Art. 2 Verordnung über Ausgrabungen und Funde - Bewilligungs- und Duldungspflicht
Art. 2 Verordnung über Ausgrabungen und Funde · Bewilligungs- und Duldungspflicht
1. Die Ausgrabung bzw. archäologische Untersuchung von historischen oder naturwissenschaftlichen Objekten ist nur mit einer Bewilligung der Hauptabteilung Kultur (Hauptabteilung) gestattet.
2. Gesuche sind an die Hauptabteilung zu richten und müssen folgende Angaben bzw. Unterlagen enthalten
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. | Name und Adresse des Gesuchstellers; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. | Leumundszeugnis des Gesuchstellers; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c. | Grund der archäologischen Untersuchung; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | d. | Bezeichnung des Objektes oder des Grabungsortes mit Plan- oder Kartenausschnitt; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | e. | voraussichtlicher Beginn und zeitliche Dauer der Ausgrabung; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | f. | Erklärung des Grundeigentümers über sein Einverständnis. | | |
3. Wissenschaftliche Beratungs- und Auskunftsstelle in archäologischen Fragen ist das Landesarchiv. Vor der Erteilung der Bewilligung holt die Hauptabteilung den Mitbericht des Landesarchivars ein. Bei grösseren Ausgrabungen ist auch die Stellungnahme des Gemeinderates der Standortgemeinde einzuholen.
4. Die Bewilligung kann mit Auflagen verbunden werden und befristet sein.
5. Das Departement Bildung und Kultur (Departement) entscheidet, ob der Eigentümer, in dessen Grundstück archäologische Untersuchungen vorgenommen werden sollen, gemäss Artikel 724 ZGB verpflichtet werden kann, diese zu gestatten.