vornahme der Wahl
des Revisionsausschusses und der theilweisen Neuwählen
für den Vorstand ;
2. im April jeden Jahres zur Beschlussfassung über die
Abnahme der Jahresrechnung.
Ausserordentliche Generalversammlungen
beruft der
Vorstand nach Bedurfnis. Die Berufung der Generalver-
sammlung muss binnen drei Wochen erfolgen, wenn der
zehnte Theil ihrer Mitglieder es beantragt.
Jede vorschriftsmässig berufene Generalversammlung
ist beschlussfähig.
Die Leitung der Generalversammlung steht dem Ver-
treter des Arbeitgebers zu.
Beschlusse der Generalversammlung werden, soweit für
einzelne Gegenstande durch dieses Statut nicht etwas an-
deres bestimmt ist, mit einfacher Stimmenmehrheit der
in der Versammlung vertretenen Stimmen gefasst. Bei
(Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
Weitere Rechte und Pflichten der Generalversammlung.
Un droit d'entrée s'élevant à un franc ne
sera perçu que sur ceux des nouveaux membres qui
durant les treize semaines précédant leur entrée, n'ont
fait partie d'aucune caisse de secours en cas de maladie.
Le droit d'entrée est payable par le nouveau membre
à l'époque de l'échéance de la première cotisation cou-
rante.
Cotisations courantes.
Ergiebt sich aus dem Jahresabschluss, dass
die Jahreseinnahmen die Jahresausgaben übersteigen, so
ist, falls der Reservefonds das Doppelte der jährlichen
Durchschnittsausgabe erreicht hat, entweder eine Ermäs-
sigung der Beiträge oder eine Erhöhung der Kassenleis-
tungen herbeizuführen.
Allgemeine Bestimmungen über Beiträge und Kassen-
leistungen.
Ergiebt sich aus den Jahresabschlüssen dass
die Jahreseinnahmen die Jahresausgaben übersteigen, so
ist, falls der Reservefonds das Doppelte der jährlichen
Durchschnittsausgabe erreicht hat, entweder eine Ermäs-
sigung der Beitrage oder eine Erhöhung der Kassen-
leistungen herbeizuführen
Allgemeine Bestimmungen über Beiträge und
Kassenleistungen.
Ausser den von der General-Versammlung
vorzunehmenden Wahlen zum Vorstande liegen ihr ob
1. Abnahme der Jahresrechnung und die Wahl eines
Revisionsausschusses von drei Personen, welche nicht
Kassenmitglieder zu sein brauchen, zur Prüfung der
Jahresrechnung ;
2. Beschlussnahme über die Verfolgung von Ansprüchen,
welche der Kasse gegen Vorstandsmitglieder aus deren
Amtsführung erwachsen, und die Wahl der damit zu be-
auftragenden Personen ;
3. Regelung der freien ärztlichen Behandlung und der
freien Lieferung von Arzneien nach Anhörung des Medi-
zinalkollegiums ;
4. Beschlussnahme über Abänderung des Statuts,
namentlich auch über Abänderung der Unterstützungen
und der Beitrage, soweit sie nicht statutenmassig in Form
einer veränderten Festsetzung der durchschnittlichen
Tagelohne eintreten ;
5. Beschlussnahme über Antrage des Arbeitgebers auf
Auflosung der Kasse.
Bei der Beschlussnahme und bei den Wahlen zu 1 und 2
ruhen die Stimmen des Vertreters des Arbeitgebers. Die
Verhandlungen werden in Abwesenheit der Vertreter des
Arbeitgebers von einem von der Generalversammlung aus
ihrer Mitte zu wählenden Vorsitzenden geleitet.
Im Uebrigen finden auf die Vornahme dieser Wahlen
die Bestimmungen im Art. 25 Anwendung.
Die Auflosung der Kasse kann nur mit zwei Drittel der
vertretenen Stimmen beschlossen werden.
Streitigkeiten und Beschwerden.
Les cotisations hebdomadaires s'élèvent
1° pour les membres de la 1re classe à fr. 0,37½,
2° pour les membres de la 2e classe à fr. 0,30 ;
3° pour les membres de la 3e classe à fr. 0,22½.
La semaine commence le lundi et finit le dimanche
inclusivement.
Les cotisations hebdomadaires restent pour les deux
tiers à la charge des membres de la caisse et pour un
tiers à la charge des patrons.
Payement des cotisations.
Die Mitglieder sind der Kasse gegenüber
lediglich zu den durch dieses Statut festgestellten Beiträgen
verpflichtet. Andere Beiträge dürfen von denselben nicht
erhoben werden.
Zu anderen Zwecken als den statutenmässigen Unter-
stützungen, der statutenmassigen Ansammlung und Ergän-
zung des Reservefonds und der Deckung der Verwaltungs-
kosten dürfen Beiträge von den Versicherten nicht erhoben
werden, und Verwendungen aus dem Vermögen der Kasse
nicht erfolgen.
Organe der Kasse.
Die Mitglieder sind der Kasse gegenüber
lediglich zu den durch dieses Statut festgestellten Bei-
trägen verpflichtet. Andere Beitrage dürfen von ihnen
nicht erhoben werden.
Zu anderen Zwecken als den statutenmässigen Unter-
stützungen, der statutenmassigen Ansammlung und Er-
gänzung des Reservefonds, und der Deckung der Verwal-
tungskosten, dürfen Beiträge von den Versicherten nicht
erhoben werden, und Verwendungen aus dem Vermögen
der Kasse nicht erfolgen.
Organe der Kasse.
Alle Beschwerden über Unterstutzungszu-
wendungen sind schriftlich an den Vorstand zu richten,
welcher an erster Stelle darüber zu entscheiden hat.
Im Uebrigen wird nach den im Art. 42 des Kranken-
Versicherungsgesetzes erlassenen Vorschriften verfahren.
Beschwerden gegen Entscheide der Aufsichtsbehörde
über Verhangung von Ordnungsstrafen sowie die Be-
schwerden auf dem Verwaltungswege sind gemäss Art. 34
des Kranken-Versicherungsgesetzes zu behandeln.
Ist die Kasse gesinnt, von dem ihr zustehenden Rechte,
Beschwerde gegen eine Entscheidung der Regierung ein-
zulegen, Gebrauch zu machen (Art. 26 § 3 und Art. 43 § 2
des Kranken-Versicherungsgesetzes), so hat die General-
versammlung hierüber in der gewöhnlichen Form einen
Beschluss zu fassen und den Vorstand oder ein oder
mehrere Mitglieder desselben mit diesem Auftrag zu be-
trauen.
74d
Beaufsichtigung der Kasse und Inkrafttretung.
Chaque jour de paye le patron verse entre
les mains du caissier et sans frais pour la caisse, pour
les termes de paye expirés, les cotisations dues par les
assurés soumis à l'obligation de l'assurance, occupés
dans la fabrique. Les autres assurés versent leurs co-
tisations sans frais, et les mêmes jours au caissier.
Pour ceux qui deviennent membres de la caisse au
cours d'une période de paye, les cotisations dues pour
cette période et calculées jour par jour sont à payer
au jour de paye suivant.
Le droit d'entrée est à verser avec la première coti-
sation courante.
Aucune cotisation n'est payée pour la période d'inca-
pacité de travail.
Relativement aux cotisations à payer, chaque semaine
d'une période de paye sera comptée à raison de six
jours de travail, sans égard aux jours de fête, tandis que
les jours ouvrables pendant lesquels la fabrique n'a pas
marché, ne seront pas mis en compte.
Organe der Kasse sind der Kassenvorstand
und die Generalversammlung.
Zusammensetzung des Kassenvorstandes.
Die Aufsicht über die Kasse wird unter
Oberaufsicht der Regierung von dem hierzu delegierten
Gewerbeinspektor wahrgenommen.
Gegenwärtiges Statut ist von der Firma Gebrüder
Stumm in Neunkirchen, nach Anhörung der in ihren Be-
trieben zu Obercorn beschäftigten Personen aufgestellt
worden.
Dasselbe tritt mit dem künftigen 1. Dezember 1902
in Kraft.
Avis. — Jury d'examen.
Le jury d'examen pour la médecine, com-
posé des docteurs en médecine, en chirurgie et
en accouchement, MM. Fonck de Luxembourg,
président ; Flesch de Rumelange, Klein de Mon-
dorf-les-Bains, P. Metzler d'Esch-sur-Alzette,
membres, et Praum de Luxembourg, membre-
secrétaire, se réunira en session ordinaire du
16 octobre et. au 5 novembre prochain, dans
la salle des séances du Collège médical à Lu-
xembourg, à l'effet de procéder à l'examen de
MM. Félix Hess de Bettembourg, et Henri Tour-
neur de Diekirch, récipiendaires pour la candi-
dature en médecine ; M. Victor Biever de Ro-
dange, récipiendaire pour le doctorat en méde-
cine ; M. Camille Pesch de Mondercange, réci-
piendaire pour le doctorat en chirurgie ; MM.
Martin Herriges et Auguste Razen de Luxem-
bourg, récipiendaires pour les doctorats en
chirurgie et en accouchement.
L'époque des examens est fixée comme suit
jeudi, 16 octobre, de 9 heures du matin à
midi et de 3 à 6 heures du soir, examen écrit
pour la candidature et les doctorats en méde-
cine et en chirurgie; vendredi, 17 octobre, à
2½ heures, examen oral et pratique de M.
Hess ; lundi, 20 octobre, à 2½ heures, examen
oral et pratique de M. Tourneur ; mardi, 21
octobre, à 2½ heures, examen oral de M.
Biever; mercredi, 22 octobre, à 3 heures,
examen pratique de M. Biever; vendredi,
24 octobre, à 2½ heures, examen oral de M.
Herriges ; samedi, 25 octobre, à 2½ heures,
examen oral de M. Pesch ; lundi, 27 octobre, à
2½ heures, examen oral de M. Razen ; mer-
credi, 29 octobre, à 3 heures, examen pra-
tique de MM. Herriges, Pesch et Razen ; jeudi,
30 octobre, de 2 ½ à 6½ heures, examen écrit
pour le doctorat en accouchement ; lundi, 3
Bekanntmachung. — Prüfungsjury.
