97. Kundmachung: Aufhebung von Rechtsvorschriften auf dem Gebiete des Einkommensteuerrechtes durch den Verfassungsgerichtshof.
Gesetzestext (1 Artikel)
Gemäß Art. 140 Abs. 3 des Bundes-Verfassungsgesetzes
in der Fassung von 1929 und den
§§ 64 und 65 des Verfassungsgerichtshofgesetzes
1953, BGBl. Nr. 85, wird kundgemacht
(1) Der Verfassungsgerichtshof hat mit dem
Erkenntnis vom 29: März 1958, Zl. G 1, 2, 3,
5, 29, 30/58, den § 26 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes
1953, BGBl. Nr. 1/1954, sowie
den § 26 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes
vom 27. Feber 1939, Deutsches RGBl. I S. 297,
und den auf der Stufe eines Gesetzes stehenden
§ 19 Abs. 1 der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung
vom 7. Dezember 1941, Deutsches
RGBl. I S. 751, diese letzteren Bestimmungen
im Anwendungsbereich des § 106 Abs. 2
des Einkommensteuergesetzes 1953, als verfassungswidrig
aufgehoben.
(2) Die Aufhebung tritt mit Ablauf des 31. Dezember
1958 in Kraft.
(3) Frühere gesetzliche Vorschriften treten nicht
wieder in Kraft.