95. Bundesgesetz: Auflösung der Zentrallohnkommission.
Gesetzestext (1 Artikel)
Der Nationalrat hat beschlossen
§ 1. (1) Die Verordnung des Bundesministeriums
für soziale Verwaltung vom
28. Jänner 1946, BGBl. Nr. 50, betreffend
Übertragung der Aufgaben der ehemaligen
Reichstreuhänder der Arbeit auf eine provisorische
Zentrallohnkommission (Zentrallohnkommissions-
Verordnung) wird aufgehoben.
(2) Ferner treten nachstehende Vorschriften
außer Kraft
a) § 45 Abs. 2 und 3 und § 47 des Bundesgesetzes
vom 26. Februar 1947, BGBl.
Nr. 76, über die Regelung von Arbeits- und
Lohnbedingungen durch Kollektivverträge
und Arbeitsordnungen (Kollektivvertragsgesetz),
b) Abschnitt III der Kriegswirtschaftsverordnung
vom 4. September 1939,
Deutsches RGBl. I S. 1609,
c) Zweite Durchführungsbestimmungen zum
Abschnitt III der Kriegswirtschaftsverordnung
(Zweite KLDB.) vom 12. Oktober
1939, Deutsches RGBl. I S. 2028,
sowie alle auf Grund dieser Vorschrift
ergangenen Verwaltungsanordnungen,
d) Verordnung über die Lohngestaltung vom
25. Juni 1938, Deutsches RGBl. I S. 691
(GBl. f. d. L. Ö. Nr. 213/1938),
e) Verordnung zur Durchführung der Verordnung
über die Lohngestaltung vom
23. April 1941, Deutsches RGBl. I S. 222,
f) Zweite Verordnung zur Durchführung der
Verordnung über die Lohngestaltung vom
11. Jänner 1944, Deutsches RGBl. I S. 22.
§ 2. Über Abfertigungsbeträge, die auf Grund
der von den seinerzeitigen Reichstreuhändern
der Arbeit erlassenen Anordnungen auf Sperrkonto
eingezahlt wurden, kann nach Maßgabe
der Bestimmungen des Schillinggesetzes, StGBl.
Nr. 231/1945, und des Wahrungsschutzgesetzes,
BGBl. Nr. 250/1947, frei verfügt werden.
§ 3. Die Aufgaben und Befugnisse, die den
Arbeitsinspektoraten auf dem Gebiete der
Heimarbeit und den Arbeitsämtern auf dem
Gebiete des Mutterschutzes und des Kündigungsschutzes
eingerückter Dienstnehmer
durch § 10 der Zentrallohnkommissions-Verordnung
übertragen wurden, bleiben aufrecht.
§ 4. (1) Dieses Bundesgesetz tritt am 1. Juli
1950 in Wirksamkeit.
(2) Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes
ist das Bundesministerium für soziale Verwaltung
betraut.