Verordnung über die universitären Medizinalberufe (MedBV) (MEDBV)
Inhaltsübersicht (32)
Gesetzestext (32 Artikel)
Diese Verordnung regelt
a. die Bewilligung von selbstständig tätigen universitären Medizinal-
personen im Sinne von § 10 GesG2 (selbstständig tätige Personen),
b. die Bewilligung von universitären und die Beschäftigung von nicht-
universitären Medizinalpersonen, die Tätigkeiten gemäss § 3 GesG2
vornehmen, durch selbstständig tätige Personen,
c. die Berufsausübung von selbstständig tätigen Personen,
d. die Institutionen des Gesundheitswesens.
2. Teil: Allgemeine Bestimmungen
1. Abschnitt: Bewilligungspflichtige Berufstätigkeiten
A. Selbstständige Tätigkeit
Die Bewilligungsvoraussetzungen von selbstständig tätigen Bewilligungs-
Personen richten sich nach Art. 15, 21, 34 und 36 MedBG3.
voraus-
setzungen
Die Bewilligung wird jeweils für die Dauer von zehn Jahren Befristung
erteilt, jedoch längstens bis zum Erreichen des 70. Altersjahres der der Bewilligung
Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers. Danach wird sie jeweils für
die Dauer von längstens drei Jahren erteilt.
1. 1. 25-127
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Verordnung über die universitären Medizinalberufe (MedBV)
B. Vertretung
Mittel- und
langfristige
Abwesenheit
1 Bewilligungen für Vertretungen im Sinne von § 8 GesG2
werden für längstens sechs Monate erteilt. Sie können aus wichtigen
Gründen verlängert werden.
2 Eine selbstständig tätige Person kann sich für Abwesenheiten von
2 bis 14 Wochen innerhalb von zwölf Monaten durch eine ihr bereits
als Assistenz bewilligte universitäre Medizinalperson vertreten lassen,
sofern diese über die nach der Verordnung über die Krankenversiche-
rung vom 27. Juni 1995 (KVV)5 erforderliche praktische Weiterbildung
verfügt.
3 Sind der selbstständig tätigen Person mehrere universitäre Medi-
zinalpersonen zur Assistenz bewilligt, ist die fachliche Verantwortlich-
keit zu dokumentieren.
C. Unselbstständige Tätigkeit
Beschäftigung
unselbstständig
Tätiger
a. Im
Allgemeinen
b. Assistenz
1 Unselbstständig Tätige sind Assistentinnen und Assistenten
oder Praktikantinnen und Praktikanten.
2 Die Beschäftigung universitärer Medizinalpersonen ist bewilli-
gungspflichtig. Nicht-universitäre Medizinalpersonen dürfen bewilli-
gungsfrei beschäftigt werden.
3 Bewilligungen sind in jedem Einzelfall von der selbstständig täti-
gen Person bei der zuständigen Stelle zu beantragen.
4 Bewilligungen werden nur für den Standort erteilt, an dem die
selbstständige Tätigkeit hauptsächlich ausgeübt wird (Hauptstandort).
5 Bewilligungen können mit Einschränkungen fachlicher, zeitlicher
und räumlicher Art sowie mit Auflagen verbunden werden.
1 Universitäre Medizinalpersonen werden zur Assistenz bewil-
ligt, wenn sie die Bewilligungsvoraussetzungen nach Art. 15 und 36
Abs. 1 und 3 MedBG³ erfüllen.
2 Nicht-universitäre Medizinalpersonen dürfen zur Assistenz be-
schäftigt werden, wenn sie über das für die selbstständige Tätigkeit
erforderliche Diplom verfügen.
3 Einer selbstständig tätigen Person werden bei einem Vollzeit-
pensum universitäre Medizinalpersonen im Umfang von höchstens
200 Stellenprozenten zur Assistenz bewilligt.
4 Die unselbstständig tätigen universitären Medizinalpersonen sind
in den Notfalldienst einzubinden.
