Arrêté du 12 juillet 1937 concernant le commerce des chèques de voyage et de tous autres instru- ments similaires de paiement portant sur des Reichsmarks dits «Registermarks».
Table des dispositions (23)
Texte législatif (23 Articles)
Mémorial
du
Grand-Duché de Luxembourg.
Memorial
des
Großherzogtums Luxemburg.
Mercredi, 14 juillet 1937.
№ 5 2
Mittwoch, 14. Juli 1937.
Arrêté du 12 juillet 1937 concernant le commerce
des chèques de voyage et de tous autres instru-
ments similaires de paiement portant sur des
Reichsmarks dits «Registermarks».
Le Ministre des Finances,
Vu l'art. 1er de l'arrêté grand-ducal du 29 mai
1937 et l'arrêté du 16 juin 1937 concernant le com-
merce des chèques de voyage et instruments simi-
laires de paiement portant sur des Reichsmarks
dits « Registermarks » ;
Arrête
A dater du 15 juillet 1937 le pourcentage
des « Reichsmarks libres », qui devront être obli-
gatoirement utilisés pour la vente, dans les condi-
tions prévues à l'art. 1er de l'arrêté grand-ducal du
29 mai 1937, de chèques de voyage ou instruments
similaires de paiement portant sur des Reichsmarks
dits «Registermarks» pour séjours en Allemagne,
est fixé, jusqu'à nouvel ordre, à 20 p. c. de la somme
totale en Reichsmarks des chèques ou des instru-
ments de paiement qui seront émis.
La Banque Nationale de Belgique fournira ces
« Reichsmarks libres» au cours auquel elle les
obtiendra contre francs belges de la Reichsbank
et contre paiement des frais de correspondance
inhérents à ces opérations, plus une commission de
¼ p. m. avec un minimum de 1 fr. b. Les cessions
seront faites sous forme de chèques ou de toute
autre manière à la convenance de cette institution.
Le montant minimum de « Reichsmarks libres»
que
la Banque Nationale de Belgique délivrera
est de 50 Rm.
Das Verhältnis für die obligatorische
Beimischung von „freien Reichsmark" beim Verkauf
von Reiseschecks oder ähnlichen auf
Reichsmark
genannt „Registermark" lautenden Zahlungsmitteln
für den Aufenthalt in Deutschland, unter den in
Art. 1 des Großh. Beschlusses vom 29. Mai 1937
vorgesehenen Bedingungen, ist vom 15. Juli 1937
an bis auf weiteres auf 20 vom Hundert des Gesamt-
betrages in Reichsmark der auszustellenden Reise-
schecks oder Zahlungsmittel festgesetzt.
Die Belgische Nationalbank wird diese „freien
Reichsmark" zu dem Kurse abgeben zu dem sie die-
selben in belgischen Franken von der Reichsbank
erhält sowie gegen Zahlung der Korrespondenzspesen,
zuzüglich einer Kommission von ¼ v. T. mit einem
Minimum von 1 belg. Fr. Die Belgische National-
bank wird diese Cessionen in Form von Schecks oder
in irgend einer anderen von ihr zu bestimmenden
Form tätigen.
Der Mindestbetrag an „freien Reichsmark" den
die belgische Nationalbank abgibt beträgt 50 Rm.
La Convention relative au tourisme
allemand vers le Grand-Duché de Luxembourg et
la Belgique (convention touristique), signée à
Berlin le 5 juillet 1937, entrera en vigueur le 15 juillet
1937 et cessera ses effets le 30 septembre de la
même année.
Das am 5. Juli 1937 in Berlin Unter-
zeichnete Abkommen über den deutschen Reisever-
kehr nach dem Großherzogtum Luxemburg und nach
Belgien (Reiseverkehrsabkommen) tritt am 15. Juli
1937 in Kraft und wird am 30. September desselben
Jahres außer Kraft treten.
