Arrêté grand-ducal du 22 mars 1915, approuvant diverses modifications et ajoutes à l'annexe C du règlement d'exploitation des chemins de fer Guillaume-Luxembourg.
Table des dispositions (13)
Texte législatif (13 Articles)
Mémorial
du
Grand-Duché de Luxembourg
Memorial
des
Großherzogtums Luxemburg.
Mercredi, 24 mars 1915.
N° 26.
Mittwoch, 24. März 1915.
Arrêté grand-ducal du 22 mars 1915, approuvant
diverses modifications et ajoutes à l'annexe C
du règlement d'exploitation des chemins de
fer Guillaume-Luxembourg.
Nous MARIE-ADÉLAIDE, par la grâce de
Dieu Grande-Duchesse de Luxembourg, Du-
chesse de Nassau, etc., etc., etc.;
Vu l'art. 7 du traité du 11 novembre 1902,
approuvé par la loi du 3 avril 1903, concer-
nant l'exploitation des chemins de fer Guil-
laume-Luxembourg;
Revu l'arrêté g.-d. du 27 mars 1909, por-
tant approbation du nouveau règlement d'ex-
ploitation pour les dits chemins de fer du
17-23 décembre 1908;
Notre Conseil d'État entendu;
Sur le rapport de Notre Directeur général
de la justice et des travaux publics, et après
délibération du Gouvernement en conseil;
Avons arrêté et arrêtons
Sont approuvées, sous le mérite
des réserves insérées dans l'arrêté grand-ducal
susdit du 27 mars 1909, les dispositions mo-
dificatives ci-après relatées à introduire à
l'annexe C du règlement précité du 17-23
décembre 1908;
Großh. Beschluß vom 22. März 1915, wodurch
verschiedene
Abänderungen
und
Ergänzungen
der Anlage C zum Betriebsreglement (Verkehrs-
ordnung) der Wilhelm-Luxemburg-Eisenbahnen
genehmigt werden.
Wir Maria Adelheid, von Gottes Gnaden
Großherzogin von Luxemburg, Herzogin zu
Nassau, u., u., u.;
Nach Einsicht des Art. 7 des Vertrags vom
11. November 1902, genehmigt durch Gesetz
vom 3. April 1903, den Betrieb der Wilhelm-
Luxemburg-Eisenbahnen betreffend;
Nach Wiedereinsicht des Großh. Beschlusses
vom 27. März 1909, wodurch das neue Be-
triebsreglement (Verkehrsordnung) vom 17./23.
Dezember 1908 für genannte Eisenbahnen ge-
nehmigt wird;
Nach Anhörung Unseres Staatsrates;
Auf den Bericht Unseres General-Direktors
der Justiz und der öffentlichen Arbeiten, und
nach Beratung der Regierung im Konseil;
Haben beschlossen und beschließen
Nachstehende Abänderungen der An-
lage C zu obenerwähntem Betriebsreglement
(Vekehrsordnung) vom 17./23. Dezember 1908
sind unter Beachtung der in vorbezogenem
Beschlusse vom 27. März 1909 enthaltenen
Vorbehalte genehmigt
Nr. A. Sprengstoffe.
Eingangsbestimmungen.
A.
Spreng
mittel.
1.
Gruppe.
Unter a) Ammoniaksalpetersprengstoffe wird der mit „Astralit I und II" beginnende Absatz gefaßt
Astralit I und II (Gemenge von Ammoniaksalpeter, Holzkohle, Pflanzenmehle, Paraffinöl, höchstens
15 vom Hundert Trinitrotoluol oder Binitroluol oder höchstens 13 vom Hundert flüssiges Trinitro-
toluol — vgl. b) a) dieser Gruppe — oder von höchstens 15 vom Hundert Mononitronaphthalin usw.
wie bisher).
Unter b) Organische Nitrokörper wird im Abs. a) vor „Trinitroxhlol" als neue Zeile eingeschaltet
Trinitroanisol,
3. Gruppe. c) Chlorat- und Perchloratsprengstoffe.
In dem mit Malsite" beginnenden Absatz wird nachgetragen hinter „Alkalsite"
sowie Orkanit I, II, III usw.
am Ende hinter „Ammoniaksalze enthalten"
Orkanit darf auch einen Zusatz von Kochsalz oder anderen beständigen, neutralen, die Gefahr nicht
erhöhenden Salzen enthalten.
