Art. 8 Gesetz über den Datenschutz (Datenschutzgesetz, kDSG) - Regierungsrat und Obergericht
Art. 8 Datenschutzgesetz, kDSG · Regierungsrat und Obergericht
1. Der Regierungsrat ist auf kantonaler Ebene für jene Erlasse, Verfügungen und Entscheide zuständig, die gemäss Bundesgesetzgebung über den Datenschutz auf Bundesebene dem Bundesrat zustehen.
2. Er erlässt die zum Vollzug erforderlichen Ausführungsbestimmungen. Er kann insbesondere folgende Bereiche im Einzelnen regeln
a. * Bearbeiten, Beschaffen, Bekanntgabe, Aufbewahrung, besondere Formen der Bearbeitung im Rahmen des Bundesrechts (Art. 2 Abs. 1 dieses Gesetzes);
b. Verantwortlichkeit bei gemeinsamer Datenbearbeitung mehrerer öffentlicher Organe (Art. 2 Abs. 2 dieses Gesetzes);
c. * Mindestanforderung an die Datensicherheit (Art. 8 DSG);
d. * ...
e. * Modalitäten des Auskunftsrechts (Art. 25 bis 29 DSG);
f. * Anspruch auf Massnahmen (Art. 41 DSG);
g. * kostenpflichtige Amtshandlungen;
h. * Nachweis des Datenschutzes (Art. 2 Abs. 3 dieses Gesetzes);
i. * Verzeichnis der Datenbearbeitungstätigkeiten (Art. 5 dieses Gesetzes);
j. * beratende Person für Datenschutz (Art. 5a dieses Gesetzes);
k. * Informations-, Geschäftsverwaltungs- und Datenablagesysteme (Art. 7a dieses Gesetzes);
l. * Inhalt und Umfang der Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 22 DSG).
3. Das Obergericht erlässt in seinem Aufsichtsbereich die zum Vollzug erforderlichen Reglemente, insbesondere jene für die Straf- und Strafvollzugsorgane gemäss Art. 3 Ziff. 7 der Richtlinie (EU) 2016/680.
4. Der Regierungsrat und das Obergericht können die Regelungen für die Straf- und Strafvollzugsorgane gemäss Art. 3 Ziff. 7 der Richtlinie (EU) 2016/680 für weitere öffentliche Organe als anwendbar erklären.