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7.1-8 CH-GL

Art. 5 Bauordnung Oberurnen - Kernzone (K)

Zonenvorschriften - Bauzonen
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Art. 5 Bauordnung Oberurnen · Kernzone (K)

1. Der Kernzonenplan mit den dazugehörigen Bestimmungen in dieser Bauordnung zeigt die zulässige bauliche Nutzung auf. Der Kernzonenplan ist Bestandteil des Zonenplanes und grundeigentümerverbindlich.

2. Der historische Dorfkern und seine nähere Umgebung sind in ihrer Struktur, architektonischen und ländlichen Eigenart zu erhalten und zu fördern bzw. sinnvoll zu ergänzen.

3. Neben Wohnungen sind nicht störende und mässig störende Betriebe zulässig, sofern sie das Gesamtbild nicht durch ihre Gebäude- und Gewerbeart beeinträchtigen.

4. Im Kernzonenplan werden die Bautypen A, B und C unterschieden

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a) | Die als Bautyp A bezeichneten Gebäude dürfen unter Beibehaltung des Gebäudeprofils (Lage, äussere Grundrissabmessungen, kubische Gestaltung, ortstypische Ausbildung der Fassaden und des Daches) umgebaut oder ersetzt werden. Geringfügige Abweichungen können bewilligt oder angeordnet werden, wenn dies im Interesse der Hygiene und des Ortsbildschutzes liegt. | | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b) | Die als Bautyp B bezeichneten Gebäude dürfen unter Beibehaltung des bisherigen Gebäudeprofils umgebaut, renoviert oder durch Neubauten ersetzt werden. | | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c) | Die als Bautyp C bezeichneten Gebäude umfassen die übrigen Gebäude sowie zusätzlich erwünschte und erlaubte Neubauten (Neubauten und Ersatz bestehender Gebäude). Die ungefähre Lage für Neubauten ergibt sich durch die im Kernzonenplan dargestellteKreissignatur. Die maximale Gebäudegrundfläche ist durch die Masszahl innerhalb der im Kernzonenplan dargestellten Kreissignatur festgelegt. Die Bauten haben sich in Form und Erscheinung gut ins traditionelle Strassen- und Ortsbild einzufügen. | | |

5. Für Neubauten mit Volumenvergrösserung sind die im Kernzonenplan bezeichneten Gebäudegrundflächen und die nachfolgenden Grundmasse einzuhalten. Für die im Kernzonenplan besonders bezeichneten Objekte (3) gelten die Grundmasse für 3 Vollgeschosse; für die bezeichneten Objekte (2) gelten die Grundmasse für 2 Vollgeschosse.

| Mass | bei 3 VG | bei 2 VG | | --- | --- | --- | | Vollgeschosszahl | 3 | 2 | | Gebäudehöhe max. | 10 m | 7 m | | Firsthöhe max. | 13 m | 10 m |

6. Der Ausbau des Dachgeschosses ist innerhalb des zulässigen Volumens gestattet.

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | a) | Die bestehenden An- und Nebenbauten dürfen innerhalb des bisherigen Bauvolumens umgebaut und renoviert werden. Neubauten sind zusätzlich zu den Bautypen gestattet, wenn sie: | | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 1. | zum Hauptbau in untergeordneter Stellung stehen; | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 2. | sich gut in das Orts- und Strassenbild einfügen; | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 3. | die Freiräume nicht ungebührend beeinträchtigen; | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 4. | die folgenden Grössen nicht überschreiten: Grundfläche max. 50 m², Sichtbare Höhe max. 3.3 m, Dachvorsprung max. 0.5 m, Grenzabstand mind. 1.5 m. | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | b) | Die im Kernzonenplan dargestellten Gebäudegrundflächen der Bautypen A und B gelten als Baulinien. Zudem sind im Kernzonenplan weitere Baulinien festgelegt. Fassaden von Erweiterungen bestehender Gebäude und von Neubauten dürfen die Baulinien nicht überschreiten. | | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | c) | Bei der obligatorischen Bauflucht sind Hochbauten auf diese oder höchstens 1 m hinter diese zu stellen. Die entsprechende Fassade soll parallel zur obligatorischen Bauflucht verlaufen. | | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | d) | Neu-, Um-, An- und Aufbauten sowie Fassadenrenovationen haben sich in Massstab, Stellung, kubischer Gestaltung und Materialwahl sowie in der Fassaden-, Farb- und Dachgestaltung in das vorhandene Gesamtbild einzufügen. | | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | e) | Der Gemeinderat kann von diesen Kernzonenbestimmungen abweichen, wenn | | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 1. | die Mehrnutzung für die Bautypen A, B und C gemäss Kernzonenplan und Kernzonenbestimmungen 20% nicht überschreitet und; | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 2. | die Abweichungen mit dem öffentlichen Interesse vereinbar sind und keine wesentlichen Nachbarinteressen verletzt werden und; | |

| | | | | | --- | --- | --- | --- | | | 3. | die architektonische und gestalterische Qualität sowie die Einpassung ins Ortsbild anhand von Vergleichsprojekten nachgewiesen werden. | |

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