Loi du 14 décembre 1894, concernant la répres- sion de certains délits qui se commettent au préjudice des restaurants, aubergistes, cafetiers, hôteliers etc. (Art. 491 C. p.)
Table des dispositions (46)
Texte législatif (46 Articles)
DU
Grand-Duché de Luxembourg.
Memorial
Großherzogthums Luxemburg.
Montag, 17. Dezember 1894.
Loi du 14 décembre 1894, concernant la répres-
sion de certains délits qui se commettent au
préjudice des restaurants, aubergistes, cafetiers,
hôteliers etc. (Art. 491 C. p.)
Nous ADOLPHE, par la grâce de Dieu,
Grand-Duc de Luxembourg, Duc de Nassau,
etc., etc., etc. ;
Notre Conseil d'État entendu ;
De l'assentiment de la Chambre des députés;
Vu la décision de la Chambre des députés du
4 décembre dernier et celle du Conseil d'État
du 14 du même mois, portant qu'il n'y a pas
lieu à second vote;
Avons ordonné et ordonnons
La société de secours mutuels des
employés de la douane du Grand-Duché de
Luxembourg est légalement reconnue et ses
statuts sont approuvés.
Il sera procédé, au chef-lieu de
chacun des deux arrondissements judiciaires, à
l'examen des étalons destinés à la monte des
juments d'autrui pendant l'année 1895,
à Luxembourg, le samedi, 29 décembre cou-
rant, à neuf heures précises du matin;
à Diekirch, le lundi, 31 décembre courant, à
neuf heures précises du matin.
Die Untersuchung der während 1895
zur Beschälung fremder Stuten bestimmten Hengste
wird in den Hauptorten der beiden Gerichts-
bezirke
zu Luxemburg, am Samstag, 29. Dezember
1894, um 9 Uhr präzis Vormittags;
zu Diekirch, am Montag, den 31. Dezember
ct., um 9 Uhr präzis Vormittags, stattfinden.
Le présent arrêté, avec les statuts y
annexés, sera publié au Mémorial.
Beschluß vom 13. Dezember 1894, die gesetzliche
Anerkennung und die Genehmigung der Sta-
tuten des Sterbekassen-Vereins der Zollbeam-
ten betreffend.
Der Staatsminister, Präsident
der R e g i e r u n g ;
Nach Einsicht des Gesuches des Sterbekassen-
Vereins der Zollbeamten des Großherzogthums
Luxemburg wegen gesetzlicher Anerkennung, sowie
Genehmigung des Statuts dieses Vereines;
Nach Einsicht des Gutachtens der Gemeinde-
verwaltung von Luxemburg, vom 30. August
3894;
Nach Einsicht des Gutachtens der höheren Com-
mission Zur Förderung der auf Gegenseitigkeit
beruhenden Hilfskassen, vom 26. November 1894;
Nach Einsicht des Gesetzes vom 11. Juli 1891
und des Großh. Beschlusses vom 22. dess. Mts.;
In Anbetracht, daß das Statut genannten
Vereines mit den Bestimmungen der Gesetze und
Reglements in Einklang steht;
In Anbetracht, daß die gesicherten Einkünfte
der Gesellschaft zur Bestreitung der ordnungs-
mäßigen Ausgaben hinreichend erscheinen;
Beschließt
Art.
1. Der Sterbekassen-Verein der Zollbeam-
ten des Großherzogthums Luxemburg wird hier-
mit gesetzlich anerkannt und ist dessen Statut
genehmigt.
Gegenwärtiger Beschluß nebst dem
dazu gehörigen Vereinsstatut soll im "Memorial"
veröffentlicht werden.
zum Zwecke hat, heim Tode eines Mitgliedes den Hinter-
bliebenen die Mittel zur Beerdigung des
Verstorbenen
und zur Bestreitung anderer Kosten zu gewähren.
A r t . 2. Der Verein hat seinen Sitz in Luxemburg.
Derselbe besteht nur aus wirklichen Mitgliedern.
Luxembourg, le 3 décembre 1894.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Luxemburg, den 13. Dezember 1894.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Statuten des Sterbekassen-Vereins der Zollbeamten des Grossherzogthums Luxemburg,
KAPITEL I. — Bildung und Zweck des Vereins,
Art.
1. Vom 1. September 1889 ab ist unter den Zoll-
beamten des Grossherzogthums Luxemburg eine auf
Gegenseitigkeit beruhende Hilfskasse unter der Benen-
nung «Sterbekassenverein» gegrundet worden, welche
KAPITEL II. — Aufnahme- und Ausschlussbedingungen.
Art. 3 Aufnahmefähig sind alle definitiv oder auf
Probe angestellten Zollbeamten, einschliesslich der Super-
numerare, vom vollendeten 18. Lebensjahre bis zum
40. einschliesslich.
Sont nommés membres de la Com-
mission: MM. Charles Siegen, vétérinaire de la
Commission d'agriculture à Luxembourg; Félix
Putz, membre de la Commission d'agriculture
à Bourglinster; Jean-Baptiste Weicker, député et
agriculteur à Sandweiler; Nic. Krombach, vété-
rinaire du Gouvernement à Redange, et Jules
Bivort, vétérinaire du Gouvernement à Clervaux.
Le secrétaire de la Commission d'agriculture
remplira les fonctions de secrétaire de la com-
mission d'examen (art. 20 du règlement).
Zu Mitgliedern der Körungs-Com-
mission sind
ernannt: die HH. Karl Siegen,
Thierarzt der Ackerbau-Commission zu Luxem-
burg ; Felix P ü t z , Mitglied der Ackerbau-Com-
mission zu Burglinster; J. B. Weicker, De-
putierter
und Landwirth zu Sandweiler; Nik.
Krombach,
Staatsthierarzt zu Redingen, und
Julius
Bivort,
Staatsthierarzt zu Clerf.
Der Sekretär der Ackerbau Commission wird
als Sekretär der Körungs-Commission fungiren
(Art. 20 des Reglements).
