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Tarif für die Feuer- und Elementarschadenversicherung der Aargauischen Gebäudeversicherung - Zweck des Tarifs

11 Artikel / Bestimmungen · Schweiz · Kanton Aargau
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Inhaltsübersicht (11)

Gesetzestext (11 Artikel)

1. Der vorliegende Tarif regelt die Zusammensetzung und den Bezug der Prämien und Abgaben (Beiträge) sowie die Bemessung der Prämie.

1. Die Beiträge setzen sich zusammen aus

a) Prämie für die Versicherung des Feuer- und Elementarschadenrisikos,

b) Eidgenössische Stempelabgabe auf die Prämie für die Versicherung des Feuer- und Elementarschadenrisikos,

c) Abgaben für die Verhütung und Bekämpfung von Feuerschäden und die Verhütung von Elementarschäden (Präventionsabgaben).

1. Die Prämie wird auf der Versicherungspolice eröffnet. Die Abgaben werden separat aufgeführt.

2. Bei gemeinschaftlichem Eigentum (Gesamteigentum, Miteigentum beziehungsweise Stockwerkeigentum) an einem Gebäude wird die Prämie der von der Eigentümergemeinschaft für die Vertretung als zuständig bezeichneten Person beziehungsweise Verwaltung eröffnet.

1. Die Beiträge sind innerhalb der angesetzten Frist zu bezahlen.

2. Müssen ausstehende Beiträge gemahnt werden, können Mahnspesen bis zu Fr. 50.- erhoben werden.

1. Für vollständig abgetragene Gebäude werden die Beiträge für die Zeit vom Meldungstag bis zum Jahresende zurückvergütet.

1. Erreicht der Schaden einen Drittel des Versicherungswerts, werden die laufenden Beiträge entsprechend anteilsmässig zurückvergütet.

2. Bei Ausschluss aus der Versicherung besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Beiträge.

1. Eine Prämienreduktion gemäss § 18 Abs. 5 GebVG wird bei einem Teilausschluss namentlich gewährt, wenn er nicht auf ein schuldhaftes Verhalten zurückzuführen ist.

1. Die Prämie für die Versicherung des Feuer- und Elementarschadenrisikos errechnet sich durch Multiplikation von Gebäudeversicherungswert und Prämiensatz. Sie beträgt im Minimum Fr. 15.-.

2. Die in ‰ des Gebäudeversicherungswerts festgelegten Prämiensätze betragen

Gebäudenutzung | Prämiensatz in o/oo

--- | ---

Gastgewerbe, Gewerbe und Industrie, Handel (Verkaufsläden, Lagergebäude und dgl.), Land-, Forstwirtschaft und Gärtnereien | 0.44

Alle übrigen Gebäude | 0.33

3. Die Hauptnutzung des Gebäudes bestimmt den Prämiensatz. Massgebend für deren Bestimmung ist die Geschossfläche GF gemäss SIA 416.

4. Bei besonderen Feuer- oder Elementarschadengefahren kann die Geschäftsleitung die Prämiensätze angemessen erhöhen.

1. Der Prämiensatz für die freiwillige Zusatzversicherung baulicher Anlagen der Umgebung gemäss § 33 Abs. 2 lit. a GebVG entspricht demjenigen des betreffenden Gebäudes.

2. Der Prämiensatz für die freiwillige Zusatzversicherung zusätzlicher Aufräumungskosten gemäss § 33 Abs. 2 lit. b GebVG beträgt für alle Gebäudekategorien 0.01 ‰ des jeweiligen Versicherungswerts. Die Minimalprämie beträgt Fr. 5.-, die Maximalprämie Fr. 500.-.

1. Die Prämie für die Bauzeitversicherung wird vorschüssig als Pauschale entsprechend den bei der Anmeldung deklarierten Baukosten erhoben. Die Pauschalen betragen inkl. zusätzliche Aufräumungskosten und Umgebungsarbeiten

Baukosten bis Fr. / Prämie in Fr.

50'000.- / 20.-

250'000.- / 30.-

750'000.- / 85.-

1'500'000.- / 215.-

3'000'000.- / 600.-

5'000'000.- / 1'200.-

10'000'000.- / 2'450.-

15'000'000.- / 4'555.-

20'000'000.- / 7'725.-

25'000'000.- / 13'020.-

30'000'000.- / 14'950.-

2. Die Pauschale umfasst die Prämien für die Feuer- und Elementarschadenversicherung, für die unbegrenzte Aufräumungskosten- sowie für die Umgebungsversicherung, soweit diese im Zusammenhang mit dem Bauprojekt stehen, von der Anmeldung zur Bauzeitversicherung bis zur Schätzung des neuen oder umgebauten Gebäudes. Sind die Bauarbeiten nach drei Jahren noch nicht beendet, wird eine Zwischenschätzung durchgeführt. Für den unfertigen Teil wird eine neue Bauzeitversicherung eröffnet.

3. Der ordentliche Beitrag wird ab dem Schätzungsdatum erhoben und wird bei der Eröffnung der Schätzung zur Zahlung fällig.

4. Ergibt die Schätzung des fertigen Gebäudes eine Differenz zwischen den bei der Anmeldung der Bauzeitversicherung angegebenen Baukosten und dem rechtskräftigen Versicherungswert, die ausserhalb der Bandbreite gemäss der Tabelle in Absatz 1 liegt, wird die Beitragsdifferenz zurückgezahlt oder nacherhoben.

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