707. Verordnung: Anzahl der Bewilligungen nach dem Aufenthaltsgesetz für 1997
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund der §§ 2, 3 Abs. 5, 6 Abs. 2 und 10 des Aufenthaltsgesetzes, BGBl. Nr. 466/1992, zuletzt
geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 201/1996, wird im Einvernehmen mit dem Hauptausschuß
des Nationalrates verordnet
§ 1. (1) Im Jahr 1997 dürfen – außerhalb der in § 2 festgelegten Zahl von Bewilligungen – höchstens
17320 Bewilligungen erteilt werden.
(2) Die Anzahl dieser Bewilligungen wird in folgendem Verhältnis auf die Länder aufgeteilt
Burgenland: insgesamt höchstens 850 Bewilligungen, aufgeteilt auf
höchstens 50 Bewilligungen für Schlüsselkräfte (§ 1 Abs. 1 Z 1 und 2 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 550 Bewilligungen für den Familiennachzug (§ 1 Abs. 1 Z 3 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 50 Bewilligungen für Studierende (§ 1 Abs. 1 Z 5 der Verordnung BGBl.
Nr. 395/1995),
höchstens 200 Bewilligungen für Erwerbstätige, Schüler, Pensionisten und privat
Aufhältige (§ 1 Abs. 1 Z 1, 2, 6, 7 und 8 der Verordnung BGBl. Nr. 395/1995);
Kärnten: insgesamt höchstens 900 Bewilligungen, aufgeteilt auf
höchstens 50 Bewilligungen für Schlüsselkräfte (§ 1 Abs. 1 Z 1 und 2 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 550 Bewilligungen für den Familiennachzug (§ 1 Abs. 1 Z 3 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 70 Bewilligungen für Studierende (§ 1 Abs. 1 Z 5 der Verordnung BGBl.
Nr. 395/1995),
höchstens 230 Bewilligungen für Erwerbstätige, Schüler, Pensionisten und privat
Aufhältige (§ 1 Abs. 1 Z 1, 2, 6, 7 und 8 der Verordnung BGBl. Nr. 395/1995);
Niederösterreich: insgesamt höchstens 1750 Bewilligungen, aufgeteilt auf
höchstens 150 Bewilligungen für Schlüsselkräfte (§ 1 Abs. 1 Z 1 und 2 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 1200 Bewilligungen für den Familiennachzug (§ 1 Abs. 1 Z 3 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 200 Bewilligungen für Studierende (§ 1 Abs. 1 Z 5 der Verordnung BGBl.
Nr. 395/1995),
höchstens 200 Bewilligungen für Erwerbstätige, Schüler, Pensionisten und privat
Aufhältige (§ 1 Abs. 1 Z 1, 2, 6, 7 und 8 der Verordnung BGBl. Nr. 395/1995);
Oberösterreich: insgesamt höchstens 1270 Bewilligungen, aufgeteilt auf
höchstens 100 Bewilligungen für Schlüsselkräfte (§ 1 Abs. 1 Z 1 und 2 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 870 Bewilligungen für den Familiennachzug (§ 1 Abs. 1 Z 3 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 130 Bewilligungen für Studierende (§ 1 Abs. 1 Z 5 der Verordnung BGBl.
Nr. 395/1995),
höchstens 170 Bewilligungen für Erwerbstätige, Schüler, Pensionisten und privat
Aufhältige (§ 1 Abs. 1 Z 1, 2, 6, 7 und 8 der Verordnung BGBl. Nr. 395/1995);
Salzburg: insgesamt höchstens 1350 Bewilligungen, aufgeteilt auf
höchstens 100 Bewilligungen für Schlüsselkräfte (§ 1 Abs. 1 Z 1 und 2 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 700 Bewilligungen für den Familiennachzug (§ 1 Abs. 1 Z 3 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 150 Bewilligungen für Studierende (§ 1 Abs. 1 Z 5 der Verordnung BGBl.
Nr. 395/1995),
höchstens 400 Bewilligungen für Erwerbstätige, Schüler, Pensionisten und privat
Aufhältige (§ 1 Abs. 1 Z 1, 2, 6, 7 und 8 der Verordnung BGBl. Nr. 395/1995);
Steiermark: insgesamt höchstens 3850 Bewilligungen, aufgeteilt auf
höchstens 200 Bewilligungen für Schlüsselkräfte (§ 1 Abs. 1 Z 1 und 2 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 2300 Bewilligungen für den Familiennachzug (§ 1 Abs. 1 Z 3 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 400 Bewilligungen für Studierende (§ 1 Abs. 1 Z 5 der Verordnung BGBl.
Nr. 395/1995),
höchstens 950 Bewilligungen für Erwerbstätige, Schüler, Pensionisten und privat
Aufhältige (§ 1 Abs. 1 Z 1, 2, 6, 7 und 8 der Verordnung BGBl. Nr. 395/1995);
Tirol: insgesamt höchstens 1500 Bewilligungen, aufgeteilt auf
höchstens 150 Bewilligungen für Schlüsselkräfte (§ 1 Abs. 1 Z 1 und 2 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 800 Bewilligungen für den Familiennachzug (§ 1 Abs. 1 Z 3 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 250 Bewilligungen für Studierende (§ 1 Abs. 1 Z 5 der Verordnung BGBl.
