Arrêté du 19 septembre 1905, concernant la publi- cation d'un cahier des charges général pour l'aménagement et l'exploitation des pharmacies, en exécution de l'arrêté g.-d. du 25 juin 1905.
Table des dispositions (44)
Texte législatif (44 Articles)
Grand-Duché de Luxembourg.
Großherzogthums Luxemburg.
Samedi, 23 septembre 1905.
Samstag, 23. September 1905
Arrêté du 19 septembre 1905, concernant la publi-
cation d'un cahier des charges général pour
l'aménagement et l'exploitation des pharmacies,
en exécution de l'arrêté g.-d. du 25 juin 1905.
LE DIRECTEUR GÉNÉRAL DES TRAVAUX
PUBLICS ;
Vu les art. 7 et 16 de l'arrêté g.-d. du 25 juin
1905, concernant l'exécution de la loi du 28 fé-
vrier 1905 sur le régime des pharmacies ;
Arrête
En dehors des conditions spéciales
prévues par l'arrêté g.-d. du 25 juin 1905 ou
d'autres dispositions légales ou à édicter en
vertu des mêmes dispositions, les pharmacies
créées à l'avenir devront se conformer aux pres-
criptions du cahier des charges général annexé
au présent arrèté.
Außer den speziellen, durch Großh.
Beschluß vom 25. Juni 1905 oder andere gesetz-
liche Bestimmungen vorgeschriebenen oder zu er-
lassenden Bedingungen unterliegen die künftighin
verliehenen Apotheken den Vorschriften des allge-
meinen Bedingungsheftes, welches gegenwärtigem
Beschluß beiliegt.
Die Apotheke soll aus folgenden Räumen bestehen
1° Der im Erdgeschoß befindlichen
Offizin;
2° Dem Vorrathsraum für die trocken aufzubewahrenden Mittel, —
Material-
und
Kräuterkammer
nebst
Giftkammer
oder
Giftverschlag;
DU
Memorial
des
N° 52.
3° Dem Vorrathsraum zur Aufbewahrung der kühl zu haltenden Mittel. -
Arzneikeller
(Gewölbe, Wandschrank
u.s.w.);
4° Dem
Laboratorium;
5° Der
Stoßkammer;
Sämmtliche Räumlichkeiten sollen verschließbar sein und nach Größe und Einrichtung dem
Geschäftsumfang entsprechen. Sie dürfen nicht zu andern Zwecken benutzt werden, und sind stets
in gutem Zustande, sauber und ordentlich zu erhalten.
Les collèges électoraux de toutes
les communes du Grand-Duché se réuniront au
chef-lieu de la commune et dans les locaux à
indiquer dans les lettres de convocation, le
mardi, 31 octobre prochain, à 9½ heures du
matin, pour procéder par voie d'élection au
remplacement des membres des conseils com-
munaux appartenant à la série de sortie du 1er
janvier 1906.
Die Wahlkollegien aller Gemeinden des
Großherzogthums werden sich am Dienstag, den
31. Oktober k., um 9 ½ Uhr Vormittags, im
Gemeindehauptort und in den durch die Einbe-
rufungsschreiben zu bezeichnenden Lokalen ver-
sammeln, um zur Ersetzung derjenigen Gemeinde-
rathsmitglieder zu schreiten, welche zu der am 1.
Januar 1906 austretenden Serie gehören.
Le présent arrêté sera publié par le
Mémorial.
Luxembourg, le 19 septembre 1905.
Le Directeur général des travaux publics,
CH. RISCHARD.
Beschluß vom 19. September 1905, betreffend
Veröffentlichung eines allgemeinen Beding-
ungsheftes für Einrichtung und Betrieb der
Apotheken, in Ausführung des Groszherzog-
lichen Beschlusses vom 25. Juni 1905.
D e r
General-Director
der
öffent-
lichen Arbeiten;
Nach Einsicht des Großh. Beschlusses vom 25.
Juni 1905, betreffend die Ausführung des Ge-
setzes vom 28. Februar 1905 über das Apothe-
kenwesen ;
Beschließt
Gegenwärtiger Beschluß soll im „Me-
morial" veröffentlicht werden.
Luxemburg, den 19. September 1905.
Der General-Director der öffentlichen Arbeiten,
K. Rischard.
(Anhang.)
Allgemeines Bedingungsheft die Einrichtung und den Betrieb nenanzulegender Apotheken
betreffend.
A. — Einrichtung.
Der Apothekenvorstand muß in demselben Hause wohnen, in welchem die Apotheke
sich befindet. Das Haus muß außen mit der Bezeichnung: „pharmacie—Apotheke", und neben
dem Eingang mit einer für die Apotheke bestimmten Nachtglocke versehen sein.
1. D i e O f f i z i n
Il sera pourvu en même temps et par
le même scrutin au remplacement des con-
seillers appartenant à la série, de sortie de
1909 et dont les sièges, devenus vacants par
suite de décès ou de démission, ne sont pas
encore réoccupés.
Zu gleicher Zeit und durch denselben
Wahlgang wird zur Wiederbesetzung der durch
Tod oder Entlassung in der Austrittsserie von
1909 entstandenen Vacaturen geschritten.