Art. 3 Die an gekörten Hengste werden auf
der linken Seite unter der Mähne mittelst eines
Brenneisens mit der Ziffer 2 gezeichnet.
Cette réception est en outre constatée par un
permis de saillie pour un an, contenant le signa-
lement de l'étalon (art. 9 du règlement), ainsi
que l'indication du ressort dans lequel l'étalon
peut saillir (art. 3 du règlement, modifié par
arrêté r. gr.-d. du 8 février 1867).
Les étalons reçus seront marqués
sous la crinière du côté gauche au moyen d'un
1er chaud portant le chiffre 2.
Die Korrespondenz wird am 1., 2. und 3. Ja-
nuar in den Vorstädten und auf dem Limperts-
berg nur 2 Mal und zwar um 8 Uhr Vm. und
um 4 Uhr Nm. bestellt.
Luxemburg den 17. Dezember 1894.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Beschluß vom 14. Dezember 1894, die Unter-
suchung der zur Beschälung während 1895
bestimmten Hengste betreffend.
Der S t a a t s m i n i s t e r ,
Präsident
der R e g i e r u n g ;
Nach Einsicht des Reglements vom 14.—21
Dezember 1861, über die Veredlung der Pferde-,
Hornvieh- und Schweinezucht;
Nach Einsicht der Anträge der Ackerbau-Com-
mission in Betreff der Untersuchung der zur Be-
schälung während 1895 bestimmten Hengste;
Beschließt
Aufnahmegesuche sind schriftlich an den Ver-
waltungsrath zu richten, welchem die Entscheidung über
die Aufnahme zusteht.
Findet die Aufnahme statt, so sorgt der Verwaltungs-
rath für die Eintragung des Aufgenommenen in das Ver-
einsregister und fertigt für denselben ein auf seinen
Namen lautendes Exemplar dieser Statuten aus. Diese
vom Verwaltungsrathe vollzogene Ausfertigung bildet die
alleinige Urkunde über die erfolgte Aufnahme in den
Verein und ist dem Aufgenommenen bei der ersten von
ihm geleisteten Zahlung zuzustellen.
Avant la marque au 1er et avant la
délivrance du permis de saillie, le propriétaire
de chaque étalon admis paie entre les mains
du président de la commission d'examen une
somme de six francs, que celui-ci verse entre
les mains du receveur des contributions à Lu-
xembourg et resp. à Diekirch.
art. 5. Les propriétaires des étalons admis
pour la saillie des juments d'autrui présentent
ces reproducteurs, une t'ois par mois, durant
le temps de la monte, au vétérinaire du ressort
de leur domicile, le jour que ce dernier leur
désigne à cet effet, pour constater la situation
de ces étalons. Ils lui soumettent en même
temps leurs registres (art. 17 du règlement).
Les frais de ces visites sont à charge du pro-
priétaire de chaque étalon.
Vor dem Brennen und vor der Aus-
stellung des Beschälungsscheines zahlt der Eigen-
thümer jeden angekörten Hengstes in die Hände
des Präsidenten der Schau Commission den Be-
trag von sechs Franken, welche letzterer an
den Steuer Empfänger Zu Luxemburg, bezw. zu
Diekirch abliefert.
Die Aufnahme des Mannes gilt auch für dessen
Frau. Hat letztere aber das Alter von 40 Jahren über-
schritten oder ist sie mit einer gefährlichen Krankheit
behaftet, so ist deren Aufnahme ausgeschlossen.
Das Alter der Frau ist durch einen Auszug aus den
Geburtsregistern nachzuweisen.
Heirathet ein Beamter nach erfolgter Aufnahme in den
Verein, so hat er dies dem Verwaltungsrathe anzuzeigen.
Die Eigenthümer der zur Beschälung
fremder Stuten angekörten Hengste sollen diese
Reproductoren einmal monatlich während der Be-
schälzeit dem Thierarzt des Ressorts ihres Do-
micils an dem von ihm dazu angesetzten Tage
vorführen, damit derselbe den Zustand besagter
Hengste constatire. Auch müssen die Eigenthümer
ihm zur selben Zeit ihre Register vorlegen (Art. 17
des Reglements).
Der Eigenthümer jeden Hengstes hat die Kosten
dieser Untersuchung zu tragen.
Auf Bruder und Schwester, welche unverhei-
rathet sind und gemeinschaftlichen Haushalt führen,
finden die Mann und Frau betreffenden Artikel des vor-
ligenden Statuts sinngemässe Anwendung. Die fixirte
Summe aus der Sterbekasse wird beim Tode der Schwester
indess nur dann ausbezahlt, wenn letztere dem Vereine
während wenigstens drei Jahren angehört hat.
Heirathet der betreffende, Beamte, stirbt derselbe
bevor der gemeinschaftliche Haushalt drei Jahre gedauert
bat oder wird dieser letztere überhaupt aufgegeben , so
scheidet die Schwester aus dem Vereine aus.
Besteht der Haushalt des betreffenden Beamten aus
mehreren seiner Schwestern, so hat derselbe dem Ver-
waltungsrathe diejenige ausdrücklich zu bezeichnen,
welche seinen Haushalt führt,
Les propriétaires des étalons pré-
sentés à l'examen doivent être pourvus d'un
certificat délivré par le collège des bourgmestre
et échevins de la commune de leur domicile,
contenant le signalement de l'étalon et attestant
qu'il est la propriété de celui qui en demande
la réception (art. 19 du règlement).
Die Eigenthümer der zur Untersuchung
vorgeführten Hengste müssen Inhaber einer vom
Schöffencollegium der Gemeinde ihres Wohnsitzes
ausgestellten Bescheinigung sein, welche das Signa-
lement des Hengstes enthält und erklärt, daß
letzterer Eigenthum desjenigen ist, der dessen An-
körung verlangt (Art. 13 des Reglements).
Die Wittwe kann nach dem Ableben des Man-
nes Mitglied des Vereins bleiben, wenn sie die festge-
setzten Beiträge entrichtet.
Bei der Wiederverheirathung der Wittwe erlischt deren
Anrecht an den Verein und sie wird aus demselben aus-
geschieden.