2
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1 Personen, die sich zu einem universitären Medizinalberuf c. Praktikum
ausbilden lassen, dürfen als unselbstständig tätige Praktikantinnen
oder Praktikanten beschäftigt werden, wenn sie
a. an einer eidgenössischen oder einer gleichwertigen ausländischen
Hochschule einen Bachelorabschluss erlangt haben,
b. für den betreffenden Masterstudiengang immatrikuliert sind und
c. seit der Immatrikulation für den Masterstudiengang die gemäss gel-
tender Studienordnung erforderliche Anzahl Kreditpunkte geleis-
tet haben.
2 Die Beschäftigung einer Praktikantin oder eines Praktikanten
während längstens acht innerhalb von zwölf Monaten ist ohne Bewilli-
gung zulässig.6
3 Längerdauernde Praktika bedürfen der Bewilligung der zuständi-
gen Stelle. Die Bewilligung wird für längstens ein Jahr erteilt. Sie kann
aus wichtigen Gründen verlängert werden.
4 Praktikantinnen und Praktikanten von Ausbildungsgängen zu
nicht-universitären Medizinalberufen dürfen im Rahmen schulexter-
ner Praktika beschäftigt werden. Die Gesundheitsdirektion regelt Ein-
zelheiten in Weisungen an die Schulleitung.
1 Bei kurzfristiger Abwesenheit der selbstständig tätigen Per-d. Kurzfristige
son von weniger als zwei Wochen darf der Betrieb im Namen und auf Abwesenheit
Rechnung sowie unter der fachlichen Verantwortung der selbstständig
tätigen Person durch eine ihr zur Assistenz bewilligte universitäre
Medizinalperson aufrecht erhalten werden.
2 Bei regelmässiger kurzfristiger Abwesenheit der selbstständig
tätigen Person darf der Betrieb im Namen und auf Rechnung sowie
unter der fachlichen Verantwortung der selbstständig tätigen Person
durch eine ihr zur Assistenz bewilligte universitäre Medizinalperson
wie folgt aufrechterhalten werden
a. bei einer Arbeitswoche der selbstständig tätigen Person von vier
oder fünf Tagen während eines Tages pro Woche,
b. bei einer Arbeitswoche von sechs Tagen während zweier Tage pro
Woche,
c. bei einer Arbeitswoche von sieben Tagen während dreier Tage pro
Woche.
1 Die selbstständig tätige Person beaufsichtigt die Tätigkeit e. Beaufsich-
ihrer unselbstständig tätigen Medizinalpersonen.
tigung
2 Bei kurzfristiger Abwesenheit im Sinne von § 8 gewährleistet sie
die Erreichbarkeit während ihre unselbstständig tätigen Medizinal-
personen Tätigkeiten im Sinne von § 3 GesG2 vornehmen.
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Verordnung über die universitären Medizinalberufe (MedBV)
3 Praktikantinnen und Praktikanten im Sinne von § 7 dürfen nur
unter ständiger Aufsicht einer universitären Medizinalperson Tätig-
keiten im Sinne von § 3 GesG2 vornehmen.
2. Abschnitt: Berufsausübung
Berufspflichten
Die Berufspflichten von selbstständig tätigen Personen rich-
ten sich nach Art. 40 MedBG3 und § 25 Abs. 3 GesG2. Bei Verletzung
der Berufspflichten findet Art. 43 MedBG3 Anwendung.
Umgang mit
Heilmitteln
Selbstständig tätige Personen sind berechtigt, die in ihrem
Beruf notwendigen Heilmittel zu beziehen und anzuwenden. Ärztin-
nen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Chiropraktorinnen und
Chiropraktoren sowie Tierärztinnen und Tierärzte dürfen diese auch
verschreiben.
Meldepflicht
Die selbstständig tätige Person meldet der zuständigen Stelle
schriftlich
a. Aufnahme, Verlegung und Aufgabe der Tätigkeit,
b. Ausübung der Tätigkeit an mehr als einem Standort,
c. Namenswechsel,
d. Mutationen betreffend der zur Assistenz bewilligten universitären
Medizinalpersonen.
Bekannt-
machung
1 Bei Bekanntmachungen sind die selbstständig tätigen Per-
sonen namentlich zu nennen.
2 Akademische Titel sind so zu verwenden, wie sie verliehen wur-
den. Titel, die über die akademische Qualifikation täuschen können,
dürfen nur unter Nennung des Namens oder des Ortes der verleihen-
den Hochschule oder des Herkunftsstaates verwendet werden.