Die Offizin soll trocken, leicht lüftbar, hell und heizbar, mit Rezeptir- und Handver-
kaufstisch sowie mit den erforderlichen Waarengestellen ausgestattet sein, deren oberer Teil offene
Reihen für die Standgefäße bietet, während der untere Schränke oder Schiebekästen aus geruch-
losem Holze enthält, welche letztere in vollen Füllungen laufen oder Staubdeckel haben müssen.
Die Waarengestelle in den zu ebener Erde belegenen Räumen sollen so eingerichtet sein, daß zwischen
der untersten Kastenreihe und dem Fußboden ein mindestens 20 ein hoher Luftraum frei bleibt.
Die Offizin ist Abends durch künstliche Beleuchtung von oben, insbesondere am Rezeptirtisch
gut zu erhellen.
Le bulletin de vote classera séparé-
ment les candidats qui se seront déclarés pour
les sièges appartenant à la série de sortie du
1er janvier 1909.
Ans dem Wahlzettel sind die Candi-
daten, welche sich für die der Austrittsserie vom
1. Januar 1909 angehörenden Vacaturen erklärt
haben, getrennt aufzuführen.
Der Rezeptirtisch soll geräumig, mit einer leicht zu reinigenden Platte verschen, auch
bei Tage gut beleuchtet, mindestens mit
einer
feinen Tarirwaage bis zu 1000 gr. Tragkraft,
vier Handwaagen, deren kleinste 5 gr. Tragfähigkeit hat, sowie den zugehörigen Gewichten von
200 gr. abwärts und den erforderlichen Arbeitsgeräthen ausgestattet, vom Handverkaufstisch
räumlich oder in sonst geeigneter Weise getrennt und gegen das Publikum abgesperrt sein.
Le scrutin de ballottage aura lieu le
même jour que le scrutin principal ; il y aura
une heure d'intervalle au moins et deux heures
au plus entre le premier scrutin et le scrutin de
ballottage.
Die Stichwahl findet an demselben
Tage wie die Hauptwahl statt ; Zwischen beiden
Wahlgängen liegt ein Zeitraum von wenigstens
einer jedoch höchstens zwei Stunden.
Der Handverkaufstisch, welcher eine Verlängerung des Rezeptirtisches sein kann, ist
mit eigenen Waagen und Gewichten, sowie mit besonderen Geräthen auszustatten; derselbe soll
ebenfalls eine leicht zu reinigende Platte haben.
Les candidats devront se déclarer le
mercredi, 25 octobre, avant 6 ½ heures, du soir
au plus tard.
Die Candidaten haben sich spätestens
bis Mittwoch, den 25. Oktober, vor 6 ½ Uhr
Abends, zu erklären.
Für die Rezeptur sind mindestens folgende Geräthe erforderlich
Ein Emulsionsmörser von Porzellan oder Marmor mit hölzernem Pistill;
Vier Porzellanmörser;
Zwei Porzellansalbenmörser;
Je ein bezeichneter Porzellanmörser für Gifte, Jodoformium, eine eiserne und eine aus Holz,
Hartgummi oder Horn hergestellte Pillenmaschine, letztere für die Mittel der Tab. B des Arz-
neibuches bestimmt, mit „Gift" bezeichnet; eine Vorrichtung zur Herstellung, von zusammenge-
preßten Arzneizubereitungen (Tabletten); ein Handdampfkocher mit je einer Infundirbüchse von
Zinn und Porzellan und den erforderlichen Kolirvorrichtungen, außerdem Pulverschiffchen von
Horn oder Hartgummi, Spatel, Löffel von Horn, Holz, Hartgummi oder edlem Metall, darunter
bezeichnete Löffel, je einer für Gifte und Jodoformium, endlich die erforderlichen Gefäße, Käst-
chen u.s.w. zur Aufnahme der zubereiteten Arzneien in ausreichender Zahl.
Die Ausstattung mit Geräthen, sowie mit Waagen und Gewichten (Art. 4) richtet sich nach
dem Umfang des Geschäftsbetriebes
Les conseillers à élire ne pourront
être choisis que parmi les éligibles domiciliés
dans la commune resp. section de commune
qu'ils auront à représenter.
Zu Gemeinderathsmitgliedern können
nur solche gewählt werden, welche in der Gemeinde,
bezw. Gemeindesektion, welche sie Zu vertreten
haben, selbst wohnen.
Art. 7 Die nöthigen Druckformulare werden
unverzüglich den HH. Distriktskommissaren zu-
district, pour être adressés sans délai aux ad-
ministrations communales respectives.
In der Offizin oder in einem an dieselbe anstoßenden Rebenraum ist eine Reinigungs-
(Spül-)vorrichtung, wenn möglich mit fließendem Wasser anzubringen.
Les imprimés nécessaires parvien-
dront incessamment à MM. les commissaires de
Beschluß vom 20. September 1905, wodurch die
Wahlkollegien zur Erneuerung der Hälfte der
Gemeinderathsmitglieder einberufen werden
Der General-Director des Innern;
Nach Einsicht der Wahlgesetze vom 5. März
1894 und 30. Juni 1892, sowie des Gemeinde-
gesetzes vom 24. Februar 1843;
Beschließt
Die Arzneimittel sind in Behältnissen von Glas, Porzellan, Steingut, verzinntem
Blech, geruchlosem Holz oder sonst geeignetem Material aufzubewahren.