Die Prüfungsjury für die Medizin, bestehend
aus den Doktoren der Medizin, Chirurgie und
Geburtshilfe, HH. Fonck aus Luxemburg, Prä-
sident, Flesch aus Rümelingen, Klein aus
Bad-Mondorf, P. Metzler aus Esch a. d. Alz.,
Mitglieder, und Praum zu Luxemburg, Mit-
glied-Sekretär, wird in ordentlicher Sitzung vom
16. Oktober ct. bis zum 5. November k. im
Sitzungssaale des Medizinal-Collegiums zu Luxem-
burg zusammentreten, behufs Prüfung der HH.
Felix Heß aus Bettemburg, und Heinrich Tour-
neur aus Diekirch, Recipienden für die Kandi-
datur der Medizin; Viktor Biever aus Rodin-
gen, Recipiend für das Doktorat der Medizin;
Camille Pesch aus Monnerich, Recipiend für
das Doktorat der Chirurgie; Martin Herriges
und August Razen aus Luxemburg, Recipien-
den für die Doktorate der Chirurgie und Geburts-
hilfe.
Die Prüfungen sind festgesetzt wie folgt: Don-
nerstag, 16. Oktober, von 9 Uhr Morgens bis
Mittag und von 3 bis 6 Uhr Nachmittags, schrift-
liche Prüfung für die Kandidatur und die Dok-
torate der Medizin und Chirurgie; Freitag, 17.
Oktober, um 2½ Uhr, mündliche und praktische
Prüfung des Hrn. Heß; Montag, 20. Oktober,
um 2½ Uhr, mündliche und praktische Prüfung
des Hrn.
Tourneur;
Dienstag, 21. Oktober,
um 2½ Uhr, mündliche Prüfung des Hrn. Biever;
Mittwoch. 22. Oktober, um 3 Uhr, praktische
Prüfung des Hrn. Biever; Freitag, 24. Oktober,
um 2½ Uhr, mündliche Prüfung des Hrn.
Her-
riges;
Samstag, 25. Oktober, um 2½ Uhr,
mündliche Prüfung des Hrn. Pesch; Montag,
27. Oktober, um 2½ Uhr, mündliche Prüfung des
Hrn. R a z e n ; Mittwoch, 29. Oktober, um 3
Uhr, praktische Prüfung der HH.
Herriges,
Pesch und Razen; Donnerstag, 30. Oktober,
novembre, à 2½ heures, examen oral et pratique
de M. Herriges ; mercredi, 5 novembre, à 2½
heures, examen oral et pratique de M. Razen.
Luxembourg, le 7 octobre 1902.
Le Directeur général des finances,
M. MONGENAST.
Avis. — Jury d'examen.
Le jury d'examen pour la médecine vétéri-
naire, composé des médecins-vétérinaires MM.
Charles Siegen de Luxembourg, président; Cons-
tant Wolff de Diekirch, Jules Diederich de Lu-
xembourg, Nicolas Ries d'Ettelbruck, membres,
et J.-Aug. Neyen de Remich, membre-secré-
taire, se réunira en session ordinaire du 15 au
22 octobre ct., au local de la Commission d'agri-
culture à Luxembourg, pour procéder à l'exa-
men de MM. Martin Arens de Hosingen, Charles
Decker d'Echternach, Emile Moutrier de Ber-
trange et Martin Peters de Hosingen, récipien-
daires pour la candidature en médecine-vété-
rinaire.
L'examen écrit pour tous les récipiendaires
est fixé au mercredi, 15 octobre, de 9 heures
du matin à midi et de 2 à 5 heures de relevée.
Les examens oraux auront lieu dans l'ordre
suivant: celui de M. Arens, le jeudi, 16 octobre;
celui de M, Decker, le samedi, 18 octobre ; celui
de M. Moutrier, le lundi, 20 octobre, et celui
de M. Peters, le mercredi, 22 octobre, chaque
fois à 2 heures de relevée.
Luxembourg, le 7 octobre 1902.
Le Directeur général des finances,
M .
MONGENAST.
Avis, - Jury d'examen.
Le jury d'examen pour le droit se réunira
en session ordinaire du 18 octobre ct. au 3 dé-
cembre prochain, dans une des salles du palais
von 2½ bis 6½ Uhr Nachmittags, schriftliche Prü-
fung für das Doktorat der Geburtshilfe; Mon-
tag, 3. November, um 2½ Uhr, mündliche und
praktische Prüfung
des Hrn
Herriges;
Mittwoch, 5. November, um 2½ Uhr, mündliche
und praktische Prüfung des Hin. Razen.
Luxemburg, den 7. Oktober 1902.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Bekanntmachung. — Prüfungsjury.
Die Prüfungsjury für die Thierarzneikunde
bestehend aus den Thierärzten HH. Karl Siegen
aus Luxemburg, Präsident; C. Wolff aus Die-
kirch; J. Diederich
aus Luxemburg ; Nik.
Ries aus Ettelbrück, Mitglieder, und J. N. Neyen
aus Remich, Mitglied-Sekretär, wird in ordent-
licher Sitzung vom 15. auf den 22. Oktober c.
im Sitzungssaal der Ackerbaukommission zu Lu-
xemburg zusammentreten behufs Prüfung der Hü.
Martin A r e n s aus Hosingen, Karl Decker
aus Echternach, Emil
Moutrier
aus Bar-
tringen und Martin P e t e r s aus Hosingen,
Recipienden für die Candidatur der Thierarznei-
kunde.
Die schriftliche Prüfung für alle Recipienden
ist festgesetzt auf Mittwoch, den 15. Oktober, von
9 Uhr Morgens bis Mittag und von 2 bis 5
Uhr Nachmittags.
Die mündlichen Prüfungen finden statt wie
folgt: für Hrn.
Arens,
am Donnerstag, 16.
Oktober; für Hrn. Decker, am Samstag, 18.
Oktober; für Hrn.
Moutrier,
am Montag,
20. Oktober, und für Hrn.
Peters,
am Mitt-
woch, den 22. Oktober, jedesmal um 2 Uhr Nach-
mittags.
Luxemburg, den 7. Oktober 1902.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Bekanntmachung. — Prüfungsjury.
Die Prüfungsjury für das Rechtsstudium wird
in ordentlicher Sitzung vom 18. Oktober auf den
3. Dezember k. in einem der Säle des Justizpalastes
de justice à Luxembourg, à l'effet de procéder
à l'examen de MM. Edouard Jaaques d'Arsdorf,
Jules Klensch de Luxembourg, Gustave-Adolphe
Liesch de Luxembourg, Edmond Reiffers d'U-
seldange, Victor Salentiny d'Ettelbruck, et Ar-
mand Stumper de Luxembourg, récipiendaires
pour la candidature en droit ; Jean Beck de
Diekirch, Robert Frauenberg de
Diekirch,
Maurice Kohn de Diekirch, François Mauritius
de Bech-Kleinmacher, Max Metz d'Esch-s./Alz.,
Marcel
Noppeney
de
Luxembourg, Emile
Schlesser de Bettborn, et Jean-Pierre Stolper
de Weicherdange, récipiendaires pour le pre-
mier examen du doctorat en droit ; Edouard
Feyden de Luxembourg, Edouard Ferrant de
Luxembourg, Grégoire Schroell de Rumelange
et Gustave de Ziegler de Luxembourg, réci-
piendaires pour le deuxième doctorat en droit.
Les différents examens sont fixés comme
suit
a) Pour la candidature — l'examen écrit aura
lieu pour tous les récipiendaires le samedi,
18 octobre de 8 ½ heures du matin à midi
et de 3 à 6 heures du soir.
Les examens oraux sont fixés aux dates ci-
après ; pour M. Jaaques, au lundi, 20 octobre,
pour M. Klensch, au mardi, 21 octobre ; pour
M. Liesch, au mercredi, 22 octobre ; pour
M. Reiffers, au samedi, 25 octobre ; pour
M. Salentiny, au lundi, 27 octobre ; pour
M. Stumper, au mardi, 28 octobre, chaque l'ois
à 3 heures de relevée.
b) Pour le premier doctorat — l'examen écrit
est fixé pour tous les récipiendaires au mer-
credi , 29 octobre, de 8 ½ heures du matin à
midi et de 3 à 6 heures du soir.
Les examens oraux auront lieu dans l'ordre
suivant : pour M. Bech, le samedi, 8 novembre;
pour M. Frauenberg, le lundi, 10 novembre ;
pour M. Kohn, le mercredi, 12 novembre ;
pour M. Mauritius, le samedi, 15 novembre ;
pour M. Metz. Le lundi, 17 novembre ; pour
M. Noppeney, le mardi, 18 novembre ; pour
M. Schlesser, le mercredi, 19 novembre, et pour
zu Luxemburg zusammentreten, behufs Prüfung,
der HH. Eduard Jaaques aus Aisdorf, Julius
Klensch aus Luxemburg, Gust. Adolph Liesch
aus Luxemburg, Edmund
Reiffers
aus Usel-
dingen, Viktor
Salentiny
aus Ettelbrück, und
Armand Stümper aus Luxemburg, Recipienden
für die Candidatur des Rechtsstudiums; Johann
Bech aus Diekirch, Robert Frauenberg aus-
Diekirch, Mauritius Kohn aus Diekirch, Franz
Mauritius
aus Bech-Kleinmacher, Max Metz
aus Esch a. d. Alz., Marcel
Noppeney
aus
Luxemburg, Emil Schlesser aus Bettborn, und
Joh. Peter
Stolper
aus Weicherdingen, Reci-
pienden für das erste Doktoratsexamen; Eduard
Feyden
aus Luxemburg; Eduard
Ferrant
aus Luxemburg, Gregor
Schröll
aus Rüme-
lingen, und Gustav v.
ZiegIer
aus Luxemburg,
Recipienden für das zweite Doktoratsexamen.
Die verschiedenen Prüfungen sind festgesetzt wie
folgt
a) Für die Candidatur — die schriftliche Prü-
fung findet für alle Recipienden am Samstag,
18. Oktober k., von 8½ Morgens bis Mittag!
und von 3 bis 6 Uhr Nachmittags statt.
Die mündlichen Prüfungen sind folgendermaßen
festgesetzt: für Hrn.
Jaaques,
am Montag,.
20. Oktober; für Hrn. Klensch, am Dienstag,
21. Oktober; für Hrn. Liesch, am Mittwoch.
22. Oktober; für Hrn. Reiffers, am Samstag,
25. Oktober; für Hrn.
Salentiny,
am Mon-
tag, 27. Oktober; für
Hrn.