Sont approuvées, sous le mérite des
réserves insérées dans l'arrêté grand-ducal susdit
du 27 mars 1909, les dispositions complémen-
taires et modificatives ci-après relatées à
introduire à l'annexe C du règlement précité
du 17-23 décembre 1908
Nach Einsicht des Art. 7 des Vertrags vom
11. November 1902, genehmigt durch Gesetz
vom 3. April 1903, den Betrieb der Wilhelm-
Luxemburg-Eisenbahnen betreffend;
Nach Wiedereinsicht des Großh. Beschlusses
vom 27. März 1909, wodurch das neue Betriebs
reglement (Verkehrsordnung) vom 17./23. De-
zember 1908 für genannte Eisenbahnen geneh-
migt wird;
Nach Anhörung Unseres Staatsrates;
Auf den Bericht Unseres General-Direktors
der Justiz und der öffentlichen Arbeiten, und
nach Beratung der Regierung im Konseil;
Haben beschlossen und beschließen
Nachstehende Abänderungen und Er-
gänzungen der Anlage C zu obenerwähntem
Betriebsreglement (Verkehrsordnung) vom 17./
23. Dezember 1908 sind unter Beachtung der in
vorbezogenem Beschlusse vom 27. März.1909
enthaltenen Vorbehalte genehmigt
Nr. la. Sprengstoffe.
Eingangsbestimmungen.
A.
Sprengmittel.
1.
Gruppe.
a) Ammoniaksalpetersprengstoffe.
Es wird eingeschaltet
Bor dem mit „Halokarbonit" beginnenden Absatz
Gelatine-Karbonit 6 mit angehängten Buchstaben a, b, c, usw. (Gemenge von Ammoniaksalpeter,
Holzmehl oder ähnlichen organischen Stoffen, höchstens 8 Prozent Trinitrotoluol oder andern orga-
nischen Nitrokörpern, die nicht gefählricher sind als Trinitrotoluol, von Alkalichloriden oder ähnlichen
beständigen anorganischen, Neutralsalzen, sofern sie die Gefahr nicht erhöhen, und höchstens 3 Pro-
zent mit Kollodiumwollegelatiniertem Nitroglyzerin).
Hinter dem mit „Rhenanit" beginnenden Absatz
Wetter-Rhenanit (Gemenge von Ammomaksalpeter, Kochsalz, Naphthalin, Kohle und höchstens
4 Prozent mit Kollodiumwolle gelatiniertem Nitroglyzerin).
2.
Gruppe.
b) Chlorat- und Perchloratsprengstoffe.
Der Eingang des mit „Silesia" beginnenden Absatzes wird gefaßt
Silesia sowie Narkanit mit den angehängten Buchstaben A, B, C usw. (Gemenge von usw..., wie
bisher).
Nr. Ia. Sprengstoffe.
Eingangsbestimmungen.
A.
Sprengmittel.
1.
Gruppe
a.
Vor dem mit Wetter-Rhenanit" beginnenden Absatz wird eingeschaltet
Rhenanit C (Gemenge von Ammoniaksalpeter, Naphthalin, .Kohle und höchstens 4 Prozent mit
Kollodiumwolle gelatiniertem Nitroglyzerin).
2. Gruppe b.
Es wird eingeschaltet
Vor dem mit „Niedziankit I" beginnenden Absatz
Gestems-Koronit, auch mit angehängten Buchstaben oder Zahlen (Gemenge von höchstens 85 Pro.
zent Kalium- oder Natriumchlorat, höchstens 15 Prozent aromatischen Nitrokörpern (Trinitrokörper
ausgeschlossen), von Paraffin, auch mit fetten Ölen, Naphthalin, Pflanzenmehl, Kohlepulver und
inerten, beständigen, die Gefahr nicht erhöhenden Stoffen, auch mit höchstens 4 Prozent gelatiniertem
Nitroglyzerin).
Kohlen-Koronit, auch mit angehängten Buchstaben oder Zahlen (Gemenge von höchstens 68 Pro-
zent Kalium- oder Natriumchlorat, von aromatischen Kohlenwasserstoffen und/oder Nitrokohlenwasser-
stoffen (von aromatischen Nitrokörpern jedoch höchstens bis zu 12 Prozent, unter Ausschluß von Trini-
trokörftern) ferner von Kochsalz oder andern neutralen, beständigen, die Gefahr nicht erhöhenden
Salzen mit Zusatz von Paraffin, fetten Ölen, Pflanzenmehl oder andern organischen Körpern, die
die Gefahr nicht erhöhen, auch mit höchstens 4 Prozent gelatiniertem Nitroglyzerin und höchstens
mit 4 Prozent Steinkohlenpulver).
