Art. 70b Reglement der Luzerner Pensionskasse (LUPK-Reglement) - Übergangsbestimmung zur Senkung des Umwandlungssatzes per 1. Januar 2019
Art. 70b LUPK-Reglement · Übergangsbestimmung zur Senkung des Umwandlungssatzes per 1. Januar 2019
1. Zur teilweisen Kompensation der Herabsetzung des Umwandlungssatzes gemäss Art. 26.2 per 1. Januar 2019 berechnet die LUPK für die aktiven Versicherten mit Jahrgang 1954 und jünger, welche am 31. Dezember 2018 und am 1. Januar 2019 bei der LUPK versichert sind, auf dem anrechenbaren Altersguthaben gemäss Art. 70b.2 einen Ausgleichsbetrag in der Höhe von 6 Prozent.
2. Das anrechenbare Altersguthaben entspricht dem Altersguthaben per 31. Dezember 2018, reduziert um die ab 1. Januar 2018 eingebrachten freiwilligen Eintrittsleistungen gemäss Art. 50 und 51, Rückzahlungen von Vorbezügen zur Finanzierung von Wohneigentum gemäss Art. 46 sowie Wiedereinkäufe als Folge einer Scheidung gemäss Art. 22d FZG.
3. Dem Altersguthaben der aktiven Versicherten wird ab 1. Januar 2019 monatlich 1/84 des Ausgleichsbetrages gemäss Art. 70b.1 als Ausgleichsgutschrift gutgeschrieben. Diese erfolgt nur für Monate, in denen ordentliche Beiträge im Rahmen der obligatorischen Versicherungspflicht gemäss Art. 4 geleistet werden. Der Anspruch auf die monatlichen Ausgleichsgutschriften erlischt spätestens am 31. Dezember 2025. Die Ausgleichsgutschriften des laufenden Jahres werden nach den gleichen Grundsätzen verzinst wie die ordentlichen Altersgutschriften gemäss Art. 23.1.
4. Tritt vor dem 31. Dezember 2025 der Vorsorgefall ein, so werden die ab diesem Zeitpunkt noch fehlenden Ausgleichsgutschriften ohne Zins zum Altersguthaben dazugezählt. Bei Teilpensionierungen oder Teilinvalidität erfolgt dies entsprechend der Rentenberechtigung. Bei der Berechnung der Invalidenrente werden die noch fehlenden Ausgleichsgutschriften ohne Zins zum massgebenden Altersguthaben gemäss Art. 39.2 dazugezählt.
5. Bei einem Austritt aus der LUPK vor dem 31. Dezember 2025 erlischt der Anspruch auf die ab dem Zeitpunkt des Austritts noch fehlenden Ausgleichsgutschriften.
6. Die maximal mögliche freiwillige Eintrittsleistung gemäss Art. 51 wird um die nach dem Stichtag noch fehlenden Ausgleichsgutschriften reduziert.
7. Die Kosten der Ausgleichsgutschriften gemäss Art. 70b.3 und 70b.4 werden durch die Arbeitgeber ab 1. Januar 2019 in Form eines jährlichen Beitrages von 1,5 Prozent der versicherten Besoldungen finanziert. Die LUPK führt über die Kosten und die Finanzierung der Ausgleichsgutschriften samt Zinsen eine Sonderrechnung. Der Zinssatz entspricht jeweils demjenigen auf den Altersguthaben. Die Beitragspflicht endet ab Beginn des Folgejahres, in dem die Kosten der Ausgleichsgutschriften finanziert sind. Die LUPK informiert über die Sonderrechnung im Anhang zur Jahresrechnung.
8. Arbeitgeber, die sich nach dem 31. Dezember 2018 der LUPK anschliessen, sind von der Beitragspflicht gemäss Art. 70b.7 befreit. Bei einem Wechsel einer versicherter Person zu einem solchen Arbeitgeber erlischt der Anspruch auf die noch fehlenden Ausgleichsgutschriften analog zu Art. 70b.5.
9. Für Versicherte mit Jahrgang 1954 bis 1960, welche seit dem 31. Dezember 2018 bis zur Pensionierung ununterbrochen bei der LUPK versichert sind, gilt bei einer Pensionierung nach dem 1. Januar 2019 für die Berechnung der Altersrente mindestens der Umwandlungssatz gemäss folgender Tabelle
Geburtsjahr/Monat | 1960 | 1959 | 1958 | 1957 | 1956 | 1955 | 1954
--- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | ---
12 | 4,811 % | 4,953 % | 5,094 % | 5,236 % | 5,377 % | 5,519 % | 5,660 %
11 | 4,823 % | 4,965 % | 5,106 % | 5,248 % | 5,389 % | 5,531 % | 5,672 %
10 | 4,835 % | 4,976 % | 5,118 % | 5,259 % | 5,401 % | 5,542 % | 5,684 %
9 | 4,847 % | 4,988 % | 5,130 % | 5,271 % | 5,413 % | 5,554 % | 5,696 %
8 | 4,858 % | 5,000 % | 5,142 % | 5,283 % | 5,425 % | 5,566 % | 5,708 %
7 | 4,870 % | 5,012 % | 5,153 % | 5,295 % | 5,436 % | 5,578 % | 5,719 %
6 | 4,882 % | 5,024 % | 5,165 % | 5,307 % | 5,448 % | 5,590 % | 5,731 %
5 | 4,894 % | 5,035 % | 5,177 % | 5,318 % | 5,460 % | 5,601 % | 5,743 %
4 | 4,906 % | 5,047 % | 5,189 % | 5,330 % | 5,472 % | 5,613 % | 5,755 %
3 | 4,917 % | 5,059 % | 5,200 % | 5,342 % | 5,483 % | 5,625 % | 5,767 %
2 | 4,929 % | 5,071 % | 5,212 % | 5,354 % | 5,495 % | 5,637 % | 5,778 %
1 | 4,941 % | 5,083 % | 5,224 % | 5,366 % | 5,507 % | 5,649 % | 5,790 %
10. Der Anspruch gemäss Art. 25.1 und 27.1 besteht für Versicherte mit Jahrgang 1963 bis 1959, welche seit dem 31. Dezember 2018 bis zur Pensionierung ununterbrochen bei der LUPK versichert sind, bereits nach Vollendung des 58. Lebensjahres. Der anwendbare Umwandlungssatz entspricht dem Umwandlungssatz von 4,6 Prozent, reduziert um 0,01 Prozentpunkte für jeden Monat, um den der Rücktritt vor Vollendung des 60. Lebensjahres erfolgt.
11. Die Höhe der Invalidenrente entspricht mindestens der Altersrente im Zeitpunkt des Anspruchsbeginns.
12. Für Versicherte mit Jahrgang 1953 und älter, welche seit dem 31. Dezember 2018 bis zur Pensionierung ununterbrochen bei der LUPK versichert sind, gilt bei der Berechnung der Altersrente der Umwandlungssatz, welcher aufgrund des Alters bei einem theoretischen Rücktritt per 31. Dezember 2018 anwendbar gewesen wäre. Für diese Versicherten gilt die Möglichkeit zur Weiterversicherung nach Erreichen des Rentenalters gemäss Art. 5a nicht.
13. Die Ansprüche auf Versicherungsleistungen, die bis und mit 1. Januar 2019 entstanden sind, richten sich nach bisherigem Recht.