Stümper,
am
Dienstag, 28. Oktober, jedesmal um 3 Uhr Nach-
mittags.
b) Für das erste Doktoratsexamen — die schrift-
liche Prüfung findet für alle Recipienden am
Mittwoch, 29. Oktober, von 8½ Morgens bis
Mittag und von 3 bis 6 Uhr Nachmittags statt.
Die mündlichen Prüfungen sind festgesetzt wie
folgt: für Hrn. Bech, am Samstag, 8. No-
vember ; für Hrn.
Frauenberg,
am Montag,
10. November; für Hrn. Kohn, am Mittwoch.
12. November; für Hrn.
Mauritius,
am
Samstag, 15. November; für Hrn. Metz, am
Montag, 17. November; für Hrn.
Noppeney,
am Dienstag, 18. November; für Hrn. Schlesser
M. Stolper, le samedi, 22 novembre, chaque
fois à heures de relevée.
c) Pour le second doctorat — l'examen écrit
est fixé pour tous les récipiendaires au lundi,
24 novembre, de 8 ½ heures du matin à midi,
et de 3 à 6 heures du soir.
Les examens oraux auront lieu comme suit
pour M. Feyden, le mercredi, 26 novembre ;
pour M. Ferrant, le samedi, 29 novembre ;
pour M. Schroell, le lundi, 1er décembre, et pour
M. de Ziegler, le mercredi, 3 décembre, chaque
fois à 3 heures de relevée.
Le jury d'examen sera composé comme suit
A. Pour la candidature et le second doctorat
en droit : de MM. Thorn, procureur général
d'Etat, président ; C. Velter, procureur d'État
près le tribunal d'arrondissement, Ad. Schmit
et Th. Risch, avocats-avoués, membres, et
P. Ulveling, président du tribunal d'arrondisse-
ment à Luxembourg, membre-secrétaire.
B. Pour le premier doctorat en droit : de
MM. Thorn, procureur général d'Etat, prési-
dent ; E. Arendt, conseiller à la cour supé-
rieure de justice, C. Velter, procureur d'Etat,
et Th. Risch avocat-avoué, membres, et P.
Ulveling, président du tribunal d'arrondisse-
ment à Luxembourg, membre secrétaire.
Luxembourg, le 8 octobre 1902.
Le Directeur général des finances,
M. MONGENAST.
Avis. — Jury d'examen.
Le jury d'examen pour les sciences naturelles,
composé de MM. Mullendorff, directeur du gym-
nase de Diekirch, président; de Waha, d'Huardt,
Faber, professeurs à l'Ecole industrielle et com-
merciale, membres, et Klein, professeur au
gymnase de Diekirch, membre-secrétaire, se
réunira en session ordinaire du 21 au 31 octobre
dans une des salles de l'Ecole industrielle et
commerciale, pour procéder à l'examen de MM.
am Mittwoch, 19. November; für Hrn. Stolper,
am Samstag, 22 November, jedesmal um 3 Uhr
Nachmittags.
c) Für das zweite Doktoratsexamen— die schrift-
liche Prüfung findet für alle Recipienden am
Montag, 24. November, von 8½ Uhr Morgens
bis Mittag und von 3 bis 6 Uhr Nachmittags
statt.
Die mündlichen Prüfungen sind festgesetzt wie
folgt: für Hrn. Feyden, am Mittwoch, 26. No-
vember; für Hrn.
Ferrant,
am Samstag,
29. November; für Hrn.
Schröll,
am Mon-
tag, 1. Dezember; für Hrn. v
Ziegler,
am
Mittwoch, 3 Dezember, jedesmal um 3 Uhr
Nachmittags.
Die Prüfungsjury ist zusammengesetzt
A. Für die Candidatur und das zweite Dok-
torat : ans den HH Thorn, Ober-Staatsanwalt,
Präsident; C.
Velter,
Staatsanwalt beim Be-
zirksgericht; Ad. Schmit und Th. Risch,
Advokat-Anwälte, Mitglieder, und Paul
Ulve-
ling,
Präsident des Bezirksgerichtes zu Luxem-
burg, Mitglied-Sekretär;
B. Für das erste Doktorat : aus den HH.
Thorn,
Ober Staatsanwalt, Präsident; Ernst
Arendt,
Obergerichtsrath;
C.
Velter,
Staatsanwalt, und Th. Risch, Advokat-Anwalt,
Mitglieder, und P.
Ulveling,
Präsident des
Bezirksgerichtes, Mitglied-Sekretär.
Luxemburg, den 8. Oktober 1902.
Der General-Director der Finanzen,
Mi Mongenast.
Bekanntmachung. — Prüfungsjury.
Die Prüfungsjury für die Naturwissenschaften,
bestehend aus den HH.
Müllendorff,
Direk-
tor des Gymnasiums zu Diekirch, Präsident; de
W a h a , d'Huart und F a b e r , Professoren
an der Industrie- und Handelsschule, Mitglieder,
und Klein, Professor am Gymnasium zu Die-
kirch, Mitglied-Sekretär, wird in ordentlicher
Sitzung vom 21. Oktober bis zum 31. desselben
Monats, in einem der Säle der Industrie- und
J.-P. Momper de Mondercange, Jules Schanen
de Hollerich, Victor Sturm d'Esch-sur-l'Alzette,
et Albert Weyrich de Livange, récipiendaires
pour la première candidature en sciences natu-
relles; Louis Baldauff d'Echternach, Auguste
Faber de Luxembourg et Ern. Lamborelle de
Vianden, récipiendaires pour la seconde candi-
dature en sciences naturelles ; Joseph Robert de
Trintange, récipiendaire pour le doctorat en
sciences naturelles ; Henri Fixmer de Branden-
bourg, Prosper Hüberty de Wiltz, et Eug. Klein
de Luxembourg, récipiendaires pour la candi-
dature en pharmacie.
L'examen par écrit est fixé pour tous les réci-
piendaires au mardi, 21 octobre, de 9 heures
du matin à midi, et de 3 à 6 heures du soir.
L'examen oral est fixé comme suit : pour M.
Momper, au jeudi, 23 octobre, à 2 heures de re-
levée ; pour M Fixmer, au jeudi, 23 octobre,
à 5 heures de relevée ; pour M. Schanen, au
vendredi, 24 octobre, à 4 heures de relevée ;
pour M. Sturm, au samedi, 25 octobre, à 4 heures
de relevée- ; pour M. Weyrich, au lundi, 27 oc-
tobre, à 4 heures de relevée; pour M. Baldauff,
au mardi, 28 octobre, à 2 heures de relevée ;
pour M. Hüberty, au mardi, 28 octobre, à 5
heures de relevée ; pour M. Faber, au mer-
credi, 29 octobre, à 4 heures de relevée ; pour
M. Lamborelle, au jeudi, 30 octobre, à 2 heures
de relevée ; pour M. Klein, au jeudi, 30 octobre,
à 5 heures de relevée ; pour M. Robert, au ven-
dredi, 31 octobre, à 4 heures de relevée.
Luxembourg, le 11 octobre 1902.
Le Directeur général des finances,
M . MONGENAST.
Handelsschule zusammentreten, behufs Prüfung
der HH. J. P.
Momper
aus Monnerich, Jul.
S c h a n e n aus Hollerich, Victor
Sturm
aus
Esch a. d. Alzette, und Alb. Weyrich aus Li-
vingen, Recipienden für die erste Candidatur
der Naturwissenschaften; Ludw.
Baldauff
aus Echternach, Aug. Faber aus Luxemburg,
und Ern.
Lamborelle
aus Vianden, Reci-
pienden für die zweite Candidatur in den Natur-
wissenschaften; Jos.
Robert
aus Trintingen,
Recipiend für das Doktorat in den Naturwissen-
schaften ; Heinr.
Firmer
aus Brandenburg,
Prosp.
Hüberty
aus Wiltz, und Eug.
Klein
aus Luxemburg, Recipienden für die Candidatur
der Pharmazeutik.
Die schriftliche Prüfung ist für alle Recipien-
den auf Dienstag, den 21. Oktober von 9 Uhr
Morgens bis Mittag, und von 3 bis 6 Uhr Nach-
mittags festgesetzt.
Die mündliche Prüfung findet statt, wie folgt
für Hrn.
Momper,
Donnerstag, den 23 Ok-
tober, um 2 Uhr Nachmittags; für Hrn Fix-
mer, am 23. Oktober, um 5 Uhr Nachmittags;
für Hrn. Schanen, am Freitag, den 24. Okto-
ber, um 4 Uhr Nachmittags; für Hrn.
Sturm,
am Samstag, den 25. Oktober, um 4 Uhr Nach-
mittags ; für Hrn.
Weyrich,
am Montag, den
27. Oktober, um 4 Uhr Nachmittags; für Hrn.
Baldauff,
am Dienstag, den 28. Oktober,
um 2 Uhr Nachmittags; für Hrn.
Hüberty,
am Dienstag, den 28. Oktober, um 5 Uhr Nach-
mittags; für Hrn.
Faber,
am Mittwoch, den
29. Oktober, um 4 Uhr Nachmittags; für Hrn.
Lamborelle,
am Donnerstag, den 30. Ok-
tober, um 2 Uhr Nachmittags; für Hrn.
Klein,
am Donnerstag, den 30. Oktober, um 5 Uhr
Nachmittags; für Hrn
Robert,
am Freitag,
den 31. Oktober, um 4 Uhr Nachmittags.
Luxemburg, den 11. Oktober 1902.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Avis. — Expropriation pour cause d'utilité publique.
Suivant exploit de l'huissier Hommel de Mersch, en date du 2 octobre 1902, signifié à la requête de l'adminis-
tration communale de Dudelange, représentée par le collège de ses bourgmestre et échevins, composé de MM.