Die Arzneibehältnisse sind in bestimmten Farben, die galenischen mit schwarzer Schrift auf
weißem Grunde, die der Tab. C mit rother Schrift auf weißem Grunde und die der Tab. B
mit weißer Schrift auf schwarzem Grunde nach der Nomenclatur des Arzneibuches in haltsgemäß
in dauerhafter Schrift deutlich Zu bezeichnen; lackirte Papierschilder mit Druck oder deutlicher
Schrift sind zulässig. Für die Staubgefäße der Säuren und Laugen sowie dos Bromum und
Jodum
ist radirte Schrift statthaft. Sämmtliche Behältnisse und Bezeichnungen sind in gutem
Zustande zu erhalten.
Le présent arrêté sera inséré au Mé-
morial.
Luxembourg, le 20 septembre 1905.
Le Directeur général de l'intérieur,
H.
KIRPACH
Avis. — Association syndicale.
Conformément à l'art. 10 de la loi du 28 dé-
cembre 1883, il sera ouvert du 12 octobre au
26 octobre 1905, dans la commune de Marner,
une enquête sur le projet et les statuts d'une
association à créer pour l'établissement de
chemins d'exploitation à Holzem.
Le plan de situation, le devis détaillé des tra-
vaux, un relevé alphabétique des propriétaires
intéressés, ainsi que le projet des statuts de
l'association sont déposés au secrétariat commu-
nal de Marner à partir du 12 octobre prochain.
M. Ch. Risch, membre de la commission
d'agriculture à Cap, est nommé commissaire à
l'enquête. Il donnera les explications nécessaires
aux intéressés, sur le terrain, le 26 octobre pro-
chain, de 9 à 11 heures du matin, et recevra
les réclamations le même jour, de 2 à 4 heures
de relevée, à l'école de Holzem.
Luxembourg-, le 19 septembre 1905.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Avis. — Bourses d'études.
Les bourses d'études Dupont, Huguenin et
Reisen seront vacantes à partir du 1er octobre
prochain. Les prétendants à la jouissance de
ces bourses sont invités à me faire parvenir
leurs demandes pour le 15 du même mois au
plus tard.
Luxembourg, le 22 septembre 1905.
Le Directeur général des finances,
M. MONGENAST.
Bekanntmachung. — Syndikatsgenossenschaft.
Gemäß Art. 10 des Gesetzes vom 38. Dezember
1883 wird vom 12. October auf den 26. October
1905 in der Gemeinde Manier eine Untersuchung
abgehalten über das Projekt und die Statuten
einer Zu bildenden Genossenschaft für Anlage von
Feldwegen zu Hohem.
Der Situationsplan, der Kostenanschlag, ein
alphabetisches Verzeichnis der betheiligten Eigen-
tümer sowie das Projekt des Genossenschafts-
aktes sind auf dem Gemeindesekretariat von Mamer
vom. 12. October k. ab, hinterlegt.
Hr. Ch. Risch, Mitglied der Ackerbau-Com-
mission zu Cap, ist zum Untersuchungscommissar
ernannt. Die nöthigen Erklärungen wird er den
Interessenten am 26. October k. von 9—11 Uhr
Morgens, an Ort und Stelle geben und am selben
Tage, von 2—4 Uhr Nachmittags, etwaige Ein-
sprüche im Schulsaale zu Holzem entgegennehmen.
Luxemburg, den 19. September 1905.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
52a
gehen, welche sie alsdann unversäumt an die
Gemeindeverwaltungen versenden werden.
Gegenwärtiger Beschluß soll ins „Me-
morial eingerückt werden.
Luxemburg, den 20. September 1905.
Der General-Director des Innern,
H. Kirpach.
Bekanntmachung. — Studienbörsen.
Die Studienbörsen
Düpont,
Hüguenin
und
Reisen
werden vom 1. Oktober k. ab
fällig sein. Bewerber um deren Genuß sind ge-
beten, mir ihre desfalsigen Gesuche für spätestens
den 15. Oktober zukommen zu lassen.
Luxemburg, den 22. September 1905.
Der General-Director der Finanzen,
M .
Mongenast.
Quatrième relevé des permis de chasse délivrés pour l'année de chasse
1905—1906.
N°
du permis
de
chasse.
Date
de la délivrance.
3 sept. 1905
id.
id.
id.
6 septembre
id.
7 septembre
8 septembre
id.
9 septembre
11 septembre
12 septembre
id.
id.
id.
id.
id.
id.
id.
id.
13 septembre
14 septembre
id.
id.
id.
id.
id.
16 septembre
Id.
id.
id.
18 septembre
id.
id.
id.
19 septembre
id.
id.
Nom et prénoms
de la partie prenante.
Kirsch, Eugène.
Ensch, Ferdinand.
Schmitz, Pierre.
Weis, Jean-Pierre.
Stephany, Jean.
Hermann, Jacques.
van Dyck, Emile.
de la Fontaine, Jules.
Roth, F.-C.-Auguste.
Saur, Mathias.
Brimmeyr, Auguste.
Weylandt, Félix.
Gales, Mathias
Arens, Martin.
Reisen, Grégoire.
Schmitz, Mathias.
Filbig, Nicolas.
Farnier, Pierre-Joseph.
Fonck, Eugène.
Derneden, Albert.
Brasseur, Alexis, fils..
Meintz, Charles.
Jacoby, Corneille.
Liez, Emile.