3 Die Verwendung von Fachtiteln und die Bezeichnung als Spezia-
listin oder Spezialist sowie die Bezeichnung als Fach- oder Spezial-
praxis für eine bestimmte Fachrichtung setzen einen eidgenössischen
oder eidgenössisch anerkannten ausländischen Weiterbildungstitel oder
einen Weiterbildungstitel eines gesamtschweizerischen Berufsverbands
voraus.
4 Hinweise auf besondere Fachkenntnisse setzen den Nachweis über-
durchschnittlicher theoretischer Kenntnisse und praktischer Fähigkei-
ten in diesem Fachbereich voraus.
4
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1 Ist eine selbstständig tätige universitäre Medizinalperson Notfalldienst
aus objektiven Gründen verhindert, Notfalldienst zu leisten, kann sie
die zuständige Stelle auf Gesuch hin von der Pflicht zur Notfalldienst-
leistung nach Art. 40 lit. g MedBG³ und § 17 GesG2 befreien. In diesen
Fällen ist eine Ersatzabgabe von Fr. 5000 pro Jahr zu leisten. Bei einem
Teilzeitpensum wird die Ersatzabgabe angemessen herabgesetzt.
2 Die Ersatzabgaben werden zur Organisation und Sicherstellung
des Notfalldienstes verwendet und können hierfür vollumfänglich den
jeweiligen Berufsverbänden zugesprochen werden. Die Gesundheits-
direktion kann das Inkasso den Berufsverbänden übertragen.
3 Die Gesundheitsdirektion regelt die Einzelheiten.
1 Selbstständig tätige Personen können sich zu einer Kollek- Praxisgemein-
tiv- oder einfachen Gesellschaft zusammenschliessen oder sich als schaften
Komplementäre an einer Kommanditgesellschaft beteiligen.
2 Gegenüber der zuständigen Stelle ist jede selbstständig tätige Per-
son für ihr Verhalten selbst verantwortlich.
3. Abschnitt: Institutionen des Gesundheitswesens
1 Öffentliche Apotheken und tierärztliche Praxisbetriebe Öffentliche
nach § 35 lit. g und h GesG2 können als juristische Person geführt wer- Apotheken
den.
2 In öffentlichen Apotheken dürfen neben unselbstständig tätigen
auch fachlich eigenverantwortliche Apothekerinnen und Apotheker
beschäftigt werden. In tierärztlichen Praxisbetrieben dürfen neben
unselbstständig tätigen auch fachlich eigenverantwortliche Tierärztin-
nen und Tierärzte beschäftigt werden.
3 Die Beschränkungen für Assistenzbewilligungen nach § 5 Abs. 4
und § 6 Abs. 3 finden keine Anwendung.
4 Die nach § 36 Abs. 1 lit. d GesG2 bezeichnete Person ist gegen-
über der zuständigen Stelle insbesondere verantwortlich für
a. die Erstellung eines Pflichtenhefts mit Zuständigkeiten aller selbst-
ständig tätigen Personen,
b. die Führung eines Journals, aus dem hervorgeht, wer an welchem
Tag für welche der zur Assistenz bewilligten, universitären Medi-
zinalpersonen fachlich verantwortlich ist,
c. die Gewährleistung der Qualität der Leistungserbringung,
d. die Meldung von Mitgliederwechseln in der gesamtverantwortlichen
Leitung,
und tierärztliche
Praxisbetriebe
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Verordnung über die universitären Medizinalberufe (MedBV)
e. die Meldung von Neueröffnung, Verlegung und Schliessung von
Standorten,
f. die Meldung des Namenswechsels der öffentlichen Apotheke bzw.
des tierärztlichen Praxisbetriebs.
5 Betriebsbewilligungen werden jeweils befristet auf zehn Jahre
erteilt und werden erneuert, wenn die Voraussetzungen fortbestehen.