Dieses Anrecht erlischt jedoch nicht, wenn sie einen
Zollbeamten heirathet. Hat sie das 40. Lebensjahr nicht
überschritten und dieser Beamte ist Mitglied des Vereins,
so ist sie von der Entrichtung eines Beitrages entbunden.
Les reproducteurs introduits par le
Gouvernement étant admis de droit à la monte,
seront portés sur la liste des étalons, sur la dé-
claration de leurs propriétaires.
Pour le cas où ces derniers désireraient une
station, ils devront le faire connaître en même
temps.
Die auf Anstehen der Regierung ein-
geführten und somit rechtsmäßig zur Beschälung
zugelassenen Hengste werden auf die diesbezügliche
Liste, infolge Angabe ihrer Eigenthümer einge-
tragen.
Im Falle letztere eine feste Station wünschen,
haben sie dies gleichzeitig anzuzeigen.
Aus dem Vereine freiwillig ausgeschiedene
Mitglieder können wieder aufgenommen werden, wenn sie
1° das 40. Lebensjahr nicht überschrillen haben ;
2° durch kantonalärztliches Attest darthun, dass sie
event. auch die Frau vollständig gesund sind, und
3° die seit ihrem Austritt nicht geleisteten fortlaufenden
Beiträge hinnen einer vom Verwaltungsrathe zu bestim-
menden Frist nachzahlen.
Auf die bis jetzt ausgetretenen Mitglieder findet die
Bestimmung über die Altersgrenze keine Anwendung,
wenn sie ihre Wiederaufnahme vor dem 1. Oktober 1894
nachsuchen.
Art.
9. Mitglieder, welche im Wege des Disciplinar-
vertahrens aus dem Zolldienste entlassen werden, ver-
lieren dadurch ihr Anrecht an den Verein und werden
von der Mitgliederliste gestrichen.
Die Mitgliedschaft hört ferner auf a) durch freiwilligen
Austritt mittelst schriftlicher Anzeige an den Vorstand ;
b) wenn die einzuzahlenden Beträge beim Beginn des
zweiten Monats nach der Verfallzeit nicht geleistet sind.
(Siehe auch Art. 23, Absatz 3.)
Da die Aufnahme der Frau durch diejenige des Mannes
bedingt wird, so gilt der Austritt oder der Ausschluss des
Mannes auch für die Frau.
Aus dem Vereine ausgetretene oder auf Grand der
Statuten aus demselben ausgeschlossene Mitglieder haben
keinen Anspruch auf Erstattung ihrer Einlagen.
KAPITEL
III. — Verwaltung.
Le présent arrêté sera publié et
affiche dans toutes les communes du Grand-
Duché ; il sera en outre inséré au Mémorial, et
Die Ankörung wird außerdem durch einen
Beschälungsschein auf ein Jahr constatirt. Der-
selbe gibt das Signalement des Hengstes an
(Art. 9 des Reglements), sowie dessen Beschälungs-
Ressort (Art. 3 des abgeänderten Reglements
vom 8. Februar 1867).
Gegenwärtiger Beschluß soll in allen
Gemeinden des Großherzogthums bekannt gemacht
und angeschlagen werden; derselbe soll außerdem
un exemplaire en sera adressé à chacun des
membres de la commission d'examen, pour
leur servir de titre.
Luxembourg, le 14 décembre 1894.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
ins "Memorial" eingerückt und ein Exemplar
davon jedem Mitglied der Körungs Commission
als Ernennungsurkunde zugeschickt werden.
Luxemburg, den 14. Dezember 1894.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Avis. — Société des chemins de fer Guillaume-Luxembourg.
Numéros des actions anciennes sorties au tirage du 15 novembre 1894 pour être amorties
N°
2,941
8,321
28,330
à
à
à
2,960
6,340
Nos 30.821 à 30.840
47,941 à 47,946
47,948 à 47,950 .
Total...
le remboursement des actions ci-dessus s'effectuera à partir du 2 janvier 1895.
Luxbg imp Lib d I C V. Bück; L. Bück. Succ
Die Verwaltung des Vereins ist einem Vor-
stande (Verwaltungsrath) anvertraut, welcher aus einem
Präsidenten, einem Kassirer, einem Sekretär und zwei
Beigeordneten besteht.
Der Vorstand wird durch die Generalversammlung auf
die Dauer von fünf Jahren gewählt.
Die Vorstandsmitglieder müssen ihren Amtssitz in
Luxemburg haben.
Die austretenden Mitglieder sind wieder wählbar.
Präsident und Kassirer können auch ausserhalb der
Vereinsmitglieder gewählt werden.
Sollte ein Mitglied während seiner Amtsdauer austreten,
so wird eine Generalversammlung einberufen, welche das
Mandat des Ausgeschiedenen auf einen andern zu über-
tragen hat.
A r t . 11. Die Mitglieder des Verwaltungsrathes üben
ihr Mandat unentgeltlich.
Dem Kassirer sowie dem Sekretär kann jedoch durch
Beschluss des Verwaltungsrathes eine Entschädigung für
ihre Arbeit bewilligt werden.
Diese Entschädigung darf für den Kassirer den Betrag
von 150 und für den Sekretär denjenigen von 100 Fr. pro
Jahr nicht übersteigen.
Der Vorstand wird, wenn hierzu Veranlassung
vorliegt, von dem Präsidenten zu einer Sitzung zusam-
menberufen.
Der Präsident hat die Oberleitung des Ver-
eins und darüber zu wachen, das die Statuten pünktlich
befolgt werden. Er unterzeichnet alle Urkunden, Be-
schlüsse und Berathungen, ertheilt die Ausgabeanwei-
susgen, vertritt den Verein in seinem Verkehr mit den
öffentlichen Behorden und tührt den Vorsitz in den Ver-
sammlungen.
In Abwesenheitställen wird derselbe durch den Kassirer
vertreten, dem alsdann die vollen Rechte des Präsidenten
zustehen.