Vor dem mit „Silesia" beginnenden Absatz
Chlorat-Rivalit-(Gemenge von 88½ Prozent Kaliumchlorat und 11½ Prozent Paraffin).
L'arrêté prérappelé du 4 février 1915
est rapporté et les zones d'interdiction et d'ob-
servation sont supprimées.
Der vorerwähnte Beschluß vom 4. Fe-
bruar 1915 ist außer Kraft gesetzt und die Sperr-
und Beobachtungsgebiete sind freigegeben.
Notre Directeur général de la justice
et des travaux publics est chargé de l'exécu-
tion du présent arrêté.
Luxembourg, le 22 mars 1915.
MARIE-ADÉLAÏDE.
Le Directeur général de la justice
et des travaux publics,
V. THORN.
Unser General-Direktor der Justiz
und der öffentlichen Arbeiten ist mit der Aus-
führung gegenwärtigen Beschlusses beauftragt.
Luxemburg, den 22. März 1915.
Maria Adelheid,
Der General-Direktor der Justiz
und der öffentlichen Arbeiten,
V.
Thorn.
Bekanntmachung. — Eisenbahnwesen.
In Gemäßheit des Schlußabsatzes der Vereinbarung vom 30. Juni 1893 (Memorial S. 323),
erleichternde Vorschriften für den Eisenbahnfrachtverkehr zwischen Luxemburg und Deutschland
betreffend, kommen die in der Anlage C zum vorstehenden Betriebsreglement (Verkehrsordnung)
vorgesehenen Bestimmungen über bedingungsweise zur Beförderung zugelassene Gegenstände auch
im luxemburgisch- deuschen Wechselverkehr zur Anwendung.
Luxemburg, den 23. März 1915.
Der General-Direktor der Justiz und der öffentlichen Arbeiten,
V.
Thorn.
Arrêté grand-ducal du 22 mars 1915,. approuvant
diverses modifications et ajoutes à l'annexe G
du règlement d'exploitation des chemins de fer
Guillaume-Luxembourg.
Nous MARIE-ADÉLAIDE, par la grâce de
Dieu Grande-Duchesse de Luxembourg, Du-
chesse de Nassau, etc., etc., etc. ;
Großh. Beschluß vom 22. März,1916, wodurch
verschiedene Abänderungen und Ergänzungen
der Anlage c zum Betriebsreglement (Verkehrs-
ordnung) der Wilhelm.Luxemburg-Eisenbahnen
genehmigt werden.
Wir Maria Adelheid, von Gottes Gnaden
Großherzogin von Luxemburg, Herzogin zu
Nassau, u., u., u.;
Vu l'art. 7 du traité du 11 novembre 1902,
approuvé par la loi du 3 avril 1903, concernant
l'exploitation des chemins de fer Guillaume-
Luxembourg;
Revu l'arrêté g.-d. du 27 mars 1909, portant
approbation du nouveau règlement d'exploi-
tation pour les dits chemins de fer du 17-23
décembre 1908;
Notre Conseil d'État entendu;
Sur le rapport de Notre Directeur général
de la justice et des travaux publics, et après
délibération du Gouvernement en conseil;
Avons arrêté et arrêtons
Notre Directeur général de la justice
et des travaux publics est chargé de l'exécu-
tion du présent arrêté.
Luxembourg, le 22 mars 1915.
MARIE-ADÉLAÏDE.
Le Directeur général de la justice
et des travaux publics,
V. THORN.
Unser General-Direktor der Justiz
und der öffentlichen Arbeiten ist mit der Aus-
führung gegenwärtigen Beschlusses beauftragt.
Luxemburg, den 22. März 1915.
Maria Adelheid.
Der General-direktor der Justiz
und der öffentlichen Arbeiten,
V.
Thorn.
Bekanntmachung. — Eisenbahnwesen.
