Arrêté du 3 novembre 1916, prescrivant un recensement général de la population du Grand-Duché au 1er décembre 1916.
Table des dispositions (22)
Texte législatif (22 Articles)
Mémorial
du
Memorial
des
Grand-Duché de Luxembourg.
Samedi, 4 novembre 1916.
N° 86.
Arrêté du 3 novembre 1916, prescrivant un
recensement général de la population du
Grand-Duché au 1er décembre 1916.
LE GOUVERNEMENT
EN CONSEIL;
Vu les art. 177 et 190 de la loi électorale revisée
du 13 juillet 1913, portant qu'il est procédé,
au moins tous les six ans, à un dénombrement
de la population qui sert de base: 1° à la répar-
tition entre les cantons du droit indivis de
représentation à la Chambre des députés; 2° à
la fixation du nombre de conseillers attribués
à chaque commune et section de commune;
Considérant que le dernier dénombrement
de la population a eu lieu le 1er décembre 1910;
Considérant qu'aux termes de la loi du 22
décembre 1886, le dénombrement de la popu-
lation du Grand-Duché se fera sur la base du
domicile réel, tel qu'il est déterminé par les
dispositions du Code civil, et que les Luxem-
bourgeois et étrangers qui habitent le Grand-
Duché et qui n'y auront pas leur domicile,
seront, s'ils ont séjourné dans le pays durant
six mois consécutifs au moins, recensés au lieu
de leur résidence;
Qu'il échet de comprendre dans ces opéra-
tions l'indication des présences, à l'effet de
faire sortir aux statistiques qui seront re-
cueillies un effet d'utilisation pour la détermi-
nation de la part du Grand-Duché dans les
revenus de l'Union douanière;
Beschluß vom 3. November 1916, welcher die
Vornahme einer allgemeinen Volkszählung
im Großherzogtum am 1. Dezember 1916 an-
ordnet.
Die
Regierung
im
KonseiI;
Nach Einsicht der Art. 177 und 190 des revi-
dierten Wahlgesetzes vom 13. Juli 1913, wonach
wenigstens alle sechs Jahre eine Volkszählung
vorgenommen wird, welche 1. der Verteilung
unter die einzelnen Kantone des unteilbaren
Vertretungsrechtes in der Abgeordnetenkammer,
2. der Festsetzung der Zahl der jeder Gemeinde
und Sektion zugewiesenen Gemeinderatsmit-
glieder als Grundlage dient;
In Anbetracht, daß die letzte Volkszählung am
1. Dezember 1910 stattgefunden hat;
In Anbetracht, daß nach dem Gesetz vom 22.
Dezember 1886 die Volkszählung im Großher-
zogtum auf Grund des wirklichen Domizils, so
wie dasselbe durch das Zivilgesetzbuch bestimmt
ist, geschieht, und daß die im Großherzogtum
wohnenden aber nicht hierlands domizilierten
Luxemburger und Fremden, falls sie während
mindestens sechs aufeinanderfolgender Monate
sich im Lande aufhalten, in die Zählungsliste
desjenigen Ortes einzutragen find, wo sie ihren
Aufenthalt haben;
In Anbetracht, daß es angezeigt ist, die Ermit-
telung der Anwesenden in das Zählgeschäft ein-
zubeziehen, um die Erhebungen im Interesse der
Festsetzung des Anteils des Großherzogtums an
den Zollvereins-Einnahmen nutzbar zu machen;
Großherzogtums Luxemburg.
Samstag, 4. November 1916.
Considérant qu'il ne saurait y avoir lieu, eu
principe, de faire porter le dénombrement sur
les troupes allemandes d'occupation; qu'une
telle extension des recherches est certainement
en dehors de la volonté du législateur, dont les
minutions démographiques n'ont pu se pro-
duire que dans la perspective d'un état normal
de la population; qu'il convient, an point de
vue des investigations de considérer comme
non avenu le fait de l'occupation allemande;
que, dans cette vue, devront être, d'un côté,
soustraits à l'enquête les militaires allemands
que la guerre a amenés dans le pays, et, de
l'autre côté, soumis aux opérations les Alle-
mands qui, avant la guerre, habitaient le pays
dans les termes de la loi, qui ont été militarisés
depuis, et dont la situation, au regard de leur
domicile ou résidence de l'ait, n'a subi aucun
changement;
Attendu qu'il importe que le prochain re-
censement puisse servir à toutes les opérations
administratives qui ont pour base le nombre
des habitants;
Arrête
Un recensement général de la popu-
lation du Grand-Duché sera fait le 1er décembre
prochain,
Am 1. Dezember künftig wird eine
allgemeine Volkszählung in, Großherzogtum
stattfinden.
dette opération a pour but de déter-
miner: 1° le nombre des personnes qui, de l'ait,
go trouveront présentes sur le territoire du
Grand-Duché dans la nuit du 30 novembre au
1er décembre prochain; 2° le nombre des habi-
tants; 3° le nombre des personnes qui, confor-
mément à la loi du 22 décembre 1886, ont leur
domicile légal dans les différentes localités.
Seront relevés
les noms et prénoms;
la position dans le ménage;
le sexe;
la date et le lieu de la naissance;
l'état civil;
In Anbetracht, daß es grundsätzlich nicht an-
gängig ist, dir Zählung auf dir Deutschen Be-
satzungstruppen anzuwenden; daß eine solche
Erweiterung der Erhebungen nicht im Sinne des
Gesetzgebers wäre, dessen volksstatistischen Ab-
sichten nur im Rahmen des normalen Zustandes
der Bevölkerung gedacht werden können; daß
hinsichtlich der vorzunehmenden Zählung die
Tatsache der deutschen Besetzung als ungeschehen
anzusehen ist; daß, demgemäß, einerseits deut-
sche Militärpersonen, die der Krieg ins Land ge-
bracht hat, von der Zählung auszunehmen sind,
anderseits jene Deutsche davon erfaßt werden
müssen, welche vor dem Krieg dem Gesetz ent-
sprechend im Lande wohnten, seither der Armee
einverleibt wurden und deren Lage hinsichtlich
ihres Domizils oder ihres Wohnortes sich nicht
verändert hat;
In Anbetracht der Notwendigkeit, die künf-
tige, Zählung allen Verwaltungsgeschäften nutz-
bar zu machen, denen die Einwohnerzahl zu
Grunde liegt;
Beschließt
Diese Maßnahme hat zum Zweck; 1.
die Zahl der in der Nacht vom 30. November auf
den 1. Dezember im Gebiete des Großherzog-
tums wirklicht anwesenden Personen, 2. die Zahl
der Einwohner, 3. die Zahl der in den verschie-
denen Ortschaften im Sinne des Gesetzes vom
22. Dezember 1886 gesetzlich domizilierten Per-
sonen festzustellen.
Es sind zu verzeichnen
Familienname und Vornamen;
Stellung im Haushalt;
Geschlecht
Datum und Ort der Gebut;
Familienstand;
la nationalité;
la religion;
la profession ou condition principale et la
position, dans la profession;
le domicile légal des personnes qui, quoique
résidant durablement ou depuis un temps pro-
longé dans une localité, ont cependant leur
domicile légal ailleurs;
le domicile de celles dont la présence n'est
que passagère;
le lieu de séjour des personnes durablement
ou passagèrement absentes de leur domicile
légal.
Es sind namentlich einzutragen
1. Die Minderjährigen
Zöglinge
von Unterrichtsaustalten sowohl des In als des Auslandes,
öffentliche Beamten, Militärpersonen, Gesinde und andere Personen
in
die Zächlungsliste des
Domizils ihres Vaters oder Vormundes ;
2. Die Großjährigen, welche bei fremden Personen in Dienst oder Arbeit zu stehen pflegen, in die
Zählunsliste
des
Domizils derjenigen Personen, bei welchen sie dienen oder arbeiten, voraus-
gesetzt, daß sie mit denselben unter einem Tuche wohnen;
3. Die von ihrem Domizil abwesenden Arbeiter und andern Personen, sofern sie großjährig sind,
in die Zählungsliste dieses Domizils
4. Die in Gefangeneuhäusern sequestrierten oder in Wohltätigkeitsamtalten aufgenommenen
resp. internierten Großjährigen, in die Zählungliste des Ortes, wo sie am Tage ihres Eintritts in
diese Hänser oder Anstalten ihr Domizil gehabt, oder, falls sie intelrdiziert sind, in die Zählungliste
des Domizils ihres Vormunds.
Art.
3.
Bei
öffentlichen Beamten, in aktivem Dienste stehenden Militärpersonen, sowie vom
Staate besoldeten Kultusdienern, sofern sie großjährig sind, wird bei Vollziehung gegenwärtigen
Gesetzes der Ort als Domizil angesehen, wo diese Personen ihren Aufenthalt haben.
Art.
4.
Die
Luxemburger, sowie die im Großherzogtum wohnenden Ausländer, welche ihr
Domizil nicht Hierlands haben, werden, falls sie während mindestens sechs aufemanderfolgender
Monate sich im Lande aufgehalten haben, in die Zählungsliste desjenigen Ortes eingetragen, wo
sie ihren Aufenthalt haben."
Welche haupisächlichsten Personengruppen sind de(…)h nicht an dem Orte domiziliert wo sie
als anwesend gezählt werden, oder in anderen
Worten,
fur
welche
anwesende
P e r -
sonen sind
die
fragen
u n t e r 10 der
w e i ß e n
Zählkarte
dem
nach
zu
beantworten
?