Der Kassirer besorgt sämmtliche Kassenge-
schäfte. Er trägt die Einnahmen und Ausgaben in ein
vom Präsidenten mit Seitenzahl und Namenszug versehe-
nes Kassenbuch und haftet für die Gelder, die sieh in der
Kasse hefinden. Er bewerkstelligt die Anlage und Erhe-
bung der Gelde bei der Sparkasse oder anderen Anstalten
sowie sämmtliche Zahlungen auf Grund der vom Präsi-
denten unterzeichneten Anweisungen.
Für kleinere, öfters wiederkehrende Ausgaben als Brief-
porto etc. Ist eine besondere Anweisung nicht erforderlich.
Die Kasse wird jährlich einmal durch eine aus drei
Mitgliedern bestehende , von der Generalversammlung für
die Dauer von fünf Jahren zu ernennende Commission
revidirt. Letztere stellt das Resultat dieser Revision in
einem Protokolle fest, welches durch Vermittelung des
Verwaltungsrathes den Vereinsmitgliedern mitgetheilt
wird
Treten aussergewohnliche Fälle ein, so ist es der Com-
mission selbstverständlich unbenommen, Kassenrevision
vorzunehmen.
Der Sekretär hat die Abfassung der Sitzungs-
berichte, die Correspondenzen, sowie die Führung der
Mitgliederliste zu besorgen und ist mit der Aufbewahrung
des Archivs betraut.
Die Rechnung wird am 31. Dezember jeden
Jahres abgeschlossen und das Resultat, welches der Kas-
sirer in einem umfassenden Berichte festzustellen hat,
von dem Verwaltungsrathe geprüft und innerhalb der bei-
den ersten Monate des Jahres den Mitgliedern des Vereins
zur Kenntniss gebracht.
Binnen derselben Frist ist auch der im Grossherzog-
lichen-Beschlusse vom 22. Juli 1891 vorgesehene Bericht
an den General-Direktor und die Gemeindebehörde zu
erstatten.
per Monat.
Hat das Vereinsvermögen die Höhe von 20,000 Franken
erreicht, so kann der Verwaltungsrath eine Ermässigung
in der Weise eintreten lassen, dass
unverheirathete Beamten und Wittwen
verheirathete Beamten und Wittwer
1,00 Fr.
1,25
Unverheirathete und Wittwen noch
Verheirathete und Wittwer noch
0,73 Fr.
1,00 »
monatlich zu entrichten haben.
Wenn es später die Verhältnisse gestalten, so können
nach dem Ermessen des Verwaltungsrathes auch die Bei-
träge der Verheiratheten auf 0,75 Fr. monatlich reduzirt
werden.
Der in der Generalversammlung vom 28. Mai 1893 fest-
gesetzte monatlich« Beitrag von 1,87½ Fr. für jedes Mit-
glied bleibt jedoch bis zum Schlusse des Jahres 1894
fortbestehen.
Wenn es die Interessen des Vereins erfordern
oder solches von wenigstens 35 Mitgliedern schriftlich
begehrt wird, so wird von dem Präsidenten eine General-
versammlung einberufen.
Zu dieser Versammlung hat Jeder Oberkontrolbezirk,
sowie das Hauptzollamt*), die Zollexpedition am Bahn-
hofe zu Luxemburg und das Nebenzollamt I zu Bettingen
einen Delegirten zu entsenden.
Dieser letztere wird durch Stimmenmehrheit und nur
für eine Generalversammlung gewählt.
Die Wahlen geschehen durch Stimmzettel und linden
unter Leitung der beireffenden Oberkontroleure resp.
Amtsvorstande oder unter Umständen, durch den beritte-
nen Aufseher, in einer den Dienst so wenig als möglich
störenden Weise statt.
Das Resultat wird dem Präsidenten des Vereins dem-
nächst mugetheilt.
Der für die Generalversammlung zur Berathung stehende
Gegenstand wird den Wereinsmitgliedern vor den Dele-
girtenwahlen bekannt gegeben.
Stimmberechtigt und wählbar sind nur im Dienste
stehende Zollbeamten.
Vorstandsmitglieder sind als solche in den Generalver-
sammlungen stimmberechtigt und können demgemäss
nicht zu Delegirten ernannt werden.
Die Beschlüsse der Generalversammlung werden durch
Stimmenmehnheit gefasst. Bei Stimmengleichheit ent-
scheidet die Stimme des Präsidenten.
Bei Anwesenheit von zwölf Mitgliedern ist die General-
versammlung beschlussfähig.
Die zu den Generalversammlungen entsende-
ten auswärtigen Mitglieder haben Anspruch auf Reiseent-
schädigung. Diese Entschädigung wird von dem Vorstande
festgestellt und auf die Vereinskasse liquidirt.
KAPITEL IV. — Verpflichtungen der Mitglieder gegen
den Verein.
Die Mitglieder zahlen einen fortlaufenden
Beitrag und zwar
*) Zum Hauptzollamte zählen für diesen Fall auch die dem Verein angehörenden Beamten der Z(...).
Die Versammlung ist bei Anwesenheit von drei Mit-
gliedern beschlussfähig.
Bei Stimmenglelechheit entscheidet die Stimme des
Präsidenten.
Die bei einem Sterbefalle auszuzahlende
Unterstützungssumme wird, insoweit verfügbare Gelder
nicht vorhanden sind, durch ausserordentliche und gleich-
mässige Beiträge der Mitglieder aufgebracht.
Als verfügbar gelten die sich in der Kasse befindlichen
sowie die bei der Sparkasse oder anderen Anstalten hin-
terlegten Gelder, insoweit sie nicht zum Reservefonds
gehören.
Neu eintretende Beamten sind verpflichtet,
die fortlaufenden Beiträge vom Tage ihrer definitiven An-
stellung in der Zollverwaltung ab zu zahlen.
Ist die Ernennung jedoch an einem andern Tage als am
1. des Monats in Kraft getreten, so ist der Beitrag vom
1. des künftigen Monats ab geschuldet.