Jean Nilles, propriétaire, bourgmestre, Auguste Aschmann, ingénieur, et Jean Reis, cultivateur, ces deux derniers
échevins, tous les trois demeurant à Dudelange, pour laquelle requérante est constitué et occupera Me Adolphe
Schmit, avocat-avoué, demeurant à Luxembourg,
Notification a été faite à Nicolas Klepper, boucher, demeurant à Dudelange,
Que suivant arrêté grand-ducal, en date du 11 août 1902, la création d'une place publique à Dudelange au lieu
dit « ancienne église » a été déclarée d'utilité publique ;
Que par arrêté de M. le Directeur général des travaux publics, en date du 20 août 1902, les parcelles néces-
saires à la création de la dite place ont été déclarées cessibles pour cause d'utilité publique ;
Que les dits arrêtés ainsi que le plan indicatif des parcelles à exproprier, ensemble les pièces de l'instruction
administrative ont été déposés au greffe du tribunal d'arrondissement de et à Luxembourg, où le signifié pourra
en prendre connaissance ;
Qu'au nombre des terrains à emprendre pour la création de la place en question figure : une parcelle de
terrain sur laquelle se trouve érigée une remise avec hangard, sise dans le village de Dudelange, à proximité des
maisons Simon resp. Graas, comprise d'un côté entre la propriété du sieur Klepper, préqualifié, et de l'autre le
chemin communal, aboutissant en haut sur l'ancien cimetière et en bas sur la place communale n° 64 du cadastre,
d'une contenance de 39 centiares emprise eu totalité;
Que la requérante offre au signifié pour l'indemniser du chef de l'expropriation de la parcelle de terrain ci-
dessus désignée a) 40 francs par centiare, faisant pour les 30 centiares empris la somme de 1560 francs, b) la
somme de 300 francs représentant ta valeur de la remise avec hangard élevée sur le dit emplacement.
Par le même exploit, il a été donné assignation au signifié de comparaître le lundi, 20 octobre 1902, à 9 heures
du matin, devant le tribunal d'arrondissement de Luxembourg, siégeant en matière d'expropriation pour cause
d'utilité publique, au palais de justice à Luxembourg, pour l'assigné voir dire que les formalités prescrites par
la loi pour parvenir à l'expropriation pour cause d'utilité publique de la parcelle de terrain prédésignée ont été
remplies; voir donner acte à la requérante qu'elle offre à l'assigné pour l'indemniser du chef de l'expropriation
dont s'agit, savoir: a) 40 francs par centiare, faisant pour les 39 centiares empris la somme de 1560 francs ; b) la
somme de 300 francs représentant la valeur de la remise avec hangard élevée sur le dit emplacement ;
Pour dire qu'en cas de refus de la part de l'assigné d'accepter ces offres, il sera procédé au règlement de
l'indemnité à laquelle il prétend avoir droit conformément à la loi ; voir ordonner la mise en possession provi-
soire de la commune requérante de la parcelle à exproprier, à charge par elle de consigner préalablement les
indemnités offertes ; voir statuer sur les frais ce qu'eu droit il appartiendra.
Pour extrait conforme
ADOLPHE SCHMIT.
Luxembourg Imprimerie de la Cour, V. BÜCK
Marktpreise. — 2. Hälfte des Monats August 1902.
Bezeichnung
der Lebensmittel
u. dgl.
Weizen
Mischelfrucht
Roggen
Gerste
Spelz
Heidekorn
Hafer
Erbsen
Bohnen
Linsen
Kartoffeln
Weizen-Mehl
Mischel-Mehl
Roggen-Mehl
Geschälte Gerste
Butter
Eier
Heu
Stroh
Buchenholz
Eichenholz
Weichholz
Ochsenfleisch
Kuh- od. Rindfleisch
Kalbfleisch
Hammelfleisch
Schweinefleisch
id.
geräuchert
Maße
oder
Gewicht
Hectoliter
Kilogr.
Dutzend.
500 Kilo.
Stere.
Kilogr.
Mittelpreise
der verkauften Lebensmittel auf den Märkten von
Luxem-
burg.
16 00
15 00
14 00
15 00
10 40
18 00
18 00
25 00
5 90
0 45
0 375
0 40
0 70
2 36
1 00
33 00
26 40
15 00
10 00
2 00
1 70
1 95
1 89
2 00
2 52
Die-
kirch.
16 50
16 00
13 50
12 50
4 00
0 40
0 38
0 34
2 10
1 10
1 60
1 60
1 80
1 80
1 80
Wiltz.
17 50
15 00
13 50
10 25
5 90
0 40
0 32
0 30
2 10
0 90
1 60
1 50
1 60
1 80
1 80
Ettel-
brück.
5 77
0 45
0 38
0 32
2 11
1 15
30 00
28 00
15 00
7 00
1 70
1 60
2 10
1 75
1 80
Echter
nach.
17 25
0 36
0 32
2 16
1 18
1 80
1 60
1 90
2 00
1 90
Remich
17 50
15 50
10 00
17 00
7 00
0 34
0 32
2 50
1 25
14 00
11 00
1 50
1 60
1 80
1 70
Mersch.
2 00
1 05
1 60
1 50
1 60
1 60
1 60
Greven
macher.
Esch
a. d. A.
7 50
12 00
0 50
0 40
2 90
1 50
1 80
1 70
2 20
1 70
2 20
Le patron est autorisé à retenir, lors de
chaque paye régulière, à ses ouvriers soumis à l'obliga-
tion de l'assurance les deux tiers du montant des coti-
sations qu'il paye pour eux, en ce qui concerne la part
qui se rapporte à la période de paye.
En cas de contestation entre le patron et les personnes
qu'il occupe, sur la fixation et l'imputation des cotisa-
tions a payer par celles-ci, l'autorité de surveillance
statue. (Art. 42 de la loi.)
Der Vorstand der Kasse besteht
a) aus dem Betriebsunternehmer oder dessen Vertreter
als Vorsitzenden und dem Kassenführer, welcher zugleich
Vicepräsident ist ; letzterer wird von dem Unternehmer
auf die Dauer von zwei Jahren ernannt ;
b) aus fünf, von der Generalversammlung ohne Mit-
wirkung der Vertreter des Unternehmers aus der Mitte
der stimmberechtigten. Kassenmitglieder auf die Dauer von
zwei Jahren gewählten Beisitzern.
Sobald die für Rechnung der Mitglieder zu zahlenden
Beiträge fünf Siebentel der Gesammtbeiträge übersteigen,
ist bei der nächsten Wahl ein sechster Beisitzer und so-
bald selbe sechs Achtel übersteigen, ein siebenter Beisitzer
zu wählen.
Die Wahl der Beisitzer kann durch Acclamation erfolgen,
wenn im Schosse der Generalversammlung kein Einwand
dagegen erhoben wird. Andernfalls ist sie geheim und er-
folgt durch verdeckte Stimmzettel in der Weise, dass jeder
Wählende so viele Namen aufschreibt, als Vorstandsmit-
glieder zu wählen sind. Gewählt sind diejenigen, welche
die meisten Stimmen erhalten. Stimmen, welche auf nicht
Wählbare fallen, oder die Gewahlten nicht deutlich be-
zeichnen, werden nicht mitgezählt. Bei Stimmengleichheit
entscheidet das vom Vorsitzenden zu ziehende Loos.
Die Wahl wird vom Präsidenten des Vorstandes oder
von diesem hierzu commitirten Vertreter geleitet. Nur die
erste Wahl nach Errichtung der Kasse, sowie spatere
Wahlen, hei welchen ein Vorstand nicht vorhanden ist,
werden von einem Beauftragten der Aufsichtsbehörde ge-
leitet.
Jedes Jahr scheiden abwechselnd drei und resp. zwei
Beisitzer aus. Die drei Beisitzer, welche am Ende des
ersten Jahres ausscheiden, werden durch das Loos be-
stimmt.
Die Neuwahl findet im October statt. Die Gewählten,
treten ihr Amt am 1. November eines jeden Jahres an.
Bis zum Eintritt derselben haben die Ausscheidenden ihr
Amt weiter zu führen.
Scheiden mehr wie zwei Beisitzer vor Ablauf ihrer
Amtsdauer aus, so muss alsbald eine Generalversammlung
zur Ersatzwahl für alle ausgeschiedenen Beisitzer berufen
werden. Die Amtsdauer der Ersatzmänner erlischt mit
dem Jahre, mit welchem diejenige der ausgeschiedenen
Beisitzer erloschen sein würde.
Ueber jede Wahlverhandlung ist ein Protokoll aufzu-
nehmen. Der Vorstand hat über jede Aenderung in seiner
Zusammensetzung und über das Ergebniss jeder Wahl der
Aufsichtsbehörde binnen einer Woche Anzeige zu erstatten.
Wird die Anzeige nicht erstattet, so kann die Aende-
rung dritten Personen gegenüber nur dann entgegengesetzt
werden, wenn bewiesen wird, dass sie letzteren bekannt
war.
74b
Rechte und Pflichten des Vorstandes.
Les retenues proportionnelles des cotisa-
sations aux diverses payes ne sont pas imposées au pa-
tron, qui devra payer des cotisations arriérées dont il
aura reconnu la légitimité, mais dont la légitimité aura
été contestée par le sociétaire ou par la Caisse, ou qui
auront donné lieu à litige (art. 70 des statuts). Il en est
de même lorsque les déclarations de sortie prescrites
par l'art. 10 bis, paragraphe final, n'auront pas été faites
par les sociétés de secours mutuels, agréées, ou lors-
qu'elles ont été faites à l'expiration du délai prévisé au
§ 1er du présent article.
Art. 34
Les sociétaires qui appartiennent à la
Caisse en qualité de membres libres en vertu de l'art.
8, n° 2, § 2, doivent verser ou envoyer sans frais à la
Caisse, au jour de l'échéance, le montant intégral des
cotisations hebdomadaires.
Livrets.
Der Vorstand vertritt die Kasse gerichtlich
und aussergerichtlich. Diese Vertretung erstreckt sich auf
diejenigen Geschäfte und Rechtshandlungen, für welche
nach den Gesetzen eine Spezialvollmacht erforderlich ist.
Vertrage werden Namens der Kasse von dem Vorsitzen-
den des Vorstandes und zwei Beisitzern vollzogen. Bei
allen übrigen Rechtsgeschaften und Erklarungen vertritt
der Vorsitzende den Vorstand nach aussen. Die Legitima-
tion des Vorstandes oder seines Vorsitzenden bei allen
Rechtsgeschaften wird durch eine Bescheinigung der
Aufsichtsbehörde
horde bewirkt.
Der Vorstand verwaltet alle Angelegenheiten der Kasse,
soweit dieselben nicht durch Gesetz oder Statut ausdruck-
lich der Generalversammlung ubertragen sind.