Les paragraphes 5 et 6 de l'art. 7 de
l'arrêté grand-ducal du 11 janvier 1936 relatif aux
paiements entre l'Union économique belgo-luxem-
bourgeoise et l'Allemagne, sont remplacés par les
suivants
« Les règlements seront effectués en attribuant
des pourcentages successifs jusqu'à concurrence
de 100% aux créances dont l'échéance est comprise
entre le 1er juillet 1935 et le 31 décembre 1936 et,
postérieurement à cette dernière date, à celles dont
l'échéance sera comprise dans une période variable,
dépendant des possibilités de transfert et dont la
durée sera fixée dans chaque cas par un arrêté
ministériel ».
« A chaque répartition, les créances inférieures
à trois mille Reichsmarks seront réglées intégrale-
ment et les créances supérieures à ce montant se
verront attribuer dès cette répartition la contre-
valeur de trois mille Reichsmarks minimum».
Die Paragraphen 5 und 6 des Art. 7
des Großh. Beschlusses vom 11. Januar 1936 betref-
fend den Zahlungsverkehr zwischen der belgisch-
luxemburgischen Wirtschaftsunion und Deutschland
werden durch folgende Paragraphen ersetzt
„Die
Auszahlungen
erfolgen durch
Zuteilung
verschiedener Teilbeträge bis zur Gesamthöhe von
100% auf diejenigen Forderungen, deren Fälligkeit
zwischen dem 1. Juli 1935 und dem 31. Dezember
1936 liegt und, nach diesem letzteren Datum, auf jene
Forderungen, deren Fälligkeit in einem von den
Transfermöglichkeiten abhängigen Zeitabschnitt liegt,
dessen Dauer, in jedem einzelnen Falle, durch Mi-
nisterialbeschluß festgesetzt wird".
„Bei jeder Verteilung werden die bis 3.000
Reichsmark betragenden Forderungen voll ausbe-
zahlt und wird den über diesen Betrag hinausgehenden
Forderungen bei dieser Verteilung der Gegenwert
von mindestens 3.000 Reichsmark zugeteilt."
L'arrêté du 16 juin 1937 relatif au même
objet est abrogé.
Beschluß vom 12. Juli 1937 betreffend den Handel
mit Reiseschecks und
andern
den gleichen
Zweck verfolgenden Zahlungsmitteln, die auf
Reichsmark genannt „Registermark" lauten.
Der Finanzminister,
Nach Einsicht des Art. 1 des Großh. Beschlusses
vom 29. Mai 1937 und des Beschlusses vom 16. Juni
1937 betreffend den Handel mit Reiseschecks und
andern den gleichen Zweck verfolgenden Zahlungs-
mitteln, die auf Reichsmark genannt „ Registermark"
lauten;
Beschließt
Der Beschluß vom 16. Juni 1937 betref-
fend denselben Gegenstand ist aufgehoben.
Notre Ministre des Finances et Notre
Ministre de la Justice et des Travaux publics sont
chargés, chacun en ce qui le concerne, de l'exécution
du présent arrêté qui sera publié au Mémorial pour
sortir ses effets à partir du 15 juillet 1937.
Château de Berg, le 14 juillet 1937.
Charlotte.
Les Membres du Gouvernement,
Jos. Bech.
P. Dupong.
Et. Schmit.
N. Braunshausen.
Großh. Beschluß vom 14. Juli 1937, betreffend das
Abkommen über den deutschen Reiseverkehr
nach dem Großherzogtum Luxemburg und nach
Belgien.
Wir Charlotte, von Gottes Gnaden Großherzogin
von Luxemburg, Herzogin zu Nassau, u., u., u.;
Nach Einsicht des Art. 5 des durch Gesetz vom
5. März 1922 genehmigten belgisch-luxemburgischen
Wirtschaftsvertrags vom 25. Juli 1921;
Nach Einsicht des Art. 27 des Gesetzes vom 16.
Januar 1866 über die Einrichtung des Staatsrates
und in Anbetracht der Dringlichkeit;
Auf den Bericht und nach Beratung der Regierung
im Konseil;
Haben beschlossen und beschließen
Unser Finanzminister und unser Minister
der Justiz und der öffentlichen Bauten sind mit der
Ausführung dieses Beschlusses betraut, der
ver-
öffentlicht wird um mit dem 15. Juli 1937 in Kraft
zu treten.