Die Fragen 10a der weißen Zählkarte sind zunachst zu beantworken, für
sämtliche
Minder-
jährige, die an einem andern Orte als anwesend gezählt werden, als an dem Orte, wo dir Eltern
oder der Vormund domiziliert sind, und zwar ohne Rucksicht darauf, ob an einem andern Orte des
Großherzogtums oder im Auslande. So ist diese Fr(…)ge z. B. in Luxemburg (und ebenfalls in jeder
anderen Ortschaft) für sämtliche minderjährige Stundenten,Knechte, Mägde, Arbeiter, Militärper-
sonen, öffentliche und andere Beamte, usw. auszufullen, die zwar daselbst wohnen, deren Eltern
oder Vormund jedoch anderwärts domiziliert sind.
Von den Großjährigen sind nicht an dem Ote domiziliert, wo sie als anwesend gezählt
werden
Samtliche Arbeiter und sonstige Personell ohne feste Stellung, die obgleich, sie an dem betref-
senden Zählort für längere Zeit anwesend sind, dennoch daselbst nicht ihre hauptsächlichste Nieder-
lassung, sondern ihr Domizil in ihrer Heimatortschaft bewahrt haben. Dies ist u. a. anzunehmen,
wenn die Eltern der betreffenden Person noch leben, wenn dir Geschwister im Heimatorte noch ge-
meinsame Haushaltung führen über schließlich, wenn die betreffende Person im Heimatorte noch
Liegenschaften besitzt, woraus die Absicht gefolgert werden kann, daß diese Person nach einer ge-
wissen Zeit sich in der Heimat wieder(…) niederzulassen gedenkt. Es brancht nicht besonders betont
zu werden, daß die Fragen 10 a der Zählkarte I A ebenfalls zu beantworten sind für verheiratete
Arbeiter und sonstige Personen, die sich nur erwerbshalber oder aus andern Gründen an dem be-
treffenden Zählorte aufhalten, während sie ihr Domizil bei ihrer Familie an einem andern Orte
bewahrt haben.
Nicht am Zählorte domiziliert sind ferner die internierten Strafgefangenen sowie die Insassen
von Wohltätigkeitsanstalten, Krankenhänsern usw.
Schließlich ist noch auf die größte Personengruppe, für die Fragen 10a der Weißen Zählkarte zu
beantworten sind, aufmerksam zu machen, und zwar handelt es sich hier um sämtliche Personen,
sowohl Luxemburger als auch Ausländer, die ihr gesetzliches Domizil im Auslande haben.
Diese Personen zählen allerdings, sobald sie während sechs Monaten ständig im Großherzogtum
gewohnt haben, an den, Orte zur politischen Bevölkerung mit, wo sie ihren derzeitigen Aufenthalt
haben. Hat z. B. ein verheirateter italienischer Erdarbeiter (der im Auslande bei seiner Familie
sein Domizil hat) während fünf Monaten in Esch und unmittelbar nachher während 6 Wochen in
Hollerich gewohnt, so ist derselbe während 6 Monaten im Lande anwesend und zählt zu Hollerich
zur politischen Bevölkerung mit, während er jedoch in Italien sein gesetzliches Domizil bewahrt hat.
— Ein anderes Beispiel: In einer Landgemeinde befinden sich Kinder in Pflege, deren Eltern im
Auslande domiziliert sind; sobald diese Kinder während sechs Monaten beständig im Lande anwesend
sind, so sind sie in der Ortschaft, in der sie in Pflege sind, zur politischen Bevölkerung mitzurechnen,
während jedoch das gesetzliche Domizil noch immer im Auslande bei den Eltern ist. Für die Personen,
die im Auslande gesetzlich domiziliert sind, und die hierlands zur politischen Bevölkerung mit-
gezählt werden, sind demnach auch die Fragen 10a der weißen Zählkarte zu beantworten. Dagegen
werden diese Personen auf allen anderen Zählpapieren als zur gesetzlichen bezw. politischen Bevöl-
kerung gehörend mitgerechnet. Die Kolonnen 13, 15 u. 16 der Haushaltungsliste sind also für diese
letzten Personen nicht auszufüllen.
Die Fragen 10b sind für sämtliche Personen zu beantworten, die sich n u r
vorübergehend
an dem betreffenden Zählorte aufhalten.
Als vorübergehend Anwesende sind beispielsweise zu zählen: Gäste zu Besuch oder zur Aushilfe,
als Krankenwärter, Wartefrauen, zu kurzer Dienstleistung als Näherinnen, Taglöhner usw. anwe-
sende Personen, im Herumziehe begriffene Hausierer, auf bestimmte Zeit beurlaubte Beamte,
usw.; auch zum Besuch anwesende Familienangehörige und Verwandte, die anderswo ihre ge-
wöhnliche Wohnung (Schlafstelle) haben, sind hierher zu rechnen.
Ist das gesetzliche Domizil einer solchen Person in einem anderen Hanse der Ortschaft selbst, oder
wohnt die vorübergehend anwesende Person für gewöhnlich in einem anderen Hause der Ortschaft
selbst, so ist dieses Haus nach Straße und Hausnummer oder sonst gellau zu bezeichnen.
Dagegen
ist
die
Frage
10 n i c h t
zu
beantworten
besonders bei Großjäh-
rigen, die bei fremden Personen in Dienst oder in Arbeit zu stehen pflegen, vorausgesetzt jedoch, daß
sie mit diesen fremden Personen unter einem Dache wohnen; in diesem Falle sind z. B. Knechte
und Mägde, die an dem Orte domiziliert sind, wo deren Arbeitgeber sein Domizil hat.
Für welche Personen ist endlich eine grüne
Zählkarte
anzufertigen oder in andern Worten,
welche von einer gegebenen Ortschaft des Großherzogtums abwesenden Personen haben ihr ge-
setzliches oder politisches Domizil daselbst noch bewahrt?
Eine grüne Zählkarte ist zunächst auszufüllen für sämtliche Personen, die nur vorübergehend,
d. h. im allgemeinen nicht länger als sechs Wochen, aus vorübergehenden Anlaß, vom Orte des
gesetzlichen Domizils abwesend sind.
Ferner haben die Elterne oder Vormünder für sämtliche minderjährigen Kinder oder Mündet,
die aus ihrer Hanshaltung abwesend sind, grüne Zählkarten auszustellen. Es ist hierbei vollständig
ohne Belang, in welcher Eigenschaft, oder aus welcher Ursache diese minderjährigen Kinder oder
Mündel aus der Haushaltung der Eltern oder der Vormünder sort sind, z. V. als Studierende, Lehr-
linge, Knechte, Mägde, Arbeiter, Militärpersonen, öffentliche oder andere Beamte usw. Es ist eben-
falls ohne Belang, ob diese Minderjährigen an einen andern Ort des Großherzogtums oder ins
Ausland verzogen sind; die Dauer der Abwesenheit kommt dabei ebensalls nicht in Betracht.
Von den abwesenden Großjährigen sind noch zu zählen sämtliche Arbeiter und sonstige Personen,
die sich trotz längerer Abwesenheit noch an keinen, anderen Orte eine seste Nierderlassung gegründet
oder eine feste Stellung angommen und ihr Domizil noch in der Heimatorlichaft bewahrt haben.
Dieses ist, wie schon Weiter oben ausgeführt, u. a. dann auzunehmen, wenn die Eltern der betreffen-
den Person noch leben, wenn die Geschwister im Heimatsorte noch gemeinsame Haushaltung führen
oder schließlich, wenn die betreffende Person im Heimatorte Liegenschaften Besitzt und weiter behält
mit der Absicht, späterhin wieder in die Heimat zurückzukehren.
Diese Bestimmungen sind besonders weitherzig anzuwenden bei Personen, die sich im Auslande
aufhalten. So sind z. B. Arbeiter und sonstige Personen, nie bereits seit einer längeren Reihe von
Jahren ins Ausland verzogen sind, noch als abweseng einzutragen, wenn die vorstehenden Bedingungen
zutreffen.
Bei Personen jedoch, die sich an einem anderne Orte des Großherzogtums aufhalten, ist genane
Rücksicht auf deren Stellung in dem Orte, um sie wohnen, zu nehmen. Im allgemeinen kommen
also hierbei nur dem Arbeiterstande angehörende ledige Personen in Betracht sowie uberhaupt solche,
die sich an ihrem neuen Wohnort noch nicht endgültig niedergelassen haben.
Es sind also im allgemeinen nicht mehr unter den Abwesenden aufzuführen jene Großjährigen,
die an einem anderen Orte eine feste Stellung augenommen haben, sich dort verheiraket haben,
oder mit Frau und Kind dorthin verzogen sind; außer diesen Personen sind besonders nicht mehr
unter den Abwesenden aufzufüchren diejenigen Großjährigen, die s(…)den Personen in Dienst
oder in Arbeit zu stehen pflegen, sobald diese Großjährigen mit denjenigen Personen, bei welchen
sie dienen oder arbeiten, in demselben Hanse wohnen. Die Dauer der Abwesenheit Kommt hier gar
nicht in Betracht; diese Knechte, Mägde usw. zählen an ihrem Heimatorte nicht mehr zur politischen
Bevölkerung, einerlei ob sie seit acht Tagen, oder bereits seit sechs Monaten oder einem Jahre in
freinden
D i e n s t e n
stehen.
Zur genauen Ermittelung der
Wohnbevölkerung
müssen
endlich
auch
noch
die Fälle
nachgewiesen werden, in denen sich Personen vorübergehend an einem anderen Orte als an ihrem
gewöhnlichen Wohnorte aufhalten. Wenn der gewöhnliche Wohnort mit dem Orte des gesetzlichen
Domizils übereinstimmt, so genligen hierzu die Angaben, die zur Ermittelung der gesetzlich domizi-
lierten Bevölkerung gemacht wurden. Andres jedoch, wenn eine Person nicht an dem gewöhnlichen
Aufenthaltsorte domiziliert ist.
