Loi du 14 février 1905, portant augmentation de l'effectif de la gendarmerie.
Texte législatif (5 Articles)
Grand-Duché de Luxembourg.
Memorial
Großherzogthums Luxemburg.
Samedi, 18 février 1905.
N° 8.
Samstag, 18. Februar 1905.
Loi du 14 février 1905, portant augmentation
de l'effectif de la gendarmerie.
Nous ADOLPHE, par la grâce de Dieu,
Grand-Duc de Luxembourg, Duc de Nassau,
etc., etc., etc.;
Vu la loi du 16 janvier 1881, sur l'organisa-
tion de la force armée, et celle du 25 mars 1885,
portant augmentation de l'effectif de la gendar-
merie ;
Notre Conseil d'État entendu ;
De l'assentiment de la Chambre des députés;
Vu la décision de la Chambre des députés
du 27 janvier 1905 et celle du Conseil d'Etat du
30 du même mois, portant qu'il n'y a pas lieu
à second vote ;
Avons ordonné et ordonnons
L'effectif de la gendarmerie, y com-
pris le cadre des sous-officiers, est porté de
cent trente-cinq à cent quarante-cinq hommes.
Die Effektiv-Stärke der Gendarmerie,
einschließlich der Cadres der Unteroffiziere, wird
von hundertfünfunddreißig auf hundertfünfund-
vierzig Mann gebracht.
Un crédit supplémentaire de 17,000 fr.
est rattaché à l'art. 39 du budget des dépenses
pour 1905.
Mandons et ordonnons que la présente loi
soit insérée au Mémorial, pour être exécutée et
observée par tous ceux que la chose concerne.
Gesetz vom 14. Februar 1905, die Verstärkung
der Gendarmerie betreffend
Wir
Adolph,
von Gottes Gnaden Groß-
herzog von Luxemburg, Herzog von Nassau,
u., u., u.;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 16. Januar
1881, über die Organisation der bewaffneten Macht,
sowie des Gesetzes vom 25. März 1885, die Ver-
stärkung der Gendarmerie betreffend;
Nach Anhörung Unseres Staatsrathes;
Mit Zustimmung der Abgeordneten-Kammer;
Nach Einsicht der Entscheidung der Abgeordneten-
Kammer vom 27. Januar 1905 und derjenigen
des Staatsrathes vom 30. dess. Mts., monach
eine zweite Abstimmung nicht erfolgen wird;
Haben verordnet und verordnen
Ein Nachtrags-Credit von 17.000 Fr.
wird dem Art. 39 des Ausgabenbüdgets pro 1905
beigeschrieben.
Befehlen und verordnen, daß dieses Gesetz ins
„Memorial" eingerückt werde, um von Allen, die
es betrifft, ausgeführt und befolgt zu werden.
DU
des
Luxembourg, le 14 février 1905.
Pour le Grand-Duc
Son Lieutenant-Représentant,
GUILLAUME,
Grand Duc Héréditaire.
Le Ministre d'Etat, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN
Luxemburg, den 14. Februar 1905.
Für den Großherzog
Dessen Statthalter,
Wilhelm,
Erbgroßherzog.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Avis. — Commission d'agriculture.
Par arrêté grand-ducal de ce jour, ont été
nommés membres de la Commission d'agricul-
ture : MM. Jean Koder, propriétaire à Feulen ;
Henri Even, propriétaire à Beaufort; Michel
Noel, propriétaire à Schifflange, et J. Orianne,
propriétaire à Elvange.
Le mandat de ces membres expirera le 1er jan-
vier 1910.
Luxembourg, le 14 février 1905.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Avis. — Règlement communal.
Par délibération du 7 février courant, le con-
seil communal de Grevenmacher a modifié le
règlement de cette ville du 25 janvier 1900, sur
le transport des morts — Cette délibération a
été dûment approuvée et publiée.
Luxembourg, le 16 février 1905,
Le Directeur général de l'intérieur,
H. KIRPACH.
Bekanntmachung — Ackerbaukommission.
