Steuerpflicht
Inhaltsübersicht (13)
Gesetzestext (13 Artikel)
1. Der Kanton erhebt von den Haltern von Wasserfahrzeugen eine Steuer.
1. Der Steuer unterliegen Fahrzeuge, für deren Inverkehrsetzung eine Betriebsbewilligung (Schiffsausweis) des Kantons Glarus erforderlich ist, und die
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. **\*** | im Kanton Glarus ihren Standort haben, oder | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. **\*** | die ihren Standort in einem anderen Kanton haben und länger als einen Monat auf den schiffbaren Gewässern des Kantons Glarus in Verkehr gesetzt werden (Wanderboote). | | |
| | | | | | | | --- | --- | --- | --- | --- | --- | | c. **\*** | ... | | | | |
1. Von der Besteuerung sind ausgenommen
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. | die Wasserfahrzeuge des Bundes; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. | die aufgrund einer eidgenössischen Konzession in Verkehr gesetzten Wasserfahrzeuge; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c. | die Wasserfahrzeuge der Polizei, der Fischereiaufsicht und des Gewässerschutzes; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | d. | Ruder- und Paddelboote, Pedalos und ähnliche kleine Wasserfahrzeuge ohne Motor; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | e. | auswärtige Wasserfahrzeuge, die nur zur Teilnahme an einer Wassersportveranstaltung auf den schiffbaren Gewässern des Kantons Glarus eingesetzt werden. | | |
1. Die Höhe der Steuer richtet sich nach
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. | der Motorenleistung für Motorschiffe; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. | der Segelfläche für Segelschiffe; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c. | der Nutzlast für Lastschiffe. | | |
1. Der Steuertarif[[1]](#paragraphtext_content_fn_189498_2_1_c) wird durch den Landrat festgesetzt.
2. Für Wasserfahrzeuge, die ausschliesslich auf nicht das ganze Jahr befahrbaren Gewässern verkehren, ist der Steuertarif angemessen zu reduzieren.
1. Für Wasserfahrzeuge, die keiner kantonalen Betriebsbewilligung bedürfen und nur vorübergehend, innerhalb eines Kalenderjahres nicht länger als drei Monate, vom glarnerischen Ufer aus in Verkehr gesetzt werden, beträgt die Steuer für eine Betriebsdauer von über einem Monat 75 Prozent der Jahressteuer.
1. Die Steuer ist jeweils für ein Kalenderjahr zu entrichten.
2. Die Jahressteuer wird auf die Hälfte herabgesetzt, wenn die Zulassung nach dem 1. August erfolgt. Die Wanderboote sind von der Herabsetzung ausgenommen.
1. Bei Rückgabe der Betriebsbewilligung vor Ablauf des Kalenderjahres, bei Ausserbetriebsetzung des Wasserfahrzeuges oder bei Wechsel des Halters erfolgt keine Rückvergütung der Steuer.
2. Bei Wechsel des Halters wird die bereits bezahlte Steuer dem neuen Halter angerechnet.
1. Die für die Zulassung von Schiffen zuständige Verwaltungsbehörde ist ermächtigt, für ein der Steuerpflicht unterliegendes Wasserfahrzeug die Betriebsbewilligung zu verweigern oder zu entziehen, wenn der Halter mit der Entrichtung der Steuer oder der Gebühren im Rückstand ist.
1. Der Rechtsschutz gegen Verfügungen betreffend die Besteuerung richtet sich nach dem Verwaltungsrechtspflegegesetz[[2]](#paragraphtext_content_fn_189507_2_2_c).
2. Der Rechtsschutz gegen die Verweigerung und den Entzug von Betriebsbewilligungen gemäss Artikel 9 richtet sich nach Artikel 10 Absatz 2 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Binnenschifffahrt[[3]](#paragraphtext_content_fn_189508_2_3_c).
1. Die Erhebung von Gebühren richtet sich nach einem vom Regierungsrat zu erlassenden Tarif.
1. Widerhandlungen gegen Bestimmungen dieses Gesetzes oder der Vollzugsbestimmungen werden mit Busse bestraft.
1. Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 1978 in Kraft.