1 Betriebsbewilligungen gemäss § 35 Abs. 2 lit. e GesG2 wer-
den erteilt, wenn
a. in der Institution Ärztinnen und Ärzte in einem Netzwerk mit
Angehörigen weiterer Medizinalberufe Patientinnen und Patien-
ten im Rahmen besonderer Vereinbarungen mit einer oder meh-
reren Krankenversicherungen interdisziplinär ambulant behan-
deln (interdisziplinäre Versorgungsnetzwerke),
b. Institutionen medizinische Dienstleistungen ausschliesslich für an-
dere Leistungserbringer im diagnostischen oder Behandlungsbereich
anbieten, namentlich im Bereich der Anästhesie, der diagnostischen
Radiologie oder der Pathologie.
2 § 16 Abs. 1, 3, 4 lit. c-f sowie 5 gelten sinngemäss.
Ambulante
ärztliche
Institutionen
Tätigkeits-
bereich
Tätigkeit
in Institutionen
des Gesund-
heitswesens
3. Teil: Besondere Bestimmungen
1. Abschnitt: Ärztinnen und Ärzte
Bewilligungen der zuständigen Stelle berechtigen zur ärzt-
lichen Tätigkeit an Menschen im Umfang von § 3 Abs. 1 lit. a und c-e
GesG2.
1 Spitäler, Altersheime, Alters- und Pflegeheime, Pflegeheime
und Polikliniken dürfen ohne Bewilligung nach § 6 GesG² beschäftigen
a. Ärztinnen und Ärzte mit eidgenössischem oder eidgenössisch aner-
kanntem ausländischem Diplom,
b. Studierende der Humanmedizin mit eidgenössischem oder eidge-
nössisch anerkanntem ausländischem Abschluss.
2 Die Beschäftigung anderer Ärztinnen und Ärzte sowie anderer
Studierender der Humanmedizin ist bewilligungspflichtig. Die Bewilli-
gung wird befristet und in der Regel nur dann erteilt, wenn sich keine
geeignete Person gemäss Abs. 1 um die Stelle bewirbt oder wenn ein
Personalaustausch zu Ausbildungszwecken erfolgt.
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2. Abschnitt: Zahnärztinnen und Zahnärzte
Bewilligungen der zuständigen Stelle berechtigen zur zahn- Tätigkeits-
medizinischen Tätigkeit zugunsten des Kausystems, unter Berücksich- bereich
tigung der Beziehungen zu Allgemeinerkrankungen und zur Gesund-
heit des Gesamtorganismus.
1 Die Kliniken der zahnmedizinischen Fakultät der Univer- Tätigkeit
sität Zürich dürfen ohne Bewilligung nach § 6 GesG2 beschäftigen
a. Zahnärztinnen und Zahnärzte mit eidgenössischem oder eidgenös- nischen Fakultät
sisch anerkanntem ausländischem Diplom,
b. Studierende der Zahnmedizin mit eidgenössischem oder eidgenös-
sisch anerkanntem ausländischem Abschluss.
2 Die Beschäftigung anderer Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie
anderer Studierender der Zahnmedizin ist bewilligungspflichtig. Die
Bewilligung wird befristet und in der Regel nur dann erteilt, wenn sich
keine geeignete Person gemäss Abs. 1 um die Stelle bewirbt oder wenn
ein Personalaustausch zu Ausbildungszwecken erfolgt.
in Kliniken
der zahnmedizi-
3. Abschnitt: Chiropraktorinnen und Chiropraktoren
Bewilligungen der zuständigen Stelle berechtigen zu diag- Tätigkeits-
nostischen und therapeutischen Verrichtungen im berufsspezifischen bereich
Bereich des Bewegungsapparates, unter Berücksichtigung der Inter-
aktionen zwischen Bewegungsapparat und Gesamtorganismus einer-
seits und der Möglichkeiten und Grenzen der Chiropraktik anderseits.
Für die Beschäftigung von Chiropraktorinnen und Chiro- Tätigkeit
praktoren in Spitälern, Altersheimen, Alters- und Pflegeheimen, Pflege- in Institutionen
heimen und Polikliniken gilt § 19 sinngemäss.
des Gesund-
heitswesens
4. Abschnitt: Apothekerinnen und Apotheker
10 1 Bewilligungen der zuständigen Stelle berechtigen Heil- Tätigkeits-
mittel in Verkehr zu bringen.