Durch Großh. Beschluß vom heutigen Tage sind
zu Mitgliedern der Ackerbaukommission ernannt
worden, die HH.: Johann
Koder,
Landwirth
zu Feulen; Heinrich Even, Landwirth zu Be-
fort; Michel Noel, Landwirth zu Schifflingen,
und J.
Orianne,
Landwirth zu Elvingen.
Die Dienstzeit dieser Mitglieder läuft am 1.
Januar 1910 ab.
Luxemburg, den 14. Februar 1905
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen
Avis. — Notariat.
Par décision du tribunal d'arrondissement de
Diekirch, en date du 8 février ct., M Jos. Neu-
man, notaire à Feulen, a été désigné comme
dépositaire provisoire des minutes et répertoires
de feu le notaire Salentiny d'Ettelbruck.
Luxembourg, le 15 février 1905,
Le Ministre d'Etat, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Avis. — Chambre de commerce
Par arrêté grand ducal du 14 février courant,
M. Henri Funck, fils brasseur à Neudorf, a été
nommé membre de la Chambre de commerce,
en remplacement de M. Henri Funck, père, dé-
cédé.
Luxembourg, le 14 février 1905.
Le Ministre d'Etat, Président
du Gouvernement,
Eyschen
Bekanntmachung. — Notariat
Durch Entscheid des Bezirksgerichtes zu Diekirch
vom 8. Februar c. ist Hr Jos. Neuman, No-
tar zu Feulen, zum provisorischen Depositar der
Urkunden und Repertorien des verstorbenen No-
tars Salentiny von Ettelbruck ernannt worden.
Luxemburg, den 15. Februar 1905
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen
Bekanntmachung — Handelskammer.
Durch Großh. Beschluß vom 14. d. Mts. ist
Hr. Heinrich Funck, Sohn, Bierbrauer zu Neu-
dorf, zum Mitglied der Handelskammer, in Er-
setzung des verstorbenen Hrn. Heinrich Funck,
Vater, ernannt worden.
Luxemburg, den 14. Februar 1905
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Bekanntmachung — Gemeindereglement.
Durch Berathung vom 7. Februar 1905 hat
der Gemeinderath von Grevenmacher das Regle-
ment vom 25. Januar 1900, uber den Leichen-
transport, abgeändert. — Diese Berathung ist vor-
schriftsmäßig genehmigt und veröffentlicht worden.
Luxemburg, den 16 Februar 1905
Der General-Director des Innern,
H. Kirpach.
Art. 4 soll künftighin lauten
Ehrenmitglieder sind diejenigen, welche durch ihre
Baarzeichnungen zum Gedeihen der Gesellschaft bei-
tragen, ohne an deren Unterstützungen teil zu nehmen.
Die Ehrenmitglieder sind stimm- und wahlberechtigt
Alle Arbeitgeber, welche für jedes bei ihnen beschäftigte
wirkliche Mitglied monatlich an die Kasse einen Beitrag
zahlen, gleich der Hällte des von diesem Arbeiter ge-
leisteten monatlichen Beitrages, sind von rechtswegen
stimm- und wahlberechtigte Ehrenmitglieder.
Art. 29 soll künftighin lauten
Das erkrankte oder von einem Unfall betroffene Mitglied
erhält Krankengeld, sowie ärztliche Pflege, Arznei und
sonstige Heilmittel (Brillen, Bruchbänder u. s. w.). Der
Kranke ist frei in der Wahl des Arztes. Es kann jedoch
in keinem Fall eine höhere Reiseentschädigung gewährt
werdet, als diejenige, welche berechnet werden könnte,
wenn der behandelnde Arzt im Kantonal Hauptort wohnen
würde. Ist eine Konsultation von mehreren Aerzten er-
forderlich, so übernimmt der Verein die Kosten nur dann,
wenn der behandelnde A m diese Konsultation gefordert
hat.