Von den Mitgliedern wird keinerlei Beitrag
erhoben für Zwecke, die nicht in den Statuten vorgesehen
sind, und es dürfen die Vereinsgelder in keinem Falle zu
anderen als den ausdrücklich in den Statuten vorgesehe-
nen Zwecken verwendet werden.
Die Beitrüge der im Dienste stehenden Beam-
ten werden von den Gehältern einbehalten und von dem
Hauptzollamte an den Vereinskassirer gegen Quittung ab-
geliefert.
Die anderen Vereinsmitglieder zahlen ihre Beiträge
quartaliter und pränumerando an den Vereinskassirer.
In hierzu angethanen Fällen kann vom Präsidenten ein
Zahlungsausstand, welcher drei Monate jedoch nicht über-
steigen darf, bewilligt werden.
KAPITEL V. — Verpflichtungen des Vereins gegen
die Mitglieder.
Bein) Tode eines Mitgliedes erhält dessen
Familie eine Unterstützung, welche beim Tode des
Mannes 375 Fr., bei demjenigen der Frau 250 Fr. beträgt.
Hat das Vereinsvermögen die Höhe von 20,000 Fr. er-
reicht, so werden beim Sterbefalle des Mannes 500 Fr.,
bei demjenigen der Frau 575 Fr. ausbezahlt.
Die Auszahlung der Unterstützungssumme
erfolgt auf die beigebrachte Verwaltungs- oder ortsobrig-
keitliche Todesbescheinigung durch den Kassirer an die
Empfangsberechtigten.
Als Empfangsberechtigte werden angesehen
1° der Wittwer bezw. die Wittwe;
2° die Kinder;
3° die Eltern ;
4° die Geschwister ;
3° auch eine testamentarisch bezeichnete Person.
Sind mehrere Kinder bezw. Geschwister vorhanden, so
erfolgt, wenn nicht eines derselben oder eine andere
Person als allein bezugsberechtigt von dem Verstorbenen
bezeichnet worden ist, die Auszahlung gegen Gesammt-
quittung derselben, insoweit sie im Grossherzogthum
wohnen, oder gegen Quittung des Vormundes.
Sind keine Bezugsberechtigten vorhanden, so bezahlt
der Verein die Begräbnisskosten, jedoch nur insoweit sie
die statuteumässige Unterstützungssumme nicht über-
steigen.
Ansprüche auf den Bezug der Unterstützungssumme
werden von dem Verwaltungsrath der nothwendigen
Prüfung unterzogen.
KAPITEL VI. — Das Vereinskapital und seine Anlage. —
Reservefonds.
Das Vereinskapital besteht aus
1° den fortlaufenden Beitrügen der Mitglieder ;
2° den bewilligten Subsidien;
3° den Schenkungen und Vermächtnissen ;
4° den Zinsen der hinterlegten Gelder.
Von den eingezahlten Geldern verbleiben
nicht mehr als 1000 Franken in der Kasse. Der über-
schiessende Betrag ist entweder bei der Sparkasse, in
luxemburgischen Staatsobligationen oder, mit Geneh-
migung der Regierung, in Gemeindeobligationen oder
anderen öffentlichen Werthpapieren anzulegen,
Axt 29. Zur Bildung eines Reservefonds werden die
Schenkungen und Vermächtnisse, insoweit dieselben
unter dieser Bedingung gemacht worden sind, sowie ein
Fünftel der im Art. 27 sub 1 und 2 vermerkten Einnahmen
herangezogen.
Dieser Funds ist bis zu einem Betrage von 10,000 Fr.
unveräusserlich und darf auch bei einem höhern Betrage
nur mit Genehmigung der Generalversammlung ange-
griffen werden.
KAPITEL VII. — Statutenabänderung, Auflösung und
Liquidirung.
Jeder Antrag auf Abänderung der Statuten
muss dem Vorstande unterbreites werden, welcher be-
stimmt, ob demselben Folge zu geben ist oder nicht.
Die Statuten können nur durch eine Generalversamm-
lung abgeändert werden, deren Zusammenberufung und
Verhandlungen in der, statutenmässig vorgeschriebenen
Form stattzufinden haben.
Zur Gültigkeit der Beschlüsse dieser Versammlung ist
erfordert, dass sie mit drei Viertel der Stimmen der an-
wesenden Mitglieder gefasst und durch die Regierung
nach Vorschrift des Art. 2 des Grossh. Beschlusses vom
22. Juli 1891 Reglement über die auf Gegenseitigkeit be-
ruhenden Hilfskassen) gutgeheissen worden seien.
Der Verein kann sich eigenmächtig nur bei
erwiesener Unzulanglichkeit seiner Mittel auflösen. Die
Auflösung kann nur in einer speziell zu diesem Zwecke,
wenigstens zwei Monate im Voraus durch Einzelbriefe,
welche die Tagesordnung ausdrücklich angeben, embe-
rulene Generalversammlung beschlossen werden. In dieser
Versammlung müssen wenigstens drei Viertel der stimm-
berechtigten Mitglieder zugegen sein, und muss der Be-
schluss mit drei Viertel der Stimmen der anwesenden
Mitglieder gefasst sein.
Die Auflösung ist nur mit Gutheissung der Regierung
gültig.
Avis. — Télégraphes et téléphones.
Il est porté à la connaissance du public qu'une
cabine téléphonique est établie à Wahl et qu'elle
est ouverte tant pour le service téléphonique
que pour le service télégraphique pendant les
jours de la semaine de 8 heures du matin à midi
et de 2 à 7 heures du soir, et pendant les di-
manches et jours légalement fériés, de 8 à 9
heures du matin et de 5 à 6 heures du soir.
Luxembourg, le 11 décembre 1894.
Le Directeur général des finances,
M.
MONGENAST.
Avis. — Commmission des pensions.
Par arrêté grand-ducal de ce jour, la com-
mission instituée par l'art. 27 de la loi du
18 janvier 1863, sur les pensions, a été formée
comme suit pour l'année 1895
a) Pour l'ordre judiciaire: MM. Heuardt, vice-
président, et Arendt, conseiller à la Cour supé-
rieure de justice, membres effectifs; Schlesser,
procureur d'État, et Schmitz, juge au tribunal
d'arrondissement à Luxembourg, membres sup-
pléants.
b) Pour la Chambre des députés : MM. Krier
et Jules Fischer, membres effectifs ; Bech et
Mersch, membres suppléants.
