85. Kundmachung: Wiederverlautbarung des Verfassungsgerichtshofgesetzes.
Gesetzestext (1 Artikel)
Artikel I.
Auf Grund des § 1 des Wiederverlautbarungsgesetzes,
BGBl. Nr. 114/1947, werden in der Anlage
die Bestimmungen des Verfassungsgerichtshofgesetzes
1930, BGBl. Nr. 127, neu verlautbart.
Artikel II.
(1) Bei der Wiederverlautbarung dieses Bundesgesetzes
sind die Änderungen und Ergänzungen
berücksichtigt worden, die sich aus nachstehenden
Rechtsvorschriften ergeben
1. Dem Bundesgesetz vom 26. März 1931,
BGBl. Nr. 100, betreffend die Abänderung des
Unvereinbarkeitsgesetzes vom 30. Juli 1925,
BGBl. Nr. 294;
2. dem Bundesgesetz vom 16. Juni 1931, BGBl.
Nr. 181, über Volksbegehren auf Grund der
Bundesverfassung;
3. der Verordnung vom 17. März 1938,
Deutsches RGBl. I S. 253, über die Einführung
der Reichsmarkwährung im Lande Österreich;
4. dem Gesetz vom 12. September 1945, StGBl.
Nr. 172, Prokuraturgesetz;
5. dem Gesetz vom 30. November 1945,
StGBl. Nr. 231, Schillinggesetz;
6. dem Bundesverfassungsgesetz vom 9. Oktober
1946, BGBl. Nr. 211, Verfassungs- und
Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 1946;
7. dem Bundesgesetz vom 11. Juni 1947, BGBl.
Nr. 132, Verfassungsgerichtshofgesetz-Novelle
1947;
8. dem Bundesverfassungsgesetz vom 21. Jänner
1948, BGBl. Nr. 45, Finanzverfassungsgesetz
1948;
9. dem Bundesgesetz vom 16. Juni 1948, BGBl.
Nr. 154, Prokuraturgesetz-Novelle.
(2) Im § 20 Abs. 6 des wiederverlautbarten
Gesetzes ist ein Redaktionsfehler richtiggestellt
worden, indem statt des dort vorkommenden
Wortes „Bescheide" der richtige Ausdruck „Beschlüsse"
eingesetzt worden ist.
(3) Gemäß des Art. III des 2. Verfassungsüberleitungsgesetzes
1945, StGBl. Nr. 232, ist im § 6
Abs. 2 und im § 12 Abs. 4 an Stelle der Worte
„Länder- und Ständerat" die Bezeichnung
„Bundesrat" gesetzt worden.
(4) Beim Titel D des wiederverlautbarten Gesetzes
ist die Bezugnahme auf die Anfechtung
von Landtagsbeschlüssen und die Zitierung
des § 7 Abs. 8 und 9 des Finanzverfassungsgesetzes
gestrichen worden, da sich diese Zitierungen
auf das Finanzverfassungsgesetz, BGBl.
Nr. 61/1931, bezogen haben, das inzwischen
durch das Finanzverfassungsgesetz 1948, BGBl.
Nr. 45, ersetzt worden ist, das keine bezüglichen
Bestimmungen mehr enthält. Aus diesem Grunde
mußten auch die Bestimmungen des § 66 Abs. 1
und 2 als gegenstandslos entfallen.
(5) Die im neuverlautbarten Gesetze sich ergebenden
Änderungen und Ergänzungen sind
im Texte der Wiederverlautbarung durch
Kursivbemerkungen ersichtlich gemacht worden.
Artikel III.
Das neuverlautbarte Gesetz ist als „Verfassungsgerichtshofgesetz
— VerfGG. 1953" zu
bezeichnen.
Artikel IV.
Als Tag der Herausgabe der Wiederverlautbarung
wird der Tag der Kundmachung im
Bundesgesetzblatte festgestellt.