Schloß Berg, den 14. Juli 1937.
Die Mitglieder der Regierung,
Jos. Bech.
P. Dupong.
Et. Schmit.
Nik. Braunshausen.
Charlotte.
Notre Ministre des Finances est chargé
de l'exécution du présent arrêté.
Château de Berg, le 13 juillet 1937.
Charlotte.
Les Membres du Gouvernement,
Jos. Bech.
P. Dupong.
Et. Schmit.
N. Braunshausen.
Amtliche Mitteilung betreffend Forderungen luxem-
burgischer Staatsangehöriger gegen deutsche
Schuldner. Ausführung der Großh. Beschlüsse
vom 11. Januar 1936, 3. Dezember 1936 und
13.Juli
1937 betreffend den Transfer finan-
zieller Forderungen.
I. Vor dem 1. Juli 1935 erfallene Forderungen.
Diese
Forderungen
sind
bereits
durch die
„Anmeldestelle luxemburgischer Forderungen"
in
union und Deutschland. (Zinsendienst der Dawes-
und
Younganleihe.
Transfer
der rückständigen
Handelsforderungen und der finanziellen Forde-
rungen) ;
Nach Einsicht des Art. 27 des Gesetzes vom 16. Ja-
nuar 1866 über die Einrichtung des Staatsrates und
in Anbetracht der Dringlichkeit;
Auf den Bericht und nach Beratung der Regierung
im Konseil;
Haben beschlossen und beschließen
Unser Finanzminister ist mit der Aus-
führung dieses Beschlusses betraut.
Schloß Berg, den 13. Juli 1937.
Charlotte.
Die Mitglieder der Regierung,
Jos. Bech.
P. Dupong.
Et. Schmit.
Nik. Braunshausen.
Deutschland
(Alfid-Luxemburg,
Neutorstraße 11),
geregelt worden, insoweit als deren Einzahlungen
bei der „Konversionskasse für deutsche Auslandsschul-
den" in Berlin, vor dem 15. Mai 1936 erfolgt war
und die Anträge rechtzeitig bei der ALFID einge-
gangen waren.
Die vor dem 1. Juli 1935 erfallenen Forderungen,
deren Einzahlung jedoch erst ab 15. Mai 1936 bei
der „Konversionskasse" erfolgt ist, können gleichzeitig
mit den unter II aufgeführten Forderungen geregelt
werden.
II. Zwischen dem 1.Juli 1935 und dem 31. Dezember
1936 erfallene Forderungen.
Die Beträge dieser Fälligkeiten, soweit deren Ein-
zahlung
bei der
„Konversionskasse
für
deutsche
Auslandsschulden" in Berlin S W 111, vor dem
1. September 1937 erfolgt, werden den Gläubigern
durch die
ALFID,
gemäß den Großh. Beschlüssen
vom 11. Januar 1936, 3. Dezember 1936 und 13. Juli
1937, in belgischen Franken und in den Grenzen der
verfügbaren Beträge, ausbezahlt.
Werden diese Beträge erst ab 1. September 1937
bei der „Konversionskasse"
eingezahlt, so erfolgt
deren Auszahlung gleichzeitig mit den unter
III
aufgeführten Fälligkeiten und unter den für diese
Fälligkeiten festzusetzenden Bedingungen.
Es wird nachdrücklich darauf hingewiesen, daß
es Sache der
Interessenten
ist,
den deutschen
Schuldner zu veranlassen die ihnen zukommenden
Beträge bei der „Konversionskasse für deutsche Aus-
landsschulden" in Berlin S W 111, einzuzahlen.
Die dem luxemburgischen
Gläubiger von der
Konversionstasse zugehende Gutschrift ist sorgfältig
aufzubewahren.
Die Werttitelinhaber müssen das Inkasso der Zins-
und Dividendenscheine vornehmen und die Einzahlung
des Erlöses bei der Konversionskasse veranlassen;
es ist ihnen freigestellt ein Bankinstitut ihrer Wahl
hiermit zu beauftragen.