Art. 30 soll künftighin lauten
Die Krankenunterstützung begreift von Anfang der
Krankheit an freie ärztliche Behandlung. Arznei und
sonstige Heilmittel (Brillen, Bruchbänder u. s. w.). Vom
dritten Tag nach der Erkrankung ab für jeden Arbeitstag
ein Krankengeld in Höhe der Hälfte des eingeschätzten
Tagelohnes, welcher nicht niedriger sein kann, als durch
Art. 14 des Gesetzes vom 31. Juli 1901 und durch Be-
schluss vom 8. Oktober 1902 vorgesehen. Erkrankungen,
welche, bei der Entbindung oder während des Wochen-
bettes eintreten, begründen denselben Anspruch auf
Unterstützung wie andere Erkrankungen. Für Wöchner-
innen, welche der Versicherungspflicht unterliegen, wird
der Verein die durch Art. 14 3 des Gesetzes vom 31. Juli
1901 vorgesehene Unterstützung gewähren.
Art. 31 soll künftighin lauten
Die Vereinsmitglieder sind verpflichtet, die durch Be-
schluss der General-Versammlung erlassenen Vorschriften
über die Krankenmeldung, das Verhalten de„r Kranken und
Bekanntmachung. — Hilfskasse
Durch Beschluß des Unterzeichneten vom heu-
tigen Tage sind die an Art. 4, 29, 30, 31, 32,
33, 34, 35, 36, 38 und 39 des Statuts des „All-
gemeinen Luxemburger Handwerker- und Arbeiter-
Unterstützungs-Vereins", zu Ettelbrück, vorgenom-
menen Uenderungen genehmigt worden.
die Krankenaufsicht, sowie die Anordnungen des behan-
delnden Arztes zu befolgen. Zuwiderhandlungen gegen
diese Verpflichtung ziehen Ordnungsstrafen, die der Vor-
stand zu vorhängen hat, bis zu 20 Frauken nach sich.
(Art. 25 des staatlichen Statuten-Entwurfes.)
Art. 32 soll künftighin lauten
Die freie ärztliche Behandlung sowie die Zuwendung
von Arzneien und Heilmitteln enden spätestens mit dem
Ablauf der dreizehnten Woche nach Beginn der Krankheit.
Im Falle der Erwerbsunfahigkeit endigen sie spätestens
mit dem Ablauf der dreizehnten Woche nach Beginn des
Krankengeldbezuges.
Art. 34 soll künftighin lauten
Das Mitglied hat erst 18 Monate nach seiner Aufnahme
Anspruch auf die Vorteile der Gesellschaft, mit der Aus-
nahme jedoch. dass die Sterbefallssumme von Fall zu Fall
ausbezahlt wird. Für Vereinsmitglieder, welche dem Ver-
sicherungszwang unterliegen und die etwa noch nicht 18
Monate in der Gesellschaft sind, bleibt also die Pflicht
bestehen, bis zu diesem Zeitpunkte einer Bezirkskasse
beizutreten.
Art. 35 soll künftighin lauten
Kassenmitgliedern, welche die Kasse wiederholt durch
Betrug geschädigt haben, sowie solchen, welche sich die
Krankheit vorsätzlich oder durch schuldhafte Beteiligung
bei Schlagereien oder Raufhändeln, durch Trunkfälligkeit
und geschlechtliche Ausschweifungen zugezogen haben,
wird das Krankengeld entzogen. (Art. 17 des Gesetzes vom
31. Juli 1901.)
Art. 36 soll künftighin lauten
Erkrankten, welche, ohne dass ihnen solches gestattet
war, ausserhalb ihrer Wohnung angetroffen wurden, oder
welche, den ärztlichen Bestimmungen zuwider, Arzneien
und sonstige Nahrungsmittel zu sich genommen, oder
alkoholische Getränke genossen haben, wird das Kranken-
geld entzogen. (Art. 17 des Gesetzes vom 31. Juli 1901.)