In Gemäßheit des Schlußabsatzes der Vereinbarung vom 30. Juni 1893 (Memorial S. 323),
erleichternde Vorschriften für den Eisenbahnfrachtverkehr zwischen Luxemburg und Deutschland
betreffend, kommen die in der Anlage 0 zum vorstehenden Betriebsreglement (Verkehrsordnung)
vorgesehenen Bestimmungen über bedingungsweise zur Beförderung zugelassene Gegenstände auch
im luxemburgisch-deutschen Wechselverkehr zur Anwendung.
Luxemburg, den 23. März 1915.
Der General-Direktor der Justiz und der öffentlichen Arbeiten,
Thorn.
Arrêté du 23 mars 1915, concernant la police
sanitaire du bétail.
L E MINISTRE D'ÉTAT,
PRÉSIDENT DU GOUVERNEMENT;
Attendu que suivant rapport du vétérinaire
du Gouvernement du canton de Grevenmacher,
la stomatite aphteuse est éteinte à Wormel-
dange et que, la désinfection prévue par les
règlements a eu lieu;
Revu l'arrêté du 4 février 1916, déterminant
des zones d'interdiction et d'observation en
vue d'enrayer la propagation de I'épizootie;
Vu la loi du 29 juillet 1912, sur la police sani-
taire du bétail, et l'art. 85 de l'arrête ministériel
du 14 juillet 1913, concernant l'exécution de
cette loi;
Arrête
Le présent arrêté sera inséré au
Mémorial,
Luxembourg, le 23 mars 1915.
Le Ministre d'État,
Président du Gouvernement,
EYSCHEN.
Beschluß vom 23. März 1915, betreffend die
Viehseuchenpolizei.
Der Staatsminister,
Präsident der R e g i e r u n g
In Erwägung, daß laut Bericht des Staats-
tierarztes des Kantons Grevenmacher die Maul-
und Klauenseuche in der Ortschaft Wormeldingen
erloschen ist, und daß die durch das Reglement
vorgesehene Desinfektion stattgefunden hat;
Nach Einsicht des Beschlusses vom 4. Februar
1915, wodurch zur Abwehr der Seuche ein Sperr-
gebiet und ein Beobachtungsgebiet gebildet
wurde;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 29. Juli 1912,
über die Viehseuchenpolizei, und des Art. 85 des
Ministerialbeschlusses vom 14. Juli 1913, über
die Ausführung dieses Gesetzes;
Beschließt
Gegenwärtiger Beschluß soll im „Me-
morial" veröffentlicht werden.
Luxemburg, den 23. März 1915.
Der Staatsminister,
Präsident der Regierung,
Eyschen.
Avis.-— Justice,
Les audiences du tribunal de paix du canton
de Remich sont fixées à l'avenir comme suit;
les audiences civiles, commerciales et arbi-
trales, au mercredi de chaque semaine, à 9½
heures du matin;
les audiences de police, au samedi de quinze
en quinze jours, également à 9½ heures du
matin.
Luxembourg, le 23 mars 1915.
Le Directeur général de la justice
et des travaux publics,
V. THORN.
Vetannmachung. — Justiz.
Die Sitzungen des Friedensgerichtes des Kan-
tons Remich sind fürderhin festgesetzt wie folgt
die Zivil-, Handels- und Schiedsgerichts-
sitzungen, auf Mittwochs jeder Woche um 9½ Uhr
morgens;
die Polizeisitzungen, auf Samstags, in Ab-
ständen von fünfzehn Tagen, ebenfalls um 9½
Uhr morgens.
Luxemburg, den 23. März 1915.
Der General-Direktor der Justiz
und der öffentlichen Arbeiten,
V.
Thorn.
Bekanntmachung. — Zollwesen.
I.
Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 24. August 1914 (Memorial S. 957) wird hier-
mit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nachstehend aufgeführten Waren vom 8. März 1915
ab bis auf weiteres bei der Einfuhr zollfrei bleiben.
Nummer
des Zolltarifs.