Die „Anmeldestelle luxemburgischer Forderungen
in Deutschland" (Alfid) wird den Interessenten von
den Einzahlungen die zu ihren Gunsten bei der
„Konversionskasse
für
deutsche Auslandsschulden"
in Berlin SW 111 geleistet worden sind, Mitteilung
machen, sobald die „Konversionskasse" der „Bel-
gischen Nationalbank" die Einzahlung gemeldet hat.
Die ALFID wird gleichzeitig den Interessenten die
zur Einreichung des Antrages erforderlichen For-
mulare zusenden.
Die Benachrichtigung der ALFID hat bloß infor-
matorischen Charakter und erfolgt ohne jedwede
Garantie noch Verantwortung; diese
Mitteilung
gibt dem Gläubiger noch keinen Anspruch auf Zu-
lassung zu der durch obenerwähnte
Großh. Be-
schlüsse vorgesehenen
Regelung.
Außerdem
gilt
diese Benachrichtigung nicht als Zusage weder für die
Zahlungsbedingungen noch für die Transfermöglich-
leiten.
Die Interessenten müssen innerhalb 30 Tagen
die Antragsformulare, unterschrieben und mit den
erforderlichen Belegen versehen, an die „ALFID"
einsenden; nach Ablauf dieser Frist, ergeht durch
Einschreibebrief an, die Interessenten eine weitere
Aufforderung
den
Antrag
einzureichen.
Wenn,
innerhalb 14 Tagen vom Datum des Einschreibe-
briefes an, der Gläubiger dieser Aufforderung nicht
nachkommt, so wird angenommen, daß er den vor-
erwähnten Zahlungsmodus verweigert.
Der Gläu-
biger bleibt dann, für den Transfer seiner Forderun-
gen, der allgemeinen deutschen Regelung über die
Kapitalausfuhr und über die Zuweisung von De-
visen für Auslandszahlungen unterworfen.
Der
„Konversionskasse für
deutsche Auslands-
schulden" wird die Mitteilung gemacht, daß die
Inhaber dieser Forderungen die nötigen Anträge
nicht rechtzeitig gestellt haben.
III.
Nach dem 31. Dezember 1936 erfallene
Forderungen.
Die Regulierung dieser Forderungen erfolgt nach
gänzlicher Auszahlung der unter
II
aufgeführten
Forderungen.
Der Zeitabschnitt, welcher für die
Regelung der ab 1. Januar 1937 erfallenen For-
derungen in Betracht kommt, wird jeweils durch
Ministerialbeschluß bestimmt.
Luxemburg, den 13. Juli 1937.
(Mitgeteilt
von der
Großh. Regierung,
Finanz-
abteilung.)
Avis. — Service sanitaire.
Tableau des maladies contagieuses observées dans les différents cantons du 1er au 30 juin 1937.
№ d'ordre.
Cantons.
Luxembourg-ville
Esch
Diekirch
Wiltz
Vianden
Echternach
Grevenmacher
Remich
Totaux...
Fièvre
typhoïde
Fièvre
paratyphoïde.
Diphtérie.
Coqueluche
Scarlatine.
Variole.
Affections
puerpérales.
Méningite
infectieuse
Dysenterie.
Encéphalite
léthargique
Tuberculose
Décès.
Rougeole.
Poliomyélite
antérieure
aiguë.
Trachome
12 juillet 1937.
Imprimerie Victor Buck, Société à responsabilité limitée, Luxembourg.
Le présent arrêté sera publié au Mémorial.
Luxembourg, le 12 juillet 1937.
Le Ministre des Finances,
P. Dupong.
Arrêté grand-ducal du 14 juillet 1937 concernant la
Convention relative au tourisme allemand vers
le Grand-Duché de Luxembourg et la Belgique.
Nous CHARLOTTE, par la grâce de Dieu
Grande-Duchesse de Luxembourg, Duchesse de
Nassau, etc., etc., etc. ;
Vu l'art. 5 de la Convention du 25 juillet 1921
approuvé par la loi du 5 mars 1922 établissant une
Union économique entre le Grand-Duché et la
Belgique ;
Vu l'art. 27 de la loi du 16 janvier 1866 sur l'orga-
nisation du Conseil d'Etat et considérant qu'il y a
urgence ;
Sur le rapport et après délibération du Gouver-
nement en Conseil;
Avons arrêté et arrêtons
Dieser Beschluß wird im „Memorial"
veröffentlicht.
