Art. 119 Landratsverordnung (LRV) - Offene Wahlen
Art. 119 LRV · Offene Wahlen
1. Für offene Wahlen gelten die folgenden Vorschriften
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a. | Die Stimmabgabe erfolgt durch Handaufheben. | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b. | Für die Berechnung des Mehrs ist die Zahl der Stimmenden massgebend. Zu einer Wahl bedarf es der Mehrheit der Stimmenden. | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c. | Ist das Ergebnis der Wahl offensichtlich, kann auf das Zählen der Stimmen verzichtet werden. | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | d. | Werden für eine Wahl drei oder mehr Vorschläge gemacht, fällt bei jedem Wahlgang derjenige Bewerber aus der Wahl, der am wenigsten Stimmen auf sich vereinigt; bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Los, wer aus der Wahl fällt. Erreicht ein Bewerber die Mehrheit der Stimmen, ist die Wahl zustande gekommen. | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | e. | Stehen nur bzw. nur noch zwei Bewerber in der Wahl, ist derjenige gewählt, der die Stimmenmehrheit auf sich vereinigt; bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Los. | | |
| | | | | | --- | --- | --- | --- | | f. **\*** | In jedem Fall ist eine Wahl nur zustande gekommen, wenn der Bewerber mindestens 20 Stimmen auf sich vereinigt hat; dies gilt auch, wenn nur ein einziger Bewerber in der Wahl steht. Artikel 116 Absatz 4 findet sinngemäss Anwendung. | | |
2. Bisherige Stimmenzähler, Fraktionsvertreter und Kommissionsmitglieder werden gesamthaft gewählt, sofern der Rat nicht Einzelwahl beschliesst.