687. Verordnung: Kumulativer Ursprungserwerb durch die Mitgliedsländer der ASEAN
Gesetzestext (1 Artikel)
Auf Grund des § 4 Abs. 2 des Präferenzzollgesetzes,
BGBl. Nr. 487/1981, wird im Einvernehmen
mit dem Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten,
dem Bundesminister für Handel, Gewerbe
und Industrie und dem Bundesminister für Land-
und Forstwirtschaft verordnet
§ 1. Die Mitgliedsländer der Vereinigung südostasiatischer
Nationen („Association of South
East Asian Nations", „ASEAN", „Association des
nations de l'Asie de Sud-Est", „ANASE"), nämlich
Negara Brunei Darussalam, die Republik Indonesien,
Malaysia, die Republik der Philippinen, die
Republik Singapur und das Königreich Thailand
(nachstehend ASEAN-Länder genannt), sind für
Zwecke des Warenursprungs im Sinne des § 4
Abs. 1 des Präferenzzollgesetzes gemeinsam zu
behandeln.
§ 2. Werden demzufolge in einem der ASEAN-
Länder bei der Herstellung von Ursprungserzeugnissen
gemäß Regel 1 der Anlage D zum Präferenzzollgesetz
Erzeugnisse verwendet, die
Ursprungserzeugnisse eines anderen ASEAN-Landes
sind, so gelten diese Erzeugnisse hinsichtlich
der Anwendung der Ursprungsregeln als
Ursprungserzeugnisse des Landes, in dem die Herstellung
erfolgt.
§ 3. (1) Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner
1987 in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Bundesministers
für Finanzen vom 19. August 1982, BGBl.
Nr. 431, in der Fassung der Verordnung des Bundesministers
für Finanzen vom 6. Dezember 1985,
BGBl. Nr. 540, außer Kraft.