Luxemburg, den 12. Juli 1937.
Der Finanzminister,
P. Dupong.
Convention relative au tourisme allemand vers la
Belgique et le Grand-Duché de Luxembourg.
(Convention touristique).
Désireux de favoriser le tourisme d'Allemagne
vers la Belgique et le Grand-Duché de Luxembourg,
le Gouvernement belge, agissant tant en son nom
qu'au nom du Gouvernement luxembourgeois en
vertu d'accords existants, et le Gouvernement alle-
mand sont convenus de ce qui suit
Les personnes ayant leur domicile ou leur rési-
dence habituelle en Allemagne, à l'exclusion de
celles se rendant pour affaires en Belgique ou dans
le Grand-Duché de Luxembourg, peuvent, pour
la durée de la présente convention, outre la quan-
tité de devises pouvant être exportée librement,
se procurer et emporter dans ces derniers territoires,
sans l'autorisation des Offices de devises
a) des lettres de crédit de voyage,
b) des chèques de voyage,
c) des bons d'hôtel,
d) des bons pour voyages à forfait et voyages
collectifs jusqu'à concurrence de la contrevaleur en
francs belges de 400 Rm au plus, par personne et
par mois de calendrier.
Il y a lieu de tenir compte cependant que les
moyens de paiement touristiques (devises touristes)
repris sous les littéras a) et b) ne peuvent dépasser
au total 150 Rm. par personne et par mois de
calendrier.
Le Gouvernement allemand autorisera le « Mittel-
europäisches Reisebüro G.m.b.H.» (Mer) et ses
représentants en Allemagne, qui sont chargés de
la vente des billets de chemin de fer allemands, à
émettre, conformément à l'art. Ier, des chèques de
voyage, des lettres de crédit de voyage, des bons
d'hôtel ainsi que des bons pour voyages collectifs et
à forfait.
La délivrance des devises touristes, dont question
à l'art. Ier, doit être mentionnée sur le passeport
de l'acquéreur. Cette inscription doit comporter
Abkommen über den deutschen Reiseverkehr nach
Belgien und nach dem Großherzogtum Luxemburg.
(Reiseverkehrsabkommen.)
Die Deutsche Regierung und die Königlich Bel-
gische Regierung, die zugleich auf Grund bestehender
Verträge im Namen der Luxemburgischen Regierung
handelt, haben in dem Bestreben, den Reiseverkehr
von Deutschland nach Belgien und nach dem Groß-
herzogtum Luxemburg zu fördern, folgendes ver-
einbart.
Artikel I.
Für die Dauer dieses Abkommens können Personen,
die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt
im Deutschen Reich haben und zu nicht geschäftlichen
Zwecken nach Belgien oder nach dem Großherzogtum
Luxemburg reisen, ohne Genehmigung der Devisen-
stellen
a) Reisekreditbriefe
b) Reiseschecks
c) Hotelgutscheine
d) Gutscheine für Pauschal- oder Gesellschaftsreisen
im Gegenwert von höchstens 400 Reichsmark je
Person und Kalendermonat über die jeweils geltende
Freigrenze hinaus erwerben und nach Belgien oder
nach dem Großherzogtum Luxemburg verbringen.
Dabei gilt folgende Einschränkung
Die Reisezahlungsmittel der unter a) und b)
genannten Arten dürfen je Person und Kalender-
monat insgesamt nicht über den Betrag von 150
Reichsmark hinaus ausgegeben werden.
Artikel II.
Die Deutsche Regierung wird das Mitteleuropä-
ische Reisebüro G. b. m. H. (MER) und seine Ver-
tretungen in Deutschland, die mit dem Verkauf der
Fahrtausweise der Deutschen Reichsbahn betraut
sind,
ermächtigen,
Reiseschecks,
Reisekreditbriefe,
Hotelgutscheine sowie Gutscheine für Gesellschafts-
oder Pauschalreisen gemäß Artikel I auszustellen.