Befindet sich z. B. ein minderjähriger Knecht am Tage der Zählung zufallig bei seinen Eltern auf
Besuch, so wäre bei Frage 10 der weißen Zählkarte anzugeben, daß der betreffend Sohn nur vorüber-
gehend anwesend ist, und daß derselbe gewöhnlich bei seinem Dienstherrn in einer gegebenen Ort-
schaft
wohnt.
In der Haushaltung des Dienstherrn dieses Knechtes wäre eine grüne Zählkarte für ihn auszu-
fertigen, jedoch mit der ausdrücklichen Bemerkung, daß derselbe bei dem Dienstherrn nur gewöhnlich
wohnt, also daß er nicht bei diesem Dienstherrn gesetzlich domiziliert ist. Es wäre in diesem Falle in
der freien Zeile bei Frage 10 z. B. „abwesend aber nicht gesetzlich domiziliert" einzutragen.
IV. —
Führung
der
Kontrolliste
I I I .
§ 18. — Über die Verteilung und Einsammlung der Zählpapiere führt der Zähler eine Kontroll-
liste nach umstehendem Muster, worin für jede Haushaltung, jede dieser gleich zu achtende einzel-
lebende Person und jede Anstaltshaushaltung eine Zeile bestimmt ist und zwar in der Reihenfolge
ihrer Numerierung. Die 2. und 3. Spalte dienen der Feststellung der bewohnten und unbewohnten
Wohngebäude und der anderen zur Zeit der Zählung zu Wohnzwecken benutzten festen oder beweg-
lichen Baulichkeiten (Wagen, Schiffe u. dergl.) In diesen Spalten sind sämtliche bewohnte Gebäude
und sonstige Baulichkeiten, in denen Personen vom 30. November auf den 1. Dezember übernachtet
haben, sodann auch unbewohnte, aber hauptsächlich zu Wohnzwecken bestimmte im Bau vollendete
Gebäude (unbewohnte Wohnhäuser) nach Lage und Hausnummer einzeln zu verzeichnen. ei Dab
sind nicht Gruppen mehrerer Gebäude oder ganze bebaute Grundstücke, sondern
die
einzelnen
Wohnhäuser
anzuführen.
Als Wohnhaus ist im
Allgemeinen
anzusehen
1. jedes freistehende Wohngebäude,
2. jedes zu Wohnzwecken bestimmte Gebäude, wenn auch mit einem anderen Gebäude
untereinem
Dache befindlich, sobald es von diesem durch eine vom Dach bis zum Keller reichende Trennungs-
wand (Brandmauer) geschieden ist. Führen mehrere Gebäude dieselbe Hausnummer, so ist diese
so oft, wie sie vorkommt, einzusetzen.
Gebäude, die zwar bewohnt sind, für gewöhnlich aber nicht zu Wohnzwecken dienen (z. B. Kranken-
und Gefangenenhäuser, Dienstgebäude von Behörden, Lehranstalten usw.), sind nebst Hausnummer
nach ihrem Hauptzwecke, andere bewohnte Baulichkeiten an Stelle der Hausnummer nach ihrer
Art (z. B. Bude, Schiff, Wagen usw.) kurz zu bezeichnen.
Unbewohnte
Wohnhäuser sind hinter der letzten Haushaltung einzeln einzutragen und zwar
ohne laufende Nummer, da für sie keine Liste ausgegeben wird.
Von den in der vierten Spalte aufzuführenden Namen sind diejenigen solcher Haushaltungsvor-
stände, welche zusammen in einem Gebäude wohnen, mit einer gemeinschaftlichen Klammer zu ver-
sehen, so daß für jedes einzelne Gebäude ersichtlich gemacht wird, welche Haushaltungen dasselbe
bewohnen.
In die letzte Spalte werden etwaige
Bemerkungen
eingetragen, z. B. in betreff verlorener,
überflüssiger und ersetzter oder nachträglich aufgestellter Listen; über den Grund, weshalb ein Wohn-
haus unbewohnt ist; darüber, daß alle Haushaltungsmitglieder ortsabwesend sind; an welche Person
die Zählungsliste für eine augenblicklich nicht zu Haus befindliche Person zur Besorgung gegeben
wird usw.
V. —
Ablieferung
des
Zählmaterials.
§ 19. — Nach vollendeter Wiedereinsammlung hat der Zähler
1. die sämtlichen eingesammelte Formulare auf ihre Vollständigkeit und Nichtigkeit erneut zu
prüfen und etwa erforderlichen Ergänzungen und Berichtigungen sofort zu bewirken;
2. die Zählkarten und Haushaltungslisten nach den Nummern zu ordnen;
3. in der Kontrolliste die Summe der im Zählbezirke vorhandenen Gebäude, Haushaltungen,
anwesenden und abwesenden Personen zu ziehen, eine Reinschrift zu fertigen und Entwurf wie Rein-
schrift mit Unterschrift zu versehen;
4. beide Kontrollisten (Entwurf und Reinschrift) mit den geordneten Haushaltungslisten und Zähl-
karten sowie den überzähligen Formularen bis spätestens am 5. Dezember dem Bürgermeister oder
der Zählungskommission zu übergeben.
Großherzogtum Luxemburg,
Volkszählung
vom 1. Dezember 1916.
Kontrolliste
für den Zähler Herrn Daman J. P. über die Verteilung und Wiedereinsammlung, der Zählpapiere im Zählbezirke Nr, IIl
Zählort Beyern, Gemeinde Flaxweiler, Kanton Grevenmacher.
Nähere Bezeichnung der zum Zählbezirk gehörigen Straften, Häuser, Ortsteile, Wohnplätze
Beyren (das ganze Dorf) mit Einschlich der Höfe: Berghof und Kaselshof.
Die
Gemeindeverwaltung,
Franzen, Bürgermeister.
Hoffmann,
Sekretär.
Unterschrift des Zählers: Daman J. P.
richtig befunden,
ergänzt und berichtigt.
Vorstehende Kontrolliste ist der gegebenen Anleitung gemäß ausgefüllt und durch den beauftragten Zähler am 1. de-
zember 1916 abgeschlossen worden.
Vorstehende Kontrolliste ist durch die Gemeindebehörde geprüft und
Flaxweiler, den 5. Dezember 1916.
Muster einer Kontrolliste.
Nr. der Haushaltungslisten
Bezeichnung der Gebäude
oder sonstigen Wohnstätten.
Angabe der Lage
nach
Straße und Ortsteil,
Wohnplatz.
Beyren (bei der Kirche)
Dorfstraße.
Berghof.
Kaselshof
Haus-
nummer
oder
andere Be-
zeichnung
der
Baulich-
keit.
Haus
Wagen.
Haus.
Haus
Namen und Beruf
der
Haushaltunsvorstände
und Bezeichnung
der Anstalten, für welche
Zählungslisten
ausgegeben wurden.
Waldbillig P., Ackerer
Henkes Joh., Korbflechter.
Winkler Hein,
Försler.
Heinz Ludw., landw Taglöhner
Franzen Georg. Pächter
Welter Frits, Hufschmied
Zur Zeit unbewohnt.
Seitensumme.
Zahl der verzeichneten Personen
als anwesende
am
Zählort
wohnend
und dort
gesetzlich
domizi-
llert
mann-
lich
weib-
lich
am
Zählort
wohnend
aber nicht
Gesetzlich
domizi-
llert.
mann-
lich
weib-
lich.
vorüber-
gehend
an
wesend.
mann-
lich.
weib-
lich
als abwesende
dauernd
abwesend
aber am
Zählort
gesetzlich
domizi-
llert.
mann-
lich
weib-
lich
vorüber-
gehend
ab-
wesend.
mann-
lich.
weib-
llich
Bemerkungen
Nicht angeirof(...)
selbstt ausgef(...)
Verreist,
selbst ausgefüll
Der Zählbezirk enthält
I.
Wohnhäuser
und
andere
bewohnte
Baulichkeiten
1. B e w o h n t e Wohnhäuser
2. Unbewohnte Wohnhäuser
3. Sonstige bewohnte Baulichkeiten, die für gewähn-
lich zu andern als Wohnzwecken dienen
4. B e w o h n t e Hütten,
Bretterbuden,
Zelte usw.
5. B e w o h n t e Wagen. Schiffe, Kähne, Flöße usw
Z u s a m m e n
ll. Haushaltungen
1. Gewöhnliche Haushaltungen von 2 und mehr
Personen
2. Einzellebende Personen mit besonderer Wohnung
und eigener Hauswirtschaft
3. Gasthöfe, Gasthäuser, Herbergen und dergl. mit
einlogierten Gästen
4. Andere Anstalten aller Art
Z u s a m m e n .
Avis. — Jury d'examen.
Le jury d'examen pour le second doctorat
en droit, composé de MM. Math. Glaesener, pro-
cureur général d'État à Luxembourg, président,
J.-P. Kirsch, conseiller à la Cour supérieure de
justice, Guill. Leidenbach, conseiller à la même
Cour, Th. Risch, avocat-avoué à Luxembourg,
membres, et Em. Reuter, avocat-avoué à Lu-
xembourg, membre-secrétaire, se réunira en
session ordinaire le samedi, 25 novembre pro-
chain, dans une des salles du palais de justice
à Luxembourg, à l'effet de procéder à l'examen
de MM. Jean Angel de Luxembourg, Paul Besch
de Luxembourg, Ch. Heuertz de Luxembourg,
Jules Kalbfleisch de Luxembourg, Paul Luja de
Luxembourg, Georges Ulveling de Marner et
Albert Wagner de Peppange, récipiendaires
pour le second doctorat en droit.