Der Vorsitzende beruft den Vorstand, so oft dies die
Lage der Geschafte erfordert. Er muss den Vorstand
binnen zehn Tagen berufen, wenn zwei Beisitzer dieses bean-
tragen. Die Berufung erfolgt durch Circular. Der Vorstand
ist beschlussfähig, wenn der Prasident oder der Vicepra-
sident und wenigstens drei Beisitzer anwesend sind. Die
Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst ;
bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Die
Beschlüsse sind in einem besondern Buche zu protoko-
liren.
Die Vorstandsmitglieder versehen ihr Amt unentgeltlich,
Sie haften der Kasse für pflichttreue Verwaltung gemass
Art. 38 des Krankenversicherungsgesetzes.
Zusammensetzung der General-Versammlung.
Der Vorstand vertritt die Kasse gerichtlich
und aussergerichtlich. Diese Vertretung erstreckt sich auf
diejenigen Geschäfte und Rechtshandlungen, für welche
nach den Gesetzen eine Spezialvollmacht erforderlich ist.
Verträge werden namens der Kasse von dem Vor-
sitzenden des Vorstandes und zwei Beisitzern vollzogen.
Bei allen übrigen Rechtsgeschäften und Erklärungen ver-
tritt der Vorsitzende den Vorstand nach aussen. Die Le-
gitimation des Vorstandes oder seines Vorsitzenden bei
allen Rechtsgeschäften wird durch eine Bescheinigung
der Aufsichtsbehörde bewirkt.
Der Vorstand verwaltet alle Angelegenheiten der Kasse,
soweit dieselben nicht durch das Gesetz oder Statut aus-
drücklich der Generalversammlung übertragen sind.
Der Vorsitzende beruft den Vorstand, so oft dies die
Lage der Geschäfte erfordert.
Er muss den Vorstand
binnen zehn Tagen berufen, wenn zwei Beisitzer dies
beantragen. Die Berufung erfolgt durch Zirkular. Der Vor-
stand ist beschlussfähig, wenn der Präsident oder der Vice-
präsident und wenigstens drei Beisitzer anwesend sind.
Die Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit
gefasst, bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende.
Die Beschlüsse sind in einem besonderen Buche zu proto-
kollieren.
Die Vorstandsmitglieder, versehen ihr Amt unentgeltlich.
Sie haften der Kasse für pflichtgetreue Verwaltung ge-
mäss Art. 38 des Krankenversicherungsgesetzes.
Zusammensetzung der Generalversammlung.
Die Generalversammlung besteht aus sammt-
lichen Kassenmitgliedern, welche grossjahrig und im
Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind, mit Ausnahme
derjenigen, welche der Kasse auf Grund des Art. 3
Nr. 2 angehören, sowie aus zwei Vertretern des Arbeit-
gebers. (Siche Art. 32 des Statuts § 3.)
Jedes Kassenmitglied fuhrt eine Stimme. Die Vertreter
des Arbeitgebers führen eine Stimme für je zwei in der
Brauerei beschäftigte Versicherungspflichtige und stimm-
herechtige Mitglieder der Generalversammlung.
Geschäftsordnung der Generalversammlung.
Die Generalversammlung besteht aus sämmt-
lichen Kassenmitgliedern, welche grossjährig sind und im
Besitze der bürgerlichen Ehrenrechte sind, mit Ausnahme
derjenigen, welche der Kasse auf Grund des Art. 3 Nr. 2
angehören, sowie aus zwei Vertretern des Arbeitgebers.
(Vergl. Art. 33 des Statuts § 3.)
Jedes Kassenmitglied führt eine Stimme. Die Vertreter
des Arbeitgebers führen eine Stimme für je zwei in der
Fabrik beschäftigte Versicherungspflichtige und stimm-
berechtigte Mitglieder der Generalversammlung.
Geschäftsordnung der General-Versammlung.
Il sera dressé pour chaque sociétaire un
livret portant indication du montant des cotisations
(art. 31) et des secours auxquels il a droit le cas échéant
Ce livret est délivré lors du premier versement de la
cotisation au patron, si c'est ce dernier qui fait le ver-
sement, dans les autres cas au sociétaire lui-même.
Chaque versement de cotisations ou de droits d'entrée
doit être acquitté sur le livret
Cette quittance lie la
caisse.
Les livrets des sociétaires dont les patrons font le
versement des cotisations, sont à présenter aux assurés,
lors de chaque paye, et doivent être remis à ces der-
niers, à leur sortie de l'occupation.
Aux sociétaires qui paient des cotisations supplé-
mentaires (art. 37), il sera délivré un livret spécial,
destiné à cet usage, lors du premier versement de la
cotisation.
Administration de ta caisse.
Die Generalversammlung wird vom Vor-
stande unter Angabe der Verhandlungsgegenstande durch
einen mindestens drei Tage vorher zu bewirkenden An-
schlug in den Brauereiräumen berufen.
Ordentliche Generalversammlungen finden statt
1° im Oktober jeden Jahres zur Vornahme der Wahl
des Revisionsausschusses und der theilweisen Neuwahlen
2° im März jeden Jahres zur Beschlussfassung über die
(...) der Jahresrechnung.
Ausserordentliche Generalversammlungen beruft der
Vorstand nach Bedurfniss Die Berufung der Generalver-
sammlung muss binnen zwei Wochen erfolgen, wenn der
zehnte Theil der stimmberechtigten Mitglieder es beantragt.
Jede vorschriftsmassige Generalversammlung ist be-
schlussfähig.
Die Leitung der Generalversammlung steht dem Ver-
treter des Arbeitgebers zu.
Beschlusse der Generalversammlung werden, soweit
für einzelne Gegenstande durch dieses Statut nicht etwas
Anderes bestimmt ist, mit einfacher Stimmenmehrheit der
in der Versammlung vertretenen Stimmen gefasst. Bei
Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vor-
sitzenden.
Die Generalversammlung wird vom Vor-
stande unter Angabe der Verhandlungsgegenstände durch
einen mindestens drei Tage vorher zu bewirkenden An-
schlag in den Fabrikräumen berufen.
Ordentliche Generalversammlungen finden statt ;
1. im Dezember jeden Jahres zur Vornahme der Wahl
des Revisionsausschusses und der theilweisen Neuwählen
für den Vorstand ;
2. im April jeden Jahres zur Beschlussfassung über die
Abnahme der Jahresrechnung.
Ausserordentliche Generalversammlungen beruft der
Vorstand nach Bedürfniss. Die Berufung der Generalver-
sammlung muss binnen zwei Wochen erfolgen, wenn der
zehnte Theil ihrer Mitglieder es beantragt.
Jede vorschriftsmässig berufene Generalversammlung
ist beschlussfähig. Die Leitung der Generalversammlung
steht dem Vertreter des Arbeitgebers zu.
Beschlüsse der Generalversammlung werden, soweit
für einzelne Gegenstände durch dieses Statut nicht etwas
anderes bestimmt ist, mit einfacher Stimmenmehrheit der
in der Versammlung vertretenen Stimmen gefasst. Bei
Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vor-
sitzenden.
La caisse est administrée par la direction
et l'assemblée générale.
Direction de la Caisse. — Composition et élection.
Ausser den von ihr vorzunehmenden Wahlen
zum Vorstande liegt der Generalversammlung ob
1. Abnahme der Jahresrechnung und die Wahl eines
Revisionsausschusses von drei Personen, welche nicht
Kassenmitglieder zu sein brauchen, zur Prufüng der Jahres-
rechnung ;
2. Beschlussnahme über die Verfolgung von Anspruchen,
welche der Kasse gegen Vorstandsmitglieder aus deren
Amtsfuhrung erwachsen, und die Wahl der damit zu beauf-
tragenden Personen ;
3. Regelung der freien arztlichen Behandlung und der
freien Lieferung von Arzneien, nach Anhorung des Medi-
zinalkollegiums ;
4. Beschlussnahme über Abanderung des Statuts, na-
mentlich aber auch über Abanderung der Unterstutzungen
und der Beitrage, soweit selbe nicht statutenmassig in
Form einer veranderten Festsetzung der durchschnittlichen
Tagelohne eintreten.
5. Beschlussnahme über Antrage des Arbeitgebers auf
Auflösung der Kasse.
Bei der Beschlussnahme und bei den Wahlen zu 1 und 2
tritt das Wahlrecht des Vertreters des Arbeitgebers ausser
Kraft. Die Verhandlungen werden für diese beiden Falle in
Abwesenheit des Vertreters des Arbeitgebers von einem
von der Generalversammlung aus ihrer Mitte zu wahlenden
Vorsitzenden geleitet. Im Uebrigen finden auf die Vor-
nahme dieser Wahlen die Bestimmungen im Art. 32
Anwendung.
Die Auflosung der Kasse kann nur mit zwei Drittel der
vertretenen Stimmen beschlossen werden.
Differenzen und Beschwerden.
Ausser den von ihr vorzunehmenden Wahlen
zum Vorstande, liegt der Generalversammlung ob
1. Abnahme der Jahresrechnung und die Wahl eines
Revisionsausschusses von drei Personen, welche nicht
Kassenmitglieder zu sein brauchen, zur Prüfung der
Jahresrechnung ;
2. Beschlussnahme über die Verfolgung von Ansprü-
chen, welche der Kasse gegen Vorstandsmitglieder aus
deren Amtsführung erwachsen, und die Wahl der damit
zu beauftragenden Personen ;
3. Regelung der freien ärztlichen Behandlung und der
freien Lieferung von Arzneien nach Anordnung des Medi-
zinalkollegiums ;
4 Beschlussnahme über Abänderung des Statuts, na-
mentlich auch über Aenderung der Unterstützungen und
der Beiträge, soweit sie nicht statutenmässig in Form
74c
einer veränderten Festsetzung der durchschnittlichen
Tagelöhne eintreten ;
5. Beschlussnahme über Anträge des Arbeitgebers auf
Auflösung der Kasse.
Bei der Beschlussnahme und bei den Wahlen zu 1 und
2 ruhen die Stimmen der Vertreter des Arbeitgebers. Die
Verhandlungen werden in Abwesenheit der Vertreter des
Arbeitgebers von einem von der Generalversammlung aus
ihrer Mitte zu wählenden Vorsitzenden geleitet. Im Uebri-
gen finden auf die Vornahme dieser Wahlen die Bestimm-
ungen im Art. 32 Anwendung.
