669. Bundesgesetz: Änderung des Bezügegesetzes
Gesetzestext (1 Artikel)
Der Nationalrat hat beschlossen
Artikel I
Das Bezügegesetz, BGBl. Nr. 273/1972, in der
Fassung des Bundesverfassungsgesetzes BGBl.
Nr. 18/1974, des Bundesgesetzes BGBl. Nr 181/
1974, des Bundesgesetzes BGBL Nr 122/1977 und
des Bundesverfassungsgesetzes BGBl. Nr. 323/
1977 wird wie folgt geändert
1. § 12 erhält folgende Fassung
„§ 12. (1) Die obersten Organe haben einen
monatlichen Pensionsbeitrag sowie einen Pensionsbeitrag
von jeder Sonderzahlung zu entrichten.
(2) Der monatliche Pensionsbeitrag für Mitglieder
des Nationalrates und des Bundesrates
beträgt für die Zeit vom 1. Jänner 1978 bis
31. Dezember 1978 5,5 v. H., für die Zeit
vom 1. Jänner 1979 bis 31. Dezember 1979
6 v. H., für die Zeit vom 1. Jänner 1980 bis
31. Dezember 1980 6,5 v. H. und für die
Zeit vom 1. Jänner 1981 an 7 v. H. des Bezuges
und der Sonderzahlungen.
(3) Der monatliche Pensionsbeitrag für die
übrigen im § 1 Abs. 1 genannten obersten
Organe beträgt für die Zeit vom 1. Jänner 1978
bis 31. Dezember 1978 7,5 v. H., für die Zeit
vom 1. Jänner 1979 bis 31. Dezember 1979
8 v. H., für die Zeit vom 1. Jänner 1980 bis
31. Dezember 1980 8,5 v. H. und für die Zeit
vom 1. Jänner 1981 an 9 v. H. des Bezuges
und der Sonderzahlungen.
(4) Werden als Mitglied eines Landtages verbrachte
Zeiten gemäß § 25 Abs. 2 lit. b eingerechnet,
so ist nachträglich ein Beitrag zu
leisten. Dieser beträgt
a) für Zeiten vom 1. Jänner 1955 bis 31. Dezember
1977 5 v. H.,
b) für Zeiten vom 1. Jänner 1978 bis 31. Dezember
1978 5,5 v. H.,
c) für Zeiten vom 1. Jänner 1979 bis 31. Dezember
1979 6 v. H.,
d) für Zeiten vom 1. Jänner 1980 bis 31. Dezember
1980 6,5 v. H.,
e) für Zeilen vom 1. Jänner 1981 an 7 v. H.
der während dieser Zeiten als Mitglied des Landtages
erhaltenen Entschädigung samt Sonderzahlungen."
2. § 25 Abs. 2 lit. b erhält folgende Fassung
„b) der Zeit der Funktionsausübung als
Mitglied eines Landtages, wenn für diese Zeit
ein Beitrag nach § 12 Abs. 4 geleistet wird,".
3. § 33 Abs. 1 erhält folgende Fassung
„(1) Wird ein ehemaliges Mitglied des Nationalrates
oder des Bundesrates, das keinen Anspruch
auf einen Ruhebezug erlangt hat, in
einen Landtag gewählt, so hat der Bund auf
Antrag des Mitgliedes die nach § 12 geleisteten
Beiträge dem Land zu überweisen. Diese Überweisung
hat jedoch nur dann zu erfolgen, wenn
auf Grund der in Betracht kommenden landesgesetzlichen
Bestimmungen Mitglieder des Landtages
von ihren Entschädigungen Beiträge
mindestens in der im § 12 Abs. 4 vorgesehenen
Höhe zu leisten haben."
Artikel II
(1) Die Bezüge, die den im § 1 Abs. 1 des
Bezügegesetzes genannten obersten Organen gebühren,
sind für die Zeit vom 1. Jänner 1978
bis zum 31. Dezember 1978 folgendermaßen zu
berechnen
1. Soweit diese Bezüge insgesamt den jeweiligen
Gehalt eines Bundesbeamten des Dienststandes
der Allgemeinem Verwaltung,
Dienstklasse IX, der gemäß den §§ 5 bis 8
des Bezügegesetzes die Grundlage für die
Berechnung der Bezüge bildet, nicht übersteigen,
sind sie von dem einem solchen
Beamten im Jahre 1978 gebührenden Gehalt
zu ermitteln;
2. soweit diese Bezüge den unter Z. 1 genannten
Gehalt übersteigen, sind sie von dem
einem solchen Beamten im Jahre 1977 gebührenden
Gehalt zu ermitteln.
(2) Abs. 1 ist bei der Ermittlung der Ruhe-
und Versorgungsbezüge, die gemäß Abschnitt II
und III des Bezügegesetzes gebühren, sinngemäß
anzuwenden.
Artikel III
(1) Dieses Bundesgesetz tritt mit 1. Jänner
1978 in Kraft.
(2) Art. II tritt mit 31. Dezember 1978 außer
Kraft.
(3) Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes
ist, soweit sie nicht dem Präsidenten des Nationalrates
obliegt, die Bundesregierung betraut.