Art. 2 Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (kantonale Gewässerschutzverordnung, VV GSchG) - Regierungsrat
Art. 2 kantonale Gewässerschutzverordnung, VV GSchG · Regierungsrat
1. Der Regierungsrat
a. legt in Ausführungsbestimmungen die Lagerkapazität für Hofdünger und die zulässigen Düngergrossvieheinheiten je Hektare sowie allfällige Sanierungsfristen fest (Art. 14, 77 und 78 GSchG);
b. bezeichnet die Gewässerschutzbereiche in der Gewässerschutzkarte (Art. 19 GSchG, Art. 30 GSchV);
c. erlässt die Grundwasserschutzareale und die Grundwasserschutzzonen (Art. 20 und 21 GSchG) und legt in Ausführungsführungsbestimmungen das Verfahren fest;
d. legt in Ausführungsbestimmungen die Anforderungen zur Wärmegewinnung mittels Erdsonden fest (Art. 22 GSchG);
e. ordnet weitergehende Massnahmen zum Schutz der Gewässer an (Art. 28 GSchG, Art. 47 GSchV);
f. bewilligt die Wasserentnahmen und setzt die Restwassermengen sowie die Dotierwassermengen im Rahmen von Konzessionen fest (Art. 29 bis Art. 35 GSchG, Art. 33 GSchV);
g. kann nach Anhörung der Gemeinden Normen und Richtlinien von Behörden und Fachinstanzen verbindlich erklären;
h. legt nach Anhörung der Gemeinden ersatzweise kostendeckende und verursachergerechte Abgaben fest, wenn die Einwohnergemeinden dem Grundsatz nicht nachkommen (Art. 60a GSchG);
i. scheidet die Gebiete aus, in welchen Massnahmen zur Verhinderung der Abschwemmung und Auswaschung von Stoffen aus der Landwirtschaft notwendig sind und legt die Massnahmen sowie das Verfahren in Ausführungsbestimmungen fest (Art. 62a GSchG);
k. genehmigt die Sanierung der Wasserentnahmen aus Fliessgewässern und legt die Sanierungsfristen fest (Art. 80 und 81 GSchG, Art. 38 GSchV);
l. genehmigt den Klärschlamm-Entsorgungsplan (Art. 18 GSchV);
m. legt in Ausführungsbestimmungen das Verfahren zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Notlagen fest (Art. 18 VTN).
2. Der Regierungsrat kann Vollzugsaufgaben dieser Verordnung durch Vereinbarung an Dritte übertragen.