Die Auflösung der Kasse kann nur mit zwei Drittel der
vertretenen Stimmen beschlossen werden.
Streitigkeiten und Beschwerden,
La direction se compose au début de six
membres.
L'élection de ceux-ci est faite par l'assemblée géné-
rale (art. 31), de telle façon que par un vote distinct
quatre assurés sont élus dans leur sein par les assurés-
électeurs dans l'assemblée générale et deux membres
sont élus par les patrons faisant partie de l'assemblée
générale.
A l'exception de la première élection, les assurés ne
peuvent être élus membres de la direction que s'ils
appartiennent à la Caisse depuis un an au moins.
L'élection des assesseurs peut se faire par acclama-
tion, s'il ne s'élève pas d'opposition dans le sein de
l'assemblée générale. Dans le cas contraire, l'élection
a lieu au scrutin secret, et chaque électeur écrit sur
son bulletin de vote autant de noms qu'il y a de
membres à élire. Sont élus ceux qui ont obtenu le plus
grand nombre de voix. Les voix qui sont données à des
personnes non éligibles, ou qui n'indiquent pas claire-
ment les élus, ne sont pas comptées. En cas d'égalité de
voix, le tirage au sort effectué par le président décide.
L'élection est, sur l'ordre de la direction, dirigée
pour les assurés par l'un des assurés, membre de la
direction, pour les patrons, par un patron, également
membres de la direction, assistés de deux membres de
l'assemblée générale à désigner par la direction. Pour
la première élection ou pour les élections postérieures
lors desquelles il n'existerait pas de direction, la pré-
sidence appartient à un délégué du Gouvernement.
Procès-verbal sera dressé de chaque élection, lequel
sera signé par le président du bureau électoral et ses
assesseurs,
Les fonctions susdites ne peuvent être refusées que
par les personnes auxquelles s'appliquent les disposi-
tions des art. 433 et 434 du Code civil. La gestion de
fonctions honorifiques créées par la loi sur les assu-
rances contre les accidents est assimilée à l'adminis-
tration d'une tutelle.
Alle Beschwerden über Unterstutzungszuwen-
dungen sind schriftlich an den Vorstand zu richten, wel-
cher an erster Stelle daruber zu entscheiden hat.
Im Uebrigen wird nach den im Art. 42 des Kranken-
Versicherungsgesetzes erlassenen Vorschriften verfahren.
Beschwerden gegen Entscheide der Aufsichtsbehörde
über Verhangung von Ordnungsstrafen sowie die Be-
schwerden auf dem Verwaltungswege sind gemass Art. 34
des Kranken-Versicherungsgesetzes zu behandeln
Ist die Kasse gesinnt, von dem ihr zustehenden Rechte,
Beschwerde gegen eine Entscheidung der Regierung einzu-
legen, Gebrauch zu machen (Art. 26 § 3 und Art. 43 § 2
des Kranken-Versicherungsgesetzes), so hat die General-
versammlung hierüber in den gewohnlichen Form einen
Beschluss zu fassen und den Vorstand oder einen oder
mehrere Mitglieder desselben mit diesem Auftrag zu be-
trauen
Beaufsuhtigung der Kasse und
Inkrafttretung.
Alle Beschwerden über Unterstützungszu-
wendungen sind schriftlich an den Vorstand zu richten,
welcher an erster Stelle darüber zu entscheiden hat.
Im Uebrigen wird nach den im Art. 42 des Kranken-
Versicherungsgesetzes erlassenen Vorschriften verfahren.
Beschwerden gegen Entscheide der Aufsichtsbehörde,
Arrêté du 6 octobre 1902, portant approbation
des statuts de la caisse de fabrique de la
société « Gebrüder Stumm » pour ses minières
d'Obercorn.
LE MINISTRE D'ÉTAT, PRÉSIDENT
DU GOUVERNEMENT ;
Vu la loi du 31 juillet 1901, concernant l'as-
surance obligatoire des ouvriers contre les
maladies ;
Attendu que la société « Gebrüder Stumm »,
établie à Neunkirchen (arrondissement
de
Trèves), qui se trouve dans les conditions pré-
vues par la loi, a manifesté l'intention d'insti-
tuer une caisse spéciale de secours en cas de
maladie pour les personnes occupées dans ses
minières d'Obercorn ;
Attendu que les statuts de cette caisse, établis
conformément aux dispositions légales, sont en
concordance avec les lois et règlements ;
Arrête
Les membres de la direction sont élus pour
deux ans ; mais à l'expiration de ce délai, ils restent
en fonctions jusqu'à ce que leurs successeurs soient
entrés en fonctions. A l'expiration de chaque année, la
direction est renouvelée par moitié, à savoir un patron
et deux assurés. L'ordre de sortie est réglé par le sort
entre les premiers titulaires et ensuite par le rang
d'ancienneté de service.
Les membres sortants sont rééligibles. Une réélection
peut être récusée pour la période électorale suivante.
Les membres de la direction qui perdent l'éligibilité
quittent leurs fonctions.
Si un membre de la direction quitte ses fonctions
avant l'expiration de son mandat, une élection complé-
mentaire a lieu dans l'assemblée générale suivante.
L'élu achève le terme de celui qu'il remplace.
Die Aufsicht über die Kusse wird unter Ober-
aufsicht der Regierung von dem hierzu delegirten Gewerbe-
inspektor wahrgenommen.
Gegenwartiges Statut ist von den HH. Emil Mousel & Co.
in Luxembourg-Clausen, nach Anhorung der in ihrer
Brauerei beschäftigten Personen aufgestellt worden und
tritt mit dem ersten kunftigen November in Kraft
Luxemburg (Clausen), den 28. September 1902.
Arrêté du 3 octobre 1902, portant approbation des
Statuts de la caisse de fabrique de la maison
F. Lambert à Wiltz.
LE MINISTRE D'ETAT, PRESIDENT
DU GoUVERNEMENT,
Vu la loi du 31 juillet 1901, concernant l'assu-
rance obligatoire des ouvriers contre les
ma-
ladies ;
Attendu que la maison F. Lambert, établie à
Wiltz, qui se trouve dans les conditions prévues
par la loi, a manifesté l'intention d'instituer une
caisse spéciale de secours en cas de maladie ;
Attendu que les statuts de cette caisse, établis
conformément au\ dispositions légales, sont en
concordance avec les lois et règlements ;
Arrête
Die Aufsicht über die Kasse wird unter
Oberaufsicht der Regierung durch den hierzu delegirten
Fabrik-Inspektor wahrgenommen.
Gegenwärtiges Statut ist von den HH. Franz und Joseph
Lambert zu Wiltz, nach Anhörung der in ihrer Fabrik
zu Wiltz beschäftigten Personen, aufgestellt worden.
Dasselbe tritt mit dem kündigen 1. Dezember 1902
in Kraft.
Beschluß vom 6. Oktober 1902, die Geneh-
migung der Statuten der Krankenkasse
der Gebrüder Stumm'schen Bergverwal-
tung Oberkorn betreffend.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 31. Juli 1901,
die Arbeiter-Krankenversicherung betreffend;
In
Erwägung, daß die Firma „Gebrüder
Stumm" in Neunkirchen (Regierungsbezirk Trier),
welche die gesetzlichen Vorbedingungen hierzu
erfüllt, erklärt bat, für die in ihren Gruben zu
Oberkorn beschäftigten Personen eine besondere.
Krankenkasse errichten zu wollen;
In Erwägung, daß das Statut dieser Kasse,
welches den gesetzlichen Bestimmungen gemäß auf-
gestellt ist, den diesbezüglichen Gesetzen und'
Verordnungen entspricht;
Beschließt
Avant toute nouvelle élection, la direction
devra établir la proportion des cotisations payées par
les patrons de leurs propres deniers au total des coti-
sations, tant obligatoires que facultatives.
Suivant le résultat de cette opération, le nombre des
membres de la direction à élire parmi les assurés doit
être augmenté d'une unité, si le total des cotisations des
patrons n'est pas supérieur à 2/7 ; de deux unités, s'il
n'est pas supérieur aux 2/8 : de trois unités, s'il n'est pas
Supérieur aux 2/9 de l'ensemble des cotisations susdites.
Une réduction correspondante des assurés, membres
de la direction, doit être effectuée à la demande des
patrons, si l'opération susdite établie avant une élection
ultérieure constate que le total des cotisations patro-
nales excède de nouveau la proportion qui a servi de
base à la dernière fixation.
Les contestations qui se produisent à ce sujet au sein
de la direction entre les patrons et les assures, seront
tranchées par l'autorité de surveillance.
Règlement de la direction.
Sous réserve de la disposition de l'art. 57,
concernant l'indemnité à accorder au caissier-comp-
table, les fonctions de membre de la direction sont
honorifiques et gratuites. Seuls les déboursés indis-
pensables auxquels les membres sont obligés de faire
face dans l'exercice de leurs fonctions, leur seront
remboursés par la Caisse.
La direction élit dans son sein, pour la
durée de deux années, un président, un vice-président
et un secrétaire. L'un des présidents sera un patron,
l'autre un assuré.
Le vice-président remplace le président, en cas d'em-
pêchement ou par délégation de ce dernier.
La direction peut délibérer si la moitié de
ses membres est présente. Le droit de vote ne peut
être exercé par des remplaçants. Les décisions sont
prises à la majorité des membres présents. En cas de
partage, la voix du président est prépondérante.
La direction se réunira en séance ordinaire
tous les trois mois et, en cas de besoin, plus souvent.
Le président est autorisé à convoquer des réunions
extraordinaires.
Il doit le faire dans le délai de huit jours, si deux
membres de la direction en font la demande par écrit,
en indiquant l'objet de l'ordre du jour.
Les convocations à toutes les séances qui n'ont point
lieu à des dates déterminées, fixées par décision de la
direction, doivent être adressées par écrit aux membres
au moins cinq jours à l'avance.
Le président ouvre, dirige et clôt les
séances de la direction.
Le secrétaire dressera procès-verbal des décisions
prises, en y indiquant le jour de la séance et les noms
des membres présents. Ceux-ci signeront le procès-
Attributions de la Direction.