Artikel III.
Die Ausgabe der in Artikel I genannten Reise-
zahlungsmittel ist im Reisepaß des Erwerbers ein-
zutragen. Die Eintragung muß enthalten
a) le montant et le moyen de paiement touristique
employé,
b) le mois qui est pris en considération,
c) la date et la signature de l'organisme émetteur,
d) la mention : « Tourisme belgo-luxembourgeois».
Les devises obtenues ne pourront servir qu'à
couvrir des frais de séjour sur les territoires belge
et grand-ducal pendant la durée du voyage.
Les paiements devront être mentionnés par les
offices de paiement belgo-luxembourgeois sur le
passeport du voyageur.
On ne peut sans autorisation se prévaloir de la
présente Convention ou d'une autre Convention
sur le tourisme que pendant trois mois de calendrier
au plus au cours de l'année.
La présente Convention entrera en vigueur le
15 juillet 1937 et cessera ses effets le 30 septembre
1937.
Fait à Berlin, en double exemplaire, en français
et en allemand, le 5 juillet 1937.
Pour le Gouvernement belge
(s.) Davignon.
Pour le Gouvernement allemand,
(s.) Benzler.
Nationalbank bereitgestellt.
Die unter Artikel
II
genannten Ausgabestellen fordern in Kühe der
ausgegebenen Reisezahlungsmittel
die benötigten
Frankenbeträge bei der Reichsbank an.
Artikel
VIII.
Die Reichsbank und die Belgische Nationalbank
werden ermächtigt, die zur Durchführung dieses
Abkommens erforderlichen technischen Maßnahmen
zu vereinbaren.
Artikel
IX.
Dieses Abkommen tritt am 15. Juli 1937 in Kraft
und gilt bis zum 30. September 1937.
Geschehen in doppelter Ausfertigung in deutscher
und französischer Sprache zu Berlin, den 5. Juli 1937.
Für die Königlich Belgische Regierung
gez.: Davignon.
Für die Deutsche Regierung: .
gez.: Benzler.
Arrêté grand-ducal du 13 juillet 1937, modifiant
l'arrêté grand-ducal du 11 janvier 1936 relatif
aux paiements entre l'Union économique belgo-
luxembourgeoise et l'Allemagne (Service des
intérêts des emprunts Dawes et Young. Trans-
fert des créances financières.)
Nous CHARLOTTE, par la grâce de Dieu
Grande-Duchesse de Luxembourg, Duchesse de
Nassau, etc., etc., etc. ;
Vu l'art. 5 de la Convention du 25 juillet 1921,
approuvée par la loi du 5 mars 1922 établissant une
Union économique entre le Grand-Duché et la
Belgique ;
Vu les arrêtés grand-ducaux des 1er août 1935,
30 novembre 1936, 3 décembre 1936 et 24 avril
1937, relatifs aux paiements entre l'Union écono-
mique belgo-luxembourgeoise et l'Allemagne ;
Revu l'arrêté grand-ducal du 11 janvier 1936
relatif aux paiements entre l'Union économique
belgo-luxembourgeoise et l'Allemagne (Service des
intérêts des emprunts Dawes et Young. Transfert
Großh. Beschluß vom 13. Juli 1937, betreffend die
Abänderung
des
Großh. Beschlusses
vom
11. Januar 1936 über den Zahlungsverkehr
zwischen der belgisch-luxemburgischen Wirt-
schaftsunion und Deutschland. (Zinsendienst der
Dawes- und
Younganleihe.
Transfer
der
finanziellen Forderungen.)