Becker, Jean-Baptiste.
Steichen, Nicolas-Pierre.
Klein, F.-J.-Ernest.
Feipel, Jean-Pierre.
Saur, Georges.
Lahr, Nicolas.
Adam, Nicolas.
Elvinger, André.
Jœsch, Charles.
Kohl, Mathias.
Nelles, Alfred.
Mailliet, Théodore.
Reisen, Mathias.
Terrens, Michel.
Qualité.
Cultivateur.
Photographe.
Cultivateur.
id.
Garde particulier.
Négociant.
Major-commandant.
Ingénieur.
Cabaretier.
Propriétaire.
id.
Cultivateur.
id.
Candidat-vétérinaire.
Cultivateur.
id.
Maréchal-ferrant.
Cultivateur.
Rentier.
Conducteur agricole.
Avocat.
Cultivateur.
Étudiant.
Surnum. de l'Enregistr.
Rentier.
Cultivateur.
Propriétaire.
Vigneron.
Ingénieur.
Vigneron.
id.
Garde particulier.
Chasseur de S. A. R.
Employé.
Hôtelier.
Cultivateur.
id.
id.
Domicile.
Ehlange.
Paris.
Kaundorf.
Reichlange.
Huldange.
Athus.
Luxembourg.
Bruxelles.
Eschweiler (Wiltz)
Wintrange.
Bollendorf.
Redange.
Roder.
Hosingen.
Selscheid.
id.
Nœrdange.
Troine.
Martelange.
Luxembourg.
id.
Ehlerange.
Tadler.
Luxembourg.
Altzingen.
Machtum.
Emerange.
Wellenstein.
Esch-s.-Alz.
Remerschen.
Wormeldange.
Staffelstein.
Berg.
Eisenborn.
Diekirch.
Schlindermanderscheid.
Selscheid.
Waldbillig.
20 septembre.
id.
id.
21 septembre.
id.
22 septembre.
id.
23 septembre.
Kremer, Eugène.
Fonck, Jacques.
Olinger, Nicolas.
Michels, Nicolas.
Virte, Jules.
Lamort, Eugène.
Hihl, Mathias.
Kauffmann.
Cultivateur.
Garde particulier.
Cultivateur.
Aubergiste.
Contre-maître.
Industriel.
Cultivateur.
id.
Rœdgen.
Hamm.
Rumelange.
Bollendorf.
Luxembourg-Gare.
Manternach.
Heisburgerhof. (Bous.)
Pissange.
Avis. — Bourses d'études.
La bourse d'études de la fondation Majerus
sera vacante à partir du 1er octobre prochain.
Les prétendants à la jouissance de cette
bourse sont invités à me faire parvenir leurs
demandes, accompagnées des pièces justifica-
tives de leurs droits, pour le. 15 du même mois
au plus tard.
Luxembourg, le 22 septembre 1905.
Le Directeur général des finances,
M .
MONGENAST.
Avis. — Postes et télégraphes.
A partir du 1er octobre prochain le § 15 de
l'avis inséré au Mémorial n° 6, du 14 février
1887, page 73, et reproduisant les taxes à per-
cevoir pour les envois postaux échangés à l'In-
térieur du Grand-Duché subira la modification
suivante
La taxe de 20 centimes due pour l'émission
d'un avis de non-livraison relatif à un colis non
distribuable est réduite à 10 centimes.
Luxembourg, le 22 septembre 1905.
Le Directeur général des finances,
M .
MONGENAST.
Bekanntmachung. — Studienbörsen.
Die Studienbörse der Stiftung
Majerus
wird vom 1. Oktober k. ab fällig sein.
Bewerber um den Genuß dieser Börse sind
gebeten, mir ihre desfalsigen Gesuche nebst Be-
legstücken für spätestens den 15. Oktober zukommen
zu lassen.
Luxemburg, den 22. September 1905.
Der General-Director der Finanzen,
M. M o n g e n a s t .
Caisse d'épargne. — Par décision du Directeur général en date du 15 septembre 1905, le livret n° 91925
a été annulé et remplacé par un nouveau.
Luxembourg, le 20 septembre 1905.
Bekanntmachung. — Post- und Telegraphen-
wesen.
Vom 1. Oktober k. ab wird § 15 der in Nr. 6
des Memorial vom 14. Februar 1887, Nr. 73,
veröffentlichten Bekanntmachung, betreffend die
Taxen für die zur Beförderung im Innern des
Großherzogthums aufgegebenen Postsendungen,
folgende Abänderung erleiden
Die für die Ausstellung eines Laufschreibens
bezüglich eines unbestellbaren Packeis zu entrich-
tende Gebühr von 20 Cts. wird auf 10 Cts.
herabgesetzt.
Luxemburg, den 22. September 1905.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Chemins de fer cantonaux. — Lignes de Nœrdange-Martelange et Diekirch-Vianden: 44 kilom.
RECETTES.
Du 1er au 28 février
Du 1er janvier au 31 janvier.
Du 1er janvier au 28 février.
Différence en faveur de l'année
VOYAGEURS.
fr.
4,358 55
4,468 25
fr.
8.826 80
8,346 10
fr.
480 70
MARCHANDISES.
fr.
6,814 65
5,117 25
fr. 11,931 90
10,228 20
fr.
1,703 70
RECETTES DIVERSES.
fr.
522 65
545 17
fr.