La direction doit, en conformité des dis-
positions des présents statuts et de la loi sur l'assu-
rance-maladie, se charger de l'ensemble de l'adminis-
tration et en particulier de la gestion de l'avoir de la
Caisse, à moins que l'art. 56 qui suit n'exige une déci-
sion de l'assemblée génerale
Elle doit exécuter les
décisions de l'assemblée générale, à moins de décision
contraire prise par celle-ci. Elle veillera également à
l'accomplissement des obligations qui incombent a la
Caisse en vertu de l'art. 37 de la loi susdite.
La représentation judiciaire et extra judiciaire de la
Caisse, y compris les affaires et actes juridiques pour
lesquels la loi exige une procuration spéciale, incombe
au président et au secrétaire.
Leur légitimation dans tous les actes juridiques s'ef-
fectue par la production d'une attestation de l'autorité
de surveillance portant que les personnes y désignées
remplissent les fonctions susvisées au sein de la direction.
La direction doit aviser l'autorité de sur-
veillance, dans le délai de huit jours, de tout changement
survenu dans sa composition et du résultat de toute
élection. S'il n'en a pas été donné avis, le changement
ne pourra être opposé aux tiers que s'il est démontré
qu'ils en ont eu connaissance.
Les affaires de service intérieur non réglées
par les dispositions qui précèdent seront réglées par la
direction.
Assemblée générale. — Composition.
L'assemblée générale se compose de délé-
gués des assurés et des patrons, élus pour deux ans.
L'élection se fera par bulletin de vote et elle sera secrète.
Les assurés doivent élire leurs délégués dans leur
sein ; les patrons peuvent élire aussi comme délégués,
des gérants ou autres employés techniques d'entreprises
contribuant au paiement des cotisations.
L'élection des délégués des assurés a lieu par groupe
ou section. Les assurés de chaque ardoisière forment
une section.
Chaque section élit un délégué par 35 assurés appar-
tenant à l'ardoisière correspondante. Si le nombre des
assurés n'est pas divisible par 35, on élit un délégué de
plus pour l'excédent, si ce dernier atteint ou dépasse 18.
Ne sont électeurs et éligibles que les assurés majeurs et
jouissant de leurs droits civils.
Les délégués des patrons sont élus par ceux-ci dans
une assemblée générale unique. Par 20 (30, 40, etc)
assurés occupés par les patrons et pour lesquels ceux-ci
versent des cotisations de leurs propres deniers, il est
élu un délégué. Pour chaque fraction excédante, il n'est
élu un délégué que si le nombre des délégués des pa-
trons n'est pas de ce fait porté à plus d'un tiers du
nombre total des délégués.
Tout patron qui verse des cotisations de ses propres
deniers a droit, lors des élections, à une voix pour
chaque sociétaire à l'assurance duquel il contribue.
Le nombre des délégués à élire par chaque section d'as-
surés et par les patrons est fixé avant chaque élection par
la direction de la Caisse et indiqué dans la convocation.
L'élection a lieu pour chaque section des
assurés et pour les patrons à une date spécialement dé-
terminée, à laquelle les élections sont convoquées huit
jours à l'avance par des affiches apposées dans les lieux
de réunion des ouvriers des établissements intéressés.
Les dispositions de l'art. 40, al. 4 à 8, s'appliquent à
la procédure et à la présidence de l'élection.
Si les assurés refusent de voter, l'autorité de surveil-
lance désigne leurs délégués.
Si les patrons refusent de voter, ils ne seront point
représentés dans l'assemblée générale jusqu'aux élec-
tions suivantes.
Si une place de délégué devient vacante, avant les
élections suivantes, le groupe qui l'a élu lui nomme un
successeur pour le reste de la durée de la période élec-
torale.
Dans l'assemblée générale chaque délégué
à une voix.
Règlement de l'assemblée générale.
L'assemblée générale est convoquée par
un avis de la direction qui sera publié au moins huit
jours à l'avance par affiches apposées dans les ardoi-
sières. La convocation portera l'ordre du jour.
Des assemblées ordinaires auront lieu
1° au mois de décembre de chaque année pour l'élec-
tion de la commission chargée de la vérification du
compte de l'année courante et pour les élections exigées
pour le renouvellement de la direction ;
2° au mois de mai de chaque année pour délibérer
sur la décharge à donner pour le compte de l'année pré-
cédente. *)
Les assemblées générales extraordinaires sont convo-
quées par la direction suivant les besoins. La convo-
cation de l'assemblée générale extraordinaire doit avoir
lieu dans les deux semaines, si le dixième des sociétaires
en fait la proposition par écrit
L'ordre du jour est fixé par la direction ; celle-ci doit
y comprendre toutes les plaintes formulées contre son
*) Ces deux réunions peuvent se réunies en une seule.
administration par les assurés ou par les patrons soumis
à contribution, ainsi que toutes les propositions faites
par écrit par trois délégués au moins.
Le président de la direction ouvre, dirige
et clôt les débats de l'assemblée générale. Si parmi les
objets de l'ordre du jour figurent des réclamations ou
propositions concernant la gestion de la direction, le
président fait procéder dès l'ouverture de la séance à
l'élection d'un autre président de l'assemblée.
Cette
élection a lieu à la majorité des voix des membres pré-
sents à l'assemblée générale, par vote sur les noms
choisis parmi les assistants dans l'ordre de présentation.
Le président de l'assemblée appelle un sociétaire et
un patron, ou un ries représentants des patrons, comme
assesseurs et il désigne un secrétaire.
Le président de l'assemblée a le droit d'exclure de la
salle des séances les membres de l'assemblée générale
qui ne se conforment pas à ses prescriptions relatives à
la direction ries délibérations ou au maintien de l'ordre.
Les assemblées générales convoquées à la
demande de l'autorité de surveillance ou convoquées
par elle, sont dirigées par un délégué nommé par elle.
Les délibérations rie l'assemblée générale
sont prises à la simple majorité des membres présents,
à l'exception du cas prévu à l'art. 67.
Une délibération séparée ries mandataires ries socié-
taires et ries mandataires ries patrons est nécessaire
lorsqu'il s'agit
a) d'une augmentation ries cotisations dépassant le
taux de 3 pCt. du montant servant de base sur la fixa-
tion
ries
secours, si cette augmentation n'est pas né-
cessaire pour couvrir le minimum légal de secours
à fournir (art. 26 de la loi) ;
b) ou d'une augmentation ries cotisations au taux de
4½ pCt. du montant servant rie base pour la fixation de
secours, afin de pouvoir accorder le minimum légal de
secours (art. 26 rie la loi) ;
c) rie l'octroi ries secours en argent dès le premier
jour, à partir rie l'incapacité de travail, ou pour les
dimanches et jours de fête (art. 16, § 8) aussi long-
temps que le fonds rie réserve n'a pas encore atteint le
montant légal.
Le vote se fait par assis et levé, si l'élection secrète
n'est pas prescrite (art. 40, § 4, et 51 et 51a), Si le pré-
sident rie l'assemblée et ses assesseurs ne sont pas
d'accord sur le résultat du vote, le vote a lieu par appel
nominal. En cas rie partage, la voix du président est
prépondérante).
Les affaires qui, lors rie la convocation rie l'assem-
blée générale, ne sont pas portées à l'ordre du jour, ne
74a
peuvent faire l'objet de délibération et d'un vote que si
aucune opposition n'y est faite au sein de l'assemblée
ou qu'il s'agit d'une proposition de convocation d'une
assemblée générale extraordinaire.
Attributions de l'assemblée générale.
Outre les élections à faire, l'assemblée
générale a pour mission de délibérer
1° sur toutes les questions qui ont pour objet une
modification des statuts, notamment les changements
des secours ou des cotisations, pourvu que ces der-
nières modifications ne constituent pas les consé-
quences statutaires découlant d'un changement apporté
dans la fixation du salaire quotidien moyen ;
2° sur la dissolution de la Caisse ;
3° sur l'entrée de la Caisse dans une association de
plusieurs caisses régionales de secours en cas de ma-
ladie, à former en vertu de l'art. 41 de la loi et sur les
statuts à établir pour cette association, ainsi que sur la
sortie de la Caisse de cette association ou sur la disso-
lution de cette dernière ;
4° sur l'approbation dus comptes de l'année et la
nomination d'une commission composée de six mem-
bres pour la vérification préalable des comptes ;
5° pour les recours que la Caisse a à exercer contre
les membres de la direction du chef de l'exercice de
leurs fonctions et sur l'élection des mandataires chargés
de ces poursuites ;
6° sur les plaintes de sociétaires et de patrons contre
la direction;
7° sur des propositions de membres de l'assemblée
générale;
8° sur le coût des avertissements à donner aux retar-
dataires pour le payement arriéré des cotisations et des
droits d'entrée;
9° sur les prescriptions concernant le traitement des
malades et la fourniture des médicaments, les déclara-
tions de la maladie, la conduite et le service du contrôle
des malades ;
10° sur la rétribution à allouer au caissier-comptable
ainsi que sur son cautionnement ;
11° sur toutes les affaires qui lui seront soumises dans
ce but par la direction ou par l'autorité de surveillance.
Les décisions mentionnées au chiffre 9 seront à com-
muniquer de suite à l'autorité de surveillance, de plus
elles doivent être publiées par des affiches.
- Comptabilité de la caisse.
La comptabilité et la gestion de la caisse
organisées d'après les dispositions de la loi, les décisions
du Gouvernement prises en vertu de l'art. 37 de la loi,
les dispositions des statuts, les délibérations prises par
la direction et l'assemblée (générale, est confiée aux.
soins d'un comptable à désigner par la direction. Il
peut être congédié dans le délai déterminé de trois mois
et ne peut pas être membre de la Caisse.
La comptabilité des recettes et des dépensos
de la Caisse sera tenue séparément de la comptabilité
de toutes les recettes et dépenses étrangères au but de
la Caisse ; ses fonds en caisse seront conservés à part
(art 36 de la loi).
Il est interdit d'employer l'avoir de la Caisse ou de
prélever des cotisations sur les assurés et les patrons
pour des dépenses autres que sur les secours statutaires,
la formation et le complément statutaires du fonds de
réserve et le payement des frais d'administration.
A r t 58. Le caissier-comptable payera aux membres
les secours en argent en cas de maladie sur la produc-
tion des certificats de maladie (art 26). Au début de la
maladie, s'il s'agit d'un des cas prévus à l'art. 17, il doit
demander une décision à la direction, avant de faire le
premier versement de secours.
