Gesetz über die Besteuerung der Schiffe (Schiffssteuergesetz)
Inhaltsübersicht (13)
Gesetzestext (13 Artikel)
Für Schiffe, die im Kanton Zürich immatrikuliert sind oder Steuerpflicht
mit Standort im Kanton Zürich auf öffentlichen Gewässern in Betrieb
gesetzt werden, wird vom Halter eine jährliche Steuer erhoben.
Von der Besteuerung sind ausgenommen
a. die Schiffe des Bundes, des Kantons und der Gemeinden;
b. Schiffe der konzessionierten Schifffahrtsunternehmen;
c. schwimmende Geräte.
¹ Die jährliche Steuer beträgt
a. für Ruderboote und ähnliche Schiffe
Grundtaxe
b. für Motor- und Segelschiffe
Grundtaxe
Zuschlag je volles und angebrochenes kW Motorenleistung
bis 100 kW Leistung
101 bis 200 kW Leistung
201 bis 300 kW Leistung
301 bis 400 kW Leistung
401 bis 500 kW Leistung
über 500 kW Leistung
c. für Fahrgastschiffe
Grundtaxe
Zuschlag je volles und angebrochenes kW Motorenleistung
d. für Güterschiffe
Grundtaxe
Zuschlag ohne Motoren je Tonne Nutzlast
Zuschlag mit Motoren je Tonne Nutzlast
e. für Kollektiv-Schiffsausweise
gültig für motorlose Schiffe
und motorisierte Schiffe bis 30 kW Motorenleistung
gültig für Motorschiffe über 30 kW Motorenleistung
Ausnahmen
von der
Steuerpflicht
Fr. Steuertarif
30.00
30.00
3.50
4.60
5.70
6.80
7.90
9.00
30.00
3.50
30.00
1.00
2.00
400.00
1200.00
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1
747.12 Schiffssteuergesetz
2 Für Halter von mehr als zehn Schiffen wird die Grundtaxe für das
elfte und jedes weitere Schiff um 50% herabgesetzt.
3 Der Regierungsrat legt die Steuer für Schiffe mit besonderer Bau-
oder Antriebsart im Rahmen der Ansätze nach Abs. 1 fest.
4 Der Regierungsrat ist ermächtigt, Steuervergünstigungen durch
Verordnung zu beschliessen, um den Anliegen des Umweltschutzes
Rechnung zu tragen.
1 Die Steueransätze entsprechen dem Stand des Landes-
indexes der Konsumentenpreise von 143.1 Punkten am 30. Juni 1996
(Basisindex Dezember 1982 = 100 Punkte).
2 Verändert sich der Index um 10 Punkte, so ist der Kantonsrat
ermächtigt, die Steuer auf die nächstfolgende Steuerperiode anzu-
passen.
Der Regierungsrat kann die Steuerpflicht im Rahmen des
Bundesrechts auf Schiffe ausdehnen, die ihren Standort nicht im Kan-
ton Zürich haben und nur vorübergehend auf zürcherischen Gewässern
eingesetzt werden. Die Steuern für solche Schiffe dürfen die Ansätze
gemäss § 3 Abs. 1 nicht übersteigen.
1 Die Steuer ist jeweils für ein Kalenderjahr im Voraus bis
spätestens 31. März zu entrichten.
2 Wird ein Schiff erstmals im Kanton Zürich immatrikuliert, ist die
Steuer bei der Ausweiserteilung zu entrichten.
3 Wird ein Schiff erst nach dem 31. August immatrikuliert, so
ermässigt sich die Steuer auf die Hälfte.
4 Wird der Schiffsausweis bis zum 31. März zurückgegeben, muss
für das laufende Kalenderjahr keine Steuer entrichtet werden.
1 Bei Rückgabe oder Entzug des Schiffsausweises, bei Ausser-
betriebsetzung oder Halterwechsel des Schiffes nach dem 31. März
erfolgt keine Rückerstattung der Steuer.
2 Bei Wechsel des Halters wird die bereits entrichtete Steuer dem
neuen Halter angerechnet.
3 Werden nach dem 31. März Veränderungen am Schiff vorgenom-
men, die sich auf die Höhe der Steuer auswirken, ist die Differenz
nachzuzahlen oder zurückzuerstatten.
4 Der Regierungsrat regelt im Rahmen des Bundesrechts die
Steuerrückerstattung, wenn ein Schiff mit Standort im Kanton Zürich
länger als einen Monat in einem anderen Kanton verwendet und dort
besteuert wird.
2
Schiffssteuergesetz
747.12
5 Vorbehalten bleiben die Bestimmungen des Bundes über die
Besteuerung der Schiffe, deren Standort in einen anderen Kanton ver-
legt wird.
1 Der Regierungsrat erlässt ergänzende Vorschriften, nament- Erlass
lich über Veranlagung, Bezug und Verjährung der Steuer.
2 Er bezeichnet die mit dem Steuerbezug betraute kantonale Amts-
stelle.
ergänzender
Vorschriften
1 Schiffe, die der Steuerpflicht unterstehen, dürfen nach dem Verletzung
31. März nicht in Betrieb gesetzt werden, bevor die Steuer entrichtet der Steuer-
ist.
2 Der Schiffsausweis für Schiffe, die der Steuerpflicht unterstehen,
kann verweigert oder entzogen werden, wenn der Halter mit der
Entrichtung der Steuer im Rückstand ist.
3 Bei unberechtigter Inbetriebsetzung eines Schiffes oder bei ander-
weitiger Umgehung der Steuerpflicht sind die entsprechenden Steuern
unabhängig von einer Bestrafung nachzuzahlen.
pflicht
Sanktionen
1 Wer ein Schiff, das der Steuerpflicht untersteht, nach dem Straf-
31. März in Betrieb setzt, bevor die Steuer entrichtet ist, wird mit Busse bestimmungen
bestraft.4
2 Die Untersuchung und Beurteilung von Widerhandlungen obliegt
den Statthalterämtern.
Vom Reinertrag der Steuer erhalten der Kanton und die Verteilung
Stadt Zürich je vier Zehntel. Die restlichen zwei Zehntel werden zu des Steuer-
gleichen Teilen an die Gemeinden ausgerichtet, die verpflichtet sind, ertrags
einen Seerettungsdienst zu unterhalten.
Das Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Binnen- Änderung
schifffahrt vom 2. September 1979 wird wie folgt geändert: . . .3
bisherigen
Rechts
rungsrat bestimmt den Zeitpunkt des Inkrafttretens2.
1 OS 54, 25.
2 In Kraft seit 1. Januar 1997 (OS 54, 28).
3 Text siehe OS 54, 25.
4 Fassung gemäss G über die Anpassung an den geänderten allgemeinen Teil
des Strafgesetzbuches und an das neue Jugendstrafgesetz vom 19. Juni 2006
(OS 61, 391; ABI 2005, 1483). In Kraft seit 1. Januar 2007.
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