Art. 38 soll künftighin lauten
Beim Tode eines Mitgliedes erhalten dessen Erben den
20 fachen Betrag dessen eingeschätzten Tagelohnes, der
nach Art. 14 des Gesetzes vom 31. Juli 1901 wenigstens
Avis. — Société de secours mutuels.
Par arrêté du soussigné en date de ce jour
les modifications apportées aux art. 4, 29, 30,
31, 32, 33, 34, 35, 36, 38 et 39 des statuts de
la société de secours mutuels dite «Allgemeiner
Luxemburger Handwerker- und Arbeiter-Unter-
stützungs-Verein » à Ettelbruck, ont été ap-
prouvées.
den 20-fachen Betrag des ortsublichen Tagelohnes aus-
macht, jedoch ira Höchstbetrage von 80 Fr. und im
Mindestbetrage von 40 Fr, stehen muss. Das Sterbegeld
fällt fort, wenn der Tod vorsätzlich herbeigeführt wurde.
Luxembourg, le 17 février 1905.
Le Minisire d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Avis — Assurance-Maladie
La société de secours mutuels dite « Allge-
meiner Luxemburger Handwerker-und Arbeiter-
Unterstutzungs-Verem » à Ettelbruck satisfait
aux conditions voulues par la loi du 31 juillet
1901 concernant l'assurance des ouvriers contre
les maladies.
Par l'affiliation à cette société de secours mu-
tuels il est satisfait à l'obligation de s'assurer
contre les maladies (art. 3 de la loi).
Luxembourg, le 17 février 1905.
Le Ministre d'Etat, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Luxemburg, den 17 Februar 1905
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Bekanntmachung betreffend die Denaturierung nicht zum Genusse für Menschen bestimmten
ausländischen Fleisches.
Auf Grund des § 29, Abs. 2 der Ausführungsbestimmungen I zu dem Gesetze, betreffend die
Kontrolle des aus dem Zollauslande eingeführten Fleisches, vom 28. März 1903, (Memorial
S. 304) sind als Mittel zur Unbrauchbarmachung für den menschlichen Genuß für ausländische,
zu technischer Verwerthung bestimmte. Fette auch Gerberthrau und Birkenöl, und für getrocknete
Schafdärme, die zu technischer Verwerthung aus dem Auslande bezogen werden, Kampfer und
Naphtalin zugelassen worden.
Luxembourg Imprimerie de la Cour. V. BÜCK.
Bekanntmachung
— Krankenversicherun;
Die auf Gegenseitigkeit beruhende Hilfstasse ge-
nannt „Allgemeiner Luxemburger Handwerker- und
Arbeiter-Unterstutzungs-Verein", in Ettelbrück, ent-
spricht den Bedingungen des Gesetzes vom 31
Juli 1901 uber die
Durch die Mitgliedschaft bei dieser Kasse ist der
Versicherungspflicht Genüge geleistet. (Art 3 des
Gesetzes.)
Luxemburg, den 17 Februar 1905
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Luxemburg, den 10. Februar 1905.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Der General-Director der öffentlichen Arbeiten,
K. Rischard.
Caisse d'épargne. — A la date des 11 et 13 février 1903, les livrets. Nos 53708 et 48202 ont été déclarés
perdus. Les porteurs des dits livrets sont invites à les présenter dans la quinzaine à partir de ce jour, soit
au bureau central, soit à un bureau auxiliaire quelconque de la Caisse d'épargne, et à faire valoir leurs droits.
Faute par les porteurs de ce faire dans le dit délai, les livrets en question seront déclares annulés et rem-
placés par de nouveaux.
Par décision du Directeur général des finances en date du 9 février 1905, les livrets Nos 50225, 59993,
72499, 84154 et 100633 ont été annulés et remplacés par des nouveaux.
Luxembourg, le 16 février 1905.
Hinterlässt der Verstorbene keine Familie, so sorgt die
Gesellschaft, für ein anständiges Begräbniss.
Art. 39 der bisherigen Statuten fallt aus.