L'examen écrit aura lieu pour tous les réci-
piendaires, le samedi, 25 novembre prochain,
de 9 heures du matin à midi et de 3 à 6 heures
de relevée.
Les épreuves orales sont fixées comme suit
pour M. Angel, au mardi, 28 novembre; pour
M. Besch, au jeudi, 30 novembre; pour M.
Heuertz, au mardi, 5 décembre; pour M. Kalb-
fleisch, au merdredi, 6 décembre ; pour M. Luja,
au mardi, 12 décembre; pour M. Ulveling, au
mercredi, 13 décembre, et pour M. Wagner, au
mardi, 19 décembre, chaque fois à 3 heures de
relevée.
Luxembourg, le 3 novembre 1916.
Le Directeur général de l'intérieur
et de l'instruction publique,
L. MOUTRIEE.
Avis. — Cours postscolaires.
Les administrations communales, qui ne
seraient pas dans le cas de se procurer les
moyens d'éclairage nécessaires à leurs cours
postscolaires, sont invitées à procéder par une
Bekanntmachung. — Prüfungsjury.
Die Prüfungsjury für das 2. Doktorat der
Rechte, bestehend ans den HH. M. Glaesener,
Oberstaatsanwalt zu Luxemburg, Präsident, J.
P. Kirsch, Obergerichtsrat zu Luxemburg,
W. L e i d e n b a c h , Obergerichtsrat zu Lu-
xemburg, Th. Risch, Advokatanwalt zu Lu-
xemburg, Mitglieder, und Em.
Reuter,
Ad-
vokatanwalt zu Luxemburg, Mitglied-Sekretär,
wird in ordentlicher Sitzung, am 25. November
künftig, in einem der Säle des Justizpalastes
zu Luxemburg, zusammentreten, behufs Prü-
fung der HH. Joh. Angel aus Luxemburg,
P. Besch aus Luxemburg, K. Heuertz aus
Luxemburg, Julius
Kalbfleisch
aus Lu-
xemburg, Paul Luja aus Luxemburg, Georg
Ulveling
aus Mamer und Albert W a g n e r
aus Peppingen, Rezipienden für das 2. Dok-
torat der Rechte.
Die schriftliche Prüfung findet statt am Sams-
tag, den 25. November, von 9 Uhr morgens bis
Mittag und von 3 bis 6 Uhr nachmittags.
Die mündlichen Prüfungen sind anberaumt
wie folgt: für Hrn. Angel, auf Dienstag, den
28. November; für Hrn. Besch, auf Don-
nerstag, den 30. November; für Hrn. Heuertz,
auf Dienstag, den 5. Dezember; für Hrn. Kalb-
fleisch,
auf Mittwoch, den 6. Dezember; für
Hrn. Luja, auf Dienstag, den 12. Dezember;
für Hrn.
Ulveling,
auf Mittwoch, den 13.
Dezember und für Hrn. W a g n e r , auf Diens-
tag, den 19. Dezember, jedesmal um 3 Uhr nach-
mittags.
Luxemburg, den 3. November 1916.
Der General-Direktor des Innern
und des öffentlichen Unterrichts,
L.
Moutrier.
Bekanntmachung. — Fortbildungskurse
Die Gemeindeverwaltungen, welche nicht in
der Lage sein sollten, sich die nötigen Be-
leuchtungsmittel für ihre Fortbildungskurse zu
verschaffen, werden ersucht, deren Unterrichts-
96 b
délibération spéciale à une nouvelle fixation
des heures assignées à ces cours, en les pla-
çant dans la journée et, pour autant, que pos-
sible, aux heures où les élèves des écoles
primaires reçoivent
l'instruction
religieuse.
Pour le cas où l'enseignement religieux est
donné à la dernière heure de classe de la
matinée ou de l'après-midi, les cours post-
scolaires pourront avoir lieu à, cette heure et
à l'heure suivante, afin d'avoir ainsi la durée
ordinaire.
Les délibérations afférentes
sont à sou-
mettre on triple exemplaire à l'approbation
du Gouvernement.
Luxembourg, le 31 octobre 1916.
La Directeur général de l'intérieur
et de l'instruction publique,
zeit durch eine Sonderberatung in dem Sinne
nen zu regeln, daß diese Kurse tagsüber und
wenn tunlich, an den, für die Primärschulen
festgesetzten Religionsstunden statisinden. Falls
der Religionsunterricht auf die letzte vor- oder
nachmittägige Klassenstunde anberaumt ist, mag
diese Stunde mit der darauffolgenden auf den
Fortbildunsunterricht verwandt werden,
damit
ihm die gewöhnliche Dauer verbleibe.
Die betr. Veratungen sind der Regierung
in dreifacher Ausfertigung zur Genehmigung
zu unterbreiten.
Luxemburg, den 31. Oktober 1916.
Der General-Direktor des Innern
und des öffentlichen Unterrichts,
L.
Moutrier.
Société anonyme de la Brasserie de Diekirch à Diekirch.
ASSEMBLÉE GÉNÉRALE ORDINAIRE
le dimanche, 20 novembre 1916, à 11 heures du matin, au siège social à Diekirch.
Ordre du jour;
1. Rapports du conseil d'administration et du collège des commissaires;
2. Présentation du bilan et fixation du dividende;
3. Tirage d'obligations;
4. Nominations statutaires.
Les actionnaires qui désirent assister à l'assemblée, auront à déposer leurs titres avant le 10 novembre 1916
à la Banque Internationale a Luxembourg;
chez M. Ch. Bech-Tschiderer, banquier à Diekirch;
à la Société Générale de Belgique à Bruxelles, ou
au siège social à Diekirch.
Diekirch, le 30 octobre 1916.
Crédit foncier et Caisse d'épargne du Grand-Duché de Luxembourg,
Situation au 1er octobre 1916.
1. — Crédit foncier.
Nombre des prêts réalisés
Montant des prêts réalisés
a) Prêts aux particuliers, associations syndicales et éta-
blissements publics
b) Prêts aux communes et aux syndicats intercommunaux
Import sur prêts non encore touché
Amortissements opérés
Remboursements anticipés
Montant en capital des prêts encore en cours
Valeur nominale des obligations en circulation
fr.
fr.
29.749.000
25.403.665
Valeur nominale des obligations déposées contre certificats nominatifs
fr.
55.153.265
225.600
8.488.107 43
9.029 362 26
87.635.795 31
36.130.300
16.627,400
L. MOUTRIER.
Avoir des déposants
Nombre des versements durant le 3e trimestre 1916
Montant des versements durant le 3e trimestre 1916
Nombre des remboursements durant la 3e trimestre 1916
Montant des remboursements durant le 3e trimestre 1916
Nombre des livrets en cours
Avances faites aux Caisses de Crédit agricole et professionnel
Avances faites au Service des Habitations à Bon Marché
fr.
89.483.402 13
12.799
7.121.673 46
9.092
5.907.979 07
87.188
129.467 32
2.911.017 72
PUBLICATION NON OFFICIELLE.
Avis. — Expropriation pour cause d'utilité publique.
L'an 1916, le 27 octobre, à la requête de l'État du Grand-Duché de Luxembourg, représenté par son
Directeur général des travaux publics, M. Antoine Lefort, demeurant à Luxembourg, poursuites et dili-
gences de la Société anonyme des chemins de fer et minières Prince-Henri, dont le siège social est à Lu-
xembourg, représentée par, son directeur M. Alfred Sorel, ingénieur, demeurant à Luxembourg, élisant
domicile en l'étude de Me Joseph Bech, avocat-avoué, demeurant à Luxembourg, qui est constitué et occu-
pera pour les requérants,
Je soussigné Jean-Pierre Gretsch, huissier, demeurant à Cap, immatriculé près le tribunal d'arrondisse-
ment de Luxembourg, ai donné assignation à
1° Anne Biwer, sans état, demeurant à Differdange ,Wangertstraße;
2° Nicolas Adam, propriétaire, demeurant à Niedercorn;
3° la société anonyme Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hüttenaktiengesellschaft, établie
Bochum, Zweigniederlassung Differdingen, représentée par son directeur M. Frédéric Sellge, demeurant
à Differdange;
4° Jean Specht, ouvrier mineur, demeurant à Niedercorn,
a comparaître le mercredi, 15 novembre prochain, à 9 ½ heures du matin, devant le tribunal d'arro-
ndissement de Luxembourg, siégeant en matière civile au Palais de justice à Luxembourg, pour
Attendu qu'il a été déposé au greffe du tribunal d'arrondissement de Luxembourg, où les intéressés peu-
vent en prendre connaissance: 1° l'arrêté grand-ducal, en date du 4 juillet 1916 déclarant d'utilité publique
les travaux de redressement du profil en long de la ligne de chemin de fer de Pétange à Differdange; 2°
l'arrêté de cessibilité pour cause d'utilité publique pris par M. le Directeur général des travaux publics
susdit, le 6 juillet 1916, concernant les terrains nécessaires aux sudits travaux de redressement de la ligne
de Pétange à Differdange; 3° les plans et tableaux indicatifs des travaux à effectuer et des parcelles à ex-
II. — Caisse d'épargne.
Caisse d'épargne. — Par décision en date du 28 octobre 1916, les livrets n°s 106418, 190909, 194079
et 208720 ont été annulés et remplaces par des nouveaux.
Luxembourg, le 3 novembre 1916.
III. — Service des Habitations à Bon Marché.
Nombre des prêts réalisés
sans assurance
avec assurance
Montant des prêts réalisés
Import sur prêts non encore touché
Amortissements opérés
Remboursements anticipés
Montant en capital des prêts encore en cours
Capital assuré
Primes versées à la Compagnie d'Assurances
fr.
