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Art. 3 Bundesgesetz vom 19. Dezember 1986 gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) - Unlautere Werbe- und Verkaufsmethoden und anderes widerrechtliches Verhalten

UWG; 2. Kapitel: Zivil- und prozessrechtliche Bestimmungen
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Art. 3 UWG · Unlautere Werbe- und Verkaufsmethoden und anderes widerrechtliches Verhalten

Unlauter handelt insbesondere, wer: a. andere, ihre Waren, Werke, Leistungen, deren Preise oder ihre Geschäftsverhältnisse durch unrichtige, irreführende oder unnötig verletzende Äusserungen herabsetzt; b. über sich, seine Firma, seine Geschäftsbezeichnung, seine Waren, Werke oder Leistungen, deren Preise, die vorrätige Menge, die Art der Verkaufsveranstaltung oder über seine Geschäftsverhältnisse unrichtige oder irreführende Angaben macht oder in entsprechender Weise Dritte im Wettbewerb begünstigt; c. unzutreffende Titel oder Berufsbezeichnungen verwendet, die geeignet sind, den Anschein besonderer Auszeichnungen oder Fähigkeiten zu erwecken; d. Massnahmen trifft, die geeignet sind, Verwechslungen mit den Waren, Werken, Leistungen oder dem Geschäftsbetrieb eines anderen herbeizuführen; e. sich, seine Waren, Werke, Leistungen oder deren Preise in unrichtiger, irreführender, unnötig herabsetzender oder anlehnender Weise mit anderen, ihren Waren, Werken, Leistungen oder deren Preisen vergleicht oder in entsprechender Weise Dritte im Wettbewerb begünstigt; f. ausgewählte Waren, Werke oder Leistungen wiederholt unter Einstandspreisen anbietet, diese Angebote in der Werbung besonders hervorhebt und damit den Kunden über die eigene oder die Leistungsfähigkeit von Mitbewerbern täuscht; Täuschung wird vermutet, wenn der Verkaufspreis unter dem Einstandspreis vergleichbarer Bezüge gleichartiger Waren, Werke oder Leistungen liegt; weist der Beklagte den tatsächlichen Einstandspreis nach, so ist dieser für die Beurteilung massgebend; g. den Kunden durch Zugaben über den tatsächlichen Wert des Angebots täuscht; h. den Kunden durch besonders aggressive Verkaufsmethoden in seiner Entscheidungsfreiheit beeinträchtigt; i. die Beschaffenheit, die Menge, den Verwendungszweck, den Nutzen oder die Gefährlichkeit von Waren, Werken oder Leistungen verschleiert und dadurch den Kunden täuscht; k. es bei öffentlichen Auskündigungen über einen Konsumkredit unterlässt, seine Firma eindeutig zu bezeichnen oder den Nettobetrag des Kredits, die Gesamtkosten des Kredits und den effektiven Jahreszins deutlich anzugeben; l. es bei öffentlichen Auskündigungen über einen Konsumkredit zur Finanzierung von Waren oder Dienstleistungen unterlässt, seine Firma eindeutig zu bezeichnen oder den Barzahlungspreis, den Preis, der im Rahmen des Kreditvertrags zu bezahlen ist, und den effektiven Jahreszins deutlich anzugeben; m. im Rahmen einer geschäftlichen Tätigkeit einen Konsumkreditvertrag anbietet oder abschliesst und dabei Vertragsformulare verwendet, die unvollständige oder unrichtige Angaben über den Gegenstand des Vertrags, den Preis, die Zahlungsbedingungen, die Vertragsdauer, das Widerrufs- oder Kündigungsrecht des Kunden oder über sein Recht zu vorzeitiger Bezahlung der Restschuld enthalten; n. es bei öffentlichen Auskündigungen über einen Konsumkredit (Bst. k) oder über einen Konsumkredit zur Finanzierung von Waren oder Dienstleistungen (Bst. l) unterlässt, darauf hinzuweisen, dass die Kreditvergabe verboten ist, falls