9 Malz, mit Ausnahme des gebrannten und gemahlenen,
13 Raps und Rübsen, Dotter, Ölrettigsaat, Senf, Hederichsaat,
14 Mohn, auch reife Mohnköpfe, Sonnenblumensamen, Madiasamen, Erdmandeln, Erdnüsse,
Sesam, Behennüsse, Bucheckern, Kapoksamen, Lorbeeren, Nigersamen,
15 Leinsaat, Hanfsaat,
17 Andere nicht besonders genannte Olsämereien und Ölfrüchte,
48 Anders Obst (als Weintrauben und Nüsse), getrocknet, gedarrt (auch zerschnitten und geschält),
49 Anderes Obst (als Weintrauben und Nüsse), gemahlen, zerquetscht, gepulvert oder in sonstiger
Weise zerkleinert, auch eingesalzen, ohne Zucker eingekocht (Mus) oder sonst einfach zube-
reitet; gegoren,
73 Pflanzenwachs (aus Palmen, Palmblättern oder dergleichen), in natürlichem Zustand,
aus 111 Haarwild
nicht lebend, auch zerlegt, nicht zubereitet.
130 Knochenfett; Abfallfette (Wollschweißfett, Leimfett, Wollwaschfett, Walkfett, natürliches
und künstliches Gerbefett),
131 Fischspeck, Robbenspeck; Fischtran, Robbentran, ungereinigt oder gereinigt, auch in
Flaschen; Walfett und anderes aus gleiche Weise wie Walfett aus Tran hergestelltes Fett,
auch Walknochenfett,
132 Tierfett, anderweit nicht genannt, roh, geschmolzen oder gepreßt,
137 Eigelb, flüssig, auch eingesalzen oder mit anderen die Haltbarkeit erhöhenden Zusätzen;
Eigelb, getrocknet, auch gepulvert; eingeschlagene Eier ohne Schale (Eigelb und Eiweiß
vermischt),
141 Bienenwachs und anderes Insektenwachs in natürlichem Zustand, auch roh ausgelassen,
142 Walrat, auch gereinigt,
166 Fette Ole in Fässern,
167 Fette Öle in anderen Behältnissen (als Fässern),
170 Baumwollstearin,
aus 172 Öldraß,
173 Stärke, grün oder trocken, auch gemahlen,
174 Stärkegummi (Dextrin), geröstete Stärke (Leiogomme), Kleister (Schlichte), flüssig oder
getrocknet, Tragantstoff und ähnliche stärkemehlhaltige Klebe- und Zurichte-(Appretur-)
Stoffe; Kleber (Gluten), auch gekörnt, getrocknet oder durch Gärung verändert (Eiweiß-
leim); Glutenmehl,
175 Pfeilwurzelnrehl (Arrowroot), Sago und Sagomehl, Mandioka, Tapioka, ostindisches
Mehl, Saleppulver, Sagoersatzstoffe (Graupelt und Grieß aus Kartoffeln),
176 Rohr-, Rüben- und sonstiger Zucker von der chemischen Zusammensetzung des Rohrzuckers
(der Saccharose); auch Füllmassen und Zuckerabläufe (Sirup, Melasse); Rubensaft. Ahorn-
saft,
A n m e r k u n g .
Für Zucker wird an Stelle des Zolles die Vebrauchsabgabe nach den
für inländischen Zucker geltenden Vorschriften erhoben.
aus 177 Stärkezucker (Traubenzucker, Mykose, Dextrose, Maltose),
aus 176 Roher und gereinigter Branntwein (Spiritus, Sprit) in Fässern oder Kesselwagen, amt-
lich vollständig vergällt,
189 Andere Hefe (als Weinhefe) aller Art,
199 Anderes (als gewöhuliches) Backwerk einschließlich der Kakes und des Zwiebacks; auch
Oblaten aus Mehl, Grieß oder Kleber, mit Zusatz von Zucker oder Gewürz,
200 Teigwaren (Nudeln und gleichartige nicht gebackene Erzeugnisse aus Mehl, Grieß oder
Kleber, auch Kartoffelnudeln),
247 Bienenwachs und anderes Insektenwachs sowie Pflanzenwachs, zubereitet (gebleicht,
gefärbt, in Täfelchen oder Kugeln geformt usw.), auch mit anderen Stoffen versetzt; Wachs-
stümpfe, Baumwachs (Wachskitt),
249 Erdwachs (Ozokerit), gereinigt, und Zeresin (aus Erdwachs hergestellt, auch mit Paraffin
vorsetzt), in Blöcken, Täfelchen oder Kugeln; Wachsstümpfe von gereinigtem Erdwachs
und von Zeresin,
