§ 3 Weisung I (Bewertung von unüberbautem Land) - Einzelbewertung
§ 3 Weisung I (Bewertung von unüberbautem Land) · Einzelbewertung
1. Die Einzelschätzung von Talbetrieben wird nach folgenden Kriterien aus dem Gemeindemittel abgeleitet (Abs. 2 bis 5)
2. Entfernung vom Dorfrand bis zum Grundstück beziehungsweise der Flur (Breite eines Distanzringes)
a) Die Ringbreite nimmt vom Dorfrand bis zur Gemeindegrenze progressiv zu.
b) Je höher das Gemeindemittel, umso grösser die Ringbreite pro 3 Rappen Wertabstufung.
c) Massgebend sind die Weg-Distanzen.
d) Distanzschätzungsrahmen (gemäss Abs. 6).
3. Höhenunterschiede
a) Faustregel: 1 Meter Höhendifferenz = 10 Meter Distanz
4. Hangneigungsabzug
a) Massgebend sind vor allem
1. Bearbeitbarkeit in Rücksicht auf die Hangneigung
2. Wert der angrenzenden, eben gelegenen Grundstücke
3. Exposition (Lage des Grundstückes zur Sonne)
b) Höhe des Abzuges
1. nur von Hand bearbeitbar: 70-90%
2. nur die Verwendung von Wagen möglich: 60-75%
3. maschinelle Bearbeitung stark erschwert: 30-60%
4. maschinelle Bearbeitung erschwert: 20-40%
c) wobei auch die Art des Bodens und der Bewirtschaftung zu berücksichtigen ist.
5. Waldrandabzug
a) Breite der Fläche: Wenn Wald
1. auf der Südseite: 30 Meter
2. auf der Westseite: 25 Meter
3. auf der Ostseite: 20 Meter
4. auf der Nordseite: 10 Meter
b) Grösse des Abzuges: 50% vom Wert des angrenzenden, vom Wald nicht benachteiligten Grundstückes.
6. Distanzschätzungsrahmen
Ringbreite ab Dorfrand bis Gemeindegrenze
| Gemeindemittel [Rappen] | Ringbreite 1 [m] | Ringbreite 2 [m] | Ringbreite 3 [m] | Ringbreite 4 und folgende [m] |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 30 | 200 | 300 | 400 | 500 |
| 40 | 170 | 250 | 330 | 400 |
| 50 | 140 | 200 | 260 | 320 |