sie zur Überschuldung der Konsumentin oder des Konsumenten führt; o. Massenwerbung ohne direkten Zusammenhang mit einem angeforderten Inhalt fernmeldetechnisch sendet oder solche Sendungen veranlasst und es dabei unterlässt, vorher die Einwilligung der Kunden einzuholen, den korrekten Absender anzugeben oder auf eine problemlose und kostenlose Ablehnungsmöglichkeit hinzuweisen; wer beim Verkauf von Waren, Werken oder Leistungen Kontaktinformationen von Kunden erhält und dabei auf die Ablehnungsmöglichkeit hinweist, handelt nicht unlauter, wenn er diesen Kunden ohne deren Einwilligung Massenwerbung für eigene ähnliche Waren, Werke oder Leistungen sendet; p. mittels Offertformularen, Korrekturangeboten oder Ähnlichem für Eintragungen in Verzeichnisse jeglicher Art oder für Anzeigenaufträge wirbt oder solche Eintragungen oder Anzeigenaufträge unmittelbar anbietet, ohne in grosser Schrift, an gut sichtbarer Stelle und in verständlicher Sprache auf Folgendes hinzuweisen: 1. die Entgeltlichkeit und den privaten Charakter des Angebots, 2. die Laufzeit des Vertrags, 3. den Gesamtpreis entsprechend der Laufzeit, und 4. die geografische Verbreitung, die Form, die Mindestauflage und den spätesten Zeitpunkt der Publikation; q. für Eintragungen in Verzeichnisse jeglicher Art oder für Anzeigenaufträge Rechnungen verschickt, ohne vorgängig einen entsprechenden Auftrag erhalten zu haben; r. jemandem die Lieferung von Waren, die Ausrichtung von Prämien oder andere Leistungen zu Bedingungen in Aussicht stellt, die für diesen hauptsächlich durch die Anwerbung weiterer Personen einen Vorteil bedeuten und weniger durch den Verkauf oder Verbrauch von Waren oder Leistungen (Schneeball-, Lawinen- oder Pyramidensystem); s. Waren, Werke oder Leistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbietet und es dabei unterlässt: 1. klare und vollständige Angaben über seine Identität und seine Kontaktadresse einschliesslich derjenigen der elektronischen Post zu machen, 2. auf die einzelnen technischen Schritte, die zu einem Vertragsabschluss führen, hinzuweisen, 3. angemessene technische Mittel zur Verfügung zu stellen, mit denen Eingabefehler vor Abgabe der Bestellung erkannt und korrigiert werden können, 4. die Bestellung des Kunden unverzüglich auf elektronischem Wege zu bestätigen; t. im Rahmen eines Wettbewerbs oder einer Verlosung einen Gewinn verspricht, dessen Einlösung an die Inanspruchnahme einer kostenpflichtigen Mehrwertdienstnummer, die Leistung einer Aufwandsentschädigung, den Kauf einer Ware oder Dienstleistung oder an die Teilnahme an einer Verkaufsveranstaltung, Werbefahrt oder einer weiteren Verlosung gebunden ist; u. den Vermerk im Telefonverzeichnis nicht beachtet, dass ein Kunde keine Werbemitteilungen von Personen erhalten möchte, mit denen er in keiner Geschäftsbeziehung steht, und dass seine Daten zu Zwecken der Direktwerbung nicht weitergegeben werden dürfen; Kunden ohne Verzeichniseintrag sind den Kunden mit Verzeichniseintrag und Vermerk gleichgestellt; v. Werbeanrufe tätigt, ohne dass eine Rufnummer angezeigt wird, die im Telefonverzeichnis eingetragen ist und zu deren Nutzung er berechtigt ist; w. sich auf Informationen stützt, von denen sie oder er aufgrund eines Verstosses gegen die Buchstaben u oder v Kenntnis erhalten hat; x. Angaben über sich, seine Waren, Werke oder Leistungen in Bezug auf die verursachte Klimabelastung macht, die nicht durch objektive und überprüfbare Grundlagen belegt werden können.