1,067 82
1,082 55
fr.
14 73
RECETTES TOTALES
fr.
11,695 85
10.130 67
fr.
21,826 52
19,656 85
fr.
2,169 67
Produit kilométrique correspondant à
1905 fr. 2,976 34.
1904 fr. 2,680 48.
Chemins de fer vicinaux. — Ligne de Bettembourg-Aspelt,
Longueur en exploitation : 11 kilomètres.
RECETTES.
Du 1er au 28 février
Du 1er au 31 janvier
Du 1er janvier au 28 février
Différence en faveur de
VOYAGEURS
fr.
1,197 22 ½
1,201 25
fr.
2,398 47½
2,459 20
fr.
60 72½
MARCHANDISES.
fr.
578 80
451 70
fr.
1,030 50
853 80
fr.
176 70
RECETTES DIVERSES.
fr.
10 80
1 85
fr.
12 65
4 35
fr.
8 30
RECETTES TOTALES.
fr.
1,786 82½
1,654 80
fr.
3,441 62½
3,317 35
fr.
124 27½
Produit kilométrique correspondant à
1905 fr.
1,935 57
1904 fr.
1,839 62
Chemins de fer vicinaux, — Ligne de Luxembourg-Echternach.
Longueur en exploitation : 46 kilomètres.
RECETTES.
Du 1er au 28 février
Du 1er au 31 janvier
Du 1er janvier au 28 février
VOYAGEURS.
fr.
6,948 42
7,565 20
fr. 14.513 62
MARCHANDISES.
fr.
827 30
944 00
fr. 1,771 30
RECETTES DIVERSES.
fr.
191 36
209 76
fr. 401 12
RECETTES TOTALES.
fr.
7,967 08
8,718 96
fr. 16,686 04
Produit kilométrique fr. 2.176 44.
Luxembourg. — Imprimerie V. BÜCK.
Jedes Arzneibehältniß darf nur das der äußern Bezeichnung entsprechende Arzneimittel
enthalten; in getheilten Kästen oder in Kästen mit einzeln bezeichneten Einsatzgefäßen von
geeignetem Material kann derselbe Stoff in verschiedener Form (ganz und zerkleinert) aufbewahrt
werden. Papierbeutel als Einlagen in Kästen sind unstatthaft. Auf Arzneimittel welche zur
schnellen Abgabe verpackt in ordnungsmäßigen Behältnissen aufbewahrt werden, findet diese
Vorschrift keine Anwendung.
Arzneispezialitäten dürfen nur dann gemeinschaftlich in Schränken oder Schiebekästen aufbewahrt
werden, wenn sie in geschlossenen Packungen sich befinden, einzeln bezeichnet, sowie ordnungs-
gemäß und übersichtlich aufgestellt sind. Eine äußere Bezeichnung der Schränke oder Schiebekästen
ist in diesem Falle erforderlich.
Die sehr vorsichtig aufzubewahrende:: Mittel (Tab. B des Arzneibuches), sowie alle
dort nicht verzeichneten Mittel von gleicher Wirkung, mit Ausnahme des Phosphors, welcher in
den Arzneikeller gehört, dürfen in der Offizin oder in einem geeigneten Nebenraum in kleinen
Mengen, in einem besondern, äußerlich mit „Gift" oder „Tab. B" oder „Poisons" oder„Venena"
bezeichnetem Behältniß vorräthig gehalten werden. Hinter der äußern Thür desselben, welche
außer der Zeit der Benutzung stets verschlossen zu halten ist, müssen drei oder vier ebenfalls
verschließbare Abteilungen (Schränkchen oder zum Verschließen eingerichtete Schubfächer), je eine
Zur Aufnahme der Alkaloïda, bei welchem auch die Cyanverbindungen aufbewahrt worden können,
Arsenicalia, und Mercurialia sich befinden. Die Thüren dieser Abtheilungen sind mit entsprechender
dauerhafter Bezeichnung zu versehen. In diesem Giftbehältniß oder in einem besondern Kästchen
müssen sich die mit „Gift", „Poison" oder „Tab. B" oder „Venena" bezeichneten Geräthe,
mindestens: 1 Waage, 1 Löffel, 1 Mörser, ebenfalls befinden; dieselben sind stets für die Verab-
folgung und Verarbeitung jener Stoffe zu benutzen und nach dem Gebrauch sorgfältigst zu reinigen.
Der Schlüssel zum Giftbehältniß ist zuverlässig aufzubewahren.
Die vorsichtig aufzubewahrenden Mittel (Tab. C des Arzneibuches), sowie alle dort
nicht verzeichneten Mittel voll gleicher Wirkung sind in besondern, nur für diese Mittel bestimmten
Abtheilungen der Waarengestelle unterzubringen.
Lösungen von Extracten mit Ausnahme der narkotischen, abgetheilte Pulver für die
Rezeptur, zusammengepreßte Arzneizubereitungen, welche Arzneistoffe der Tabellen B oder C des
Arzneibuches enthalten, mit Ausnahme der Santoninum bis 0,05 gr. oder Coffeinum bis 0,1 gr.
enthaltenden, fertige Abkochungen, Aufgüsse, mit Ausnahme der in das Arzneibuch aufgenommenen,
dürfen nicht vorräthig gehalten werden.