4.485.675
12.765 75
1.100.152 50
423.944 22
2.961.578 28
2.686.620
274.607 54
proprier pour cause d'utilité publique, ensemble les pièces de l'instruction administrative qui a précédé les
arrêtés précités;
que parmi les parcelles à emprendre indiquées aux plans et tableaux prémentionnés se trouvent les sui-
vantes, situées sur le territoire de la commune de Differdange, et appartenant à
1° Anne Biwer, sans état, demeurant à Differdange: a) une parcelle de 14 ca., à emprendre d'un labour
d'une contenance totale de 7 a. 10 ca., sis au lieu « hinter dem Freigart », inscrit au cadastre sub section A,
n°s 2606-2273 de la commune de Differdange, et formant le n° 23 du plan parcellaire; b) une parcelle de
1 a. 4 ca. à emprendre d'un labour d'une contenance totale de 6 a, 80 ca., sis au lieu «hinter dem Freigart»
inscrit au cadastre sub section A, nos 2001/2201 et formant le n° 27 du plan parcellaire;
2° Adam Nicolas, propriétaire à Niedercorn: a) une parcelle de 1 a, 30 ca., à emprendre d'un jardin,
d'une contenance totale de 1 a. 90 ca., sis au lieu « im Pesch », inscrit au cadastre sub section A, n°s 489/2161
et formant le n° 33 du plan parcellaire; b) une parcelle de 59 ca.» sise au lieu « im Pesch », inscrit au cadastre
sub section A, n°s 490/2102 et formant le n° 38 du plan parcellaire;
3° la société anonyme Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und H(...)ttenaktiengescellschaft, Zweignieder-
lassung Differdingen: a) une parcelle de 3 a. 51 ca., a emprendre d'un jardin d'une contenance totale de
4 a. 92 ca., sis au lieu « im Fesch», inscrit au cadastre sub section A, n°s 520/3895 et formant le n° 37 du
plan parcellaire; b) une parcelle de 50 ca. a emprendre d'un jardin d'une contenance totale de 24 a., sis
au lieu « im Pesch », inscrit au cadastre sub section A, n°s 591/3359 bis et formant le n° 42 du plan parcellaire;
4° Specht Jean, ouvrier, demeurant a Niedercorn: une parcelle de 1 a, 4 ca, a emprendre d'un jardin
d'une contenance totale de 1 a, 10 ca., sis au lieu « hinter dem Freigardt », inscrit au cadastre sub section A,
n°s 2598/2255 et formant le n° 29 du plan parcellaire.
Attendu que la requérante société Prince-Henri offre à titre d'indemnité du chef d'expropriation
pour cause d'utilité publique pour cession des susdites parcelles
1° à la dame Biwer Anne susqualifiée: pour ses deux pat telles de labour de 14 ca. et resp. de 1 a, 4 ca.,
à raison de 150 fr. par are, la somme de 177 fr.;
2° au sieur Adam Nicolas susqualifié: pour ses deux parcelles, de jardin de 1 a. 30 ca. resp, de 50 ca,, à
raison de 250 fr. par are, la somme de 622 fr. 50;
3° à la société anonyme Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und H(...)enaktiengesellschaft, Zweig-
niederlassung Differdingen: pour ses deux parcelles de jardin de 3 a. 51 ca., et resp. de 50 ca., à raison de
550 fr. par are, la somme de 2981 fr.;
4° au sieur Specht Jean, ouvrier à Niedercom ; pour sa parcelle de jardin de 1 a. 5 ca., à raison de 400 fr.
l'are et pour l'enlèvement d'un arbre 15 fr., ensemble la somme du 435 fr.;
Que les assignés refusent ces offres et que dans ces circonstances la requérante est forcée de faire procéder
conformément à la loi du 17 décembre 1859 au règlement des indemnités;
Attendu que les indemnités offertes sont suffisantes et que toutes les formalité légales ont été remplies;
En conséquence les assignés voir dire par le tribunal : a) que les formalités prévues par la loi du 17 décembre
1859 pour parvenir à l'expropriation pour cause d'utilité publique des parcelles ci-dessus décrites ont été
remplies; b) voir donner à la requérante société Prince-Henri de ses offres ci-dessus formulées; c) en cas
de refus d'accepter ces offres, voir procéder conformément à la loi au règlement des Indemnités respectives,
auxquelles les assignés ont droit; d) voir ordonner l'envoi en possession provisoire de la société des chemins
de fer et minières Prince-Henri des parcelles à emprendre ci-dessus décrite, à charge par elle du consigner
préalablement les sommes respectives offertes; e) s'entendre les assignés condamner en cas de contestation
aux dépens; sous toutes réserves et notamment sous celle de pouvoir changer, modifier et augmenter les
préfentes en cours d'instance selon qu'il appartiendra, sommant les assignés de déclarer devant le tribunal
les sommes respectives qu'ils réclament à titre d'indemnité.
Dont
acte.
Pour
extrait: J.-P. Greisch.
VICTOR BÜCK, LUXEMBOURG.
Le dénombrement sera fait dans
toutes les communes du pays, sous la direction
et la surveillance des collèges des bourgmestre
et écho vins, par des agents spéciaux nommés
par ceux-ci.
Les communes seront divisées en quartiers
de recensement de 50 ménages au plus.
Il y aura un agent pour chaque quartier.
Les agents seront choisis, autant que pos-
sible, parmi les personnes qui ont les aptitudes
nécessaires, habitent le quartier et sont pré-
sumées en connaître les habitants.
Die Zählung geschieht in allen Ge-
meinden des Landes unter Leitung und Aufsicht
der Schöffenkollegien durch eigens von diesen
dazu ernannte Zähler.
Die Gemeinden werden in Zählbezirke von
höchstens 50 Hanshaltungen eingeteilt.
Für jeden Zählbezirk wird ein Zähler bestellt.
Als Zähler sind möglichst solche Personen zu
verwenden, welche die nötige Befähigung haben,
im Zählbezirke selbst wohnen und dessen Be-
wohner persönlich kennen.
Le recensement se fera de maison en
maison et de ménage en ménage, par des ins-
criptions nominatives dans les bulletins indi-
viduels (modèle I A et I B) et dans les feuilles
de ménage conformes au modèle n° II
Die Zählung geschieht von Haus zu
Haus und von Haushaltung zu Haushaltung,
durch namentliche Eintragung in die Indivi-
dualkarten (Formular I A. und I B) sowie in die
dem Formular II entsprechenden Haushaltungs-
listen.
Les bulletins IA, I B et Il seront
remplis et certifiés, le 1er décembre avant
midi, par les chefs de ménage, par les personnes
vivant seules, ou par les préposés ou chefs d'é-
tablissements (casernes, pensionnats, hôpitaux,
prisons, etc.), soit personnellement, soit par
ceux qu'ils auront chargés de ce soin.
Au besoin, les agents rempliront et atteste-
ront eux-mêmes les bulletins, d'après les ren-
Staatsangehörigkeit;
Religionsbekenntnis;
Hauptberuf
(Haupterwerb)
und Stellung
im Hauptberuf;
Gesetzliches Domizil derjenigen, die zwar
dauernd oder längere Zeit am Orte sich aufhalten,
ihr gesetzliches Domizil aber anderwärts haben;
Wohnort der nur vorübergehend Anwesenden;
Aufenthaltsort der dauernd oder vorüber-
gehend vom Ort des gesetzlichen Domizils Ab-
wesenden.
Die Formulare I A, I B und II, werden
am 1. Dezember vormittags, entweder durch die
Haushaltungsvorstände, die einzellebenden Per-
sonen, die Vorsteher von Anstalten (Kasernen,
Pensionat, Spitäler, Gefängnisse usw.) selbst,
oder durch die von denselben hiermit beauftrag-
ten Personen ausgefüllt und als richtig beglau-
bigt.
Nötigenfalls werden die Zähler selbst die
Zählungslisten gemäß den in den Haushaltungen
seignements qu'ils auront recueillis auprès des
ménages.
La distribution des bulletins aux chefs
de ménage aura lieu dans l'espace du 27 au
30 novembre. La reprise des bulletins commen-
cera, le 1er décembre à midi, et sera achevée
dans la journée du lendemain.
Die Austeilung der Zählungslisten
an die Hauschaltungsvorstände wird vom 27. bis
30. November stattfinden. Die Wiedereinsamm-
lung deginnt am Mittag des 1. Dezember, um
im Laufe des folgenden Tages beendigt zu
werden.
Les agents se conformeront eu tous
points à l'instruction annexée au présent arrêté.
Il sera remis à chacun d'eux un exemplaire
du présent arrêté, deux formules de la liste de
contrôle (formulaire n° III), ainsi qu'un nombre
suffisant de bulletins individuels et de feuilles
de ménage.
Die Zähler werden sich genan an
die diesen, Beschlüsse beigegebene Anweisung
halten.
Einem jeden derselben werden ein Exemplar
des Beschlusses, zwei Formulare der Kontrolliste
(Formular Nr. lll), sowie eine genügende An-
zahl Individualkarten und Haushaltungslisten
zur Verfügung gestellt.
En cas de déclarations fausses de la
part d'un particulier, ou de refus de donner aux
agents spéciaux les renseignements dont ils- ont
besoin, ceux-ci en dresseront procès-verbal. Les
contrevenants seront punis conformément à
l'art. 1er de la loi du 6 mars 1818.
Gegen Private, die falsche Angaben
machen, oder sich weigern, den Zählern die nötige
Auskunft zu geben, werden letztere protokollieren.