Wir Charlotte, von Gottes Gnaden Großherzogin
von Luxemburg, Herzogin zu Nassau, u., u., u.;
Nach Einsicht des Art. 5 des durch Gesetz vom
5. März 1922 genehmigten belgisch-luxemburgischen
Wirtschaftsvertrags vom 25. Juli 1921;
Nach Einsicht der Großh. Beschlüsse vom 1. August
1935, 30. November 1936, 3. Dezember 1936 und
24. April 1937,
betreffend
den
Zahlungsverkehr
zwischen der belgisch-luxemburgischen Wirtschafts-
union und Deutschland;
Nach Wiedereinsicht des Großh. Beschlusses vom
11. Januar 1936, betreffend den Zahlungsverkehr
zwischen der belgisch-luxemburgischen
Wirtschafte-
des créances commerciales arriérées et des créances
financières) ;
Vu l'art. 27 de la loi du 16 janvier 1866, portant
organisation du Conseil d'Etat et considérant qu'il y
a urgence ;
Sur le rapport et après délibération du Gouver-
nement en Conseil ;
Avons arrêté et arrêtons
Le règlement par les bureaux de paiement belgo-
luxembourgeois des lettres de crédit de voyage
ou des chèques de voyage, se fera par tranches, à
savoir
Le premier paiement : immédiatement et pour
un montant maximum de 1.000 francs belges ;
le deuxième paiement : au plus tôt 10 jours après
le premier paiement et pour le solde.
Les chèques de voyage ne peuvent pas dépasser
1.000 francs belges par chèque.
Les lettres de crédit de voyage et les chèques de
voyage doivent porter eux-mêmes ou sur une feuille
annexée une mention imprimée visiblement, atti-
rant l'attention des voyageurs sur l'obligation de
dépenser, en frais de séjour, la contre-valeur sur
les territoires belge et grand-ducal et sur les péna-
lités que peut entraîner, d'après les dispositions
allemandes sur les devises, l'emploi abusif de
l'argent.
Les montants en francs belges destinés au tou-
risme sont déposés à un « Compte touristique Bel-
a) Betrag und Art des Reisezahlungsmittels,
b) Angabe des Kalendermonats, für den die Inan-
spruchnahme erfolgt,
c) Datum und Unterschrift der Ausgabestelle,
d) den Zusatz „Reiseverkehr Belgien-Luxemburg".
Die abgegebenen Beträge dürfen nur zur Bestrei-
tung der Aufenthaltskosten in Belgien und im Groß-
herzogtum Luxemburg während der Reise verwendet
werden.
Die Auszahlungen sind von den belgisch-luxem-
burgischen
Auszahlungsstellen
im
Reisepaß
des
Reisenden zu vermerken.
Artikel IV.
Die Inanspruchnahme dieses oder eines anderen
Reiseabkommens ohne Genehmigung ist insgesamt
für höchstens drei Kalendermonate während eines
Kalenderjahres statthaft.
Artikel V.
Die Auszahlung erfolgt auf Grund der Reise-
kreditbriefe und Reiseschecks durch die belgisch-luxem-
burgischen Auszahlungsstellen nur in Raten, und
zwar wie folgt
Erste Auszahlung: sofort und zwar höchstens
1.000 belg. Franken.
Zweite Auszahlung: frühestens am zehnten Tage
nach der ersten Auszahlung und zwar der gesamte
Restbetrag.
Reiseschecks dürfen nicht über
einen höheren
Betrag als 1.000 belg. Franken je Scheck ausgestellt
werden.
Artikel Vl.
Die Reisekreditbriefe und Reiseschecks haben selbst
oder auf einem beigefügten Blatt einen sichtbar
aufgedruckten Vermerk zu enthalten, welcher den
Reisenden auf die Verpflichtung der Verwendung
des Gegenwertes zu Aufenthaltskosten in Belgien
und im Großherzogtum Luxemburg und auf die
Strafbestimmungen aufmerksam macht, die
eine
mißbräuchliche
Verwendung
nach den deutschen
Devisenbestimmungen zur Folge haben kann.
Artikel
VII.
Die Mittel für den Reiseverkehr werden auf einem
Reisekonto „Belgien-Luxemburg" bei der Belgischen
gique-Luxembourg» à la Banque Nationale de Bel-
gique. Les bureaux de vente visés à l'art. II se procu-
reront auprès de la Reichsbank les montants néces-
saires en francs belges jusqu'à concurrence des
devises touristes vendues.
Article
VIII.
La Banque Nationale de Belgique et la Reichs-
bank arrêteront de commun accord les mesures
techniques nécessaires en vue de l'application de
la présente convention.