2 Apothekerinnen und Apotheker dürfen in öffentlichen Apothe-
ken Aufgaben zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit sowie zur
Verhütung von Krankheiten übernehmen, sofern sie aufgrund ihrer
Fachkenntnisse befähigt sind, diese nach dem aktuellen Stand der
Wissenschaften auszuführen.
bereich
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3 Sie sind im Rahmen ihrer Berufsausübung zur Anwendung von
verschreibungspflichtigen und nicht verschreibungspflichtigen Arznei-
mitteln berechtigt. Mit Bewilligung der Gesundheitsdirektion sind sie
befugt, ohne ärztliche Verschreibung bei Personen ab 16 Jahren Imp-
fungen gemäss nationalem Impfplan vorzunehmen. Sie sind nicht
befugt, Impfungen mit Lebendimpfstoffen und, unter Vorbehalt anders-
lautender Weisungen der Gesundheitsdirektion, Off-Label-Use-Imp-
fungen vorzunehmen.11
4 Impfungen durch Apothekerinnen und Apotheker sind unzulässig
bei11
a. Kontraindikation,
b. Schwangerschaft, ausser bei Impfungen aufgrund ärztlicher Ver-
schreibung,
c. Immunschwäche,
d. Autoimmunkrankheit.
5 Die Bewilligung nach Abs. 3 Satz 2 wird Apothekerinnen und
Apothekern erteilt, die über eine genügende fachliche Aus- oder Wei-
terbildung verfügen.
6 Apothekerinnen und Apotheker können für das Aufziehen und
die Injektion des Impfstoffs Personen mit Berufen aus dem Gesund-
heitswesen mit entsprechender Aus- oder Weiterbildung beiziehen. Die
beigezogenen Personen handeln unter Aufsicht und in Verantwortung
der Apothekerin oder des Apothekers.
Für die Beschäftigung von Apothekerinnen und Apothekern
in Spitälern, Altersheimen, Alters- und Pflegeheimen, Pflegeheimen
und Polikliniken gilt § 19 sinngemäss.
Tätigkeit
in Institutionen
des Gesund-
heitswesens
Tätigkeits-
bereich
Tätigkeit
in Kliniken
der Vetsuisse-
Fakultät
5. Abschnitt: Tierärztinnen und Tierärzte
Bewilligungen der zuständigen Stelle berechtigen zur tier-
ärztlichen Tätigkeit im Umfang von § 3 Abs. 1 lit. a und c–e GesG2.
1 Die Kliniken der Vetsuisse-Fakultät am Standort Zürich
dürfen ohne Bewilligung nach § 6 GesG² beschäftigen
a. Tierärztinnen und Tierärzte mit eidgenössischem oder eidgenös-
sisch anerkanntem ausländischem Diplom,
b. Studierende der Veterinärmedizin mit eidgenössischem oder eid-
genössisch anerkanntem ausländischem Abschluss.
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2 Die Beschäftigung anderer Tierärztinnen und Tierärzte sowie an-
derer Studierender der Veterinärmedizin ist bewilligungspflichtig. Die
Bewilligung wird befristet und in der Regel nur dann erteilt, wenn sich
keine geeignete Person gemäss Abs. 1 um die Stelle bewirbt oder wenn
ein Personalaustausch zu Ausbildungszwecken erfolgt.
4. Teil: Schlussbestimmungen
Vorbehältlich abweichender Zuständigkeitsregelungen sind Vollzug
folgende Stellen für den Vollzug der Gesundheitsgesetzgebung zustän-
dig
a. der Kantonsärztliche Dienst gegenüber Ärztinnen und Ärzten sowie
gegenüber Chiropraktorinnen und Chiropraktoren,
b. der Kantonszahnärztliche Dienst gegenüber Zahnärztinnen und
Zahnärzten,
c. die Kantonale Heilmittelkontrolle gegenüber Apothekerinnen und
Apothekern,
d. das Veterinäramt gegenüber Tierärztinnen und Tierärzten.