aus 250 Paraffin, roh (Paraffinschuppen, Paraffinbutter usw.) oder gereinigt, mit Ausnahme
des Weichparaffins,
251 Weichparaffin,
259 Wagenschmiere,
260 Andere Schmiermittel, unter Verwendung von Fetten oder Ölen hergestellt, flüssig oder
fest, auch geformt,
296 Kupfervitriol (blauer Vitriol, Kupfersulfat), auch gemischter Kupfer- und Eisenvitriol,
301 Zinnoxyd,
302 Salpetersaures Ammoniak (Ammoniaksalpeter, Ammoniumnitrat), nicht in Hülsen oder
Kapseln eingehend, salpetersaures Blei (Bleinitrat),
373 Käsestoff (Kasein), .Käsestoffgummi und ähnliche Zubereitungen, soweit sie nicht unter
Nr. 206 fallen,
545 Leder, halb- oder gauzgar, auch zugerichtet, anderweit nicht genannt, bei einem Reinge-
wichte des Stückes von mehr als 3 Kilogramm,
570 Kautschuk, aufgelöst, auch mit Beimischung von Harz,
aus 571 Weichkautschukteig, auch gefärbt oder mit Asbestfasern, Graphit oder anderen Stoffen
vermischt; gewalzte Platten daraus; Kautschuk-Abschnitte und -Streifen, unbearbeitet;
alle diese nicht vulkanisiert; Guttaperchapapier,
aus 788 Eisenblech, verzinnt (Weißblech),
aus 828 Büchsen aus Weißblech; auch Teile von solchen,
aus 843 Brucheisen, Meisen (Schrott), aus nicht schmiedbarem Gusse,
845 Aluminium, geschmiedet oder gewalzt, in Stangen, Blechen, Tafeln oder dergleichen;
auch Formgußstücke in unbearbeitem Zustand,
861 Zinn, gewalzt, (Blech),
865 Nickel, geschmiedet oder gewalzt, in Stangen oder Blech; Formgußstücke und Schmiede-
stücke in unbearbeitetem Zustand,
870 Stangen, Bleche, Schalen und andere Formstücke, aus Kupfer oder Kupferlegierungen,
geschmiedet oder gewalzt,
ans 871 Draht aus Kupfer oder Kupferlegierungen (mit Ausnahme des zementierten Drahtes).
II.
Waren, die zur Verwendung als Viehfutter bestimmt sind, können unter den Bedingungen und
Maßgaben, die im § 7 des Zolltarifgesetzes für die zu Düngezwecken bestimmten verdorbenen Waren
vorgesehen sind, zollfrei gelassen werden.
III.
Vom 8. März d. I. ab findet die in der Bekanntmachung, betreffend vorübergehende Einfuhrerleich-
terungen, vom 24. August 1914 (Memorial S. 957) festgesetzte Zollfreiheit für die dort genannten
Waren auch dann Anwendung, wenn die Waren sich schon vor dem 4. August 1914 in deutschen Zoll'
ausschlußgebieten (Freihäfen), Freibezirken oder Zollagern befunden haben.
IV.
Die Bekanntmachung, betreffend vorübergehende Einfuhrerleichterungen vom 24. August 1914
(Memorial S. 957) wird dahin geändert, daß von den Waren der Tarifnummer 219 nur Küchen-
gewächse, Obst, Fleisch, Fische und Milch unbedingt, andere hierher gehörige Waren dagegen nur
dann zollfrei bleiben, wenn sie auch beim Eingang in anderer Verpackung oder unverpackt Anspruch
auf die Zollfreiheit haben würden.
Luxemburg, den 22. März 1915.
Der General-Direktor der Finanzen,
M. Mongenast.
Avis. — Règlement communal
En séance du 15 novembre 1914, le conseil
communal de Hachiville a édicté un règlement
de police sur la conduite d'eau de cette com-
mune. — Le dit règlement a été dûment
approuvé et publié.
Luxembourg, le 19 mars 1915.
Le Directeur général de l'intérieur,
E. LECLÈRE.
Bekanntmachung. — Gemeindereglement.
In seiner Sitzung vom 15. November 1914
hat der Gemeinderat von Helzingen ein Polizei-
reglement über die Wasserleitung dieser Gemeinde
erlassen. — Besagtes Reglement ist vorschrifts-
mäßig genehmigt und veröffentlicht worden.
Luxemburg, den 19. März,1915.
Der General-Direktor des Innern,
E. Leclère.