Die Zuwiderhandelnden werden gemäß Art. 1
des Gesetzes vom 6. März 1818 bestraft.
L'administration communale sou-
mettra les bulletins de recensement, résumés
dans les listes de contrôle, à une vérification
soigneuse. Si elle constate des omissions, elle
fera recueillir immédiatement des renseigne-
ment
complémentaires
Elle reportera sur le tableau n° IV le résumé
des listes de contrôle.
Bans un autre étal, conforme au modèle
n° V, elle classera sommairement les données
du recensement par section de comptabilité, et
dans un troisième état (modèle n° VI), les don-
nées du recensement par sections électorales.
Les états n°s IV, V et VI seront envoyés au
commissaire, de district, en double exemplaire,
avec les bulletins de recensement et les listes
de contrôle, avant le 10 décembre.
L'administration communale joindra, pour
eingezogenen Erkundigungen ausfüllen und deren
Nichtigkeit beglaubigen.
Die Gemeindeverwaltung hat die in
den Kontrollisten zusammengestellten Zühlungs-
listen einer sorgfältigen Prufung zu unterziehen.
Bemerkt sie Auslassungen, so hat sie unverzüglich
die zur Vervollständigung nötigen Erkundigungen
einzuziehen.
Sie bringt ans Formular Nr. lV die Zusam-
menstellung; der Kontrollisten.
In einer andern, dem Formular V entspre-
chenden Liste stellt die summatisch die Zählungs-
angaben nach Rechnung-sektionen auf, und end-
lich in einer dritten, der Aufstellung VI ent-
sprechenden, die Zählungsangaben nach Wahl-
sektionen.
Die Listen lV, V und VI werden in doppelter
Ausfertigung dem Distriktskommissar, mit den
Zählungspapieren und Kontrollisten, vor dem
10. Dezember übersandt.
Die Gemeindeverwaltung stellt ferner in
tous les étrangers recensés, des listes spéciales
contenant toutes les indications personnelles et
établies séparément pour les diverses nationalités
(formulaire VII).
Le présent arrêté sera inséré au
Mémorial pour être exécuté et observé par tous
ceux que la chose concerne.
Luxembourg, le 3 novembre 1916.
Les membres du Gouvernement,
L. KAUFFMAN.
L. MOUTRIER.
A. LEFORT.
Circulaire aux administrations communales.
Eu égard à l'arrêté qui précède, les adminis-
trations communales sont invitées à vouer
toute leur attention au recensement de la po-
pulation du 1er décembre, afin que les opéra-
tions procèdent en bon ordre. Le recensement
n'a pas seulement pour but de dénombrer les
personnes présentes et les personnes absentes,
mais encore de constater leur profession ou
condition principale et de déterminer le nombre
des foyers et des maisons.
La complexité des opérations exige impérieu-
sement que les administrations communales
n'en chargent que des personnes conscientes de
l'importance de l'objet, aptes par leur position
et leurs connaissances à un concours efficace,
possédant la confiance des administrés et, un
aperçu suffisant des situations locales. Les admi-
nistrations communales n'ont pas toujours fait
preuve à cet égard de la prévoyance voulue, en
sorte que parfois l'office de recenseur est, échu
à des personnes nullement qualifiées. Les recen-
seurs sont à choisir de préférence parmi les se-
crétaires et les receveurs communaux, les insti-
tuteurs, les agents de police, on cas de besoin
parmi les employés de l'État et même parmi les
betreff der Fremden, getrennt nach der Staats-
angehörigkeit, besondere alle Personalangaben
enthaltenden Listen auf (Formular Nr. VII).
Dieser Beschluß soll ins „Memorial"
eingerückt, um von allen, die er betrifft, ausge-
führt und befolgt zu werden.
Luxemburg, den 3. November 1916.
Die Mitglieder der Regierung
L. Kauffman.
L. Moutrier.
A. Lefort.
Rundschreiben an die Gemeindebehörden.
Im Anschluß an den Regierungsbeschluß vom
3. dieses Monats sind die Gemeindebehörden
ersucht, der am nächsten 1. Dezember stattfin-
denden Volkszählung ihre volle Aufmerksamkeit
zu widmen, damit das Zählgeschäft ordnungs-
mäßig vor sich gehe. Die Zählung bezweckt nicht
nur die Ermittlung der Zahl der ortsanwesenden
und ortsabwesenden Bevölkerung, sondern er-
streckt sich auch auf die genaue Erfassung des Haupt-
berufes (Stand, Beschäftigung) und die Zahl
der Haushaltungen und Wohnhäuser.
Um allen Anforderungen gerecht zu werden,
ist es unbedingt erfordert, daß die Gemeinde
mit dem Zählgeschäft nur solche Personell be-
traut, die sich der Wichtigkeit der Volkszählung
bewußt und vermöge ihrer Stellung und Kennt-
nisse befähigt sind, an deren richtigen Ausfüh-
rung mitzuwirken, auch das Vertrauen der Ge-
meindeangehörigen besitzen und die örtlichen
Verhältnisse genügend kennen. Manche Ge-
meindebehörden ließen in dieser Hinsicht nicht
immer die nötige Umsicht walten, so daß mit-
unter als Zähler Leute beantragt wurden, die
nicht zu diesem Geschäft geeignet waren. Zu-
nächst wolle man als Zähler die Gemeindesekre-
täre und -Einnehmer, Lehrer, Polizeiorgane,
particuliers. Il sera possible partout, en y
mettant du discernement, de recruter le nombre
de recenseurs nécessaires, dont les noms, l'état
et le domicile seront communiqués à l'Office
de statistique, par l'intermédiaire de MM. les
commissaires de district, avant le 10 novembre,
au plus tard.
Après cette communication, des conférences
seront organisées on vue d'instruire ces agents
de leurs devoirs. Les jour, heure et lieu de ces
conférences seront portés à la connaissance, des
administrations communales, qui, à leur four,
inviteront les recenseurs à y assister.
Il est loisible aux administrations commu-
nales, si elles le jugent opportun, de composer,
sous leur responsabilité, une commission spéciale
de recensement, en vue de les seconder dans les
opérations de recensement ou même de diriger
colles-ci.
La tâche des administrations communales
ou des commissions consiste principalement
a) à diviser la commune en quartiers de recen-
sement, opération dans laquelle la délimitation
exacte des rues, dans les grandes localités sur-
tout, comporte la plus sérieuse attention, no-
tamment aussi par rapport aux maisons de coin
de rue avec entrées de part et d'autre, et ce
pour qu'aucune habitation ne soit omise ni
comptée deux foin; b) à nommer et à assigner
les recenseurs; c) à vérifier et, éventuellement,
à rectifier les bulletins individuels, les feuilles
de ménage et les listes de contrôle, à dresser les
Mes et les états récapitulatifs prescrits par
l'arrêté, et à transmettre toutes les pièces du
recensement aux commissaires de district..
Les administrations communales s'applique-
ront de même à grouper exactement les loca-
lités dans l'ordre des sections électorales et de
comptabilité (formulaires V et VI). Afin
d'éviter des erreurs, elles s'en tiendront autant
que possible à la nomenclature contenue dans
sowie eventuell Staatsbeamte oder geeignete
Privatleute heranziehen. Mit gutem Willen
wird man uberall die nötige Zahl Zähler finden,
deren Namen, Stand und Wohnort vor dem 10.
November spätestens dem Statistischen Amt
durch Vermittlung der Distriktskommissare mit-
zuteilen sind.
Tarauf werden besondere Konferenzen abge-
halten, um die Zähler mit ihrem Geschäfte be-
traut zu machen. Tag, Stunde und Ort dieser
Versammlungen werden den Geimeindebehör-
den rechtzeitig bekannt gegeben und ihnen ob-
liegt es alsdann, die Zähler aufzufordern, den
Konferenzen beizuwohnen.
Falls die Gemeindebehörde es für angezeigt
erachtet, ist sie ermächtigt, unter ihrer Verant-
wortung eine eigene Zählungskommission ein-
zusehen, welche der Gemeindebehörde in allen
die Volkszählung betreffenden Fragen zur Seite
steht oder selbst das Zählgeschäft leitet.
Die Aufgabe der Gemeindebehörden oder der
Zählungskomissionen
besteht hauptsächlich: a)
in der Einteilung der Gemeinde in Zählbezirke,
wobei namentlich in größeren Ortschaften auf
die gen(...)ne Abgrenzung der Strotzen, unter be-
sonderer Be(...)chtigung der Eckhäuser mit Ein-
gängen zu zwei Seiten zu achten ist, damit keine
Wohnung übergangen, aber auch keine doppelt
gezählt werde; b) in der Einemrung und An-
weisung der Zähler; c) in der Prufung und et-
waigen Berichtigung der ausgefullten Zähl-
papiere, der Ausstellung der in vorstehendem
Beschlusse erwähnten Listen und der Beför-
derung des gesamten Zählmaterials an die
Distriktskommissare.
Des weiteren empfiehlt es sich, die Gemeinde-
behörden auf die genaue Verteilung der Wohn-
plätze nach Rechnungs- und Wahlsektionen (For-
mular V und Vl) aufmerksam zu machen. Um
Irrtümer zu vermeiden, wolle man sich tunlichst
an das von der Ständigen Kommission für
le fascicule X X X V I des publications de la
Commission permanente de statistique: « Er-
gebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember
1910 nebst Ortschaftsverzeichnis », pp. 2* à 59*.
