Verordnung über den Vollzug der Gesetzgebung zur Volksschule (Volksschulvollzugsverordnung, VSVV) - Zweck (VSVV)
Inhaltsübersicht (19)
Gesetzestext (19 Artikel)
1. Diese Verordnung beinhaltet Vollzugsvorschriften zum Bildungsgesetz im Volksschulbereich sowie zur Volksschulverordnung.
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| Klasse | Lektionen gesamt | ganze Klasse | Halbklasse total | TTG[[3]](#enumeration_itemtext_content_fn_463400_2_3_c) **\*** | MGS[[4]](#enumeration_itemtext_content_fn_463401_2_4_c) **\*** | weitere | | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | | 1. Klasse | 24 **\*** | 14 **\*** | 10 **\*** | 2 | 1 | 7 **\*** | | 2. Klasse | 24 **\*** | 14 **\*** | 10 **\*** | 2 | 1 | 7 **\*** | | 3. Klasse | 26 | 20 | 6 | 2 | | 4 | | 4. Klasse | 28 | 24 | 4 | 2 | | 2 | | 5. Klasse | 30 | 26 | 4 | 2 | | 2 | | 6. Klasse | 30 | 26 | 4 | 2 | | 2 |
1. Das wöchentliche Pensum der Lernenden beträgt im Kindergarten im Minimum
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. **\*** | 1. Jahr: 18 Lektionen; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. **\*** | 2. Jahr: 22 Lektionen. | | |
2. Die wöchentliche Zahl der Lektionen beträgt in der Primarschule
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. **\*** | 1. Klasse: 24 Lektionen, davon mindestens 10 in der Halbklasse; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. **\*** | 2. Klasse: 24 Lektionen, davon mindestens 10 in der Halbklasse; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c. **\*** | 3. Klasse: 26 Lektionen, davon mindestens 6 in der Halbklasse; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | d. **\*** | 4. Klasse: 28 Lektionen, davon mindestens 4 in der Halbklasse; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | e. **\*** | 5. Klasse: 30 Lektionen, davon mindestens 4 in der Halbklasse; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | f. **\*** | 6. Klasse: 30 Lektionen, davon mindestens 4 in der Halbklasse. | | |
3. Die wöchentliche Zahl der Lektionen beträgt auf der Sekundarstufe I
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. **\*** | 1. Klasse: 34 Lektionen; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. **\*** | 2. Klasse: 34 Lektionen; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c. **\*** | 3. Klasse: 35 Lektionen. | | |
1. Die Gemeinden haben für den Besuch der Schulen für einen zumutbaren Schulweg zu sorgen (Art. 12 Abs. 1 Bst. a, Art. 46 Abs. 4 BiG). Davon ausgenommen sind die Sonderschulen.
2. Die Gemeinden stimmen zu diesem Zweck den Schulbetrieb mit den Anbietern des öffentlichen Verkehrs ab, veranlassen nötigenfalls den organisierten Transport oder erstatten den Erziehungsberechtigten einen angemessenen Teil der Kosten.
1. Die Gemeinden führen ein bedarfsgerechtes Förderangebot gemäss den Artikeln 48-51 des Bildungsgesetzes als Teil ihrer Schule, namentlich in den Bereichen der schulischen Heilpädagogik, der Logopädie, der Psychomotorik und Deutsch als Zweitsprache (DaZ).
2. Die Fördermassnahmen finden in der Regel integrativ und während der Schulzeit statt.
1. Die Schulische Heilpädagogik unterstützt Lernende mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten, besonders begabte sowie verhaltensauffällige Kinder.
2. In Einführungsklassen können normal begabte Kinder aufgenommen werden, deren Entwicklung verzögert ist. Der Schulstoff der ersten Klasse wird während zweier Jahre erarbeitet.
3. In Kleinklassen können Lernende aufgenommen werden, welche den Anforderungen einer Regelklasse nicht zu genügen vermögen.
1. Die Logopädie unterstützt und fördert Lernende mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Kommunikationsstörungen und mit Schwierigkeiten beim Schriftspracherwerb.
2. Die Psychomotorik unterstützt Kinder mit fein- und grobmotorischen Bewegungsstörungen.
1. Für Lernende ohne oder mit nur geringen Deutschkenntnissen führen die Gemeinden das Angebot DaZ, namentlich DaZ-Unterricht, Intensivunterricht und Intensivklassen, falls dafür ein Bedarf ausgewiesen ist.
1. In Zusammenarbeit mit der kantonalen Fachstelle Gesellschaft vermitteln die Schulleitungen den Zugang zu Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur für fremdsprachige Lernende.