Die Liquidirung erfolgt gemass der Bestimmungen des
Art. 9 des Grossh, Beschlusses vom 22. Juli 1891.
Alle in diesen Statuten nicht vorgesehenen
Fälle werden von dem Verwaltungsrathe entschieden.
Die vorliegenden Statuten treten mit dem
Tage ihrer Genehmigung durch die Generalversammlung
vorläufig in Kraft, und werden demnächst der Grossh.
Regierung zur definitiven Genehmigung und staatlichen
Anerkennung in der im Art. 2 des Grossh. Beschlusses
vom 22. Juli 1891 vorgeschriebenen Weise vorgelegt.
Also berathen und beschlossen in der Generalversamm-
lung vom 19. August 1894.
Der Verwaltungsrath.
(Folgen die Unterschriften )
Bekanntmachung. — Telegraphen- n. Telephon-
wesen.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge-
bracht, daß eine öffentliche Fernsprechuelle in
Wahl errichtet und dieselbe sowohl für den Te-
lephon- wie für den Telegraphendienst an den
Wochentagen von 8 bis 12 Uhr Morgens und
von 2 bis 7 Uhr Abends, an den Sonn- und
gesetzlichen Feiertagen von 8 bis 9 Uhr Morgens
und von 5 bis 6 Uhr Abends geöffnet ist.
Luxemburg, den 11. Dezember 1894.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Bekanntmachung. — Pensions-Commission.
Durch Großh. Beschluß vom heutigen Tage
ist die durch Art. 27 des Pensionsgesetzes vom
16. Januar 1863 vorgesehene Kommission fürs
Jahr 1895 zusammengesetzt, wie folgt
a) Gerichtspersonen: Die HH. Heuardt,
Vice-Präsident des Obergerichtshofes, und Arendt,
Obergerichtsrath, wirkliche Mitglieder; Schlesser,
Staatsanwalt, und Schmitz, Richter beim Be-
zirksgerichte zu Luxemburg, stellvertretende Mit-
glieder.
b) Abgeordnete: die HH. Krier und Julius
Fischer, wirkliche Mitglieder; Bech und Mersch,
stellvertretende Mitglieder.
c) Pour l'ordre administratif : 1° lorsque le
fonctionnaire à mettre a la retraite appartient à
l'administration de la douane : MM. Hammerel,
inspecteur en chef des douanes, membre effectif;
Zimmer, receveur principal des douanes à Lu-
xembourg, membre suppléant; 2° pour le corps
des volontaires et de gendarmerie : MM. Wey-
dert, capitaine, membre effectif; Trausch, capi-
taine, membre suppléant ; 3° dans tous les au-
tres cas : MM. Leclerc, controleur des contribu-
tions, membre effectif, et Monbrun, conseiller
à la Chambre des comptes, membre suppléant.
Par arrêté du Conseil de Gouvernement en
date du même jour, ont été adjoints à cette com-
mission, avec voix consultative et pour la durée
de l'année 1895, MM. les médecins Kintgen et
Schumacher à Luxembourg, et comme membres
suppléants, MM. les médecins Bourggraff et
Gredt à Luxembourg.
Luxembourg, le 12 décembre 1894.
Le Directeur général des finances,
M .
MONGENAST.
Avis. — Bourses d'études.
Par arrêté grand-ducal du 4 juillet 1894, l'éta-
blissement de la fondation de bourses d'études,
instituée par feu M. Jean-François Augustin, en
son vivant receveur des contributions pensionné
à Bettembourg, suivant testament du 7 octobre
1885 et codicille du 3 avril 1891, a été autorisé.
Cette fondation comprend
1° deux bourses pour études à faire à l'école
normale ou à tout autre établissement d'instruc-
tion du Grand-Duché ou de l'étranger, en vue
de l'apprentissage d'un métier ou de toute autre
profession;
2° deux bourses pour études à faire à l'Athé-
née de Luxembourg ou à tout autre établisse-
ment d'enseignement moyen du Grand-Duché;
3° une bourse pour études à faire au sémi-
naire;
4° une bourse pour études à faire à l'univer-
c) Verwaltungsbeamte: 1° wenn der zu
pensionirende Beamte der Zoll-Verwaltung ange-
hört, die HH. Hammerel, Ober-Zollinspektor,
wirkliches Mitglied; Zimmer, Hauptamts Ren-
dant, stellvertretendes Mitglied ;. 2° für das Frei-
willigen Corps und die Gendarmerie, die HH.
Weydert, Hauptmann, wirkliches Mitglied;
Trausch, Hauptmann, stellvertretendes Mitglied;
3° in jedem anderen Falle: die HH. Leclerc,
Steuerkontroleur, wirkliches Mitglied, und Mon-
brun, Rechnungsrath, stellvertretendes Mitglied.
Durch Beschluß des Regierungs Conseils vom
selben Tage sind vorerwähnter Commission für
das Jahr 31895 die Aerzte HH. Kintgen und
Schumacher aus Luxemburg, und als Stellver-
treter, die HH. Bourggraff und Gredt aus
Luxemburg, mit berathender Stimme beigegeben.
Luxemburg, den 12. Dezember 1894.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Bekanntmachung. — Studienbörsen.
Durch Großh. Beschluß vom 4. Juli 1894, ist
die Gründung der vom verstorbenen Hrn. Johann
Franz
Augustin,
zeitlebens pensionirter Steuer-
einnehmer zu Bettemburg, laut Testament vom
7. Oktober 1885 und Kodizill vom 3. April
1891, gestifteten Studienbörsen genehmigt worden.