1 Für die Erteilung von Berufsausübungs- und Betriebs- Gebühren
bewilligungen sowie für Bescheinigungen werden folgende Gebühren
erhoben
a. Fr. 1000 für erstmalige Bewilligungen der selbstständigen Tätigkeit
und Fr. 250 für deren Erneuerungen,
b. Fr. 80 für Bewilligungen für Vertretungen und für deren Verlänge-
rungen,
c. Fr. 400 für unbefristete Assistenzbewilligungen,
d. Fr. 200 für befristete Assistenzbewilligungen sowie für Praktikums-
bewilligungen und Fr. 80 für deren Verlängerungen,
e. Fr. 1000 bis 10000 für erstmalige Betriebsbewilligungen und Fr. 250
bis 2500 für deren Erneuerungen,
f. Fr. 100 bis 300 für Bescheinigungen.
2 Innerhalb eines Gebührenrahmens wird die Gebühr nach Auf-
wand und nach der Bedeutung der Sache bestimmt.
1. 1. 25-127 9
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Straf-
bestimmungen
1 Mit Busse bis Fr. 10000 wird bestraft, wer vorsätzlich
a. sich durch eine zur Assistenz bewilligte universitäre Medizinal-
person vertreten lässt, ohne dass diese über die erforderliche prak-
tische Weiterbildung verfügt,
b. gegen Einschränkungen und Auflagen nach § 5 Abs. 5 verstösst,
c. Praktikantinnen und Praktikanten beschäftigt, ohne dass diese die
Voraussetzungen nach § 7 erfüllen.
den.
2 Wer fahrlässig handelt, wird mit Busse bis Fr. 5000 bestraft.
3 Versuch, Anstiftung und Gehilfenschaft sind strafbar.
4 In besonders leichten Fällen kann auf Bestrafung verzichtet wer-
Übergangs-
bestimmungen
1 Für Personen, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung be-
reits unselbstständig tätig sind und deren Tätigkeit neu bewilligungs-
pflichtig wird, ist innert eines Jahres nach Inkrafttreten dieser Verord-
nung eine Bewilligung bei der zuständigen Stelle einzuholen.
2 Bis zur vollständigen Ablösung der altrechtlichen Studiengänge
dürfen weiterhin auch Studierende in universitären Medizinalberufen
mit eidgenössischem oder eidgenössisch anerkanntem Abschluss nach
Absolvieren des zweiten klinischen Studienjahrs nach altem Curri-
culum für ein Praktikum nach § 7 beschäftigt werden.
3 Wer bei Inkrafttreten dieser Verordnung Inhaberin oder Inhaber
eines Apothekerassistentendiploms nach alter Studienordnung ist oder
wer vor Inkrafttreten dieser Verordnung zur Assistenz nach bisheri-
gem Recht bewilligt worden ist, wird auf entsprechendes Gesuch wei-
terhin zur Assistenz bewilligt.
4 Bekanntmachungen sind innert eines Jahres seit Inkrafttreten
dieser Verordnung anzupassen.
10
Verordnung über die universitären Medizinalberufe (MedBV)
Diese Verordnung tritt am 1. Juli 2008 in Kraft.
811.11
Inkrafttreten
1 OS 63, 248; Begründung siehe ABI 2008, 797.
2 LS 810.1.
3 SR 811.11.
4 SR 812.212.21.
5 SR 832.102.
6 Fassung gemäss RRB vom 27. Mai 2015 (OS 70, 305; ABI 2015-06-05). In Kraft
seit 1. September 2015 (ABI 2015-09-18).
7 Fassung gemäss RRB vom 29. April 2020 (OS 75, 310; ABI 2020-05-08). In
Kraft seit 1. Juli 2020.
8 Eingefügt durch RRB vom 3. Februar 2021 (OS 76, 30; AB1 2021-02-12). In
Kraft seit 17. Februar 2021.
9 Eingefügt durch RRB vom 27. Oktober 2021 (OS 76, 439; ABI 2021-10-29). In
Kraft seit 5. November 2021.
10 Fassung gemäss RRB vom 23. November 2022 (OS 78, 55; ABI 2022-12-02). In
Kraft seit 1. Februar 2023.
11 Fassung gemäss RRB vom 23. Oktober 2024 (OS 79, 464; ABI 2024-11-08). In
Kraft seit 1. Januar 2025.
1. 1. 25-127
11