S'il devenait nécessaire d'inscrire d'autres lo-
calités ne figurant pas encore dans cette énu-
mération, le fait sera expliqué par une note
concise. Il en sera de même en cas de dispa-
rition éventuelle de maisons isolées. L'inscrip-
tion de nouveaux lieux d'habitation est subor-
donnée au sens des prescriptions de l'ordon-
nance de la députation des États du 16 octobre
1827 (Mémorial 1828, p. 133), c'est-à-dire que
ne sont à considérer comme lieux d'habitation
distincts que les maisons isolées éloignées de
plus de 1000 mètres d'un centre de maisons
agglomérées.
Des provisions de formulaires de dénombre-
mont parviendront à temps aux administra-
tions communales. Les quantités supplémen-
taires sont à demander, éventuellement, à l'Office
de statistique.
Les administrations communales sont d'ores
et déjà invitées à répondre promptement, par
retour du courtier si possible, aux demandes
d'explications que l'Office de statistique, qui
est chargé du dépouillement des bulletins et de
la coordination des résultais du recensement,
sera dans le cas de leur adresser.
Ce n'est, que par le concours efficace des au-
torités locales que ce travail compliqué peut
être mené à bonne fin dans le délai prescrit
par la loi
Statistik aufgestellte Verzeichnis halten (Heft
XXXVI der Publikationen der Ständigen Kom-
mission für Statistik: Ergebnisse der Volks-
zählung vom 1. Dezember 1910 nebst Ortschafts-
verzeichnis, SS. 2* bis 59*). Sollte das Ver-
zeichnen weiterer, dort nicht angegebener Wohn-
plätze sich notwendig erweisen, so möge in einer
Anmerkung unter eventueller Angabe der Ur-
sache, kurz darauf aufmerksam gemacht werden;
das gleiche gilt für das etwaige Verschwinden
isoliert gelegener Wohnplätze. Beim Einschrei-
ben neuer Wohnplätze ist jedoch im Sinne der
Verordnung der Deputation der Stände vom
16. Oktober 1827 (Memorial 1828, S. 133) zu
Verfahren, und sind demnach nur als eigene Wohn-
plätze solche isoliert gelegene Häuser zu betrachten,
welche über 1000 Meter von beieinander lie-
genden Häusern, somit von einem gewissen Zen-
trum entfernt liegen.
Die zum Zählgeschäft benötigten Drucksachen
werden den Gemeindebehörden rechtzeitig zu-
gehen. Etwaiger Mehrbedarf ist beim Sta-
tistischen Amte anzumelden.
Die Gemeindebehörden sind schon jetzt auf-
gefordert, bei später sich aufdrängenden Nach-
fragen des Statistischen Amts, das mit der Ver-
arbeitung der Zählung betraut ist, möglichst
schnell und, wenn angängig, mit wendender
Post bereitwilligst zu antworten, damit die Ver-
arbeitung in der vorgeschriebenen gesetzlichen
Frist erfolgen kann.
Nur durch das tätige Mitwirken der Gemeinde-
behörden wird der ordnungsmäßige Verlauf
dieser vielseitigen Arbeit ermöglicht.
Anweisung für die Zähler.
1.
Obliegenheiten
des
Zählers
im
allgemeinen.
§ 1.— Zum Zweck der tunlichst sichern und besthleunigten Vornahme der Volkszählung werden
die Gemeinden in genau begrenzie
Zählbezirke
eingeteilt.
§ 2. — Für jeden Zählbezirk wird von der Gemeindebehörde oder Zählungskommission ein Zähler,
und für jeden oder mebrne Zähler gemeimam ein Stellverkreker bestellt.
§
3.
Dieses
Amt
wird
dem
Zähler
in
dem
Vertrauen
ubertragen
daß
er
mit
Umsicht
und
Eifer
die
Volkszählung
zu
fördern
bereit
sei.
Über
die
von
den
einzelnen
Personen
gewonnen
Nachrithten
ist
das
Amtsgeheim
nis
zu
wahren;
diese
durfen
nur
zu
stakistischen
Zu-
sammenstellungen,
nicht
zu
anderen
Zwecken
benutzt
werden.
Die
Einsicht
in
die
Zählpapiere
ist
Unberusenen
nicht
zu
gestatten.
§ 4. — Dem Zähler liegt die Austeilung, Wiedereinsammlung und Prusfung der Zählkarten l A ,
I B und der Haushaltungsliste II ob; desgleichen hat(…) die Aufstellung der Kontrolliste III zu besorgen.
Der Zähler hat vor allein dafür zu sorgen, daß jede Haushaltung seines Zählbezirks die erforderliche
Anzahl Zählpapiere erhält und daß diese vorschriftsmaßig, vollstandig und wahrheitsgemäß ausge-
füllt, wieder in seine Hände zurückgelangen. Wenn erforderlich, wird der Zahler die Ausfullung der
Listen durch Rat und Tat erleichtern oder ermöglichen.
§ 5. Der Zähler empfängt die Anweisung, zwer Kontrollisten III und die fur seinen Bezirk mut-
maßlich erforderliche Menge von Zählkarten l A und I B, Haushaltunslisten II sowie Anleitungen
zur Ausfüllung der Zählpapiere. Aus diesen (...)chen hat sich der Zahlerr z(…)hst genau zu unter-
richten, wer, wie und wann gezählt werden soll. Wenn ihm die (…)ichen Verrhältnisse seines Zähl-
bezirks und die darin befindlichen Hauhaltungen nicht (…) ge(…)gend bekannt sein sollten, so hat er
sich hierüber durch die Gemeindebehörde oder durch, V(…)chtigung an Ort und Stelle Kenntnis zu
verschaffen.
II.
Austeilung
der
Zählpapiere.
l. Bezüglich der Haushaltungen, Gebände und a(…)en Wohnstälten.
§ 6. — Die Haushaltungslisten II sind vom Zähler für seinen Bezuk mit f(…)fenden Nummern
und der Adresse der Haushaltungsvorstande (des Familienoberhauptes) oder des Vorstehers der
Anstalt zu beschreiben und in die Kontrolliste III einzukragen (v(…)gl. § 18).
In den Zählkarten I A und I B sind ferner die Zeiten des Kopses ubereinstimmend mit den Angaben
der zugehörigen Haushaltungslisten II auszufullen, damit sie jeder(…)t richtig zusammengelegt werden
können. Wo der Zähler diese Ausfüllung den Haushaltung(…)vorstanden uberlaßt, hat er letztere auf
diese notwendige Ubereinstimmung ausdrucklich aufmerksam zu machen und die (…)tige Ausfullung
zu prüfen.
§ 7. — Die Austeilung der Zählpapiere ist vom 27. bis 30. November von Haus zu Ha(…) und von
Haushaltung zu Haushaltung vorzunehmen. Hierbei hat der Zähler die Anzahl der in der Nacht
vom 30. November auf den 1. Dezember vorausichtlich in der Haushaltung Amvesenden sowie auch
die aus der Haushaltung Abwesenden genau zu ermitteln und hiernach die nötigen Zählkarten I A und
I B zu bemessen.
An jede Haushaltung und an jede einzellebende Person mit besonderer Wohnung und eigner Haus-
wirtschaft ist eine Anleitung und eine Haushaltungsliste II abzugeben, nebst der erforderlichen Zahl
von Zählkarten IA und IB (vergl. Anleitung, Ziffer 1). Befinden sich in einer Wohnung zwei oder
mehr Haushaltungen, von denen jede eine Hauswirtschaft führt, so erhält jede eine besondere Haus-
haltungsliste nebst den dazu gehörenden weiteren Drucksachen.
Größeren Haushaltungen, Gasthöfen, Anstalten usw. sind nach Bedarf zwei oder mehr Haus-
haltungslisten zuzustellen (vergl. Anleitung, sowie nachstehend § 10). Reichen die Zählpapiere nicht
aus, so hat sich der Zähler au die Gemeindebehörde (Zählungskommission) zu wenden.
§ 8. — In der Regel sind die Zählpapiere an den Haushaltungsvorstand abzugeben, in dessen Ab-
wesenheit aber an ein erwachsenes, zuverlässiges Mitglied der Haushaltung. Trifft der Zähler in
einer Haushaltung (Wohnung) niemanden an, so wird er die Drucksachen au Hausgenossen oder Nach-
barn zur weitern Besorgung übergeben, nötigenfalls aber seinen Besuch wiederholen.
Besondere Beachtung hat der Zähler solchen Wohnungen zu schenken, deren Insassen vorüber-
gehend abwesend sind, da diese Personen für die politische Bevölkerung und die Wohnbevölkerung
mitzählen. Die Ausfüllung der Zählpapiere hat in solchen Fällen von feiten des Zählers zu erfolgen,
der sich nötigenfalls um Aufklärungen an die Gemeindebehörde wendet.
Die Empfänger der Zählpapiere sind über das Ausfüllen, soweit nötig, mündlich zu belehren und
darauf aufmerksam zu machen, daß die Haushaltungsliste nebst den dazu gehörenden Zählkarten IA
und IB vom 1. Dezember mittags 12 Uhr zur Abholung bereit zu halten sind.
§ 9.— Der Zähler wird darauf achten und sich durch Nachfrage darüber vergewissern, daß bei der
Verteilung der Listen kein bewohntes Gebäude und in den bewohnten Gebäuden keine Haushaltung
oder keine einzellebende selbständige Person Übergangen wird, und daß auch diejenigen Haushal-
tungen und einzelnen Personen Zählpapiere erhalten, welche in Gebäuden, die nicht hauptsächlich
oder gewöhnlich zu Wohnzwecken dienen (wie Fabrikgebäude und Magazine, einzeln liegende Stal-
lungen, Scheunen, Garten- und Weinberghäuser usw.) wohnen oder dort ihre regelmäßige oder
vorübergehende Schlafstelle haben.