Diese Stiftung begreift
1° zu ei Börsen für Studien an der Normal-
schule oder an jeder andern Unterrichts-Anstalt
des Großherzogthums oder des Auslandes, be-
hufs Erlernung eines Handwerks oder jedes an-
dern Gewerbes;
2° zwei Börsen für Studien am Athenäum
zu Luxemburg oder au jeder andern mittleren
Unterrichtsanstalt des Großherzogthums;
3° eine Börse für Seminarstudien;
4° eine Börse für Studien an der katholischen
sité catholique de Louvain ou à une autre uni-
versité catholique.
Les bourses dont s'agit sub 1° et 2° pourront
être conférées à partir du 1er octobre dernier, et
celles sub 3° et 4° à partir du 1er janvier prochain.
Les prétendants à la jouissance de ces bourses
sont invités à me faire parvenir leurs demandes,
accompagnées des pièces justificatives de leurs
droits, pour la fin du présent mois.
Luxembourg, le 13 décembre 1894.
Le Directeur général des finances,
M. MONGENAST.
Avis. — Caisse d'épargne.
Par arrêté grand-ducal en date de ce jour,
MM. Georges Wittenauer, ingénieur, Joseph
Mersch-Heldenstein, négociant, et Philippe Beck,
avocat-avoué, tous à Luxembourg, ont été main-
tenus, pour le terme de trois ans, dans les fonc-
tions de membres du conseil de surveillance de
la Caisse d'épargne.
Luxembourg, le 12 décembre 1894.
Le Directeur générai des finances,
M . MONGENAST.
Avis. — Justice.
Par arrêté grand-ducal en date du 14 décem-
bre et, M. J.-P. Fohl, juge au tribunal d'arron-
dissement de Diekirch, a été nommé juge de
paix du canton de Luxembourg.
Luxembourg, le 17 décembre 1894
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Universität zu Löwen oder an einer andern
katholischen Universität.
Die Börsen sub 1° und 2° können vom 1.
Oktober letzthin, und die sub 3° und 4° vom 1.
Januar kunfti hin verliehen werden.
Die Bewerber um den Genuß dieser Börsen
sind gebeten, mir ihre diesbezüglichen Gesuche
nebst Belegstücken vor Ende laufenden Monats
zugehen zu lassen.
Luxemburg, den 13. Dezember 1894.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Bekanntmachung. — Sparkasse.
Durch Großh. Beschluß vom heutigen Tage sind
die HH. Georg Wittenauer, Ingenieur, Jos
Mersch-Heldenstein, Kaufmann, und Philipp
Pech, Advokat Anwalt, alle drei wohnhaft zu
Luxemburg, auf die Dauer von drei Iahten in
ihren Funktionen als Mitglieder des Aufsichts-
rathes der Sparkasse bestätigt worden.
Luxemburg, den 12 Dezember 1894.
Der General-Director der Finanzen,
M. Mongenast.
Bekanntmachung. — Justiz.
Durch Großh. Beschluß vom 14. Dezember
letzthin ist Hr. J. P Fohl, Richter am Be-
zirksgerichte zu Diekirch, zum Friedensrichter des
Kantons Luxemburg ernannt worden.
Luxemburg, den 17. Dezember 1894.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Avis. — Règlement communal.
Dans sa séance du 18 novembre écoulé, le
conseil communal de Vichten a décrété un règle-
ment de police, concernant rétablissement de
taxes au profit du bureau de bienfaisance sur
les danses publiques dans la dite commune.
Bekanntmachung. — Gemeindereglement.
In seiner Sitzung vom 18 November letzthin
hat der Gemeinderath von Richten ein Polizei-
reglement, betreffend die Erhebung von Gebühren
zu Gunsten des Wohlthätigkeitsbüreaus gelegent-
lich der öffentlichen Tanzvergnügen in besagter
— Ce règlement a été dûment approuvé et
publié.
Luxembourg, le 15 décembre 1894.
Le Directeur général de l'intérieur,
H . KIRPACH.
Avis. — Postes et télégraphes.
Pour faciliter et accélérer l'expédition et as-
surer la remise en temps utile des envois pos-
taux expédiés à l'occasion du jour de l'an,
l'administration des postes et des télégraphes a
pris, comme les années précédentes, les dispo-
sitions suivantes
1° Le public est autorisé à remettre aux
guichets, à partir du 20 décembre, les envois
postaux qu'il entend voir présenter au destina-
taire le jour de l'an, que ces envois soient des-
tinés pour l'intérieur ou pour l'étranger.
2° Ces envois doivent être affranchis et por-
ter, en haut de l'adresse, au coin gauche, les
initiales « N. A. » ou « N. J. ».
Les personnes qui déposent en une seule fois
plusieurs envois de l'espèce peuvent les remettre
aux guichets dans un seul paquet étiqueté
«Nouvel an» ou «Neues Jahr» ; en ce cas,
ces personnes sont dispensées de munir chaque
envoi de l'annotation ci-dessus.
L'administration prendra des mesures pour
que les envois ainsi conditionnés, à destination
de l'intérieur, soient compris dans la première
distribution du 1er janvier et que ceux pour
l'étranger soient expédiés par le premier cour-
rier du 31 décembre.
Le 1er janvier, le nombre des tournées locales
à Luxembourg-ville sera réduit à deux, savoir
à 8 h. du matin et à 4 h. du soir; les 2 et 3 jan-
vier à trois, savoir : à 7½, 10½ h. du matin et à
4 h. du soir; le 4 janvier à quatre, savoir: à
7½, 10½ h du matin, à 3 et 5 heures du soir.
Le 31 décembre, la tournée de 8 h. du soir
sera supprimée.
Bekanntmachung. — Post- u. Telegraphenwesen.
Zur Erzielung einer schnelleren Beförderung
und rechtzeitigen Abgabe der Correspondenzen
für Neujahr sind, wie in den vorigen Jahren,
seitens der Post- und Telegraphenverwaltung,
folgende Maßnahmen getroffen worden
1° Das Publikum kann, vom 20. Dezember
ab, Postsendungen sowohl für das In- als für
das Ausland, welche am 1. Januar zur Abgabe
an den Empfänger gelangen sollen, bei den Post-
schaltern einliefern.