Absatz 1 Buchstabe s findet keine Anwendung auf die Sprachtelefonie und auf Verträge, die ausschliesslich durch den Austausch von elektronischer Post oder durch vergleichbare individuelle Kommunikation geschlossen werden.

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Gerichtsentscheide zu dieser Bestimmung (340)

BGE 151 III 106 (Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG)
Unnecessary appropriation claim under unfair competition law requires proven reputation of the comparison product, and agent trademark protection under Art. 4 MSchG does not extend to distributor-created second marks.
Ground for dismissing the unfair competition claim, as no unnecessary appropriation without an existing reputation was found.
60/2003/16 · sh (Art. 3 lit. f UWG)
Municipality's Flawed School Renovation Contract Award Due to Procedural Errors and Unfair Criteria
Discussed regarding under-bidding, but not explicitly cited in the dispositive orders.
VB.2002.00384 · zh (Art. 3 lit. f UWG)
Contract Award Challenge Regarding Bid Evaluation and Exclusion
This article is cited in relation to the assessment of unfair competition practices (dumping/lure offers).
HOR.2025.24 · ag (Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG)
Unfair Competition: Domain Infringement and Misleading Invoices
Cited as a legal basis for the prohibition of using confusing signs and logos in order 1.1.
HOR.2025.24 · ag (Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG)
Unfair Competition: Domain Infringement and Misleading Invoices
Cited as a legal basis for the prohibition of using confusing signs and logos in order 1.1.
HOR.2025.24 · ag (Art. 3 Abs. 1 lit. q UWG)
Unfair Competition: Domain Infringement and Misleading Invoices
Cited as a legal basis for the prohibition of sending invoices without prior authorization in order 1.1.
SBK.2025.209 · ag (Art. 3 UWG)
Restaurant Owner v. Prosecutor (Unfair Competition)
Cited as the legal basis for the alleged unfair competition that was the subject of the complaint.
C/6041/2025 · ge (art. 3 let. d LCD)
Trade Name Infringement and Unfair Competition Provisional Measures
This provision served as a cumulative basis for the claim that the defendant's conduct constituted unfair competition by causing confusion.
SBK.2025.53 · ag (Art. 3 Abs. 1 lit. p UWG)
Prosecutor's Office v. Unfair Competition Investigation
Cited in the reasoning as a legal basis for the alleged offense, regarding misleading advertising for directory entries, and implicitly used in the dispositive as a potential basis for the appeal's dismissal.
SBK.2025.53 · ag (Art. 3 Abs. 1 lit. q UWG)
Prosecutor's Office v. Unfair Competition Investigation
Cited in the reasoning as a legal basis for the alleged offense, specifically regarding sending invoices without a prior order, and implicitly used in the dispositive as the underlying reason for the appeal's dismissal.
UE240487 · zh (Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG)
Appellant v. Prosecutor (Defamation and Unfair Competition Proceedings Discontinuation)
Cited regarding the act of defamation through misleading or unnecessarily injurious statements in the context of unfair competition, which was ultimately not found to be applicable (Order 1).
CCIV.2024.1 · ne (Art. 3 al. 1 let. b LCD)
Misleading Business Name Registration and Unfair Competition
This article was considered regarding the plaintiffs' claim to prohibit the reference to branch locations, but ultimately the claim was rejected on this basis.
C/27281/2024 · ge (art. 3 al. 1 let. b LCD)
Professional Services Firm v. Former Director (Unfair Competition and Misrepresentation of Affiliation)
The illegal act of giving inaccurate or misleading information about oneself was analyzed under this provision.
C/27281/2024 · ge (art. 3 al. 1 let. d LCD)
Professional Services Firm v. Former Director (Unfair Competition and Misrepresentation of Affiliation)
The illegal act of creating confusion with the services of others was analyzed under this provision.
HSU.2024.50 · ag (Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG)
Preliminary Injunction Granted Against Imitative Chocolate Ball Packaging
Foundation for prohibiting unfair imitation of product design.