1. Die Gemeinden bemessen ihre Angebote so, dass für die Förderung ihrer Lernenden ausreichende personelle Kapazitäten bereitstehen.
1. Stellen die Regellehrperson und die schulische Heilpädagogin oder der schulische Heilpädagoge bei Lernenden einen besonderen Förderbedarf fest, so findet mit den Erziehungsberechtigten ein Standortgespräch statt.
2. Im Rahmen des Standortgespräches werden Massnahmen und Förderziele vereinbart. Es können dabei auch weitere Fachpersonen beigezogen werden.
3. Die Schulleitung ordnet gestützt auf den Antrag aus dem Standortgespräch die Massnahmen an.
4. Ergibt sich aus dem Standortgespräch kein gemeinsamer Antrag, so entscheidet die Schulleitung gleichwohl, nötigenfalls nach weiteren Abklärungen und der dadurch erneut erforderlichen Anhörung der Erziehungsberechtigten. Dieser Entscheid ist den Erziehungsberechtigten schriftlich und begründet zu eröffnen.
1. Der besondere Förderbedarf und die Zweckmässigkeit der angeordneten Massnahmen sind im Rahmen von Standortgesprächen periodisch zu überprüfen und der Schulleitung entsprechend Antrag zu stellen.
1. Als Absenz gilt eine nicht voraussehbare oder nicht bewilligte Abwesenheit vom Unterricht.
2. Bewilligte Abwesenheiten von kurzer Dauer bis zu wenigen aufeinander folgenden Halbtagen oder regelmässigen kürzeren Abwesenheiten gelten als Dispensation.
3. Abwesenheiten von mehr als 20 aufeinanderfolgenden Halbtagen gelten als Urlaub.
1. Absenzen sind namentlich dann gerechtfertigt, wenn sie durch Krankheit oder Unfall verursacht werden.
1. Gesuche um Dispensation vom Unterricht und um Urlaub sind zu bewilligen, wenn dafür achtenswerte Gründe vorliegen.
2. Achtenswerte Gründe liegen namentlich vor bei wichtigen Familienereignissen, hohen religiösen Feiertagen, Berufswahlpraktika sowie bei kulturellen und sportlichen Tätigkeiten.
1. Ungerechtfertigte Absenzen können von der zuständigen Instanz disziplinarisch geahndet werden.
2. Die Gemeinden erlassen für ihre Schulen ein Absenzenreglement, regeln insbesondere das Bewilligungsverfahren und die Zuständigkeiten und können für Zuwiderhandlungen eine Bestrafung der Erziehungsberechtigten mit Busse vorsehen.
3. Für das Absenzenwesen an kantonalen Schulen richtet sich das Weitere nach deren eigenen Vorschriften.
1. Die Schulleitungen der Volksschulen verfügen über eine spezifische, anerkannte Ausbildung oder über eine ausreichende Berufs- und Führungserfahrung.
2. ...
1. Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung werden aufgehoben
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. | Verordnung vom 11. Juni 2002 über die Förderangebote; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. | Verordnung vom 11. Juni 2002 über die Förderangebote für fremdsprachige Lernende; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c. | Verordnung vom 23. April 2002 über das Absenzenwesen; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | d. | Verordnung vom 4. Juni 2002 über die Kommission für Lehrmittel; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | e. | Richtlinien vom 6. Mai 1997 über die Festsetzung von Blockzeiten im Kindergarten, in der Primar- und Hilfsschule; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | f. | Vorschriften vom 9. Juni 1981 für den Verkehrsunterricht in der Schule; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | g. | Richtlinien vom 31. Juli 2002 über das Erheben von Beiträgen der Erziehungsberechtigten während der obligatorischen Schulzeit. | | |
2. Über den Zeitpunkt der Aufhebung folgender Erlasse befindet der Regierungsrat nach der Neuregelung des innerkantonalen Finanzausgleichs
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. | Verordnung vom 14. Mai 2002 über familienergänzende Betreuungsangebote; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. | Verordnung vom 25. Juni 2002 über Kantonsbeiträge an Bildungskosten und über die Entschädigung der auswärtigen Schulbesuche; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c. | Reglement vom 20. März 1990 über die Berechnung des beitragsberechtigten Schuldefizits sowie die Zusicherung und Auszahlung von Ausgleichsbeiträgen. | | |
1. Diese Verordnung tritt am 1. August 2011 in Kraft. Der Regierungsrat kann einzelne Bestimmungen vorzeitig in Kraft setzen.
2. Die Zahl der wöchentlichen Lektionen für die fünfte Klasse der Primarschule gemäss Artikel 2 Absatz 2 tritt am 1. August 2010 in Kraft.