Les indemnités mortuaires et toutes les
autres dépenses à la charge de la Caisse seront payées
sur mandats du président de la direction.
Si une maladie est la suite d'un accident
donnant lieu à réparation conformément à la loi sur
l'assurance contre les accidents et si l'incapacité du
travail se continue au-delà de la quatrième semaine qui
suit le début de la maladie, le caissier-comptable est
tenu d'en faire la communication au comité-directeur
de l'associa Lion d'assurance contre les accidents et ce
dans le courant de la semaine qui suit l'expiration du.
délai préindiqué de quatre semaines.
Le caissier-comptable encaissera les droits
d'entrée et les cotisations à leur échéance. Si le paye-
ment ne se fait pas à l'époque prescrite, un avertisse-
ment doit précéder le recouvrement par contrainte.
L'état des arriérés qui n'ont pas été payes dans le
délai de deux semaines après l'avertissement, doit être
soumis mensuellement a la direction, afin de faire pro-
céder au recouvrement par la voie de contrainte des
cotisations, des droits d'entrée, des amendes ou des
frais d'avertissement.
Les frais d'avertissement sont fixés à 25 centimes,
sans distinction du montant de la somme due.
La Caisse a la faculté de verser à la Caisse
d'épargne ses excédents disponibles quelqu'en soit le
montant. Le taux d'intérêt à servir sera réglé par le
Gouvernement, la Caisse d'épargne entendue.
Le versement est obligatoire lorsque l'encaisse dé-
passe mille francs, chiffre qui peut être réduit par la
direction. Le Gouvernement peut autoriser en outre
d'autres placements temporaires.
Les autres fonds sont employés en achat de la dette
luxembourgeoise, ou, avec l'approbation du Gouverne-
ment, en achat d'autres fonds publics ou d'obligations
d'emprunts communaux.
Les obligations sont déposées à la Recette générale au
fur et à mesure de leur acquisition.
Pour les titres de l'État du Grand-Duché, il sera fait
une déclaration de dépôt contre certificat nominatif au
nom de la Caisse.
La Caisse est à vérifier par le président avec
le concours d'un patron et d'un assuré — tous deux
membres de la direction — au moins tous les trois mois
et au moins une fois par an à l'improviste. La vérifi-
cation doit porter chaque fois sur le placement régle-
mentaire des fonds de la Caisse et sur la conservation
des certificats de dépôt.
L'année financière se confond avec l'année
du calendrier.
A la fin de l'année, et au plus tard le 31 janvier de
l'année suivante, il y a lieu d'arrêter les livres de caisse
et d'établir le compte annuel.
Celui-ci sera soumis à la direction avant le 15 février
de l'année suivante.
La direction procédera à une révision préalable du
compte et le soumettra, avant le 1er mars, à la com-
mission spéciale de vérification et puis à l'assemblée
générale, en y joignant les observations faites par les
vérificateurs et restées encore sans solution.
L'assemblée générale, après avoir entendu la direction
et le comptable, sur les points litigieux, statue sur les
difficultés et donne décharge, s'il y a lieu, sous réserve.
Les excédents disponibles après le règle-
ment du compte sont versés au fonds de réserve.
Si les recettes de la Caisse ne suffisent pas à la fin de
l'exercice pour le règlemet des dépenses, il y a lieu de
prélever le déficit sur le fonds de réserve.
La Caisse doit constituer un fonds de réserve repré-
sentant la moyenne des dépenses des trois derniers exer-
cices et le complètera, s'il y a lieu, jusqu'à concurrence
de ce montant. Aussi longtemps que le fonds do réserve
n'aura pas atteint ce chiffre, il lui sera affecte au moins
un dixième du total annuel des cotisations.
S'il ressort des comptes annuels de la Caisse que ses
recettes ne suffisent pas à couvrir les dépenses, y com-
pris les prélèvements pour le fonds de réserve, il faut
ou élever les cotisations en se conformant aux dispo-
sitions de l'art. 26 de la loi , ou diminuer les prestations
fournies par la Caisse.
S'il ressort, au contraire, des comptes annuels que
les recettes dépassent les dépenses, il faut, dans le cas
où le fonds de réserve a atteint le double du minimum
légal, procéder ou bien à une diminution des cotisations,
ou bien, en tenant compte des prescriptions des art. 16
et 26 de la loi, à une augmentation des allocations de la
Caisse.
Si la direction de la Caisse néglige de délibérer sur
ces modifications, le Gouvernement agira conformément
à l'art. 29 de la loi.
Modifications des statuts et dissolution de la Caisse.
Les statuts de la Caisse ne peuvent être
modifiés que par une assemblée générale, convoquée et
délibérant dans les formes prescrites.
Les modifications des statuts qui auraient pour effet
de diminuer l'importance des secours fournis par la
Caisse ne s'appliquent point aux membres pour lesquels,
lors de ces modifications, le droit au secours était né
déjà en raison d'une maladie alors existante et cela pen-
dant la durée de cette maladie.
La dissolution volontaire de la Caisse ne
peut être prononcée que dans une assemblée spéciale-
ment convoquée à cet effet, au moins un mois à l'avance,
avec indication expresse de l'ordre du jour et composée
des trois quarts au moins des membres ayant droit de
vote.
Cette décision doit réunir les suffrages des trois
quarts des membres présents et tenir compte des pres-
criptions de l'art. 43 de la loi. Elle est soumise a l'ap-
probation du Gouvernement.
La dissolution forcée a lieu dans les cas prévus par
l'art. 26 de la loi et est soumise aux règles ordinaires
des décisions de l'assemblée générale.
Publications.
Toutes les publications concernant la
Caisse, particulièrement la convocation aux assemblées
électorales et aux assemblées générales, les publications
relatives à une modification des statuts, aux modifica-
tions du montant des cotisations et des secours, de la
composition de la direction, ainsi que les publications
relatives aux bureaux de déclarations et aux lieux de
paiement, de même les prescriptions mentionnées à
l'art. 56, alinéa 9, se feront jusqu'à décision contraire
de l'assemblée générale, par des affiches à apposer dans
les ardoisières.
Art. 69 Lors du premier paiement des cotisations,
il sera remis à chaque sociétaire un exemplaire des
présents statuts, ainsi qu'un livret (art. 38).
Ces pièces seront remises au sociétaire par l'intermé-
diaire du patron, si c'est lui qui lait le versement des
cotisations.
Les sociétaires recevront de la même façon un exem-
plaire des modifications des statuts, à l'une des
échéances qui suivent la modification.
Contestations et recours.
Art.
70.
Toutes les réclamations relatives aux
secours doivent être adressées par écrit à la direction,
qui y statue en premier lieu.
Pour le surplus il sera procédé conformément aux
règles édictées par l'art. 42 de la loi.
Les recours contre les décisions de l'autorité de sur-
veillance statuant sur des amendes d'ordre et les re-
cours administratifs, sont à traiter conformément à
l'art. 54 de la loi.
Arrêté du 3 octobre 1902, portant approbation
des statuts de la caisse de fabrique de la Brasse-
rie Emile Mousel & Cie à Luxembourg-Clausen.
LE MINISTRE D'ETAT, PRÉSIDENT
DU GOUVERNEMENT;
Vu la loi du 31 juillet 1901, concernant l'as-
surance obligatoire des ouvriers contre les ma-
ladies ;
Attendu que la société en commandite par
actions Emile Mousel & Cie, établie à Luxem-
bourg Clausen, qui se trouve dans les conditions
prévues par la loi, a manifesté l'intention d'insti-
tuer une caisse spéciale de secours en cas de
maladie;
Attendu que les statuts de cette caisse, établis
conformément aux dispositions légales, sont en
concordance avec les lois et règlements ;
Arrête
La surveillance de la Caisse est confiée
sous le contrôle du Gouvernement, à l'inspecteur du
travail délégué à cet effet.
Mise en vigueur.
Les présents statuts entreront en vigueur
le 1er décembre 1902.
Beschluß vom 3 Oktober 1902, die Genehmigung
der Statuten der Krankenkasse der
Brauerei
Emil Mousel & Co. zu Luxemburg-Clausen
betreffend.
Der
Staatsminister,
Präsident
der R e g i e r u n g ;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 31. Juli 1901,
die Arbeiter Krankenversicherung betreffend;
In Erwägung, daß die Actien-Commandit-Ge-
sellschaft Emil Mousel & Co. zu Luxemburg
Clausen, welche die gesetzlichen Vorbedingungen
hierzu erfüllt, erklärt hat, für ihre Arbeiter eine
besondere Krankenkasse errichten zu wollen;
In Erwägung, daß das Statut dieser Kasse,
welches den gesetzlichen Bestimmungen gemäß
aufgestellt ist, den diesbezüglichen Gesetzen und
Verordnungen entspricht;
Beschließt
Les statuts de la caisse éta-
blie pour les ardoisières du Grand-Duché sont
arrêtés définitivement et seront publiés avec le
présent arrêté par la voie du Mémorial.
Luxembourg, le 29 septembre 1902.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Beschluß vom 29. September 1902, die Fest-
setzung der Statuten der für die Schiefer-
gruben des Großherzogthums errichteten
Bezirkskrankenkasse betreffend.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung;
Nach Einsicht des Art. 11 des Gesetzes vom
31. Juli 1901, die Arbeiter-Krankenversicherung
betreffend;
Mit Bezug auf seinen Beschluß vom 15. Sep-
tember 1902, die Errichtung der Bezirkskranken-
kassen betreffend;
Nach Anhörung der am 17. September 1902 zu
Perle gemäß vorgenanntem Art. 11 einberufenen
Versammlung, welcher der für die Bezirkskranken-
kasse der Schiefergruben des Großherzogthums aus-
gearbeitete Statutenentwurf unterbreitet wurde;
In Erwägung, daß das Statut dieser Kasse
den Gesetzen und Reglementen entspricht;
Beschließt
Einziger Artikel
Das Statut der für die
Schiefergruben des Großherzogthums errichteten
Bezirkskrankenkasse ist endgültig festgestellt und
soll mit gegenwärtigem Beschlusse im „Memorial"
veröffentlicht werden.
Luxemburg, den 29. September 1902.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Statuts de la Caisse régionale de secours en cas de maladie établie pour les ardoisières du Grand-Duché.
Nom, circonscription et siège de la caisse.