2" Diese Postsendungen müssen frankirt und
links, oberhalb der Aufschrift, mit dem Vermerk
N.
A." oder "N. J." versehen sein.
Diejenigen Personen, welche in einem Male
mehrere solcher Sendungen aufliefern, können
dieselben in einem Bunde mit dem Vermerk
Nouvel
an" oder "Neues Jahr" bei den Post-
schaltern abgeben; in diesem Falle ist es nicht
erfordert, daß jede einzelne Sendung den obigen
Vermerk trage.
Die Verwaltung wird Maßregeln dahin treffen,
daß die so beschaffenen Sendungen für das In-
land dem Adressaten bei der ersten Vertheilung
am 1, Januar zugestellt und diejenigen für das
Ausland mit der eisten Expedition vom 31. De-
zember ihrem Bestimmungsorte zugeführt werden.
Am 1. Januar wird die Zahl der Lokalbestell-
gänge in Luxemburg-Stadt auf zwei beschränkt,
nämlich: um 8 Uhr Vm. und um 4 Uhr Nm.;
am 2. und 3 Januar auf drei, nämlich: um
7½, 10½ Uhr Vm. und um 4 Uhr Nm.; am
4. Januar auf vier, nämlich: um 7½, 10½ Uhr
Vm., sowie um 3 und 5 Uhr Nm.
Der Bestellgang von 8 Uhr Abends wird am
31. Dezember nicht ausgeführt.
Gemeinde erlassen. — Dieses Reglement ist vor-
schriftsmäßig genehmigt und veröffentlicht worden.
Luxemburg, den 15. Dezember 1894.
Der General-Director des Innern,
H. Kirpach.
60 a
Les 1er, 2 et 3 janvier, les faubourgs et le
Limpertsberg seront desservis deux fois par
jour : à 8 h. du matin et à 4 h. du soir.
Luxembourg, le 17 décembre 1894.
Le Directeur général des finances,
M .
MONGENAST.
Arrêté du 14 décembre 1894, relatif à l'examen
des étalons destinés à la monte pendant l'année
1895.
LE MINISTRE D'ÉTAT, PRÉSIDENT
DU GOUVERNEMENT;
Vu le règlement du 14—21 décembre 1861,
concernant l'amélioration de la race des che-
vaux, des bêtes à cornes et des porcs;
Vu les propositions de la Commission d'agri-
culture pour l'examen des étalons destinés à la
monte pendant l'année 1895 ;
Arrête
Entre le premier et le deu-
xième alinéa de l'art. 491 du Code pénal sera
insérée la disposition suivante
Quiconque, dans une intention frauduleuse,
se sera fait servir des boissons ou des aliments
qu'il aura consommés sur place en tout ou en
partie, ou se sera fait donner un logement
dans des établissements à ce destinés et dont
il n'aura pas payé le prix, sera puni d'un em-
prisonnement de huit jours à six mois et d'une
amende de vingt-six francs à cinq cents francs.
Mandons et ordonnons que la présente loi soit
insérée au Mémorial, pour être observée et exé-
cutée par tous ceux que la chose concerne.
Gesetz vom 14. Dezember 1894, betreffend die
Ahndung gewisser Vergehen, welche zum
Nachtheil der Gast- und Schenkwirthe u.s.w.
verübt werden. (Art. 491 Stras-Gesetzb)
Wir Adolph,
von Gottes Gnaden, Groß-
herzog von Luxemburg, Herzog von Nassau,
u.,
u.,
u,;
Nach Anhörung Unseres Staatsrathes;
Mit Zustimmung der Kammer der Abgeordneten;
Nach Einsicht der Entscheidung der Abgeord-
netenkammer vom 4. Dezember c. sowie derjenigen
des Staatsrathes vom 14 dess. Mts., gemäß wel-
chen eine zweite Abstimmung nicht erfolgen wird;
Haben verordnet und verordnen
Einziger Artikel. Zwischen dem ersten und
zweiten Absatz des Art. 491 des Strafgesetzbuches
wird nachstehende Bestimmung eingeschalter
"Wer in betrügerischer Absicht sich Getränke
"oder Nahrungsmittel verabreichen läßt, die er
"gänzlich oder theilweise an Ort und Stelle ver-
zehrt, oder sich in hierzu bestimmten Anstalten
"ein Unterkommen anweisen läßt, und den Preis
hierfür nicht zahlt, wird mit Gefängniß von
"acht Tagen bis Zu sechs Monaten und mit
"Geldstrafe von sechsundzwanzig bis fünfhundert
"Franken bestraft."
Befehlen und verordnen, daß dieses Gesetz ins
"Memorial" eingerückt werde, um von Allen, die
es betrifft, ausgeführt und befolgt zu werden.
des
N°.60.
Lundi, 17 décembre 1894.
Château de Walferdange, le 14 décembre 1894.
ADOLPHE.
Le Ministre d'État, Président
du Gouvernement,
EYSCHEN.
Schloß Walferdingen, den 14. Dezember 1894.
Adolph.
Der Staatsminister, Präsident
der Regierung,
Eyschen.
Arrêté du 13 décembre 1894, portant reconnais-
sance légale et approbation des statuts de
la Société de secours mutuels des employés de
la douane.
LE MINISTRE D'ÉTAT, PRESIDENT
DU GOUVERNEMENT;
Vu la demande en reconnaissance légale pré-
sentée par la société de secours mutuels des
employés de la douane du Grand-Duché de Lu-
xembourg, ensemble les statuts de cette société;
Vu l'avis émis le 30 août 1894 par l'adminis-
tration communale de Luxembourg ;
Vu l'avis de la Commission supérieure d'en-
couragement des sociétés de secours mutuels
en date du 26 novembre 1894;
Vu la loi du 11 juillet 1891 et l'arrêté grand-
ducal du 22 du même mois;
Attendu que les statuts de ladite société sont
en concordance avec les dispositions des lois
et règlement ;
Attendu que les recettes assurées de la même
société sont jugées suffisantes pour faire face à
ses dépenses obligatoires;
Arrête