3ïrt. 13. Saïpfungen tiorräftitg ju'Ijalten, ift geftattet, toenn bie geïoftc eubftanj ntc£>t
jerfefcbarunb bie Söfung I;aïtbar ift; ba8 Sofung^erÏHÏlinifj ift auf bec ©ignatur be§ £taub=
gcfäjscS in gleicher Sßeife wie bie Sejetdjnung be3 3nl;alt3 31t üermerfeu. S)ie Söfungen finb
orbnungSm&ßtg aufjubeiuafyren.
SKrt. 14. Sieienigen bittet, toeldje bitreft SicBteirtfluf? leiben, ftub in fc^mar^cn ober gelben
©Ktfern ober fonft nad? SSorfdjrift be3 2lrpeibu<$e3, alle übrigen SJtitiel fo aufjubetuafyren, baß
fie in tabelïofem ^uftanbe bleiben; uarfottfelje uub aromarifdje ^fTanjentbetle Juden in gut
itf)Iief>enben ^ebültniffen, Jgobofornttum mit hm be^etebnenben ©ispenfirgerâtkn in einem fies
fonbern ©d)ranf ober Äaften untergebrad)t toerben. (Sine bezeichnete SBaage für ^oboformium
ift auüerl;alb biefc^ iöet)äitniffe§ gefoubert aufjubciuaCren.
9lrt. 15. SDte 'Stanbgefäf3e unb 6d)iebcfäfteu ftub in ©nippen atp^abetifd) itbcrfidötricfi 31t
oïbnen.
2. S)ie ÜRatertals unb
Ä r d u t e r l a m m e r .
(SJcrratljäraum für bie troeïeu flu^uiieiuatn'eitbeu ÜDüttel, mit bei* ©tftfatitmcr ober bem ©iftberfiSIag.)
Strt 16, tiefer Sorratbêraum, toel^er sur 2ïufuatmte aller troeïen aufjubeïuabreuben
fälittd
bient, foll Ijell, troefeu, leicht lüftbar unb mit einfadjen, banerbaft gefallenen Söaarengeftcllen
foline ben erforberli^en SSaagen unb ©eiind;ten auSgeflatiet [ein. £d;iebc!äften muffen auS
gcntc^Iofem ^otje gefertigt fein, in Dollen Füllungen laufen ober ©taubbecïeï tiaUn. fflt für
größere 5Jorrdt^e ein befouberer Saunt, 5. 33. eine bejoubere ßräuterfammer üorbauben, fo ift
berfelbe entf^red)enb auSjuftatten.
2trt. 17. S)ie ©iftfammer foïï fid; in bem Sßorratfieranme beftnben unb eine bnrd;brod;ene
ober fejle itmipebnmg luiben, ioeld)e außer ber $eit ber S3enu^ung ftetö nerfd^Io'ffen 311 galten
ift. Sie muß bur(^ SageSli^t gut erhellt unb fo geräumig fein, baf3 ein erwad)feuer sI)tenfd) fid)
•jum Ibiyägen ber ©ifte frei bariu beiueg.eu faun. S)ie SiugaugStbür ift an ber 3tuf3euf(äd)e auf
f^Darjem ©runbe in ineißer ^d)rift mit ber Jöejeid^nung „©ifte^ ober «Poisons« ober „%ah. ßy/
ober « Vene im « jn üerfef;en.
^n ber ©iftfammer ift ber mit beut erforberlidjen 2lrbeit§tifd)e (S)i§!peufir^ïatte) uerfebene
©iftfe^ran? aufjuftellen, beffen %büx in gleidjer äßeife luie bie ©ingangStpr 3111* ©iftfammer 51t
bejei^tten unb außer ber ßeit ber SBenufcung ftet§ nerfd)ïoffen 511 galten ift. $n bem ©iftfdurante
muffen fid; bie in Strt. 10 ermähnten brei ober üter üerfd)[offenen unb an ben Spüren entfpved)enb
bejei^neteu Abteilungen für bie SSorrätt^e ber fel;r üorfid;tig aufeubefoatyrenben SJlittel befinben.
S)ie im Strt. 10 bezeichneten ©erätlje muffen aud; I;ier oorï;anbeu fein.
9Bo bie Skrijältniffe bie Stnlage ber ©iftfammer in bem S8orratl;Sraume nid;t geftatten, barf
ein anberer, fidjer unb inenn möglid; neben bem Sorratpraum gelegener, üon ben 9BoI;uräumen
unb 3Birtlifôaft3geIafîen uöttig getrennter Staum baju benu^t ioerbeu.
vSottten öorübergeljeub größere Mengen ^bereiteter ©ifte gebraust loerben, fo fönuen biefeïben
in bieten unb feft öerfd)loffenen S3el;ättniffeu aud; außerhalb be§ 6<|ranfeS in ber ©ifteammer
mit ben 3m ßerfiettung foirer ©iftmifdjuugeu bienenben ©efä&en u. f. JD. aufgestellt werben.
®er ecfjluffeï jum ©iftfd;ran? ijt.gutierï&ffig aufeubetoaÇren.
%tt. 18. ©in ettoa üor^anbener Srocïenboben fott fugenbic^t unb fauber gelten fein.
3.
Der
Arzneikeller.
(Vorrathsraum
für die kühl aufzubewahrenden Mittel.)