Auch auf Schiffe, welche innerhalb des Zählbezirkes liegen und auf denen Personen wohnen oder
übernachten, in Wagen, Hütten, Bretterbuden, Zelte usw., welche als Wohnung dielten (für reifende
Schausteller, Feld-, Straßen- und Eisenbahuarbeiter, Wächter usw.) sind Zählpapiere in erforderlicher
Auzahl zur Ausfüllung zu geben.
2. Bezüglich der Austalten.
§ 10.
Als eine Austaltshaushaltung sind zu zählen
a) Die in einer Kaserne, ferner in Krauten-, Armen-, Versorgungs-, Erziehungs-, Strafanstalten,
in Gefängnissen, Klöstern usw. befindlichen Personen
einschließlich
des dort untergebrachten
und beköstigten
unverheirateten
Austaltspersonnals, als Aufseher, Wärter, Pflegerinnen,
Köchinnen, Pförtner usw. ohne eigenen Haushalt (wobei dieses Personal jedoch als solches kenntlich
zu inachen ist). Wenn in einer Anstalt Verwaltungs-, Aufsichtspersonal oder andere Personen mit
besonderer Haushaltung wohnen, so erhält jede Haushaltung eine Haushaltungsliste mit besonderer
Nummer.
b) Die Haushaltung eines
„Pensionsinhabers",
sofern sich dieser ausdrücklich als
solcher bezeichnet hat, mit ihren Pensionären, wenn die Zahl der letzteren 6 und mehr beträgt.
86 a
c) Hotels und Gasthäuser, in denen mindestens ein
vorübergehend
anwesender Gast vor-
handel ist, oder die 6 und mehr ständige Logiergaste haben. Das gewerbliche Personal ist besonders
kenntlich zu machen.
d) Die in Massenguartieren untergebrachten Gewerbegehilfen
oder Arbeiter, die dem-
selben Betriebe angehören.
Dagegen rechneu zu den
gewöhnilichen
(Familien)
Haushaltungen
das
verheiratete
Austaltspersonal mit eigener Hauswirtshaft, sowie die Hotelier (…) Gast und Scha(…)wirte mit ihren
persontlichen
Dienstboten
und
weniger
als
ständigen
L(…)sten.
Reicht ein Hauchaltungsverzeichnis II für eine Haushaltung oder Anstalt nicht ans, so sind die
Personen unter fortlaufender Nummer
i n
zwei
oder
mehrere
Haushaltungs-
verzeichnisse einzutragen. Die Zahl der zugehörigen Verezeichnisse ist auf dem ersten zu vermerken.
Die verschiedenen Haushaltungslisten einer Haushaltung erhalten alsdann dieselbe Nummer
unter Beifügung der Buchstaben a, b, c usw. Handelt es sich um eine Austaltshaushaltung, so ist am
Kopfe der Haushaltungsliste die Art der Anstalt wie Kasernen, Krankenhaus, Gas(…)of, Gefängnis,
Kloster usw. anzugeben.
Die Besitzer, Vorsteher, Verwalter oder Ausseher der Anstalten sind bei Einhandigung der Zähl-
Papiere auf Vorstehendes aufmerksam zu machen. Die Gas(…)rte und Hotelbesitzer sind ferner darauf
hinzuweisen, daß sie die bei ihnen vom 30. November uns den 1. Dezember, ubernachtenden oder
von der Reise früh ankommenden Gäste rechtzeitig um die erforvertiche Auskunft über ihre
Person ersuchen.
§ 11. — Die inläudischen Militärpersonen werden einzeln gezahlt wie die Zivilpersonen und sind
die Kasernen wie Austalten zu behandeln. Die in der Zählungsnacht auf Wache befindlichen Militär-
personen, Polizei- und Fenerwehrmannschasten werden in ihren
L(…)ren
bezw. Wohnungen
gezählt.
III.
Einsammlung
der
Zählpapiere.
l. Zeit der Einsammlung.
§ 12. — Mit der Wiedereinsammlung der Zählpapiere hat der Zähler um 12 Uhr mittags des
1. Dezember zu beginnen und sie bis zum Abend des 2. Dezember zu vollenden.
2. Prüfung der Zählung im allgemeinen.
§ 13. — Der Zähler hat beim Einsammeln die Zählkarten und Listen auf ihre Vollständigkeit zu
prüfen, ihren Inhalt an Ort und Stelle durchzusehen und etwaige Mängel sogleich berichtigen oder
ergänzen zu lassen, nötigenfalls dies selbst zu (…). Zusbesondere ist die richtige und vollständige
Beantwortung der Fragen über das Domizil, den Beruf over Erwerbszweig und die Staatsange-
hörigkeit zu prüfen. Offenbar unrichtige Annaben wird der Zahler ohne w(…)res berichtigen. Ver-
loren gegangene Zählpapiere wird er ersetzen und für deren nachtragliche Ausfullung Sorge tragen.
§
14. — Die Zahl der Zählkarten I A und I B und deren Augaben mussen mit den Einträgen auf dem
Verzeichnisse II (Haushaltungsliste) stimmen und alle Personen, dir in der Wohnung der Haushaltung
sowie in den dazu gehörigen Nebenräumlichkeiten, Rebengebäuden, Werkstätten, Geschäfts- oder
Bodenräumen usw. übernachtet haben, oder die am Vormittag des 1. Dezember in der Haushaltung
eingetroffen waren, müssen aufgenommen sein.
Erforderlichenfalls wird der Zähler einzelne bisher übersehene Mitglieder oder Gäste usw. einer
Haushaltung in deren Listen nachtragen, sowie für ihn erst jetzt bekannt werdende Haushaltungen
besondere Listen aufstellen.
Sind Zählpapiere gänzlich unausgefüllt geblieben, so wird der Zähler dieselben sofort ausfüllen
lassen oder auf mündliche Erkundigungen hin selbst ausfüllen.
§ 15. — Trifft der Zähler beim Einsammeln in einer Haushaltung niemanden an und sind für
dieselbe bei Hausgenossen oder Nachbarn die ausgefüllten Zählpapiere nicht hinterlegt worden, so
füllt der Zähler auf Grund mündlicher Nachfrage die Zählpapiere mit einem Vermerke aus und
unterschreibt sie, vorbehaltlich ihrer etwaigen Nachlieferung durch den Haushaltungsvorstand.
Hier wird nochmals darauf hingewiesen (vergl. § 8), daß falls zur Zeit der Zählung eine ganze
Haushaltung vom Orte abwesend ist, der Zähler wie vorstehend zu verfahren hat, indem er jedoch
für die Mitglieder dieser Haushaltung Zählkarten IB anfertigt und sie unter B der Haushaltungsliste
ll eintragt.
§ 16. — Bei Durchsicht der Zählpapiere hat der Zähler insbesondere auch darauf zu achten, daß
für die Personen, welche aus dem Inhalte der Angaben, insbesondere der Spalte 4 der Haushaltungs-
liste, als nicht für gewöhnlich zur Haushaltung gehörend und als nur vorübergehend anwesend oder
als anderwärts gesetzlich domiziliert, zu erkennen sind, der Wohnort in Spalte 13 oder 14 der Haus-
haltungsliste sowie bei Frage 10 der Zählkarte IA, ferner in Spalte 15 und 16 der Haushaltungsliste
die Zeit seit wann anwesend sowie die Ursache der Anwesenheit angegeben sind. Fur die abwesenden
Personen müssen auf der Zählkarte IB die Fragen unter 10 immer beantwortet sein.
§ 17. — Bei der Erhebung der gesetzlich
domizilierten,
d. h. der
politischen
Bevölkerung
sind die Bestimmungen des Zivilgesetzbuches über das Domizil sowie die des
Volkszählungsgesetzes vom 22. Dezember 1886 in Anwendung zu bringen.
Auf der
Weißen
Zählkarte (für Ortsanwesende) ist für diejenigen Personen, die am Zählort
nicht gesetzlich domiziliert sind, die Frage 10 zu beantworten. Bei dieser Frage haben die betref-
fenden Personen anzugeben, wo sie gesetzlich domiziliert sind.
Eine
grüne
Zählkarte (für Ortsabwesende) wird im allgemeinen nur für die Personen aus-
gefüllt, die vom Orte ihres Domizils abwesend sind, die aber dennoch ihr gesetzliches Domizil in dieser
Heimatortschaft bewahrt haben.
Nach welchen Bestimmungen wird nun das gesetzliche bezw. das politische Domizil der verschie-
denen Personen festgestellt?
Gemäß Art. 102 des
Zivilgesetzbuches
befindet sich das Domizil eines jeden Luxem-
burgers au dem Orte, wo er seine hauptsächlichste Niederlassung hat. Diese Bestimmung wird dahin
ausgelegt, daß sie gegebenenfalls auch auf Ausländer Anwendung findet.
Art. 108
des Z.-G.-B. sagt, daß die verheiratete Frau keinen anderen Wohnsitz hat als den-
jenigen ihres Mannes, ferner, daß die nicht emanzipierten Minderjährigen bei Vater und Mutter
oder Vormund und daß die interdizierten Großjährigen ebenfalls beim Vormund domiziliert sind.
Nach
Art.
des
Z.-G.-B. haben diejenigen Großjährigen, die bei Fremden in Dienst
oder in Arbeit zu stehen pflegen, dasselbe Domizil wie die Personen, bei denen sie dienen oder ar-
beiten, vorausgesetzt jedoch, daß sie mit ihnen in demselben Hause wohnen.
Von den Bestimmungen des Gesetzes vom 22.
Dezember
1886,
die in Ausführung
des Wahlgesetzes vorzunehmenden Volkszählungen betreffend, sind hervorzuheben