Art. 3 Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege (Verwaltungsrechtspflegegesetz) - Entscheide
Art. 3 Verwaltungsrechtspflegegesetz · Entscheide
1. Entscheide im Sinne von Artikel 1, nämlich Verfügungen erster Instanz sowie Entscheide und Urteile in Rechtsprechungsverfahren, sind rechtsverbindliche Anordnungen einer Behörde im Einzelfall, die sich auf öffentliches Recht stützen und mit denen
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. | Rechte und Pflichten begründet, geändert oder aufgehoben werden; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. | das Bestehen, Nichtbestehen oder der Inhalt von Rechten und Pflichten festgestellt werden; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c. | Begehren auf Begründung, Änderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten und Pflichten abgewiesen oder durch Nichteintreten erledigt werden; | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | d. | verfahrensleitende oder andere Zwischenentscheide getroffen werden, oder | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | e. | die Vollstreckung von öffentlich-rechtlichen Ansprüchen angeordnet wird. | | |
2. Den Entscheiden sind hoheitliche Anordnungen im Einzelfall gleichgestellt, die eine Behörde in Anwendung privatrechtlicher Vorschriften trifft.
3. Als Entscheide gelten ausserdem Allgemeinverfügungen, die rechtsverbindliche Anordnungen im Einzelfall an eine unbestimmte Zahl von Personen enthalten.