Die kühl zu bewahrenden Arzneimittel gehören in den Arzneikeller, welcher gepflastert
oder cementirt oder asphaltirt oder gedielt, möglichst hell, luftig und trocken sein soll.
Der Arzneikeller ist in ähnlicher Weise wie die Materialkammer einzurichten, jedoch ist eine
Waage nicht erforderlich.
Falls ein Keller wegen Grundwassers oder aus sonstigen triftigen Gründen nicht brauchbar
ist, so kann an seiner Stelle ein Gewölbe oder ein großer Wandschrank im Erdgeschoß benutzt
werden Dieser Raum darf so wenig wie der Arzneikeller mit Wirthschaftsräumen oder dem
Laboratorium in unmittelbarer Verbindung stehen
Der Phosphor muß im Arzneikeller und zwar unter Wasser, in einer mit Glasstöpsel ver-
schlossenen, bezeichneten Flasche, welche in Sand oder Asbest in einer außen lackirten, bezeichneten
Eisenblechkapsel steht, aufbewahrt und nebst allen Phosphorzubereitungen in feuersicherer Weise
unter Verschluß aufgestellt werden.
Wenn besondere Räume zur Aufnahme überschießender Vorräthe, welche in den vor-
handenen Standgefäßen nicht untergebracht werden können, eingerichtet sind, so müssen dieselben
unter Berücksichtigung der Vorschriften über die Absonderung der vorsichtig aufzubewahrenden
Mittel bei deutlicher Bezeichnung der Behältnisse ordentlich gehalten werden.
Mittel der Tab. B des Arzneibuches dürfen hier niemals Platz finden.
4.
Das
Laboratorium.
Das Laboratorium soll nach Größe und Ausstattung dem Geschäftsbetriebe ent-
sprechen, hell und leicht lüftbar, feuersicher, am Fußboden wasserdicht und mit feuerfester Decke
versehen sein,
Dasselbe soll mindestens mit einer kleinen Dampfkoch- und Dampfdestillationsvorrichtung nebst
erforderlichen Ausrüstungsgegenständen, einer Einrichtung für freie Feuerung und einem Trocken-
schrank, sowie mit den erforderlichen Waagen und Gewichten ausgestattet sein. Der Trockenschrank
kann auch an einem andern Orte aufgestellt werden, muß dann aber verschließbar sein und den
sonstigen Vorschriften entsprechen.
Eine Presse mit Zinn oder verzinnten Einsätzen Matten) sowie ein mit Luftlöchern versehenes
Schränkchen zur Aufbewahrung der Kolir- und Preßtücher ist hier oder an einem benachbarten
andern Orte sachgemäß aufzustellen. Die Kolir- und Preßtücher (Beutel) sind, soweit erforderlich,
zu bezeichnen.
Die in dem Arzneibuche vorgeschriebenen Reagentien und maaßanalytischen Lösungen nebst den
dazu gehörigen Geräten nämlich mindestens
ein Kolben zu 1 Liter;
ein Kolben zu 500 ccm;
ein Kolben zu 100 ccm Inhalt mit engem Hals und einer Marke;
vier Vollpipetten von 5, 10, 20, 25 ccm;
zwei Meßpipetten zu 5 u. 10 ccm. Inhalt in 1/10 ccm abgetheilt;
zwei Buretten zu 25—50 ccm. Inhalt, in 1/10 ccm. abgetheilt mit Glasverschluß versehen,
nebst Stativ; ferner
ein Scheidetrichter;
ein Glascylinder zu 100 ccm. Inhalt mit Glasstöpsel, ohne Tülle, in 1 ccm. abgetheilt;
zwei Uhrgläser mit Klemme ;
eine Waage zur Bestimmung des spezifischen Gewichtes und für feinere Wägungen (z. B. eine
Mohr'sche oder Mestphal'sche Waage);
ein Exsikkator;
ein Luftbad;
eine Siedethermometer;
mehrere Kapillarröhrchen;
mehrere Siedekölbchen, Bechergläser und Reagircylinder;
ein Mikroskop;
ein Perkolator
sind vorräthig zu halten und sachgemäß in den Geschäftsräumen aufzubewahren.
Für diejenigen Reagentien, welche in einem andern Raume der Apotheke in gebrauchsfähigem
Zustande Vorräthig gehalten oder welche bei Bedarf hergestellt werden, sind besondere Gefäße
nicht erforderlich.
5.
Die
Stoßkämmer.
Art. 22 Zum Zerkleinern der Arzneimittel dient ein besonderer Heller Raum, in welchem außer
einem Arbeitstische die erforderlichen Werkzeuge (Metallmörser, Wiege-, Schneide- oder Stampf-
messer mit Brett oder Kasten und dergl.) ihren Platz finden. Die im Arzneibuche geforderten
Siebe sind, mit den vorgeschriebenen Nummern versehen, au geeignetem Platze, gegen Verun-
reinigung geschützt, aufzubewahren. Siebe für starkwirkende und starkriechende Mittel sind ent-
sprechend zu bezeichnen.
Alle Rebenräume, mit Ausnahme der in Art. 18 und 20 erwähnten, sind mit
einem Arbeitstisch auszustatten; sie sind außer der Zeit der Benutzung thunlichst verschlossen zu
halten.
Sämtliche Waagen in der Offizin wie in den Nr benräumen von 1 kgr. Trag-
fähigkeit abwärts müssen ebenso wie sämtliche Gewichte von 500 gr. abwärts präzisirt sein.