Nr. 395/1995),
höchstens 300 Bewilligungen für Erwerbstätige, Schüler, Pensionisten und privat
Aufhältige (§ 1 Abs. 1 Z 1, 2, 6, 7 und 8 der Verordnung BGBl. Nr. 395/1995);
Vorarlberg: insgesamt höchstens 450 Bewilligungen, aufgeteilt auf
höchstens 60 Bewilligungen für Schlüsselkräfte (§ 1 Abs. 1 Z 1 und 2 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 320 Bewilligungen für den Familiennachzug (§ 1 Abs. 1 Z 3 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 20 Bewilligungen für Studierende (§ 1 Abs. 1 Z 5 der Verordnung BGBl.
Nr. 395/1995),
höchstens 50 Bewilligungen für Erwerbstätige, Schüler, Pensionisten und privat Aufhältige
(§ 1 Abs. 1 Z 1, 2, 6, 7 und 8 der Verordnung BGBl. Nr. 395/1995);
Wien: insgesamt höchstens 5400 Bewilligungen, aufgeteilt auf
höchstens 750 Bewilligungen für Schlüsselkräfte (§ 1 Abs. 1 Z 1 und 2 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 2600 Bewilligungen für den Familiennachzug (§ 1 Abs. 1 Z 3 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 1100 Bewilligungen für Studierende (§ 1 Abs. 1 Z 5 der Verordnung
BGBl. Nr. 395/1995),
höchstens 950 Bewilligungen für Erwerbstätige, Schüler, Pensionisten und privat
Aufhältige (§ 1 Abs. 1 Z 1, 2, 6, 7 und 8 der Verordnung BGBl. Nr. 395/1995).
(3) Schlüsselkräfte sind Fremde, an deren Erwerbstätigkeit
1. im Hinblick auf ihre besondere Ausbildung, speziellen Kenntnisse und Fertigkeiten oder besondere
Erfahrung oder
2. im Hinblick auf den mit der Erwerbstätigkeit verbundenen Transfer von Investitionskapital gesamtwirtschaftliche
Interessen bestehen.
(4) Bei der Erteilung von Bewilligungen sind Ehegatten und minderjährige Kinder von Schlüsselkräften
und von Personen, die gemäß § 1 Abs. 3 Z 4 und 5 oder Abs. 4 des Aufenthaltsgesetzes keine
Bewilligung brauchen, bevorzugt zu berücksichtigen.
(5) Bei Erreichen der Anzahl von Bewilligungen in einem Bundesland für den Familiennachzug,
können zusätzliche Bewilligungen für den Familiennachzug im Sinne des Abs. 4 auf die Anzahl von
Bewilligungen für Schlüsselkräfte angerechnet werden.
§ 2. Über die in § 1 genannte Anzahl von Bewilligungen hinaus dürfen durch Verordnung gemäß
§ 7 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes bis zu 5000 Beschäftigungsbewilligungen festgelegt werden.
§ 3. Folgende Personengruppen werden von der Anrechnung auf die in § 1 festgelegte Zahl von Bewilligungen
ausgenommen
1. In Österreich geborene und seit Geburt aufhältige minderjährige Kinder von Fremden, die auf
Grund einer Aufenthaltsbewilligung oder eines vor dem 1. Juli 1993 ausgestellten Sichtvermerkes
oder gemäß § 1 Abs. 3 Z 4 und 5 des Aufenthaltsgesetzes zum Aufenthalt in Österreich berechtigt
sind,
2. eheliche und außereheliche minderjährige Kinder und Ehegatten von österreichischen Staatsbürgern,
3. Personen, die gemäß § 1 Abs. 3 Z 1 des Aufenthaltsgesetzes auf Grund allgemein anerkannter
Regeln des Völkerrechts oder eines Staatsvertrags aufenthaltsberechtigt sind oder waren, und
4. Personen, für die eine Beschäftigungsbewilligung, eine Arbeitserlaubnis oder ein Befreiungsschein
ausgestellt ist, und deren Familienangehörige im Sinne des § 3 des Aufenthaltsgesetzes,
die eine Aufenthaltsbewilligung hatten.
§ 4. Der Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung kann ausnahmsweise im Inland gestellt
werden von
1. In Österreich geborenen und seit Geburt aufhältigen minderjährigen Kindern von Fremden, die
auf Grund einer Aufenthaltsbewilligung oder eines vor dem 1. Juli 1993 ausgestellten Sichtvermerkes
oder gemäß § 1 Abs. 3 Z 4 und 5 des Aufenthaltsgesetzes zum Aufenthalt in Österreich
berechtigt sind,
2. Angehörigen von österreichischen Staatsbürgern (§ 3 Abs. 1 Z 1 des Aufenthaltsgesetzes), die
gemäß § 14 Abs. 3 FrG einreisen oder denen vor der Einreise ein gewöhnlicher Sichtvermerk erteilt
wurde,
3. Personen, die gemäß § 1 Abs. 3 Z 1 des Aufenthaltsgesetzes auf Grund allgemein anerkannter
Regeln des Völkerrechts oder eines Staatsvertrags aufenthaltsberechtigt sind oder waren, und
4. Personen, für die eine Beschäftigungsbewilligung, eine Arbeitserlaubnis oder ein Befreiungsschein
ausgestellt ist, und deren Familienangehörigen im Sinne des § 3 des Aufenthaltsgesetzes,
die eine Aufenthaltsbewilligung hatten.