Gegenrechtsvereinbarung zwischen dem Kleinen Rat des Kantons Graubünden und dem Regierungsrat des Kantons Zürich über die Befreiung von Zuwendungen zu öffentlichen, gemeinnützigen oder wohltätigen Zwecken von der Erbschafts und Schenkungssteuer
Gesetzestext (1 Artikel)
Gegenrechtsvereinbarung
zwischen dem Kleinen Rat des Kantons Graubünden
und dem Regierungsrat des Kantons Zürich
über die Befreiung von Zuwendungen
zu öffentlichen, gemeinnützigen oder wohltätigen
Zwecken von der Erbschafts- und Schenkungssteuer
(vom 13./27. Oktober 1955)1
1. Der Kleine Rat des Kantons Graubünden und der Regierungs-
rat des Kantons Zürich erklären, gegenseitig Zuwendungen an den
Staat und seine Anstalten, an die Kreise und Gemeinden und ihre An-
stalten sowie an juristische Personen mit öffentlichen, gemeinnützigen
oder wohltätigen Zwecken von der Erbschafts- und Schenkungssteuer
zu befreien.
2. Die Befreiung bezieht sich seitens des Kantons Graubünden
auf die kantonalen Nachlass- und Schenkungssteuern und allfällige
kommunale Erbschafts- und Schenkungssteuern der im Anhang zu
dieser Erklärung erwähnten politischen Gemeinden², seitens des Kan-
tons Zürich auf die zürcherischen Erbschafts- und Schenkungssteuern.
3. 1 Diese Vereinbarung tritt in Kraft, nachdem sie von den Re-
gierungen der beiden Kantone beschlossen worden ist. Die Befreiung
gilt für die nach diesem Zeitpunkt eingetretenen Erbanfälle und voll-
zogenen Schenkungen.
2 Im Verhältnis zu Steuerpflichtigen in bündnerischen Gemeinden,
welche sich bisher der vorliegenden Vereinbarung nicht angeschlossen
haben, wird die Befreiung erst für die nach dem Beitritt der Gemeinde
eingetretenen Erbanfälle und vollzogenen Schenkungen gewährt.
4. Die beiden Regierungen sind berechtigt, jederzeit unter Beob-
achtung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten von dieser Verein-
barung zurückzutreten.
1 OS 39, 616 und GS IV, 533.
2 Gemäss Bündner Rechtsbuch (BR 720.250) sind sämtliche Gemeinden des
Kantons Graubünden beigetreten.
1.10.15 -90
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672.617
Anhang²
Gegenrechtsvereinbarung mit dem Kanton Graubünden
Von 219 Bündner Gemeinden haben die folgenden 200 durch
verbindlichen Beschluss der Gemeindeversammlung den Beitritt zur
Gegenrechtsvereinbarung erklärt
Almens, Alvaneu, Alvaschein, Andeer, Andiast, Ardez, Arosa,
Arvigo, Augio, Ausserferrera, Avers;
Bergün/Bravuogn, Bever, Bivio, Bonaduz, Bondo, Braggio, Breil/
Brigels, Brienz, Brusio, Buseno;
Calfreisen, Cama, Camuns, Castaneda, Castasegna, Castiel, Casti-
Wergenstein, Castrisch, Cauco, Cazis, Chur, Churwalden, Clugin,
Conters i. P., Cumbels, Cunter;
Davos, Disentis/Mustèr, Donath, Duvin;
Fanas, Fellers, Felsberg, Fideris, Filisur, Fläsch, Flerden, Flims,
Flond, Ftan, Fuldera, Fürstenau;
Grono, Guarda;
Haldenstein, Hinterrhein;
Igels, Igis, Ilanz, Innerferrera;
Jenaz, Jenins;
Klosters, Küblis;
Laax, Ladir, Landarenca, Langwies, Lantsch/Lenz, Lavin, Leggia,
Lohn, Lüen, Lumbrein, Luven, Luzein;
Maienfeld, Maladers, Malix, Marmorera, Masein, Mathon, Medel
(Lucmagn), Medels i. Rh., Mesocco, Molinis, Mon, Morissen,
Mulegns, Müstair, Mutten;
Nufenen;
Obersaxen;
Pagig, Parpan, Parsonz, Paspels, Patzen-Fardün, Peist, Pignia,
Pigniu/Panix, Pitasch, Pontresina, Portein, Poschiavo, Pratval, Präz,
La Punt / Chamues-ch;
Ramosch, Rhäzüns, Riein, Riom, Rodels, Rona, Rongellen, Rossa,
Rothenbrunnen, Roveredo, Rueun;
Safien, Sagogn, Salouf, Samedan, Samnaun, St. Antönien-Ascha-
rina, St. Antönien-Castels, St. Antönien-Rüti, Sta. Domenica,
Sta. Maria i. C., St. Martin, St. Moritz, St. Peter, S. Vittore, Sarn,
Savognin, Says, Scharans, Scheid, Schiers, Schlans, Schlarigna/
Celerina, Schleuis, Schmitten, Schnaus, Scuol/Schuls, Seewis i. P.,
Selma, Sevgein, Siat, Sils i. D., Sils i. E. / Segl, Silvaplana, Soazza,
Soglio, Somvix, Splügen, Stampa, Stierva, Strada i. O., Sufers,
Sur i. O., Surava, Surcasti, Surcuolm, Susch;
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Gegenrechtsvereinbarung mit dem Kanton Graubünden
672.617
Tamins, Tarasp, Tartar, Tavetsch, Tenna, Tersnaus, Thusis, Tiefen-
castel, Tinizong, Trans, Trimmis, Trin, Trun, Tschiertschen, Tschierv,
Tschlin, Tumegl/Tomils;
Untervaz, Uors-Peiden;
Valchava, Vals, Valzeina, Vaz/Obervaz, Verdabbio, Versam, Vico-
soprano, Vigens, Villa, Vrin;
Waltensburg/Vuorz, Wiesen;
Zernez, Zizers, Zuoz.
Noch keine Beitrittserklärungen liegen von 19 Gemeinden vor,
nämlich
Domat/Ems, Feldis/Veulden, Furna, Grüsch, Lostallo, Lü, Madu-
lain, Malans, Mastrils, Praden, Ruschein, Saas i. P., Sta. Maria i. M.,
S-chanf, Sent, Tschappina, Urmein, Valendas, Zillis.
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