Die Vorschriften der Art. 6, 9, 11, 13, 14 und 15 gelten auch für die Vorraths-
räume. Ausgenommen sind die im Art. 14 für Jodoformium getroffenen Bestimmungen.
In jeder Apotheke müssen vorhanden sein
Das offizielle Arzneibuch;
Die Arzneitaxe;
Die gesetzlichen, sowie reglementarischen Bestimmungen über das Apothekenwesen;
Ein Giftverkaufsbuch nebst Belegen (Giftscheinen);
Wissenschaftliche Bücher für die Fortbildung der Gehülfen und zur Ausbildung von Lehrlingen;
Eine Pflanzensammlung oder ein Werk mit guten Abbildungen von Pflanzen und Pflanzen-
theilen.
B. — Betrieb.
In jeder Apotheke müssen die vorgeschriebenen oder vorzuschreibenden Mittel stets
vorräthig und alle vorhandenen Mittel von vorschriftsmäßiger Beschaffenheit sein. Dieselben
Waaren in verschiedener Güte zu führen ist dem Apotheker nicht gestattet. Ausgenommen hier-
von sind die lediglich zu technischen Zwecken dienenden, als solche unzweideutig bezeichneten
Waaren.
Der Apothekenvorstand ist für die Güte aller Mittel verantwortlich, gleichviel ob er
dieselben bezogen oder selbst hergestellt hat: die Herstellung darf nur nach Vorschrift des Arz-
neibuches stattfinden. Die selbstbereiteten Mittel sind in ein Arbeitstagebuch einzutragen, die
gekauften Mittel dagegen nach den Bestimmungen des Arzneibuches auf Echtheit und Reinheit
sorgfältig zu prüfen.
Der Apothekenvorstand hat fortlaufend die Arzneistoffe, insbesondere die dem Ver-
derben oder der Zersetzung unterliegenden, sorgfältig zu prüfen und erforderlichenfalls durch
einwandfreie Waaren zu ersetzen.
Art. 30 Aerztliche Verordnungen (Rezepte) sind unter Beobachtung größter Sauberkeit und
Sorgfalt ohne Verzug auszuführen; vom Arzte als eilig bezeichnete gehen andern Verordnungen
vor. Die einzelnen Bestandtheile dürfen nicht abgemessen, sondern müssen abgewogen werden.
Die zur Verarbeitung von Giften und von stark riechenden Mitteln bestimmten Geräthe dürfen
anderweitig nicht benutzt werden.
Aerztliche Verordnungen dürfen von Lehrlingen nur unter Aufsicht des Vorstandes oder eines
Gehilfen, unter deren Verantwortlichkeit, angefertigt werden.
Art. 3 1 . Der Apothekenvorstand hat sämtliche in seiner Offizin ausgeführten ärztlichen und
thierärztlichen Verordnungen Tag für Tag in ein spezielles Register einzutragen, und den Tax-
preis derselben in einer eigenen Colonne zu führen und am Ende jeder Seite zusammen zu
rechnen.
Nebengeschäfte dürfen Apotheker nur mit Genehmigung der Regierung in besonderen,
von den Apothekenräumen getrennten und mit eigenem Eingang versehenen Gelassen betreiben.
Der Apothekenvorstand ist verpflichtet, jede Behinderung, in der Leitung der Apotheke,
wenn sie die Dauer von drei Tagen übersteigt, unter Benennung des Vertreters, dem Medizinal-
kollegium rechtzeitig anzumelden.
Avis. — Ecole normale.
Par arrèté grand-ducal en date du 18 ct., M.
Jean Logeling, maître de dessin à l'Ecole nor-
male, a été nommé professeur de 2e classe au
même établissement.
Luxembourg, le 20 septembre 1905.
Le Directeur général de l'intérieur,
H. KIRPACH.
Avis. — Règlement communal.
En séance du 12 septembre 1905, le conseil
communal de Grevenmacher a arrêté un règle-
ment décrétant le ban de vendange pour 1905.
— Ce règlement a été dûment publié.
Luxembourg, le 18 septembre 1905.
Le Directeur général de l'intérieur,
H. KIRPACH.
Bekanntmachung. — Normalschule.
Durch Grosch. Beschluß vom 18. c. ist Hr.
J.
Logeling,
Zeichenlehrer an der Normal-
schule, zum Professor zweiter Klasse an derselben
Anstalt ernannt worden.
Luxemburg, den 20. September 1905.
Der General-Director des Innern,
H. Kirpach.
Bekanntmachung — Gemeindereglement.
In seiner Sitzung vom 12. September 1905
hat der Gemeinderath von Grevenmacher ein
Reglement über die Sperre der Weinberge für
das Jahr 1905 erlassen. — Besagtes Reglement
ist vorschriftsmäßig veröffentlicht worden.
Luxemburg, den 18, September 1905.
Der General-Director des Innern,
H. Kirpach.
Arrêté du 20 septembre 1905, portant convocation
des collèges électoraux pour le renouvellement
triennal des conseils communaux.
LE DIRECTEUR GÉNÉRAL DE L'INTÉRIEUR ;
Vu les lois électorales dos 5 mars 1884 et 30
juin 1892, ainsi que la loi communale du 24 fé-
vrier 1843 ;
Arrête