Art. 35 Steuergesetz (StG) - f) Einkünfte aus Vorsorge
Art. 35 StG · f) Einkünfte aus Vorsorge
1. Steuerbar sind alle Einkünfte aus der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, aus Einrichtungen der beruflichen Vorsorge und aus anerkannten Formen der gebundenen Selbstvorsorge, mit Einschluss der Kapitalabfindungen und Rückzahlungen von Einlagen, Prämien und Beiträgen.
2. Als Einkünfte aus der beruflichen Vorsorge gelten insbesondere Leistungen aus Vorsorgekassen, aus Spar- und Gruppenversicherungen sowie aus Freizügigkeitspolicen und Freizügigkeitskonten.
3. Leibrentenversicherungen sowie Leibrenten- und Verpfründungsverträge sind im Umfang ihres Ertragsanteils steuerbar. Dieser bestimmt sich wie folgt
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a)**\*** | Bei garantierten Leistungen aus Leibrentenversicherungen, die dem eidgenössischen Versicherungsvertragsgesetz vom 2. April 1908[[13]](#enumeration_itemtext_content_fn_320279_2_13_c) unterstehen, ist der im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses auf der Grundlage von [Art. 36](https://db.clex.ch/link/Bund/961.01/de) Abs. 1 des eidgenössischen Versicherungsaufsichtsgesetzes vom 17. Dezember 2004[[14]](#enumeration_itemtext_content_fn_320279_2_14_c) bestimmte maximale technische Zinssatz (m) während der gesamten Vertragsdauer massgebend: | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 1. | Ist dieser Zinssatz grösser als null, so berechnet sich der Ertragsanteil, auf den nächstliegenden ganzen Prozentwert auf- oder abgerundet, nach der Formel in [Art. 7](https://db.clex.ch/link/Bund/642.14%20/de) Abs. 2 Bst. a Ziff. 1 des eidgenössischen Steuerharmonisierungsgesetzes vom 14. Dezember 1990[[15]](#enumeration_itemtext_content_fn_320729_2_15_c). | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 2. | Ist dieser Zinssatz negativ oder null, so beträgt der Ertragsanteil null Prozent. | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b)**\*** | Bei Überschussleistungen aus Leibrentenversicherungen, die dem eidgenössischen Versicherungsvertragsgesetz vom 2. April 1908[[16]](#enumeration_itemtext_content_fn_320280_2_16_c) unterstehen, entspricht der Ertragsanteil 70 Prozent dieser Leistungen. | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c)**\*** | Bei Leistungen aus ausländischen Leibrentenversicherungen, aus Leibrenten- und aus Verpfründungsverträgen ist die Höhe der um 0,5 Prozentpunkte erhöhten annualisierten Rendite zehnjähriger Bundesobligationen (r) während des betreffenden Steuerjahres und der neun vorangegangenen Jahre massgebend: | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 1. | Ist diese Rendite grösser als null, so berechnet sich der Ertragsanteil, auf den nächstliegenden ganzen Prozentwert auf- oder abgerundet, nach der Formel in [Art. 7](https://db.clex.ch/link/Bund/642.14%20/de) Abs. 2 Bst. c Ziff. 1 des eidgenössischen Steuerharmonisierungsgesetzes vom 14. Dezember 1990[[17]](#enumeration_itemtext_content_fn_320731_2_17_c). | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 2. | Ist diese Rendite negativ oder null, so beträgt der Ertragsanteil null Prozent. | |